Pluto: Urasawa X Tezuka #3 [Carlsen, Februar 2011]

Nach etwas längerer Zeit geht es mit Pluto von Naoki Urasawa weiter. Der dritte Band schlägt ein wenig aus der Art, aber dies ist nicht im negativen Sinne gemeint…

Pluto: Urasawa X Tezuka #3

Plutos kleine Schwester Uran bekommt Ärger mit der Polizei, da sie die Fähigkeit hat den Schmerz anderer Lebewesen zu spüren und so zuerst eine direkte Konfrontation mit einem Löwen erlebt und dann auch noch eine verlorene Seele findet, welche er durch besondere künstlerische Darstellung auslebt. Doch hinter diesem geheimnisvollen Unbekannten verbirgt sich noch weitaus mehr, und das zu erfassen ist die kleine Uran noch gar nicht erfahren genug. Nur Atom ahnt schon dass das Böse in greifbare Nähe gerückt ist…
Währenddessen kommt es in Deutschland zu folgenschweren Ereignissen, als Gesicht eines seiner speziellen und sehr seltenen Zeronium-Panzergeschosse einsetzt um einen flüchtigen zu stoppen. Ein ähnliches Geschoss wurde vor einigen Jahren verwendet um den Bruder von Adolf Haas geradezu zu pulverisieren. Adolf ist Mitglied einer Art Ku-Klux-Klans der es sich zur Aufgabe gemacht hat alle Roboter auszulöschen…
FAZIT:
Pluto von Naoki Urasawa bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Die spannenden Ermittlungen von Gesicht pausieren in diesem Band, dafür erhält der Leser neue Einblicke in die Hintergründe und die Vergangenheit, sowohl von Gesicht als auch von Pluto selber.
Besonders gelungen hierbei ist die grafische Darstellung und die farbliche Einbindung in Kapitel 21. Für den kurzen Augenblick von 2 Panels wird hier mit ein wenig Farbe eine ganze Menge an Emotionen und Hoffnung vermittelt, während die Welt drumherum, und die Protagonisten selber farblos, grau und unbedeutend wirken.
Ganz großes Kino und ein wirklich überzeugendes Werk welches auch Nicht-Manga-Lesern uneingeschränkt empfohlen werden kann.

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“Pluto: Urasawa X Tezuka” #1 [Carlsen, Oktober 2010]
“Pluto: Urasawa X Tezuka” #2 [Carlsen, Dezember 2010]

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Das Selbstmordparadies (Dōmu, 童夢) [Alpha Comic Verlag, 1994-1995]

ACHTUNG!
Dieser Artikel sollte nicht von Jugendlichen unter 16 Jahren gelesen werden!

Heute möchte ich mich einem besonderen Werk von einem besonderen Künstler widmen. Es handelt sich um den Manga-ka und Regisseur (u.a. „Akira“, „Manie-Manie“, „Robotic Angel“, „Steamboy“ und „Memories“) Katsuhiro Otomo (jap. 大友 克洋, Ōtomo Katsuhiro), der vor allem durch sein großes und umfangreiches Werk Akira Weltruhm erlangt hat. Doch schon vorher hat er mit Dōmu (童夢) erste Anerkennung erhalten.
Dōmu erschien von 1980 bis 1981 in vier Kapiteln im Schwestermagazin „Action Deluxe“ der „Manga Action“. In Deutschland wurde das Werk unter dem Namen „Das Selbstmordparadies“ in drei Bänden innerhalb der Reihe „Schwermetall präsentiert“ beim Alpha Comic Verlag von 1994 bis 1995 veröffentlicht. Doch wie gut oder schlecht ist dieses Frühwerk…?

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Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 6) – Die Comics von Comic Culture und Carlsen

Heute folgt auch schon Teil sechs der Gratis Comic Tag-Reviews mit den Beiträgen der Verlage Comic Culture und Carlsen. Comic Culture waren ja schon einmal beim Gratis Comic Tag vertreten und nehmen sich dieser Situation auch im Comic selber an, während Carlsen mit Don Quijote von Flix und Wave and Smile von Arne Jysch auf kommende Publikationen hinweisen möchte…

Wave And Smile (Gratis Comic Tag 2012)

Eine Reporterin ist bei einem Einsatz der ISAF dabei als sie in einem Dorf ein paar Turbinen zum Aufbau des Ökosystems abliefern. Dabei lernt sie auch die örtlichen Begebenheiten und Menschen sowie deren Kultur kennen. Dies führt aber leider zu einer Verzögerung des Zeitplanes. Auf dem Rückweg jedoch werden sie unter Beschuss genommen und können nur noch auf einem kleinen Gebirgsplateu notlanden…
FAZIT:
Mit „Wave And Smile“ hat sich Autor und Zeichner Arne Jysch dem seit 10 Jahren anhaltenden Thema des Afghanistan-Einsatzes angenommen und obwohl er niemals selbst gedient hat, hat er sich dennoch ein beachtliches Wissen zu diesem Thema angelesen und mit Hilfe von Interviews und Gesprächen angeeignet.
Am Ende präsentiert er sein Werk nicht aus einer klaren Sichtweise heraus oder bezieht Stellung zu den Ereignissen, Entscheidungen oder Handlungen, sondern er stellt sogar fest, das seine zu Beginn gefasste Meinung seit dem Beginn an dieser Graphic Novel weiterentwickelt hat.
Auch zeichnerisch bietet sich kein wirklich bekanntes Bild. Der Grundstil erinnert an amerikanische Comics, die Farbgebung und der Kolorationsstil eher an europäischen Werken. Dennoch passt das Gesamtergebnis perfekt zusammen und überrascht mich positiv. Das eigentlich doch relativ trockene und zwiespältige Thema wird nicht mit Schönmalerei verfremdet, sondern ehrlich dokumentiert und dies durchaus spannend.
Für mich ganz klar eine positive Überraschung und vollen respekt an Carlsen das sie dieses Projekt verwirklicht haben bzw. im Juli 2012 vewirklichen wollen.

Don Quijote (Gratis Comic Tag 2012)

Robin ist ein kleiner Junge und ein unheimlicher Batman-Fan. Als nun eines Tages seines Mutter, die er gerne „MomWoman“ nennt, mit ihrem Vater in der Tür steht, beginnt für den kleinen „dunklen Ritter“ ein aufregendes Abenteuer. Denn der Großvater, der für Robin anfangs nur die „Vogelscheuche“ ist, scheint genau wie Robin eine gewisse blühende Fantasie zu besitzen. Er kann nämlich Robins feuerspeiende Riesenfledermaus sehen, die der Kleine im Keller versteckt.
Aber der Großvater kommt mit seiner Tochter nicht so richtig klar und will deshalb wieder verschwinden. Robin bemerkt dies und will die „Vogelscheuche“ bis zum Stadtrand begleiten um sicherzugehen das diese auch sein Revier verlässt, wie es sich eben für einen dunklen Ritter geziehmt. Aber damit beginnt auch ein großes Abenteuer, bei dem Robin erst noch lernen muss ein richtiger Ritter zu werden, und sein Lehrer ist der Großvater…
FAZIT:
Flix hat einen sehr charmanten Zeichenstil und er nimmt sich sehr liebevoll der Grundgeschichte von Don Quijote an. Die Portierung in die Neuzeit wo aus Sancho Panza ein kleiner Enkel mit der Vorliebe für Batman-Comics und aus Don Quijote eine an angehender Demenz leidender Großvater wird, ist spannend und witzig zugleich.
Die Zeichnungen und die Schwarz/Weiß-Farbgebung unterstreichen das Gesamtkonzept, genau wie die Einstreuung der Batman-Panels welche die Fantasie des kleinen Enkels simulieren. Auch wenn in diesem Gratis Comic der heldenhafte Don Quijote nur einen kleinen Panelauftritt bekommt, macht das Heft doch Lust auf mehr.

Nocturnal Nemesis/Grimoire (Gratis Comic Tag 2012)

Drei Geschichten sind in diesem Heft versammelt.
Es beginnt mit der Jagd auf Vampire durch eine Gruppe die sich selbst die „Gemeinschaft der Masken“ nennt und deren „Vollstrecker“ ein Mann mit dem Namen „Der Reverend“ ist. Doch leider sind die Einsätze des Reverend sehr kostenintensiv nicht nur was die Opfer der eigenen Männer betrifft, sondern auch die der zivilen Opfer…
Die Mitte des Heftes wirft einen kleinen humorvollen Blick hinter die Kulissen des Verlages und deren Planung zum vorliegenden Heft. Was wird benötigt? Welche Optionen und Möglichkeiten haben die Macher. Und wie setzt man am besten eine Wendecover in Szene? Viele Fragen und keine ernstzunehmenden Antworten leiteen zu dritten Beitrag über…
Darian ein junger Drachendämon hat zusammen mit seinen Freunden Maik und dem Babydrachen Iji, mit Hilfe einer  Karte und eines magischen Kompasses das erste von mehreren Artfakten gefunden. Doch das zweite ist nicht so einfach zu bekommen, denn dies wird von einem großen Drachen bewacht und dieser lässt leider nicht so einfach mit sich reden. Nur gemeinsam können sie es schaffen das Artefakt in ihre Obhut zu bekommen…
FAZIT:
Ich bin ehrlich. Das einzige was mich wirklich überzeugen konnte war der humorvolle Blick hinter die Kulissen im Mittelteil.
Die Geschichte um die Vampirjagd ist zwar anfangs noch ganz interessant, driftet dann aber irgendwie in einen Abklatsch von Twilight und Vampire Diarys ab. So richtig überzeugen können mich leider auch nicht die Zeichnungen, die zwar nicht schlecht sind, aber dennoch irgendwie unpassend und falsch wirken.
Ähnlich ist es mit dem Manga „Grimoire“. Doch während hier die Zeichnungen durchaus gelungen sind, schreckt mich die wirre und krude Story ab, welche durch eine ungeschickte Panelaufteilung und Erzählstruktur noch noch behindert wird. Man weiß zwar worum es geht, und man kann auch (teilweise recht schwierig) dem Ganzen folgen, aber so richtiger Lesespaß kommt dabei leider nicht auf.

Vielen lieben Dank geht auch heute wieder an Comic Attack in Erfurt, meinen Stammshop, der mich freundlicherweise hierbei unterstützt hat.

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 4) – Die Comics von Weissblech und Kazé

Heute gibt es auch schon Teil vier der Reviews zu den Gratis Comic Tag-Comics von Weissblech und dem neuen Manga und Anime-Label Kazé…

Horror Schocker (Gratis Comic Tag 2012)

Wie jedes Jahr liefert auch dieses mal Weissblech eine Mischung aus seinem Horror- und Science Fiction-Programm.
In der ersten Geschichte „Die Chroniken von Sol“ will eine außerirdische Rasse einen Vorposten auf der Erde errichten und um sich ein wenig über uns Erdlinge zu informieren, werden zwei Kundschafter entsandt und landen bei einem Comicshop, den sie für eine Aufbewahrungsort der irdischen Chroniken halten…
Das zweite Abenteuer erzählt von einem betrogenen Mann der aus seinem Grab entsteigt um Rache an seiner Frau und dessen vermeintlichen Liebhaber zu nehmen. Aber was er dann entdeckt lässt sogar ihn erschaudern…
Die dritte Geschichte handelt von einem 17-jährigen Mädchen welches nach einer Abi-Party um fünf Uhr auf dem Weg nach Hause ist und allerlei angsteinflösende Situationen erlebt. Auch den vorangegangenen Abend, an dem ihr ihre Mutter klar machen will welche Gefahren überall lauern. Doch was ihr am Ende widerfährt, hatte si nicht kommen sehen…
Im letzten Comicbeitrag wandelt eine Frau auf einem Schlachtfeld umher auf der Suche nach ihrem Mann. Doch was sie findet sind nur eine Menge an verwundeten Kriegern die sie bitten ihnen den Gnadenstoss zu versetzen. Doch die junge Frau bringt es nicht über das Herz. Plötzlich findet sie den Herzog der sie bittet ihm aufzuhelfen um eine neue Armee aufstellen zu können, und die junge Frau trifft eine Entscheidung…
FAZIT:
Viel schlechtes kann man zu den Weissblechcomics eigentlich nicht sagen, wenn man denn nicht so gar kein Faible für Horror oder Science Fiction hat. Sie versprühen den Charme der klassischen Horrorkurzgeschichtencomics und die Zeichnungen sind immer passend zu den Storys. Dies ändert sich zum Glück auch diesmal nicht und so ist der diesjährige Beitrag wieder eine gelungene Mischung und eine perfekte Präsentation für den Verlag.

Blue Exorzist (Gratis Comic Tag 2012)

Rin ist ein Waisenkind und ein Versager. Er hat keine ordentliche Ausbildung und auch keinen Job. Statt dessen prügelt er sich lieber. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder wächste er bei einem Pater und anderen Kindern auf. Doch eines Tages als er auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch ist ändert sich sein ganzes Leben. Rin sieht kleine schwarze „Kohletierchen“ die vorher nicht dagewesen zu sein scheinen…
FAZIT:
Blue Exorzist ist schon fast ein klassischer Dämonen-Manga. Ein Junge der plötzlich Kräfte erhält und sich entschließt mit Hilfe dessen gegen das Böse auszuziehen. Aber auch dieser Manga hat einen gewissen Reiz. Vor allem was die Beziehung zwischen Rin und seinem plötzlich aufgetauchten Vater betrifft, der so ganz andere Pläne mit seinem Sprößling hat.
Auch zeichnerisch ist alles gewohnt solide. Es weiß zu gefallen und ist nicht zu experimentell. Stellenweise erinnern die Zeichnungen und das Charakterdesign ein wenig an Naruto, was jetzt nicht wirklich etwas schlechtes ist.
Insgesamt also ein solider und unterhaltsamer Manga, der durchaus Lust macht zu erfahren wie es mit Rin weitergeht.

Akuma To Love Song (Gratis Comic Tag 2012)

Manchmal spielt das Leben schon seltsame Karten aus. Maria Kawai wird allgemein als ein Biest verschrien und dabei hat sie doch nur das Pech eine Gabe zu besitzen die andere in ihrer Umgebung immer schlecht aussehen lässt. Maria kann mit wenigen Blicken sofort den Charakter eines Menschen ausmachen und sagt dies leider auch ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Als sie nun durch einen Vorfall an dem St. Katria Mädcheninternat an eine neue Schule kommt und sie eigentlich alle Zähler auf Null setzen könnte, entwickelt es sich Anfangs wie sie es gewohnt ist. Alle tratschen über sie und verachten sie, aber zum Glück gibt es auch noch die zwei Jungs Yusuke Kanda und Shin Meguro die so überhaupt nicht hinnehmen wollen, was Maria ihnen da auftischt…
FAZIT:
Was wäre der Manga-Markt ohne die typischen Romantic-Love-Girlie-Mangas? Langweilig. Genau das ist dieser Manga nämlich eben nicht. Jeder kennt es vielleicht noch aus der Schule das man sich bewusst oder auch unbewusst einem Image verschrieben hat und dieses dann nicht mehr los wird. Oftmals ist nur noch der Wechsel der Schule eine Möglichkeit neu zu beginnen. Aber es ist nicht so einfach, sich einmal angeeignete Verhaltensparameter wieder abzutrainieren, damit man nicht wieder in das gleiche Schema verfällt.
Ähnliches will dieser Manga aussagen mit seiner Protagonistin die aber neben ihrer Gabe den Charakter zu erkennen auch noch die Fähigkeit hat wunderschön singen zu können. Und somit steht auch jedes der Kapitel unter der „Schirmherrschaft“ eines Songs, wie im ersten Kapitel eben „Amazing Grace“ das auch sehr schön den Grundtenor dieses Kapitels einfängt.
Nicht nur für Mädchen oder eben Frauen, kann dieser Manga sehr unterhaltsam und aufschlussreich, oder eben auch mit Erinnerungen behaftet sein. Gelungen aber typische Zeichnungen unterstützen das durchaus positive Gesamtbild.

Wie schon die letzten Tage möchte ich auch heute wieder meinem Comicshop Comic Attack in Erfurt danken. Und bevor jemand dies missversteht, es handelt sich hier nicht um bezahlte Werbung oder andere Gefälligkeiten. Ich bin einfach rundum zufrieden mit den Jungs und dem netten Entgegenkommen, so das ich gerne freiwillig dies auch mitteile.

Gon #7 [Carlsen, September 2011]

Mit dem heutigen Artikel endet Gons Reise quer durch die Welt mit diesem siebten Band. Viel Spaß hat sie gemacht diese Reise und ebenfalls sehr viel Spaß macht auch noch der letzte Band. Ich verabschiede mich hiermit von dem kleinen Saurier mit den ganz großen Herzen und hoffe, dass er noch sehr viele Freunde und Anhänger finden wird…

Gon #7

Gons letzte Abenteuer brechen an und es beginnt damit das sich Gon als Vogelpapa verdingt indem er sich um einen kleinen Albatros kümmert und ihn großzieht. Dabei wendet Gon seine nicht ganz „üblichen Methoden“ an, was zur Folge hat das aus dem Albatros kein normaler Vogel wird…
Danach zieht Gon mit seinem „Sprössling“ weiter und landet bei einer Orang Utan-Familie wo er sich auch sogleich mit einquartiert und versorgen lässt…
Nicht lange und Gon zieht weiter, aber nicht alleine. Zusammen mit dem Orang Utan-Vater begibt sich Gon auf eine „spirituelle Reise“ und lernt dabei auch die Abgründe des Lebens kennen…
Zu guter letzt will sich Gon noch ein absolutes Leckerchen besorgen. Dafür hat es der kleine Saurier auf Honig abgesehen, aber die Herren über die süße Leckerei, die Bienen, wollen ihr Hab und Gut nicht so einfach hergeben und wehren sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln…
FAZIT:
Das letzte Abenteuer…
Eine wirklich tolle Serie geht zu Ende…
…und sie findet ein würdiges Ende. Bevor das Ganze in Langeweile abdriftet oder am Qualitätsmangel zugrunde geht, sind Gons Abenteuer vorbei. Wieder einmal hat Masashi Tanaka eine Riesenportion an Emotionen, Humor, Action und Spannung aufgefahren um den kleinen Saurier gebührend zu verabschieden. Dabei liefert er auch wieder seine bestmöglichen künstlerischen Fähigkeiten ab. Gons letzte Abenteuer sind wieder ein visueller Leckerbissen der wie schon die Bände zuvor mit einem tollen Setting, aufregenden „Kameraposen“ und wie immer ganz ohne Text, Soundwords oder ähnliches auskommt um dennoch eine fantastische Geschichte zu erzählen.

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Review: Gon #1 [Carlsen, September 2010]

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Gon #6 [Carlsen, Juli 2011]

Mit dem heutigen sechsten Band der Manga-Reihe „Gon“ biegen wir auch gleichzeitig auf die Zielgerade ein, denn mit dem nächsten siebten Band ist Gons „kleine“ Reise um die Welt und durch die Tier- und Pflanzenwelt auch schon beendet. Dennoch wollen wir heute noch einmal die vorletzten Abenteuer des kleinen Dinosaurierers, mit dem ganz großen Herzen, genießen…

Gon #6

Gon zieht weiter…
Diesmal trifft Gon auf ein Trio junger Vögel, welche mitsamt ihrem Nest auf seinem Kopf landen und von nun an zusammen mit Gon einige aufregende Abenteuer erleben…
Danach hat sich Gon eine Schaar ramponierter Einzelkämpfer um sich versammelt und als Team ziehen sie durch die Lande, verbreiten dabei Angst und Schrecken und erleben auch glückliche Momente…
In der vorletzten Geschichte stürmt Gon einen riesigen Berg und trifft dabei auf Steinböcke und Schneeleoparden bevor er am eisigen Gipfel im Schnee versinkt…
Zuletzt schließt sich Gon einem alten gebrechlichen und verstossenen Elefanten an um diesen auf seinem letzten Weg zu begleiten und zu helfen…
FAZIT:
Die Reiseabenteuer von Gon neigen sich dem Ende und das ist auch irgendwie gut so. Langsam fällt das Ganze etwas ab, bleibt aber immer noch auf einem überdurchschnittlichem Niveau. Gerade das letzte Abenteuer mit dem Elefanten weiß auf voller Linie zu überzeugen. Anders als in den ersten drei Geschichten steht nicht der typische Humor im Vordergrund, sondern das Tragische.
Auch zeichnerisch bleibt alles beim gewohnt sehr guten Niveau und so bleibt auch die Serie weiterhin eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

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Pluto: Urasawa X Tezuka #2 [Carlsen, Dezember 2010]

Diesmal geht es mit dem zweiten Band von Pluto weiter. Dem Werk von Naoki Urasawa das sich einer Geschichte aus dem großartigen Astro Boy-Universum bedient…

Pluto: Urasawa X Tezuka #2

Immer weiter zieht sich die Mordserie an hochentwickelten Robotern oder deren Befürwortern. In Tokyo macht derzeit Inspektor Gesicht die Bekanntschaft von Atom. Inzwischen gibt es weitere Opfer, darunter auch einer derjenigen die Gesicht erst vor kurzem aufgesucht hat und Gesicht muss sich erneut dem Dämonen stellen, der als bisher einziger Roboter einen Menschen tötete. Doch es gibt noch weitere Probleme. So scheinen die Erinnerungen von Inspektor Gesicht manipuliert worden zu sein. Das zumindest scheinen einige Indizien zu beweisen, doch bei einer Inspektion sind keine Spuren irgendwelcher Manipulationen zu finden…
FAZIT:
Der Thriller um die Robotermorde fesselt weiter. Von den bekannten und typischen Astroboy-Abenteuern ist hier nicht mehr viel zu spüren. Vielmehr hat Urasawa hier ein vollkommen eigenständiges Abenteuer kreiert und bedient sich dabei nur Tezukas Figuren. Auch wenn man als Leser inzwischen einen gewissen Verdacht hat wohin die Geschehnisse führen bleibt es dennoch spannend.

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Gon #5 [Carlsen, Mai 2011]

Heute folgt der fünfte Band der Manga-Reihe Gon und langsam nähern wir uns dem Ende von Gons Reise quer durch die Tierwelt. Nur noch zwei Bände liegen vor uns, und ob Gon sein bisheriges Niveau halten kann, könnt Ihr hier lesen…

Gon #5

Im fünften Band mit Gons Abenteuern verschlägt es ihn in den Untergrund. In einer Extra-Extra-Extra-langen Geschichte trifft er dort auf neue Freunde wie den Schwarzschwanz Präriehund, den Koyoten und die Schweinsnasen- oder auch Hummelfledermaus. Zusammen erleben sie eine ganze Menge an Abenteuern. Begegnen gefährlichen Feinden wie einer riesengroßen Kugelassel, einem chinesischen Riesensalamander und einer extrem gefährlichen und monströs großen nahezu gigantischen Riesenspinne, sowie sehr vielen interessanten Lebewesen wie der großen Eintagsfliege, dem blinden Höhlensammler und dem Grottenolm. Und so „wandert“ Gon von Nordamerika quer durch den Erdkern bis nach Afrika, und hat dabei wie immer eine Menge Spaß…
FAZIT:
Gons Abenteuer sind nach wie vor ein grandioses Meisterwerk der Erzählkunst. Auch wenn es immer wieder mal Aussagen gibt die besagen das man Gons Erlebnisse nicht liesst sondern „nur“ anschaut, ist es schon umwerfend wie es Tanaka Masashi immer wieder schafft all die Abenteuer, Action und Dramatik in dermaßen aussagekräftigen Bildern darzustellen, das einem die Texte und Soundwords überhaupt nicht fehlen. Vielmehr versinkt man immer wieder in den fantastischen Welten und Abenteuern die Gon von Band zu Band bestreitet.
Gon ist und bleibt ganz klar eine Leseempfehlung nicht nur für Fans von „Manga“-typischer Lektüre.

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Gon #4 [Carlsen, März 2011]

Weiter geht es heute mit den Abenteuern von Gon…

Gon #4

Gon geht wieder auf die Pirsch und erlebt neue Abenteuer in der Tierwelt…
Als erstes entdeckt der kleine Saurier eine verstorbene Riesenschildkröte und macht sich sofort deren Panzer zueigen. Anfangs noch etwas tollpatschig und behäbig, gewöhnt er sich dann sehr schnell an sein neues Schutzschild. Als er dann auch noch eine ganze Horde junge Schildkröten beobachtet die gen Meer kriechen schließt er sich diesen an und begleitet sie auf ihren harten und schweren Weg des Erwachsenwerdens…
Danach gerät Gon in einen Wirbelsturm und landet mit einem Impala, einer äthiopischen Grünmeerkatze und einem Strauss mitten in der Wüste. Ab sofort sind die 4 ein Gespann…
Zuletzt schart Gon noch ein paar junge Wildkatzen wie Karakal, Serval usw. um sich um mit denen eine Spur des Schreckens nach sich zu ziehen. Dies wird auch von einem anderen jungen Wildkätzchen, einem Geparden, beobachten und so folgt dieser dem doch etwas ungleichen Gespann…
FAZIT:
Noch immer machen Gons wortlose Abenteuer einen Riesenspaß. Auch nach inzwischen 4 Bänden, 15 Kapiteln und über 500 Seiten bilden sich noch keine Abnutzungserscheinungen. Was auch endlich mal lobend erwähnt werden muss, sind die wirklich sehr schönen redaktionellen Beiträge und Informationen zu den Tieren denen Gon im laufe seiner Reise begegnet.

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Doubt #4 [Carlsen, Juli 2011]

Der heutige Artikel beschließt auch schon mit dem vierten Band, das Finale und die Serie „Doubt“. Demnächst werde ich mich dann auch schon der Nachfolgeserie „Judge“ widmen, von der bereits zwei Bände erschienen sind.

Doubt #4

Yu findet sich in der Gewalt des Wolfs wieder und bei diesem handelt es sich um niemand anderen als seine Freundin Mitsuki. Doch ihre Beweggründe scheinen Yu alles andere als verständlich zu sein. Und als sich dann auch noch herausstellt das Hajime ein Undercover-Cop ist und Mitsuki nicht aus eigenem Antrieb gehandelt hat, sondern von jemand anderem gesteuert wurde wird Yu klar das er die Beiden vor dem echten Wolf retten muss. Doch das Abenteuer ist noch längst nicht überstanden…
FAZIT:
Das Finale von Doubt ist zwar alles andere als die Offenbarung, macht aber dennoch sehr viel Spaß. Vor allem mit seiner Kehrtwendung die ich persönlich so nicht erwartet hätte. Und so schafft es dieser wirklich gute Thriller bis zur letzten Seite zu fesseln und stimmt mich schon so richtig auf die Nachfolgeserie Judge ein. Ich kanns kaum erwarten.

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