Mueli77’s persönlicher Jahresrückblick 2018 (Teil 1)

Alle machen einen Jahresrückblick, ich für gewöhnlich auch, und ja, auch diesmal versuche ich mich in einem gewohnt umfangreichen Rückblick auf das Jahr 2018. Allerdings kann es passieren, dass er vielleicht etwas kürzer ausfällt, da ich nach wie vor einige Bilder für den Blog sichern muss und ich deswegen nicht allzu viel Zeit habe. Dennoch versuche ich die gewohnten vier Bereiche „Weltereignisse“, „Todesfälle“, „Blog“ und „Persönliches“ monatlich zusammenzufassen. Heute ist das erste Halbjahr von Januar bis Juni an der Reihe …

Januar

Ironischerweise, zumindest im Nachgang betrachtet, war das am 1. Januar auf meinem Facebookaccount gepostete Bild von Herrmann Comix fast schon prophetisch für mein Jahr 2018. Nachdem 2017 für mich recht hektisch endete, hatte ich die Hoffnung, dass sich das für 2018 ändern würde. Dem war leider nicht so, bereits im Januar erwischte mich eine Grippe, nachdem es meine Kinder herausforderte und sie bereits wieder genesen waren. Auch der Versuch mich möglichst lange auf Arbeit zu halten, hielt nicht wirklich an, und so war ich ab Ende Januar krankgeschrieben. Daneben gab es auch noch die eher schwierige Aufgabe die Wohnung meiner Großmutter, die nun bei mir mit im Heim lebt, aufzulösen, was nicht immer einfach war. Sowohl körperlich, als auch seelisch. Immerhin musste bis Ende Januar alles leer sein. Aber es gab auch kleine Dinge, die mir Freude bereiteten. Nachdem ich zu Weihnachten von meinen Eltern und Bruder von Playmobil die „Ghostbusters“-Feuerwehrzentrale bekam, habe ich das gesamte Set dann schon im Januar mit den restlichen Sets vervollständigt.

Auch auf die Prominenz war das Jahr 2018 nicht wirklich gut zu sprechen. Schon am 5. Januar starb im Alter von 87 Jahren der amerikanische Astronaut John Watts Young. Zwei Tage später war es dann die französische Sängerin Isabelle Geneviéve Marie Anne Gall, auch bekannt als France Gall im noch recht jungen Alter von 70 Jahren. Am 15. Januar verstarb die Sängerin der Erfolgsband „Cranberries“, Dolores O‘ Riordan aufgrund eines tragischen Unfalls im Alter von nur 46 Jahren. Weniger als eine Woche danach, oder genauer gesagt am 20. Januar starb der bekannte Sternekoch Paul Bocuse mit stolzen 91 Jahren. Und genau eine Woche später, am 27. Januar verstarb der schwedische Unternehmer und IKEA-Gründer Ingvar Kamprad mit ebenfalls 91 Jahren.

Auf dem Blog habe ich weitere Reviews und Reviewreihen abgearbeitet. Batman, Justice League, Futurame (Nachdem es in Deutschland einegstellt wurde als US-Hefte), diverse Marvel-Serien, US und Deutsch, alles querbeet. Aber auch andere Dinge fanden wieder den Weg auf den Blog, wie meine „Geschichten von keinerlei Interesse“ mit einer neuen Episode. Andere Sachen pausierten , wie die JL8, von der es im Januar nur zwei Episoden gab. Aber ich habe mich im Januar auch entschlossen einige Netflix-Serien, die mich besonders beeindruckt haben, auf dem Blog zu verewigen. So zum Beispiel die deutsche Serie „Dark“, die ich auf Netflix für mich entdeckte. Ansonsten war es relativ ruhig gewesen.

Im Internet begann aufgrund diverser Neuregelungen das große Löschen, vor allem von Satirebeiträgen, die im weiteren Jahresverlauf immer mehr Künstler traf. Barbara, die mit ihren treffenden und direkten Sprüchen immer wieder für Aufsehen sorgte, Tommy Schwarwel und Maxim Christof Seehagen sind dabei nur drei der Betroffenen. Aber es gab auch andere Weltereignisse, wie der Eisenbahnunfall am 4. Januar bei Kroonstadt in Südafrika, bei dem 19 Menschen starben und 254 verletzt wurden. Knapp eine Woche später kamen 15 Menschen bei Schlammlawinen in Kalifornien ums Leben. Kurz darauf sterben 32 Menschen, als ein Öllaster im ostchinesischen Meer sinkt. Ende Januar konnte man in Asien, Australien und Nordamerika eine totale Mondfinsternis erleben.

Finally Complete!

Februar

Der Februar ging besonders, was meine Gesundheit anging, weiter, wie der Januar endete. Zwar war ich Ende Januar wieder gesund, was aber nur etwas mehr als zwei Tage währte. Denn aus der Virusgrippe, die mich von Mitte bis Ende Januar quälte, wurde Anfang Februar eine beidseitige virale Mittelohrentzündung, die sich fast bis Ende Februar zog. Aber es gab auch Erfreuliches. So wuchs unsere Familie wieder auf vier Familienmitglieder an, als sich meine Tochter ein Haustier wünschte. Und so zog die kleine Goldhamsterdame Sily bei uns ein. Für mein seelisches Wohl habe ich mir neben ein paar US-Comics, die es leider nicht nach Deutschland schafften, auch ein paar Blu-Ray-Steelbooks angeschafft, wie zum Beispiel die Neuverfilmung von „ES“, oder die DC-Comicverfilmungen „Suicide Squad“, „Wonder Woman“, „Superman – Man of Steel“ und „Batman vs. Superman – Dawn of Justice“. Beim Sortieren meiner Manga entdeckte ich die „Leserzeichnung“ eines David Füleki, inzwischen erfolgreicher deutscher Manga-ka, der im späteren Verlauf des Jahres noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Abschied mussten wir im Februar, gleich zu Beginn am 3. Ferbuar, vom deutschen Schauspieler Rolf Zacher nehmen, der leider nur 76 Jahre alt wurde. Am 8. Februar starb mit nur 62 Jahren die ebenfalls deutsche Schauspielerin Marie Gruber, die unter anderem durch „Go Trabbi Go“, „Polizeiruf 110“ und „Das Leben der anderen“ bekannt wurde. Einen Tag später verstarb der aus „Psycho“ und „Spartacus“ bekannte US-Schauspieler John Gavin im Alter von 86 Jahren. Neun Tage danach verstarb der deutsch-amerikanische Biochemiker Günter Blobel, der unter anderem 1999 einen Nobelpreis für Medizin erhielt. Emma Chambers, unter anderem bekannt aus „Notting Hill“, war eine britische Schauspielerin und starb am 21. Februar mit nur 53 Jahren, genau wie Ulrich Pleitgen, der deutsche Schauspieler, im Alter von 71 Jahren.

Blogtechnisch ging es souverän weiter. Die üblichen Reviews, Specials, alles ganz normal auf jeden Fall. Besondere Aktionen gab es aber auch. Ein befreundeter Zeichner, Ralf Singh, startete seine Kickstarter-Kampagne, bei der ich ihn auf mehreren Wegen unterstützte. Eines davon war ein Blogartikel mitsamt Interview. Außerdem findet mit der vierten Ausgabe die erste größere Erfolgsserie von Plem Plem Productions „The Changer“ ihren Abschluss. Die JL8 pausiert auch im Februar weiter und es gab lediglich die JL8 Specials. Der Rest war wie gewohnt unspektakulär.

Schon Anfang Ferbuar gab es erneut eine Tragödie, als in Japan eine Obdachlosenunterkunft brennt und 16 Menschen das Leben kostete. In Italien schießt wenige Tage später eine Person aus einem fahrenden Auto auf amerikanische Einwanderer und verletzt dabei sechs Personen. Am 9. Februar beginnen die 23. Olympischen Winterspiele in Südkorea und zwei Tage später sterben 71 Menschen bei einem Flugzeugabsturz bei Moskau. In Parkland, Florida fallen am 14. Februar 17 Menschen einem Massaker an einer Schule zum Opfer und ein weiterer Flugzeugabsturz im Iran am 18. Februar fordert 66 weitere Menschenleben. Ende Februar beschließt das Bundesverwaltungsgericht die ersten Diesel-Fahrverbote in Deutschland.

Sily fühlt sich bei uns sichtlich wohl …

März

Gesundheitlich ging es im März wieder bergauf. Aber es gab einiges an Stress. Beruflich, Privat, die Kinder und die Schule, zeit zum Ausruhen blieb mir nicht wirklich, was sich langsam aber sicher auch körperlich bemerkbar machte. Aber wie das manchmal so ist, ma ignoriert das und versucht einfach weiterzumachen. Keine gute Idee, wie ich inzwischen weiß. Da half es auch nicht viel, dass ich ein so wundervolles Spiel wie „Rime“ auf der PS4 entdeckte, obwohl es mir bei einigen meiner emotionalen Probleme hätte helfen können. Außerdem jährte sich zum ersten Mal der Tod eines Freundes, und es kam leider ein neuer dazu. 2017 noch hat Anton Schober ein Review zum Blog beigesteuert und wollte dies auch weiterhin gelegentlich tun, aber seine Gesundheit machte dem ein Strich durch die Rechnung. Mit nur 36 Jahren stirbt Anton an Mukoviszidose, an der er bereits seit seiner Geburt leidet. Gegen Ende März machen die ersten Plagiatsvorwürfe gegen den Internet-Autoren „Der Poet“ alias Deno Licina, die Runde, dessen Werke ich auch eine Zeit lang las. Doch nun muss ich sagen, dass die Erkenntnisse, die aus den nachfolgenden Ermittlungen publik wurden, mir gezeigt haben, dass es Menschen gibt, die mit den Gefühlen der Menschen nicht nur spielen, sondern auch versuchen, Geld in Masse zu machen.

Auch im März gab es wieder Menschen, die von uns gehen mussten. Dazu gehörte unter anderem der britische Leichtathlet Roger Bannister, der am 3. März im Alter von 88 Jahren verstarb. Am 11. März starb der deutsche Schauspieler Siegfried Rauch, unter anderem bekannt durch seine Rolle als Old Shatterhand in „Mein Freund Winnetou“ oder als Vater in der Serie „Die glückliche Familie“, mit 85 Jahren. Mit 76 Jahren starb am 14. März ein Mann, dem die Ärzte nie ein solches Alter prophezeiten. Gemeint ist der britische Physiker William Stephen Hawking. Vier Tage später stirbt der deutsche Schauspieler Jochen Senf ebenfalls im Alter von 76 Jahren. Bekannt wurde er als Tatort-Kommissar „Max Palu“. Knapp eine Woche später, am 24. März, und im Alter von 94 Jahren, starb die schweizer Schlagersängerin Lys Assia, zu deren bekanntesten Hits der Titel „Oh mein Papa“ aus dem Jahr 1950 gehört.

Der Blog bedeutet im März wieder etwas mehr „Arbeit“. Neben einem Special zu Ralf Singhs „Zinnober“ gab es ein Review zur Netflixserie „The End of the F***ing World“, die mich sehr begeisterte. Aber auch die regelmäßigen Reviews versuchte ich, am Laufen zu halten und weitere Rubriken nicht einschlafen zu lassen. Das funktionierte auch meist sehr gut, führte aber auch dazu, dass ich insgesamt weniger Reviews auf dem Blog hatte, als gewöhnlich. Außerdem pausierte die JL8 noch immer mit neuen Episoden, sodass es lediglich montags die Specials mit „neuem“ Material gab.

Jens Spahn beginnt, die Gesundheit der Deutschen zu gefährden und das Gesundheitssystem ad absurdum zu führen. Anders ist es in Griechenland, die im März 2018 Cannabis zur medizinischen Behandlung legalisieren. Im Kongo werden bei Auseinandersetzungen zwischen zwei ethnischen Gruppen 49 Menschen getötet und in Burkina Faso greifen mehrere mutmaßlich islamistische Attentäter die französische Botschaft an und töten acht Menschen. Bei der 90. Oscar-Verleihung erhält Guillermo del Toros „Shape of Water“ vier Auszeichnungen. In Syrien stürzt ein Flugzeug der russischen Luftstreitkräfte ab. Alle 39 Insassen sterben dabei. Im März wird außerdem Angela Merkel erneut zur Bundeskanzlerin gewählt. Putin geht aus der russischen Präsidentschaftswahl erneut als Sieger hervor und bleibt amtierendes Staatsoberhaupt. In Amerika gibt es den ersten tödlichen Unfall in Zusammenhang mit einem autonom fahrenden Auto, wodurch Kritikerstimmen über die Sicherheit lauter werden. Außerdem erschüttert eine Serie von fünf Explosionen den US-Bundesstaat Texas. Bei zwei Anschlägen, einmal in Frankreich und einmal in Somalia, werden nicht nur die jeweiligen Attentäter, sondern auch insgesamt 19 Menschen getötet. Ende März läuft das bisher größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die „Symphony of Seas“ aus und ein schweres Erdbeben erschüttert Papua Neuguinea. Über Schäden und mögliche Opfer ist bisher nichts bekannt.

April

Im April war es zu Beginn eher ruhig. Die üblichen Aprilscherze machten den Anfang. Heinz Olaf Klöppel, mit dem ich bereits letztes Jahr mehrfach zusammengearbeitet hatte, um seine Comicserie „Touch“ etwas bekannter zu machen, startete seine Kickstarter-Kampagne zur dritten Ausgabe von „Touch“ und der erste Trailer zu Disneys „Christopher Robin“ begeisterte mich sehr. Eher besorgt war ich wegen der Bürgermeisterwahl hier in Weimar und weil die Reaktionen in den Weimargruppen auf Facebook eher in die Richtung der Parteien steuerte, die Deutschland nicht wieder regieren sollten und genauso entsetzt war ich dann auch über das Ergebnis. Recht humorvoll verlief der 13. April, der auf einen Freitag fiel und ich die 13. Ausgabe von „WHOA! Comics“ in meinem Briefkasten fand. Ein langes Band riss dann im April auch, als ich die letzte Lieferung meines bisherigen Stammcomicshops erhielt. Nach einem Eigentümerwechsel und diversen Änderungen habe ich mich entschlossen, mir einen neuen Händler zu suchen. Wenig später erhielt ich in einem Pizzakarton aus München ein paar Comics und mehr von Andi Papelitzky, der mit „Bountilus“ ebenfalls eine Kampagne startete, die inzwischen von Erfolg gekrönt ist. Meinen Balkon habe ich mir für den Sommer auch schön wohnlich gemacht, aber dann gab es noch etwas, dass mich zurückwarf. Ausgerechnet am 24. April ziehe ich mir eine Bänderzerrung zu, die wiederum dafür sorgt, dass ich mehrere Wochen auf Arbeit ausfalle. Mal wieder. Vier bis Sechs Wochen mindestens prophezeite mir mein Arzt. Wenigstens hatte ich so viel Zeit für „Happy“ auf Netflix und die Demo von „Detroit Become Human“ auf PS4.

Der April hat einigen bekannten Menschen übel mitgespielt. Einige davon hatten ein langes schönes leben, so wie Isao Takahata, Co-Gründer des Studio Ghibli, der am 5. April im Alter von 82 Jahren verstarb. Mit 78 Jahren starb am 7. April der deutsche Physiker und Nobelpreisträger Peter Andreas Grünberg und knapp eine Woche später, am 13. April, der bekannte Regisseur Miloŝ Forman mit 86 Jahren. Bekannt wurde der Oscar-Preisträger unter anderem mit „Einer flog übers Kuckucksnest“. Der amerikanische Schauspieler Ronald Lee Ermey ging am 15. April mit 74 Jahren von uns. Seine bekannteste Rolle war der Drill Instructor aus Kubricks „Full Metal Jacket“. Zwei Tage später, am 17. April verstarb die ehemalige Präsidentengattin Barbara Pierce Bush im Alter von stolzen 92 Jahren. Sehr überraschend, aber leider nicht ganz ohne Grund, musste die Welt am 20. April Abschied vom Erfolgsmusiker und DJ Avicii nehmen, der seinem Leben im Alter von 28 Jahren ein Ende setzte. Der Erfolg und falsche Freunde führten dazu, dass er immer depressiver wurde und trotz des Scheins, den er nach außen wahrte, innerlich nicht mehr weiter wusste, als diesen einen Weg zu wählen. Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, die jedes Jahr viele Menschleben kostet. Wer Hilfe braucht, sollte sich nicht zurückziehen, sondern Hilfe suchen. Die Telefonseelsorge ist hierfür unter den kostenfreien Nummern 0800/1110111 und 0800/1110222 zu erreichen. Am 21. April, einen Tag nach Avicii verstarb mit nur 49 Jahren der charismatische Schauspieler Verne Troyer, der unter anderem als Mini Me in „Austin Powers“ und Griphook in „Harry Potter“ zu sehen war.

Was im März noch relativ ruhig lief, auch wenn es mehr war, als im Monat zuvor, führte dazu, dass es eine Reihe Reviews außerhalb der üblichen Serien gab. Dazu gehörte gleich zu Beginn das Review zu Michael Feldmanns „Seneca Akte 1 – Die Ustica Verschwörung“. Von Panini erhielt ich ein Rezensionsexemplar von „Runaways Megaband“ Nr. 1, der mich restlos begeistert hat. Außerdem erhielt ich eine Anfrage, ob ich den Lust hätte, die ersten beiden Ausgaben der Miniserie „Liga Deutscher Helden“ zu rezensieren. Leider fiel mein Urteil wohl nicht ganz so gut aus, was der Verlag entsprechend quittierte. Weiteres Material habe ich wohl aufgrund dessen bisher nicht erhalten, sodass sich meine Meinung auch nicht ändern ließ. So war der Blog auch abseits der regulären Reviews reichlich gefüllt. Sogar ein Videospecial gab es zum Ende des Monats, mit einem Lootcrate-Box Unboxing.

Schon Anfang April gab es einen Anschlag auf Duma in Syrien, bei dem nachweislich Giftgas eingesetzt wurde und der 32 Tote und 40 verletzte forderte, was im weiteren Verlauf noch reichlich Diskussionen nach sich zog. Bezüglich der US-Präsidentschaftswahl und einer möglichen Zusammenarbeit Russlands bei dem Verdacht der Wahlmanipulation mussten die FBI-Ermittler einräumen, dass es keine ausreichenden Beweise für diesen Verdacht gäbe, und die Wahl daher als gültig anzuerkennen sei. Die Welt hielt den Atem an, als am 11. April in Algerien ein Flugzeug der algerischen Luftstreitkräfte abstürzte und 257 Menschen das Leben kostete. Der dieses Jahr zum letzten Mal verliehene Musikpreis Echo sorgte für viel Ärger, als die beiden „Gangster-Rapper“ Kollegah und Farid Bang mit einem Echo ausgezeichnet wurden. Daraufhin gaben viele Preisträger, unter anderem Marius Müller Westernhagen (7 Echos), die sächsische Staatskapelle, Igor Levit, Enoch zu Guttenberg und weitere ihre Auszeichnungen, wegen rechtsradikaler und menschenverachtender Textpassagen der beiden „Musiker“ zurück. In Kabul/Afghanistan sterben bei einem Selbstmordattentat mindestens 57 Menschen und mehr als 100 werden verletzt. In London wird Ende April der zweite Sohn von Prinz William und Kate Middleton geboren. In der Demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea kommt es zu einem aufsehenerregenden Akt. Kim Jong Un (Nordkorea) und Moon Jae-in überqueren die seit 1953 bestehende symbolträchtige Demarkationslinie, reichen sich die Hände und Befürworten gemeinsam ein „atomwaffenfreies Korea“.

Mai

Der Mai begann, wie der April endete. Mit einer Bänderzerrung und unfreiwillig viel Freizeit, die ich aber aufgrund eingeschränkter Bewegung nicht so nutzen konnte, wie ich gerne gewollt hätte. Aber es gab mir viel Zeit zum Lesen, Schreiben, Videospiele spielen und mehr. Eben alles, was ich ohne meinen Fuß zu beanspruchen machen konnte. Der Bruch mit meinem bisherigen Comicshop führte dazu, dass ich auf die Schnelle einige Abos direkt bei Panini abschloss und mich danna uf die Suche nach einem neuen vertrauensvollen Comicpartner machte, ohne darüber nachzudenken, dass ich bereits so jemanden in meinem Freundeskreis habe. Also habe ich dann kurzerhand Kontakt mit Stefan Kulnik aufgenommen, wir haben lange miteinander telefoniert, festgestellt, dass wir in vielen Dingen auf einer Wellenlänge sind und fertig war es. Und es führte dazu, dass ich keine Comiclieferung des Monats mehr hatte, sondern die Comiceinkäufe der Woche schuf, wo ich seitdem alles zusammentrage, was ich in einer, oder je nach Menge manchmal auch zwei Wochen, an Comics gekauft habe. Den Männertag am 10. April, habe ich wie gewohnt, mit meinem Kindern verbracht. Keine Party, kein Saufen, sondern einfach nur wir drei, ganz vertraut und familiär. Außerdem fragte mich mein Kind, ob ich nicht vielleicht mit ihr gemeinsam die umstrittene Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ schauen könnte, was ich auch getan habe. Natürlich Stück für Stück und mit Erklärungen und Beantwortung aller aufkommenden Fragen. Zum Ende des Monats habe ich mir dann auch, nachdem mich die Demo vollends überzeugte, die Vollversion von Quantic Dreams neuestem Meisterwerk „Detroit Become Human“ bestellt und geliefert bekommen. Leider fehlte mir da dann wieder die Zeit, da ich ab Mitte Mai wieder auf Arbeit war. Zu Beginn noch etwas vorsichtig, aber es ging. Irgendwie …

Gleich zu Beginn, am 2. Mai mussten wir Abschied vom deutschen Schauspieler und Synchronsprecher Wolfgang Völz nehmen. Nur kurz darauf, am 4. Mai, verstarb im doch recht stolzen Alter von immerhin 80 Jahren Abi Ofarim. Etwas mehr als eine Woche später, am 13. Mai, starb die unter anderem an der Seite von Christopher Reeve als Lois Lane bekannte US-Schauspielerin Margot Kidder mit nur 69 Jahren. Schon am nächsten Tag verstarb im hohen Alten von 88 Jahren der amerikanische Schriftsteller Tom Wolfe und knapp eine Woche später, am 22. Mai, sein Kollege und Pulitzerpreisträger Philip Roth. Auch der US-Astronaut Alan Bean starb im Mai, genauer gesagt am 26. und im Alter von 86 Jahren. Fast 100 Jahre wäre der dänische Mediziner und Biophysiker Jens Christian Skou, der 1997 auch mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde, geworden, wenn er nicht knapp viereinhalb Monate vor seinem Geburtstag im Alter von 99 Jahren verstorben wäre.

Der Mai wurde neben einigen Extra-Reviews, wie unter anderem zu „Helldraween 3“ und einem weiteren Lootcrate-Box Unboxing, diesmal als Fotospecial, vor allem durch die Gratis Comic Tag-Reviews auf dem Blog geprägt. Dass es nicht immer einfach war, daneben auch noch die regulären Reviews aufrechtzuerhalten, muss ich sicher nicht erwähnen. Und dann wäre da noch das Problem mit der „Datenschutzgrundverordnung„, die uns allen das Leben schwer machen sollte. Denn so ganz nebenbei musste ich den Blog auch noch DSGVO-konform bekommen, was mich mit allem drum und dran, dem Einlesen, planen und umsetzen, circa einen Monat gekostet hat. Aber am 25. Mai, als die DSGVO in Kraft trat, bzw. das Übergangsultimatum ablief, war der Blog konform und ist es noch immer.

Auch in der Welt gab es Wiederholungen, leider keine positiven. Anfang Mai sprengte sich ein Selbstmordattentäter in Nigeria vor einer Moschee in die Luft und tötet dabei mindestens 27 Menschen. Doch bei diesem einen Anschlag sollte es nicht bleiben, weitere in anderen Ländern folgten. Ebenfalls im Mai startet die Mars-Mission InSight vom amerikanischen Stützpunkt Vandenberg Air Force Base. Die internationalen Filmfestsspiele in Cannes werden eröffnet, wobei ein von Netflix eingereichter Film aufgrund des Abomodells des Unternehmens von der Festivalleitung nicht anerkannt wird. Die USA steigen aus dem Joint Comprehensive Plan of Action, dem sogenannten „Atom-Deal“ aus. In der Kleinstadt Bikoro im Kongo wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Ausbruch der Ebola-Krankheit bestätigt. Der bayrische Landtag beschließt mehrere Änderungen bezüglich verschiedener Polizeibefugnisse, gegen die die SPD aufgrund von tiefen Grundrechtseingriffen den Gang vor das Bundesverfassungsgericht ankündigt. Bei einem erneuten Amoklauf in Galveston County/USA tötet ein 17-jähriger 8 Schüler und Mitarbeiter. Bei einem Zugunglück in Turin in Nortitalien werden 2 Menschen getötet und mindestens 20 weitere verletzt, als ein Regionalzug mit einem Sattelschlepper kollidiert.

Vatertagsgeschenke

Juni

Der Juni ist nicht nur der verhängnisvolle Monat meiner Geburt, sondern inzwischen auch einer Tradition. Denn meinen Geburtstag feiere ich inzwischen eher ungern, okay, das mochte ich früher schon nicht unbedingt, war mir immer irgendwie unangenehm, aber aktuell ist es so, dass ich zu meinem Geburtstag am liebsten zu Hause bin und meine Ruhe haben möchte. Deshalb nehme ich mir da auch grundsätzlich Urlaub, oder mindestens ein langes Wochenende, wenn dieser auf einen Freitag, Samstag, Sonntag oder Montag fällt. So, also auch dieses Jahr wieder und ich krönte ihn mit einem Animationsklassiker, dem Film „Fritz The Cat“. Außerdem entdeckte ich die dänische Serie „Rain“ auf Netflix, die gar nicht so schlecht war und mich und meine Kinder gut unterhalten hat und die Neuverfilmung „Elliot, der Drache“, welche ebenfalls sehr schön, aber weitaus düsterer war/ist, als seine Vorlage von 1977. Auch „Feuer im Kopf“ war ein Film, der mich so richtig begeistern konnte. Von Jano habe ich den neusten Danger Girl-Band zusammen mit G.I. Joe und einem von John Royle signierten Druck erhalten. John hatte ich ja bereits letztes Jahr beim ersten Comicpark in Erfurt kennengelernt. Verpasst hatte ich damals aber leider Olivia Vieweg, von der ich mir im Juni die Neuauflage ihrer Bauhaus Universitäts-Abschlussarbeit „Endzeit“ kaufte. Außerdem ließen mir Oliver Mielke und Hannes Radke, ihr erstes gedrucktes Werk „NiGuNeGu“ Band Nr. 1 mitsamt Signatur und Widmung, sowie Headsketch und einen bedruckten Einkaufsbeutel, der logischerweise nicht zum Einkaufen verwendet wird, zukommen. Außerdem trafen im Juni einige der mitfinanzierten Projekte ein. Touch 3 und Bountilus 1 seien da erwähnt. Und dann war da noch der neueste Trailer zu Disneys „Christopher Robin“, der mir diesmal so richtig Gänsehaut bereitet hat.

Im Juni gab es relativ wenige Tote zu betrauern, aber einige davon trafen mich zumindest recht tief, auch wenn ich das im Juni noch gar nicht wusste. Den Anfang machte die britische Schauspielerin Eunice Grayson, im stolzen Alter von 90 Jahren. An der Seite von Sean Connery schrieb sie als das erste Bond-Girl Filmgeschichte. Mit 92 Jahren starb am 15. Juni der deutsche Schriftsteller Dieter Wellershoff und am 28. Juni verstarb die österreichische Schriftstellerin Christine Nöstlinger im Alter von 81 Jahren, die zu den bedeutendsten deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen gehört. Erst Ende Juni/Anfang Juli (weshalb ich dann auch erst da näher darauf eingehen werde) wurde der Tod von Spider-Man-Mitschöpfer Steve Ditko bekannt. Der eher zurückgezogen lebende Künstler wurde am 29. Juni in seinem New Yorker Atelier tot aufgefunden, wo er bereits seit einiger Zeit unentdeckt lag. Bis heute ist sein genauer Todestag nicht bekannt. Er wurde 90 Jahre alt.

Zu Beginn ging es im Juni noch mit täglichen Gratis Comic Tag-Reviews weiter. Immerhin waren das diesmal eine ganze Menge, und somit auch eine ganze Menge an Arbeit. Täglicher Arbeit wohlgemerkt. Hinzu kamen die regulären Reviews, plus ein paar Besonderheiten, wie der Band „DC und die Looney Tunes“ den ich freundlicherweise von Panini zur Verfügung gestellt bekam und mit einigen sehr schönen, aber auch manchmal ziemlich mittelmäßigen Geschichten aufwartete. „NiGuNeGu“ wurde dann übrigens auch sehr schnell rezensiert, zumal es sich auch sehr schön lesen ließ und ich nach wie vor davon so richtig begeistert bin. Und die JL8 kehrte ebenfalls mit ein paar neuen Episoden zurück. Zudem habe ich begonnen meine Marvels chronologisch zu sortieren, um mehrere Serien in der richtigen Reihenfolge zu lesen, damit ich bei übergreifenden Events nicht gespoilert werde und betraf neben den ganzen deutschen Veröffentlichungen auch US-Serien, die mich zwar interessierten, aber ihren Weg nicht, oder nicht mehr nach Deutschland fanden, was zu Beginn ein ganz schönes Chaos war, da Marvel USA die Einzelausgaben ihrer Trades nicht so schön auflistet, wie es Panini hier in Deutschland macht.

Trump zieht seinen Gewaltkurs gegen die Welt weiter durch und belegt die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit Strafzöllen auf Stahl (25%) und Aluminium (10%), woraufhin die Europäische Kommission eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einreicht. Auf Guatemale bricht der Volcán de Fuego aus und fordert 62 Menschenleben. Weitere 300 werden verletzt und über 2000 evakuiert. Anfang Juni startet der deutsche Astronaut Alexander Gerst, als erster deutscher Kommandant zu seinem zweiten Aufenthalt zur Internationalen Raumstation (ISS). Der Aufenthalt soll über Monate dauern. Die deutsche Bayer AG schließt mit der Übernahme der amerikanischen Monsanto nicht nur die bisher größte Akquisition seiner eigenen Firmengeschichte, sondern auch der eines ausländischen Unternehmens durch ein Deutsches ab und wird dadurch Weltmarktführer für Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Die Übernahme wird von vielen Menschen und gerade Umweltschützern kritisiert. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig verhängt im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal gegen Volkswagen ein Bußgeld in einer Milliarde Euro. Die Fußball-Weltmeisterschaft findet in Russland statt und Deutschland schaffte es nicht einmal in das Achtelfinale und scheidet bereits in der Vorrunde aus. Zudem gab es auch im Juni mehrere Terroranschläge weltweit, mit vielen Opfern zu beklagen.

Mit diesen Worten beende ich den ersten Teil meines persönlichen Jahresrückblicks. Natürlich sind noch viel mehr Sachen geschehen, positiv, wie auch negativ, Menschen verstorben usw., aber ich möchte, und kann hier unmöglich alles auflisten, weshalb ich nur Dinge nehme, zu denen ich aus verschiedenen Gründen persönliche Bezüge aufweise. Der zweite Teil folgt dann, wie gewohnt morgen Abend mit den Monaten Juli bis Dezember, und da kommt noch einiges …

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Ein Kommentar zu “Mueli77’s persönlicher Jahresrückblick 2018 (Teil 1)

  1. Hallo mein Blogkollege, dein Jahresrückblick ist immer wieder etwas besonderes. Du schreibst so ausführlich, so persönlich und zeitgleich so interessant, dass es einfach Freude macht alles zu lesen. Ich finde es übrigens sehr gut, dass du verstorbene Persönlichkeiten und aktuelle Ereignisse des Jahres aufgreifst. Das ist so in der Art etwas besonderes und zeigt dem Leser und mir, was alles auf der Welt geschehen ist. Vieles davon hat man manchmal „leider“ schon vergessen!
    Weiter so, auf eine gute Zusammenarbeit für 2019.
    Und ich hoffe ganz stark, dass wir zwei uns mal persönlich treffen und kennen lernen 😉
    Greets, yours
    MysteriouslyBuddha

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