Ghostbusters Vol. 2: The Most Magical Place on Earth [IDW, Juli 2012]

Lange ist es her, dass ich den ersten Band der IDW-Ghostbusters Serie reviewt habe. Inzwischen ist die Serie nach 16 Ausgaben leider wieder eingestellt und das Geisterjagen hat ein jüngeres Team übernommen. Dennoch werde ich nicht nur heute den zweiten Band vorstellen, ondern auch noch den dritten und vierten bei Gelegenheit nachschieben …

Ghostbusters Vol. 2: The Most Magical Place on Earth

Die Ghostbusters, Egon Spengler, Peter Venkman, Ray Stantz und Winston Zeddemore sind in ihrem zweiten Abenteuer zurück.
Fantastic Land in Schenectady, New York. Ein Ort an dem die ganze Familie, den ganzen Tag lang eine ganze Menge an Spaß erleben kann. Klingt ganz schön spannend. Ist aber in diesem Fall ganz schön gefährlich. Denn ein altertümlicher Geist hat sich an diesem Ort eines kleinen Jungens bemächtigt, und den gesamten Park unter seine Gewalt gebracht. Sofort bricht eine Massenpanik aus. Die Ghostbusters sind schnell vor Ort und auch der Junge ist ebenso zügig befreit. Aber der Geist hat noch ein Ass im Ärmel und übernimmt kurzerhand Peter Venkmans Körper. Es gibt aber noch ein weiteres Problem. Egon entdeckt einen alten Studienfreund, welcher aber bereits ein paar Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Wer oder was steckt hinter diesem Phänomen und schafft es Egon dieses Rätsel aufzuklären …?

Nach Stephen Kings "ES" gab es nur noch eine Anstellung im Vergnügungspark.

Nach Stephen Kings „ES“ gab es nur noch eine Anstellung im Vergnügungspark.

Die Story sprüht vor witzigen Ideen, die aber nicht ausgearbeitet werden. Sie begeistert mit kleinen Anspielungen und dennoch macht sich Ermüdung breit. Der Beginn dieser Storyline hat mit ziemlichen Längen zu kämpfen. Auch das, was im Verlauf an handlungsrelevanten Elementen aufgeboten wird, überzeugt leider nicht wirklich. Sieht man von dem Rätsel um Egons alten Studienkameraden ab, ist der Rest wie aus einer Ghostbusters-Zeichentrickfolge entnommen. Viele Geister, viel Action, viel Humor, aber wenig Handlung. Und dennoch zieht sich das über ganze drei Kapitel. Oder anders ausgedrückt über drei Viertel des Bandes. Selbst die bereits im letzten Band etablierte Kurzgeschichte am Ende kann nicht vollends überzeugen. Zwar entdeckt man als Leser hier Parallelen zum ersten Kinofilm, doch diese könnten auch nur als allgemeine Andeutungen durchgehen. Nichts davon könnte man als eine Art Prolog oder Ergänzung sehen. Das ist schade, denn da wäre einiges an Potenzial vorhanden, um die Kinofilme um interessante Aspekte zu erweitern, bzw. sie mit der Comic-Serie in einen direkten Zusammenhang zu bringen.

Und ich sag noch zu seiner Mutter, das die Idee mit dem Affen nicht so gut ist.

Und ich sag noch zu seiner Mutter, das die Idee mit dem Affen nicht so gut ist.

Das Artwork von Dan Shoening ist, wie bereits im ersten Band, ideal um diese Art von fantastischen Storys zu erzählen. Die Figuren sind klar an ihre Schauspielvorbilder und auch deren Versionen aus der Zeichentrickserie angelehnt und dadurch sehr gut zu erkennen. Das Charakterdesign, das wie aus einer Animationsserie wirkt, kommt auch den Geistern zugute. Dadurch sehen diese zwar wirklich eklig, aber dennoch sehr interessant und witzig aus. Weniger wie Figuren, vor denen man sich gruselt, sondern eher wie skurrile Mischungen aus Mythologie und Fantasie. Dieser Zeichenstil hat aber noch weitere Vorteile. Denn durch gezielte Übertreibungen im Artwork, nicht nur der Geister, ergibt sich dem Leser eine tiefer gehende Sicht auf die Ereignisse, ohne dass die Glaubwürdigkeit der Geschichte daran leidet.

Wer hat Angst vorm bösen Clown?

Wer hat Angst vorm bösen Clown?

FAZIT:

Band 2 hat gegenüber dem ersten Band mit einigen Schwächen zu kämpfen. Diese manifestieren sich vorwiegend in der Handlung, weniger im Artwork. Dennoch stellt sich, zumindest bei mir, in Anbetracht dessen, eine gewisse Ernüchterung ein. Mir war bewusst, dass es nach dem furiosen Start der Serie, mit all ihren Anspielungen auf die achtziger Jahre, nicht ewig so weitergehen kann. Dass aber nun schon der zweite Band schwächelt, ist enttäuschend. Gegen Ende zeichnet sich eine Wende ab, der beginnende Storybogen ist spannend und zeigt, dass Autor Erik Burnham die Ideen doch nicht ganz ausgegangen sind. Dies wird sich aber erst im nächsten Band zeigen.

Die Vergangenheit holt Egon ein.

Die Vergangenheit holt Egon ein.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012-2013 IDW Publishing

3 Kommentare zu “Ghostbusters Vol. 2: The Most Magical Place on Earth [IDW, Juli 2012]

  1. Finde die lauffende Reihe wirklich großartig – kleine Anmerkung allerdings:
    Die Reihe ist nicht nach 16 Ausgaben in den USA eingestellt worden, eher kurz pausiert damit die „New Ghostbusters“ Miniserie einspringen durfte. Nach der beendigung der Mini-Serie gehts mit der regulären Reihe mit Ausgabe 17 weiter 😉

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    • Echt? Cool. Die New Ghostbusters sprechen mich ehrlich gesagt so überhaupt nicht an und ich war schon ein wenig traurig, dass es mit Egon, Ray, Peter und Winston schon wieder vorbei sein soll. Ist die Mini mit den New Ghostbusters wichtig für den Handlunsgverlauf?

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      • Konnte die New selbst noch nicht genau sichten, aber angeblich soll es im weiteren Verlauf der Handlung der regulären Reihe haben. Vorallem sollen im Finale der New Reihe die Menschenjäger einen Auftritt haben (also ein Team von Geistern die Menschen jagen aus der Real Ghostbusters Serie der 80er ;))

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