Der Zauberer von Oz [Panini, Juni 2012]

Heute möchte ich Euch in eine fantastische und märchenhafte Welt entführen. In L. Frank Baums Oz, und dem ersten Comicband von Marvels Erfolgserie…

Der Zauberer von Oz

Die kleine Dorothy wird durch einen Wirbelsturm aus ihrer Heimat in das wundersame Land Oz verschlagen. Dort landet sie mit ihrem Haus direkt auf der bösen Hexe des Ostens. Zwar sind alle Bewohner von Oz überglücklich, aber Dorothy möchte nur noch zurück nach Kansas. Doch der Einzige, der ihr dabei helfen kann, ist der Zauberer von Oz. Und dieser befindet sich in der Smaragdstadt. Also macht sich Dorothy mit ihrem kleinen Hund Toto auf den Weg und lernt unterwegs viele neue Freunde, wie die Vogelscheuche die Verstand sucht, den Holzfällerroboter der ein Herz braucht und den Löwen, dem es an Mut mangelt, kennen …

Dorothy in ihrer Heimat in Kansas.

Dorothy in ihrer Heimat in Kansas.

Mit diesem Band legt Panini die ersten acht Ausgaben von Marvels Adaption des ersten Romans von L. Frank Baums Oz-Universum vor. Mit Autor Eric Shanower darf einer der renommiertesten Oz-Kenner das Werk für Marvel umsetzen. Zusammen mit dem Zeichner Skottie Young ergibt sich das Dream-Team schlechthin für ein solch außergewöhnliches Projekt. Gemeinsam haben es sich die beiden nun zum Ziel gesetzt, möglichst viele der insgesamt 14 Romane als Comic umzusetzen, vorausgesetzt Marvel und die Comicleser wollen das. Wenn man sich aber die Verkaufszahlen der letzten Ausgaben ansieht, so stehen die Chancen hierfür nicht einmal so schlecht.

Auf dem Weg in die Smaragdstadt mit Dorothy, dem feigen Löwen, dem Blechholzfäller und der dummen Vogelscheuche.

Auf dem Weg in die Smaragdstadt mit Dorothy, dem feigen Löwen, dem Blechholzfäller und der dummen Vogelscheuche.

Während sich Shanower als Fachmann für das Land Oz bereits durch die Veröffentlichung von eigenen Comics einen Namen gemacht hat, war Young zwar kein unbeschriebenes Blatt, aber weil er bisher fast ausschließlich Superhelden gezeichnet hat, eher eine Überraschung. Auch wenn seine Zeichnungen und sein Stil geradezu perfekt zu Oz passen. Was kaum jemand weiß ist, dass Young schon immer Kinderbücher illustrieren wollte, und jetzt die Möglichkeit sah, seinen Traum zu erfüllen. Doch wie würden seine Fans darauf reagieren, wenn er jetzt für unbestimmte Zeit die Superhelden verlassen würde. Wären sie von seinem neuesten Projekt begeistern oder würde er fortan aus den Gedanken der Leser verschwinden?
Letztendlich entschied sich Young aber dennoch, das Projekt zu beginnen und sein Mut wurde belohnt. Die achtteilige Serie „The Wonderful Wizard of Oz“ schlug ein wie eine Bombe und dies unter Fans wie Kritikern gleichermaßen. Gedankt wurde dies den Machern 2010 mit dem Eisner Award für die beste Limited Series.

Rückkehr in die Smaragdstadt...

Rückkehr in die Smaragdstadt…

FAZIT:

Eric Shanowers und Scottie Youngs „Der Zauberer von Oz“ ist schon jetzt ein Klassiker. Mit sehr viel Liebe zum Detail schaffen es die beiden Künstler, das Land Oz neu erblühen zu lassen. Shanower nutzt sein Wissen über die Romane und seine Erfahrungen durch sein eigenes Comicprojekt ideal und Young liefert einfach nur traumhaft schöne Bilder. Es wirkt fast so, als hätte Young niemals etwas anderes gezeichnet als die kleine Dorothy und das zauberhafte Land. Dieser Band ist nicht nur für Comic- und Fantasyfans ein Muss, sondern auch ideal um Kinder an diese fantastische Welt heranzuführen.
„Der Zauberer von Oz“ sollte in dieser Fassung in wirklich keiner gut sortierten Comicsammlung fehlen, besonders dann, wenn man Kinder hat, oder sich im Lande Oz gerne einmal verlieren möchte.

Die Smaragdstadt in voller Pracht.

Die Smaragdstadt in voller Pracht.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010-2012 Marvel & Subs. / Panini

ComicHunters & Panini. Eine Zusammenarbeit geht weiter … (+2)

Die Zusammenarbeit geht weiter und auch heute gibt es neben einem informativen Artikel wieder etwas zu gewinnen. Und ich meine damit keine Erfahrung, sondern einen richtigen Preis. Das funktioniert genau wie gestern. Frage richtige beantworten und diese Antwort per Mail an die dort angegebene Mailadresse schicken.

Superman: Erde Eins

Veröffentlichungsdatum: Bereits erschienen!
Verlag: Panini Comics (DE)
Umfang: 140 Seiten
Preis: 16,95€ (SC) / 25,00€ (HC auf 555 Stk. Limitiert)
Inhalt: Superman: Earth One

ComicHunters & Panini. Eine Zusammenarbeit geht weiter … (+1)

Nachdem bereits vor wenigen Tagen die Artikel zu den ersten 3 Heftserien online gegangen sind, geht es nun mit einem neuen Artikel weiter. Doch diesmal könnt ihr sogar etwas gewinnen, wenn ihr die Frage korrekt beantwortet und dies an die dort angegebene Mailadresse schickt.

DC Premium #81: Batman Noel

Veröffentlichungsdatum: 09.10.2012, Bereits erschienen!
Verlag: Panini Comics (DE)
Umfang: 116 Seiten
Preis: SC 14,95€/ HC 25,00€
Inhalt: BATMAN – NOEL

ComicHunters & Panini. Eine Zusammenarbeit geht weiter …

Manche wissen es bereits, andere erfahren es jetzt. Neben meiner Tätigkeit beim Hive und dem Betreiben dieses Blogs, bin ich auch bei ComicHunters nicht ganz untätig. Nachdem ich bereits mit etwas Unterstützung den DC New 52 Relaunch für ComicHunters & Panini erfolgreich gestemmt habe, ist es nun an der Zeit für eine weitere Zusammenarbeit. Doch diesmal habe ich mir fleißige und kompetente Unterstützung ins Boot geholt. Zusammen präsentieren wir euch ab sofort, regelmäßig kurze und interessante Artikel zu den Panini-Neuerscheinungen, sowie Gewinnspiele zu ganz besonderen Ausgaben.

Den Start machen folgende drei Ausgaben:

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/a9a61a38d714442337bd49c6af382641_thumb.jpgSuperman #7

Veröffentlichungsdatum: 04.12.2012
Verlag: Panini Comics (DE)
Umfang: 52 Seiten
Preis: 4,95€
Inhalt: US-Action Comics #5, US-Supergirl #7

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/9994fcdaed41bd6b86393e5234ec0257_thumb.jpgGreen Lantern #7

Veröffentlichungsdatum: 4.12.2012
Verlag: Panini Comics (DE)
Preis: 4,95€
Länge: 52 Seiten
Inhalt: US-Green Lantern #7, US-Green Lantern Corps #7

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/b41472631a2b0f6c7a1416d4ce10ffae_thumb.jpgBatman #7

Veröffentlichungsdatum: 04.12.2012
Verlag: Panini Comics (DE)
Umfang: 52 Seiten
Preis: 4,95 €
Inhalt: US-Batman #5 + #6

Dark Reign Specials 1-4 [Panini, Mai bis August 2010]

Heute möchte ich euch eine kleine Sammlung von Specials zu Dark Reign präsentieren…

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/c261b00bef611127b75ef2665837fd74_thumb.jpgDark Reign Special: Die neuen Rächer – The Reunion

Bobby Morses‘ Rückkehr vom Planeten der Skrulls nach der Secret Invasion war für alle keine einfache Sache, aber am meisten leidet neben Bobby natürlich ihr Noch/Ex/Wieder-Mann Clint. Der war in dem festen Glauben, das Bobby sich vor ihrem Tod noch mit ihm versöhnen wollte und das sie gemeinsam die geplante Scheidung hinter sich gelassen hätten. Doch das Bobby zu dem Zeitpunkt bereits ausgetauscht war, muss Clint jetzt auf die harte Tour erfahren, als er mit Bobby und ihrer neuen Geheimorganisation WCA – World Counterterrorism Agency (Ob es wohl Zufall ist das die Abkürzung an die West Coast Avengers erinnert?) einen Geheimauftrag gegen AIM durchführt. Eine verrückte Wissenschaftlerin will mit einer Bombe auf einer Veranstaltung sämtliche hochrangigen Wissenschaftler aus dem Weg räumen. So scheint es zumindest. Das und die Frage wie es mit der Beziehung zwischen Bobby und Clint weitergeht wird aber erst das Ende dieses Auftrages zeigen …

FAZIT:

Die neuen Rächer: Die Reunion ist eine schöne Miniserie die neben der ganz ordentlichen Agentenaction die Beziehung zwischen Hawkeye, oder aktuell Ronin, und Mockingbird beleuchtet. Dabei wird in Rückblicken gezeigt wie es unter anderem zur großen Liebe, zum Bruch zwischen den Beiden und der tragischen Ereignisse kurz vor, während und nach der Secret Invasion gekommen ist. Jim McCann liefert dafür einen durchaus lesenswerten Plot ab, der durch die gekonnten Zeichnungen von David López unterstützt wird. Kein Highlight, aber gute und solide Unterhaltung.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/62881d49e467e1580be1e7dc88de9df5_thumb.jpgDark Reign Special: Sinister Spider-Man

Seitdem MacGargan als schwarzer Spider-Man in Osborns-Rächer-Team seinen dunklen Gelüsten freien Lauf lassen kann und dafür auch noch von den Bürgern New Yorks geliebt und bewundert wird, ist das Wachstum seines labilen Egos kaum noch zu bremsen. Als dann aufgrund der anstehenden Feierlichkeiten „Venom“ in seiner Verkleidung als Spider-Man den Beschützer von Jameson spielen muss und gleichzeitig auch noch zwei Banden gegeneinander aufwiegelt, scheinen alle Grenzen und Hemmungen zu fallen. Nur ein einziger Mensch ahnt, was hinter dem schwarzen Spider-Man stecken könnte und sammelt deshalb eine Gruppe um sich, die ebenfalls schon ihre Begegnung mit dem „Bad in Black“ gemacht haben. Unter der Führung des Redeemer haben sich somit Hippo, Doktor Everything, Dementoid, Eleven und General Wolfram zusammengetan um sich dieser Bedrohung zu entledigen. Auch Jameson ist über das Arrangement mit dem vermeintlichen Spider-Man alles andere als erfreut und als sich ihm Informationen bieten um das ganze Auffliegen zu lassen sieht er seine Chance für Rache an Spider-Man, immer noch nicht wissend das dieser schwarze und der uns altbekannte Spider-Man zwei verschiedene Personen sind.

FAZIT:

Im Großen und Ganzen ist diese Miniserie nichts Besonderes. Keine außergewöhnlichen Storyelemente, keine wichtigen Handlungsbögen und dennoch ist es ganz faszinierend wie sich MacGargan als Sinister Spider-Man durch New York bewegt, seinen Wünschen freien Lauf lässt und dafür auch noch bewundert wird. Bachalos Zeichnungen passen dabei sehr gut zu dem düsteren und chaotischen Touch der Geschichte, wobei der Zeichnerwechsel im dritten Teil zwar nicht störend, doch im ersten Moment etwas ungewohnt ist. Zusammenfassend kann ich sagen, das diese Mini über mehr als den reinen Unterhaltungsstatus nicht herauskommt.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/16ad2f34b0797ab73788c9964a57bbca_thumb.jpgDark Reign Special: Die Liste (1 von 2)

The List erster Teil: Clint hat es einfach satt mit anzusehen, wie Osborn seine Macht ungehindert ausübt. Deshalb macht er sich auf den Weg zum Rächerturm um Norman auszuschalten. Dabei trifft er auf Feinde, Freunde und alte Bekannte … Der nächste Punkt auf Osborns Liste ist Daredevil gewidmet. Dieser versucht gerade, der neue Anführer der Hand zu werden. Damit eben dies nicht der Fall wird, schickt Norman seine beste Waffe gegen Daredevil in den Kampf, Bullseye. Doch dieser hat es auf keinen direkten Zweikampf abgesehen, sondern will Daredevil demütigen … Danach bekommt es Namor mit Osborns Rache zu tun als Osborn Namors mutierte Ex-Frau auf sein Königreich loslässt. Mithilfe der außerirdischen Lebensform Plodex erschuf Osborn ein Monstrum, welches nur Atlanter angreift und vernichtet. Getrieben von unbändigem Hass und grenzenlosem Hunger macht sich diese Mutation auf den Weg durch die Ozeane. Nun bleibt Namor nur noch die Hilfe der X-Men um seine Ex-Frau in die Schranken zu verweisen … Zu guter Letzt für den ersten Band schleicht sich Nick Fury in den Rächerturm von Osborn ein, um sich ein paar Geheimnisse anzueignen. Genau wie Osborn hat auch Fury eine Liste angelegt mit Dingen, die er noch zu erledigen hat. Fury war aber nicht umsonst jahrelang der Leiter von S.H.I.E.L.D., wenn er nicht doch noch ein paar Asse im Ärmel hätte, um seine Interessen durchzusetzen …

FAZIT:

Der Auftakt zu Osborns-Racheliste ist zwar kein Highlight, aber immerhin noch auf überdurchschnittlichem Niveau. Dabei sind die Storys dynamisch, actionreich, dramatisch und gelegentlich auch humorvoll. Besonders Spideys kleine Sticheleien gegen Clint sind hierbei mein persönliches Highlight. Ebenfalls durchweg gelungen sind die Zeichnungen von Djurdevic, Tan, Davis und McGuinnes, wobei ich sagen muss, dass es für mich persönlich keiner der Künstler schafft, sich aus der Menge der anderen besonders positiv hervorzuheben. Trotz allem ist es ein gelungener Band, der mich amüsant und interessiert unterhalten hat.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/4a580681e3d3f455e620782214e56dc3_thumb.jpgDark Reign Special: Die Liste (2 von 2)

Es beginnt mit der Jagd auf den Punisher. Seit Punisher #1 nach der Secret Invasion hat es Norman auf Frank abgesehen, weil dieser ihn töten wollte. Nun schickt er nicht nur eine ganze Mannschaft seiner Leute, sondern auch noch Wolverines Sohn Daken um diesen Punkt seiner Liste zu abzuhaken …
Auch Bruce Banner und sein Sohn Skaar sind auf der Liste von Osborn vertreten. Doch dieser will nicht etwas den Hulk vernichten, sondern nur Bruce Banner ausschalten. Um dies zu erledigen, schickt er neben seiner Ms. Marvel, Moonstone, auch noch seine Helferin Ms. Hand los …
Wolverine hingegen steht zwar nicht direkt auf Normans Liste, aber er ist dabei, als er zusammen mit Noh-Varr verhindern will, das Norman in den Besitz eines allmächtigen Gehirnes kommt, welches alle Lebewesen auf der Erde kontrollieren könnte. Einzig No-Varr und Fantomex scheinen immun gegen diese Steuerung zu sein …
Zu guter Letzt schafft es Spider-Man einmal wieder, seinen bisher größten Gegner eines auszuwischen. Um Norman vor aller Welt bloßstellen zu können, benötigt er Beweise über Normans üble Machenschaften. Doch diese sind nur im Rächerturm zu finden. Als Norman erfährt das Spider-Man in sein Heiligtum eingedrungen ist kommt es zum Kampf in aller Öffentlichkeit …

FAZIT:

Beginnend mit der doch sehr aggressiven und brutalen ersten Geschichte um die Vernichtung Punishers startet der zweite Teil von Norma Osborns Racheliste. Dabei sind hier, im Gegensatz zum ersten Band die Zeichnungen wesentlich abwechslungsreicher, was nicht heißen soll, dass die Zeichnungen im ersten Band schlecht waren, sondern einfach nur zu einheitlich, dafür, dass es von vier verschiedenen Zeichnern war. JR Jr. Stil ist klar und unverkennbar, auch wenn es nicht gerade seine beste Arbeit ist, und obwohl ich der Meinung bin, das Romita zusammen mit Janson einfach unschlagbar ist (Gleiches gilt aber nach meiner Auffassung auch für das Team Miller/Janson). Ben Olivers Zeichnungen bei der Hulk-Story sind zwar nicht schlecht, aber meiner Meinung nach etwas effektüberladen und zu glänzend. Dagegen wirken Esad Ribics Zeichnungen sehr karikaturistisch, was aber der leicht abgedrehten Story auch zugutekommt. Adam Kuberts Zeichnungen sind gelungen, wobei mich bei dieser Geschichte mehr die Story an sich überzeugen konnte. Mit ihrem leicht humoristischen Touch und dem mehr auf Taktik als auf Kraft spielenden Spider-Man, der es doch glatt schafft, den Meisterplaner Osborn auszutricksen. Insgesamt ist der zweite Band eine klare Steigerung zum Ersten.

Spawn: Architekten der Angst [Panini, September 2011]

Heute gibt es nach etwas längerer Zeit mal wieder ein wenig aus dem Spawn Universum. Mit diesem Band sammelt Panini zwei Graphic Novels, doch wie sind sie geworden?

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/bde87c8c6c2b7270234f57c2e88e5736_norm.jpgSpawn: Architekten der Angst

Zwei Graphic Novels der etwas anderen Art, hat Panini in diesem Band versammelt.
In der ersten Geschichte, welche auch namensgebend für die Ausgabe war, trifft Spawn auf eine junge Dame, die weitaus mehr im Schilde führt, als es auf den ersten Blick, den Anschein hat. Und auch Spawn, bzw. Al Simmons kleiner Bruder Marc Simmons, werden in dieses Abenteuer verwickelt, so das Spawn einmal mehr seine Konventionen über Bord werfen muss, um einem Familienmitglied beizustehen und die Erde vor den dunklen Machenschaften zu beschützen.
Das zweite Abenteuer bringt Spawn einen neuen und sehr gefährlichen Gegner. Zumindest in den Augen der Kirche. Denn sein neuester Kontrahent wird mit dem letzten unbefleckten Stück vom Kleid des Heilands ausgestattet, der auch Spawns Symbionten darstellt. Doch nicht nur die Kirche ist involviert, denn auch die Polizei und sogar Spawns Freund und Mentor Cogliostro haben ihre Finger im Spiel …

Spawn und die mysteriöse Dame.

Spawn und die mysteriöse Dame.

Mit Spawn: Architekten der Angst legte Panini im September 2011 eine wirklich außergewöhnliche Zusammenstellung von zwei noch außergewöhnlicheren Graphic Novels vor. In beiden Fällen dreht sich Spawns kleine Welt, rund um seine Alley, um mysteriöse und göttliche Kriege in denen die Erde und deren Bewohner involviert sind. Und in beiden Fällen ist Aleksi Briclot der Zeichner. Dennoch sind sowohl „Architekten der Angst“ als auch „Das Gewand“, vollkommen verschieden. Zumindest grafisch. Denn während „Das Gewand“ noch in traditionellem Comicstil mit leicht frankobelgischem Einschlag überzeugt, ist „Architekten der Angst“ eine Aneinanderreihung von Gemälden. Das ist nicht schlecht, doch wie so oft bei solch detaillierten Zeichnungen geht ein wenig die Dynamik verloren und die Bilder wirken des öfteren statisch.

In der Hölle...

In der Hölle…

Storytechnisch erinnert die Handlung ein wenig an die letzten Werke von Paul Jenkins. Speziell „Universe“ wäre hier ein passendes Beispiel. Der mystisch und esoterische Touch legt sich wie ein Schleier über den gesamten Band und es ist schon verständlich, weshalb Panini diese beiden Ausgaben zusammen veröffentlicht hat. Denn nicht nur der Zeichner ist in beiden Ausgaben identisch. Mit Arthur Clare war ebenfalls an den Geschichten ein und derselbe Autor beteiligt, wenngleich er in beiden Fällen jeweils Unterstützung bekam. Für „Die Architekten der Angst“ stand ihm niemand Geringeres als Todd McFarlane zur Seite und bei „Das Gewand“ griff im Alex Nikolavitch unter die Arme.

Obacht!

Obacht!

FAZIT:

Grafisch sind beide Geschichten eine wahre Augenweide, können aber storytechnisch leider nicht so wirklich überzeugen. So richtig Spannung kommt leider bei beiden nicht auf. Dies kann auch die wirklich opulente Art Gallery mit vielen Gemälden, Sketchen und Figurenentwürfen nicht retten. Die wirklich wunderschönen Zeichnungen kaschieren hier leider nur eine sehr dürftige Story und es wirkt fast so, als würde diese nur als Gerüst oder Rechtfertigung für eine Ansammlung an Pin-ups dienen. Doch ob man hierfür wirklich 15 Euro ausgeben will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Nicht gerade zimperlich.

Nicht gerade zimperlich.

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Bongo Classics #3 [Panini, 2010-2012]

Nach etwas längere Pause gibt es mal wieder eine Bongo Classics Review. Diesmal ganz im Zeichen des nahenden Winters.

Simpsons Winter Wirbel #3 [Panini, Januar 2010]

Zuerst erleben wir was passiert wenn ein Prediger übereifrig am Weihnachstfest und seiner wahren Bedeutung zweifelt. Gerade der überfromme Flanders verbannt somit alle kommerziellen Anwandlungen des Festes aus seinem Haus und bestraft somit auch ungewollt seine beiden Kinder. Aber zum Glück sind ja Lisa und Bart da, um dem voreiligen Nachbar eine Lektion zu erteilen…
Danach zeigt Bart einmal mehr wie viel Böses in ihm steckt, als er nicht nur Homer eine Woche lang quält. Das ganze geht so lange bis Homer sprichwörtlich die „Schnauze“ voll hat und seinen Sohn zu einer Besserungsmaßnahme von Chief Wiggum anmeldet. Aber Bart wäre nicht der Tunichtgut der er nunmal ist, wenn er selbst daraus seinen Nutzen ziehen würde…
Als nächstes versucht sich Krusty daran ein erfolgreiches Maskottchen für Chanukka zu erfinden. Doch seine Ideen stoßen dabei nicht gerade auf Gegenliebe. Deshalb sollen Bart, Lisa, Milhouse, Nelson und Ralph dabei helfen und produzieren einen ganzen Haufen Mist dabei. Doch Krusty bekommt unerwartete Hilfe von Kang und Kodos…
Zuletzt versucht Homer nach dem opulenten Weihnachtsmahl auf möglichst einfche Weise Gewicht zu verlieren. Dabei greift er auf die selben Mittel wie Bären zurück, indem er einfach Winterschlaf halten will. Dank eines neuen Wundermittels von Professor Frink fällt Homer auch in einen 3-monatigen Schlaf in dem er aber dennoch einiges erlebt, und gewichtsreduzierend ist vieles dabei nicht wirklich…

FAZIT:

Typisch weihnachtlich und weniger winterlich fällt diese Geschichtensammlung aus. Für einen Winter Wirbel sind es einfach zu wenig winterliche Geschichten. Bei 3 Weihnachtsstorys und einer welche zu jeder Jahreszeit spielen könnte will einfach kein Winterfeeling aufkommen. Auch wenn die Geschichten durchaus gelungen und unterhaltsam sind und sogar Comicgrößen wie Scott Shaw und Paul Dini ihren Beitrag dazu leisten wären ein paar wirkliche Wintergeschichten wünschenswerter gewesen. So bleibt am Schluss ein kurzweiliges Weihnachstheftchen das ein wenig weihnachtlichen Humor verbreitet.

Simpsons Winter Wirbel #4 [Panini, Januar 2011]

4 winterliche Geschichten:
In der ersten Geschichte versuchen sich die Simpsons wegen einer typischen Lisa-Idee als Stromsparer. Sie verzichten auf alles was mit Strom direkt oder indirekt zu tun hat. Keine Heizung, kein Fernsehen, kein Licht, kein fliessend Wasser. Auch sonst wollen sie möglichst ökologisch leben und verzichten daher auch auf das Auto. Schnell fällt dies auch den anderen Bewohnern von Springfield auf, und um Mr. Burns eins auszuwischen machen alle mit…
Dann gibt es eine kurze Itchy und Scratchy Episode in der Maus Itchy Kater Scratchy aus einem Flugzeug auf einen schneeverhangenen Gipfel schmeisst auf dem auch der Yeti sein Zuhause hat. Oder ist es eine Yeti…?
Als nächstes muss Krusty auf seine neuesten Spielzeuglizenzprodukte verzichten, da diese mit höchst giftigen Materialien hergestellt wurden. Und so wird die gesamte Produktion von der Umweltbehörde konfisziert und unter einer Betondecke versteckt. Doch Weihnachten rückt näher und die Betondecke bekommt einen Riss durch die auch durch Strahlung stark erhitzen Spielsachen. Als dann auch noch der Schnee schmilzt und auf die neuen Krusty Super-Hydro-Action-Figuren trifft ist Chaos vorprogrammiert…
Danach wird die kuriose und lustige Reise des Mr. Schneepflug Komatsu-Motors Pfluges erzählt. Nach Homers kurzem Intermezzo landet er beim Comictypen, dann bei Krusty, als nächstes bei Reverend Lovejoy wo er wiederum von Snake gestohlen wird um die die Sammlung von Willy integriert zu werden und so weiter und so fort…
Zum Schluss gibt es eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte mit lustige Reimen von Homer J. Simpson zur Simpsons-Weihnacht…

FAZIT:

Ja klar. Es ist nicht die richtige Zeit für Wintergeschichten. Dennoch habe ich auch keine Lust dieses durchaus unterhaltsame Heftchen bis zum nächsten Winter liegenzulassen. Und was kann es besseres geben als bei den steigenden Temperaturen ein wenig Abkühlung in Wintergeschichten zu suchen.
Insgesamt sind die 5 abwechslungsreichen Geschichten sehr gelungen und humorvoll. Wie immer ist alles vollgespickt mit Anspielung auf die Gesellschaft, bekannte und weniger bekannte Personen, Trends, Kommerzgüter und Weltgeschichte. Auch Flops wie Disneys Schatzplanet werden dabei humorvoll auf die Schippe genommen.
Kurzum. Gelungene und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch die Spaß macht und durch die vielen Anspielungen und deren Erläuterungen durch die Simpsons-Redaktion (die einfach mal erwähnt werden sollten) sogar noch ein wenig zum „manchmal unnützen“ Weltwissen beiträgt.

Simpsons Winter Wirbel #5 [Panini, Januar 2012]

Zuerst erlebt man wie schnell eine Grippe von eine ganzen Stadt eingenommen werden kann, wenn man sich denn nicht an die ganz eifnachen Regeln der Sicherheit und dem Schutz vor Ansteckung hält und sich nicht regelmäßig die Hände wäscht…
Danach stellt Burnes der Stadt den Strom ab, was zur Folge hat das Springfield friert und dann rebelliert. Doch Homer kann die Situation wieder einmal retten…
Als nächstes entdeckt Moe bei einem abgestürzten Flugzeug die perfekte Burgersoße und somit steht dem Erfolg seiner Bar nichts mehr im Weg. Doch die leckere Zutat gehört Krusty und der ist nicht bereit sie zu teilen…
Dann gewinnt Homer eine Reise nach Colorado in das Skigebiet Duffspring. Doch eigentlich will er da lieber mit seinen Freunden als seiner Familie hin, aber die Wahl wird ihm abgenommen…
Zu guter letzt schafft sich die Springfielder Grundschule einen neuen Schulbus für die Wintersaison an. Mit Schneeketten, Pflug und allem was dazugehört um jederzeit einsatzbereit zu sein und die Kinder in die Schule zu bringen. Aber Bart ist von diesem Gefährt alles andere als begeistert…

FAZIT:

Eine typische Sammlung an Simpsons-Winter-Geschichten. Ganz unterhaltsam, aber insgesamt nichts wirklich besonderes. Auch zeichnerisch wird eher Durchschnittskost geboten. Nichts aussergewöhnliches, kein eigener Stil, alles eher 08/15. Als Unterhaltung für zwischendurch und zum Aufmuntern ist es dennoch genau das richtige.

Shame Itself – Mach dich Nackig! [Panini, Juni 2012]

Mit der heutigen Review endet mein kleiner Fear Itself Marathon. Und weil es bei dem Event nicht so viel zu lachen gab, beschließe ich das Ganze mit dem kleinen Messespecial Shame Itself, welches auf 777 Exemplare limitiert ist.

Shame Itself – Mach dich Nackig!

Fear Itself ist vorbei.
Traurig, traurig.
Viele Tote, darunter ein paar Helden und sehr viel Zerstörung.
Aber wieso greifen die Schurken immer einzeln an, und weshalb sind sie sich dabei noch nie in die Quere gekommen? Und warum muss immer alles so bierernst sein?
Muss es ja nicht!
Das es auch anders geht zeigt der One-Shot Shame Itself, in dem sich Marvel gnadenlos selbst parodiert und dabei auch nicht vor den Ereignissen aus Fear Itself zurückschreckt. Hierbei wird neben der bereits oben angesprochenen Problematik auch anderes mit einem zwinkernden Auge betrachtet. Sehr unterhaltsam und dennoch mit einem Fünkchen Wahrheit.

Wolverine hat erkannt was Thor für eine Schwäche hat.

Hinter dem gelungenen und sehr humorvollen Cover von Skottie Young befindet sich eine Sammlung an irrwitzigen Geschichten, die zusammen mit den beiden US-Komikern Wyatt Cenac und Elliott Kalan, bekannt aus der US-Late-Night-Satire The Daily Show, und vielen anderen Künstlern entstanden. Besonderes Augenmerk legen die beiden hierbei auch auf die Verballhornung früherer Abenteuer, und wie diese aus ihrer Sicht hätten ablaufen können. Sei es die 20-Jahr-Feier von Reeds und Bens Uni-Abschluss in dem einmal nicht Reed der Nabel der Welt ist, die Beziehung zwischen Liz Allen und Flash Tompson während der Schulzeit oder Marvelosen Ratschlägen von verschiedenen Helden auf Leserfragen. Zwischendurch wird dies immer wieder aufgelockert mit kleinen Wy-If-Geschichten (die in Ahnlehnung an die klassischen What-Ifs sich mit Übertreibungen statt Alternativen beschäftigen), wie der Hunan Thorch (wo Schreibfehler in Comics ganz groß hervorgehoben werden), den Nachtjobs neben der Nachtschwester, den Seniorenrächern oder Nebenwirkungen von Mutantenkräften sowie den väterlichen Fähigkeiten von Iron Man. Cenac und Kalan ist kein Fettnäpfchen zu groß und kein Witz zu platt um ihn hier zu präsentieren.

Die verschiedenen Berufe, neben der Nachtschwester.

Und das machen alle Beteiligten einfach wunderbar. Das ganze Heft ist gespickt mit Seitenhieben, visuellen Gags und teilweise ziemlich direkten Pointen. Dabei geht es auch gerne einmal unter die Gürtellinie, ohne dabei zu sehr abzudriften. Selbst der Aufbauplan wie ein großes Event funktioniert ist eine Ansammlung an typischen Merkmalen eines solchen Großevents die gnadenlos durch den Kakao gezogen werden. Grafisch sind in dieser Ausgabe neben Clayton Henry und Karl Kesel auch weniger bekannte Namen vertreten, die aber dennoch auf ganzer Linie überzeugen können. So schafft es Colleen Coover die Wy-Ifs von Cenac und Kalan sehr gelungen umzusetzen und auch Dean Haspiel und Jacob Chabot leisten sehr gute Arbeit. Alle beteiligten Zeichner hier aufzulisten würde den Rahmen dieser Review sprengen. Aber eine Künstlerin muss dennoch erwähnt werden. Es geht um Stephanie Buscema, die Enkeltochter von John Buscema, einem der Comicurgesteine der amerikanischen Superheldencomics. Diese eifert nämlich fleißig ihren Großvater nach und hat mit ihrem ungewöhnlichen, aber markanten Stil schon einige Storys umsetzen dürfen.

Familie Buscema wird auch weiterhin in der Comicbranche vertreten bleiben.

FAZIT:

Shame Itself ist, was es ist. Es ist lustig, manchmal schamlos, aber immer ehrlich sich selbst gegenüber. Shame Itself will unterhalten, und das schafft der Band auf der vollen Länge. Auch wenn die Ausgabe, abgesehen vom Namen und der einen Geschichte, mit dem Event Fear Itself nicht viel zu tun hat, so ist es dennoch der krönende Abschluss für mich gewesen. Deshalb denke und hoffe ich auch, dass ich euch mit diesem kleinen Schmankerl, das Ende der Fear Itself Reviewserie ein wenig versüßen konnte. Seit dem 30. September habe ich euch alle 2 Tage einen kleinen Reviewmarathon geliefert mit allen Ausgaben, die ich persönlich zu diesem Event besitze. Ich hoffe, dass es Euch genauso viel Spaß gemacht hat, wie mir und das Ihr auch weiterhin dem Comic Hive treu bleibt.

Wem außer mir kommt dieses Logo auf dem Paket noch bekannt vor?

Gerne könnt Ihr noch mit mir, über dieses Event, seine Folgen und die Macher diskutieren.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Marvel & Subs. / Panini

Halloween Special Review (3): Crossed #1 [Panini, September 2012]

Die letzte Halloween Special Review für heute ist Garth Ennis Version von The Walking Dead. Doch kann man diese beiden Werke überhaupt miteinander vergleichen?

Crossed #1

Die Gesellschaft ist am Arsch. Ganz gehörig sogar. Und alles beginnt in einem kleinen Diner mitten in Amerika. Ist dies der Ausgangspunkt? Keine Ahnung. Wo hat es denn dann begonnen? Woher soll ich das wissen!

Ein „Infizierter“…

So oder so ähnlich müssen sich die Protagonisten in Garth Ennis neuestem „Meisterwerk“ wohlfühlen, als ihnen das Schicksal direkt vor die Füße kotzt. Von jetzt an heißt es nur noch überleben. Die Menschheit, oder das, was von ihr übrig ist, hat sich verändert. Alle, die „infiziert“ wurden, tragen nun ein Kreuz im Gesicht und verhalten sich, als würden sämtliche Dämme der Vernunft brechen. Doch was ist die Ursache für diese „Mutation“, wie verbreitet sie sich und was kann man gegen diese „Monster“ tun? Diese Frage stellt sich auch eine kleine Gruppe Überlebender aus eben jenem Diner, rund um die alleinerziehende Mutter Cindy, ihren Sohn und die Dinergäste Thomas, Kelly und Stan. Schnell wächst du Gruppe, aber so schnell wie sie wächst, dezimiert sie sich auch wieder. Doch wo sollen sie hin, und was wird sie auf dem Weg dahin erwarten?

Ist wirklich der Weg das Ziel?

Was will Garth Ennis‘ Crossed sein? Eine härtere Version von The Walking Dead? Ein eigenständiges Hardcore-Splatter-Gore-Drama? Oder ist es eine Therapie für Ennis und seine zweifelhaften Fantasien? Das ist schwer zu sagen, denn was dem Leser hier präsentiert wird, ist schon „ziemlich kranke Scheiße“, um es mal klar auszudrücken. Ennis legt eine Geschichte vor, die vor kranken Ideen nur so überquillt. Da ist es kein Wunder, das Panini bisher gezögert hat, den Band in Deutschland zu veröffentlichen. Dass dies aber nun nicht nur auf Deutsch erscheint, sondern auch noch uncut kommt, überrascht mich persönlich schon. Ja, der Band wird nur eingeschweißt verkauft und auch auf das empfohlene Alter von mindestens 18 Jahren wird hingewiesen, aber eine gewisse Indizierungsgefahr besteht dennoch.

Alles Gute kommt von oben…
… oder auch nicht.

Schuld daran sind neben den Ideen aus Ennis Kopf natürlich auch die fabelhaften und sehr expliziten Bilder von Jacen Burrows. Beide hatten bereits an den Chroniken von Wormwood zusammengearbeitet, und auch diesmal schaffen sie eine eigenständige und faszinierende Welt. Burrows minimalistischer Strich wird hierbei durch die kongeniale Koloration von Greg Waller und Juanmar unterstützt. Zwar sind diese an manchen Stellen zu steril und computertechnisch perfekt, um „echt“ zu sein, aber im Großen und Ganzen ergänzen sich die Bleistift- und Tuschezeichnungen und die Koloration hier perfekt. Manchmal sind zwar auch mir hartgesottenen Horror und Splatter-Fan die dargestellten Szenen zu heftig, aber wenn man diese auf die 260 Seiten hochrechnet, halten sie sich in Maßen, und wer jetzt denkt, hier seine Geilheit befriedigen zu können, den muss ich enttäuschen. Denn viele Bilder sind zwar schon sehr explizit, aber dennoch werden die meisten Szenen gekonnt verdeckt und das „Schlimmste“ spielt sich im Kopf des Lesers ab, wenn er es denn zulässt.

FAZIT:

Crossed ist storytechnisch kein Meisterwerk. Meiner Meinung nach hat Ennis seinen Zenit bereits überschritten, und wenn er auffallen möchte, dann tut er es auf eben jene Art, wie sie hier bei Crossed angewandt wird. Dennoch muss ich gestehen, dass ich extrem fasziniert bin, gerade weil es immer wieder kleine psychische Kniffe in der Handlung gibt, die von den Gewaltfantasien ablenken und die Psyche der Protagonisten offen legen. Und genau diese Art der Unterhaltung ist es, die mich wieder neugierig stimmt. Es ist fast schon so, als wolle man unterbewusst ein Psychodrama präsentieren, aber mit dem Wissen, dass sich dies ohne die Gewalt und die Sexpraktiken nicht verkaufen würde.
Wenn man sich den Band unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, dann steckt doch wesentlich mehr hinter Crossed, als es augenscheinlich auf den ersten Eindruck wirkt. Ennis spielt hier wohl ganz bewusst mit den Erwartungen der Leser und erfüllt diese auch größtenteils, ohne dabei sein eigentliches Ziel aus den Augen zu verlieren. Den Menschen und seine Überlebensinstinkte offenzulegen.

Mahlzeit …

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Fear Itself Sonderband #4: Epilog [Panini, Juni 2012]

Der letzte Band zum großen Event der Angst. Zwar wird es übermorgen nochmal ein kleines Abschlußspecial geben, aber dennoch bildet diese Ausgabe das eigentliche Ende von Fear Itself.

Fear Itself Sonderband #4: Epilog

Die Angst ist vorübergezogen und der Wiederaufbau beginnt. Doch nicht für alle ist es möglich, ein normales Leben weiterzuführen. Steve Rogers trauert noch immer um seinen verstorbenen Partner und Freund, Bucky Barnes. Doch als kurz vor der Beisetzung seines ehemaligen Sidekicks Besuch von Nick Fury erhält, und dieser neben Natasha Romanov, der Black Widow, jemanden im Schlepptau hat, rastet Steve aus …
Nicht ausrasten, dafür aber aus seiner gewohnten Haut muss dagegen Thor schlüpfen, oder besser gesagt Tanardus, der neue Gott des Donners, der aus der rituellen Verbrennung von Thors sterblicher Hülle hervorgeht. Aber auch Thor ist nicht so tot, wie es den Anschein zu haben scheint …
Mit viel tragischeren Entwicklungen hat derweil Tony Stark zu kämpfen. Dieser besucht den Grey Gargoyle der in einer Stasisblase gefangen ist. Tony versucht die Ereignisse in Paris zu rekonstruieren, um die dort versteinerten Menschen wieder zu befreien. Dafür stellt sich Tony sogar erneut Odin entgegen …

Steve gegen seinen ehemaligen Freund Nick Fury.

Während Fear Itself 7.1: Captain America noch mit seinen düsteren und emotionalen Bildern und einer wirklich fesselnden Geschichte, sowie dramatischen Momenten punkten kann, wirkt die 7.2-Thor-Story irgendwie konfus. So wird viel zu oft zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen hin und hergesprungen. Dies kommt dem Lesefluss in meinen Augen überhaupt nicht zugute, obwohl die Handlung an sich durchaus mit einigen Infos und Momenten aufwarten kann. Aber das zu unorganisierte Hin und Herspringen bremst den Lesefluss dann doch zu massiv aus. Dafür können wenigstens die Zeichnungen von Adam Kubert auf voller Länge überzeugen.
Auch das 7.3 von Iron Man hat fast ausschließlich Stärken vorzuweisen. Grandiose Zeichnungen von Salvador Larroca und eine fesselnde und hochemotionale Geschichte, die Tony mal ein wenig anders und auch ziemlich hilflos zeigt, ohne das auf eine seiner Schwächen eingegangen wird.

Dramatische Ereignisse in Paris.

Weniger überzeugen, zumindest in seiner Gesamtheit, kann das abschließende Marvel Point One, welches in diesem Band enthalten ist. Die einzelnen Ausblicke hingegen haben schon ein paar Highlights zu bieten. Leider wird das Ganze in einer etwas ungewöhnlichen Rahmenhandlung mit dem Beobachter, Uatu, präsentiert, der Besuch von zwei Unbekannten erhält, welche sich auch sogleich auf einige der zukünftigen Ereignisse stürzen.
Dabei werden kurze Storyfetzen präsentiert, in denen der aktuelle Nova sich einer nicht so einfachen Situation gegenübersieht. Auch X-Terminated zeigen, was in ihrer Zukunft so alles nicht richtig rund läuft, wenngleich ihre Methoden alles andere als ein Vorbild sind. Aber da wären auch noch Coldmoon und Dragonfire. Zwei Kinder die isoliert und getrennt voneinander aufwuchsen, aber immer irgendwie gespürt haben, dass ihnen ein Gegenpart fehlt. Noch schwieriger haben es aber Doctor Strange, der in den Geist eines seltsamen Mannes eindringt und dabei Erfahrungen macht, die selbst seinen Horizont überschreiten, sowie die zukünftigen Hawkeye und Spider-Man in einem Szenario das der Hölle auf Erden gleichkommt.

Eindringlinge im Heiligtum des Beobachters.

Wie man sich nun vielleicht denken kann, sind diese „Abschnitte“ von unterschiedlicher erzählerischer und visueller Qualität. Positiv ist aber vor allem, das keiner der jeweiligen Ausblicke die Rahmenhandlung unterbietet. Die Geschichte um das Eindringen in das Heiligtum des Beobachters ist eben auch genau nur das. Sie soll die einzelnen Storybögen sinnvoll (mehr oder weniger) miteinander verknüpfen. Meines Erachtens nach ist es aber nur unnötiger Ballast, und die Geschichten würden auch ohne dieses „Feature“ problemlos funktionieren. Oder man präsentiert wenigstens eine gut durchdachte und umgesetzte Story, um diese Vorschaugeschichten darin einzubetten.

FAZIT:

So wenig wie der letzte Band der Hauptserie ein Abschluss war, so wenig ist dieser Band ein Ersatz dafür. Zwar wird hier für viele zukünftige Ereignisse der Grundstein gelegt, aber es fühlt sich noch immer nicht so wirklich rund an. Aber, und das muss ich neidlos anerkennen, dieses Runde und in sich abgeschlossene Ende vermisse ich nach diesem Band auch nicht mehr wirklich. Denn hier wirkt es nun so, als würde es nahtlos weitergehen. Das Event steht nicht für sich alleine, sondern wirkt unterbewusst weiter. Das gefällt mir persönlich sehr gut, auch wenn ich nicht alle Serien weiterverfolgen kann. Immerhin ist es diesmal gelungen, dass zumindest bei mir das Interesse an einigen Handlungssträngen wachgehalten wird.

Alles was beginnt muss auch irgendwan enden.

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