Lego Marvel Superheroes (Limited Edition/PS3) [TT Games/WB Games, September 2013]

Lange habe ich persönlich auf so ein Spiel gewartet, und letztes Jahr im September war es endlich soweit. Lego Marvel Super Heroes ist erschienen und nachdem ich es jetzt mit 100% durchgespielt habe, folgt hier mein Review …

Lego Marvel Superheroes
(Limited Edition/PS3)

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Spider-Man & The Avengers (16) (Spider-Man Nr. 3 & Avengers Nr. 3)

Weiter geht es mit den monatlichen Abenteuern der Rächer und von Spider-Man. Die Ereignisse spitzen sich in beiden Fällen zu …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 3 [Panini, Oktober 2013]

Noch immer ist Otto dabei sein Ego aufzupolieren, indem er erneut die Schulbank drückt, um einen Doktortitel zu erhalten. Dabei lernt er auch die kleinwüchsige Anna Maria Marconi kennen, mit deren Hilfe er sein Ziel erreichen will. Doch es tauchen immer wieder Probleme auf, die seine Beziehung zu Anna auf die Probe stellen. Zuerst setzt Massacre mehrere Menschenleben aufs Spiel und dann erlauben sich Screwball und Jester einen kleinen aber peinlichen Scherz mit Bürgermeister Jameson. In beiden Fällen zeigt Otto einen Spider-Man, der auch vor drastischen Mitteln nicht zurückschreckt, und zieht so die Aufmerksamkeit seiner Rächerkollegen auf sich.

Dan Slott schickt seinen Spider-Man auf eine gnadenlose und brutale Ganovenjagd. Otto, alias Spider-Man, rächt und bestraft auf eine eigene und nicht gerade zimperliche Art. Dabei ist es egal, welches Verbrechen erfolgt ist. Screwball und Jester beispielsweise haben nur Eierkopf Jameson ein wenig bloßgestellt. Doch Otto prügelt beide krankenhausreif. Das Otto so überzogen reagiert liegt nicht alleine an seinem ehemaligen Schurkenstatus, sondern in seiner Persönlichkeit und diese legt Slott Schicht für Schicht offen.
Für die Umsetzung von Slotts Skript sind Giuseppe Camuncoli und Humberto Ramos verantwortlich. Beide sind fast schon alte Hasen, was den Netzschwinger betrifft. Trotzdem ist es gerade bei Ramos ein wenig befremdlich, wie detailliert er Ottos Brutalität in Szene setzt. Bisher war Humberto eher der Typ für funny Actionszenen, als für exzessive Gewaltdarstellungen.

FAZIT:

Der neue, bessere Spider-Man, wie Panini die Hefte übertitelt, ist schon sehr gewöhnungsbedürftig und als alter Fan von Peter tut es schon weh, wie Otto das Ansehen von Spider-Man mit Füßen tritt. Viel schlimmer aber ist die Tatsache, dass er mit dieser Schiene derzeit erfolgreicher ist, als es Peter jemals als Spider-Man war. Aber Peter ist noch da und kämpft sich durch Ottos Geist. Das schürt noch ein wenig die Hoffnung, dass Peter irgendwann wiederkommen könnte. Aber auch so macht Spider-Man nach wie vor Spaß, wenn man sich denn auf etwas Neues einlassen kann.

Avengers Nr. 3 [Panini, Oktober 2013]

Die Avengers haben Adam, die jüngste Schöpfung von Ex Nihilo mit auf die Erde gebracht und versuchen verzweifelt seine Sprache zu erkunden und zu entschlüsseln. Dabei ist Tony mächtig auf dem Holzweg, während auf einer Farm in Iowa ein neuer Wächter der imperialen Garde der Kree „geboren“ wird. Dass es sich bei dieser Dame sogar noch um die Enkelin von einem früheren Teamkameraden Captain Americas handelt, ist dabei zweitrangig.
Derweil bekommt der „neue“ Spider-Man mächtig Ärger im Rächerturm und Shang Chi versucht die derzeitige Captain Universe, Tamara Devoux, auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. Immerhin liegt ihr früheres Leben und dass ihrer Tochter bereits 10 Jahre zurück. Auch wenn dies ihr selber nicht weiterhilft, kann sie Tony bei dem Problem mit Adam ein bisschen auf die Sprünge helfen …

Jonathan Hickman kreiert ein sehr komplexes neues Marvel-Universum und scheut sich dennoch nicht davor, auch alte Figuren einzubeziehen, während er fast schon nebenbei, Neue aus dem Ärmel schüttelt. Auch wenn es aktuell noch nicht den Anschein hat, könnte sich Ex Nihilo zu einem zähen Gegner für die Avengers entpuppen. Man spürt ebenfalls, dass es sich bei Avengers um die zentrale Serie des Marvel-Universums handelt. Nicht etwa deshalb, weil fast das gesamte Arsenal irgendwie ein Rächer oder Ersatzrächer ist, sondern weil hier Stränge zusammenlaufen und neu starten. Es ist ähnlich, wie bei DCs Justice League, nur das die Avengers auf einem anderen Niveau angesiedelt sind, als es bei DCs Pendant der Fall ist.
Auch das Artwork gefällt mir inzwischen um einiges besser. Ist doch nach Jerome Opeña ein alter Hase mit familiärer Vergangenheit vertreten. Bereits seit dem zweiten Teil des letzten Heftes illustriert Adam Kubert die Serie und dieser liefert auch genau das ab, was ich persönlich von einer solchen Serie erwarte. Er schafft es auch, ruhige Momente glaubwürdig darzustellen. Dies zeigt sich besonders deutlich in der zweiten Hefthälfte, in der es, abgesehen von ein paar Rückblenden und Spider-Mans kleinen Streitereien, keine Action gibt, und die trotzdem spannend umgesetzt ist.

FAZIT:

Die Avengers gewinnen langsam an Fahrt. Aber wirklich nur langsam. Inhaltlich passiert diesmal nicht viel. Vermutlich will Hickman den Leser nach dem Auftakt ein wenig verschnaufen lassen. Aber in der nächsten Ausgabe sollte es dann schon ein wenig vorankommen. Dafür wird das Auge erfreut, was aber genaugenommen so ganz alleine nicht wirklich reicht. Trotzdem glaube ich an das, was Hickman plant und freue mich schon auf das nächste Heft.

Der ultimative Spider-Man (DVD 1 bis 4) [Disney, 2013]

Neben „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ war „Der ultimative Spider-Man“ eines der Animationshighlights aus dem Hause Marvel/Disney in den letzen Jahren. Inzwischen gibt es die komplette erste Staffel auch in Deutschland auf DVD. Doch wie sind diese vier Silberlinge gelungen? Ich habe sie mir für euch angesehen …

Ultimate Spider-Man DVD

Zuerst einmal möchte ich mich kurz dem Inhalt widmen. Die Serie schließt direkt an „Spectacular Spider-Man“ an und zeigt, wie Peter Parker vom spektakulären Spider-Man zum ultimativen Spider-Man werden soll. Hierfür steht ihm Nick Fury und SHIELD zur Seite und auch ein Team wird um Spider-Man gebildet. Als Anführer soll Spidey nun Nova, White Tiger, Power Man und Iron Fist gegen zahlreiche Schurken wie Venom, Doctor Octopus, Loki, Beetle, Doctor Doom und noch viele Weitere führen. Dabei helfen aber auch viele Heldenkollegen, wie Thor, Iron Man, Captain America und Andere. Wer es gerne genauer wissen möchte, der findet hier die Reviews zu allen Episoden.

Einige Iron Man Rüstungen. Ultimate Iron Man, die Original-Rüstung und die Nasenrüstung (von rechts nach links)

Einige Iron Man Rüstungen. Armor Wars Iron Man, die Original-Rüstung und die Nasenrüstung (von rechts nach links)

Auf vier Einzel-DVDs (eine Komplettbox mit allen 4 DVDs ist nicht ganz unwahrscheinlich) finden sich alle 26 Episoden der ersten Staffel. Wenn man also geneigt ist, sich die komplette Staffel zuzulegen ist man schon mit etwas über 40 Euro für alle vier Discs dabei. Das ist im Sektor der Kinder-DVDs leider keine Seltenheit. Dass es auch anders geht, zeigt KSM regelmäßig, die Komplettboxen mit 4 bis 6 DVDs günstiger anbieten. Doch es gibt noch weitere Kritikpunkte, welche die Vorfreude über die DVD-Veröffentlichung von „Der ultimative Spider-Man“ trüben. Die Aufmachung der einzelnen DVDs im durchsichtigen Amaray mit einseitig bedrucktem Inlay ist zwar schön anzusehen, aber insgesamt doch nur zweckmäßig. Kein Booklet und auch sonst nichts. Selbst die Motive des Inlays sprühen nicht vor Kreativität und Hingabe. Viele der Bilder sind qualitativ eher minderwertig, vor allem dann, wenn durch das Vergrößern der Bilder die Pixel sichtbar werden. Hier hat man sich in der Designabteilung von Disney wirklich nicht mit Ruhm bekleckert.

Spider-Mans Teamkollegen in der Falle!

Spider-Mans Teamkollegen in der Falle!

Wenn schon das Äußere nicht überzeugen kann, wie sieht es dann mit dem Inhalt aus?

Das Gute gleich vorweg. Die Bild- und Tonqualität wissen zu überzeugen und auch die Farbgebung und der Kontrast kommen ziemlich knackig und frisch herüber. Selbst auf HD-Geräten sieht das Bild der DVD nicht verwaschen aus. Während der englische Ton in sattem 5.1-Dolby Digital Surround Sound daherkommt, wurde der deutsche Ton nur in Dolby Digital 2.0 (also Stereo) abgemischt. Einfache Links und Rechts-Wechsel sind somit alles, womit die deutsche Fassung hier auftrumpfen kann. Auch Niederländisch, Französisch, Russisch und Italienisch wurden nur mit Stereo bedacht. Die Tonqualität an sich ist zwar gelungen und sehr deutlich, auch Lautstärkenschwankungen wie bei so manch anderer schlecht abgemischter DVD zwischen Action, Musik und Dialogen gibt es kaum. Dennoch ist es schade, da gerade bei den Kampfsequenzen, in denen der Zuschauer sich inmitten der Action befindet, so eine Menge an Atmosphäre verloren geht.
Aber nicht nur der Ton wurde im vergleich zur US-Fassung schlechter bedacht. So gibt es auf den DVDs keine visuelle Lokalisierung. Texte, wie Werbetafeln, Zeitungen in den Händen der Passanten usw. wurden nicht, wie in der im TV ausgestrahlten Fassung, lokalisiert. Stattdessen kommen hier nicht ausblendbare DVD-Untertitel zum Einsatz. Wieder ein Minuspunkt in Sachen deutscher Fassung im Vergleich zum Original. Gerade bei einer Serie, die sich vorrangig an Kids richtet, wäre dies ein wichtiger Punkt.

Die furchtbaren Vier. Nur ein paar der Gegner von Spider-Man.

Die furchtbaren Vier. Nur ein paar der Gegner von Spider-Man.

Extras (und ich meine wirkliche Extras), abgesehen von einer Trailershow für Disney-DVDs sucht man auf den DVDs leider vergeblich. Dafür findet man im Hauptmenü zahlreiche Goodies versteckt, die kurze humorvolle Sequenzen aus der Serie wiedergeben. Aber als wirkliches Extra kann man dies eben nicht bezeichnen. Andere DVDs für Kids kommen mit kleinen DVD-Spielen und weiteren Möglichkeiten daher. Bei Disney eigentlich auch fast schon ein Standard. Irgendwie komisch, dass es bei diesen DVDs nicht der Fall ist.

Hier die Rückseite mit den technischen Daten der DVD Volume 1. Nicht gerade berauschend.

Hier die Rückseite mit den technischen Daten der DVD Volume 1. Nicht gerade berauschend.

FAZIT:

Die DVDs sind gelungen, können aber nicht so ganz überzeugen. Abgesehen von den angemerkten Lokalisierungsproblemen ist es vor allem die Preispolitik. Gemessen am Inhalt und der Tatsache, dass die 26 Episoden nicht einmal chronologisch auf den vier DVDs verewigt wurden, ist es sehr enttäuschend, was den Kindern und den Eltern die diese DVDs erwerben wollen, hier vorgesetzt wird. Die Serie selbst überzeugt mit Spannung und sehr viel (auch kindlichem) Humor und Fans von Spider-Man und Marvel werden das eine oder andere Geheimnis entdecken und sich daran erfreuen. Doch die kann man im TV günstiger bekommen. Vor allem dann, wenn es wie hier kein nennenswertes Bonusmaterial und Aufwertung in der Tonqualität gibt.

Ein Beispiel, für den typischen Humor der Serie.

Ein Beispiel, für den typischen Humor der Serie.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / The Walt Disney Company

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 15) (Avengers – Die Rächer Nr. 5, 6 & 7)

Heute sind es ausnahmsweise einmal drei Ausgaben. Hier finden sich die ersten Storylines von Kelly Sue DeConnick und das erste Annual von Avengers Assemble …

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 14) (Avengers – Die Rächer Nr. 3 & 4)

In den heute vorgestellten beiden Ausgaben verabschiedet sich auch schon wieder das Dream-Team Bendis/Bagley von der neuen Rächerserie. Ob sich das Finale lohnt, könnt ihr nun hier nachlesen …

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Ma-Co-Re-Mix (Vol. 13) (Avengers – Die Rächer Nr. 1 & 2)

Manchmal gibt es Serien, die kauft man sich nur wegen eines der beteiligten Künstler. So war es auch bei dieser, heute vorgestellten Serie. Neben Brian Michael Bendis, der mich vor allem beim ultimativen Spider-Man überzeugen konnte, war es vor allem mein Lieblingszeichner Mark Bagley, der mich zum Kauf überwogen hat. Dennoch lagen die Hefte nun fast ein Jahr auf meinem Lesestapel, ehe sie so weit nach oben gerutscht waren, dass sie jetzt endlich doch an der reihe sind. Und damit sie nicht wieder so schnell verschwindet, werden die nächsten drei Ma-Co-Re-Mix die ersten 6 Hefte reviewen.

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Spider-Man & The Avengers (15) (Spider-Man Nr. 2 & Avengers Nr. 2)

Nachdem ich bei den vergangenen Reviews aus dieser Rubrik die allerletzten Ausgaben der Avengers Heftserie vor Marvel NOW! und der Spider-Man Magazin-Ausgaben vorgestellt habe, sind diesmal die zweiten Hefte der neuen Spider-Man und Avengers Monatsserien an der Reihe. Die ersten Ausgaben der Avengers und von Spider-Man habe ich einzeln im Rahmen eines Marvel NOW! Reviewspecials bereits dargebracht.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 2 (Marvel NOW!) [Panini, September 2013]

Otto Octavius fühlt sich in seiner neuen Rolle als Spider-Man und Held der Stadt sichtlich wohl. Er spielt den Superhelden, tut Gutes, erfindet viele neue Dinge und erfreut sich an seinem Intellekt. Doch es gibt ein Problem, welches ihn sichtlich verletzt. Peter Parker hat so viel erreich tun erfunden, aber er besitzt keinen Doktortitel. Dies kann Otto nicht auf sich sitzen lassen. Er schreibt sich also in der Uni ein, um seinen Doktortitel nachzuholen. Aber es gibt auch noch ein weiteres Problem. Einer von Ottos alten Mitstreitern, der Geier Adrian Toomes, hat eine Gruppe von Kindern um sich geschart, um seine Verbrechen zu begehen. Das geht auch für den neuen Spider-Man einen Schritt zu weit und er setzt drastische Mittel ein …

Dan Slott schickt seinen neuen, besseren Spider-Man in einen Haufen neuer Abenteuer. Und aus jedem scheint er gestärkt hervorzugehen. So scheint es. Aber ob dem wirklich so ist, wird sich wohl erst noch zeigen. Immer wieder schwingt das Gefühl mit, dass Slott mit dem neuen Spider-Man noch einiges vorhat. Für mich als alter Fan von Peter Parker, der auf eine Rückkehr hofft, ist das irgendwie ernüchternd und trotzdem gefällt mir die neue Richtung bisher ganz gut. Vor allem, die Art und Weise, wie das Umfeld von Peter Parker und Spider-Man, auf dessen Sinneswandel und die doch aggressiveren Handlungen reagiert.
Auch das Artwork von Ryan Stegman und Giuseppe Cammuncoli gefällt mir nach wie vor sehr gut. Wobei mir Stegmans Version des neuen Spider-Man ein klein wenig besser gefällt, da er bei Cammuncoli etwas untersetzt ausschaut. Wie eben ein verhungerter aber immer noch ziemlich stämmiger Doctor Octopus. An Dynamik und Dramatik nehmen sich die beiden Künstler dahingegen nicht sehr viel.

FAZIT:

Spider-Man macht auch in der neuen Version wieder einigen Spaß. Und da ich bereits einige Höhen und Tiefen bei meinem Lieblingshelden mitgemacht habe, werde ich auch zukünftig treu bleiben. Zumindest solange wie mich die Geschichten faszinieren und gut unterhalten und die Zeichnungen so gut aussehen, wie es hier der Fall ist. Somit bleibt Spider-Man unter Marvel NOW! weiterhin ein Must Have-Titel für mich.

Avengers Nr. 2 (Marvel NOW!) [Panini, September 2013]

Ex Nihilo will noch immer die Erde terraformieren und neu besiedeln. Wie es sich aber für gute Rächer gehört, haben diese etwas dagegen. Nachdem Steve Rogers im ersten Aufeinandertreffen ganz schön zugerichtet und wieder auf die Erde verbannt wurde, kommt er nun mit einer ganzen Garnison an weiteren Rächerkollegen zurück. Gemeinsam stellen sie sich dem augenscheinlich übermächtigen Gegner entgegen …
Aber auch auf der Erde müssen die Spuren von Ex Nihilos Angriff untersucht werden, und so macht sich ein Team auf in das Wilde Land, um dort eine der Einschlagstellen genauer unter die Lupe zu nehmen. Leider sind sie dort aber nicht alleine. Denn AIM wartet bereits mit Experimenten an Menschen auf, und beschwört so noch mehr Unheil herauf …

Irgendwie will mich das, was Hickman hier abliefert nicht so wirklich überzeugen. Die Handlung ist dünn, hat Löcher und verliert zusehendst an Spannung. Und ich habe keine Ahnung, wo Hickman mit seinem neuen Rächerteam genau hinwill. Viele Helden, noch mehr Teamkonstellationen und abgefahrene Settings sollten doch eigentlich genug Potenzial für spannende Geschichten bieten. Aber hier scheint es, als würde selbst dem Autor der rote Faden noch fehlen
Auch das Artwork von Jeremy Opea will mir noch immer nicht wirklich gefallen. Es ist nach wie vor sehr detailliert, aber insgesamt wirkt die Kombination aus den dünnen Strichen, wenig Tusche und den Erdfarben sehr disharmonisch auf mich. Mir persönlich gefallen die Zeichnungen von Adam Kubert im zweiten Teil des Heftes ein ganzes Stück mehr. Was aber wiederum auch daran liegt, dass seine Bilder wesentlich dynamischer sind, als die von Opea, wo alles ein wenig statisch wirkt.

FAZIT:

Insgesamt kann mich diese Ausgabe nicht mehr ganz so sehr überzeugen, wie es bei Heft 1 der Fall war. Dies liegt vor allem in der wackeligen Geschichte. Hinzu kommt das durchwachsene Artwork, welches am Ende zwar wieder besser wird, aber dennoch nicht die inhaltlichen Mängel aufwiegen kann. Ich bin ja mal gespannt, wie es in Ausgabe 3 weitergeht, oder ob die Avengers bereits jetzt zum Wackelkandidaten in meiner Aboliste werden.

Spider-Man & The Avengers (14) (Spider-Man Magazin Nr. 70-72 & Avengers Nr. 28)

Das Ende ist nah. Aber wie heißt es so schön. Wenn etwas endet, gibt es auch immer die Möglichkeit für einen Neuanfang. Ob und wie gut dieser sein wird, oder bereits ist könnt und konntet ihr bereits auf diesem Blog nachlesen, oder werdet es können. Aber bis dahin …

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 70 [Panini, Mai 2013]

Eigentlich sollte Spidey nur den Transport vom Absorbing Man überwachen, da dieser in ein Forschungsinstitut überstellt werden sollte. Und plötzlich ist er frei und macht einen Riesenärger. Nun sollte Spider-Man nur noch den Bösewicht einfangen, aber das hört sich einfacher an, als es wirklich ist. Wie schlägt man einen Gegner, der die Eigenschaften von allem absorbiert, was er berührt …?

Und auch diesmal durfte Paul Tobin als Autor antreten und Spider-Man in ein kurzweiliges Abenteuer schicken. Allerdings geht es diesmal massiv nach hinten los. Der Kampf mit Crusher Creel sieht ja noch einigermaßen gut aus, was aber vor allem an den Zeichnungen von Rob DiSalvo liegt, aber das Finale ist selbst für diese Art von Geschichten zu naiv. Hier gibt es definitiv kaum etwas Positives zu entdecken, außer dem Artwork. Da hätten es aber schlussendlich auch ein paar Pin-Ups aneinandergereiht getan.

FAZIT:

Die letzte Geschichte aus dem US-Marvel Adventures Universum und sie ist so ein Reinfall. Das ist echt enttäuschend. Währen nicht die Zeichnungen, hätte man sich die Seiten sparen können. Doch ab dem nächsten Heft sollen dann die Abenteuer des ultimativen Spider-Man für den Comic-Teil herhalten.

Spider-Man Magazin Nr. 71 [Panini, Juni 2013]

Peter Parker, alias der ultimative Spider-Man wird zu einem Einsatz gerufen, um Nick Fury zu beschützen. Doch hierfür muss er wieder einmal den Englischunterricht sausen lassen. Damit das nicht auffällt, hat Direktor Coulson einen Mandroid 13 angefordert, der den echten Peter Parker ersetzen soll. Doch es bleibt die Frage, was gefährlicher ist. Ein Roboter-Parker in der Midtown High oder ein abgelenkter Spider-Man der Fury beschützen soll …?

Wer sich jetzt wundert und feststellt, dass er diese Geschichte schon irgendwie kennt, den kann ich beruhigen. Ja, Panini hat diese Story bereits veröffentlicht. Zum einen als Gratis Heft bei Müller (das Review gibts hier) und inzwischen auch als Paperback. Das bedeutet, dass es der Stuttgarter Verlag doch tatsächlich geschafft hat, ein und dieselbe Geschichte, binnen kürzester zeit in drei Publikationen zu verwursten. Nicht etwa, dass die Geschichte schlecht ist, aber einen faden Beigeschmack hat das Ganze trotzdem. Und dass ich mich über die Story und das Artwork nicht näher auslasse, liegt daran, dass ich dies bereits getan habe, und ihr nur den Link weiter vorne anklicken müsst, um zu erfahren, wie die beiden Komponenten sind.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man macht auch in Comicform Spaß. Allerdings wäre mir, trotz der Qualität der vergangenen Hefte, eine weitere Veröffentlichung der Adventures-Comics lieber, anstatt die aus dem Kids Comic-Trade zum Ultimativen Spider-Man, hier noch einmal zu verbraten.

Spider-Man Magazin Nr. 72 [Panini, Juli 2013]

Eigentlich wollte Peter nur zu Onkel Bens Lieblingsbäckerei, um dort zu seinem Geburtstag seine Lieblingstorte zu bestellen. Doch ausgerechnet jetzt muss ihm der Schocker über den Weg laufen. Und dabei wollten er und seine Tante nur den Geburtstag seines verstorbenen Onkels würdig begehen. Aber von so einer Kleinigkeit lässt sich Spider-Man doch nicht aufhalten? Oder doch?

Mit diesem Heft wäre die Veröffentlichung des kompletten ersten Marvel Universe Ultimate Spider-Man-Heftes abgeschlossen. Das ist natürlich sehr günstig, da so zwei US-Stories aus einem US-Heft auf zwei deutsche Ausgaben verteilt werden können. Die Geschichte selbst ist in Ordnung und passen zur TV-Serie gehalten. Wer also motiviert durch die Serie hier einsteigt, findet sich sofort zurecht. Das Artwork von Nuno Plati ist anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber schlussendlich sehr gut zur Story.

FAZIT:

Mit dieser 72. Ausgabe beendet Panini die Veröffentlichung des Spider-Man Magazins. Aber keine Angst. Bereits ab nächsten Monat geht es als Der ultimative Spider-Man Magazin mit einer neuen Nummer 1 weiter. Offenbar macht sich dies marketingtechnisch besser, als das bisherige Spider-Man Magazin. So kann man immerhin auf der Zeichentrickserienwelle mitschwimmen. Mal sehen, ob die Veränderungen nur den Titel und das Cover betreffen, oder ob sich auch etwas unter der „Haube“ getan hat.

Avengers Nr. 28 [Panini, Juli 2013]

Die New Avengers sehen sich noch immer einer großen Gefahr gegenüber und Doctor Strange wird sogar des Mordes an Victoria Hand bezichtigt. Doch der wahre Übeltäter ist Daniel Drumm, der Bruder von Jericho Drumm, der als letzter Meister der Magie sein Leben geopfert hatte. Doch Daniel sieht die Schuld am Tod seines Bruders bei den neuen Rächern, insbesondere bei Strange. Doch dieser hat in den letzten Jahren nicht geschlafen, und einige Tricks dazugelernt. So entbrennt ein gefährlicher Kampf, bei dem Drumm jeden Teamkameraden von Strange übernehmen kann, wodurch dieser gezwungen ist, gegen seine Freunde zu kämpfen …
Aber auch Captain America, Iron Man und Henry Pym haben es im Mikroverse nicht einfacher. Doch als sie dort eintreffen und ihre Freundin Janet van Dyne alias Wasp antreffen, scheint sich der Weg gelohnt zu haben. Aber als sie auf den Tyrannen dieser Dimension treffen, wird es ungemütlich. Lord Gouzar, so nennt sich dieser Tyrann, will die Eindringlinge gefangen sehen und ihre Geheimnisse verkaufen. Allen voran die Rüstung von Iron Man. Dumm nur, dass er sich mit den Avengers angelegt hat …

Bendis verabschiedet sich von seinen Rächern mit einem Knall. Nicht nur, dass er Doctor Strange einen lange verlorenen Titel und Status Quo wieder verleiht, auch Luke und Jessica gehen neue und dennoch altbekannte Wege. Fast scheint es, als wolle Bendis alles so zurücklassen, wie er es vorgefunden hat. Fast zumindest. Denn Squirrel Girl darf weiterhin als Babysitter bei Luke und Jessica tätig sein, und das alleine verspricht schon einiges an Potenzial. Das Artwork dieser letzten beiden US-Ausgaben kann vielfältiger nicht sein. Abgesehen davon, dass für den finalen Kampf neben Michael Avon Oeming und Mike Deodato Jr. Schon zwei Größen tätig sind, durften auch Chuck BB, Farel Dalrymple, Ming Doyle, Lucy Knisley, Becky Cloonan und Yves Bigerel ein paar Seiten umsetzen.
Während bei den New Avengers die Handlung noch sehr faszinierend war, geht bei den Avengers schon eher die Puste aus. Bereits ab der Mitte des ersten US-Heftes fragt man sich, wie lange Bendis die Handlung noch ziehen will. Wenn man einmal von dem Machtkampf zwischen Commander Maria Hill und Special Secret Agent Daisy Johnson absieht, gibt es außer der Rückkehr von Wasp nichts wirklich Beeindruckendes. Dafür können die Zeichnungen überzeugen. Und auch hier wurden für den großen Kampf zwischen den Avengers und Lord Gouzar mehrere Künstler an den Zeichentisch gebeten. Neben Terry Dodson, Brandon Peterson und Mike Mayhew die für das hauptsächliche Artwork verantwortlich sind, zeigten Mike Deodato Jr., Walter Simonson, Leinil Yu, Oliver Coipel und Jim Cheung ihre Version des Kampfes.

FAZIT:

Leider enttäuscht die zweite Hälfte des Heftes mit den Avengers ein wenig. Dennoch bleibt es ein würdiger Abschluss. Vor allem visuell gibt es nichts an dem Heft auszusetzen. So bunt und abwechslungsreich wie die Avengers und die New Avengers in den letzten Jahren waren, so vielfältig ist auch dieses Heft. Zusammen mit einem umfangreichen Interview rundet auch Panini diese Finalausgabe gelungen ab.

Spider-Man & The Avengers (13) (Spider-Man Magazin Nr. 67-69 & Avengers Nr. 27)

In der heutigen und morgigen Ausgabe gibt es die finalen Ausgaben der Spider-Man Magazin-Reihe, sowie der Avengers-Heftausgaben vor Marvel NOW! So langsam müsste ich damit alles Material vor dem Neustart bei Marvel durchhaben. Die Geschichten welche außerhalb der 616er-Kontinuität spielen oder von Marvel NOW! nicht betroffen sind einmal außen vorgelassen.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Magazin Nr. 67 [Panini, Februar 2013]

Mitten in New York tobt ein wilder Kampf. M.O.D.OK. hat es auf einen Transporter von Stark Security abgesehen. Doch Spider-Man will das nicht zulassen und deshalb begleitet er den Transport. Aber dies hält M.O.D.O.K. Und auch A.I.M. nicht auf, bis auch noch ein zweiter Spider-Man auftaucht und mitmischt …

Eine dünne Geschichte von Paul Tobin gepaart mit annehmbaren Zeichnungen von Matteo Lolli. Beides nicht wirklich schlecht, aber so richtig überzeugen kann es auch nicht. Einzig der Humor rettet die Ausgabe ein wenig. Am negativsten fällt jedoch auf, dass Panini weder den Autor, noch den Zeichner oder andere Angaben zur Geschichte gemacht hat, wie es sonst üblich war. Auch wenn die Leistung nicht überragend ist, wäre es doch schön zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Und das, ohne danach erst im Internet suchen zu müssen.

FAZIT:

Mehr als Kurzweil ist es diesmal nicht, und auch die ist sehr kurz. Da gab es schon besser Ausgaben mit weit mehr Qualität. Aber die enthaltenen 20 Wandsticker sind für Kinder das Größte. Auf so ziemlich alles kann man die draufpappen. Auch wenn sie nicht lange halten. Aber Spaß machts wenigstens.

Spider-Man Magazin Nr. 68 [Panini, März 2013]

Der Puppet Master hat sich einen neuen Plan ausgedacht. Statt einzelner Menschen manipuliert er einfach einen ganzen Schwarm Tauben. Die können auch sehr gut Geld stehlen und sind nicht so einfach festzunehmen wie ein Mensch. Dennoch kommt ihm Spider-Man auf die Schliche und versucht seinen Plan zu vereiteln. Leider ist das aber nicht so einfach, wie es klingt …

Eines gleich vorweg. Diesmal hat es Panini geschafft die Künstler, welche für die Geschichte verantwortlich sind, mit ins Heft zu packen. Doch auch hier zeigt Paul Tobin, dass er gut darin ist, seichte Geschichten zu verfassen. Oder einfach nur nicht tief genug zu gehen, wenn er unter Zeitdruck zu stehen scheint. Ebenfalls verwunderlich ist, das erneut Spideys Freundin Chat auftaucht, die mithilfe ihrer Mutantenkraft mit Tieren reden kann. Das Artwork von Rob DiSalvo sieht dafür wieder sehr frisch, dynamisch und witzig aus. Da sitzen nicht nur die Gags von Spider-Man sondern auch die Mimik als Reaktion bei den Gegnern.

FAZIT:

Trotz allem Für und Wider bleibt das Heft nur durchschnittlich und das Abenteuer nicht mehr als kurzweilig. Da hatte Panini schon bessere Geschichten in der Auswahl. Gerade in der Zeit, als die Storys noch direkt aus Großbritannien stammten.

Spider-Man Magazin Nr. 69 [Panini, April 2013]

Spider-Man bekommt vom Blonde Phantom den Auftrag, für einen kleinen Nebenverdienst, den Schurken Leap Frog dingfest zu machen. Dieser ist seit einigen Tagen unterwegs und raubt halb New York aus. Also macht sich Spidey auf den Weg und findet den Übeltäter auch sehr schnell. Doch sein Glück hat ein schnelles Ende, als Black Cat seinen Weg kreuzt und ihm seine „Beute“ abnimmt …

Wie auch schon in den vorangegangenen Ausgaben hat sich Paul Tobin nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Die Geschichte an sich, ist wieder sehr dünn und einzig der Humor rettet die Story. Aber noch etwas hat immense Auswirkungen auf den doch noch positiven Gesamteindruck. Und das wäre Todd Naucks Artwork. Seine Zeichnungen, die diesmal so wirken, als hätte man sich den Tuscher gespart, sehen einfach nur sehr gut aus. Okay, ich muss aber auch zugeben, dass ich ein großer Fan von Todd bin und sein Zeichenstil auch getuscht sehr gut aussieht. Dennoch wirkt es so noch dynamischer.

FAZIT:

Insgesamt bleibt auch dieses Heft genaugenommen nur Durchschnitt. Allerdings wirken sich die Zeichnungen und der Humor sehr positiv auf das Gesamtbild aus. Dadurch hatte ich persönlich sehr viel Spaß am Heft. Allerdings fällt das auch nicht schwer, wenn sich Spidey mit der Black Cat kabbelt und quer über die New Yorker Häuserdächer jagt.

Avengers Nr. 27 [Panini, Juni 2013]

Die Auswirkungen des Kampfes zwischen den Avengers und den X-Men sind noch massiv spürbar und das Vertrauen in die Helden ist zwiespältig. Als dann auch noch zum Einen Wonder Man auftaucht um sich für sein Verhalten in der Vergangenheit zu entschuldigen versucht und zum Anderen ein Notruf aus dem Mikroverse die Rächer aufschreckt ist Eile geboten. Wonder Man ist hierbei noch das kleinere Problem, denn der Notruf kann nur von einer Person stammen und so machen sich Hank Pym, Iron Man und Captain America auf, um ihre alte Teamkameradin zu retten …
Aber auch bei den neuen Rächern gibt es aufregende Änderungen. Nicht nur, dass Luke Cage mit seiner Frau und dem Baby das Team verlassen will, zur Überraschung aller, werden die New Avengers auch noch angegriffen. Und dann auch noch von jemandem, der Besitz über die Körper eines jeden Teammitgliedes übernehmen kann und somit fast unauffindbar wird. Doch Doctor Strange ist ihm auf der Spur. Leider muss eine Dame im Laufe der Ermittlungen ihr Leben lassen …

In den letzten Ausgaben der beiden Avengersserien, die Brian Michael Bendis nun schon seit vielen Jahren als Autor betreut, trumpft er noch einmal so richtig auf. Er holt eine Figur zurück, die seit Jahren als tot galt, und er schickt dem Team um Luke Cage eine nicht zu unterschätzende mystische Bedrohung auf den Hals. Noch immer schafft es Bendis, in beiden Serien eine ganz klare Linie zu fahren. Während es bei den Avengers hauptsächlich technisch, kühl und routiniert zugeht, sind die New Avengers mystisch, chaotisch und unangepasst. Und ganz ehrlich. Beide Konzepte passen hervorragend und faszinieren noch immer.
Auch zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Für die Rächer sind Brandon Peterson und Mike Mayhew am Zeichenbrett vertreten, auch wenn Mayhew in der hier vorliegenden deutschen Fassung als Zeichner einfach verschwiegen wird. Stattdessen wird ihm nur der Part des Tuschers anerkannt und das, obwohl die Trennung der beiden Zeichenstile durch den jeweiligen Aufgabenpart (Erde und Mikroverse), sehr gut zur jeweiligen Stimmung passt. Dadurch ist wesentlich mehr Atmosphäre spürbar, als wenn es nur ein Zeichner umgesetzt hätte. Bei den neuen Rächern dürfen dagegen Michael Gaydos und Carlos Pacheco ihre künstlerischen Muskeln spielen lassen. Während Gaydos‘ Stil eher düster und mystisch, fragend daherkommt, wirkt Pachecos Artwork schon klärender und offener. Dennoch passen beide, so gegensätzlich sie auch sind, ideal zum Storyverlauf.

FAZIT:

Ein Finale muss schon etwas Besonderes sein. Und das hat sich auch Bendis gedacht, als er die Abenteuer für die jeweils 4 Finalausgaben „seiner“ beiden Rächerserien verfasste. Bis jetzt machen diese auch noch sehr viel Spaß, auch wenn es im Grunde „nur“ eine erneute Heldenrückkehr und eine gefährliche Bedrohung sind. Dazu das tolle Artwork Vierer so guter Künstler, und das Ende kann langsam, aber sicher, und vor allem würdig, kommen.

Spider-Man & The Avengers (12) (Spider-Man Nr. 110-111 & Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1)

Heute gibt es das große Finale. Viele werden enttäuscht sein, andere begeistert und vermutlich den meisten, wird es ergehen wie mir. Ich habe versucht das Review zur Finalausgabe so gut wie es geht, ohne Spoiler zu verfassen. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass manche eventuell Infos erhalten könnten, die sie so nicht erwarten. Daher weiterlesen auf eigene Gefahr.

Spider-Man Avengers

Spider-Man Nr. 110 [Panini, Dezember 2012]

Roderick Kingsley ist zurück, und er ist nicht erfreut darüber, dass inzwischen jemand anderes, als sein Bruder unter der Maske des Hobgoblin steckt. Doch Phil Urich, der inzwischen als Hobgoblin in den Diensten des Kingpin steht, hat derweil einen anderen Auftrag. Zusammen mit einem Verräter aus Horizons Kreisen will er Spider-Mans Spinnensinn lahmlegen. Zu Peters Unglück scheint das Gerät auch zu funktionieren und verursacht bei ihm schwere Kopfschmerzen. Leider genau in dem Moment, wo Peter sich im Bugle befindet, unweit von Phil Urich. Dieser erkennt seine Chance, und entführt den „Waffen-Ausstatter“ von Spider-Man ohne zu wissen, dass Peter Spider-Man ist. Doch damit beginnt der eigentliche Kampf erst, der neue Freunde, alte Feinde und ein paar Opfer zurücklassen wird …

Wenn Slott davon spricht, es vor dem großen Finale etwas ruhiger angehen zu lassen, dann kommt so etwas, wie dieser Dreiteiler heraus. Haufenweise Action, viele alte Bekannte und Ausblicke, auf das, was den Leser bald erwarten wird. Spannung steht dabei natürlich ebenso hoch im Kurs, wie Humor und das Gedenken an frühere Abenteuer und Wegbegleiter. Man merkt sichtlich, wie eng Slott mit der Geschichte von Spider-Man verknüpft ist. Immer wieder baut er kleine Momente auf, die sich auf fast schon historische Ereignisse beziehen.
Hinzu kommt erneut das wunderbare Artwork von Giuseppe Camuncoli. welches diesmal nicht von Klaus Janson geinkt wird. Dadurch wirken auch diesmal die Gesichter einen Tick authentischer und emotionaler. Und auch die Action kommt in den dynamischen Bildern nicht zu kurz. Gerade der Kampf zwischen den beiden Hobgoblins, sorgte zumindest bei mir, immer wieder für erstaunte Blicke.

FAZIT:

Ein kurzweiliges, vorrangig actionorientiertes Abenteuer lässt einen kurz verschnaufen, bevor es in der nächsten Ausgabe zu Ende geht. Dennoch hat diese Ausgabe kaum Längen und bietet obendrein einiges an Infos, wie und was den Leser eventuell erwarten könnte. Denn immerhin gibt es Anzeichen für mindestens zwei bevorstehende Superschurkenangriffe.

Spider-Man Nr. 111 [Panini, Dezember 2012]

Die letzten Stunden von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch irgendetwas stimmt nicht. Wieso versucht er verzweifelt, und mit aller Kraft unbedingt aus dem Raft auszubrechen und wieso will er unbedingt, dass Peter Parker in den letzten Minuten seines Lebens, an seiner Seite ist. Was für ein Geheimnis umgibt einen der ärgsten Erzfeinde Spider-Mans und schafft es Doctor Octopus am Ende siegreich aus diesem finalen und alles verändernden Kampf hervorzugehen?

Wie schreibt man ein Review, zu einem Heft, bei dem eigentlich jedes Wort ein Spoiler darstellen könnte? Eine Ausgabe, die von vorne bis hinten, so spektakulär ist, dass sie in den USA und inzwischen auch in Deutschland die Gemüter spaltet. Ein Finale, das sogar langjährige Fans dazu veranlasst hat, Spider-Man aufzugeben. Eine Geschichte di so umwälzend ist, dass Autor Dan Slott Todesdrohungen erhalten hat. Ihr merkt es schon. Diese Finalausgabe ist das, was auf dem Cover steht. Sie ist das Ende. Nicht nur einer Heftserie, nicht nur einer Comicreihe, sondern eines Helden. Doch auch Dan Slott weiß, das Einzige, was immer bestand haben wird, ist die Veränderung. Und so hat er mit dem hier enthaltenen Dreiteiler, ein Werk geschaffen, dass dem Mythos Spider-Man auf jedem Fall gerecht wird. Ja, es wird Menschen geben, die Slott hierfür hassen werden, und ja, diese Änderungen werden nicht allen gefallen. Aber ebenfalls ein ja, gibt es zu den neuen Möglichkeiten und der Tatsache, dass egal, welche Änderungen und Umbrüche man bei Marvel jemals versucht hat, keine davon je von Dauer waren. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier wieder alles rückgängig gemacht wird. Bis dahin hat Slott die Möglichkeit neue Geschichten zu erzählen, und wie ich ihn kenne, wird er dies auch tun. So wie er es bereits seit den letzten 100 Ausgaben der Serie Amazing Spider-Man getan hat.
Visuell gibt es kaum etwas auszusetzen. Immerhin ist mein aktueller Spider-Man-Lieblingszeichner Humberto Ramos für die Umsetzung dieses Abenteuers zuständig. Bis auf das erste Kapitel. Hier darf Richard Elson den Zeichenstift schwingen. Und dies macht er durchaus souverän, auch wenn ihm Ramos‘ Dynamik ein wenig fehlt.

FAZIT:

FINALE!!! OHHH-OOOHHHH!!!

Okay. Das ist Blödsinn. Ganz ehrlich. Nach diesem Heft bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Zum einen kann ich die neuen Möglichkeiten, die sich nun bieten kaum erwarten, zum andern blutet mir das Herz. Doch egal, was die Zukunft bringt. Wenn Slott weiterhin solche Werke verfasst und diese so genial umgesetzt werden, bleibe ich dabei. Egal wie lange der aktuelle Status andauert. Und vielleicht wird es ja irgendwann so etwas wie Freundschaft …

… und das meine ich auch im Bezug auf die betroffenen Figuren. 😉

Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1 (06/2011) [Panini, November 2011]

Doctor Doom hat einen Plan. Um die Fraktale des zerstörten Unendlichkeitsschwertes zu bekommen, welche sich zwischen seinem Schurken-Team und dem der Squaddies verteilt haben, muss er nur eine Zeitmaschine erschaffen. Mit ihrer Hilfe kann er in der Zeit zurückreisen, und das Schwert in seine Gewalt bekommen, bevor es zerstört wird. Aber die Squaddies haben da ihre eigenen Pläne. Doch alles geht schief und die Zeitmaschine verwandelt alle in schreiende Babys …

Marvel hat so ziemlich für jedes Alter ein passendes Heldenteam. Die Marvel Super Hero Squad ist jene, für die ganz junge Zielgruppe. Oder auch alle, die von den niedlichen Versionen der Marvel Superhelden nicht genug bekommen können. Denn neben einer TV-Serie, die bisher leider nur in Amerika zu sehen ist, und vielen Videospielen, für alle möglichen Systeme basieren die „Squaddies“ auf einer Spielzeug-Reihe von Hasbro. Als Grundlage dienten lediglich sämtliche Marvelhelden, die einfach verniedlicht wurden. Diese Art nennt man allgemeinhin auch „Super Deformed“, weil hierbei markante Körperteile unverhältnismäßig deformiert dargestellt werden.
Für die, in dieser Ausgabe, enthaltenen Geschichte, konnte Marvel sogar den Autorenveteran Todd Dezago gewinnen, der eine sehr witzige Story verfasst hat. Zeichnerisch wird er hierbei von Leonell Castellani unterstützt, der die süßen Versionen und sogar deren Baby-Inkarnationen einfach nur superniedlich und dennoch witzig und glaubhaft in Szene setzt.

FAZIT:

Eine witzige Story mit wunderbaren Bildern bilden gemeinsam ein kurzweiliges und unterhaltsames Magazin, für die kleinen, und im Herzen klein gebliebenen. Hinzu kommen Ausmalbilder, Infos, Spiele und noch vieles mehr. Da haben die Kleinen auch nach dem Vorlesen und Anschauen der Bilder, noch einiges in dem Heft zu entdecken.