Asterix Review Special (28): Asterix im Morgenland

Aim singin in se rejnnn, dschast singin in se rejnnn …“

Kaum ein Satz aus einem anderen Asterix-Album fängt so schön die Stimmung und den Humor des jeweiligen Bandes ein, wie dieses, zugegebenermaßen ein wenig missglückte Zitat des musikalischen Klassikers aus dem verfilmten Musical „Singin‘ in the rain (Du sollst mein Glücksstern sein)“ aus dem Jahr 1952, hervorragend dargeboten vom meisterhaften Gene Kelly. Denn im Juni 1987 beendete Albert Uderzo die Arbeit am 28. Asterix-Abenteuer, welches auch gleichzeitig sein viertes im Alleingang darstellt. Bereist am 21. Oktober gelangte „Astérix chez Rahàzade“, wie der Band im Original heißt europaweit in den Handel und stellt alle bis dahin aufgestellten Rekorde in den Schatten. 1991 zeigte man dies in einer Pressemitteilung und einer übersichtlichen Grafik. Mit fast 2,8 Millionen Ausgaben in der Startauflage rangiert die deutsche Fassung sogar noch vor der französischen Ausgabe mit 2 Millionen Exemplaren. Wesentlich geringer fallen die Versionen für Benelux (550.000 Exemplare), Skandinavien (435.000 Exemplare), Großbritannien (130.000 Exemplare), Spanien (100.000 Exemplare), Italien (90.000 Exemplare) und Portugal (50.000 Exemplare) aus. Weiterlesen

Der Titel des 36. Asterix-Bandes wurde enthüllt (Update: Titeländerung)

Update vom 25. 06. 2015:

Wie Egmont nun bekannt gab, wird der neue Asterix-Band Nr. 36, welcher nach wie vor am 22. Oktober 2015 erscheint, wegen rechtlicher Gründe nicht mehr „Cäsars Geheimnis“ heißen. Auch wenn sich am Inhalt selbst nichts ändert und weiterhin der Mantel des Schweigens darüber gebreitet ist, ist eines sicher: „Cäsar kam, sah und…“ , oder doch nicht? Der neue Titel lautet nun auf jeden Fall:

Asterix36NeuUrsprüngliche Meldung:

Es ist noch so lange hin. Bis zum 22. Oktober 2015 müssen sich die Fans weltweit gedulden, bis der neue Asterix-Band endlich erscheint. Doch bereits jetzt haben Jean-Yves Ferri und Didier Conrad auf der Kinderbuchmesse im italienischen Bologna bekannt gegeben. Der 36. Asterix wird auf den Titel „Cäsars Geheimnis“ hören und ist nach „Asterix bei den Pikten“ der zweite Band aus der Coproduktion von Ferri und Conrad. Ganz in der Tradition von René Goscinny und Albert Uderzo werden die Gallier dieses Mal in Gallien bleiben, denn nach einer ungeschriebenen Regel der beiden geistigen Väter soll nur jedes zweite Asterix-Abenteuer in einem fremden Land spielen.

Asterix 36 - 2 Weiterlesen

Asterix Review Special (27): Der Sohn des Asterix

2,5 Millionen ist eine sehr stolze Zahl, auch für Asterix. Doch genau diese Menge an verkauften Exemplaren erreichte „Le Fils d’Astérix“ drei Monate nach dessen Erscheinen in Frankreich. In Deutschland waren es sogar unglaubliche 2,7 Millionen Exemplare, und weltweit sogar 7 Millionen. Dies bedeutet eine Steigerung von satten 20 Prozent gegenüber dem letzten Bestseller „Die Odyssee“. Dies kommt aber neben der faszinierenden Handlung, auch von der massiven Werbekampagne, die alleine in Frankreich mit mehr als 2 Millionen französischen Franc zu buche schlug. Weiterlesen

Asterix Review Special (26): Die Odyssee

So traurig, wie es klingen mag, aber unter René Goscinny hätte es niemals ein Asterix-Abenteuer im Gelobten Land gegeben. Der Grund hierfür liegt in Goscinnys Vergangenheit. Renés Vater Stanislas wurde in Polen geboren und seine Mutter Anna in Beresniak in Russland. Beide lernten sich jedoch 1919 in Paris kennen und heirateten kurz darauf. Einige Jahre später, genaugenommen am 14. August 1926 kam dann ihr zweiter Sohn René auf die Welt. Doch Goscinny selbst hatte Probleme mit seiner jüdischen Herkunft sagte später über sich selbst: „Meine Vorfahren sind die Gallier, eindeutig, ich habe keine anderen!“ Weiterlesen

Asterix Review Special (25): Der grosse Graben

5. November 1977. Als er von einer Reise in die Provinz nach Hause zurückkehrt, findet Albert Uderzo Ada in Tränen aufgelöst. René ist tot. Es ist furchtbar und kommt völlig unerwartet.
„Der Schock war entsetzlich. Sprachlos und keiner Gedanken fähig, schloß ich mich mit meinem Schmerz und meiner Trauer ein. Meine Frau und meine Tochter hielten die Journalisten von mir fern, die etwas über meine Reaktion und Gefühle erfahren wollten. Einige wollten unbedingt eine Zeichnung vom tränenumflorten Asterix auf der Titelseite bringen. War nicht Micky Maus einige Jahre zuvor das Vorbild? Aber diesmal mochte ich Mickys Beispiel nicht folgen.“ (1) so schreibt Albert Uderzo in „Uderzo – Der weite Weg zu Asterix“ über den Tod seines Freundes.

Bild aus „Der weite Weg zu Asterix“ © Ehapa Verlag

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Asterix Review Special (24): Asterix bei den Belgiern

Werbeanzeigen für den 24. Band.
Links die französische Ausgabe, rechts die Deutsche.

Am 14. April 2013 ging das erste Asterix Review Special online. Inzwischen sind fast zwei Jahre vergangen und ich habe euch mit großer Regelmäßigkeit jeden Monat ein neues Special präsentiert. Mit vielen Hintergrundinfos und eigens angefertigte Scans habe ich versucht, aus jedem Review Special etwas Besonderes zu machen. Dies wird sich auch in Zukunft nicht ändern, wenngleich es bei dem heute vorgestellten Band zu massiven Veränderungen kam. Denn „Asterix bei den Belgiern“ ist der letzte Band, der gemeinsam von René Goscinny und Albert Uderzo geschaffen wurde. Doch das dies nicht so einfach war, ist vielen nicht bewusst gewesen. Darum möchte ich euch heute einen kleinen Einblick in die Probleme geben, welche die Veröffentlichung des 24. Abenteuers der beiden Gallier damals begleiteten. Weiterlesen

Asterix Review Special (23): Obelix GmbH & Co. KG

Im 23. Abenteuer der beiden Gallier gibt es gleich in mehrfacher Hinsicht etwas zu feiern. Da wäre nicht alleine Obelix‘ Geburtstag, sondern auch der Punkt, dass es der manchmal etwas naive Freund von Asterix zum ersten Mal mit seinem Namen auf das Cover und in den Titel einer Geschichte gebracht hat. Und das nicht nur beiläufig, sondern ganz alleine und in voller Pracht. In Frankreich kam „Obélix et compagnie“ in der Nummer 598 vom „Le Nouvel Observateur“ am 25. April 1976 zum Vorabdruck und lief bis zur Ausgabe 604 vom 6. Juni 1976. Noch währenddessen, oder fast zur gleichen Zeit zumindest, veröffentlichte Dargaud das Album zusätzlich mit einer Startauflage von 1,35 Millionen Exemplaren. Weiterlesen

Asterix Review Special (22): Die große Überfahrt

Thomas AvaWie jeden Monat, so gibt es auch heute wieder ein Asterix Reviewspecial. Nur dieses Mal möchte ich nicht einfach so loslegen und euch mit interessanten Hintergrundinfos überfallen. Nein, diesmal möchte ich die Zeit nutzen, um ein wenig ernsthafter zu werden. Wie viele (wenn nicht sogar alle) von euch mitbekommen haben, gab es am letzten Mittwoch in Paris einen Terroranschlag. Drei bewaffnete Männer drangen in die Redaktionsräume der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo ein und töteten zwölf Menschen. Dieser feige Anschlag auf die Presse und Meinungsfreiheit hat weltweite Bestürzung hervorgerufen. Aber auch Albert Uderzo, der Cabu immerhin seit 53 Jahren kannte, machte seinen Gefühlen Luft. Er zeichnete ein Bild, welches seine Emotionen widerspiegelte. Doch aufgrund der doch sehr offensichtlichen Bildsprache, in der Asterix einen Mann in Schuhen, die nach Morgenland aussehen schlägt, wurde zuerst ein anderes Bild verbreitet, welches Uderzo bereits zum Tod seines Freundes René Goscinny anfertigte und weitaus friedlicher aussieht. Beide Bilder möchte ich euch dennoch nicht vorenthalten.

Links: Das erste Bild, welches um die Welt ging
Rechts: Das eigentliche Original zum Anschlag

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Asterix Review Special (21): Das Geschenk Cäsars

Im Oktober 1973 gibt Albert Uderzo ein paar Einblicke in das neue kommende Asterix-Abenteuer mit dem Originaltitel „Le Cadeau de César“. Dabei beschreibt er dessen Inhalt mit folgenden Worten: „Cäsar schenkt seinen Legionären Ländereien in den Kolonien. Um sich an einem Trunkenbold von Legionär zu rächen, gibt Cäsar ihm ein gallisches Dorf. Welches, das können Sie sich vorstellen … Im Rausch wechselt der Legionär bei einem Gastwirt seine Besitzerplakette gegen Wein ein. Der Wirt, seine Frau und ihre Tochter kommen darauf ins gallische Dorf, wo sich jeder über sie lustig macht, nachdem sie von ihrem Anliegen erfahren haben. In der Folge kommt es dann zu zahlreichen deftigen Überraschungen. An dieser Stelle höre ich aber besser auf, da ich ein schlechter Erzähler bin und riskiere, die ausgezeichnete Geschichte von Goscinny zu verderben.“ Weiterlesen

Asterix im Land der Götter – Das deutsche Plakat wurde enthüllt

Asterix im Land der Götter Banner

So lange ist es nicht mehr hin, bis am 26. Februar 2015 der neueste Asterix-Film in den deutschen Kinos anläuft. Jetzt wurde das deutsche Kinoplakat enthüllt, für den ersten mit dem Computer animierten Asterix-Animationsfilm. Der etwa 85-minütige Film von Louis Clichy und Alexandre Astier mit dem geheimnisvollen Titel Asterix im Land der Götter basiert hierbei auf dem siebzehnten Band Die Trabantenstadt. Als Synchronsprecher wurden Charly Hübner als Obelix und Milan Peschel als Asterix verpflichtet. Weiterlesen