The Ring Series #1: Ring (1) [Egmont Manga & Anime, Mai 2004]

Mit der heutigen Review wird es mysteriös. Vielleicht kennen ja einige von Euch die wirklich tolle Horror-Mystery-Filmreihe „The Ring“ aus Japan, in der ein verfluchtes Videoband jedem der es ansieht nach genau sieben Tagen den Tod bringt. Neben den zahlreichen Filmen die sich dem Roman von Koji Suzuki angenommen haben (inklusive der amerikanischen Remakes) gibt es auch eine sechs Bände umfassende Manga-Adaption. Heute möchte ich mit dem ersten Band dieser Reihe, welche hier in Deutschland von EMA (Egmont Manga & Anime) veröffentlicht wurde, beginnen.
Gleitet nun mit mir zusammen hinab in die schaurigen Welten des Fluches und Mysteriums von „Th Ring“…

The Ring Series #1: Ring (1)

Alles beginnt mit dem seltsamen Tod eines Mädchens und einer Videokassette. Jeder der diese Videokassette ansieht, stirbt genau eine Woche später. Das letzte Opfer ist eine Verwandte der Reporterin Reiko Asakawa die sich sofort auf die Suche nach dem Video und der Lösung des Rätsels macht. Schnell findet sie den Ort und das Video mit dem alles begann. Reiko sieht sich das Video an und hat ab sofort nur noch eine Woche zu leben. Nun muss sie schnell das Rätsel lösen um nicht zu sterben. Dabei greift sie auch auf die Unterstützung ihres Ex-Mannes zurück. Leider bleiben die Erfolge aus und als auch noch Reikos Sohn versehentlich das Video ansieht rennt die Zeit davon…
FAZIT:
Die Manga-Umsetzung des Erfolgsromanes von Kôji Suzuki kommt ebenfalls sehr dicht und atmosphärisch herüber. Leider erreicht er dabei nicht annähernd die beklemmende Atmosphäre des Romanes und schrammt ähnlich wie der Film an den wirklichen Angstgefühlen nur vorbei. Das liegt zum einen auch an der sehr spärlichen visuellen Umsetzung. Die Figuren wirken allesamt als wären sie noch Teenager und selbst alte Menschen jenseits der 50 haben Baby-Popo glatte Haut. Das macht sehr viel kaputt. Die Spannungssequenzen werden zwar durch gelungen Schwarz/Weiß-Abstufungen und Schraffuren herrlich in Szene gesetzt, aber wenn die Figuren dabei nicht stimmen wirkt das eher komisch als beängstigend.

„The Ring Series #1: Ring (1)“ Bei Amazon kaufen.

The Walking Dead #3: Die Zuflucht [Cross Cult, November 2006]

Nach etwas längerer Zeit begebe ich mich wieder in eine Zombieverseuchte Welt mit dem dritten Band von „The Walking Dead“…

The Walking Dead #3: Die Zuflucht

Die Gruppe von Flüchtlingen rund um Rick Grimes findet sich nach den Ereignissen der letzten Wochen vor ihrem möglichen Paradies wieder. Ein offenbar verlassenes Gefängnis soll der Gruppe neuen Schutz bieten. Doch es gibt auch noch ein paar Probleme. Denn neben einigen Zombies die sich dort niedergelassen haben finden Rick und Tyreese noch vier Häftlinge die sich in einen Zellenblock eingeschlossen haben und dort gar nicht mal so schlecht überlebt.
In den nächsten Tagen versuchen Rick und Tyreese das Gelände so einigermaßen von Zombies zu befreien und schnell haben sie es geschafft einige der Zellen bewohnbar zu machen als ein neuer Rückschlag die Gruppe erschüttert. Tyreese Tochter stirbt durch einen Selbstmordpakt mit ihren neuen Freund, was Tyreese natürlich sehr zusetzt. Doch die beiden sind nicht die einzigen Toten. Nachdem Rick es schafft Hershel, den Farmer aus dem zweiten Band, wo die Gruppe eine Zeit lang lebte, auch in das Gefängnisparadies zu holen muss der erneut zwei Familienmitglieder begraben. Hershels jüngste Töchter werden enthauptet vorgefunden und der Täter ist unter den vier Häftlingen offenbar schnell gefunden. Doch war er es auch wirklich und welches Geheimnis hat Rick noch zu erledigen weshalb er die Gruppe für ein paar Tage verlässt…?
FAZIT:
Von „The Walking Dead“ kann man wirklich denken was man will, aber Robert Kirkman schafft es einfach ein Drama zu kreieren das einen nicht mehr loslässt. Die Gruppe schafft es trotz der ständigen Bedrohung noch immer nicht wirklich eine Einheit zu Bilden. Diese diversen Einzelgänge und kleinen Grüppchenbildungen mitsamt den kleinen Intrigen machen die Serie dadurch besonders spannend. Auch wenn die Zombies hier ständig präsent sind, so sind sie doch nicht, wie in den vielen anderen Zombieserien, die Hauptakteure und die Überlebenden einfach nur deren Futter das möglichst kunstvoll abgeschlachtet wird.
Kirkmann präsentiert viel mehr ein soziales Drama darüber wie Menschen unter gewissen Situationen reagieren und dies macht er zusammen mit seinen Kollegen Charlie Adlard, der wundervoll zeichnet und Cliff Rathburn, der für die Grautöne zuständig ist, einfach perfekt.
Walking Dead ist und bleibt bisher eine Ausnahmeserie und wer bisher nur die TV-Serie kennt und jetzt denkt das er mitreden kann, den muss ich enttäuschen. Denn auch wenn es sich in beiden Fällen um die gleiche Serie handelt, so gibt es doch gravierende Unterschiede zur TV-Adaption, und die sind nicht gerade unerheblich.

“The Walking Dead #3: Die Zuflucht” bei Cross Cult kaufen
“The Walking Dead #3: Die Zuflucht” bei Amazon kaufen.

Ähnliche Artikel:
„The Walking Dead #1: Gute alte Zeit“ [Cross Cult, Januar 2006]
„The Walking Dead #2: Ein langer Weg“ [Cross Cult, Juni 2006]

Hino Horror #4: The Collection #1 [Schreiber&Leser, November 2007]

Der vierte Band, den ich heute vorstellen möchte, stellt leider auch schon das Ende der Hino Horror-Reihe hier in Deutschland dar. Während USA und Japan mit 10 Bänden beglückt wurden, war der Serie hier in Deutschland leider nicht solch ein Erfolg vergönnt…

Hino Horror #4: The Collection #1

Der vierte und leider letzte Band der deutschen Ausgabe der Hino Horror-Reihe stellt eine Art Kollektion diverser Horror-Kurzgeschichten dar, die vom Meister Hideshi Hino selber präsentiert werden…
Zuerst erzählt Hino wie er in den Besitz eines menschlichen Augapfels kam, danach wie er einen mysteriösen Zauberspiegel in seinen Besitz brachte und seine Frau kennenlernte. Als nächstes präsentiert er ein Stück Menschenhaut mit einem tätowierten Spinnenmotiv, welches früher auf dem Rücken seines Vaters prangte, bevor er erklärt wieso sein kleiner Bruder in einem Marmeladenglas lebt. Als nächstes wird dem Leser eine Geschwulst präsentiert, welches zu seinem Großvater gehörte, der immer wieder von solchen Auswüchsen geplagt wurde, aus denen auch seltsame Dinge und Gestalten hervorbrachen, und danach wird die Geschichte um einen Hühnerkopf erzählt, der früher einmal seine Großmutter gewesen war, bevor er zuletzt von seinem besten Freund erzählt, der aus einem Ei geschlüpft ist, welches seine Großmutter vor ihrem Ableben gelegt hat…
FAZIT:
Insgesamt bin ich von diesem Band doch sehr enttäuscht. Das ganze wirkt wie eine krude unausgegorene Mischung aus halbgaren Ideen, Wiederholungen und Korrekturen vergangener Erzählungen, wobei einem manchmal der Gedanke kommt das Hino hier die Ideen ausgegangen sind. Ausserdem wird nach meinem Geschmack hier viel zu viel versucht das ganze autobiografisch anzulegen und dies stört nach meinem Empfinden das Gesamtbild merklich. Ausserdem nimmt diese Ansammlung an einfachen und reißerischen aneinandergereihten Geschichten das mystische was den Autor in den ersten Bänden ein wenig umgab.
Auch der Aspekt diese Geschichten als eine Art Erweiterung zu betrachten funktioniert leider nicht wirklich, da eben durch diesen autobiografischen Aspekt das ganze nicht wirklich funktioniert.
Zeichnungen, Bildkomposition, Schockmomente und das Spiel mit Licht und Schatten sind nach wie vor sehr gut und heben den Gesamteindruck merklich an, aber die Geschichten selber sind nach meinem Erachten im direkten Vergleich zu den vorangegangenen Bänden ein Reinfall.
Für Fans von einfachem Horror, die die ersten Bände nicht kennen, ist dieser Band bestimmt etwas sehr schönes und tolles, aber ansonsten wäre er für mich keine Kauf- und Leseempfehlung wenn man die anderen Bände schon kennt.

„Hino Horror #4: The Collection #1“ bei Amazon kaufen.

Hino Horror #3: Black Cat [Schreiber&Leser, September 2007]

Und weiter geht es heute mit dem dritten Band der Hino Horror-Reihe vom Shodoku-Label des Verlages Schreiber&Leser…

Hino Horror #3: Black Cat

Eine schwarze Katze wird oft als Unheilsbringer gedeutet. Das muss auch die schwarze Katze im dritten Band der Hino Horror-Reihe erkennen, als sie nach und nach von ihren Katzenbrüdern/schwestern getrennt wird. Als letzte, alleine gelassen macht sie sich nun also auf den Weg und erlebt dabei allerhand Geschichten, von denen sie drei zum besten gibt…
Zuerst findet er Unterschlupf bei einem Zirkusclown, der eigentlich gar kein Clown ist, sondern nur ein Kartenabreisser, und selbst dieser Job steht auf der Kippe, da er mehr Zeit in den Alkohol als in seinen Job steckt. Und so macht er sich an das Werk seinen Job zu sichern. Er bastelt eine Puppe und wird plötzlich die Attraktion des Zirkus als Bauchredner. Doch schon bald scheint die Puppe mehr macht über ihn zu besitzen als er über die Puppe…
Danach erlebt die Katze wie ein kleiner Junge, der immer wieder von den anderen Kindern geärgert und von seiner Nachts arbeitenden Mutter verlassen wird, einen neuen Freund in einem schwarzen Hund findet. Anfangs nur Freunde entwickelt sich der Hund jedoch schnell zu seiner tödlichsten Rachewaffe, auch dann als seine Mutter mit einem neuen Freund als Vater für ihn auftaucht…
Zuletzt quartiert sich die schwarze Katze wegen des sehr kalten Winters bei einem streitsüchtigen alten Ehepaar ein. Jeden Tag bekriegen sich die beiden regelrecht, verletzen sich dabei sogar und unterstellen sich gegenseitig die wildesten Sachen. Irgendwann hat sich die Katze an die ganzen Streitereien und den Lärm gewöhnt als plötzlich Ruhe im Haus herrscht, weil die Dame des Hauses verstorben ist.
Viel schockierter ist sie aber dann als der verbitterte Mann seine tote Frau beschimpft und verprügelt. So schockiert ist sie das sie das Haus verlässt. Als sie aber nach ein paar Wochen nochmals das Haus besucht, traut sie ihren Augen nicht als sie beide wieder vergnüglich streiten sieht…
FAZIT:
Dieser Band ist eine sehr faszinierende Reise in die dunkle und teils verstörende Psyche der Menschen. Sei es Erwachsener, Kind oder Greis. Was sich in diesem Band offenbart ist seltsam, aussergewöhnlich und weit ab von der Art Horror der ersten beiden Bände. Wo Band 1 und 2 noch wesentlich mehr auf den visuellen Horror gesetzt haben, bzw. das Augenmerk richteten, da ist in diesem Band eher das subtile, psychische Horrorspielchen im Vordergrund.
Das wie und warum sich Menschen durch extreme Situationen verändern, das weshalb und wodurch verschiedenste Reaktionen des menschlichen Geistes ausgelöst werden und vor allem das worin sie sich flüchten. Für viele ist es eine Fantasiewelt, für manche einfach nur die nackte Erkenntnis der Wahrheit, doch immer ist es wie ein Schlag in die Magengrube, und dies schafft Hino hier wieder aussergewöhnlich zu porträtieren.
Für mich bisher der beste Band der Reihe und eine uneingeschränkte Empfehlung für Liebhaber des weniger offensichtlichen Horrors und der gemeinen Psychospiele.

„Hino Horror #3: Black Cat“ bei Amazon kaufen.

Hino Horror #2: Bug Boy [Schreiber&Leser, Juli 2007]

Weiter geht es heute mit dem zweiten Band der hier in Deutschland leider nur vier Bände umfassenden Reihe „Hino Horror“…

Hino Horror #2: Bug Boy

Wenn man aussergewöhnliche Hobbys und Interessen hat, wird man gerne zur Zielscheibe anderer. So ergeht es auch Sanpei. Er interessiert sich für alle Arten von Tieren, ganz besonders aber für Würmer, Schlangen, Ratten Raupen und vieles mehr. Er wird von seinen Mitschülern gejagt und gequält, und auch seine Familie ist keine Unterstützung für ihn. Stattdessen werden ihm seine schlechten schulischen Leistungen vorgeworfen und er wird ausgegrenzt. Immer wieder flüchtet er in seine Höhle auf dem Schrottplatz, wo er seine Freunde, die Tiere, versteckt hält.
Doch eines Tages wird Sanpei von einem seltsamen Wurm mit einem roten Stachel gestochen, und ab da beginnt eine grauenhafte Verwandlung. Nach und nach fallen ihm die Haare und die Zähne aus. Noch schlimmer wird es als ihm auch noch Arme und Beine abfallen und sich seine Haut immer weiter verfestigt bis sie fast Puppenähnlich ist und Sanpei offenbar stirbt.
Doch als er am Morgen erwacht, stellt er fest das er eben nicht gestorben ist, sondern sich in einen riesengroßen Wurm verwandelt hat. Anfangs versteckt ihn seine Familie noch, doch irgendwann können sie nicht mehr mit diesem „Monster“ der einst ihr Sohn und Bruder war unter einem Dach leben. Sie ermorden ihn und begraben ihn im Garten.
Aber Sanpei ist nicht tot. Und als er zu sich kommt und feststellt das er so heimtückisch von seiner Familie verstossen wurde sieht er nur noch die Möglichkeit in die Welt hinaus zu ziehen. Er findet neue Abenteuer und entwickelt sich noch immer weiter. Auch sein Charakter ändert sich und so wird aus dem verstossenen Jungen ein rachsüchtiges Monster…
FAZIT:
Bug Boy, der zweite Band aus der Hino Horror-Reihe ist im großen und ganzen gar nicht schlecht, aber dennoch um einiges schwächer als der erste Band. Zwar sind die psychischen Spielchen mit denen sich Sanpei auseinandersetzen muss durchaus gelungen, dennoch zeigen sich ein paar Parallelen zu „Die Fliege“ auf, die nicht ganz so gelungen auf mich wirken.
Zwar kann man die Verwandlung des Jungen jetzt in vielen verschiedenen Arten interpretieren, was es aussagen könnte, welche Bedeutung es hat, aber auf mich wirkt die Geschichte etwas wirr und unausgegoren. Als würde dem ganzen etwas wichtiges fehlen. Auch das es durchaus Anlehnungen an Kafkas „Verwandlung“ gibt macht es hierbei nicht besser.
Wieder sehr gut gelungen sind dafür die Zeichnungen. Gerade die düsteren, psychotischen Szenen in denen sich Sanpei verwandelt sind atmosphärisch sehr gut gelungen. Weniger gut gefallen mir dagegen die Zeichnungen als der verwandelte Sanpei durch die Welt reisst und seine Freiheit geniesst.
Insgesamt ist mein Fazit das, dass die erste Hälfte fast rundweg gelungen ist und ab der zweiten Hälfte die Geschichte und auch die Zeichnungen rapide abfallen.

„Hino Horror #2: Bug Boy“ bei Amazon kaufen.

Hino Horror #1: Red Snake [Schreiber&Leser, Mai 2007]

In den nächsten Tagen wird es düster und gruselig. Denn ich werde die nächsten vier Tage die Hino Horror-Bände aus dem Verlag Schreiber&Leser, der diese unter seinem Label shodoku veröffentlicht hat, vorstellen…

Hino Horror #1: Red Snake

„So lange ich denken kann, wollte ich weg von dem Haus. Ich fand es schrecklich dort zu leben. Genauer, das Haus erfüllte mich mit Grauen. Zwischen den Wänden lauerte das Böse“
Mit diesen Sätzen beginnt die Geschichte um ein Haus, umgeben von so dichtem Wald, dass das Haus von keinem Punkt aus vollständig eingesehen werden konnte. Darin lebten ein kleiner Junge mit seiner Familie. Diese bestand neben eben jenem Jungen aus seinem Vater, der leidenschaftlich Hühner züchtete und dessen Eier einsammelte, seinem Großvater, der immer wieder mit irgendwelchen Geschwülsten zu kämpfen hatte und allerhand Gruselgeschichten über das Haus kannte, seine Mutter die sich liebevoll um die Geschwülste des Großvaters kümmerte, seine Großmutter, die sich für ein Huhn hielt und in ihrem Zimmer ein riesengroßes Nest gebaut hatte und seine Schwester die eine seltsame Vorliebe für Würmer hatte.
Doch in dem Haus befand sich auch ein seltsamer Spiegel. Riesengroß, schien er ein Stück des Hausflures zu versperren. Laut Aussage seines Großvaters, würde der Spiegel jeden und seine Familie verfluchen der es wagt einen Blick dort hinein zu werfen. Der Junge war fasziniert von dem Spiegel und eines Nachts machte sich seine Seele auf den Weg zum Spiegel. Sie warf aber keinen Blick hinein, sondern trat direkt durch ihn hindurch. Er war fasziniert von dem was er auf der anderen Seite sah und auch gleichzeitig abgeschreckt, so das er plötzlich wieder in seinem Bett erwachte.
Ab diesem Zwischenfall hatte der Spiegel einen Riss, und seine Familie wurde des Nachts von einer seltsamen großen roten Schlange heimgesucht. Von da ab gingen seltsame Zwischenfälle vor sich…
FAZIT:
Der erste Band der Hino Horror-Reihe führt mit düsteren, aber schlichten, Bildern eine grauenhafte Welt auf. Ein kleiner hilfloser, verstörter Junge, gefangen in einem riesengroßen Haus, zusammen mit seiner nicht ganz normalen Familie. Hino schickt den Leser auf eine beklemmende und verstörende Reise durch eine kranke fast perverse Psyche und untermalt dies mit schlichten und dennoch sehr stark akzentuierten Zeichnungen, einem intensiven Licht und Schattenspiel und immer wieder auftauchenden Schockmomenten.
Trotz, oder vielleicht gerade wegen, der einfachen Darstellung wirkt die Geschichte geradezu cineastisch in der Auswahl der Blickwinkel, der „Kamerafahrten“ und der Verwendung von Totalen und Close-Ups.
Von daher ist dieser erste Band, ein gelungener Einstieg in die Welt von Hinos Horror, und sollte von Horror-Fans auf jeden Fall einmal probegelesen werden.

„Hino Horror #1: Red Snake“ bei Amazon kaufen.

Hellblazer #2: Erbsünde (2) [Schreiber & Leser, Dezember 1998]

Da mein Blog ja hauptsächlich ein Comic-Blog sein soll, auch wenn ich jetzt mehr Aufmerksamkeit mit einem anderen Artikel erregt habe, was überhaupt nicht mein Ziel war, so soll es heute dennoch mit einer neuen Comicreview weitergehen…

Hellblazer #2: Erbsünde 2

Der Vietnamkrieg ist vorbei. Zumindest für die meisten Einwohner der amerikanischen Kleinstadt Liberty. Denn viele haben ihre Söhne in jenem Krieg verloren. Doch dank des Erweckungskreuzzuges sollen nun die längst totgelgaubten zurückkehren. Doch für diese verlorenen Jungs ist der Krieg niemals zu Ende gegangen. Sie kämpfen nach wie vor in einer längst verlorenen Schlacht um ihre Seelen…
Danach macht sich die Damnation Army in England breit. Und dahinter steckt niemand geringeres als der Dämon Nergal. Er schafft sich mit ein paar willenlosen Opfern ein Monster welches John Constantine fangen und töten soll, aber es gibt noch ein Problem mit dem sich auch Nergal nicht so einfach abgeben will. Der Erweckunsgkreuzzug hat sich seine gute Freundin Zed geschnappt weil sie in ihr die Wiedergeburt der heiligen Maria sehen, welche einen neuen Jesus gebären soll. Doch Nergal will das nicht zulassen und stattet den zwischenzeitlich schwer verwundeten John Constantine mit Dämonenkräften aus damit er gestärkt die Geburt eines neuen Messias verhindert…
FAZIT:
Der zweite Band von Hellblazer: Erbsünden ist wie schon der erste sehr düster, dramatisch und emotional. John wird hier besonders von seinen Freunden die er bereits verloren hat und auch weitere von ihnen verliert mehr und mehr heimgesucht, wobei er sich dabei schuldiger vorkommt, als es seine „Geisterfreunde“ eigentlich wollen. John kämpft hier so sehr mit seiner eigenen Schuld, dem Versagen und der Tatsache das er seine Freunde im Stich gelassen hat, obwohl diese „mehr oder weniger“ für ihr Handeln selber verantwortlich waren, das er sich seiner neuen Aufgabe schon gar nicht mehr stellen will und alles hinwirft.
Die Zeichnungen sind dabei gewohnt gut und werden nur kurzzeitig durch Gastzeichner etwas aufgelockert, bzw. durchgerüttelt.
Insgesamt ist auch dieser Band wieder gute Kost die gut unterhält und auch teilweise zum Nachdenken anregt, wobei sowohl bei der Story, als auch bei der Charakterentwicklung und den Zeichnungen noch einiges an Luft nach oben ist.

„Hellblazer #2: Erbsünde (2)“ bei Amazon kaufen.

Ähnliche Artikel:
Review: „Hellblazer #1: Erbsünde (1)“ [Schreiber & Leser, Oktober 1998]

Supernatural #3: Der Anfang vom Ende [Panini, Januar 2011]

In der heutigen Comicreview geht es wieder einmal um die Winchesters und ihre Abenteuer ergänzend zur TV-Serie Supernatural…

Supernatural #3: Der Anfang vom Ende

Dean und Sam sind zusammen mit ihrem Vater auf dem Weg nach New York wo ein alter Bekannter ihnen Informationen liefern sollen, wer ihre Mutter Mary vor vielen Jahren getötet hat. Dabei entwickelt sich gerade zwischen Vater John und dem jüngsten Sohn Sam eine sehr starke Hassbeziehung, da Sam nur noch sein normales Leben leben möchte aber sein Vater John auf einer blinden Jagd nach dem Mörderdämon seiner Frau ist. Dabei treffen sie auch auf alte Freunde von John Winchester, Colonel Cox, der eine Armee von fast zwei Dutzend Dämonenjägern um sich geschart hat um New York frei von sämtlichem Übernatürlichen zu halten. Doch es dauert nicht lange bis sich eine Spur zu dem Informanten verdichtet der seit wenigen Tagen verschwunden zu sein scheint. Als dann auch noch Sam entführt wird und die Spur diesmal zum Mörder von Mary Winchester führt wird es kritisch für die drei Winchesters…
FAZIT:
Anders als in der Serie ist Sam schon hier in dieser (chronologisch vor der ersten Staffel angesiedelten) Story wesentlich stärker als sein Bruder Dean, und sogar stärker als sein Vater es vermutlich wahrhaben will. Sam wehrt sich gegen den ach so mächtigen Übervater der es mit allen Dämonen aufnimmt um seinen eigenen Wunsch nach einem freien Leben durchzusetzen. Deshalb und weil mir persönlich Sam schon immer der liebere Charakter in der Serie war, weil er eben nicht so glatt und durchsichtig wie Dean war, gefällt mir dieser Band ausgesprochen gut. Unterstützt wird das ganze durch hervorragend düstere Bilder die die Atmosphäre der Serie, das mystische und gruselige hervorragend wiederspiegelt.
Für Fans der Serie ist dieser Band fast schon Pflichtprogramm, da er die Handlung und Ereignisse der Serie perfekt ergänzt.

„Supernatural #3: Der Anfang vom Ende“ bei Panini kaufen.
„Supernatural #3: Der Anfang vom Ende“ bei Amazon kaufen.

Ähnliche Artikel:
“Supernatural #2: Origins” [Panini, August 2010]
“Supernatural #1: Der verlorene Sohn” [Panini, Februar 2010]

Universe #5 [Infinity, Juli 2003]

Mit der heutigen Review beende ich die Miniserie um Jenkins kleinen Höllentrip, dessen Auswirkungen auf die Erde und um die Zukunft von Tom Judge…

Universe #5

Der Kampf ist hart und fordert nicht nur auf der Seite der Angreifer Verluste. Auch Tilly muss einen ihrer Leute verabschieden. Und so findet Tom auch heraus das Tilly wusste das er sterben würde. Sie wollte ihm noch einen schönen letzten Tag schenken. Die Schlacht ist zwar gewonnen, aber zurück bleibt eine geschundene Gruppe von Freunden die sich nun dem letzten endgültigen Kampf stellen müssen. Allen voran Tom.
Einige Zeit ist nun seit der Tragödie beim Picknick vergangen. Der frühere Satan Nicky findet sich in einer Nervenheilanstalt wieder, Mister Black hat sich durch seinen höllischen Börsencrash einen hochrangigen, wenn nicht sogar den besten Platz in der Hölle gesichert und nun muss er nur noch Tom dazu bringen seine letzte und endgültige Entscheidung über Vergebung oder nicht zu treffen. Doch egal wie sich Tom entscheidet, es bringt Black nur in den Besitz des Rapture, der automatisch in den Besitz der Gruppe fällt für die die Entscheidung fällt, und macht ihn so zum Herrscher über Himmel und Hölle, da er sich durch einen Trick auch die Heerscharen des Himmels zu seinen Untertanen gemacht hat.
Also egal ob sich Tom nun für den Himmel (Vergebung) oder die Hölle (Bestrafung) entscheidet, Mister Black kann nur siegen. Aber was wenn es ein Wesen gäbe das zu keiner der beiden Gruppen gehört und Tom ihn den Rapture überlassen würde…?
FAZIT:
Das Finale ist schon ein ganz schöner Hammer. Die Entscheidung die Tom trifft ist einfach sagenhaft und auch ein wenig traurig, da es sein endgültiges Schicksal ebenso besiegelt. Und dennoch schafft es Jenkins ein Türchen offen zu lassen für mögliche zukünftige Abenteuer von Tom Judge.
Insgesamt ist Universe zwar wieder nur ein fast typisches mystisches Machwerk welches den ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle darstellt, aber mir persönlich gefällt vor allem die spiegelbildliche Darstellung des ganzen. Alles was hier auf Erden passiert hat in der Hölle gleich- oder gegenwärtige Folgen.
Die Zeichnungen passen zum höllischen Gesamtbild, verlieren aber leider sehr stark bei der menschlichen Darstellung. Und so muss Universe sich leider eingestehen am Ende nur eine typische Miniserie zu sein, wie es sie inzwischen viel zu viele gibt. Ohne Besonderheiten und ohne wirklich schlecht zu sein. Popcornkino könnte man fast sagen.

Ähnliche Artikel:
“Universe” #4 [Infinity, April 2003]
“Universe” #3 [Infinity, Februar 2003]
“Universe” #2 [Infinity, Oktober 2002]
“Universe” #1 [Infinity, Juni 2002]

Kaufen kann man den Band wenn man Glück hat bei Ebay und in einschlägigen Comic Marktplätzen und Foren. Ganz so einfach ist da derzeit leider nicht ranzukommen.

Universe #4 [Infinity, April 2003]

Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit der vierten und vorletzten Ausgaben von Paul Jenkins‘ und Clayton Crains Höllentrip „Universe“ weiter. Nur noch eine Ausgabe trennt uns dann vom großen Finale…

Universe #4

Langsam aber sicher wird es ernst für Tom als Mister Black ein paar Dämonen mit wirklich schlagkräftigen Höllenwaffen austattet um die höllische Wirtschaft zum Erliegen zubringen. Denn auch die Hölle funktioniert nur wenn gewisse Werte existieren mit denen gehandelt werden kann. Im höllischen Sinne sind es zwar Seelen, aber wenn die teuflisch heisse Börse zusammenbricht ist auch in der Unterwelt nichts mehr so wie es wahr. Doch Tom hat noch ein paar andere Probleme. So wird er inzwischen dauerhaft von Engeln beobachtet. Darum will Tilly mit ihm und ihrer Mannschaft ein schönes Picknick in unberührter Natur erleben als plötzlich das Chaos losbricht…
FAZIT:

Man merkt das sich die Geschichte dem Ende neigt. Handlunsgstränge werden zusammengezogen und die Hintergrundhandlung vorangetrieben. Leider leidet unter dieser merklichen Hetze ein wenig das Gesamtbild das sich bisher aufgebaut hat. Dabei enstehen einige Handlungs- und Logiklöcher. Relevanzen werden aufgeboten die bisher vollkommen unerwähnt blieben und Figuren verschwinden einfach, obwohl sie bisher sehr wichtig zu sein schienen.
Entweder ist dies ein gewollter und sehr geschickter Schachzug von Jenkins, oder aber er musste so handeln weil er wusste das der Serie kein langes Leben beschienen ist.
Mal sehen was das Finale in Band 5 mit sich bringt…

Ähnliche Artikel:
“Universe” #3 [Infinity, Februar 2003]
“Universe” #2 [Infinity, Oktober 2002]
“Universe” #1 [Infinity, Juni 2002]

“Universe” #4 bei Amazon kaufen.