Auch heute gibt es wieder aus der DC-Ecke. Diesmal ist es das Sumpfmonster Swamp Thing …
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Superman: Erde Eins [Panini, November 2012]
Nachdem es auf diesem Blog, mit Ausnahme der neuen Beiträge meines ebenfalls neuen Kollegen MysteriouslyBuddha, ein wenig marvellastig war, möchte ich Euch heute mit einer DC-Review beglücken.

Superman: Erde Eins
Viele Jahre ist es inzwischen her, dass Kal-El als Baby auf die Erde kam. Er wurde liebevoll von seinen „Eltern“ Jonathan und Martha Kent aufgezogen, doch jetzt ist es an der Zeit Smallville zu verlassen und in Metropolis ein neues Leben zu beginnen. Dank seiner überragenden Fähigkeiten im Vergleich zu normalen Menschen schafft es Clark, wie er inzwischen heißt, sich den am besten bezahlten Job aus den vielen Angeboten auszusuchen. Er könnte genug Geld verdienen um das Leben seiner Mutter, die inzwischen Witwe ist, und sein eigenes für immer abzusichern.
Aber es kommt wie immer alles anders als geplant. Plötzlich tauchen auf der ganzen Welt Raumschiffe auf, und ein Unbekannter droht die ganze Erde zu vernichten, falls sich der letzte Überlebende des Planeten Krypton, Kal-El, nicht zu erkennen gibt. Clark ist sich noch nicht sicher, welche Entscheidung er treffen soll. Als jedoch der Unbekannte damit beginnt ganze Städte zu verwüsten und Menschenleben auf das Spiel zu setzen, ist seine Entscheidung klar. Und nicht nur Clark steht inmitten des Chaos, auch zwei Reporter des Daily Planet sind im Zentrum des Kampfes und weichen nicht zurück …
Mit J. Michael Straczynski hat sich einer der besten Autoren Amerikas dem Stählernen angenommen. Und er schafft es auch mich, der Superman eigentlich nicht wirklich mag, mit einer spannenden und gefühlvollen Geschichte zu überzeugen. Der „alte“ Superman war mir immer zu glatt und perfekt. Er hatte seine unerschütterlichen Ideale und war von einer kindlichen Naivität, was die Erwartung an das Denken und Handeln seiner Mitmenschen betraf. Gepaart mit seiner unmenschlichen Kraft, seinen übernatürlich und fast unbegrenzten Fähigkeiten, war er einfach zu unangreifbar und unverwundbar, sowohl körperlich, als auch geistig. Zwar haben viele Autoren in der Vergangenheit versucht eben jenes zu ändern, indem durch verschiedene Kryptonitfarben Schwächen erzeugt wurden. Er heiratet Lois Lane und vieles andere sollte das Leben des Mannes aus Stahl realistischer gestalten. Doch nichts konnte mich persönlich bisher genug von einer Änderung oder auch Weiterentwicklung überzeugen. Aber genau hier setzt Superman: Erde Eins an. Es wird klargestellt, dass sein Handeln nicht alleine von einer inneren Überzeugung entstammt, sondern eine Entwicklung durchläuft. Ein inneres Hadern mit dem eigenen Schicksal und der Angst vor der Zukunft. Straczynski schafft es ideal diesen inneren Zwiespalt zwischen dem, was ihm sein Vater lehrte und dessen was die Welt von ihm erwarten würde, darzustellen.
Einen großen Teil trägt der Zeichner Shane Davis bei. Sein Superman, egal ob im Kostüm oder als Clark Kent, ist kein muskulöser Übermensch. Seine Darstellung ist vielmehr einfach nur echt. Clark sieht aus wie ein durchschnittlicher Teenager, der gerade die Highschool verlassen hat. Keine monströsen Muskeln, kein außergewöhnlich athletischer Sportlerkörper und erst recht keine ungewohnt auffällige Körpergröße. Bei Davis ist alles normal und durchschnittlich.
Gepaart mit den detailverliebten Zeichnungen ergibt dies eine frische und visuell sehr ansprechende neue Origin von Superman, die mich persönlich überzeugen kann. Hinzu kommt eine, immer der Situation angepasste Koloration. Barbara Ciardo überzeugt mit wohldurchdachten und angepassten Farben, die nur in Ausnahmesituationen das Bild dominieren. Die meiste Zeit jedoch sind gedeckte und sanfte Farbkompositionen vorherrschend.
FAZIT:
Mit Superman: Erde Eins präsentieren Straczynski und Davis eine überzeugende und emotionale Origin des neuen Mannes aus Stahl, der diesmal nicht so glatt und perfekt wie seine alte Inkarnation ist. So ist zumindest mein persönliches Empfinden. Wer also einen idealen Einstieg in die Welt von Superman sucht, der kommt an diesem Band einfach nicht vorbei. Zusammen mit den wunderbaren Zeichnungen ergibt sich Comicunterhaltung vom Feinsten. Besser als die letzte Neuorientierung in Filmform und auch besser als die Originalursprungsgeschichte. Daher kann ich diesmal ohne ein schlechtes Gewissen, einen Superman Comic bedenkenlos weiterempfehlen.
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Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 DC Comics / Panini
Spider-Island Reviewserie (10): Spider-Man Nr. 103 [Panini, November 2012]
Mit der heutigen Review endet Spider-Island. Ein Event das für Spider-Man und auch einen seiner Mitstreiter massive Veränderungen mit sich bringt.
Spider-Man Nr. 103
Endlich hat auch MJ die Spinnenfähigkeiten und kann Seite an Seite mit ihrem Ex-Mann durch die Stadt schwingen. Das einzige Problem an der Sache ist nur, das da noch eine ganze Menge an ekelhaften Spinnenmutanten ist, die von einer noch ekelhafteren und vor allem riesengroßen Spinnenqueen angeführt wird. Das bringt auch die gesamte Heldenriege von Marvel aus dem Gleichgewicht. Auch deshalb, weil einige der Epidemie zum Opfer gefallen sind. Doch dann findet ausgerechnet derjenige, der die geringsten Chancen hat, weil er eben nur einer von vielen ist, die Lösung für das gesamte Problem. Aber reicht es auch um die Spinnenkönigin endlich zu bezwingen, und wie soll es danach weitergehen …?
Zum Finale trumpft Dan Slott noch einmal so richtig auf. Volle Action, emotionsgeladene Dramatik. Nur die Spannung bleibt ein wenig auf der Strecke, da man als nicht vollkommen verblödeter Leser schon nach knapp 10 Seiten weiß, wohin die Reise geht. Aber das ist nicht schlimm, denn Slott macht den Weg zum Ziel und nicht das große Finale. Dafür zieht er einige Register, modifiziert Geschehnisse, die noch aus der Zeit des Brand New Day und One More Day übrig sind, und schafft nicht nur eine neue mögliche Zukunft für Peter Parker, sondern gleich eine ganze Hand voll. Und was besonders gefällt, ist, dass Slott keinerlei ausgelutschte Klischees bedient. Kein Held muss einen tragischen Tod sterben, aber Verluste gibt es dennoch, und diese sind durchaus lesenswert.
Um Spider-Island auch grafisch zu einem würdigen Ende zu bringen, hat sich Humberto Ramos ebenfalls noch einmal mächtig ins Zeug gelegt. Die erste Hälfte des Heftes mit all der Action und dem Chaos darf Ramos noch einmal bebildern, während der zweite Teil, das Aufräumen und Nachwehen, auf das Konto von Stefano Caselli geht. Und Casellis Zeichnungen sehen wieder wunderschön aus. Vor allem hat er die Möglichkeit so viele nackte Menschen auf einem Haufen zu zeichnen wie sonst nirgendwo außerhalb eines Erotikcomics. Ganz besonders gefällt mir hier auch wieder einmal die Darstellung von Spideys Kostüm in der Interpretation von Caselli. Denn während dieses bei anderen Zeichnern einfach nur so aussieht, als hätten man den Körper von Peter Parker bunt angemalt, wirft es bei Caselli Falten. Nicht etwa weil es zu groß wäre und schlabbert, sondern weil es anatomisch gewisse Körperstellen gibt, an denen auch ein hautenges Kostüm nicht perfekt anliegt, wie zum Beispiel am Hals und im Nacken.
FAZIT:
Das Finale von Spider-Island ist genau das was ich mir erhofft habe. Es ist dramatisch, erzählerisch und grafisch überwältigend und es zeigt neue Wege für die Zukunft von Peter und ein paar alten Bekannten auf. Slott schafft eine neue Richtung für Spider-Mans Zukunft, ohne einen neuen Status Quo zu setzen. Klar gibt es einige Änderungen, auch Dinge die mir persönlich sehr leid tun, aber dadurch ergeben sich wieder neue und hoffentlich spannende Möglichkeiten für Spider-Mans nächste Abenteuer.
Wer ein Event sucht, das nicht nur kurzweilig ist, sondern auch mit Anspielungen aus der Vergangenheit aufwarten kann, und von den ganzen Großevents der letzten Jahre nur noch genervt ist, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen.
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Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini
Spider-Island Reviewserie (9): Spider-Man: Spider- Island Sonderband [Panini, Oktober 2012]
Weiter geht es mit Spider-Island mit dem Sonderband zum Event. Das Finale steht vor der Tür und deshalb haben ein paar besondere Miniserien und Oneshots die Chance sich hervorzuheben …
Spider-Man: Spider- Island Sonderband
Spider-Island ist die Insel der Spinnen. Also ist es nicht weiter verwunderlich, wenn ausgerechnet Spider-Woman von Reed losgeschickt wird, um Alicia Masters zu Horizon zu eskortieren. Denn Mister Fantastic vermutet, dass Alicia wegen eines Vorfalles in London, wo sie zu einer Art Spinnenmonster mutierte, einen Immunstoff gegen diese Epidemie entwickelt haben könnte.
Ein ganz anderes Problem hat dagegen Spider-Girl. Denn diese hat nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, als sie sich gegen das Wespenvolk nur mit der Hilfe des Kingpin stellen kann und darf. Als ihr dann auch noch die neue Madame Web rät sich mit einem Feind zu verbünden, um Manhattan zu retten, ist die Sache für Anya klar. Aber ist die Lage wirklich so offensichtlich, wie es scheint?
Währenddessen bekommt ein kleines Gaunerpaar so richtig Ärger, als es bei einem Einbruch an einen ziemlich energischen Spider-Man gerät. Doch wie kann dieser so schnell am Ort des Geschehens sein?
Es ist wirklich schade, dass es sich bei diesem Sonderband um die einzige Publikation außerhalb der existierenden Comicserien handelt. Spider-Woman ist stark und dennoch innerlich zerrissen. Fred Van Lente präsentiert seine Heldin nicht triumphal und heldenhaft, sondern eher tragisch und ein wenig verbittert. Dennoch gibt Jessica niemals auf. Spider-Girl dagegen ist frech und frisch wie Peter in seinen Anfangsjahren, inklusive der dummen Sprüche. Für diese leider nur 3-teilige Miniserie rund um die junge Anya Sofia Corazon zeichnet sich Paul Tobin als Autor verantwortlich. Dieser bringt die junge Heldin auch gleich so richtig in Bedrängnis, indem sie nicht nur gegen die Feinde ihres Spinnenkultes kämpfen muss, sondern auch noch Entscheidungen treffen soll, für die sie eigentlich rein entwicklungstechnisch, noch nicht bereit scheint. Dennoch gelingt es Tobin, dies glaubwürdig zu inszenieren. Das letzte Abenteuer in diesem Band stammt aus der Feder von Joe Caramagna. Diese fällt leider weder positiv noch negativ großartig auf, und ist einfach nur witzig und kurzweilig. Mehr aber leider auch nicht.
Was die grafische Umsetzung betrifft, ist auch dieser Band, wie schon der Venom Sonderband zu diesem Event, wieder bunt gemischt. Während Spider-Woman von Giuseppe Camuncoli umgesetzt wird, der leider wieder in meinen Augen sehr unpassend von Klaus Janson geinkt wird, und somit viel Flair des dynamischen Italieners verloren geht, darf bei Spider-Girl Pepe Larraz an den Zeichenstift. Larraz durfte in seiner kurzen Laufbahn bei Marvel bereits Größen wie Captain America und auch Thor in Szene setzen und auch bei Spider-Girl macht er alles richtig. Egal ob die akrobatischen Kampfszenen, als auch die etwas ruhigeren Passagen in denen Anya mit ihrer Freundin unterwegs ist oder mit dem Kingpin Pläne schmiedet. Alles ergibt ein stimmiges Gesamtbild, das rundum gefällt, wenngleich sein Stil insgesamt aber auch zu auswechselbar ist.
Für die Abschlussgeschichte ist abermals Max Fiumara verantwortlich, der bereits die Spider-Island Story aus dem ersten Punisher Sonderband umgesetzt hat. Sein kantiger und etwas verschrobener Stil ist zwar unterhaltsam und passend zu Geschichte, aber insgesamt wirkt es hier doch etwas unrund, was vor allem an den Gesichtern der Protagonisten liegt. Denn obwohl nur die Gauner Masken in Form von Otto Octavius und der Black Cat tragen, wirken auch die restlichen Menschen, alles andere als menschlich.
FAZIT:
Dieser Band ist vor allem wegen der erzählerischen Tiefe und den gut ausgebauten Charakteren eine wirkliche Bereicherung. Beide Solistinnen, und das gefällt besonders, da sonst eher die Männer im Mittelpunkt stehen, überzeugen mit ihren glaubwürdigen Handlungen. Visuell bleibt die Ausgabe leider ein wenig auf der Strecke. Es sind zwar keine grafischen Totalausfälle, aber auch kein Highlight. Positiv fällt dafür wieder die redaktionelle Betreuung seitens Panini und insbesondere des betreffenden Mitarbeiters Christian Endres auf. Dieser gewährt mit kurzen Inhaltsangaben einen Einblick in die in Deutschland ausgefallen Spider-Island-Ausgaben. So erhält man auch als reiner Deutschleser wenigstens eine kleine Übersicht, über das, was einem sonst entgangen wäre.
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Spider-Island Reviewserie (8): Spider-Man Nr. 102 [Panini, Oktober 2012]
Zwei Reviews meines neuen Kollegens haben Euch die letzten Tage unterhalten und heute geht es mit Spider-Island weiter. Langsam, aber sicher bewegen wir uns auf der Zielgeraden Richtung Finale …
Spider-Man Nr. 102
So langsam wird es für Peter Parker, alias Spider-Man, wirklich gefährlich in Manhattan. Denn nicht nur J. Jonah Jameson ist inzwischen in die heiße Phase der Mutation eingetreten, sondern auch Petes Freundin Carlie. Aber bei Horizon sind Reed Richards und Peters Chef Max Modell eifrig dabei, die Situation zu entschärfen. Und dabei kommt ihnen Eddie Brock, der Anti-Venom, sehr gelegen. Doch das ist nicht die einzige Hilfe aus Peters neuer Wirkungsstätte. Und die andere hat es, zumindest für Spider-Man, wirklich in sich …
Die Lage spitzt sich zu und Slott schafft es perfekt, diese Angst umzusetzen. Das und die vielen kleinen Infos, welche an jeder Ecke lauern, sind ein Leckerbissen für echte Marvelianer. Aber die, welche mit diesem Story-Arc erst neu in die Welt des Netzschwingers eingetaucht sind, kommen sich nicht verloren vor, denn Slott schafft es, auch Neulesern den Einstieg wirklich leicht zu machen. Das und die ideale Mischung aus Spannung und Humor machen Spider-Island bisher zu einem der besten Events des Netzschwingers, der letzten Jahre.
Noch immer zieht Ramos eine Spur der Dynamik und des Chaos durch Manhattan mit seinen grandiosen Zeichnungen. Besonders jetzt, wenn die Mutationen einsetzen, passt sein Stil, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Ebenfalls ein echter Hingucker ist Mary Jane. Nur wenige Künstler schaffen es Peters ehemalige Frau, sexy und dennoch natürlich in Szene zu setzen. Und so heiß wie bei Ramos, war MJ schon lange nicht mehr innerhalb eines Comics zu sehen. Klar gab es wirklich gelungene Covermotive, aber in den Heften selber war MJ leider nur Eine von Vielen.
FAZIT:
Nur noch ganze zwei deutsche Ausgaben und dann ist Spider-Island schon wieder beendet. Das ist wirklich Schade, wenn man die Menge an US-Material mit dem vergleicht, was schlussendlich auch in Deutschland zum Abdruck kommt. Klar kenne ich die Qualität der ausgelassenen Ausgaben leider nicht komplett, aber gerade die Kurzgeschichten aus Spider-Island: I Love New York City, wären eines Abdruckes auch jeden Fall würdig gewesen. Und dass es aus diesem Band auch leider nur die zwei schwächsten Storys nach Deutschland geschafft haben, nämlich im Punisher Band Nummer 1 und im Spider-Island Sonderband, der in der nächsten Review folgt, ist deshalb aus meiner Sicht um so bedauerlicher. Dies legt leider die Mutmaßung offen, dass es bei den ausgelassenen Storys der anderen Serien, genauso sein könnte. Aber vielleicht gibt es ja von Seiten Paninis noch eine Aussage dazu.
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Meine Comiclieferung für den Dezember2012/Januar 2013
Lange ist es her, das ich von meinem Stammshop dem Comic Attack in Erfurt! eine Lieferung erhalten habe. Der Grund dafür, waren die Feiertage. Darum hier meine Lieferung mit dem Rest vom Dezember und den ersten Sachen für den Januar.
- Codename Sailor V #1 [EMA]
- Codename Sailor V #2 [EMA]
- Kaito Kid Treasured Edition #3 [EMA]
- Bart Simpsons #69 [Panini]
- Simpsons Comics #194 [Panini]
- Simpsons Winter Wirbel #6 [Panini]
- Batman #7 [Panini]
- Batman #8 [Panini]
- Justice League #7 [Panini]
- Spider-Man Magazin #65 [Panini]
- Spider-Man Magazin #66 [Panini]
- Spider-Man #106 [Panini]
- Avengers #23 [Panini]
- Avengers vs. X-Men #3 [Panini]
- Spawn #103 [Panini]
Spider-Island Reviewserie (7): Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island [Panini, August 2012]
Viele Tage war es, abgesehen vom Simpsons-Gag und der JL8, ziemlich ruhig geworden auf Mueli77s Feine Welt. Aber heute geht es mit der Spider-Island Reviewserie wieder weiter. Und morgen kann ich Euch dann eine Neuigkeit verkünden.
Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island
Die Auswirkungen der Epidemie machen auch vor den Rächern nicht halt. Zumindest die Rächer, welche von Natur aus nicht mit Superkräften gesegnet sind. Und so kommt es, dass nicht nur Lukes und Jessicas Tochter plötzlich durch das Kinderzimmer schwingt und Squirrel Girl in den Wahnsinn treibt, sondern auch Hawkeye hat so seine Probleme mit den neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er überhaupt nicht umzugehen weiß.
Anders ist es da mit Flash Thompson. Der weiß genau, was er tun muss. Aber das bedeutet nicht, dass es für ihn einfacher ist. Denn nachdem ein wütendes Spinnenmonster auf der Brooklyn Bridge ausrastet und von Venom in die Basis von Operation Wiedergeburt 2.0 gebracht wurde, verändert sich die Situation drastisch …
Dieser Band steht ganz im Zeichen von Spider-Island. Deshalb gibt es auch nur drei reguläre Venom-Stories. Der Rest der Ausgabe wurde mit zwei relevanten Spider-Island Geschichten aufgefüllt, um so weitere Einblicke in das Event und der betroffenen Figuren zu präsentieren. Während der Avengers One Shot von Autor Chris Yost eher humorvoll herüberkommt und sich selbst nicht so wirklich ernst nimmt, ist die kurze Reise durch die Aufgaben der neuen Madame Web, für die Jim McCann verantwortlich zeichnet, schon wesentlich tiefgründiger und nachdenklicher.
Dem gegenüber schickt Rick Remender seinen Titelhelden wieder in actionreiche und kurzweilige Schlachten, lässt aber Flashs Privatleben nicht außen vor, sondern schafft es, dass dieses die ganze Zeit, wie ein Damoklesschwert über dem Helden hängt und so seine Handlungen maßgeblich beeinflusst.
Wenn schon drei verschiedene Autoren und drei verschiedene Grundemotionen in einem Band vorkommen, dann ist es auch nur angemessen drei verschiedene Zeichner auf den Plan treten zu lassen, um die jeweiligen Geschichten passend umzusetzen. Da wäre zum einen Mike McKone, der das Abenteuer mit den Avengers und dem sehr genervten Hawkeye routiniert in Szene setzt. Die Bilder sind detailliert, wirken aber leider etwas statisch. Das geht eigentlich besser, wenngleich ich sagen muss, dass McKone Frogman sehr gut und humorvoll auf das Papier gebracht hat. Wiederum anders ist es mit den Zeichnungen der Kurzgeschichte rund um Julia Carpenter, die neue Madame Web. Hier war ein alter Bekannter aus Zeiten der Klonsaga am Werk. Patrick Scherberger hat Mitte der Neunziger Jahre die Abenteuer der New Warriors „verbrochen“ zu denen auch kurzzeitig der damals aktuelle Ben Reilly als Scarlet Spider gehörte. Schon damals war sein Zeichenstil sehr Imagehaft und austauschbar. Aber seit damals ist einiges an Zeit vergangen und Scherberger hat sich weiterentwickelt. Zum Glück zum Positiven, denn seine aktuellen Zeichnungen gefallen sehr wohl. Venom wurde diesmal nicht mehr von Tony Moore visualisiert, sondern von Tom Fowler, der bereits im letzten Band das letzte Abenteuer umsetzen durfte. Dies macht Fowler auch diesmal gewohnt souverän ohne sich irgendwelche Patzer zu leisten.
FAZIT:
Dass das Mega-Spider-Event um seinen besten Freund und zugleich ärgsten Widersacher keinen Bogen macht, war abzusehen. Wenn das Ganze dann auch noch so abwechslungsreich, spannend und humorvoll präsentiert wird, dann kann schon fast nichts mehr schiefgehen. Negativ ist einzig nur, dass durch die Veröffentlichung als eigener Seriensonderband, und daher nicht ganz chronologisch, einige Ereignisse vorweggenommen werden. Zwar könnte man hier nach jeder enthaltenen US-Ausgabe wechseln, aber wer macht sich schon diese Arbeit. Dennoch finde ich es sehr gut, dass Christian Endres, der redaktionelle Betreuer seitens Panini, eine genaue Auflistung der Lesereihenfolge nach US-Heften mitliefert. Das ist kein Standard und sollte daher auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Grundsätzlich muss man die redaktionelle Betreuung von Panini loben. Denn was einem hier zusätzlich an Wissen mitgegeben wird, schürt schon ein wenig die Bindung zwischen Leser und Macher der Comics.
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Spider-Island Reviewserie (6): Spider-Man (Vol. 2) #101 [Panini, August 2012]
Nach einer etwas kleineren Pause mit „Animal Man #1“ und „100% Marvel #62“ geht es heute mit der Spider-Island Reviewserie weiter …
Spider-Man (Vol. 2) #101
Als wenn es nicht schon genug wäre, das halb Manhattan plötzlich über Spinnenkräfte verfügt, nun wird Spidey auch noch von seinen Teamkollegen aus dem Ring geworfen. Dadurch, dass Spider-Man nun leider nur noch einer unter vielen ist, und die Rächer, den echten kaum von den Fälschungen unterscheiden können, muss der „Freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft“® seinen Dienst kurzzeitig quittieren. Doch Peter lässt sich nicht unterkriegen und tut nun so, als wäre er ebenfalls ein „Opfer“ der Epidemie geworden und erst seit Neuestem mit Spinnenkräften ausgestattet. So kann er immerhin die ehrbaren New Yorker motivieren, mit ihm in den Kampf gegen die Ganoven zu ziehen. In der Zwischenzeit findet Reed die Ursache für die Veränderungen und der Bürgermeister J. Jonah Jameson riegelt Manhattan vollständig ab. Auch Anti-Venom trägt seinen Teil zum Chaos bei. Er streift durch die Stadt und schafft es doch tatsächlich einige von der Plage zu heilen, aber ist gemessen an der Masse dennoch machtlos …
Es überrascht kein bisschen, wie ein Großteil der New Yorker reagiert. Kaum jemand hat wohl nicht schon davon geträumt, Superkräfte zu besitzen. Jedes comiclesende Kind und jeder bilderheftchenverrückte Teenager hat sich irgendwann einmal insgeheim gewünscht mit solchen Fähigkeiten, wie Spider-Man sie besitzt, gesegnet zu sein. So ähnlich muss es wohl auch Slott gegangen sein. Denn diese Story wirkt ein wenig, wie die Verwirklichung eines Kindheitstraumes. Und diese Energie spürt man förmlich. Man merkt regelrecht, welch einen Spaß Slott gehabt haben muss, diese Geschichte zu schreiben. Plus die Tatsache, dass er offenbar ein großer Fan der Klonsaga zu sein scheint, denn das der Schakal und Kaine wieder auftauchen ist ein gelungener Schachzug, um an die Ereignisse gegen Ende der neunziger Jahre wieder anzuknüpfen.
Für die grafische Umsetzung ist wieder einmal Humberto Ramos verantwortlich. Dieser spaltet wie kaum jemand anderes die Fangemeinde. Während ich persönlich ein großer Fan seines Manga-artigen und extrem dynamischen Zeichenstils bin, so gibt es aber genauso viele Fans wie Gegner. Denn gerade die Mangaanleihen sind nicht jedermanns Sache. Auch mit den Mimiken an Ramos ein kleines Problem. Denn diese schwanken nur von wütend zu gelangweilt und verschmitzt frechem Grinsen. Aber Trauer, Verzweiflung, Angst, Freude ohne ein Lächeln und andere feinfühlige Emotionen ist Ramos nicht in der Lage umzusetzen. Das gleiche Problem scheint Ramos auch mit der Anatomie zu haben. Die schmerzhaften aber coolen Posen sind fast schon ein Markenzeichen geworden. Wenn man von diesen Punkten absieht, sind Ramos Zeichnungen mit den Inks von Victor Olazaba und Carlos Cuevas und der Farbgebung von Edgar Delgado, sehr gelungen.
FAZIT:
Es ist schon faszinierend, wie sich die Situationen rund um Spider-Man weiterentwickeln und vor allem, wie sich die Pläne des Schakals, der offenbar nicht alleine arbeitet, verwirklichen lassen. Auch das sich Jonah nun einer Entwicklung gegenübersieht, die für ihn kaum schlimmer sein könnte, ist sehr humorvoll umgesetzt. Schade ist allerdings, dass Peters Intelligenz hier keine so große Rolle spielt. Denn immerhin ist Peter, genau wie Reed, vom Intellekt nicht zu unterschätzen. Doch das ist ein Punkt den Slott, entweder ganz bewusst, oder versehentlich, außen vor lässt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich Spider-Island hervorragend und macht von der ersten bis zur letzten Seite rundum gute Laune und sehr viel Spaß, wenn man denn mit dem Stil von Ramos warm wird.
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100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine [Panini, Juni 2012]
Nach dem gestrigen kleinen Ausritt in die Welt des übernatürlichen, wird es heute ein wenig humorvoller, aber nicht weniger mysteriös …
100% Marvel #62: Astonishing Spider-Man & Wolverine
Spider-Man und Wolverine wollen eigentlich nur einen Bankraub verhindern, doch dann kommt alles anders. Denn Orb, der Verrückte, der diesen Bankraub durchziehen möchte, gerät plötzlich an ein paar mysteriöse Diamanten. Und mit denen beginnt dann auch schon der Schlammassel. Denn plötzlich finden sich die beiden Helden in der Urzeit wieder und haben keine Chance, von dort wieder wegzukommen. Aber das Schicksal scheint weiter mit den beiden zu spielen, als es sie nach fast ewiger Zeit in eine postapokalyptische Zukunft verschlägt, in der Dr. Doom ein lebender Planet, wie auch Ego, the living Planet, ist. Doch Peter will sich nicht einfach so dem Schicksal geschlagen geben, und forscht in jeder Zeitlinie nach der Lösung, um aus diesem Chaos zu entkommen …
Der ewig plappernde Spider-Man und der immer mürrische Wolverine sind schon immer wie eine Art altes Ehepaar. Dies macht auch der vorliegende Band auf sehr humorvolle Art und Weise deutlich. Denn egal, in welcher Zeit sich die beiden befinden, sie zicken und schnauzen sich immer an. Das ist, obwohl es sich andauernd wiederholt, dennoch jedes Mal sehr unterhaltsam. Und trotzdem können sie auch nicht ohne den Anderen. Besonders als sich ihre „Freundschaft“ gegen Ende dieser Ausgabe auf sehr emotionale Weise weiterentwickelt und ein Band schafft, das auch gerne in die aktuellen Geschehnisse mit aufgenommen werden könnte.
Jason Aaron liefert einen kurzweiligen und sehr unterhaltsamen Storybogen ab, der vor allem mit vielen humoristischen Einlagen und spannenden Storywendungen überzeugen kann. Zusammen mit den Zeichnungen von Adam Kubert ergibt sich Popcorn-Unterhaltung vom Feinsten. Denn Kuberts wechselnder, sich immer der Geschichte anpassender Zeichenstil, der vor allem mit anatomisch korrekten Körpern, dynamischem Strich und actionreichen Posen überzeugt, erfreuen das Auge des Lesers. Die sich verändernden Zeitalter werden dabei ebenso bedacht, wie die emotionalen Veränderungen, die die Charaktere durchmachen und welche sich dadurch auf die Körperzustände niederschlagen, so das ein Peter Parker, der monatelang nach einer Lösung des Problems der Rückkehr sucht, auch entsprechend abgeschlagen und ungepflegt wirkt.
FAZIT:
„Schöner Schlammassel“, so der deutsche Titel der 6-teiligen Storyline, ist genau das eben nicht. Denn der Band weiß von Anfang bis Ende zu gefallen. Aaron und Kubert sind hier einfach ein Dream-Team, dass die Beziehung zwischen Wolverine und Spider-Man um einige sehr interessante Facetten bereichert. Auch, dass die Vergangenheit der beiden Protagonisten mit einbezogen wird, ist ein wunderschöner Aspekt, der perfekt in das Gesamtbild passt. Denn wenn Wolverine gegen Spider-Man am Anfang seiner Catcherlaufbahn kämpft, oder Spider-Man Logan zusammen mit seinem durchgeknallten großen Bruder erwischt, ist Unterhaltung garantiert.
Wer spannende, witzige und kurzweilige Unterhaltung sucht, der kommt an diesem Band einfach nicht vorbei, selbst wenn man kein Fan der beiden am meisten eingesetzten Marvelcharaktere der letzten Jahre ist.
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Animal Man #1: Die Jagd [Panini, Juli 2012]
Zur Abwechslung gibt es heute einmal einen Band, der schon ein gutes Weilchen ungelesen hier bei mir herumlag. Nach der Lektüre frage ich mich nur noch …
… warum er dort so lange lag?
Animal Man #1: Die Jagd
Buddy Baker ist nicht nur Schauspieler, sondern auch der Superheld Animal Man. Als dieser hat er aber seiner Frau versprochen, weniger in Aktion zu treten. Doch als ein verwirrter Mann auf der Kinderstation eines Krankenhauses mit einer Waffe herumfuchtelt, muss Buddy doch wieder los. Bei diesem Einsatz kommt es zum ersten Mal zu einem Zwischenfall, der Buddy und insbesondere seine Tochter in ein Abenteuer hineinzieht, das weitaus größere Auswirkungen haben kann, als es Buddy zuerst ahnen lässt.
Denn mit ihr zusammen begibt er sich auf die Suche in das Rot und trifft dort einige seiner „Vorfahren“, die ebenfalls Animal Men waren. Diese Totem möchten das Buddys Tochter der neue Avatar der Tiere wird, und für diese in einen epischen Krieg zieht. Aber nicht nur die Totem sind auf der Jagd nach Buddys kleiner Tochter …
Animal Man wird als eine der besten Serien von DCs New 52 Relaunch gehandelt, und dies auch mit Recht. Denn diese gekonnte Mischung aus Horror, Superheldenaction und Drama macht alleine schon eine große Faszination der Reihe aus. Jeff Lemire schafft einen zerbrechlichen, sympathischen und verängstigten Helden, der dennoch niemals aufgeben will, vor allem wenn es um seine Familie geht. Aber Lemire deutet auch eine Staffelstabweitergabe an, indem er Buddys Tochter weiter ins Scheinwerferlicht rückt, wohl wissend, dass die vierjährige als Hauptdarstellerin einer Horror-Action-Superheldenserie eher ungeeignet ist.
Grafisch unterstützt wird Lemire von Travel Foreman, der besonders die Szenen im Rot und die mystischen Fabelwesen und Monster in Szene setzen kann. Dafür sehen seine Menschen ein wenig seltsam und deformiert aus, und ich meine nicht die, welche von den drei Jägern übernommen wurden. Denn sowohl die Gesichter als auch die Körper weißen oftmals unfreiwillig komische Deformierungen auf, die für den Storyablauf störend wirken. Aber in den Szenen im Rot glänzt Foreman wieder mit seiner vollen Bandbreite an künstlerischem Können. Die Figuren sehen abschreckend und trotzdem faszinierend aus und zwingen den Leser trotz eines gewissen Ekels weiter hinzuschauen.
FAZIT:
Jeff Lemires und Travel Foremans Animal Man wird seinem guten Ruf wirklich gerecht. Die Story ist dicht und dramatisch und die Bilder wissen zumindest in den surrealen Passagen zu überzeugen, bauen aber dagegen in den reellen Abschnitten stark ab. Wenn man aber von diesem Kritikpunkt absieht, ergibt sich ein faszinierender Band, mit eindrucksvollen Horrorelementen und einem bewegenden Familiendrama, das man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man einmal ein wenig abseits des normalen und einfachen Superhelden-Mainstreams unterhalten werden möchte. Am besten entfaltet sich der Band, wenn man ihn zusammen mit der „Schwester“-Serie „Swamp Thing“ genießt.
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Swamp Thing Nr. 1: Die Auferstehung der Toten































