Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 7)

Manchmal kommt es anders und das öfters als man denkt. Letzte Woche habe ich noch gesagt, dass nach der 11. und 13. Episode am vorletzten Sonntag die Folgen 12 und 14 anstehen, aber SuperRTL hat noch einmal kräftig gemischt. Und das sogar sehr heftig. Denn diese Woche waren die Folgen 14 und 16 an der Reihe. Aber es geht auch bunt weiter. Aktuell sind für die nächsten Wochenenden folgende Doppelepisoden angekündigt. Am 28. April die 17 und 18, ist ja noch normal. Am 5. Mai folgen dann die 19 und 21, was schon ein bisschen seltsamer ist und am 12. Mai sind die 23 und 24 an der Reihe. Wer jetzt ordentlich aufgepasst hat, wird merken, dass einige Folgen mittendrin fehlen. Die erste Fehlende folgt am 19. Mai mit der 12. und 15. Episode und die nächsten wären dann am 26. Mai mit den Folgen 20 und 22 in der Planung.
Bitte SuperRTL. Was soll das? Hat das eine tiefere Bewandtnis? Warum können die Episoden nicht chronologisch gesendet werden? Für eine Antwort wäre ich da sehr dankbar. Aber nun erstmal z den aktuellen Episodenreviews:

Episode 14: Wissenschaftsprojekt
(Awesome)

Ein Kind oder ein Gegner?

Ein Kind oder ein Gegner?

Eigentlich hat Peter überhaupt keine Zeit sich als Spider-Man mit Juggernaut abzugeben. Soll er doch zusammen mit Luke ein Wissenschaftsprojekt in der Schule abliefern. Aber wie es nunmal so ist, fordert seine Tätigkeit als Netzschwinger mehr Zeit ein, als Peter lieb ist. Und so kommt es, dass der Tag des Wissenschaftsprojektes vor der Tür steht und Peter absolut nichts vorbereitet hat. Das Schlimmste ist jedoch, dass er Luke versprochen hat, sich um alles zu kümmern. Peter hat aber einen Plan. Bei S.H.I.E.L.D. gibt es einen ganzen Haufen an technischem Schnick-Schnack. Warum sich nicht einfach Eines davon ausleihen? Nur warum muss es ausgerechnet ein Android mit dem Intellekt eines 2-jährigen Kindes sein, der auch noch wächst, wenn er anorganische Materie zu sich nimmt?

Spidey gegen Juggernaut.

Spidey gegen Juggernaut.

Irgendwie ist das typisch für den Wirrkopf Peter Parker. Immer und immer wieder ist sein privates Leben unwichtiger als sein Superheldenleben. Durch die selbst aufgeladene Schuld am Tod seines Onkels Ben, stuft er seine Heldentaten immer höher ein, als die privaten Aufgaben. Dieses „Problem“ ermöglicht natürlich immer wieder neue Abenteuer, in die sich unser Held, ganz eingenständig, hineinmanövriert. Und das er für die Lösung den einfachsten Weg sucht, ist typisch für einen Teenager. Wesentlich erwachsener benimmt sich mal wieder Luke Cage alias Power Man. Denn er macht Peter klar, dass er ihn zukünftig nicht im Stich lassen wird, wenn sie eine gemeinsame Aufgabe bekommen.

Das Erfindergenie Spider-Man.

Das Erfindergenie Spider-Man.

Ein kleines Highlight dieser Folge sind natürlich die Spielereien im S.H.I.E.L.D. Helicarrier. Denn der lebendige Ziegelstein, für den sich Peter entscheidet, ist Comickennern nicht gänzlich unbekannt. Als Awesome Andy hatte diese Figur bereits in US-Fantastic Four #15 vom Juni 1963 seinen ersten Auftritt. Und noch eine bekannte Marvel-Figur kann man als Kenner in dieser Episode entdecken. Das es sich dabei sogar um eine für mich persönlich ganz besondere, aber umstrittene Figur handelt ist dabei besonders witzig. Denn kein Geringerer als Howard the Duck wurde augenzwinkernd in diese Folge eingebaut. Leider ist diese durchgeknallte Marvelversion von Donald Duck hier in Deutschland eher unbekannt. Das konnten auch der witzige aber ziemlich trashige Film mit Unterstützung von George Lucas in den 80er Jahren nicht ändern. Eine Review zu dem Film gibt es übrigens auf Comic Hive und eine Review zu der Comicumsetzung des Filmes folgt von mir bei Gelegenheit auch noch hier.

Noch ist er klein und niedlich.

Noch ist er klein und niedlich.

Zu den Animationen gibt es diesmal nicht viel zu sagen. Die Serie bleibt sich selber treu und bietet gewohnte Kost. Keine Experimente und keine außergewöhnlichen Blickwinkel. Awesome Andy wird trotz seiner Größe und potenziellen Gefahr sehr niedlich und liebevoll dargestellt. Es fällt schwer, ihm Böse zu sein. Wer eigene Kinder hat, kennt den Blick, wenn diese Dummheiten machen, und dies auch wissen. 😉

Aber er wird größer und der Hunger bricht sich Bahn. :D

Aber er wird größer und der Hunger bricht sich Bahn. 😀

FAZIT:

Eine einfache aber rundum gelungene Folge. Ohne große Fehler, mit viel leicht zugänglichem Humor und netten Eastereggs für Comicprofis. Die Action kommt dank dem Riesenroboterbaby ebenfalls nicht zu kurz und eine Moral ist auch wieder vertreten. Meine Empfehlung für alle Comicväter: Schaut euch die Serie einfach gemütlich mit euren Kids an und ihr werdet allesamt viel Spaß daran haben.

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Episode 16: Beetle Mania
(Beetle Mania)

Der Beetle. Hat aber nichts mit der Popgruppe zu tun.

Der Beetle.
Hat aber nichts mit der Popgruppe zu tun.

Wieder einmal ist J. Jonah Jameson das Ziel eines Angriffs. Es ist nicht gerade verwunderlich, dass der Bugle-Communications-Chef nicht jedermanns Liebling ist. Immerhin ist seine Hetzkampagne gegen Spider-Man nicht gerade freundlich, aber wenigstens umsatzfördernd. Doch diesmal hat er weitaus größere Probleme. Denn ein neuer Bösewicht mit dem Namen Beetle hat es auf Jameson abgesehen. Viel schlimmer ist allerdings, dass dieser seinen Angriff ausgerechnet dann durchführen will, wenn Mary Jane ein Vorstellungsgespräch haben soll. Peter bleibt nichts anderes übrig als seine beste Freundin zu begleiten. Auch seine Teamkameraden wollen helfen, werden aber von der toughen MJ ziemlich zügig abgefertigt. Wie kann er nun alleine gegen diesen Gegner bestehen und gleichzeitig seine Freundin beschützen …?

Jameson bläßt zum Angriff.

Jameson bläßt zum Angriff.

Wenn ich ehrlich bin, war Beetle nie ein wirklich ernst zu nehmender Gegner in der Comicserie. Dies lag vor allem an seinem echt dämlichen Kostüm in den 60er Jahren. Inzwischen hat sich das ein wenig gewandelt. Nicht nur das die Figur gereift ist und einiges an interessanten Facetten hinzugewonnen hat, auch sein Kostüm strahlt nun eine gewisse Bedrohlichkeit aus. Besonders deutlich wird dies in dieser Folge, da Beetle nicht mehr vollständig alleine agiert, sondern eine kleine Armee an Mini-Insektenrobtern mit sich führt.

Mary Jane wusste schon immer mit Worten umzugehen.

Mary Jane wusste schon immer mit Worten umzugehen.

Ganz anders, und dennoch typisch ist dagegen das Verhalten von Jonah Jameson. Dieser war noch nie ein Held, und wenn es brenzlich wurde, war er einer der Ersten, der sich in Sicherheit brachte. So ist es auch diesmal wieder. Gerade solche Kleinigkeiten sind es, die langjährige Comicfans, wie mich, immer wieder schmunzeln lassen. Ebenfalls sehr gut gefällt mir die clevere, smarte und sehr toughe MJ. Sie ist emanzipiert und vollkommen selbstbewusst. Kein hilfloses Prinzesschen, das beschützt werden muss, und dies zeigt sie auch immer wieder.

Peter begleitet seine Freundin MJ.

Peter begleitet seine Freundin MJ.

Diesmal darf die Computertechnik mal wieder ihre Muskeln spielen lassen. Denn die vielen, tausenden, kleinen Mini-Insekten sind einfach nur herrlich anzusehen. Dank entsprechendem Styling und Animation fügen sich diese auch sehr gut in das Gesamtbild der Folge ein. Sieht man von diesen Effekten aber ab, bleibt die Folge angenehm einfach. Keine übertriebene Effekthascherei und auch keine unnötigen Experimente.

Nicht zu unterschätzen.

Nicht zu unterschätzen.

FAZIT:

Wie auch schon bei der vorangegangenen 14. Episode, gibt es auch hier nicht viel zu bemängeln. Eine solide Handlung, mit angenehmer Optik und ausgewogener Balance zwischen Humor und Action, können mich persönlich überzeugen. Einzig, dass nichts Neues ausprobiert wurde, könnte man oberflächlich betrachtet ankreiden. Schaut man aber ein wenig tiefer und genauer hin, dann erkennt man, dass die Entwicklungen diesmal unmerklich vorgenommen wurden.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

Iron Man: Rise of Technovore auf DVD und Blu-ray

2013 scheint das Jahr für Tony Stark, alias Iron Man, zu werden. Am 1. Mai startet Iron Man 3 in den deutschen Kinos und nur einen Tag später erscheint mit Iron Man: Rise of Technovore der neueste Marvel Anime auf DVD und Blu-ray.

Das krachende, neue Kapitel im weltberühmten
Marvel Universum

IRON MAN: RISE OF
TECHNOVORE

Poster

Pressetext:

Marvels Iron Man kehrt zurück – komplett neu, animiert und in Spielfilmlänge! IRON MAN: RISE OF TECHNOVORE – ab 02. Mai 2013 auf Bluray ™, DVD und als Video on Demand von Marvel Entertainment und Sony Pictures Home Entertainment. Produziert von Madhouse mit den Marvel Superhelden, wie zum Beispiel „War Machine“, „Nick Fury“, „Black Widow“, „Hawkeye“ und „The Punisher“. IRON MAN: RISE OF TECHNOVORE ist das neue und explosive Kapitel des weltberühmten Iron Man-Franchise. Nach einem tödlichen, terroristischen Angriff, gerät Iron Man in die Schusslinie und begibt sich, gejagt von „S.H.I.E.L.D.“ auf die Suche nach dem Bösewicht „Ezekiel Stane“, der u.a. eine neue Waffe mit dem Namen „Bio Tech“ entwickelt hat, die sogar den Anzug von Iron Man vernichten kann. Die Originalstimmen kommen von Matthew Mercer („Resident Evil Damnation“) als Iron Man und Norman Reedus („The Boondock Saints II: All Saints Day“, „The Walking Dead“) in der Rolle des Punisher.

Iron Man Konzept Art

Iron Man Conzept Art

Pressetext:

Exklusiv auf Blu-ray™ – das Featurette „Konzeptkunst – Art Galerie“, welches die konzeptionelle Umsetzung der Produktion von Madhouse zeigt. Darüber hinaus enthalten DVD und Blu-ray™ die beiden Featurettes „Tale of Technovore“ und „S.H.I.E.L.D.: Protecting the Marvel Universe“.

Ezekiel Stane Conzept Art

Ezekiel Stane Conzept Art

Handlung (Pressetext):

Der Multimilliardär Tony Stark wehrt in seiner Iron-Man-Rüstung den Angriff eines mysteriösen neuen Gegners ab. Dabei sterben unschuldige Menschen, darunter sein bester Freund War Machine, Lt. Colonel James Rhodes. Als S.H.I.E.L.D. Iron Man verhören will, entkommt dieser, um den Drahtzieher des Anschlags zu entlarven. Von Black Widow und Hawkeye verfolgt, bittet Iron Man den skrupellosen Ordnungshüter Punisher um Hilfe. Doch wie reagiert der Armored Avenger, als er nicht nur den Verantwortlichen findet, sondern auch die tödlichste Waffe überhaupt: Biotechnologie namens Technovore, die den gesamten Planeten auslöschen könnte…

„Iron Man: Rise of Technovore (DVD)“ bei Amazon bestellen.
„Iron Man: Rise of Technovore (Blu-ray)“ bei Amazon bestellen.

Zum Abschluss hier noch der deutsche Trailer, und haltet die Augen offen. Denn es folgen noch zwei weitere Specials zu „Iron Man: Rise of Technovore“.

Pressetext:

IRON MAN: RISE OF TECHNOVORE ist von Regisseur Hiroshi Hamasaki („Paranoid Agent”, “Highlander”) und dem Drehbuch von Brandon Auman (“The Avengers: Earth’s Mightiest Heroes”, Iron Man: Armored Adventures”). IRON MAN: RISE OF TECHNOVORE hat eine ungefähre Laufzeit von 84 Minuten (DVD) bzw. ca. 88 Minuten (Blu-ray™) und ist mit FSK 12 gekennzeichnet.

IRON MAN: RISE OF TECHNOVORE erscheint am 02. Mai 2013 auf Blu-ray™, DVD und als Video on Demand!

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 6)

Gestern waren wie gewohnt die Turtles an der Reihe und heute kommt der Ultimative Spider-Man dran. Und auch hier gab es ein kleines Folgen-Wechsel-Dich-Spielchen. Es wurden nämlich die Episoden 11 und 13 gesendet. Doch dazu später noch etwas mehr …

Episode 11: Wahre Freunde
(Venomous)

Ein Kampf auf Leben und Tod.

Ein Kampf auf Leben und Tod.

Bereits zwei Mal trafen Spider-Man und Venom aufeinander. Und in einem dieser Fälle war Peter Parkers bester Freund, Harry Osborn, der Träger dieser gewalttätigen Bestie. Doch Harry hatte den Symbionten zuletzt besiegt. Oder etwa doch nicht? Denn plötzlich tauchen Beweise auf, die Spider-Man als brutalen Schläger darstellen. Peter ist sofort klar, dass hier wieder einmal nur Venom dahinter stecken kann. Harry beteuert jedoch seine Unschuld. Dennoch lässt sich Peter nicht abwimmeln und observiert seinen besten Freund. Im Oscorp-Tower kommt es dann zum Kampf zwischen Norman Osborn und seinem Sohn Harry, der sich ihm gegenüber als Venom geoutet hat. Wie kann Spider-Man seinem besten Freund jetzt noch helfen, ohne dabei dieses Geheimnis an seine Teamkameraden oder S.H.I.E.L.D. zu verraten …?

Harry schaut bei Daddy vorbei.

Harry schaut bei Daddy vorbei.

Binnen kürzester Zeit werden Spider-Man und Venom, nun bereits zum dritten Mal, aufeinander losgelassen. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Jedoch wirkt es in dieser Episode stark gekünstelt und auch gehetzt. Nicht nur, dass die Konfrontationen innerhalb dieser Folge unglaubwürdig inszeniert werden, auch das Handeln von Harry ist stark Out of Character. Auch die erneut thematisierte Beziehung zwischen Vater und Sohn Osborn, tritt auf der Stelle. Zwar zeigt sich hier erstmals, dass Norman auf seinen Sohn stolz sein kann, aber dies beruht nur auf der Symbiose von Harry mit Venom. Es gibt aber auch Positives. So entwickelt sich das Team der jungen Superhelden ein kleines Stück weiter, indem das gemeinsame Vertrauen ausgebaut wird. Vor allem im Sinne des Teamzusammenspiels, auch und gerade, gegen ihren Mentor Nick Fury.

Wie soll sich Peter verhalten. Seinen Freund verraten oder seine Teamkamerade belügen?

Wie soll sich Peter verhalten? Seinen Freund verraten oder seine Teamkamerade belügen?

Wie schon in den ersten beiden Episoden mit Venom, ist auch in dieser das gesamte Setting sehr düster. Nachtszenen, dunkle Flure und schlecht beleuchtete Forschungslabore bestimmen das Gesamtbild. Tagesaufnahmen sind eher die Seltenheit und auch die Figuren, allen voran Harry, wurde eine emotional dunklere Mimik „spendiert“. So fallen bei ihm, ähnlich einer durchzechten Nacht, die visuelle Abgeschlagenheit im Gesicht, sowie die dunklen Augenringe fast schon übertrieben stark auf.
Dafür sind die Kampfszenen mit Venom wieder hervorragend dynamisch und publikumswirksam inszeniert. Erneut wurde mittels Computereffekten eine virtuelle Kameraperspektive zwischen den verfeindeten Kämpfern positioniert. Dadurch fühlt man sich wieder mitten ins Kampfgeschehen hineingezogen. Das erzeugt eine zusätzliche Dramatik und Spannung, da oftmals nur Teile des Bildes klar zu erkennen sind.

Das Team gegen Venom.

Das Team gegen Venom.

FAZIT:

Sieht man einmal davon ab, dass mir persönlich das neue Aufeinandertreffen zu schnell erfolgt ist und das dunkle Setting erneut genutzt wird, bleibt eine durchaus akzeptable Folge. Dennoch bin ich ein wenig enttäuscht. Venom ist ganz klar eine Gefahr und die kennen viele auch schon aus den Comics. Und Spider-Man ist ein Wissenschaftsgenie, was auch kein Geheimnis ist. Aber wie um Himmels willen kann man auf den Gedanken kommen, dass ein Teenager, ein Mittelschüler, es schaffte, ein Gegenmittel zu entwickeln? Eines welches ein solches Monster auflöst, und das alles binnen weniger Minuten? Sicher handelt es sich um eine Superhelden-Fantasy-Serie und da bin ich schon einiges gewohnt, aber so etwas stellt mir doch immer wieder die Nackenhaare auf.

Spidey der Tüftler.

Spidey der Tüftler.

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Episode 13: Dr. Strange
(Strange Days)

Die ganze Stadt schläft. Bis auf Spidey und Iron Fist.

Die ganze Stadt schläft. Bis auf Spidey und Iron Fist.

Peter bekommt einen Riesenschock, als er beim morgendlichen Zähneputzen feststellt, dass er über sechs Arme verfügt. Und auch seine Tante May hat plötzlich einen Spinnenkopf. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Dieser Verdacht bestätigt sich, als Danny Rand, alias Iron Fist, Spider-Man aus diesem Albtraum befreit. Als beide daraufhin feststellen, dass sie nicht die einzigen Traumopfer sind, sondern die ganze Stadt davon betroffen ist, suchen sie den größten Magier der Welt auf. Dr. Strange! Zu dritt machen sie sich auf in die Traumwelt von Nightmare, um sich nicht nur dem Gegner, sondern auch den eigenen Albträumen zu stellen …

Peter mit 6 Armen und Tante May mit Spinnenkopf?

Peter mit 6 Armen und Tante May mit Spinnenkopf?

Albtraumwelten. Traummonster. Fantastische Gestalten. Persönliche Ängste. Magie und Zauberei. Alles Zutaten für eine tolle Geschichte? Sollte man meinen. Und in diesem Fall klappt es auch. Natürlich darf man nichts tiefgründig Psychologisches erwarten. Es handelt sich immerhin um eine Kinderserie. Und diese soll mit ihrer Moral vor allem dafür sorgen, dass Kinder keine Angst mehr vor Albträumen haben. Die Umsetzung hierfür ist gelungen. Die Szenarien sind fantastisch und spiegeln eine mögliche Traumwelt dennoch glaubhaft wieder. Verzweigte, frei schwebende Pfade. Einzelne Türen, die überall hinführen könnten und es auch tun. Auch die Einführung einer weiteren Marvel-Figur erfolgt zielsicher. Mit Doctor Strange, dem Magier, wurde erneut eine Figur gewählt, die es bereits mehrfach in diverse Animationsumsetzungen geschafft hat. Zuletzt gab es einen vollkommen eigenständigen Animationsfilm mit dem Zauberer von Agamotto der Direct-to-DVD auch in Deutschland erschien und sehr sehenswert ist.

Magische Hilfe von ...

Magische Hilfe von …

Ein großes Manko an dem „neuen“ Doctor Strange, ist aber für mich persönlich, sein junges Auftreten und seine ebenfalls so junge Stimme. Während der aus den Comics und dem bereits erwähnten Animationsfilm bekannte Stephen Strange ein Mann um die 40 bis Anfang 50 ist, wirkt dieser hier wie gerade einmal Mitte 20. Dadurch geht ein wenig die Glaubwürdigkeit als „größter Magier der Welt“, wie er auch in der Folge genannt wird, verloren. Dennoch passt er, wohl gerade dadurch, ein wenig besser in diese Serie, als es sein älteres Pendant getan hätte.

Im Kampf gegen Nightmare.

Im Kampf gegen Nightmare.

FAZIT:

Eine Folge, wie sie für Kinder nicht besser hätte umgesetzt werden können. Eine einfache aber auch nützliche Moral. Leicht erlernbar für Kinder. Dazu fantastische Welten, Helden, die am Ende siegreich sind und Zauberei. Alles, was ein Kinderherz begehrt. Und manchmal auch das Kinderherz in einem Comicnerd, wie mir. Aber es gibt auch was zu meckern. Wieso muss SuperRTL die Folgen durcheinander senden? Letzte Woche war es noch ein einfacher Vertauscher, als Folge 10 vor Folge 9 ausgestrahlt wurde. Diese Woche wurden die Originalfolgen 11 und 13 gesendet und die 12 folgt nächste Woche zusammen mit der 14. Hat das einen tieferen Grund? Vielleicht erbarmt sich ja SuperRTL und gibt uns eine Antwort hierrauf.

Die Traumwelten von Nightmare.

Die Traumwelten von Nightmare.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 5)

Nach der gestrigen Turtles Episodenreview, gibt es heute wieder etwas vom ultimativen Spider-Man …

Thor. Ein Idol für die jungen Helden.

Thor. Ein Idol für die jungen Helden.

Folge 9: Lokis Rache
(Field Trip)

Eigentlich sollte es ein ganz normaler Schulausflug in das historische Museum werden. Doch plötzlich erscheint ein Eisriese aus einer alten nordischen Steintafel und das junge Superheldenteam um Spider-Man scheint hilflos demgegenüber zu sein. Zum Glück taucht jetzt Thor auf und greift den Frischlingen unter die Arme. Als der Feind besiegt scheint und Thor sich dessen vergewissern möchte passiert das Unglaubliche. Er verwandelt sich in einen Frosch. Aber das ist nur äußerlich, denn hilflos wird der Sohn Odins dadurch jedoch nicht. Schnell stellt sich heraus, dass Loki, Thors Bruder, hierfür verantwortlich ist. So entwickelt sich ein einfacher Schulausflug schnell zu einem haarsträubenden Abenteuer mit nordischen Göttern und Monstern …

Ein gigantischer Eisriese mitten in New York.

Ein gigantischer Eisriese mitten in New York.

Was bleibt einem groß zu dieser Geschichte zu sagen? Sie ist nett. Mittlerweile wirken die Folgen ein wenig lieblos. In kurzer Folge werden Helden aus dem Marvel Universum präsentiert, ohne wirklich eine Geschichte zu erzählen. Anders als die „Avengers: Die mächtigsten Helden der Welt“-Serie gibt es hier keinen wirklichen roten Faden, welcher die Folgen miteinander verbindet. Einzig das Training von Nova, White Tiger, Power Man, Iron Fist und Spider-Man durch S.H.I.E.L.D. ist eine Gemeinsamkeit, die alle bisherigen Folgen miteinander aufweisen. An sich sind eigenständige Episoden nichts Schlechtes. Immerhin bieten sie die Möglichkeit Geschichten zu erzählen, ohne auf die Geschehnisse im Hintergrund eingehen zu müssen. Einzig die Tatsache, dass Thor in einen Frosch verwandelt wird, könnte langjährige Fans aufhorchen lassen. Schon im klassischen US-The Mighty Thor #364 wurde diese Idee auf ähnliche Weise von Walter Simonson umgesetzt.

Ob ihr es glaubt, oder nicht. Das ist Thor.

Ob ihr es glaubt, oder nicht. Das ist Thor.

Während die Geschichte nur mittelmäßig ist, können wenigstens die Bilder, die Action und das Charakterdesign überzeugen. Thor und Loki sind auch für Nicht-Kenner der Comics sofort wiederzuerkennen und der zum Frosch verwandelte Donnergott sorgt ebenfalls für ein angenehmes Schmunzeln. Die Action wird bereits wie bei der Iron Man Episode mit vielen Effekten und einem abermals in meinen Augen übertriebenen Actionfeuerwerk dargestellt. Überall knallt und leuchtet es in allen möglichen Farben. Für Kinder durchaus in Ordnung, für mich persönlich eher ein Stilmittel um von der flachen Geschichte abzulenken.

Loki ist sehr gefährlich.

Loki ist sehr gefährlich.

FAZIT:

Dieser Folge merkt man deutlicher als bisher an, dass sie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Das mag auch in Ordnung sein. Die plakative Moral, dass Kinder unbedingt in der Schule aufpassen sollten, hätte man aber auch behutsamer anbringen können. Gleiches trifft auf den sehr offensiven Humor zu. Dieser ist oftmals so direkt und lächerlich, das es eher unfreiwillig komisch wirkt. Nach Episode fünf, mit Iron Man, ist dies die bisher Schwächste und kann vermutlich nur Kinder überzeugen und begeistern. Als langjähriger Fan, hat man neben der Kurzweil nur sehr wenig, was einen an der Folge begeistern könnte.

Teambesprechung.

Teambesprechung.

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Der Anfang vom Chaos. Mesmero.

Der Anfang vom Chaos. Mesmero.

Folge 10: Körpertausch
(Freaky)

Mesmero ist gerade dabei, eine Bank auszurauben. Aber Spider-Man will dem nicht tatenlos zusehen und stellt den Bankräuber. Dieser hat jedoch die Bürger der Stadt unter seiner Kontrolle. Doch dann tauch Wolverine auf und gemeinsam schaffen sie es, Mesmero aufzuhalten. Doch schon am nächsten Morgen kommt die böse Überraschung. Mitten im Unterricht tauschen die beiden Helden ihre Körper und eine chaotische Jagd beginnt, an deren Ende die Wiederherstellung der ursprünglichen Ordnungen stehen soll …

Wolverine! Ach so. Steht ja schon im Bild.

Wolverine! Ach so. Steht ja schon im Bild.

Dass Brian Michael Bendis der Autor der Serie ist, wüsste man spätestens nach dieser Episode, selbst wenn sein Name nie in den Credits geführt wird. So langsam bekommt man, gerade als langjähriger Comicleser und Kenner das Gefühl, dass Bendis die Ideen ausgehen. Diese Körpertauschgeschichte hat BMB nämlich bereits in der ersten „Ultimate Spider-Man“-Comicserie verbraten. Dort war es auch schon nicht neu, aber, und das muss man ihm anrechnen, wenigstens witzig. Dieser damals so wunderbare Humor fehlt in dieser Episode aber gänzlich. Stattdessen verkommt die Folge eher zu einer Aneinanderreihung diverser Slapstickeinlagen. Solche Adaptionen von Comicgeschichten sind durchaus, auch von mir, gerne gesehen. Jedoch nicht, wenn der Humor so flach und fast schon mit dem Holzhammer präsentiert wird. Slapstick mag ein Stilmittel sein, kann aber auch durch den übertriebenen Einsatz genau das Gegenteil erreichen.

Sabre... Ach Mensch. Was soll ich denn schreiben, wenn schon alles im Bild steht.

Sabre… Ach Mensch. Was soll ich denn schreiben, wenn schon alles im Bild steht.

Genauso ungewollt komisch wie die Geschichte, ist auch die Umsetzung von Sabretooth. Dieser sieht stellenweise einfach nur lächerlich aus. Sein Outfit an das klassische Kostüm angelehnt und dürfte somit besonders Nostalgikern gefallen. Dem Gegenüber ist aber sowohl seine Mimik als auch sein Verhalten eher das einer weichgespülten Version des gefährlichen Wolverine-Gegners. Es ist nachvollziehbar, dass Sabretooth hier nicht mit seinen brachialen Klauen und den Hauern auftreten kann, die er im Comic trägt. Zu schnell könnte Er bei der anvisierten Zielgruppe sonst Albträume oder Angstzustände hervorrufen. Dennoch wäre hier eine gewisse Originaltreue nicht verkehrt gewesen. Denn immerhin hatte es Sabretooth bereits in der X-Men Animationsserie in den neunziger Jahren zu einem gewissen Ruhm geschafft.

Bäumchen wechsel dich.

Bäumchen wechsel dich.

FAZIT:

Anfangs Feinde, dann Leidensgenossen und am Ende fast wie Freunde. So oder so ähnlich könnte man die Handlung zügig zusammenfassen. Wer Logan, alias Wolverine, kennt, der wird sich an dessen Verhalten ein wenig stören. Klar kann der Haudegen auch nett sein. Aber wenn ihm so ein Bub entgegen kommt, dann dauert es normalerweise, selbst bei einem Peter Parker schon etwas länger, bis der Kanadier warm wird. Für die Kinder ist diese Episode durchaus unterhaltsam und Kenner der Comicserie werden sich gerne an die damalige Geschichte zurückerinnern. Wenn man also einmal davon absieht, dass hier erneut Altes neu aufgewärmt wird, ist diese Episode durchaus gelungen. Dennoch wäre, schon alleine wegen des aktuellen Teamcharakters und S.H.I.E.L.D., einiges mehr an Potenzial vorhanden gewesen, um die an sich gute Geschichte, noch ein wenig zu modifizieren.

Voll auf die Zwölf.

Voll auf die Zwölf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 4)

Weiter geht es mit den Reviews zu den Episoden sieben und acht der Serie Der utlimative Spider-Man. Diesmal zwar etwas später, als die letzten beiden Male, aber besser spät, als nie. 😉

MJ und Spidey. Seite an Seite.

MJ und Spidey. Seite an Seite.

Episode 7: Energie
(Exclusive)

Eigentlich wollte Mary Jane ein ganz besonderes und exklusives Interview mit Spider-Man machen, als der Hulk die halbe Stadt in Schutt und Asche legt. Doch wie sich schnell herausstellt, ist nicht der Hulk das Problem, sondern ein nicht sichtbares Energiewesen, welches ebenso gefährlich zu sein scheint, wie der Hulk. Mittendrin, in der ganzen Action, ist Mary Jane Watson mit ihrer Kamera und riskiert dabei ihr Leben für die Story, mit der sie einen Wettbewerb des Daily Bugle gewinnen möchte. Und so ganz nebenbei will sie noch beweisen, dass Spider-Man nicht das Monster ist, zu welchem ihn Jameson immer machen will …

Der Hulk richtet ziemlichen Schaden an.

Der Hulk richtet ziemlichen Schaden an.

Rasante Action und eine spannende Geschichte kennzeichnen diese neue Episode. Man könnte fast von spannungsgeladen sprechen, wenn Spider-Man und der Hulk gegen ein unsichtbares Energiewesen antreten müssen. Hierbei werden einige Erinnerungen an die frühe Animationsserie aus den 80er Jahren wach, als ebenfalls ein Energiewesen Spider-Man das Leben schwer machte. Damals war es noch Electro der zusammen mit dem Videoman in „Spider-Man und seine außergewöhnlichen Freunde“ für Chaos sorgte. In dieser Folge gibt es nun gewisse Ähnlichkeiten. Hier tritt ebenfalls ein Trio dem Monster gegenüber. Aber diesmal sind es nicht Firestar und Iceman, sondern Hulk und Mary Jane, an Spider-Mans Seite. Und ich muss feststellen, dass auch dieses Mal die Konstellation mit zwei männlichen und einem weiblichen Darsteller gleich ausfällt. Dies zeigt erneut, das obwohl die Serie sehr wohl an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, die Macher auch immer wieder Kleinigkeiten einbauen, die man nur als langjähriger Fan von Spider-Man erkennen und verstehen kann. Dennoch bleibt die Serie auch für Neueinsteiger klar verständlich und unterhaltsam.

Irgendetwas stimmt hier nicht.

Irgendetwas stimmt hier nicht.

Besonders Positiv fällt diesmal der Blickwinkel auf. Oder wenn man in einer Animationsserie überhaupt davon sprechen kann, die Kameraführung. Denn dank der Aufmachung, die an den Science-Fiction/Katastrophen-Film Cloverfield erinnert, fühlt man sich auch als Zuschauer immer mitten im Geschehen. Anhand der Sichtweise durch Mary Janes Kamera wird man regelrecht in die Handlung gesaugt. Ständig in Bewegung und immer auf dem Sprung vor der nächsten Gefahr. Seite an Seite mit dem Helden der Serie, quer über sämtliche Häuserdächer. So wird bereits durch die Kameraperspektive und die Schnitte eine enorme Spannung aufgebaut. Dies zieht sich dann auch fast bis zum Ende. Und ab dem Moment, wo der Trick mit der Kamera nicht mehr zur Verfügung steht, greift die Dramatik um ein Menschenleben die bisherige Spannung auf und trägt Sie bis zum großen Finale.

Hulk im Kampf mit dem wahren Gegner.

Hulk im Kampf mit dem wahren Gegner.

FAZIT:

Nach den beide letzten, etwas schwächeren Episoden, überzeugt diese Folge wieder mit einer guten und spannenden Geschichte sowie einer dramatischen und überzeugenden Präsentation. Wie gewohnt kommt auch diesmal der inzwischen fest etablierte, aber manchmal etwas seichte, Humor nicht zu kurz. Des weiteren gibt es auch wieder einen Gastauftritt von Stan Lee, der in dieser Folge aber fast schon ein wenig übertrieben senil dargestellt wird, und somit etwas Out of Character erscheint. Die Episode thematisiert auch erneut den fast schon obligatorischen Kampf zwischen J. Jonah Jameson und Spider-Man um die Gunst der New Yorker Bürger und das Image des Helden in der Öffentlichkeit. Während ihn Jonah gerne als Gefahr darstellt, wäre Spidey lieber der Liebling der Stadt.

Energie kann in großen Mengen sehr gefährlich sein.

Energie kann in großen Mengen sehr gefährlich sein.

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Er ist da!!!

Er ist da!!!

Episode 8: Zurück in Schwarz
(Back in Black)

Spider-Man bekommt Konkurrenz. Dies mag an sich nichts Besonderes sein. Aber dieser neue Held ist Spider-Man! Noch ein Spider-Man? Und dazu noch in einem wesentlich cooleren und publikumswirksameren schwarzen Kostüm? Doch wer ist dieser neue und in allen Belangen bessere Spider-Man?
Wenig später kann es Peter kaum glauben, als sich sein bester Freund Harry Osborn als der neue Spider-Man in schwarzem Outfit herausstellt. Und dieser hat sich nicht einfach ein schwarzes Kostüm angezogen, um dem Netzschwinger Paroli bieten zu können, sondern Harry hat sich einen Rest des Venom-Kostüms, welches sein Appartement verwüstet hat, gesichert. Er hat es und mit ihm trainiert und danach in ein kleines Technikgadget gepackt, um so binnen Sekunden in sein neues Outfit schlüpfen zu können. Aber dieser Rest, dieses Etwas, hat noch immer sehr viel Macht und Harry beginnt sich zu verändern …

Kaum auf dem Schlachtfeld und schon der Liebling der Massen.

Kaum auf dem Schlachtfeld und schon der Liebling der Massen.

Mit diesem Episoden-Titel wird direkt Bezug auf die inzwischen fast schon klassische Storyline „Back in Black“ aus der Comicserie genommen. Diese begann kurz nach dem Civil War und führte in den bei den Fans umstrittenen „Brand New Day“. Fast schon nebenbei wird ebenfalls die Demaskierung aus dem Civil War thematisiert. Doch anders als in den Comics wird hier der Humor wesentlich stärker in den Vordergrund gerückt. Die möglichen Gefahren, welche durch die Demaskierung für Peter, seine Freunde und seine Familie, entstehen könnten, werden fast schon übetrieben ins Lächerliche gezogen. Für Fans und Kenner ist dies schon sehr enttäuschend. Dafür wird aus dem Venom aus der vierten Episode endlich der Venom, den die Comicleser schon länger kennen. Sehr seltsam mutet dagegen der Dr. Octopus dieser Animationsserie an, der sich noch nicht richtig an irgendeine Comicversion anlehnen lässt. Denn dieser ist weder wie der klassische Otto Octavius, noch wie der, der zuletzt in den deutschen Ausgaben von sich reden machte, und mehr tot als lebendig war. Auch der Person aus dem ultimativen Comicuniversum gleicht sie kein Stück, und so stellt sich die Frage ob der Zuschauer hier vielleicht eine neue Inkarnation des ewigen Kontrahenten von Spider-Man erleben kann.

Peter kann nicht tatenlos zusehen.

Peter kann nicht tatenlos zusehen.

An Dramatik hat auch diese Folge wieder einiges zu bieten. Dennoch bleibt sie hinter der direkt vorangegangenen Episode ein wenig zurück. Sie ist aber immer noch besser, als die Folgen von letzter Woche. Jedoch es gibt auch etwas, was sie der siebten Folge voraushat. Sie hat storytechnisch mehr Tiefgang und arbeitet das durchaus schwierige Verhältnis zwischen Harry und seinem Vater weiter aus. Die Tatsache, dass Harry immer wieder um die Gunst seines Vaters buhlen musste, führte bereits in den Comics zu sehr dramatischen Handlungsbögen, im Verlaufe dessen Harry nicht nur geisteskrank, sondern auch drogensüchtig wurde. Ich bin gespannt, inwieweit die Autoren hierauf ebenfalls zurückgreifen werden. Potenzial hatten diese Geschichten damals schon und davon ist bis heute nichts verflogen. Das Setting ist wieder, genau wie in der Folge mit dem ersten Auftritt von Venom, wesentlich düsterer ausgefallen. Passend natürlich nicht nur zum Gesundheitszustandes des Helden, der mit einer massiven Grippe zu kämpfen hat, sondern auch zur Stimmung von Spider-Man, der seine Zukunft gegenüber dem neuen Spider-Man, sprichwörtlich schwarz sieht.

Das passiert, wenn man seine Geheimidentität aufgibt.

Das passiert, wenn man seine Geheimidentität aufgibt.

FAZIT:

Diese Folge weiß vor allem Comickenner zu überzeugen. Mit sehr vielen Anspielungen an die Comicgeschichte des Helden werden Fans geradezu in Entzückung versetzt. Dennoch kann die Handlung auch ohne diese Kenntnisse voll und ganz überzeugen, da sie in sich stimmig, glaubhaft und spannend dargestellt und präsentiert wird. Die jüngeren Fans werden vor allem ihre Freude an dem niesenden und herum“rotzenden“ Helden haben, der sich dem bösen schwarzen Monster entgegenstellt und am Ende trotzdem als strahlender Sieger hervorgeht.

Spidey und Venom im dramatischen Kampf.

Spidey und Venom im dramatischen Kampf.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 3)

Nach der gestrigen Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview, folgt heute die Review zu den Episoden 5 und 6 von Der ultimative Spider-Man …

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Episode 5: Iron Spider
(Flight of the Iron Spider)

Tony Stark ist seit seinem Auftreten als Iron Man Peter Parkers Idol. Umso erfreuter ist Spider-Man, als er von ihm einen neuen Anzug erhält. Dieser ist nicht nur mit allerlei technischem Schnickschnak ausgerüstet, sondern steigert auch noch Peters Ego ins Unermessliche. Mit dem neuen Iron Spider-Anzug fühlt sich Peter sofort unbesiegbar. Das einzige Problem liegt darin, dass er mit der neuen Rüstung nicht wirklich zurechtkommt und so mehr Gefahr als Hilfe ist. Jedoch nicht nur für sich selbst, sonder vor allem für seine Freunde wird er so zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Als dann auch noch der Living Laser auftaucht, und dank seiner Fähigkeit zuerst von Spider-Mans neuem Anzug und danach von Iron Mans Anzug die Kontrolle übernimmt, beginnt es chaotisch zu werden. Nun muss Peter sich entscheiden. Schafft er es, den Feind in der Rüstung seines Idols auch ohne die technischen Spielereien zu überwältigen, oder wird unterliegen und möglicherweise vor seinem Idol das Gesicht verlieren …

Auftritt, Iron Man.

Auftritt, Iron Man.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Details aus der Comickarriere von Spider-Man inzwischen ihren Weg in die Animationsserie gefunden haben. Nicht nur die neue Rüstung findet ihren Platz, sondern auch die kleinen Gags wie der kurze Auftritt von Spider-Ham oder der Marvel Superhero Squad. Man merkt, dass die Macher der Serie sich im Spider-Man Comic-Kosmos sehr gut auskennen und es wirkt immer wieder so, als würden sie bei der Umsetzung in die Animationsserienwelt eine Menge Spaß zu haben. Dies spürt man in fast jeder Szene. Jedoch gibt es auch etwas zu bemängeln. So bleibt die Handlung eher flach und wird mit imposanten und ausufernden Actionszenen kaschiert. Es wird wenigstens versucht. Selbst wenn die Serie an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so enttäuscht die Zusammensetzung dieser Episode sehr. Die Moral dieser Folge scheint wiederum für ein noch seichteres Publikum erdacht worden zu sein. Denn wie sollte man es sonst erklären, wenn fast schon mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, dass man sich nicht nur auf die Technik, sondern auch seinen eigenen Verstand verlassen soll.

Der ultimative Spider-Ham!!! :D

Der ultimative Spider-Ham!!! 😀

Animationstechnisch gibt es nur wenig zu beanstanden. Die Serie ist im Charakterdesign sehr stilsicher und ermöglicht selbst langjährigen Comiclesern bekannte Figuren schnell und einfach wiederzuerkennen. Auch ohne Rüstung oder Nennung der Namen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wiedererkennungswert aus Sicht der Avengers-Kenner. Denn selbst wer erst durch die Animationsserie „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ auf den ultimativen Spider-Man aufmerksam wird, findet sich sofort unter den Figuren zurecht. Negativ hingegen fällt, zumindest in dieser Episode, der übertriebene Einsatz von Spezialeffekten, wie Laser oder Repulsorstrahlen, auf. Ebenfalls gibt es übermäßig oft große und leuchtende Explosionen. Daher stellt sich schon nach wenig Szenen eine Übersättigung ein.

Feuer aus allen Rohren.

Feuer aus allen Rohren.

FAZIT:

Zwar bietet sich dem Zuschauer erneut eine kurzweilige Episode, welche aber lange nicht so überzeugen kann, wie noch die ersten vier Folgen. Fast schon scheint sich auf beiden Seiten eine leichte Ermüdung einzustellen. Schuld daran ist die sehr dünne Handlung. Der Humor spielt zwar in dieser Folge ebenfalls wieder eine größere Rolle, aber insgesamt fallen die Szenen spärlicher und weniger überzeugend aus. Vor allem aus Sicht der neuen Zuschauer, da viele Gags erst richtig zünden, wenn man Spider-Man schon eine Weile verfolgt. Dies kann man, wenn man es positiv betrachten will, als Fanbonus ansehen, hinterlässt aber dennoch einen schalen Beigeschmack. Daher kann ich persönlich nur hoffen, dass diese Episode eine kurzzeitige Flaute darstellt und die Qualität und Ausgewogenheit in der nächsten Folge wieder ansteigt. Für langjährige Kenner der Comics ist die Folge leider nur Mittelmaß, aber die angestrebte Zielgruppe wird sicherlich ihren Spaß haben.

Der neue Anzug macht schon was her.

Der neue Anzug macht schon was her.

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Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Episode 6: Taskmaster
(Why I Hate Gym)

Schon wieder einmal versucht Dr. Octopus, im Auftrag von Norman Osborn, das Geheimnis von Spider-Man zu ergründen. Erneut findet diese Aktion an der Midtown High statt. Und zum wiederholten Male bringt er dadurch Normans Sohn, Harry, in Gefahr. Dieses Mal soll der Taskmaster die ausführende Hand sein. Hierfür schaltet dieser zuerst den Sportlehrer der Schule aus, nur um dann als Vertretungslehrer dessen Platz einzunehmen. Er versucht im Sportunterricht die Fähigkeiten der Schüler zu ermitteln, in der Hoffnung, dass sich einer von ihnen Spider-Man als Spider-Man entpuppt. Doch Peter weiß seine Fähigkeiten zu verbergen, auch wenn seine Teamkollegin Ava Ayala, alias White Tiger, dies nicht so recht verstehen mag. Immerhin macht sich Peter hierfür dümmer und tollpatschiger, als es in ihren Augen nötig ist. So kommt es, dass Talkmaster drei Schüler in die engere Wahl zieht. Diese sind Harry Osborn, Flash Thompson und Daniel Rand, auch bekannt als Iron Fist. Als jedoch am nächsten Tag ein weiteres Treffen der möglichen Spider-Men unter der Leitung von Taskmaster stattfinden soll, und Ava heimlich daran teilnehmen möchte, ist die Schule verriegelt und mit Hochspannung abgesichert. Daraufhin macht sich White Tiger zusammen mit Spider-Man auf, das Geheimnis zu ergründen …

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Was mir als Fan sofort auffällt, ist, dass Stan Lee endlich wieder einen Auftritt in der Serie hat. Ganz ehrlich. Ich mag diesen liebenswerten alten Märchenonkel. Er ist so etwas wie die Seele von Marvel Comics gewesen. Und noch immer ist er eine Art Botschafter des Hauses der Ideen. Wenn es nach mir ginge, könnte er ruhig immer wieder einmal als Running Gag am Rande auftauchen. Erst recht dann, wenn er so witzige Anmerkungen zum Thema Spider-Man macht, die vor allem Fans und Kennern auffallen werden. Dem entgegen steht die insgesamt sehr enttäuschende Geschichte. Schon wieder einmal wird Harry Osborn in Gefahr gebracht und erneut wird die Handlung an die Schule verlegt, weil dort möglicherweise Spider-Man in seiner bürgerlichen Identität agieren könnte. Somit ist dieser Handlungsbogen leider nichts Neues und wurde dazu noch nur mäßig umgesetzt. Die Folge wird erneut alleine durch den Humor getragen, was aber insgesamt viel zu wenig ist, um auf Dauer zu fesseln.

Stan Lee findet die Idee von einem "unglaublichen Spider-Man" sehr faszinierend.

Stan Lee findet die Idee von einem „unglaublichen Spider-Man“ sehr faszinierend.

Nachdem in der letzten Folge ein übertriebenes Effektfeuerwerk abgebrannt wurde, geht es in diese Episode etwas ruhiger zu. Dafür stehen die diversen visuellen Gags und Slapstickeinlagen wieder höher im Kurs. Was mir persönlich aber wirklich gefehlt hat, war die Dynamik in den Kampfszenen. Da hier erneut vermehrt Martial Arts statt explosiver Action geboten wird, wären dynamischere Perspektiven und Kamerafahrten, wie sie in der Folge mit Venom ihren Einsatz fanden, ein echtes Highlight gewesen. Denn wenn man sich als Zuschauer direkt in den Kampf hineingezogen fühlt, dann ergibt sich ein ganz anderes Feeling. Dadurch entsteht eine direkte Einbindung in das Geschehene und man ist nicht mehr nur der Beobachter.

Ist Flash Thompson Spider-Man?

Ist Flash Thompson Spider-Man?

FAZIT:

Diese Episode stellt leider die bisher schwächste Folge der Serie dar. Daran können auch Stan Lees Auftritt und die vielen kleinen visuellen Gags nichts ändern. Am Ende bleibt nicht viel in übrig, woran man sich erinnern könnte. Zu sehr ist handlungstechnisch alles schon einmal da gewesen, auch innerhalb dieser Serie. Ebenfalls negativ wirkt sich die fehlende Dynamik in der Folge aus. Der Zuschauer ist und bleibt, die gesamte Episode lang ein Beobachter er von außen zusieht. Dass dies besser geht, hat die Episode mit dem ersten Auftreten von Venom gezeigt, in der man förmlich in die Geschehnisse durch den Blickwinkel eingebunden wurde. Leider setzt sich der Trend, welcher in der vorangegangenen Episode begann hier fort und die Qualität ist alles andere als überzeugend. Sollte den Machern der Serie etwa schon die Energie ausgehen?

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Weitere Reviews zur fünften und sechsten Folge gibt es auch bei Crayton.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 2)

Das Team in aller Pracht.

Das Team in aller Pracht.

Lang, lang ist es her, dass die erste Review zu dieser Serie online gegangen ist. Doch seit dem 3. März läuft der ultimative Spider-Man nun regelmäßig, jede Woche in Doppelfolgen. Und hier ist die Review zu den Episoden 3 und 4 …

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Folge 3: Verdammnis (Doomed)

Nur weil Spidey und Nova mal wieder einen ihrer Kleinkrieg untereinander austragen mussten, in dem jeder sein eigenes Ego aufpolieren will, wurde der Trainingsraum ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch hat das junge Team an Helden, rund um Spider-Man, Nova, Power-Man, Iron Fist und White Tiger im S.H.I.E.L.D.-Helicarrier, Hausarrest. Doch damit will sich die Heldengruppe aus lauter Einzelgängern nicht abfinden. Sie wollen beweisen, dass sie auch klug und heldenhaft handeln können. Deshalb entschließen sie sich, einen Schurken zu fangen und bei S.H.I.E.L.D. abzuliefern. Doch leider fällt die Wahl auf Dr. Doom und damit beginnt ein riesengroßes Problem.
Zwar schaffen sie es Doom zu überwältigen, aber als sie ihre Trophäe im Helicarrier präsentieren wollen entpuppt sich diese als Doom-bot. Und nun geht der Ärger erst richtig los. Denn die Doom-bots wollen den Helicarrier lahmlegen. Und Spidey und Nova bekommen es einfach nicht auf die Reihe zusammenarbeiten. Schaffen es die beiden doch noch ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen …?

Spidey und Nova im Duell.

Spidey und Nova im Duell.

Wieder einmal wird die Folge hauptsächlich durch ihren Humor am Leben gehalten. Man merkt stark, dass die Serie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie dadurch genau die Leichtigkeit besitzt, welche die frühen Abenteuer der klassischen Comicserie ausgezeichnet hat, und die auch zu Beginn der Ultimate Spider-Man-Comicserie das Bild prägte. Immer wieder eingestreute Slapsticks und Wortwitze lockern damit die an sich sehr kurzweilige und actionreiche Story auf. Nicht jedoch, ohne dabei die Moral zu vergessen. Denn am Ende wird, wie es bei Konzepten dieser Art üblich ist, eine lehrreiche Erkenntnis präsentiert. In diesem Fall die, dass Teamarbeit nicht nur Spaß machen kann, sondern auch wesentlich einträglicher ist, als immer nur sein eigenes Ego in das Rampenlicht zu rücken.

Wer von den beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Wer von den Beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Animationstechnisch gibt es nichts auszusetzen. Der Stil bleibt sich selber treu und ist, wie schon in den ersten beiden Episoden bewusst jugendlich und überdreht, passend zur Zielgruppe der Pre-Teenager, gewählt. Slapstick wird groß geschrieben und sich wiederholende Zwischensequenzen, in denen Spider-Man zum Beispiel mit einem Jetpack durch die Stadt fliegt, sollen Running Gags etablieren. Leider fehlt in dieser Episode Stan Lee als Hausmeister. Dieser hatte in den ersten beiden Folgen seinen Einstand. Der Einsatz von CGI-Grafiken hält sich hier erfreulich dezent im Hintergrund, so dass alles in sich stimmig und „rund“ wirkt.

Doom empfängt unsere Helden.

Dr. Doom empfängt unsere Helden.

FAZIT:

Episode 3 setzt storytechnisch da an, wo die Zweite geendet hatte. Sie bringt wieder kurzweilige Action, Moral und sehr viel frischen Humor. Wer mit Spidey aufgewachsen ist, der wird immer wieder kleine Hinweise am Rand entdecken. Und allen, die mit dieser Serie in das Marvel Universum einsteigen, wird eine einsteigerfreundliche Folge geboten, die mit ihren verwendeten Zutaten einfach alles richtig macht. Vorausgesetzt, man kommt mit dem typischen Humor der Serie zurecht.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Und weiter geht es auch gleich mit der vierten Folge der neuen Spider-Man Animationsserie …

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Folge 4: Venom (Venom)

Ein seltsames Tentakelmonster verfolgt unseren allseits beliebten Helden aus der Nachbarschaft und jagt ihn quer durch die U-Bahn-Schächte New Yorks. Aber Spidey schafft es, ihn auszuschalten, ohne zu wissen, weshalb er zur Zielscheibe wurde. Wie Peter später erfährt, sollte ihm in dem Kampf nur eine Blutprobe entnommen werden. Und mithilfe dessen wurde ein neues Wesen kreiert, welches über die gleichen Kräfte, wie Spider-Man verfügt.
Dieses neue Wesen verbindet sich auf einer Party von Harry Osborn auch sogleich mit Flash Thompson und erschafft somit Venom. Einen nicht zu unterschätzenden Gegner, der auch noch von Wirt zu Wirt springen kann, was für einen anstrengenden Kampf sorgt …

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Im Gegensatz zur vorangegangenen, dritten Episode, kommt diese schon wesentlich ernster daher. Nicht nur, dass die Freundschaft zwischen Peter und Harry auf der Kippe steht, auch das Auftauchen eines neuen Gegners, Venom, sorgt für eine deutlich düstere Atmosphäre. Von Beginn an wird klar gemacht, dass Venom eine weitreichende Gefahr darstellt, die sich nicht mit Witzen und flapsigen Sprüchen wegwischen lässt.
Auch werden immer weiter die Pläne offenbart, die Norman Osborn und Doctor Octopus im Hintergrund zu spinnen versuchen. Einzig die ständigen Gefahrensituationen, in die Norman seinen Sohn Harry bringt, sind langsam etwas ermüdend und unglaubwürdig. Ich hoffe, dass sich dies nicht weiter fortsetzt.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Während die dritte Folge noch mit dezenten CGI-Animationen überzeugte, war der Computer hier wieder vermehrt im Einsatz. Jedoch nicht um tolle Technikmodelle zu kreieren, sondern um die Kamerafahrten und Perspektiven möglichst flüssig und außergewöhnlich umzusetzen. Natürlich kommen auch die Technikspielereien, wie Doc Ocks Tentakel, oder sein Tentakelmonster, welches verblüffende Ähnlichkeit mit den Kreaturen aus Matrix aufweist, nicht zu kurz. Und auch der Humor wird wieder, wenn auch dezenter, mit eingebracht. Aber ein Spidey mit zerflederter Hose ist einfach zu witzig. Wenngleich ich nicht verstehe, weshalb man dies verpixeln muss. Auch wenn dies oftmals ein stilistisches Hilfsmittel ist, so wirkt es hier wie etwas Anzügliches und Verbotenes, was es aber effektiv nicht wirklich ist.
Insgesamt passt der dunklere Farbstil in dieser Folge sehr gut zur Thematik und den Ereignissen samt Gegner. Daher ergibt sich auch visuell ein etwas ernsterer Grundtenor, der durch die Handlung mit der angeknickten Freundschaft nochmals verdeutlicht wird.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

FAZIT:

Auch Folge 4 kann mit ihrem etwas anderen Stil überzeugen. Es ist die perfekte Möglichkeit, nach dem Etablieren der Hauptcharaktere, das Tempo ein wenig aus der Serie zu nehmen, um auch wichtigere Handlungsbögen zu beginnen. Schade ist auch diesmal, dass Stan Lee erneut nicht aufgetreten ist. Dieser hat nach seiner Auszeit in der dritten Folge auch in dieser Episode keinen Fuß in die Tür bekommen, um sich zu einem möglichen Running-Gag zu etablieren. Das man dennoch nicht ganz auf den typischen Humor verzichten muss zeigt, dass die Macher der Serie sich und dem Konzept treu bleiben wollen. Wenn die Köpfe hinter der Serie mit dem Elan und diesem Engagement weitermachen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die nächsten beiden Episoden am nächsten Sonntag, wieder auf Super RTL.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 2: Ein amerikanischer Albtraum [Panini, Oktober 2012]

Der erste Band liegt ja schon eine Weile zurück, aber der Zweite wird deshalb nicht ausgelassen oder heimlich verschwiegen. Was lange währt, wird somit endlich gut …
… hoffe ich zumindest. 😉

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 2:
Ein amerikanischer Albtraum

Stu Redman ist endlich wieder frei.

Stu Redman ist endlich wieder frei.

Die ganze Welt liegt in Trümmern. Captain Trips hat einen Großteil der Menschheit ausgelöscht. Nick Andros entlässt den letzten Überlebenden der Schlägerbande, welche ihn übel zugerichtet hatten, aus dessen Zelle. Zwei weitere, der Schlägergruppe, haben die Supergrippe nicht überlebt. Frances Goldsmith muss ihren Vater bestatten und Harold Lauder, der heimlich in Frances verliebt ist, will seine Heimatstadt verlassen. Zusammen machen sie sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. Ebenfalls ungewiss ist auch, wie es mit Larry Underwood weitergeht. Obwohl er es schafft, zusammen mit Rita Blakemoore New York zu verlassen, ist Larry wenig später wieder alleine. Rita hat zwar den beschwerlichen Marsch durch den Lincoln Tunnel überstanden, erstickt dann aber in der Nacht an ihrem Erbrochenen. Alle diese Schicksale sind nicht nur durch die Epidemie miteinander verbunden, sondern auch durch den mysteriösen Randall Flagg. Der rekrutiert als Erstes Lloyd Henreid aus dem Hochsicherheitstrakt, wo er als einziger überlebt hat. Und auch Stu Redman, der als Erster mit Captain Trips an Bill Hapscombs Texaco Tankstelle in Berührung kam, schafft es, aus dem Seuchenzentrum in Vermont zu entkommen, wo er als eine Art Versuchskaninchen festgehalten wurde.

Larry Underwood erkennt die Tragweite der Epidemie.

Larry Underwood erkennt die Tragweite der Epidemie.

Roberto Aguirre-Sacasa schafft es erneut, die Vorlage von Stephen King spannend zu adaptieren. Dabei stellt er, wie auch King, die Einzelschicksale verschiedener Personen in den Vordergrund, welche die Geschichte tragen sollen. Ob nun der taubstumme Nick Andros, der, obwohl ihn fast die gesamte Welt in den Arsch tritt, sich nicht unterkriegen lässt, oder der selbstsüchtige Larry Underwood, der alles tut, um zu überleben. Sacasa schafft es ausgezeichnet, die vielschichtigen Figuren ohne Verlust in den Comic zu übernehmen. Und das, obwohl die ausführlichen Charakterbeschreibungen aus der Vorlage so nicht in der Adaption existieren. Auch der regelmäßige Wechsel zwischen den Protagonisten ist gelungen, sodass es dennoch leicht fällt, den Geschehnissen zu folgen.

Harold Lauder und Frances Goldsmith machen sich auf den Weg.

Harold Lauder und Frances Goldsmith machen sich auf den Weg.

Die Zeichnungen stammen erneut von Mike Perkins, der von der Koloristin Laura Martin unterstützt wird. Seine eindringlichen Bilder vermitteln gekonnt die postapokalyptische Atmosphäre, welche aus Stephen Kings Vorlage bekannt ist. Genaugenommen schafft es Perkins sogar so weit, dass seine Bilder genau dem entsprechen, was ich mir immer vor meinem geistigen Auge vorgestellt habe. Zwar nicht immer so detailliert grausam und ekelerregend, aber die Stimmung wurde perfekt getroffen. Zusammen mit den Farben von Laura Martin ergibt sich ein Gefühl, welches von der Wut, über die Angst, zur Furcht bis schlussendlich zur Hoffnung schwingt und dies alleine durch die Farbgebung bewerkstelligt.

Donald Elbert lebt endlich seine Neigung zum Feuer unkontrolliert aus.

Donald Elbert lebt endlich seine Neigung zum Feuer unkontrolliert aus.

FAZIT:

Das letzte Gefecht geht spannend weiter. Der amerikanische Albtraum breitet sich über die ganze Welt aus, und die Hoffnung ist das Einzige, was den Menschen geblieben ist. Sacasa und Perkins adaptierten Kings Geschichte sehr gelungen und ohne Verluste in das Medium Comic. Sehr schnell schafft man, Zuneigungen oder Abneigungen zu gewissen Personen aufzubauen. Mit Einigen leidet man mit und Andere möchte man auf der Stelle umbringen. Unschlüssig ist noch immer die Figur des Randall Flagg. Denn seine Motivation liegt noch immer im Dunkeln, wenngleich eine grobe Richtung zu erkennen ist. Das Zusatzmaterial in Form von Covermotiven und Skizzen ist schön anzusehen, aber insgesamt zu knapp. Die kurzen Erklärungen und Bilder zur detailgenauen Umsetzung der Stadt New York hätten gerne etwas umfangreicher ausfallen können. Wenn man aber von diesem sehr kleinen Manko absieht, erwartet den Leser spannende Unterhaltung.

Nick Andros genießt trotz des Chaos den trügerischen, friedvollen Abend.

Nick Andros genießt trotz des Chaos den trügerischen, friedvollen Abend.

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Spider-Island Reviewserie (9): Spider-Man: Spider- Island Sonderband [Panini, Oktober 2012]

Weiter geht es mit Spider-Island mit dem Sonderband zum Event. Das Finale steht vor der Tür und deshalb haben ein paar besondere Miniserien und Oneshots die Chance sich hervorzuheben …

Spider-Man: Spider- Island Sonderband

Spider-Island ist die Insel der Spinnen. Also ist es nicht weiter verwunderlich, wenn ausgerechnet Spider-Woman von Reed losgeschickt wird, um Alicia Masters zu Horizon zu eskortieren. Denn Mister Fantastic vermutet, dass Alicia wegen eines Vorfalles in London, wo sie zu einer Art Spinnenmonster mutierte, einen Immunstoff gegen diese Epidemie entwickelt haben könnte.
Ein ganz anderes Problem hat dagegen Spider-Girl. Denn diese hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, als sie sich gegen das Wespenvolk nur mit der Hilfe des Kingpin stellen kann und darf. Als ihr dann auch noch die neue Madame Web rät sich mit einem Feind zu verbünden, um Manhattan zu retten, ist die Sache für Anya klar. Aber ist die Lage wirklich so offensichtlich, wie es scheint?
Währenddessen bekommt ein kleines Gaunerpaar so richtig Ärger, als es bei einem Einbruch an einen ziemlich energischen Spider-Man gerät. Doch wie kann dieser so schnell am Ort des Geschehens sein?

Ben erkennt Spider-Woman nicht.

Ben erkennt Spider-Woman nicht.

Es ist wirklich schade, dass es sich bei diesem Sonderband um die einzige Publikation außerhalb der existierenden Comicserien handelt. Spider-Woman ist stark und dennoch innerlich zerrissen. Fred Van Lente präsentiert seine Heldin nicht triumphal und heldenhaft, sondern eher tragisch und ein wenig verbittert. Dennoch gibt Jessica niemals auf. Spider-Girl dagegen ist frech und frisch wie Peter in seinen Anfangsjahren, inklusive der dummen Sprüche. Für diese leider nur 3-teilige Miniserie rund um die junge Anya Sofia Corazon zeichnet sich Paul Tobin als Autor verantwortlich. Dieser bringt die junge Heldin auch gleich so richtig in Bedrängnis, indem sie nicht nur gegen die Feinde ihres Spinnenkultes kämpfen muss, sondern auch noch Entscheidungen treffen soll, für die sie eigentlich rein entwicklungstechnisch, noch nicht bereit scheint. Dennoch gelingt es Tobin, dies glaubwürdig zu inszenieren. Das letzte Abenteuer in diesem Band stammt aus der Feder von Joe Caramagna. Diese fällt leider weder positiv noch negativ großartig auf, und ist einfach nur witzig und kurzweilig. Mehr aber leider auch nicht.

Das Wespenvolk versucht Unschuldige einzuschüchtern.

Das Wespenvolk versucht Unschuldige einzuschüchtern.

Was die grafische Umsetzung betrifft, ist auch dieser Band, wie schon der Venom Sonderband zu diesem Event, wieder bunt gemischt. Während Spider-Woman von Giuseppe Camuncoli umgesetzt wird, der leider wieder in meinen Augen sehr unpassend von Klaus Janson geinkt wird, und somit viel Flair des dynamischen Italieners verloren geht, darf bei Spider-Girl Pepe Larraz an den Zeichenstift. Larraz durfte in seiner kurzen Laufbahn bei Marvel bereits Größen wie Captain America und auch Thor in Szene setzen und auch bei Spider-Girl macht er alles richtig. Egal ob die akrobatischen Kampfszenen, als auch die etwas ruhigeren Passagen in denen Anya mit ihrer Freundin unterwegs ist oder mit dem Kingpin Pläne schmiedet. Alles ergibt ein stimmiges Gesamtbild, das rundum gefällt, wenngleich sein Stil insgesamt aber auch zu auswechselbar ist.
Für die Abschlussgeschichte ist abermals Max Fiumara verantwortlich, der bereits die Spider-Island Story aus dem ersten Punisher Sonderband umgesetzt hat. Sein kantiger und etwas verschrobener Stil ist zwar unterhaltsam und passend zu Geschichte, aber insgesamt wirkt es hier doch etwas unrund, was vor allem an den Gesichtern der Protagonisten liegt. Denn obwohl nur die Gauner Masken in Form von Otto Octavius und der Black Cat tragen, wirken auch die restlichen Menschen, alles andere als menschlich.

Little Spider-Girl heizt den Gaunern ganz schön ein.

Little Spider-Girl heizt den Gaunern ganz schön ein.

FAZIT:

Dieser Band ist vor allem wegen der erzählerischen Tiefe und den gut ausgebauten Charakteren eine wirkliche Bereicherung. Beide Solistinnen, und das gefällt besonders, da sonst eher die Männer im Mittelpunkt stehen, überzeugen mit ihren glaubwürdigen Handlungen. Visuell bleibt die Ausgabe leider ein wenig auf der Strecke. Es sind zwar keine grafischen Totalausfälle, aber auch kein Highlight. Positiv fällt dafür wieder die redaktionelle Betreuung seitens Panini und insbesondere des betreffenden Mitarbeiters Christian Endres auf. Dieser gewährt mit kurzen Inhaltsangaben einen Einblick in die in Deutschland ausgefallen Spider-Island-Ausgaben. So erhält man auch als reiner Deutschleser wenigstens eine kleine Übersicht, über das, was einem sonst entgangen wäre.

Spider-Girl schwingt davon.

Spider-Girl schwingt davon.

„Spider-Man: Spider-Island Sonderband“ bei Panini Comics bestellen.
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Spider-Island Reviewserie (8): Spider-Man Nr. 102 [Panini, Oktober 2012]

Zwei Reviews meines neuen Kollegens haben Euch die letzten Tage unterhalten und heute geht es mit Spider-Island weiter. Langsam, aber sicher bewegen wir uns auf der Zielgeraden Richtung Finale …

Spider-Man Nr. 102

So langsam wird es für Peter Parker, alias Spider-Man, wirklich gefährlich in Manhattan. Denn nicht nur J. Jonah Jameson ist inzwischen in die heiße Phase der Mutation eingetreten, sondern auch Petes Freundin Carlie. Aber bei Horizon sind Reed Richards und Peters Chef Max Modell eifrig dabei, die Situation zu entschärfen. Und dabei kommt ihnen Eddie Brock, der Anti-Venom, sehr gelegen. Doch das ist nicht die einzige Hilfe aus Peters neuer Wirkungsstätte. Und die andere hat es, zumindest für Spider-Man, wirklich in sich …

Unterstützung von geheimnisvollen Kräften.

Unterstützung von geheimnisvollen Kräften.

Die Lage spitzt sich zu und Slott schafft es perfekt, diese Angst umzusetzen. Das und die vielen kleinen Infos, welche an jeder Ecke lauern, sind ein Leckerbissen für echte Marvelianer. Aber die, welche mit diesem Story-Arc erst neu in die Welt des Netzschwingers eingetaucht sind, kommen sich nicht verloren vor, denn Slott schafft es, auch Neulesern den Einstieg wirklich leicht zu machen. Das und die ideale Mischung aus Spannung und Humor machen Spider-Island bisher zu einem der besten Events des Netzschwingers, der letzten Jahre.

Spider-Man im Team Up mit Spider-Jonah.

Spider-Man im Team Up mit Spider-Jonah.

Noch immer zieht Ramos eine Spur der Dynamik und des Chaos durch Manhattan mit seinen grandiosen Zeichnungen. Besonders jetzt, wenn die Mutationen einsetzen, passt sein Stil, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ebenfalls ein echter Hingucker ist Mary Jane. Nur wenige Künstler schaffen es Peters ehemalige Frau, sexy und dennoch natürlich in Szene zu setzen. Und so heiß wie bei Ramos, war MJ schon lange nicht mehr innerhalb eines Comics zu sehen. Klar gab es wirklich gelungene Covermotive, aber in den Heften selber war MJ leider nur Eine von Vielen.

MJ ab sofort mit Spinnenkräften.

MJ ab sofort mit Spinnenkräften.

FAZIT:

Nur noch ganze zwei deutsche Ausgaben und dann ist Spider-Island schon wieder beendet. Das ist wirklich Schade, wenn man die Menge an US-Material mit dem vergleicht, was schlussendlich auch in Deutschland zum Abdruck kommt. Klar kenne ich die Qualität der ausgelassenen Ausgaben leider nicht komplett, aber gerade die Kurzgeschichten aus Spider-Island: I Love New York City, wären eines Abdruckes auch jeden Fall würdig gewesen. Und dass es aus diesem Band auch leider nur die zwei schwächsten Storys nach Deutschland geschafft haben, nämlich im Punisher Band Nummer 1 und im Spider-Island Sonderband, der in der nächsten Review folgt, ist deshalb aus meiner Sicht um so bedauerlicher. Dies legt leider die Mutmaßung offen, dass es bei den ausgelassenen Storys der anderen Serien, genauso sein könnte. Aber vielleicht gibt es ja von Seiten Paninis noch eine Aussage dazu.

Alte Freunde und neue Abenteuer.

Alte Freunde und neue Abenteuer.

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