Diesmal steht der Ma-Co-Re-Mix ganz im Zeichen von Marvel NOW! Denn hier widme ich mich dem Comic „Spider-Man, Der Avenger“ Nr. 8, der als Prolog zu „Spider-Man“ Nr. 1 diente und der zweiten Ausgabe der „Neuen X-Men“. Morgen folgen dann in der Rubrik „Spider-Man & The Avengers“ die beiden Folgeausgaben der Serien „Spider-Man“ und „Avengers“ …
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X-Kursiv – Das „Comic“-Magazin (1)
Hier ist Explosiv und ich bin Barbara Eligm …???
Ähm… !!!
Nicht ganz richtig.
Moment.
Nochmal, von vorne.
Hier ist X-Kursiv und ich bin Thomas Mülbradt.
Ja, jetzt passt es.
X-Kursiv ist das etwas andere „Comic“-Magazin und befasst sich vorrangig mit Comic-Magazinen. Hier werdet ihr zukünftig kurze Reviews zu Comic-Magazinen finden, die nicht wie die ganzen anderen Reviews sind. Denn wie die vielen bekannten Boulevard-Magazine will ich die Reviews etwas aufbauschen und übertreiben, sensationslüstern und nicht immer ganz ehrlich sein. Oder anders gesagt. Die Reviews werden zwar alles beinhalten, was sie benötigen, aber vor allem viel Humor und ein wenig Ironie und Sarkasmus. Alles im Stil der bekannten TV-Formate, die ihre Beiträge mit allem Möglichen würzen, um Einschaltquoten zu erhalten, nur nicht der Wahrheit.
Aber wer hier zwischen den Zeilen liest, wird alles erfahren, was er braucht. 😉
New York. Die Stadt, die niemals schläft. Eine Stadt, in der das Leben immer und überall zu finden ist. Doch was die vier Brüder Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo beim Spielen am Abend in am Ende dieses Sommers entdeckten, konnte niemand ahnen.
Die vier Waisenkinder, die derzeit bei ihrem Ziehvater aufwachsen, fanden sich plötzlich in einer urwaldähnlichen Gegend wieder. Inmitten der New Yorker Hochhäuser hatte ein perfider und höchst gefährlicher Krimineller einen Ort geschaffen, um kleine Kinder in eine Falle zu locken.
Auch wenn die Jungs in der Überzahl waren, haben sie zuerst keine Chance, um ihrem Peiniger zu entfliehen. Aber wie so oft hilft ihnen der Zufall …
Dieses tragische Abenteuer von vier hilflosen Brüdern wurde mithilfe seiner HD-Kamera in aussagekräftigen Bildern, von einem New Yorker Bürger aufgezeichnet. Auch wenn er nicht helfend eingreifen konnte, so dokumentierte er doch einen tragischen und dennoch glorreichen Kampf in aufsehenerregenden Bildern, die schnell auf U-Video seine Runde machte. Binnen kurzer Zeit hatte dieses Video mehrere Millionen Klicks und avancierte zu einem Renner im gesamten World Wide Web. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es sich hier um einen kurzen aber gefährlichen Ausflug von vier unschuldigen Kindern handelt. Egal wie cool und witzig das Video auch sein mag, es ist eine Tragödie, dass solche Täter noch immer frei herumlaufen können.
Das Ende vom Lied:
Auch wenn in New York inzwischen Kameras überall zu finden sind und eine trügerische Sicherheit herrscht, sollte man seine Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen. Wie hier kann es auch passieren, dass passive Zuschauer nur einen schnellen Reibach mit den entstandenen Videos machen will. Wer sich ein umfassendes Bild von diesem, doch noch glücklich verlaufenen Abenteuer machen will, der sollte sich folgende Boulevardzeitschrift am Kiosk oder beim Händler seines Vertrauens besorgen:
Teenage Mutant Ninja Turtles Magazin Nr. 2
[Panini, August 2013]
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Es war am Morgen als der junge Peter Parker für seine Tante nur ein Regal mithilfe der U-Bahn transportieren wollte. Er konnte nicht ahnen, dass dies sein Todesurteil bedeuten könnte. Nach etwa der halben Strecke geriet die U-Bahn in einen Unfall und mit Peter Parker wurden vier weitere Passagiere das Opfer eines Angriffes aus den Tiefen der Unterwelt. Ein kleiner Mann mit einer Zwergenarmee und grotesken mutierten Monstern soll, so die Aussage der Überlebenden, versucht haben, die Stadt zu erobern. Aber ein eifriger Held, der sich in einem rot/blauen Strampelanzug plötzlich am Ort des Geschehens einfand, soll dies verhindert haben …
Die Idee, die New Yorker U-Bahn und deren Bahnhöfe mit Videoüberwachung auszustatten, war eine sehr gute Idee, der New Yorker Verkehrsbetriebe. So konnte diese wirklich unglaubliche Geschichte in rasanten, aber ziemlich verschwommenen Bildern für die Nachwelt erhalten werden. Wer jetzt aber denkt, hier monströse Gestalten und fiese Kreaturen zu Gesicht zu bekommen, der wird enttäuscht. Das Video ist zwar durchaus erkennbar, hat aber eher Ähnlichkeit mit Blair Witch Project und Cloverfield. In beiden Fällen konnte man nur so viel erkennen, wie es für den Erhalt eines Mythos notwendig war. Auch hier kommen schnell Zweifel über die Echtheit des Bildmaterials, auch wenn es von offizieller Seite zur Verfügung gestellt wurde.
Was lernen wir daraus?
Sensationelle Bilder sind schnell gemacht, wenn man mit unscharfen Bildern und einer wackeligen Geschichte jagd auf leichtgläubige Menschen macht. Die einen werden ob der obskuren und unglaubwürdigen Ereignisse ihren Spaß daran haben, die anderen sich angewidert abwenden. So oder so kann man die Ereignisse noch mal in dem folgenden Sensationsblatt nachlesen:
Der ultimative Spider-Man Magazin Nr. 1
[Panini, August 2013]
Ma-Co-Re-Mix (Vol. 11) (Spider-Man, Der Avenger Nr. 5 & 6)
In den letzten beiden Ausgaben habe ich ja bereits die ersten vier Hefte der neuen Spider-Man Fun und Actionserie besprochen und diesmal folgen die nächsten zwei Ausgaben, bevor es in der Nummer 7 dann den Anschluss an die Ereignisse von Spider-Man Nr. 111 und der neuen Spider-Man-Serie bei Panini gibt.
Bongo Comics des Monats… April 2013 [Panini, April 2013]
… April
Weiter geht es mit dem Monat April. Diesmal warten drei Bongo Comics darauf, hier kurz besprochen zu werden.
Simpsons Comics Nr. 198 [April, 2013]
Ein ganz normaler Tag bei den Simpsons. Marge backt, Lisa arbeitet an Schulaufgaben und Homer langweilt sich. Doch dann entdeckt er im Nachbargarten, ein seltsames Bauwerk, welches einer geodätischen Kuppel ähnelt. Angestachelt durch seinen eigenen Hunger auf Süßigkeiten, gerät Homer in dieser Kugel auf eine mysteriöse Reise. Genaugenommen ist nur ein Tornado daran schuld, dass Homer aus dem Nachbargarten herausgewirbelt wird, aber für ihn gleicht es einer Zeitreise. Während seine Familie, allen voran Marge, ihn sucht, muss sich Homer Rittern, Konföderierten und Dinosauriern stellen …
Das Autorenteam Chuck Dixon und Elma Blackburn präsentieren eine unterhaltsame und witzige Geschichte, die anders als die der vorangegangenen Ausgabe, mit sehr viel typischem Simpsons-Humor und fast noch mehr Anspielungen auf die Vergangenheit und die Gegenwart der Menschheitsgeschichte aufwarten kann. Dabei vergessen sie natürlich auch nicht, die bekannten Figuren aus dem Simpsons-Universum mit eher unbekannten Nebenfiguren gekonnt in Einklang zu bringen.
Einen großen Anteil an dem Wiedererkennungswert der verschiedenen Figuren hat aber auch der Zeichner John Delaney. Dieser trifft das Aussehen der Simpsons sehr gut und ermöglicht so eine sehr gute Zuordnung auch für Leser, die mit der gelben Familie weniger vertraut sind, lässt aber dennoch genug eigenen Stil erkennen. So gelingt eine gute Mischung und es sticht ein wenig aus dem sonst so typischen 08/15-Einheitsbrei der Lizenzcomics.
FAZIT:
Die Ausgabe macht wieder einmal so richtig Spaß, und das, obwohl nicht wirklich viel passiert. Aber manchmal sind die kleinen und einfachen Geschichten tausendmal besser als die großen und verschachtelten Superstorys mit viel tiefenpsychologischen Dialogen. Gut, die gibt es bei den Simpsons sowieso nicht. Dennoch hat mich dieses Heft endlich wieder gut unterhalten, und mehr erwarte ich von den Simpsons ehrlich gesagt auch nicht.
Simpsons Super Spektakel Nr. 7 [Panini, April 2013]
Marge möchte an einem Backwettbewerb teilnehmen, aber dieser trägt ein lange gehütetes Geheimnis mit sich herum. Dies ruft nicht nur Tortenmann und Törtchenboy auf den Plan, sondern auch die alte Superheldengruppe „Die Liga der Superhelden“, denen nicht nur Homers Vater Abe und Marges Mutter Jackie, sondern auch Krusty der Clown angehörte. Noch mysteriöser wird es aber, als der eigentlich tot geglaubte Pastetenfratze auftaucht und alle vor einer großen Katastrophe warnen will …
Die Menschen in Zenith nehmen Radioactive Man inzwischen als selbstverständlichen Helfer war, und dies wurmt den Beschützer der Stadt natürlich ganz enorm. Doch als ihm, in seinem Alter Ego Claude Kane III drei Personen aufsuchen, und bitten mit seinem Vermögen ein Broadway Musical über Radioactive Man zu finanzieren, sieht er seine Möglichkeit die Beliebtheit des Helden wieder zu steigern. Aber so einfach, wie gedacht, scheint es dann doch nicht zu sein …
In der ersten Geschichte nehmen Autor Patric M. Verone und Zeichner Tone Rodriguez den Comicklassiker Watchmen auf die Schippe. Leider ist dies nur mäßig gelungen, da hierbei viel zu sehr darauf geachtet wurde, das Original im Simpsons-Style zu kopieren, als eine eigenständige an den Klassiker angelehnte Geschichte zu erschaffen. Es macht zwar durchaus Spaß, aber insgesamt bleibt ein fader Beigeschmack zurück. Auch weil es zeichnerisch wieder zu austauschbar geraten ist. Gerade hierbei hätte man sehr gut mit einem etwas eigenwilligeren Zeichner arbeiten können.
Die nachfolgende Geschichte nimmt sich dem Debakel um das Spider-Man-Musical an und lässt den Leser hinter die vermeintlichen Kulissen einer Broadway-Aufführung blicken. Leider fällt auch diese Geschichte, von Autor Batton Lash, nur leidlich spannend und unterhaltsam aus. Wie auch bei der Wachtmen-Verarsche „Klatschmen“ im ersten Teil des Heftes, wirkt alles viel zu gekünstelt, um wirklich gefallen zu können. Und wie auch in der anderen Geschichte sind die Zeichnungen, diesmal von Bill Galvin, erneut nicht eigenständig genug. Alles scheint aus dem Simpsons-Figurenbaukasten zu stammen. Augen, Nase, Mund, ein bisschen gelbe Farbe mal den langen schlanken Körper hier und den kleinen dicken da, und fertig sind 439 neue Figurenmöglichkeiten. Das ist auf Dauer dann doch schon ermüdend.
FAZIT:
Auch wenn mit Watchmen einer der großen Klassiker der Comicliteratur hier verwurstet wurde, und mit dem Seitenhieb auf das Spider-Man-Musical sogar sehr aktuelle Ereignisse aufgegriffen werden, wird dieses Heft nicht lange im Gedächtnis bleiben. Das rettet auch die dreiseitige Kurzgeschichte mit Maggie als Maggeena, die Babysuperheldin von Sergio Aragones nicht mehr.
Futurama Comics Nr. 51 [Panini, April 2013]
Dr. Zoidberg ist es satt, ein erfolgloser Arzt zu sein. Stattdessen will er sich lieber als Anwalt versuchen und tauscht mit einem Anwalt seine Berufschips. Anfangs will das aber irgendwie nicht so recht klappen, aber nachdem er einen Mutantenprozess aufsehenerregend gewinnt, scheint ihm das Glück endlich hold zu sein. Währenddessen hat Fry ganz andere Probleme, als er mit ein paar mysteriösen Bohnen eine neue Bedrohung über die Erde bringt. Podcastpflanzenwesen drohen die gesamte Menschheit zu Tode zu langweilen …
… und zu Tode langweilen trifft es auch fast. Zumindest dieser Handlungsstrang dieser Ausgabe ist alles andere als unterhaltsam. Ganz witzig hingegen ist es, Zoidberg bei seinen Versuchen auf dem Parkett der Justiz zu erleben. Wer Zoidberg kennt, weiß, dass seine Arbeitsweise nicht so ganz konventionell ausfällt. Daher sind seine Plädoyers sehr witzig und wissen zumindest mich zu überzeugen. Fast scheint es so, dass dem Autor Ian Boothby so langsam seine kreativen Ideen ausgehen. Zeichnete er sich doch für einige der besten Simpsons Comics verantwortlich. Aber in letzter Zeit schwächeln seine Geschichten doch merklich.
Zeichnerisch hingegen fehlt mir persönlich zu sehr die eigenständige Note des Zeichners Mike Kazaleh. Wie auch bei den Simpsons wirken die Figuren, Hintergründe und Architektur zu austauschbar.
FAZIT:
Wenn man einmal von Zoidbergs Anwaltsversuchen absieht, bleibt unter dem Strich nicht mehr viel übrig, dass man dem Heft abgewinnen kann. Einzig die redaktionelle Betreuung kann man erneut positiv hervorheben. Dennoch werde ich der Reihe treu bleiben, schon alleine in der Hoffnung, dass es wieder besser wird.
Ma-Co-Re-Mix (Vol. 10) (Spider-Man, Der Avenger Nr. 3 & 4)
Mit dem heutigen Marvel Comics Review Mix widme ich mich den nächsten beiden Ausgaben der unterhaltsamen Team Up-Serie mit Spider-Man und seinen Marvel Comic-Kollegen.
Meine Comiclieferung für Juli/August 2013
Manchmal läuft das Leben leider nicht so, wie man es gerne möchte, aber es gibt eine Sache, auf die ich mich immer wieder verlassen kanne. Und zwar auf die monatliche Lieferung von meinem Stammcomicshop Comic Attack in Erfurt. Dankeschön dafür und auch wieder ein ganz großes Dankeschön an die Jungs vom Shop, die immer freundlich, zügig und fast immer fehlerfrei arbeiten. Und wenn es doch mal einen Fehler gibt, wird der ohne Probleme behoben. So wünsche ich mir einen Shop, und einen Plausch kann man mit den Jungs auch noch machen.
- Die neuen X-Men Nr. 2
- Avengers Nr. 2
- Spider-Man Nr. 2
- Avengers – Die Rächer Nr. 6
- Ultimate Comics Spider-Man Nr. 4
- Der ultimative Spider-Man Magazin Nr. 1
- Batman Nr. 15
- Justice League Nr. 15
- Simpsons Comics Nr. 202
- Bart Simpson Nr. 75
- Futurama Nr. 52
- Detektiv Conan Nr. 76
Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Nr. 21: Spider-Man – Heimkehr [Hachette, Januar 2013]
Mit dem heutigen Review widme ich mich dem ersten Band der offiziellen Marvel-Comic-Sammlung, der bereits seit Januar 2013 auf meinem Lesestapel herumlümmelt. Das hat aber nichts mit der Qualität des Bandes zu tun, sondern eher damit, dass ich die Geschichte schon kenne und ich mich bisher eher mit neuem Material beschäftigt habe. Aber irgendwann muss er dann doch dran glauben und die Zeit dafür ist jetzt …
Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung Nr. 21: Spider-Man – Heimkehr
Nach vielen sehr unschönenen Ereignissen und Zwischenfällen hat Mary Jane Peter verlassen. Nun bleibt er alleine zurück und in ihm Angst und Verzweiflung und vor allem Wut. Doch Peter hat keine Zeit für seine kleinen privaten Problemchen. Denn plötzlich taucht ein Mann auf, der über die gleichen Fähigkeiten, wie Peter verfügt, seine Geheimidentität kennt, sehr viel über seine Kräfte zu wissen scheint und ihn vor allem vor einer großen Gefahr warnen will. Denn eine Art Energievampir ist auf der Jagd nach Spider-Man und nichts und niemand konnte ihn bisher stoppen. Droht Spider-Man sein letzter Kampf gegen einen so übermächtigen Gegner …?
Nachdem der Comicmarkt in Amerika anfangs der 90er Jahre einen wahren Boom erlebte folgte zur Jahrtausendwende die große Flaute. Bedingt durch zu viele Variantcover, schwächelnde Geschichten und vieles mehr, befand sich der Comicmarkt auf Talfahrt. Infolgedessen wurden viele Serien eingestellt und neu gestartet, um so neue Leser zu gewinnen. Auch Spider-Man war hiervon betroffen. Ebenfalls neue Energie sollte durch frische Storys von jungen und auch bekannten Autoren und Zeichnern geliefert werden. Einer dieser Autoren war J. Michael Straczynski, der mit der TV-Serie Babylon 5 bereits einen großen Erfolg vorweisen konnte. JMS, wie Straczynski auch von den Fans genannt wird) brachte neue, fantastische und mystische Elemente mit in die Serie und krempelte Peters Leben komplett um. Als größer Fan von Spider-Man war es JMS nicht nur eine Ehre an dieser Figur zu arbeiten, sondern vor allem eine große Freude. Und Marvel gab ihm mehr Freiheiten, als es viele andere Autoren zu dieser Zeit gehabt haben. Wie sich herausstellte, war dies die wohl beste Entscheidung, die Marvel damals treffen konnte. JMS neue Ausrichtung brachte durch frische und ungewöhnliche Ideen mehr Leser und auch die Achtung der Kritiker. Noch heute gilt sein Run an Amazing Spider-Man (Volume 2) zu den großen Comicerfolgen des noch jungen neuen Jahrtausends. Auch wenn es, wie immer Kritiker seiner Arbeit gibt.
Für das Artwork zeichnet sich John Romita Junior verantwortlich. JRJR, wie er liebevoll abgekürzt wird, ist kein unbeschriebenes Blatt in der Comicbranche. Bereits sein Vater hatte in den späten 60er und frühen 70er Jahren an Spider-Man gearbeitet. Bereits seit 1977 ist JRJR für den amerikanischen Comicmarkt tätig, auch wenn sich sein aktueller Stil erst gegen Ende der 90er Jahre entwickelte. In seiner inzwischen 26 Jahre andauernden Comickarriere hat John schon so gut wie jeden Comiccharakter bebildern dürfen. Seien es die X-Men, Daredevil, Spider-Man oder die Avengers (um nur ein paar der Marvelhelden zu nennen), JRJR hat Spuren hinterlassen.
Romitas Stil ist außergewöhnlich und ein wenig kantig, was aber auch immer etwas am Inker liegt. So richtig dynamisch sehen seine Bilder leider nicht aus. Auch was die Anatomie von Spider-Man betrifft, gibt es von mir Kritik. Seine Version des agilen und auch grazilen Superhelden kommt mit spindeldürren Armen und Beinen daher und wirkt so fast schon wie ein Zerrbild. Man könnte sogar schon fast von einer Magersuchtversion von Spider-Man sprechen. Ein großer Vorteil bei JRJR an diesem Band ist jedoch, dass seine Gesichter sehr detail- und abwechslungsreich sind. Gleiches gilt für die Hintergründe. Auch diese strotzen vor Details.
Wenn man diesen Band (aus visuellen Gesichtspunkten) mit der originalen Heftveröffentlichung vergleicht fallen vor allem zwei Dinge auf. Es wurden Panels retuschiert (vor allem die in denen die Künstler der jeweiligen Ausgabe genannt werden) und der Kontrast ist im Hachette-Band wesentlich schwächer ausgefallen. Dies könnte vor allem dem Glanzpapier geschuldet sein. Mir persönlich gefällt jedenfalls die Heftversion ein Stück weit besser.
FAZIT:
Eine spannende und grafisch durch aus gelungene, in sich aber nicht wirklich abgeschlossene, Geschichte erfreut hier den Sammler. Wenn man jedoch das magere Bonusmaterial, welches an sich nicht schlecht ist, und die Aufmachung als Hardcover weglässt, bleibt kein wirklicher Grund um den Band zu kaufen. Es sei denn, man ist nicht, wie ich, im Besitz der Hefte (Der erstaunliche Spider-Man Nr. 18-21 von Panini). In diesem Fall lohnt es sich auf jeden Fall, den Band zu kaufen. Wer jedoch schon die Hefte hat, bekommt außer einem schick gestalteten Hardcover mit durchlaufendem Rückenmotiv von Gabriele Dell’Otto keinen wirklichen Mehrwert. So bleibt es für Sammler vor allem eine Glaubensfrage, ob man sich diese Version zulegt. Zwar ist das Bonusmaterial mit Kurzbiografien zum Autor und Zeichner der Ausgabe sowie Hintergrundwissen zur Hauptfigur und deren Gegner sehr informativ, und auch die Skizzen und textfreien Covermotive wissen zu gefallen. Aber wenn man schon länger Comics liest, kennt man vieles davon schon und so wird deutlich, dass diese Veröffentlichung eher für Neueinsteiger gedacht ist, als für langjährige Sammler.
Copyright aller verwendeten Bilder © 2001 – 2013 Marvel & Subs. / Hachette Collections / Panini
Ma-Co-Re-Mix (Vol. 9) (Spider-Man: American Son, Marvel Exklusiv Nr. 86: Captain America Reborn, Ultimate Avengers Nr. 1)
Im heutigen Re-Mix finden sich ein paar ältere Ausgaben, die aber deswegen nicht gleich schlechter sind.
Ma-Co-Re-Mix (Vol. 8) (100% Marvel Nr. 11: Wolverine/Punisher – Stadt der Verdammten, 100% Marvel Nr. 37: Die neuen Rächer – Illuminati, 100% Marvel Nr. 52: Spider-Man – Die wahre Klon-Saga)
Im heutigen Ma-Co-Re-Mix gibt es drei Querbeet-Ausgaben der 100% Marvel-Reihe. Nur mal so zur Abwechlsung …
Ma-Co-Re-Mix (Vol. 7) (Spider-Man, Der Avenger Nr. 1 & 2)
Heute gibt es die ersten Ausgaben von Spideys neuer Team Up-Serie. Hier trifft Spider-Man regelmäßig auf einen seiner Kollegen und gemeinsam erleben sie fantastische Abenteuer. So zumindest der Plan …






