Spawn: Architekten der Angst [Panini, September 2011]

Heute gibt es nach etwas längerer Zeit mal wieder ein wenig aus dem Spawn Universum. Mit diesem Band sammelt Panini zwei Graphic Novels, doch wie sind sie geworden?

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/bde87c8c6c2b7270234f57c2e88e5736_norm.jpgSpawn: Architekten der Angst

Zwei Graphic Novels der etwas anderen Art, hat Panini in diesem Band versammelt.
In der ersten Geschichte, welche auch namensgebend für die Ausgabe war, trifft Spawn auf eine junge Dame, die weitaus mehr im Schilde führt, als es auf den ersten Blick, den Anschein hat. Und auch Spawn, bzw. Al Simmons kleiner Bruder Marc Simmons, werden in dieses Abenteuer verwickelt, so das Spawn einmal mehr seine Konventionen über Bord werfen muss, um einem Familienmitglied beizustehen und die Erde vor den dunklen Machenschaften zu beschützen.
Das zweite Abenteuer bringt Spawn einen neuen und sehr gefährlichen Gegner. Zumindest in den Augen der Kirche. Denn sein neuester Kontrahent wird mit dem letzten unbefleckten Stück vom Kleid des Heilands ausgestattet, der auch Spawns Symbionten darstellt. Doch nicht nur die Kirche ist involviert, denn auch die Polizei und sogar Spawns Freund und Mentor Cogliostro haben ihre Finger im Spiel …

Spawn und die mysteriöse Dame.

Spawn und die mysteriöse Dame.

Mit Spawn: Architekten der Angst legte Panini im September 2011 eine wirklich außergewöhnliche Zusammenstellung von zwei noch außergewöhnlicheren Graphic Novels vor. In beiden Fällen dreht sich Spawns kleine Welt, rund um seine Alley, um mysteriöse und göttliche Kriege in denen die Erde und deren Bewohner involviert sind. Und in beiden Fällen ist Aleksi Briclot der Zeichner. Dennoch sind sowohl „Architekten der Angst“ als auch „Das Gewand“, vollkommen verschieden. Zumindest grafisch. Denn während „Das Gewand“ noch in traditionellem Comicstil mit leicht frankobelgischem Einschlag überzeugt, ist „Architekten der Angst“ eine Aneinanderreihung von Gemälden. Das ist nicht schlecht, doch wie so oft bei solch detaillierten Zeichnungen geht ein wenig die Dynamik verloren und die Bilder wirken des öfteren statisch.

In der Hölle...

In der Hölle…

Storytechnisch erinnert die Handlung ein wenig an die letzten Werke von Paul Jenkins. Speziell „Universe“ wäre hier ein passendes Beispiel. Der mystisch und esoterische Touch legt sich wie ein Schleier über den gesamten Band und es ist schon verständlich, weshalb Panini diese beiden Ausgaben zusammen veröffentlicht hat. Denn nicht nur der Zeichner ist in beiden Ausgaben identisch. Mit Arthur Clare war ebenfalls an den Geschichten ein und derselbe Autor beteiligt, wenngleich er in beiden Fällen jeweils Unterstützung bekam. Für „Die Architekten der Angst“ stand ihm niemand Geringeres als Todd McFarlane zur Seite und bei „Das Gewand“ griff im Alex Nikolavitch unter die Arme.

Obacht!

Obacht!

FAZIT:

Grafisch sind beide Geschichten eine wahre Augenweide, können aber storytechnisch leider nicht so wirklich überzeugen. So richtig Spannung kommt leider bei beiden nicht auf. Dies kann auch die wirklich opulente Art Gallery mit vielen Gemälden, Sketchen und Figurenentwürfen nicht retten. Die wirklich wunderschönen Zeichnungen kaschieren hier leider nur eine sehr dürftige Story und es wirkt fast so, als würde diese nur als Gerüst oder Rechtfertigung für eine Ansammlung an Pin-ups dienen. Doch ob man hierfür wirklich 15 Euro ausgeben will, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Nicht gerade zimperlich.

Nicht gerade zimperlich.

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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 5) [Nickelodeon]

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Am Sonntag ging es bei Nickelodeon ganz schön Gelb zu und darunter mussten auch die Turtles leiden. Denn der gewohnte Sendeplatz um 10:30 Uhr wurde vom Schwammkopf belagert. Aber die Turtles wären nicht, wer sie sind, wenn sie sich nicht trotzdem gegen einen viereckigen Schwamm zur Wehr setzen könnten, und deshalb kam es am Abend um 19:45 doch noch zur Ausstrahlung der neuesten, fünften, Episode.

In Angriffsstellung.

Wie in der Einleitung zur letzten Review versprochen, werde ich euch heute die Original-Synchronsprecher der Guten in der Serie vorstellen, bevor ich mich dann nächstes Mal den Bösewichtern widmen werde.
Zuerst sind natürlich die vier grünen Helden dran. Der Anführer der Turtles, Leonardo, wird von keinem geringeren als Jason Biggs gesprochen. Biggs dürfte den meisten wohl noch durch seine Rolle als Jim Levenstein aus der sehr erfolgreichen Filmserie American Pie bekannt sein. Hier darf er nun sein Talent in der Rolle einer leitenden Figur beweisen, ein wenig abseits, des sonst für ihn so bekannten Klamauks. Der Nächste in der illsutren Runde der Schildkrötensprecher ist Rob Paulsen der Donatello seine Stimme leiht. Paulsen ist neben seinen kurzen Schauspielauftritten wie z.B. „Mel Brooks‘ Spaceballs“, oder „Warlock – Satans Sohn“, ein alter Haudegen der Synchronsprecherei. So hat er in zahlreichen Videospielen wie „Monkey Island“ (mehrere Teile) oder „DOOM 3“sprechen dürfen und auch schon den Turtles in „Turtles in Time“ eine Stimme verliehen. Zu seinen aktuellsten Projekten gehören, neben den Turtles, noch „Cosmo und Wanda“ sowie die „Green Lantern Animated Series“. Außerdem gehört er zu den Stammsprechern von sehr vielen Disney Projekten. Der dritte Turtle, der eine bekannte Stimme erhalten hat, ist Raphael. Sein Sprecher heißt Sean Astin und wurde unter anderem mit Rollen in „Die Goonies“ wo er eine Hauptrolle spielte, sowie als Hobbit Samweis Gamdschie in der „Herr der Ringe“-Trilogie bekannt. Als letzter grüner Held soll Michelangelos Stimme vorgestellt werden. Für ihn darf Greg Cipes vor das Mikro treten. Cipes ist vorrangig Synchronsprecher und kann nur ein paar kleine Nebenrollen im Schauspielbereich vorweisen. Hierzu zählen unter anderem der erste „Fast & Furious“-Teil und „50 erste Dates“. Im Synchronbereich ist Cipes schon aktiver, ob nun als Iron Fist in der neuen „Ultimate Spider-Man“-Animationsserie oder als Atlas im 2003er „Astro Boy“-Anime.

Cowabunga!

Die letzten beiden Sprecher für diese Woche sind die von Splinter und April O’Neill. Splinter wird von Hoon Lee gesprochen, der durch kleinere Rollen in „Law and Order“ und „White Collar“ auf sich aufmerksam machte. April bekommt ihre Stimme von Mae Whitman verliehen. Am bekanntesten sind hierbei ihre Rollen unter anderem in „Independence Day“ als Patricia Whitmore und als Roxy Richter aus Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt. Auch synchrontechnisch kann sie schon einiges vorweisen, ob als Katara in „Avatar – Herr der Elemente“ oder als Tinker Bell in den gleichnamigen Disneyfilmen, Mae ist wahrlich keine Unbekannte.

Doch nun auf zur Review der fünften Episode der Teenage Mutant Ninja Turtles.

Hoch über den Dächern.

Episode 5: Ich glaub, der Typ heißt Baxter Stockman
(I Think His Name is Baxter Stockman)

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Teenage Mutant Ninja Turtles Vol. 2 “Enemis Old, Enemys New” [IDW, Juli 2012]

Lange ist es her, dass ich euch den ersten Band vorgestellt habe. Doch heute ist es endlich soweit und ihr bekommt die Review zum zweiten US-Band der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Comicserie von IDW …

Teenage Mutant Ninja Turtles Vol. 2
“Enemis Old, Enemys New”

Endlich sind die vier Brüder wieder vereint und schon tauchen ganz neue graue Wolken am Horizont auf. Niemand anderes als ihr alter Feind Big Hob taucht mit neuen Hilfsmitteln auf, die Baxter Stockman entworfen hat. Die fiesen kleinen Viecher hören auf den schönen Namen Minefield Ordnance Unarming System Enhanced Robots oder eben kurz M.O.U.S.E.R. Mit diesen nervigen und gefährlichen Robotern taucht Big Hob im Versteck der vier grünen Panzerninjas auf und stiftet einiges an Unruhe. Doch auch April O’Neill macht neue Bekanntschaft. In diesem Fall mit einem jungen Mann, namens Casey Jones, und lässt sich in Selbstverteidigung unterrichten.
Auch die Turtles haben kurz zuvor etwas Neues erfahren. Denn Splinter offenbart ihnen, dass sie alle 5 sich schon seit viel längerer Zeit kennen. Denn Splinter ist der wiedergeborene Hamato Yoshi und die vier Turtles sind die Reinkarnationen der damals durch seinen Erzfeind ermordeten Söhne. Eine schicksalhafte Fügung hat eben diese fünf Seelen im modernen New York wieder vereint …

Hamato Yoshi im alten Japan.

Immer mehr bekannt wirkende Situationen werden aufgegriffen, so das man das Gefühl nicht loswird, dies schon einmal gelesen zu haben und dennoch bleibt die Serie neu, frisch und eigenständig. Ein wenig verstörend wirkt im ersten Moment die Tatsache, dass die Turtles und Meister Splinter in einem früheren Leben einmal Vater und Söhne gewesen sein sollen. Dennoch muss ich sagen, dass eben genau dies, der Geschichte eine neue Dimension der Tiefe verleiht. In der klassischen Serie wurden die Charaktere einfach so hingeklatscht und niemand hat sich gefragt, wieso und weshalb diese so gehandelt haben. Hier wurde versucht, dem eine neue Basis zu geben.
Für manch einen mag dies zu spirituell, mystisch oder einfach nur fehlplatziert sein, doch für mich persönlich ist es dagegen eine Bereicherung, die noch einiges an Möglichkeiten bietet. Immerhin wurde so wirklich eine Basis geschaffen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der fünf Hauptprotagonisten zu schaffen.

Die Brüder bekommen ihre Farben.

Zeichnerisch bietet auch dieser Band wieder feinste Kost. Noch immer gefällt mir der skizzenhafte und „dirty“ wirkende Zeichenstil sehr gut. Zusammen mit der inzwischen etwas dezenteren Computerkolorierung ergänzen sich die Bilder von Dan Duncan und die Farben von Ronda Pattison einfach nur ideal. Auch die Zwischensequenzen im feudalen Japan von Mateus Santolouco sind mit ihrem sehr filigranen Strich eine willkommene Abwechslung. Einzig seine Gesichter sehen ein wenig seltsam aus. Ob es nun an den etwas verformten Gesichtszügen liegt, oder an den aufgezwungenen Emotionen, kann ich persönlich nur schwer erfassen, aber wenn man von diesem Kritikpunkt absieht, sind die Bilder sehr stimmungsvoll.

Zwei Brüder auf Pizza-Fang.

FAZIT:

Auch wenn der zweite Band von der Gesamtstimmung wesentlich düsterer und ernster daherkommt, als noch der erste Band, so weiß auch Enemys Old, Enemys New wieder auf voller Linie zu überzeugen. Die Basis für folgende Abenteuer wird vertieft und es wird ein gewisses familiäres Gefühl erzeugt. Außerdem werden Weichen gestellt, gerade in Bezug auf die Beziehungen zwischen April, Casey und den Turtles, die noch von Relevanz sein dürften. Des Weiteren sorgt auch das Auftauchen von Kraang für ein angenehmes Bauchkribbeln und schafft eine neue Spannung über die möglicherweise noch kommenden Handlungsbögen. Es ergeben sich Möglichkeiten ohne Ende über die Fortführung der Geschichte und als Leser fragt man sich, was Kevin Eastman und Tom Waltz noch in der Hinterhand haben.

Leo braucht dringend Hilfe.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 IDW Publishing

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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 4) [Nickelodeon]

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Die inzwischen vierte Folge ist am Sonntag über die deutschen Bildschirme geflimmert. Da wollte ich wollte die Chance nutzen, einmal etwas mehr über die Macher und die Hintergründe der Serie mitzuteilen. Deswegen werde ich in dieser und den kommenden Einleitungen immer wieder einiges zu der neuen Serie offenbaren.
Die Rechte an der Marke Teenage Mutant Ninja Turtles erwarb Nickelodeon bereits 2009 von der Mirage Group und 4kids Entertainment. Schnell wurde dann bekannt, dass bereits für 2012 eine neue TV-Serie und für 2013 ein neuer Kinofilm folgen würden. Und es wurde verkündet, dass es kleinere Änderungen geben wird.

ANGRIFF!

Die wohl auffälligsten sind die zwei neuen Waffen für Donatello, der seinen Bō Stab gegen ein Naginata tauschen wird und Michelangelo, der von seinen klassischen Nunchakus zu einem Kusarigama wechselt. Wie, Was, bitte? Nagiirgendwas und Kasarisonstwas werden sich jetzt sicher einige fragen. Daher versuche ich mal, das ein wenig zu erläutern.
Der bekannte Bō Stab ist ein langer Holzstab, der als Schlag und Stangenwaffe eingesetzt wird. In der Mitte ist er meist mit einem Stoff umwickelt, damit der Kämpfer ihn besser handhaben kann. Das nun neue Naginata ist ein Langschwert. An einem langen Stab sitzt eine Klinge. Mit dieser Waffe sind also weitaus schwerwiegendere Verletzungen möglich, als nur mit einem Bō Stab. Vielleicht ist eben auch dies der Grund, warum man sich letztendlich entschied, dass Donatello nicht nur mit dem Naginata in der Serie auftreten wird.
Ähnlich verhält es sich mit Michelangelo. Der Nunchaku besteht aus zwei Kampfstöcken (wahlweise aus Holz, Metall oder Hartgummi) welche mittels einer Kette miteinander verbunden sind. Die auch als Würgehölzer bekannte Waffe ist vorrangig eine Schlagwaffe. Mikeys neues Kusarigama hingegen kommt neben den langen Holzgriff und der Kette, noch mit einer Sichel daher, und wird so nicht nur als Schlag und Schnittwaffe, sondern oftmals auch als eine Art Enterhaken eingesetzt. Die Klinge kann 15 bis 20 cm lang sein. Auch hier entschied man sich schlussendlich dazu, dass Michelangelo mit beiden Waffentypen in der Serie zu sehen sein wird, statt diese komplett auszutauschen.

Gefahr im Verzug.

Soviel zu den heutigen Backgroundinfos. Das nächste Mal sind dann die US-Sprecher an der Reihe. Und nun die Review zur vierten Episode.

Episode 4: Neue Freunde, Alte Feinde
(New Friend, Old Enemy)

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Der Selbstmörderclub [Splitter, August 2012]

Auch heute möchte ich euch mit einer besonderen Review begeistern, und ich bedanke mich beim Splitter Verlag, für die Bereitstellung dieses Rezensions Exemplares.

Der Selbstmörderclub

Edelmänner sind Ehrenmänner. So denkt man das jedenfalls landläufig. Doch als ein junger Prinz, namens Florizel, aus Langeweile einen seltsamen und sehr elitären Club aufsucht, ist es vorbei mit der Ehre. Zumindest dem Club gegenüber verhält er sich alles andere als ehrenhaft. Denn dieser Club ist der Treffpunkt von Menschen, welche des Lebens überdrüssig sind, denen aber der Mut fehlt, es selber zu beenden.
Also treffen sie sich hier bei einem mysteriösen Kartenspiel, bei dem zum Einen das Opfer und zum Anderen der Henker ermittelt wird. Am Abend darauf erscheint dann ein Edelmann weniger im Club. Prinz Florizel will, trotz ehrenhafter Zusage, diesem Treiben nicht tatenlos zusehen und „sprengt“ den Club. Doch er ahnt nicht, was für eine Tragödie er damit in Gang gesetzt hat …

Das Schicksal schlägt zu.

Was passiert, wenn sich zwei Künstler wie Clément Baloup und Eddy Vaccaro einem Roman von Robert Louis Stevenson annehmen, zeigt dieser Band eindrucksvoll. Zwar wurde das Vorbild nur sehr frei adaptiert, aber der Vater dieser Geschichte ist noch immer unverkennbar. Dennoch schafft es Baloup, einen ganz eigenen Stil einfließen zu lassen. Sein Erzählstil ist ein wenig lockerer und direkter, als der von Stevenson, und dennoch verändert sich dadurch das Grundgefühl der Story kein bisschen. Die Geschichte rund um den Prinzen und seine selbst gewählte Tragödie ist spannend erzählt und kann auch mit ein paar gekonnten Überraschungen punkten.

Wem kann man noch vertrauen?

Die Zeichnungen sind hierbei so ein Ding für sich. Gleich eines vorweg, schlecht sind sie nicht. Doch man muss den manchmal etwas eigenwilligen Stil auch mögen. Die Bilder sind stark skizzenhaft und fallen schon durch die Tatsache, dass sie keine festen Panelränder besitzen ins Auge. Hinzu kommt noch eine sehr außergewöhnliche Farbgebung, die sich einzig und alleine auf verschiedene Nuancen von ein- und derselben Farbe konzentrieren. Kaum ein Panel weißt mehrere Farben gleichzeitig auf. Oftmals werden sogar ganze Szenen in ein und demselben Farbton präsentiert, immer nur in verschiedenen Helligkeits- und Intensitätsstufen.

Was wird die Beiden erwarten?

FAZIT:

Der Selbstmörderclub ist außergewöhnlich und faszinierend zugleich. Auch wenn die Geschichte mitsamt ihren Zeichnungen anfangs verstörend wirken mag, so stellt sich doch sehr schnell eine Art Abhängigkeit ein. Man muss einfach wissen, wie es weitergeht, und ertappt sich immer wieder dabei, wie man die Bilder nach Details absucht, die einem so nicht gleich auffallen. Und davon gibt es reichlich in den aquarellfarbenverwöhnten Gemälden.

London in seiner ganzen Pracht.

Baloup und Vaccaro liefern ein überzeugendes und fesselndes Gesamtwerk ab, welches von Anfang bis Ende überzeugen kann. Was mir persönlich jedoch gefehlt hat, wären ein paar kurze Erläuterungen und Infos zu den beiden Künstlern. Jeweils ein Profilfoto und eine Auflistung der bisherigen Werke ist mir persönlich zu wenig. Da wäre durchaus mehr drin gewesen.

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Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 3) [Nickelodeon]

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Nachdem bereits letzte Woche die Turtles mit den ersten beiden Episoden in Doppelfolge einen sehr sehenswerten Start hingelegt haben, schob Nick am letzten Sonntag die dritte Folge der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles-Serie nach.

Mikey und Raph in trauter Zweisamkeit.

Wie entwickeln sich die Figuren, welche neuen Gegner gibt es und wie wird Shredder auf seine neuen Widersacher reagieren, nachdem er am Ende der letzten Episode, von deren Existenz erfahren hat? Und das wohl Wichtigste! Ist diese Episode wieder geschnitten?
 Nicht alle, aber ein paar dieser Fragen beantwortet Euch die Review der dritten Episode auf der nächsten Seite.

Episode 3: Ein Turtle in Rage
(Turtle Temper)

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Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 1)

Am 1. April diesen Jahres war es endlich soweit. Auf dem amerikanischen Sender Disney XD ging die neueste Zeichentrickversion von Spider-Man online. Und der Name sollte Programm sein. Ultimate Spider-Man hieß es, und anders als es zuerst wirkt, ist nicht der ultimative Spider-Man aus den Comics das Vorbild der Serie, sondern der klassische Peter Parker, der nun angesiedelt im neu geschaffenen Marvel Movie Universe ultimativ werden soll. Zusammen mit einem schwarzen Nick Fury, Agent Phil Coulson und vielen anderen bereits etablierten Charakteren, soll Spider-Man wenigstens animiert in dieses Universum integriert werden.

Die Wand der Schande…

Doch warum dann nicht auch als Realfilm?

Die Antwort ist einfach. Als es Marvel um die Jahrtausendwende finanziell nicht so gut ging, wurden einige der Hauseigenen Figuren, zumindest die Filmrechte daran, sozusagen außer Haus verkauft. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Eine Spider-Man Trilogie, vier X-Men Filme, ein Hulk, die Blade Trilogie, Daredevil, Elektra, zwei Fantastic Four Filme und der Punisher waren das Ergebnis. Während nun einige dieser Figuren nun wieder zu Marvel zurückkehren, darf Spidey noch nicht wieder heim. Der Grund ist eine Regelung. Wenn mit einem Charakter über eine gewisse Zeit kein Film gemacht wird, fallen die Filmrechte daran an den ursprünglichen Rechteinhaber zurück. Dies betrifft aktuell Daredevil, aber nach dem doch nicht so unerfolgreichen Amazing Spider-Man wird wohl der Netzschwinger nicht im Marvel Movie Universe auftauchen. Zumindest nicht ohne Zustimmung von Sony.

Spidey schwingt durch die Stadt.

Und hier kommt die Animationsserie ins Spiel. Denn innerhalb dieser darf Spider-Man sehr wohl eingegliedert werden. Warum ich Euch das alles mitteile?
Ganz einfach.
Um Euch heiß auf die kommenden Reviews der ersten beiden Episoden zu machen. Also, nix wie los!

Episode 1: Das Angebot (Great Power)

Spider-Man muss sich wohl oder Übel seiner Verantwortung stellen. Er muss den Trapster dingfest machen. Und irgendwie schafft er das auch. Immerhin ist dies nicht sein erstes Aufeinandertreffen und nach einem Jahr mit Spinnenkräften geht es auch erfolgreich für ihn aus.
Doch Nick Fury ist alles andere als begeistert, denn Spidey hat einen ganzen Haufen Kollateralschäden verursacht. Also schlägt er dem ungestümen und jungen Helden vor, sich von S.H.I.E.LD. ausbilden zu lassen. Als kleine Entscheidungshilfe gibt es auch gleich ein Technikgadget in Form einer neuen Netzdüse mit Zielfunktion. Aber Spider-Man ist sich nicht sicher …

Trotz der ganzen technischen Spielereien ist Spider-Man nicht so recht überzeugt.

Der freundliche Netzschwinger von nebenan startet neu durch und Marvel ist von Anfang an mit dabei. Hier merkt man jetzt, das die „Fusion“ mit Disney auch seine Vorteile haben kann. Denn der ultimative Spider-Man profitiert mächtig von der Erfahrung und den Finanzen des Großkonzerns. Denn neben dem notwendigen Geld liefert Disney auch die hilfreichen Ideen bekannter Köpfe mit. Niemand Geringeres als Animationslegende Paul Dini, der schon für Warner an den Tiny Toons und den DC Animated Universe Serien beteiligt war, soll denn Netzschwinger für Marvel neu erschaffen. Als unterstützender Autor muss Marvels ultimative Waffe ran. Brian Michael Bendis, der mit der Comicserie Ultimate Spider-Man schon ein Meisterwerk der modernen Comicliteratur geschaffen hat.

Flash nimmt Platz an der Stelle, wo er sonst immer Peter einsperrt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der ultimative Spider-Man ist vor allem eines. Witzig! Aber dies ist auch gleich eines der größten Mankos. Zwar ist der Humor durchaus gelungen, aber dadurch fehlt der Serie auch ein wenig der notwendige Ernst, vor allem was das Thema Verantwortung betrifft. Denn auch wenn es sich um einen Cartoon für die jüngere Zielgruppe handelt, ist doch gerade das Thema Verantwortung ein zentrales Element rund um die Figur Spider-Man. Zwar hört man hier und da mahnende Worte, aber man hat immer das Gefühl, dass Peter Parker das Leben nicht so ernst nimmt. Doch wenn Dini und Bendis dies gut anstellen, worauf ja insgeheim noch hoffe, dann kann die Serie mit der richtigen Mischung so gut werden, wie Batman Animated in den Neunziger Jahren für DC. Produziert wird die Serie von der Gruppe „Man of Action“ die aus Duncan Rouleau, Joe Kelly, Joe Casey und Steven T. Seagle besteht und bereits für die Erfolgsserie „Ben 10“ verantwortlich sind.

Spidey zwischen zwei Heldenikonen.

Ein Punkt, der ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der fest eingebaute Cameo, oder besser gesagt die Nebenrolle, von Stan dem Hausmeister, der von niemand anderem als Stan Lee verkörpert und auch gesprochen wird. Die Ikone von Marvel Comics, will es sich einfach nicht nehmen lassen, bei seinen „Kindern“ immer wieder dabei zu sein, wenn diese den Weg ins TV oder auf die große Leinwand schaffen.

Thwipp, Thwipp…

Episode 2: Große Verantwortung (Great Responsibility)

Durch die Ereignisse am Vortag, an denen drei der furchtbaren Vier, auf Peters Schule Unfrieden gestiftet haben, wurde Harry verletzt und musste dadurch ins Krankenhaus. Daraufhin entscheidet sich Spider-Man nun doch für ein Training bei S.H.I.E.L.D. Aber Peter weiß nicht, worauf er sich eingelassen hat. Schon die erste Übungseinheit, um Spider-Mans Kampferfahrung zu testen, läuft alles andere als siegreich ab, auch wenn Peter es schafft, seine Kontrahenten auf die Matte zu legen.
Was er jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das Er von S.H.I.E.L.D. und insbesondere von Nick Fury, nicht als Einzelkämpfer angeworben wurde, sondern das der freundliche Netzschwinger von nebenan, Teil eines neuen Superheldenteams werden soll, das den Avengers nacheifert.

Die Furchtbaren Vier in der Midtown High.

Das Auftauchen oder die Einbindung von Spider-Man in ein Team ist nicht neu. Bereits in den achtziger Jahren war Spidey mit Firestar und Iceman als Superheldentrio unterwegs. Und das nicht gerade erfolglos. Auch in den Comics ist Spider-Man nun schon seit einigen Jahren ein Teamplayer. Zeitweise sogar in drei Teams gleichzeitig.
Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Spidey im Marvel Movie Universe, ebenfalls Teamkameraden zur Seite gestellt bekommt. Dies geschieht auch auf sehr witzige Art und Weise und auch die Verantwortung kommt nun ein Stück mehr zum Tragen. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, das Spidey eine Art Mentor für das Team ist.

Die erste Kampfprüfung!

Nachdem ich bei der ersten Episode auf die Macher der Serie eingegangen bin, wollte ich mich diesmal den Sprechern widmen. Hauptsächlich möchte ich natürlich die beiden wichtigsten Charaktere der ersten beiden Episoden ins Rampenlicht rücken.
Im Original leiht Drake Bell dem freundliche Netzschwinger seine Stimme. Drake ist unter anderem als Schauspieler aus Serien, wie „Hör mal wer da hämmert“ oder ganz besonders „Drake & Josh“ bekannt. Auch in Filmen durfte er bereits auftreten. Zu den bekanntesten gehören hierbei „Jerry Maguire“ und „Superhero Movie“. Außerdem ist Drake erfolgreicher Musiker und hat bereits 10 Singles und 2 Alben veröffentlicht. Für die deutsche Stimme zeichnet Nico Sablik verantwortlich, der vielen vor allen als deutsch Stimme von Harry Potter bekannt sein dürfte. Doch auch als Spider-Man hat er als Synchronstimme für Andrew Garfield bereits Erfahrungen sammeln dürfen.

Uncle Sam, äh… Nick Wants Spider-Man.

Die zweite Person, deren Stimme ich vorstellen möchte, ist niemand anderes als Mister Superspion, Nick Fury. Dieser wird nämlich im US-Original nicht von seinem Filmvorbild Samuel L. Jackson gesprochen, sondern von Chi McBride. „Chi McWER?“ werden nun einige von Euch sich fragen. Chi ist ein erfolgreicher Schauspieler und ist bereits in vielen Filmen aufgetreten. Als bekannteste seien hier nur „I, Robot“ und „Nur noch 60 Sekunden“ genannt. Doch den meisten wird er wohl in seinen Rollen als Emerson Cod aus „Pushing Daisies“ oder als Detective Laverne Winston aus „Human Target“ bekannt sein. In Deutschland haben wir es da ein wenig besser. Denn die deutsche Stimme von Nick Fury gehört niemand anderem als Engelbert von Nordhausen, der sich bereits als Synchronstimme von Samuel L. Jackson etabliert hat. Doch auch Bill Cosby und Gene Hackman, hat der sympathische Wahlbrandenburger bereits seine Stimme geliehen. Neben dem Synchronsprechen ist der leidenschaftliche Theaterschauspieler auch in diversen Gastrollen wie zum Beispiel bei „Praxis Bülowbogen“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen gewesen.

Das neue Team rund um Spider-Man.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man ist leider noch nicht der Hit, der er sein könnte. Doch mit sehr viel Humor und unterhaltsamen Storys kann die Serie bereits überzeugen. Die kleinen Slapstickeinlagen lockern das gesamte Geschehen wunderbar auf und auch die Verbindung klassischer zweidimensionaler Bilder mit computergenerierten 3D-Bildern erfreuen das Auge. Die Sprecher liefern sehr gute und vor allem kompetente Arbeit ab, die auch mit den entsprechenden Emotionen in der Stimmlage punkten.

Stan der Hausmeister im Kampf mit seinem Besen.

Aber man muss, auch als ganz großer Spider-Man-Fan, anerkennen, dass hier noch sehr viel Potenzial nach oben ist, das in der zweiten Staffel unbedingt ausgeschöpft werden sollte, wenn man die Serie nicht wieder nach wenigen Folgen in die Tonne treten möchte. Doch mit Disney als erfahrenem Konzern im Bereich Animation, denke und hoffe ich doch, dass die Chancen hierfür nicht so schlecht stehen.

Olé…

Bongo Classics #3 [Panini, 2010-2012]

Nach etwas längere Pause gibt es mal wieder eine Bongo Classics Review. Diesmal ganz im Zeichen des nahenden Winters.

Simpsons Winter Wirbel #3 [Panini, Januar 2010]

Zuerst erleben wir was passiert wenn ein Prediger übereifrig am Weihnachstfest und seiner wahren Bedeutung zweifelt. Gerade der überfromme Flanders verbannt somit alle kommerziellen Anwandlungen des Festes aus seinem Haus und bestraft somit auch ungewollt seine beiden Kinder. Aber zum Glück sind ja Lisa und Bart da, um dem voreiligen Nachbar eine Lektion zu erteilen…
Danach zeigt Bart einmal mehr wie viel Böses in ihm steckt, als er nicht nur Homer eine Woche lang quält. Das ganze geht so lange bis Homer sprichwörtlich die „Schnauze“ voll hat und seinen Sohn zu einer Besserungsmaßnahme von Chief Wiggum anmeldet. Aber Bart wäre nicht der Tunichtgut der er nunmal ist, wenn er selbst daraus seinen Nutzen ziehen würde…
Als nächstes versucht sich Krusty daran ein erfolgreiches Maskottchen für Chanukka zu erfinden. Doch seine Ideen stoßen dabei nicht gerade auf Gegenliebe. Deshalb sollen Bart, Lisa, Milhouse, Nelson und Ralph dabei helfen und produzieren einen ganzen Haufen Mist dabei. Doch Krusty bekommt unerwartete Hilfe von Kang und Kodos…
Zuletzt versucht Homer nach dem opulenten Weihnachtsmahl auf möglichst einfche Weise Gewicht zu verlieren. Dabei greift er auf die selben Mittel wie Bären zurück, indem er einfach Winterschlaf halten will. Dank eines neuen Wundermittels von Professor Frink fällt Homer auch in einen 3-monatigen Schlaf in dem er aber dennoch einiges erlebt, und gewichtsreduzierend ist vieles dabei nicht wirklich…

FAZIT:

Typisch weihnachtlich und weniger winterlich fällt diese Geschichtensammlung aus. Für einen Winter Wirbel sind es einfach zu wenig winterliche Geschichten. Bei 3 Weihnachtsstorys und einer welche zu jeder Jahreszeit spielen könnte will einfach kein Winterfeeling aufkommen. Auch wenn die Geschichten durchaus gelungen und unterhaltsam sind und sogar Comicgrößen wie Scott Shaw und Paul Dini ihren Beitrag dazu leisten wären ein paar wirkliche Wintergeschichten wünschenswerter gewesen. So bleibt am Schluss ein kurzweiliges Weihnachstheftchen das ein wenig weihnachtlichen Humor verbreitet.

Simpsons Winter Wirbel #4 [Panini, Januar 2011]

4 winterliche Geschichten:
In der ersten Geschichte versuchen sich die Simpsons wegen einer typischen Lisa-Idee als Stromsparer. Sie verzichten auf alles was mit Strom direkt oder indirekt zu tun hat. Keine Heizung, kein Fernsehen, kein Licht, kein fliessend Wasser. Auch sonst wollen sie möglichst ökologisch leben und verzichten daher auch auf das Auto. Schnell fällt dies auch den anderen Bewohnern von Springfield auf, und um Mr. Burns eins auszuwischen machen alle mit…
Dann gibt es eine kurze Itchy und Scratchy Episode in der Maus Itchy Kater Scratchy aus einem Flugzeug auf einen schneeverhangenen Gipfel schmeisst auf dem auch der Yeti sein Zuhause hat. Oder ist es eine Yeti…?
Als nächstes muss Krusty auf seine neuesten Spielzeuglizenzprodukte verzichten, da diese mit höchst giftigen Materialien hergestellt wurden. Und so wird die gesamte Produktion von der Umweltbehörde konfisziert und unter einer Betondecke versteckt. Doch Weihnachten rückt näher und die Betondecke bekommt einen Riss durch die auch durch Strahlung stark erhitzen Spielsachen. Als dann auch noch der Schnee schmilzt und auf die neuen Krusty Super-Hydro-Action-Figuren trifft ist Chaos vorprogrammiert…
Danach wird die kuriose und lustige Reise des Mr. Schneepflug Komatsu-Motors Pfluges erzählt. Nach Homers kurzem Intermezzo landet er beim Comictypen, dann bei Krusty, als nächstes bei Reverend Lovejoy wo er wiederum von Snake gestohlen wird um die die Sammlung von Willy integriert zu werden und so weiter und so fort…
Zum Schluss gibt es eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte mit lustige Reimen von Homer J. Simpson zur Simpsons-Weihnacht…

FAZIT:

Ja klar. Es ist nicht die richtige Zeit für Wintergeschichten. Dennoch habe ich auch keine Lust dieses durchaus unterhaltsame Heftchen bis zum nächsten Winter liegenzulassen. Und was kann es besseres geben als bei den steigenden Temperaturen ein wenig Abkühlung in Wintergeschichten zu suchen.
Insgesamt sind die 5 abwechslungsreichen Geschichten sehr gelungen und humorvoll. Wie immer ist alles vollgespickt mit Anspielung auf die Gesellschaft, bekannte und weniger bekannte Personen, Trends, Kommerzgüter und Weltgeschichte. Auch Flops wie Disneys Schatzplanet werden dabei humorvoll auf die Schippe genommen.
Kurzum. Gelungene und kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch die Spaß macht und durch die vielen Anspielungen und deren Erläuterungen durch die Simpsons-Redaktion (die einfach mal erwähnt werden sollten) sogar noch ein wenig zum „manchmal unnützen“ Weltwissen beiträgt.

Simpsons Winter Wirbel #5 [Panini, Januar 2012]

Zuerst erlebt man wie schnell eine Grippe von eine ganzen Stadt eingenommen werden kann, wenn man sich denn nicht an die ganz eifnachen Regeln der Sicherheit und dem Schutz vor Ansteckung hält und sich nicht regelmäßig die Hände wäscht…
Danach stellt Burnes der Stadt den Strom ab, was zur Folge hat das Springfield friert und dann rebelliert. Doch Homer kann die Situation wieder einmal retten…
Als nächstes entdeckt Moe bei einem abgestürzten Flugzeug die perfekte Burgersoße und somit steht dem Erfolg seiner Bar nichts mehr im Weg. Doch die leckere Zutat gehört Krusty und der ist nicht bereit sie zu teilen…
Dann gewinnt Homer eine Reise nach Colorado in das Skigebiet Duffspring. Doch eigentlich will er da lieber mit seinen Freunden als seiner Familie hin, aber die Wahl wird ihm abgenommen…
Zu guter letzt schafft sich die Springfielder Grundschule einen neuen Schulbus für die Wintersaison an. Mit Schneeketten, Pflug und allem was dazugehört um jederzeit einsatzbereit zu sein und die Kinder in die Schule zu bringen. Aber Bart ist von diesem Gefährt alles andere als begeistert…

FAZIT:

Eine typische Sammlung an Simpsons-Winter-Geschichten. Ganz unterhaltsam, aber insgesamt nichts wirklich besonderes. Auch zeichnerisch wird eher Durchschnittskost geboten. Nichts aussergewöhnliches, kein eigener Stil, alles eher 08/15. Als Unterhaltung für zwischendurch und zum Aufmuntern ist es dennoch genau das richtige.

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 1 + 2) [Nickelodeon]

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Die Turtles sind BACK!

Oh Mann und wie sie es sind.

Ich bin ein alter Fan der Turtles Comics und auch der TV-Serie, wobei ich schon immer die etwas düsteren Comics bevorzugt habe. Doch auch die TV-Serie mit ihrem Humor konnte mich begeistern. Was also erwartete ich von der neuen Animationsserie, nachdem das Franchise in den letzten Jahren sowohl im TV, als auch Kino und Comicbereich eher stiefmütterlich behandelt wurde?
Klar. Der TMNT-Kinofilm war gut, konnte aber leider nicht alle Erwartungen erfüllen. Die Comicserie bei Image war …
… naja. Sagen wir mal es ist gut, dass jetzt IDW die Rechte daran hat.

Die Turtles in klassischer Pose, wie auf dem allerersten Comicheft!

Die Animationsserie von 2003 war auch okay. Orientierte sie sich doch sehr stark an der klassischen Comiceihe. Aber so richtig überzeugen konnte auch sie nicht.

Und nun will Nickelodeon mit einer neuen Serie und einem neuen Stil die Turtles aus ihrem Schneewittchenschlaf holen. Weiterlesen

Shame Itself – Mach dich Nackig! [Panini, Juni 2012]

Mit der heutigen Review endet mein kleiner Fear Itself Marathon. Und weil es bei dem Event nicht so viel zu lachen gab, beschließe ich das Ganze mit dem kleinen Messespecial Shame Itself, welches auf 777 Exemplare limitiert ist.

Shame Itself – Mach dich Nackig!

Fear Itself ist vorbei.
Traurig, traurig.
Viele Tote, darunter ein paar Helden und sehr viel Zerstörung.
Aber wieso greifen die Schurken immer einzeln an, und weshalb sind sie sich dabei noch nie in die Quere gekommen? Und warum muss immer alles so bierernst sein?
Muss es ja nicht!
Das es auch anders geht zeigt der One-Shot Shame Itself, in dem sich Marvel gnadenlos selbst parodiert und dabei auch nicht vor den Ereignissen aus Fear Itself zurückschreckt. Hierbei wird neben der bereits oben angesprochenen Problematik auch anderes mit einem zwinkernden Auge betrachtet. Sehr unterhaltsam und dennoch mit einem Fünkchen Wahrheit.

Wolverine hat erkannt was Thor für eine Schwäche hat.

Hinter dem gelungenen und sehr humorvollen Cover von Skottie Young befindet sich eine Sammlung an irrwitzigen Geschichten, die zusammen mit den beiden US-Komikern Wyatt Cenac und Elliott Kalan, bekannt aus der US-Late-Night-Satire The Daily Show, und vielen anderen Künstlern entstanden. Besonderes Augenmerk legen die beiden hierbei auch auf die Verballhornung früherer Abenteuer, und wie diese aus ihrer Sicht hätten ablaufen können. Sei es die 20-Jahr-Feier von Reeds und Bens Uni-Abschluss in dem einmal nicht Reed der Nabel der Welt ist, die Beziehung zwischen Liz Allen und Flash Tompson während der Schulzeit oder Marvelosen Ratschlägen von verschiedenen Helden auf Leserfragen. Zwischendurch wird dies immer wieder aufgelockert mit kleinen Wy-If-Geschichten (die in Ahnlehnung an die klassischen What-Ifs sich mit Übertreibungen statt Alternativen beschäftigen), wie der Hunan Thorch (wo Schreibfehler in Comics ganz groß hervorgehoben werden), den Nachtjobs neben der Nachtschwester, den Seniorenrächern oder Nebenwirkungen von Mutantenkräften sowie den väterlichen Fähigkeiten von Iron Man. Cenac und Kalan ist kein Fettnäpfchen zu groß und kein Witz zu platt um ihn hier zu präsentieren.

Die verschiedenen Berufe, neben der Nachtschwester.

Und das machen alle Beteiligten einfach wunderbar. Das ganze Heft ist gespickt mit Seitenhieben, visuellen Gags und teilweise ziemlich direkten Pointen. Dabei geht es auch gerne einmal unter die Gürtellinie, ohne dabei zu sehr abzudriften. Selbst der Aufbauplan wie ein großes Event funktioniert ist eine Ansammlung an typischen Merkmalen eines solchen Großevents die gnadenlos durch den Kakao gezogen werden. Grafisch sind in dieser Ausgabe neben Clayton Henry und Karl Kesel auch weniger bekannte Namen vertreten, die aber dennoch auf ganzer Linie überzeugen können. So schafft es Colleen Coover die Wy-Ifs von Cenac und Kalan sehr gelungen umzusetzen und auch Dean Haspiel und Jacob Chabot leisten sehr gute Arbeit. Alle beteiligten Zeichner hier aufzulisten würde den Rahmen dieser Review sprengen. Aber eine Künstlerin muss dennoch erwähnt werden. Es geht um Stephanie Buscema, die Enkeltochter von John Buscema, einem der Comicurgesteine der amerikanischen Superheldencomics. Diese eifert nämlich fleißig ihren Großvater nach und hat mit ihrem ungewöhnlichen, aber markanten Stil schon einige Storys umsetzen dürfen.

Familie Buscema wird auch weiterhin in der Comicbranche vertreten bleiben.

FAZIT:

Shame Itself ist, was es ist. Es ist lustig, manchmal schamlos, aber immer ehrlich sich selbst gegenüber. Shame Itself will unterhalten, und das schafft der Band auf der vollen Länge. Auch wenn die Ausgabe, abgesehen vom Namen und der einen Geschichte, mit dem Event Fear Itself nicht viel zu tun hat, so ist es dennoch der krönende Abschluss für mich gewesen. Deshalb denke und hoffe ich auch, dass ich euch mit diesem kleinen Schmankerl, das Ende der Fear Itself Reviewserie ein wenig versüßen konnte. Seit dem 30. September habe ich euch alle 2 Tage einen kleinen Reviewmarathon geliefert mit allen Ausgaben, die ich persönlich zu diesem Event besitze. Ich hoffe, dass es Euch genauso viel Spaß gemacht hat, wie mir und das Ihr auch weiterhin dem Comic Hive treu bleibt.

Wem außer mir kommt dieses Logo auf dem Paket noch bekannt vor?

Gerne könnt Ihr noch mit mir, über dieses Event, seine Folgen und die Macher diskutieren.

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