DC Comic Klassiker (4): Batman & Superman: Generations – Band #2: 1959-1969 [Carlsen, Oktober 1999]

Da die letzten beiden Tage etwas Marvel-lastig waren, ist heute wieder einmal DC dran. Weiter geht es mit der zweiten Ausgabe der ersten Generations-Miniserie von John Byrne …

Batman & Superman: Generations #2

1959. Superman ist inzwischen Vater von Sohn Joel (leider ohne Kräfte, und Tochter Kara (zumindest mit halben Superkräften)). Auch Batman hat Nachwuchs erhalten, Bruce Wayne Jr., der inzwischen gerne in die Fussstapfen seines großen Vorbildes Robin (Dick Grayson) treten möchte. Dieser hat das Kostüm an den Nagel gehängt, um erfolgreich Jura zu studieren. Doch die Tatsache, dass MXYZPTLK und Bat-Laus den jeweils anderen Helden auf die Prüfung stellen sollen, um den mächtigsten zu ermitteln, welcher dann einer Rasse von Außerirdischen gegen eine Invasion zur Seite stehen soll, wirbelt das Leben von Superman und Batman erneut durcheinander.
1969. Joel ist erwachsen und in den Vietnamkrieg gezogen und Kara nutzt ihre Kräfte, um als Supergirl gutes zu tun. Währenddessen hat sich Bruce Wayne Jr. den Dress des Robins übergezogen, um Seite an Seite mit Batman (Dick Grayson) gegen das Verbrechen zu kämpfen. Bruce Wayne selber hat sich zur Ruhe gesetzt und besucht regelmäßig Alfreds Grab, vor allem wenn er Hilfe und Trost sucht. Doch werden beide Familien im Verlaufe der Jagd auf einen neuen jüngeren Joker, mehr verlieren als ihnen lieb ist …
FAZIT:
In diesem Band überwiegt vor allem die Tragik. Wenige, dennoch schöne Momente werden durch zwei Schicksalsschläge getrübt. Doch muss man anerkennen, dass gerade solche Erlebnisse das „wahre Leben“ prägen. John Byrne ist es gelungen, hier eine Saga zu konstruieren, die schon fast einer Drama-Serie wie Dallas gleichkommt. Sogar an familieninterne Zwistigkeiten hat er dabei gedacht.

Wie auch Band 1 der Reihe ist auch dieser wieder bereits ein Klassiker. Also die üblichen Märkte abklappern oder meinen Tipps folgen. 😉

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Review: [DC Klassiker] Batman & Superman: Generations – Band #1: 1939-1949 [Carlsen, September 1999]

DC Comic Klassiker (3): Batman & Superman: Generations – Band #1: 1939-1949 [Carlsen, September 1999]

Dieses Mal befasse ich mich mit einem sehr ehrgeizigen Projekt, eines sehr begabten Künstlers, der u.a. auch schon für Marvels First Family einen hervorragenden Run hingelegt hat. Die Rede ist von John Byrne und seinem Generations-Projekt. Zwei jeweils vierteilige Miniserien sind in den USA erschienen und eine zwölfteilige. Zwei davon haben es nach Deutschland geschafft. Leider waren beide nicht sonderlich erfolgreich, sodass vermutlich nicht mehr damit zu rechnen ist, dass es die dritte Miniserie (oder bei 12 Ausgaben eher Maxiserie) zu einer deutschen Lokalisierung bringen wird.
Dennoch möchte ich euch diese wunderschönen Bände nicht vorenthalten …

Batman & Superman: Generations #1

1939. Bruce Wayne fliegt seiner liebsten Julie nach Metropolis zur Weltausstellung. Dort greift jedoch gerade ein Roboter des Ultra-Humanite das Ausstellungsgebäude an. Schon mit wenigen Handgriffen kann Superman aber das Monstrum aus Stahl besiegen. So beginnt das erste Aufeinandertreffen von Batman und Superman. Doch dies war noch nicht alles vom Ultra-Humanite. Er entführt Lois und will Metropolis mit einer Bombe dem Erdboden gleich machen …
1949. Zehn Jahre sind vergangen und wieder führt ein großes Ereignis zu einem Team Up von Superman und Batman. Der Joker hat die schwangere Lois entführt und versucht so Superman in eine Falle zu locken, nur um ihn mit Kryptonit zu schwächen und dann zu töten. Doch dank der Hilfe von Batman (Bruce Wayne) und Robin (Dick Grayson) kann dieser Plan vereitelt werden. Jedoch wird dabei Supermans ungeborenes Kind goldenem Kryptonit ausgesetzt, was dazu führt, dass sein Sohn keine Superkräfte bekommen wird …
FAZIT:
Generation ist ein ehrgeiziges Projekt von John Byrne. Er versucht hier, ohne große Beachtung der Kontinuität, den Verlauf der Leben zweier Helden über einen großen Zeitraum zu erzählen. Dass dabei, neben den üblichen Freudenmomenten, auch tragische Ereignisse auftauchen, ist zwangsläufig ganz normal.

Da auch dieser Band wieder bereits ein Klassiker ist, ist ein Herankommen nicht mehr ganz so einfach. Also die üblichen Märkte abklappern oder meinen Tipps folgen. 😉

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DC Comic Klassiker (2): Batman: Schatten über Gothams Vergangenheit [Carlsen, August 1990]

Auch heute wage ich wieder einen Blick in die Vergangenheit des DC-Universums, oder besser gesagt, von Batman. Und Vergangenheit kann man hierbei sogar wortwörtlich nehmen. Was passiert wenn der Mitternachtsdetektiv auf das Monster aus London trifft…?

Batman: Schatten über Gothams Vergangenheit

Ende des 19. Jahrhunderts. In London geht Jack the Ripepr um und verbreitet Angst und Schrecken. Doch nicht nur der Ripper ist gerade in Lodnon unterwegs. Auch Bruce Wayne ist am Ende einer 5-jährigen Odyssee in London angekommen. Nachdem er in fast ganz Europa bei diversen Lehrmeistern seine Fähigkeiten erweitert hat, will er nur noch zurück nach Gotham City. Die Stadt in der seine Eltern den Tod durch einen Wegelagerer fanden. Aber er ist nicht der einzige mit dem Ziel Gotham City. Auch dem Riper wird das Pflaster in London zu heiß und er sucht sich ein neues Betätigunsfeld. In Gotham City angekommen streift Bruce auch sofort sein Kostüm über um die inzwischen rasend gewachsene Stadt zu säubern, und auch der Ripper legt frischen Werkes los. Leider fällt dadurch auch das zeitgleiche Zusammentreffen der Morde mit Waynes Rückkehr auf, und die Tatsache das er auch zu jener Zeit in London war, als die mysteriösen Morde geschahen. Somit steht der Täter für Polizeichef Tolliver fest und es kommt zur Festnahme und Verhandlung von Bruce Wayne als angeklagter Ripper. Jetzt kann er nur noch mit Alfreds Hilfe seine Unschuld beweisen und den wahren Ripper entlarven…
FAZIT:
Eine wirklich toller und rundum gelungener Thriller im Batmanuniversum wird hier von Brian Augustyn und Mike Mignola dargeboten. Batman, den großen Mitternachtsdetektiv auf den mysteriösesten Serienmörder der britischen Kriminalgeschichte treffen zu lassen ist zum einen gewagt, und zum anderen eigentlich auch eine logische Schlussfolgerung. Wer sonst wäre besser dazu in der Lage das „Geheimnis“ um den Ripper zu lüften. Das Setting die Figuren, die Zeit, einfach alles ist in sich stimmig, sogar Mignolas Stil passt fast perfekt zur Geschichte. Doch ein großes Manko findet sich dennoch. Die Auflösung um den Ripper ist doch stark konstruiert, nur schlecht nachvollziehbar und irgendwie unlogisch und unglaublich.
Sieht man mal von den letzten paar Seiten ab in der das Rätsel gelöst wird, ist „Schatten über Gothams Vergangenheit“ ein spannender Thriller. Der Schluss jedoch verdirbt dann leider einen Großteil des Vergnügens.

Auch dieser Klassiker ist über die üblichen Plattformen wie Ebay, Comic-Marktplatz oder diverse Marktplätze in Comic-Foren zu Preisen zwischen 5 und 25 Euro, je nach Zustand, zu finden.

Fringe #1: Der Anfang [Panini, Mai 2011]

Anders als beispielsweise „Human Target“ basiert „Fringe“ nicht auf einer existierenden Comicserie. Nichtsdestotrotz hat man ja immer noch die Möglichkeiten aus einer erfolgreichen TV-Serie eine Comicserie zu machen um entweder Geschichten zu erzählen die in der Serie nicht möglich sind, oder um einfach nur ein wenig Geld zu scheffeln. Bei den Heroes und Supernatural hat das schon ganz gut geklappt, warum also sollte es nicht auch bei Fringe funktionieren?
Wie auch schon bei den anderen beiden Serien versucht man bei Fringe die TV-Serie zu ergänzen, indem z.B. Vorgeschichten und Zwischenerlebnisse präsentiert werden, die sowohl alleine gelesen werden können, als auch im direkten Zusammenhang mit der TV-Serie diese um viele Sichtweisen und Informationen ergänzen…

Fringe #1: Der Anfang

Walter Bishop beginnt gerade sein Lehramt an der Harvard Universität und lernt dort den engagierten jungen William Bell kennen. Anfangs sind sich die beiden (auch weil sie alterstechnisch garnicht so weit auseinander sind) nicht wirklich grün, doch schnell entwickelt sich nicht nur wissenschaftliche gemeinsame Interessen, sondern auch Freundschaft.
Es dauert also nicht lange, bis die Forschungen der beiden auf das Interesse einer seltsamen Institution stösst und beide angeheuert werden für das Unternehmen zu arbeiten. Auf der abgelegenen Forschungsstation in Alaska treffen die beiden auch auf andere Wissenschaftler wie z.B. die junge Dr. Rachel Matheson und auch ein paar Wissenschaftler deren noch lebende Köpfe in Gläsern konserviert wurden.
Bish und Bell flüchten mit Hilfe von Rachel, die dabei leider ihr Leben verliert und beide beschliessen ab sofort nicht mehr für irgendwelche dubiosen Firmen zu arbeiten.
Kurz darauf bekommen sie Besuch von einer Regierungsbehörde, welche mit Blaupausen eines unbekannten Gerätes die beiden genialen Wissenschaftle aufsucht. Bishop und Bell wollen zuerst nicht, haben aber leider keine Wahl, und so konstruieren sie jenes Gerät, was sich als Zeitmaschine entpuppt und die beiden bei einem Testlauf ins Nazideutschland im April 1945 verschlägt. Schnell finden die beidne mithilfe von Bishops Vater heraus, das die Nazis ebenfalls eine solche Zeitmaschine erfunden haben um Hitler und seine Geliebte Eva Braun in die Zukunft zu teleportieren. Doch Bish hat in die Maschine eine Versicherung eingebaut so das Hitler nicht in der Zukunft landet, sondern im Mesozoikum bei den Dinosauriern. Auch Bish und Bell gelingt kurz darauf die Flucht in ihre Zeit, und die Zeit vergeht bis Walter Besuch in der Nervenheilanstalt von einer jungen Dame erhält…
Ausserdem gibt es noch fünf Bonuskurzgeschichten rund aus dem Fringe-Universum welche direkt und indirekt mit dem Schema und Massive Dynamic verbunden sind.
FAZIT:
Der erste Comicausflug in die Welt von Fringe ist rundum gelungen. Tolle atmosphärische Zeichnungen und eine Geschichte die sich prima in die Chronologie der Serie eingliedert. Ausserdem sind im Comic Erzählungen möglich die in der Serienform nur schwer oder sehr teuer umzusetzen sind (Hitler bei den Dinos zum Beispiel), und so nutzen die Autoren und Zeichner die unbegrenzten Möglichkeiten des Mediums schon sehr gut, aber bei weitem noch nicht perfekt.
Auch gelungen finde ich persönlich die Tatsache das die Geschichte auch ohne Serie funktioniert, genauso wie die Serie ohne das Comic funktioniert, und dennoch finden Serienfans und Comicfans Anspielungen, Tipps und mehr in beiden Medien wieder.
Die begleitenden 5 Bonuskurzgeschichten spiegeln ebenfalls den Charme und die Spannung der Serie gekonnt wieder. Sei es Körpertausch, Zeitschleifen, Klonprozesse, körperliche Leistungssteigerung oder die wissenschaftliche Forschung an Testobjekten, alles ist wie ein Spiegelbild der Serie und bringt sogar noch ein paar Infos mit die einen die Serie mit einem etwas anderen Blick betrachten lässt…

Für Freunde der Serie und Fans von wissenschaftlicher Fantasy und Mystery ist dieser Band eine Empfehlung und gelungene Unterhaltung.

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DC Comic Klassiker (1): Batman: Ein Tod in der Familie


Batman: Ein Tod in der Familie

Alles beginnt damit dass Jason Todd unkontrollierbar wird. Er handelt unüberlegt und riskiert somit nicht nur sein Leben, sondern auch das seines Partners und Mentors Bruce Wayne alias Batman. Dieser muss deshalb schweren Herzens Jason die Verantwortung als Robin entziehen. Als er dann auch noch erfährt, das seine verstorbene Mutter nicht seine leibliche Mutter ist, sind alle Hoffnungen verschwunden Jason noch in seinen Bahnen zu halten. Er macht sich sofort auf die Suche nach ihr, da er dank eines Notizbuches seines Vaters die Möglichkeiten auf drei Frauen eingrenzen konnte und mithilfe des Batcomputers sogar deren Aufenthaltsort ermitteln konnte. Doch auch Bruce hat seine Probleme mit dem gerade aus Arkham geflohenen Joker, der eine Cruise Missile mitsamt Atomsprengkopf im nahen Ostern verkaufen möchte. So macht sich Batman auch sofort auf den Weg, aber auch Jasons Spur führt in den nahen Osten.
Dort angekommen, laufen er und Batman sich natürlich auch prompt über den Weg und zusammen schaffen sie es den Joker an seinem Handel zu hindern. So positiv diese erste Aktion auch ist, muss Jason feststellen, dass die erste der drei Damen nicht seine Mutter ist. Auch die zweite Dame, eine käufliche Söldnerin, ist leider, oder besser gesagt zum Glück, nicht seine leibliche Mutter. Alle Hoffnungen liegen nun in der letzten Person, die in einem Hilfslager als Verteilerin der Hilfsgüter verantwortlich ist. Doch leider hat auch der Joker nach seinem verpatzten Deal Kontakt zu Dr. Sheila Haywood, Jasons Mutter, aufgenommen, da sich beide noch aus der Vergangenheit, welche Sheila gerne vergessen möchte, kennen. Sie hat aber keine Chance dem zu entkommen, da der Joker sonst ihre Vergangenheit öffentlich machen würde, und dies würde das Aus für ihre Arbeit bedeuten. Als Batman von dieser Aktion erfährt versucht er natürlich diese zu verhindern, während Jason bei seiner Mutter bleibt, aber das Schicksal nimmt seinen tragischen Lauf als Jason mit seiner Mutter in einer Lagerhalle gefangen ist, welche kurz darauf explodiert.
Der Joker wird inzwischen dank eines kleinen Ränkespielchens der neue UN-Botschafter des Iran. Das wiederum bietet ihm die Möglichkeit unter dem Deckmantel der diplomatischen Immunität alle Mitglieder des Un-Rates zu ermorden. Selbst Batman kann und darf ihn nicht daran hindern, da sonst ein internationaler Zwischenfall droht…
FAZIT:
Eine für die damalige Zeit wirklich besondere Aktion besiegelte den Tod eines Helden. Mit nur 72 Stimmen Unterschied, entschieden die Leser von US-Batman innerhalb von nur 11 Stunden pro amerikanischer Zeitzone über den Tod und das Leben von Jason Todd. So monumental wie die ganze Aktion klingt fällt das ganze aber leider nicht aus. So reichte schon eine Seite um das Schicksal von Jason darzulegen, denn auch der Abschluss der Geschichte, hätte mit einem Robin im Krankenhaus, keinen wirklichen Unterschied gemacht. Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet, könnte man das ganze weit mehr als eine Farce bezeichnen, und das nicht nur auf Grund der Tatsache, das Comichelden nur selten tot bleiben.
Dennoch bleibt ohne die ganze „Werbeaktion“ eine ganz passable Geschichte, die Batman einmal mehr am Rande der Verzweiflung zeigt. Doch genauso wie Bruce Wayne seinen Körper gestählt und trainiert hat, hat er auch seinen Geist unter Kontrolle und handelt auch nach Jasons Tod sehr rational, selbst als ihm jeglicher Handlungsspielraum, auf Grund der diplomatischen Immunität, genommen wird.
Als Gesamtwerk haben James P. Starlin und James N. Aparo ein Werk abgeliefert welches nicht umsonst Comicgeschichte geschrieben hat, und neben Batmanmeisterwerken wie „Die Rückkehr des Dunklen Ritters“ und „Der dunkle Ritter schlägt zurück“ einen verdienten Platz gefunden hat.

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Gewinnspiel

Auf Grund des neuen Backgroundpictures welches ich in mühsamer Kleinarbeit gestaltet habe, starte ich mal ein Gewinnspiel.
Für das Bild wurden 140 verschiedene Bilder aus den Bereichen Heimat (Weimar), Comic, Musik, TV und Film, sowie Games verwendet.
Wer alle Einzelbilder (bzw. die meisten) benennen kann erhält als Gewinn…

100%DC #4: Superman/Shazam – Erster Donner
…nach Hause geschickt.
Also einfach in die Kommentare posten oder per Mail an Blogmail
Einsendeschluss ist der 31.01.2012, 24:00 Uhr
Mit der Abgabe einer Antwort erklärt sich der/die Teilnehmer einverstanden bei Ende des Gewinnspieles hier namentlich (Vorname abgekürzt, Nachname und Stadt, sowie der Anzahl korrekter Antworten) genannt zu werden. Genauere Angaben zum Gewinner werden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht angegeben.
Das Gewinnspiel findet unter Ausschluss des Rechtsweges statt und ist ein freiwilliges Angebot dieses Blogbetreibers.