Bongo Classics #3 [Panini, 2010-2012]

Nach etwas längere Pause gibt es mal wieder eine Bongo Classics Review. Diesmal ganz im Zeichen des nahenden Winters.

Simpsons Winter Wirbel #3 [Panini, Januar 2010]

Zuerst erleben wir was passiert wenn ein Prediger übereifrig am Weihnachstfest und seiner wahren Bedeutung zweifelt. Gerade der überfromme Flanders verbannt somit alle kommerziellen Anwandlungen des Festes aus seinem Haus und bestraft somit auch ungewollt seine beiden Kinder. Aber zum Glück sind ja Lisa und Bart da, um dem voreiligen Nachbar eine Lektion zu erteilen…
Danach zeigt Bart einmal mehr wie viel Böses in ihm steckt, als er nicht nur Homer eine Woche lang quält. Das ganze geht so lange bis Homer sprichwörtlich die „Schnauze“ voll hat und seinen Sohn zu einer Besserungsmaßnahme von Chief Wiggum anmeldet. Aber Bart wäre nicht der Tunichtgut der er nunmal ist, wenn er selbst daraus seinen Nutzen ziehen würde…
Als nächstes versucht sich Krusty daran ein erfolgreiches Maskottchen für Chanukka zu erfinden. Doch seine Ideen stoßen dabei nicht gerade auf Gegenliebe. Deshalb sollen Bart, Lisa, Milhouse, Nelson und Ralph dabei helfen und produzieren einen ganzen Haufen Mist dabei. Doch Krusty bekommt unerwartete Hilfe von Kang und Kodos…
Zuletzt versucht Homer nach dem opulenten Weihnachtsmahl auf möglichst einfche Weise Gewicht zu verlieren. Dabei greift er auf die selben Mittel wie Bären zurück, indem er einfach Winterschlaf halten will. Dank eines neuen Wundermittels von Professor Frink fällt Homer auch in einen 3-monatigen Schlaf in dem er aber dennoch einiges erlebt, und gewichtsreduzierend ist vieles dabei nicht wirklich…

FAZIT:

Typisch weihnachtlich und weniger winterlich fällt diese Geschichtensammlung aus. Für einen Winter Wirbel sind es einfach zu wenig winterliche Geschichten. Bei 3 Weihnachtsstorys und einer welche zu jeder Jahreszeit spielen könnte will einfach kein Winterfeeling aufkommen. Auch wenn die Geschichten durchaus gelungen und unterhaltsam sind und sogar Comicgrößen wie Scott Shaw und Paul Dini ihren Beitrag dazu leisten wären ein paar wirkliche Wintergeschichten wünschenswerter gewesen. So bleibt am Schluss ein kurzweiliges Weihnachstheftchen das ein wenig weihnachtlichen Humor verbreitet.

Simpsons Winter Wirbel #4 [Panini, Januar 2011]

4 winterliche Geschichten:
In der ersten Geschichte versuchen sich die Simpsons wegen einer typischen Lisa-Idee als Stromsparer. Sie verzichten auf alles was mit Strom direkt oder indirekt zu tun hat. Keine Heizung, kein Fernsehen, kein Licht, kein fliessend Wasser. Auch sonst wollen sie möglichst ökologisch leben und verzichten daher auch auf das Auto. Schnell fällt dies auch den anderen Bewohnern von Springfield auf, und um Mr. Burns eins auszuwischen machen alle mit…
Dann gibt es eine kurze Itchy und Scratchy Episode in der Maus Itchy Kater Scratchy aus einem Flugzeug auf einen schneeverhangenen Gipfel schmeisst auf dem auch der Yeti sein Zuhause hat. Oder ist es eine Yeti…?
Als nächstes muss Krusty auf seine neuesten Spielzeuglizenzprodukte verzichten, da diese mit höchst giftigen Materialien hergestellt wurden. Und so wird die gesamte Produktion von der Umweltbehörde konfisziert und unter einer Betondecke versteckt. Doch Weihnachten rückt näher und die Betondecke bekommt einen Riss durch die auch durch Strahlung stark erhitzen Spielsachen. Als dann auch noch der Schnee schmilzt und auf die neuen Krusty Super-Hydro-Action-Figuren trifft ist Chaos vorprogrammiert…
Danach wird die kuriose und lustige Reise des Mr. Schneepflug Komatsu-Motors Pfluges erzählt. Nach Homers kurzem Intermezzo landet er beim Comictypen, dann bei Krusty, als nächstes bei Reverend Lovejoy wo er wiederum von Snake gestohlen wird um die die Sammlung von Willy integriert zu werden und so weiter und so fort…
Zum Schluss gibt es eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte mit lustige Reimen von Homer J. Simpson zur Simpsons-Weihnacht…

FAZIT:

Ja klar. Es ist nicht die richtige Zeit für Wintergeschichten. Dennoch habe ich auch keine Lust dieses durchaus unterhaltsame Heftchen bis zum nächsten Winter liegenzulassen. Und was kann es besseres geben als bei den steigenden Temperaturen ein wenig Abkühlung in Wintergeschichten zu suchen.
Insgesamt sind die 5 abwechslungsreichen Geschichten sehr gelungen und humorvoll. Wie immer ist alles vollgespickt mit Anspielung auf die Gesellschaft, bekannte und weniger bekannte Personen, Trends, Kommerzgüter und Weltgeschichte. Auch Flops wie Disneys Schatzplanet werden dabei humorvoll auf die Schippe genommen.
Kurzum. Gelungene und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch die Spaß macht und durch die vielen Anspielungen und deren Erläuterungen durch die Simpsons-Redaktion (die einfach mal erwähnt werden sollten) sogar noch ein wenig zum „manchmal unnützen“ Weltwissen beiträgt.

Simpsons Winter Wirbel #5 [Panini, Januar 2012]

Zuerst erlebt man wie schnell eine Grippe von eine ganzen Stadt eingenommen werden kann, wenn man sich denn nicht an die ganz eifnachen Regeln der Sicherheit und dem Schutz vor Ansteckung hält und sich nicht regelmäßig die Hände wäscht…
Danach stellt Burnes der Stadt den Strom ab, was zur Folge hat das Springfield friert und dann rebelliert. Doch Homer kann die Situation wieder einmal retten…
Als nächstes entdeckt Moe bei einem abgestürzten Flugzeug die perfekte Burgersoße und somit steht dem Erfolg seiner Bar nichts mehr im Weg. Doch die leckere Zutat gehört Krusty und der ist nicht bereit sie zu teilen…
Dann gewinnt Homer eine Reise nach Colorado in das Skigebiet Duffspring. Doch eigentlich will er da lieber mit seinen Freunden als seiner Familie hin, aber die Wahl wird ihm abgenommen…
Zu guter letzt schafft sich die Springfielder Grundschule einen neuen Schulbus für die Wintersaison an. Mit Schneeketten, Pflug und allem was dazugehört um jederzeit einsatzbereit zu sein und die Kinder in die Schule zu bringen. Aber Bart ist von diesem Gefährt alles andere als begeistert…

FAZIT:

Eine typische Sammlung an Simpsons-Winter-Geschichten. Ganz unterhaltsam, aber insgesamt nichts wirklich besonderes. Auch zeichnerisch wird eher Durchschnittskost geboten. Nichts aussergewöhnliches, kein eigener Stil, alles eher 08/15. Als Unterhaltung für zwischendurch und zum Aufmuntern ist es dennoch genau das richtige.

Halloween Special Review (2): Simpsons Comics Sonderheft #16: Bart Simpsons Horrorshow [Panini, Oktober 2012]

Weiter gehen die Halloween Review Specials mit dem gelben Wahnsinn aus Springfield…

Simpsons Comics Sonderheft #16: Bart Simpsons Horrorshow

Wie jedes Jahr so beschenkt auch 2012 Panini mit einer neuen Bart Simpson Horrorshow die deutschen Simpson-Fans.
Das Spektakel beginnt mit einer gelben Version von Nosferatu in der Bart sein Baumhaus an Homers Chef abtreten soll, damit die Simpsons nicht in Geldnot geraten und Barts Comics veräußern müssten. Doch Mr. Burns, hier als Graf Burlok unterwegs, hat ein gefährliches Geheimnis …
Die zweite Geschichte widmet sich den aktuell sehr beliebten Zombies. Nachdem Bart bei einem Brettspiel gewinnt, fordert er seine Familie auf, ein Rollenspiel in voller Kostümierung auf dem Mount Springfield abzuhalten. Dabei wird Marge schwer verletzt und bekommt eine Kadaversehne implantiert, die kurz darauf seltsame Gelüste in ihr weckt …
Den Abschluss bildet eine Geschichte, in der Bart seine Neugier einfach nicht zügeln kann. Denn nachdem Er ein mysteriöses drittklassiges Comicheft auf einem Flohmarkt erwirbt, kann er es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichten darin sind so seltsam, abstossend und dennoch faszinierend, dass er, als er feststellt, dass die letzte Seite fehlt, sich auf die Suche nach dem Zeichner macht, um dieses letzte Rätsel zu lösen. Doch er weiß nicht, worauf er sich einlässt …

Nosferatu im Simpsons-Stil.

Drei Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, versammeln sich in diesem Heft. Die erste Geschichte ist fast schon klassischer Horror, der auch entsprechend bebildert ist, denn die Parodie auf Nosferatu wird in einem stummfilm-artigen Bildstil geschildert, der einfach nur grandios ist. Dazu gehört auch das die Texte auf Bildtafeln zwischen den einzelnen Panels dargestellt werden und die Panels selber nur mit ganz sanften Farben aufwarten. Meist sind es hauchfeine Grün-, Grau-, Braun-, Gelb- und Blautöne, welche den Stil noch untermauern. Die Geschichte an sich ist fast typisch für das 19. Jahrhundert. Keine großen visuellen Schockmomente, denn das meiste soll sich im Kopf des Lesers abspielen.

Gehirne…, Gehiiiiirne… !

Die zombifizierte „Marge of the Dead“ hat noch einen relativ gemäßigten Stil, sprich, er orientiert sich visuell noch sehr nah an den bekannten Simpsons. Dennoch gibt es auch hier kleine Stiländerungen, die aber sofort ins Auge fallen. So sind zum Beispiel alle Figuren von sehr dominanten und kräftigen Outlines umgeben, wodurch ein gewisse Perspektive erzeugt wird. Denn je näher dieser Protagonist am Betrachter bzw. Leser „steht“, umso kräftiger sind seine Outlines.
Von der Geschichte her wird leider nur durchschnittliche Zombiekost geboten. Schon ab dem Moment, wo von der Kadaversehne gesprochen wird, weiß man als Leser, worauf dies hinauslaufen wird. Da wird von Autorin Jane Wiedlin nur sehr wenig Kreativität geboten. Zum Glück muss man aber auch sagen, dass es wenigstens nicht langweilig präsentiert wird.

Manche Comichefte haben es echt in sich.

Visuell mit am außergewöhnlichsten ist die letzte Geschichte. Denn während Barts Erlebnisse im fast typischen Simpson-Stil dargestellt werden, kommen die Geschichten, welche Bart in dem Comic liest, in den bekannten 50er und 60er Jahre Horrorcomicstil daher. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Vor allem weil dieser Stil inklusive verrutschtem Druckmuster, leicht vergilbten Seiten und dem auffälligen Punktdruck sehr authentisch herüberkommt.
Storytechnisch ist es natürlich, wie zu erwarten, auch ganz typische Horrorkost aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Eine Geschichte, die sich langsam aufbaut und dann mit einem großen Knall endet. Nicht schlecht, aber auch nicht überraschend.

So etwas war in den 1960ern echt gruselig.

FAZIT:

Diese 16. Ausgabe der Bart Simpsons Horrorshow kann, wenn man es genau nimmt, nur visuell wirklich überzeugen. Zwar sind die Geschichten nicht schlecht, aber leider auch nicht besonders innovativ oder überraschend. Dennoch bin ich sehr angetan, gerade weil mir eben diese klassischen und irgendwie tausendfach bekannten Storymuster immer wieder gefallen können. Wenn dies dann auch noch grafisch so gut unterstützt wird wie hier, dann ist das in meinen Augen schon so gut wie ein Hauptgewinn. Aber dies ist mein persönlicher Geschmack.
Wer sich ebenfalls von solchen Geschichten auch heute noch fesseln lassen kann, der sollte allein wegen der wirklich sehr guten Bilder auf jeden Fall einen Blick riskieren.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Bongo Comics / Panini

Der neue Radioactive Man Crossover (Simpsons Comics #157 & #158, Bart Simpson #46) [Panini, November bis Dezember 2009]

Crossover innerhalb von US-Comicserien haben eine feste Tradition. Da überrascht es auch nicht, wenn sich die Bongokreativen dieser Tradition auf ihre ganz eigene Art annehmen…

Simpsons Comics #157

Krusty gewinnt bei einem Pokerspiel den Verlag von Radioactive Comics. Diese reissen aber leider schon lange keinen mehr vom Hocker, wodurch die Verkäufe auch stark zurückgegangen sind. Langweilige und sich immer wiederholende Großevents, Veränderungen an Helden die doch nichts bewirken, das alles hat die Comicfans in Springfield verärgert. Nun soll sich Lindsay Neagle um den neuen Erfolg dieser Comicreihe kümmern und hat dafür den ultimativen Plan…

Fazit:

Was Bongo hier auf die Schippe nimmt, sind vor allem die ganzen Großevents der 2 Mammutcomichäuser. Sei es nun Secret Invasion, Blackest Night, die Crisis-Event-Reihe oder die Marvel Zombies. Einiges davon ist, nun ja sagen wir mal, nicht jedermanns Geschmackssache. Im typischen Simpsons-Stil wird deshalb genau dieses Verhalten der Verlage auf die Schippe genommen und stark überzeichnet präsentiert. Dieser erste Teil des „Radioactive Man“-Crossovers ist ein gelungener Seitenhieb auf die gesamte Comicbranche.

Bart Simpson #46

Die angekündigten Neuerungen für die schwächelnde Radioactive Man-Comicserie schlagen ein wie eine Bombe und das trotzdem es von der Verlagsseite keinerlei Informationen gibt. Diese Ungewissheit und die wilden Spekulationen um Radioactive Mans Neustart bewegen Bart, Milhouse und Martin dazu, Krusty aufzusuchen und ihm eine unterzeichnete Petition vorzulegen damit die Änderungen von Radioactive Man nicht zu gravierend anders und neu werden…

Fazit:

Was wird nun aus Radioactive Man? Der Plan von Krusty und Ms. Neagle bleibt weiterhin undurchsichtig und ruft halb Springfield auf den Plan. Hier sieht man mal wieder was eine gezielte Werbekampagne alles bewirken kann. Niemand weiss etwas, aber alle wollen es haben. Die satirische Darstellung der „morbiden“ und „korrupten“, „geldgeilen“ und „arroganten“ Comicindustrie bleibt weiterhin auf gutem hohen Niveau. Diese Gesellschaftskritiken sind es die die Simpsons so groß gemacht haben, und die Gaststars natürlich.

Simpsons Comics #158

Das Finale des dreiteiligen Radioactive Man Crossovers. Endlich erscheint das neue Heft, und ganz Springfield ist in Aufruhr. Doch als die drei Freunde Bart, Milhouse und Martin das Heft endlich in den Händen halten sind sie mehr als enttäuscht. Ausser den Panels und leeren Sprechblasen enthält das Heft überhaupt nichts. Also beschließt Bart seine eigene Radioactive Man-Geschichte zu schreiben und landet damit zu allem Ärger von Krusty und Ms. Neagle auch noch einen vollen Erfolg. Aber das wollen diese nicht auf sich sitzen lassen…

Fazit:

Die Idee ein leeres Comicheft zu veröffentlichen in dem die Fans eine Geschichte so schreiben und zeichnen können wie sie es selber wollen, anstatt eine fertige vorgesetzt zu bekommen über die dann nur gemeckert wird ist ebenso genial wie dreist. Natürlich würde sich kein Verlag so eine Frechheit erlauben und dennoch ist es auch irgendwo verständlich. Die Fans meckern über die schwere Arbeit der Autoren und Zeichner und können selber nur selten besseres leisten. Während in den ersten Teilen der Buhmann noch bei den Verlagen lag, wird er hier auch an die Konsumenten weitergereicht. Ein rundum gelungenes Finale.

Aneinandergereiht ergibt sich bei diesen drei Ausgaben ein sehr schönes und witziges Panoramabild.

???

Was hat es wohl mit diesem Bild auf sich das seit wenigen Tagen durch das Netz, insbesondere Facebook und dem Paniniforum, geistert?

Der DC Relaunch bei Panini mit Unterstützung von ComicHunters (Teil 2)

Schon vor zwei Wochen habe ich hier auf meinem Blog informiert das ich in meiner Aufgabe als Admin für ComicHunters in Zusammenarbeit mit Panini einen Artikel zum neuen DC-Universum bei Panini veröffentlich habe. Heute nun ist der zweite Teil mit der nächsten Welle an Comics erschienen. Diesmal sind es 2 Heft- und 3 Sonderbandserien die Panini den Fans präsentiert. Was euch erwartet und welche Coverversionen es alles gibt und gab, erfährt ihr wenn ihr dem Link unten folgt. Auch das Gewinnspiel, bei dem ihr als Hauptpreis einen Komplettsatz der neuen Heftserien Nummer 1-Ausgaben gewinnen könnt läuft noch bis zum 4. Juli. Wer also noch nicht mitgemacht hat, sollte das schleunigst nachholen.

-> Hier gehts direkt zum zweiten Teil des Artikels. <-

Viel Glück beim Gewinnspiel und viel Spaß mit dem zweiten Teil des Artikels,
Euer Mueli77

Der DC Relaunch bei Panini mit Unterstützung von ComicHunters

Wie gestern bereits erwähnt ist nun heute der Artikel zum DC Relaunch bei Panini im Forum von http://www.comichunters.net online gegangen. Zusammen mit einem Gewinnspiel, bei dem Panini die Preise zur Verfügung stellt bildet dieser Artikel den ersten Teil einer mehrteiligen Strecke rund um den Relaunch und die zu erwartenden Serien. Abgerundet wird der Artikel mit Leseproben, Videos und einem Gewinnspiel welches bis einschließlich den 1. Juli 2012 läuft.

-> Hier gehts direkt zum Artikel. <-

Viel Glück beim Gewinnspiel und viel Spaß mit dem Artikel,
Euer Mueli77

Bekanntmachung!

Einige werden es schon wissen, andere werden nun davon erfahren…

In meiner Tätigkeit als Administrator auf www.comichunters.net habe ich in Zusammenarbeit mit Panini einen Artikel verfasst der sich dem Relaunch der „DC New 52“-Serien widmet.
Der erste Teil dieses Artikel (mit den ersten Juniveröffentlichungen) wird morgen im Laufe des Tages auf ComicHunters online gehen und von einem Gewinnspiel begleitet, bei dem Panini freundlicherweise die Preise bereitgestellt hat. Mitte Juni folgt dann auch schon der zweite Teil und wird die restlichen Relaunchtitel des Monats Juni abdecken.

Morgen geht es los und wer sich noch einmal so richtig informieren möchte bevor er seinen Comicshop, Bahnhofsbuchhandlung oder Onlinehändler stürmt, der sollte morgen bei ComicHunters vorbeischauen. Es gibt einen Haufen Infos, Leseproben, Videos und natürlich das Gewinnspiel, bei dem ihr eine ganz leichte Frage beantworten müsst.

Den Link dorthin werde ich morgen nachdem der Artikel online ist auch hier bekannt geben und wer die Zeit nicht abwarten kann, sollte ab morgen Vormittag die Startseite von ComicHunters im Auge behalten.

Euer,
Mueli77

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 8) – Die Comics von Reprodukt und Tokyopop

Im heutigen Gratis Comic Tag-Review-Artikel sind die Mädels/Damen an der Reihe. Ich habe mir die beiden Ausgaben „Comic Girls“ von Tokyopop und „Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An“ von Reprodukt zur „Brust“ genommen und möchte euch nun hier mein Fazit dazu präsentieren…

Comic Girls (Gratis Comic Tag 2012)

Bei Tokyopop wird es rosa und Girlielike.
In „Lou“ erleben wir wie ein 12-jähriges Mädchen, welches für ihr Alter viel zu klein ist, sich den alltäglichen Irrungen und Wirrungen der Liebe und Romantik entgegenstellt. Dabei ist es nicht gerade hilfreich das ihre Mama ebenfalls solo ist und mehr Interesse an Videospielen als an ihrem zukünftigen, möglichen Freund hat…
Die zweite Geschichte handelt von Rebecca. Ein kleines Mädchen das mit einer schwachen Immunabwehr zu kämpfen hat und deshalb ebenfalls (wie auch Lou) etwas zu klein für ihr Alter ist. Auch das ihre Eltern sich immer streiten nagt an dem kleinen Mädchen. Aber Rebecca lässt sich nicht unterkriegen und findet dennoch ihren Spaß im alltäglichen Leben. Als sie sich dann auch noch mit einem sehr alten, intelligenten und widerstandsfähigen Virus infiziert, die durch die Super-Mikrobe Ernest hervorgerufen wird, entsteht eine gefährliche aber sehr lustige Freundschaft…
In den Sommerferien haben sich Ninas Eltern getrennt und deshalb beginnt ihr neues Schuljahr alles andere als glücklich. Als dann auch noch ein kleines Monster und eine Fee in ihrem Schulranzen auftauchen und ihr niemand so richtig glauben will, wird es erst richtig mysteriös und verzwickt…
Zuletzt geben sich noch die beiden Schwestern Marine und Wendy die Ehre, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerhand turbulente Abenteuer erleben die beiden wenn sie sich den alltäglichen Problemen stellen müssen. Ob es nun die kleinen Problemchen unter Schwestern sind, die Liebe oder auch Paparazzi. Die beiden werden irgendwie mit allem fertig.
FAZIT:
Eine lustige, bunte und auch manchmal nachdenkliche Mischung legt Tokyopop mit diesem Heft vor, an dem nicht nur Mädchen ihren Spaß haben werden. Auch Jungs und Männer werden an diesen kleinen Geschichten ihren Spaß haben, wenn sich Schwestern zoffen, ihrem Liebestaumel ergeben, oder verzweifelt versuchen ihren Lieben irgendwelche ausgefallenen Präsente zukommen zu lassen.
Die Zeichnungen sind stilsicher, bunt und immer irgendwie niedlich, auch wenn die Ereignisse so überhaupt nicht zum lachen sind. Manches wirkt ein wenig „Manga-Like“ was einige abschrecken könnte, aber dennoch passt genau diese Charakterisierung sehr gut zu den Geschichten. Immerhin soll es sich im Großen und Ganzen um Mädels handeln und die sehen nun mal nicht wie ein Vollweib aus.
Aber eben genau die Tatsache das die Protagonisten oftmals auch ein wenig naiv handeln macht einen Großteil des Charmes aus. Und genau deshalb ist Comic Girls unterhaltsame Comicunterhaltung nicht nur für Mädchen.

Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An: Die Jungfrau im Freudenhaus (Gratis Comic Tag 2012)

Agathe und Blanche sind Schwestern und Hausmädchen in Paris. Doch eines Tages wird Agathe ermordet und das nur weil Blanche beobachtet hat wie der berüchtigte Schlächter der Guinguettes ein Mädchen ermordet. Doch als die Polizei eintrifft sieht es so aus als hätte Agathe Selbstmord begangen. Niemand will Blanche glauben und so beginnt die einsame Jungfrau ihre eigenen Nachforschungen. Die Spur führt dabei ein eines der edelsten Bordelle von Paris. Als sich Blanche dort als Hausmädchen bewirbt, wird sie abgelehnt, aber sie bekommt die Chance als unnahbare Gouvernante in das Hurenbusiness einzusteigen. Schnell macht Blanche Entdeckungen die sie ihre ganze Kraft kosten…
FAZIT:
Dieser Comic ist bisher wirklich die Überraschung des Gratis Comic Tages für mich. Was Anfangs wie ein einfaches Drama klingt (Jungfrau kommt durch widrige Umstände in das älteste Gewerbe der Welt) entwickelt sich sehr schnell zu einem düsteren und verzwickten Kriminalfall. Dadurch das die Protagonisten so gut charakterisiert sind, fällt es dem Leser auch nicht schwer mit den Damen mitzufühlen und deren Freud und Leid nachzuempfinden. Unterstützt wird dies durch die sehr stimmungsvollen Bilder, die zwar vorwiegend in verschiedenen Rottönen gehalten sind, aber auch durch den klaren Strich und die emotionalen Mimiken der Figuren.
„Fräulein-Rühr-Mich.Nicht-An“ ist ein dichter und atmosphärischer Thriller der von Anfang an überzeugen kann und sicher schnell seine Fans finden wird.

Mein Dank geht auch heute wieder nach Erfurt zum Comic Attack für die Bereitstellung dieser Hefte.