Dark Reign Specials 1-4 [Panini, Mai bis August 2010]

Heute möchte ich euch eine kleine Sammlung von Specials zu Dark Reign präsentieren…

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/c261b00bef611127b75ef2665837fd74_thumb.jpgDark Reign Special: Die neuen Rächer – The Reunion

Bobby Morses‘ Rückkehr vom Planeten der Skrulls nach der Secret Invasion war für alle keine einfache Sache, aber am meisten leidet neben Bobby natürlich ihr Noch/Ex/Wieder-Mann Clint. Der war in dem festen Glauben, das Bobby sich vor ihrem Tod noch mit ihm versöhnen wollte und das sie gemeinsam die geplante Scheidung hinter sich gelassen hätten. Doch das Bobby zu dem Zeitpunkt bereits ausgetauscht war, muss Clint jetzt auf die harte Tour erfahren, als er mit Bobby und ihrer neuen Geheimorganisation WCA – World Counterterrorism Agency (Ob es wohl Zufall ist das die Abkürzung an die West Coast Avengers erinnert?) einen Geheimauftrag gegen AIM durchführt. Eine verrückte Wissenschaftlerin will mit einer Bombe auf einer Veranstaltung sämtliche hochrangigen Wissenschaftler aus dem Weg räumen. So scheint es zumindest. Das und die Frage wie es mit der Beziehung zwischen Bobby und Clint weitergeht wird aber erst das Ende dieses Auftrages zeigen …

FAZIT:

Die neuen Rächer: Die Reunion ist eine schöne Miniserie die neben der ganz ordentlichen Agentenaction die Beziehung zwischen Hawkeye, oder aktuell Ronin, und Mockingbird beleuchtet. Dabei wird in Rückblicken gezeigt wie es unter anderem zur großen Liebe, zum Bruch zwischen den Beiden und der tragischen Ereignisse kurz vor, während und nach der Secret Invasion gekommen ist. Jim McCann liefert dafür einen durchaus lesenswerten Plot ab, der durch die gekonnten Zeichnungen von David López unterstützt wird. Kein Highlight, aber gute und solide Unterhaltung.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/62881d49e467e1580be1e7dc88de9df5_thumb.jpgDark Reign Special: Sinister Spider-Man

Seitdem MacGargan als schwarzer Spider-Man in Osborns-Rächer-Team seinen dunklen Gelüsten freien Lauf lassen kann und dafür auch noch von den Bürgern New Yorks geliebt und bewundert wird, ist das Wachstum seines labilen Egos kaum noch zu bremsen. Als dann aufgrund der anstehenden Feierlichkeiten „Venom“ in seiner Verkleidung als Spider-Man den Beschützer von Jameson spielen muss und gleichzeitig auch noch zwei Banden gegeneinander aufwiegelt, scheinen alle Grenzen und Hemmungen zu fallen. Nur ein einziger Mensch ahnt, was hinter dem schwarzen Spider-Man stecken könnte und sammelt deshalb eine Gruppe um sich, die ebenfalls schon ihre Begegnung mit dem „Bad in Black“ gemacht haben. Unter der Führung des Redeemer haben sich somit Hippo, Doktor Everything, Dementoid, Eleven und General Wolfram zusammengetan um sich dieser Bedrohung zu entledigen. Auch Jameson ist über das Arrangement mit dem vermeintlichen Spider-Man alles andere als erfreut und als sich ihm Informationen bieten um das ganze Auffliegen zu lassen sieht er seine Chance für Rache an Spider-Man, immer noch nicht wissend das dieser schwarze und der uns altbekannte Spider-Man zwei verschiedene Personen sind.

FAZIT:

Im Großen und Ganzen ist diese Miniserie nichts Besonderes. Keine außergewöhnlichen Storyelemente, keine wichtigen Handlungsbögen und dennoch ist es ganz faszinierend wie sich MacGargan als Sinister Spider-Man durch New York bewegt, seinen Wünschen freien Lauf lässt und dafür auch noch bewundert wird. Bachalos Zeichnungen passen dabei sehr gut zu dem düsteren und chaotischen Touch der Geschichte, wobei der Zeichnerwechsel im dritten Teil zwar nicht störend, doch im ersten Moment etwas ungewohnt ist. Zusammenfassend kann ich sagen, das diese Mini über mehr als den reinen Unterhaltungsstatus nicht herauskommt.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/16ad2f34b0797ab73788c9964a57bbca_thumb.jpgDark Reign Special: Die Liste (1 von 2)

The List erster Teil: Clint hat es einfach satt mit anzusehen, wie Osborn seine Macht ungehindert ausübt. Deshalb macht er sich auf den Weg zum Rächerturm um Norman auszuschalten. Dabei trifft er auf Feinde, Freunde und alte Bekannte … Der nächste Punkt auf Osborns Liste ist Daredevil gewidmet. Dieser versucht gerade, der neue Anführer der Hand zu werden. Damit eben dies nicht der Fall wird, schickt Norman seine beste Waffe gegen Daredevil in den Kampf, Bullseye. Doch dieser hat es auf keinen direkten Zweikampf abgesehen, sondern will Daredevil demütigen … Danach bekommt es Namor mit Osborns Rache zu tun als Osborn Namors mutierte Ex-Frau auf sein Königreich loslässt. Mithilfe der außerirdischen Lebensform Plodex erschuf Osborn ein Monstrum, welches nur Atlanter angreift und vernichtet. Getrieben von unbändigem Hass und grenzenlosem Hunger macht sich diese Mutation auf den Weg durch die Ozeane. Nun bleibt Namor nur noch die Hilfe der X-Men um seine Ex-Frau in die Schranken zu verweisen … Zu guter Letzt für den ersten Band schleicht sich Nick Fury in den Rächerturm von Osborn ein, um sich ein paar Geheimnisse anzueignen. Genau wie Osborn hat auch Fury eine Liste angelegt mit Dingen, die er noch zu erledigen hat. Fury war aber nicht umsonst jahrelang der Leiter von S.H.I.E.L.D., wenn er nicht doch noch ein paar Asse im Ärmel hätte, um seine Interessen durchzusetzen …

FAZIT:

Der Auftakt zu Osborns-Racheliste ist zwar kein Highlight, aber immerhin noch auf überdurchschnittlichem Niveau. Dabei sind die Storys dynamisch, actionreich, dramatisch und gelegentlich auch humorvoll. Besonders Spideys kleine Sticheleien gegen Clint sind hierbei mein persönliches Highlight. Ebenfalls durchweg gelungen sind die Zeichnungen von Djurdevic, Tan, Davis und McGuinnes, wobei ich sagen muss, dass es für mich persönlich keiner der Künstler schafft, sich aus der Menge der anderen besonders positiv hervorzuheben. Trotz allem ist es ein gelungener Band, der mich amüsant und interessiert unterhalten hat.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/4a580681e3d3f455e620782214e56dc3_thumb.jpgDark Reign Special: Die Liste (2 von 2)

Es beginnt mit der Jagd auf den Punisher. Seit Punisher #1 nach der Secret Invasion hat es Norman auf Frank abgesehen, weil dieser ihn töten wollte. Nun schickt er nicht nur eine ganze Mannschaft seiner Leute, sondern auch noch Wolverines Sohn Daken um diesen Punkt seiner Liste zu abzuhaken …
Auch Bruce Banner und sein Sohn Skaar sind auf der Liste von Osborn vertreten. Doch dieser will nicht etwas den Hulk vernichten, sondern nur Bruce Banner ausschalten. Um dies zu erledigen, schickt er neben seiner Ms. Marvel, Moonstone, auch noch seine Helferin Ms. Hand los …
Wolverine hingegen steht zwar nicht direkt auf Normans Liste, aber er ist dabei, als er zusammen mit Noh-Varr verhindern will, das Norman in den Besitz eines allmächtigen Gehirnes kommt, welches alle Lebewesen auf der Erde kontrollieren könnte. Einzig No-Varr und Fantomex scheinen immun gegen diese Steuerung zu sein …
Zu guter Letzt schafft es Spider-Man einmal wieder, seinen bisher größten Gegner eines auszuwischen. Um Norman vor aller Welt bloßstellen zu können, benötigt er Beweise über Normans üble Machenschaften. Doch diese sind nur im Rächerturm zu finden. Als Norman erfährt das Spider-Man in sein Heiligtum eingedrungen ist kommt es zum Kampf in aller Öffentlichkeit …

FAZIT:

Beginnend mit der doch sehr aggressiven und brutalen ersten Geschichte um die Vernichtung Punishers startet der zweite Teil von Norma Osborns Racheliste. Dabei sind hier, im Gegensatz zum ersten Band die Zeichnungen wesentlich abwechslungsreicher, was nicht heißen soll, dass die Zeichnungen im ersten Band schlecht waren, sondern einfach nur zu einheitlich, dafür, dass es von vier verschiedenen Zeichnern war. JR Jr. Stil ist klar und unverkennbar, auch wenn es nicht gerade seine beste Arbeit ist, und obwohl ich der Meinung bin, das Romita zusammen mit Janson einfach unschlagbar ist (Gleiches gilt aber nach meiner Auffassung auch für das Team Miller/Janson). Ben Olivers Zeichnungen bei der Hulk-Story sind zwar nicht schlecht, aber meiner Meinung nach etwas effektüberladen und zu glänzend. Dagegen wirken Esad Ribics Zeichnungen sehr karikaturistisch, was aber der leicht abgedrehten Story auch zugutekommt. Adam Kuberts Zeichnungen sind gelungen, wobei mich bei dieser Geschichte mehr die Story an sich überzeugen konnte. Mit ihrem leicht humoristischen Touch und dem mehr auf Taktik als auf Kraft spielenden Spider-Man, der es doch glatt schafft, den Meisterplaner Osborn auszutricksen. Insgesamt ist der zweite Band eine klare Steigerung zum Ersten.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 1)

Am 1. April diesen Jahres war es endlich soweit. Auf dem amerikanischen Sender Disney XD ging die neueste Zeichentrickversion von Spider-Man online. Und der Name sollte Programm sein. Ultimate Spider-Man hieß es, und anders als es zuerst wirkt, ist nicht der ultimative Spider-Man aus den Comics das Vorbild der Serie, sondern der klassische Peter Parker, der nun angesiedelt im neu geschaffenen Marvel Movie Universe ultimativ werden soll. Zusammen mit einem schwarzen Nick Fury, Agent Phil Coulson und vielen anderen bereits etablierten Charakteren, soll Spider-Man wenigstens animiert in dieses Universum integriert werden.

Die Wand der Schande…

Doch warum dann nicht auch als Realfilm?

Die Antwort ist einfach. Als es Marvel um die Jahrtausendwende finanziell nicht so gut ging, wurden einige der Hauseigenen Figuren, zumindest die Filmrechte daran, sozusagen außer Haus verkauft. Das Resultat konnte sich sehen lassen. Eine Spider-Man Trilogie, vier X-Men Filme, ein Hulk, die Blade Trilogie, Daredevil, Elektra, zwei Fantastic Four Filme und der Punisher waren das Ergebnis. Während nun einige dieser Figuren nun wieder zu Marvel zurückkehren, darf Spidey noch nicht wieder heim. Der Grund ist eine Regelung. Wenn mit einem Charakter über eine gewisse Zeit kein Film gemacht wird, fallen die Filmrechte daran an den ursprünglichen Rechteinhaber zurück. Dies betrifft aktuell Daredevil, aber nach dem doch nicht so unerfolgreichen Amazing Spider-Man wird wohl der Netzschwinger nicht im Marvel Movie Universe auftauchen. Zumindest nicht ohne Zustimmung von Sony.

Spidey schwingt durch die Stadt.

Und hier kommt die Animationsserie ins Spiel. Denn innerhalb dieser darf Spider-Man sehr wohl eingegliedert werden. Warum ich Euch das alles mitteile?
Ganz einfach.
Um Euch heiß auf die kommenden Reviews der ersten beiden Episoden zu machen. Also, nix wie los!

Episode 1: Das Angebot (Great Power)

Spider-Man muss sich wohl oder Übel seiner Verantwortung stellen. Er muss den Trapster dingfest machen. Und irgendwie schafft er das auch. Immerhin ist dies nicht sein erstes Aufeinandertreffen und nach einem Jahr mit Spinnenkräften geht es auch erfolgreich für ihn aus.
Doch Nick Fury ist alles andere als begeistert, denn Spidey hat einen ganzen Haufen Kollateralschäden verursacht. Also schlägt er dem ungestümen und jungen Helden vor, sich von S.H.I.E.LD. ausbilden zu lassen. Als kleine Entscheidungshilfe gibt es auch gleich ein Technikgadget in Form einer neuen Netzdüse mit Zielfunktion. Aber Spider-Man ist sich nicht sicher …

Trotz der ganzen technischen Spielereien ist Spider-Man nicht so recht überzeugt.

Der freundliche Netzschwinger von nebenan startet neu durch und Marvel ist von Anfang an mit dabei. Hier merkt man jetzt, das die „Fusion“ mit Disney auch seine Vorteile haben kann. Denn der ultimative Spider-Man profitiert mächtig von der Erfahrung und den Finanzen des Großkonzerns. Denn neben dem notwendigen Geld liefert Disney auch die hilfreichen Ideen bekannter Köpfe mit. Niemand Geringeres als Animationslegende Paul Dini, der schon für Warner an den Tiny Toons und den DC Animated Universe Serien beteiligt war, soll denn Netzschwinger für Marvel neu erschaffen. Als unterstützender Autor muss Marvels ultimative Waffe ran. Brian Michael Bendis, der mit der Comicserie Ultimate Spider-Man schon ein Meisterwerk der modernen Comicliteratur geschaffen hat.

Flash nimmt Platz an der Stelle, wo er sonst immer Peter einsperrt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der ultimative Spider-Man ist vor allem eines. Witzig! Aber dies ist auch gleich eines der größten Mankos. Zwar ist der Humor durchaus gelungen, aber dadurch fehlt der Serie auch ein wenig der notwendige Ernst, vor allem was das Thema Verantwortung betrifft. Denn auch wenn es sich um einen Cartoon für die jüngere Zielgruppe handelt, ist doch gerade das Thema Verantwortung ein zentrales Element rund um die Figur Spider-Man. Zwar hört man hier und da mahnende Worte, aber man hat immer das Gefühl, dass Peter Parker das Leben nicht so ernst nimmt. Doch wenn Dini und Bendis dies gut anstellen, worauf ja insgeheim noch hoffe, dann kann die Serie mit der richtigen Mischung so gut werden, wie Batman Animated in den Neunziger Jahren für DC. Produziert wird die Serie von der Gruppe „Man of Action“ die aus Duncan Rouleau, Joe Kelly, Joe Casey und Steven T. Seagle besteht und bereits für die Erfolgsserie „Ben 10“ verantwortlich sind.

Spidey zwischen zwei Heldenikonen.

Ein Punkt, der ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte, ist der fest eingebaute Cameo, oder besser gesagt die Nebenrolle, von Stan dem Hausmeister, der von niemand anderem als Stan Lee verkörpert und auch gesprochen wird. Die Ikone von Marvel Comics, will es sich einfach nicht nehmen lassen, bei seinen „Kindern“ immer wieder dabei zu sein, wenn diese den Weg ins TV oder auf die große Leinwand schaffen.

Thwipp, Thwipp…

Episode 2: Große Verantwortung (Great Responsibility)

Durch die Ereignisse am Vortag, an denen drei der furchtbaren Vier, auf Peters Schule Unfrieden gestiftet haben, wurde Harry verletzt und musste dadurch ins Krankenhaus. Daraufhin entscheidet sich Spider-Man nun doch für ein Training bei S.H.I.E.L.D. Aber Peter weiß nicht, worauf er sich eingelassen hat. Schon die erste Übungseinheit, um Spider-Mans Kampferfahrung zu testen, läuft alles andere als siegreich ab, auch wenn Peter es schafft, seine Kontrahenten auf die Matte zu legen.
Was er jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist das Er von S.H.I.E.L.D. und insbesondere von Nick Fury, nicht als Einzelkämpfer angeworben wurde, sondern das der freundliche Netzschwinger von nebenan, Teil eines neuen Superheldenteams werden soll, das den Avengers nacheifert.

Die Furchtbaren Vier in der Midtown High.

Das Auftauchen oder die Einbindung von Spider-Man in ein Team ist nicht neu. Bereits in den achtziger Jahren war Spidey mit Firestar und Iceman als Superheldentrio unterwegs. Und das nicht gerade erfolglos. Auch in den Comics ist Spider-Man nun schon seit einigen Jahren ein Teamplayer. Zeitweise sogar in drei Teams gleichzeitig.
Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis Spidey im Marvel Movie Universe, ebenfalls Teamkameraden zur Seite gestellt bekommt. Dies geschieht auch auf sehr witzige Art und Weise und auch die Verantwortung kommt nun ein Stück mehr zum Tragen. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, das Spidey eine Art Mentor für das Team ist.

Die erste Kampfprüfung!

Nachdem ich bei der ersten Episode auf die Macher der Serie eingegangen bin, wollte ich mich diesmal den Sprechern widmen. Hauptsächlich möchte ich natürlich die beiden wichtigsten Charaktere der ersten beiden Episoden ins Rampenlicht rücken.
Im Original leiht Drake Bell dem freundliche Netzschwinger seine Stimme. Drake ist unter anderem als Schauspieler aus Serien, wie „Hör mal wer da hämmert“ oder ganz besonders „Drake & Josh“ bekannt. Auch in Filmen durfte er bereits auftreten. Zu den bekanntesten gehören hierbei „Jerry Maguire“ und „Superhero Movie“. Außerdem ist Drake erfolgreicher Musiker und hat bereits 10 Singles und 2 Alben veröffentlicht. Für die deutsche Stimme zeichnet Nico Sablik verantwortlich, der vielen vor allen als deutsch Stimme von Harry Potter bekannt sein dürfte. Doch auch als Spider-Man hat er als Synchronstimme für Andrew Garfield bereits Erfahrungen sammeln dürfen.

Uncle Sam, äh… Nick Wants Spider-Man.

Die zweite Person, deren Stimme ich vorstellen möchte, ist niemand anderes als Mister Superspion, Nick Fury. Dieser wird nämlich im US-Original nicht von seinem Filmvorbild Samuel L. Jackson gesprochen, sondern von Chi McBride. „Chi McWER?“ werden nun einige von Euch sich fragen. Chi ist ein erfolgreicher Schauspieler und ist bereits in vielen Filmen aufgetreten. Als bekannteste seien hier nur „I, Robot“ und „Nur noch 60 Sekunden“ genannt. Doch den meisten wird er wohl in seinen Rollen als Emerson Cod aus „Pushing Daisies“ oder als Detective Laverne Winston aus „Human Target“ bekannt sein. In Deutschland haben wir es da ein wenig besser. Denn die deutsche Stimme von Nick Fury gehört niemand anderem als Engelbert von Nordhausen, der sich bereits als Synchronstimme von Samuel L. Jackson etabliert hat. Doch auch Bill Cosby und Gene Hackman, hat der sympathische Wahlbrandenburger bereits seine Stimme geliehen. Neben dem Synchronsprechen ist der leidenschaftliche Theaterschauspieler auch in diversen Gastrollen wie zum Beispiel bei „Praxis Bülowbogen“ oder „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zu sehen gewesen.

Das neue Team rund um Spider-Man.

FAZIT:

Der ultimative Spider-Man ist leider noch nicht der Hit, der er sein könnte. Doch mit sehr viel Humor und unterhaltsamen Storys kann die Serie bereits überzeugen. Die kleinen Slapstickeinlagen lockern das gesamte Geschehen wunderbar auf und auch die Verbindung klassischer zweidimensionaler Bilder mit computergenerierten 3D-Bildern erfreuen das Auge. Die Sprecher liefern sehr gute und vor allem kompetente Arbeit ab, die auch mit den entsprechenden Emotionen in der Stimmlage punkten.

Stan der Hausmeister im Kampf mit seinem Besen.

Aber man muss, auch als ganz großer Spider-Man-Fan, anerkennen, dass hier noch sehr viel Potenzial nach oben ist, das in der zweiten Staffel unbedingt ausgeschöpft werden sollte, wenn man die Serie nicht wieder nach wenigen Folgen in die Tonne treten möchte. Doch mit Disney als erfahrenem Konzern im Bereich Animation, denke und hoffe ich doch, dass die Chancen hierfür nicht so schlecht stehen.

Olé…

Shame Itself – Mach dich Nackig! [Panini, Juni 2012]

Mit der heutigen Review endet mein kleiner Fear Itself Marathon. Und weil es bei dem Event nicht so viel zu lachen gab, beschließe ich das Ganze mit dem kleinen Messespecial Shame Itself, welches auf 777 Exemplare limitiert ist.

Shame Itself – Mach dich Nackig!

Fear Itself ist vorbei.
Traurig, traurig.
Viele Tote, darunter ein paar Helden und sehr viel Zerstörung.
Aber wieso greifen die Schurken immer einzeln an, und weshalb sind sie sich dabei noch nie in die Quere gekommen? Und warum muss immer alles so bierernst sein?
Muss es ja nicht!
Das es auch anders geht zeigt der One-Shot Shame Itself, in dem sich Marvel gnadenlos selbst parodiert und dabei auch nicht vor den Ereignissen aus Fear Itself zurückschreckt. Hierbei wird neben der bereits oben angesprochenen Problematik auch anderes mit einem zwinkernden Auge betrachtet. Sehr unterhaltsam und dennoch mit einem Fünkchen Wahrheit.

Wolverine hat erkannt was Thor für eine Schwäche hat.

Hinter dem gelungenen und sehr humorvollen Cover von Skottie Young befindet sich eine Sammlung an irrwitzigen Geschichten, die zusammen mit den beiden US-Komikern Wyatt Cenac und Elliott Kalan, bekannt aus der US-Late-Night-Satire The Daily Show, und vielen anderen Künstlern entstanden. Besonderes Augenmerk legen die beiden hierbei auch auf die Verballhornung früherer Abenteuer, und wie diese aus ihrer Sicht hätten ablaufen können. Sei es die 20-Jahr-Feier von Reeds und Bens Uni-Abschluss in dem einmal nicht Reed der Nabel der Welt ist, die Beziehung zwischen Liz Allen und Flash Tompson während der Schulzeit oder Marvelosen Ratschlägen von verschiedenen Helden auf Leserfragen. Zwischendurch wird dies immer wieder aufgelockert mit kleinen Wy-If-Geschichten (die in Ahnlehnung an die klassischen What-Ifs sich mit Übertreibungen statt Alternativen beschäftigen), wie der Hunan Thorch (wo Schreibfehler in Comics ganz groß hervorgehoben werden), den Nachtjobs neben der Nachtschwester, den Seniorenrächern oder Nebenwirkungen von Mutantenkräften sowie den väterlichen Fähigkeiten von Iron Man. Cenac und Kalan ist kein Fettnäpfchen zu groß und kein Witz zu platt um ihn hier zu präsentieren.

Die verschiedenen Berufe, neben der Nachtschwester.

Und das machen alle Beteiligten einfach wunderbar. Das ganze Heft ist gespickt mit Seitenhieben, visuellen Gags und teilweise ziemlich direkten Pointen. Dabei geht es auch gerne einmal unter die Gürtellinie, ohne dabei zu sehr abzudriften. Selbst der Aufbauplan wie ein großes Event funktioniert ist eine Ansammlung an typischen Merkmalen eines solchen Großevents die gnadenlos durch den Kakao gezogen werden. Grafisch sind in dieser Ausgabe neben Clayton Henry und Karl Kesel auch weniger bekannte Namen vertreten, die aber dennoch auf ganzer Linie überzeugen können. So schafft es Colleen Coover die Wy-Ifs von Cenac und Kalan sehr gelungen umzusetzen und auch Dean Haspiel und Jacob Chabot leisten sehr gute Arbeit. Alle beteiligten Zeichner hier aufzulisten würde den Rahmen dieser Review sprengen. Aber eine Künstlerin muss dennoch erwähnt werden. Es geht um Stephanie Buscema, die Enkeltochter von John Buscema, einem der Comicurgesteine der amerikanischen Superheldencomics. Diese eifert nämlich fleißig ihren Großvater nach und hat mit ihrem ungewöhnlichen, aber markanten Stil schon einige Storys umsetzen dürfen.

Familie Buscema wird auch weiterhin in der Comicbranche vertreten bleiben.

FAZIT:

Shame Itself ist, was es ist. Es ist lustig, manchmal schamlos, aber immer ehrlich sich selbst gegenüber. Shame Itself will unterhalten, und das schafft der Band auf der vollen Länge. Auch wenn die Ausgabe, abgesehen vom Namen und der einen Geschichte, mit dem Event Fear Itself nicht viel zu tun hat, so ist es dennoch der krönende Abschluss für mich gewesen. Deshalb denke und hoffe ich auch, dass ich euch mit diesem kleinen Schmankerl, das Ende der Fear Itself Reviewserie ein wenig versüßen konnte. Seit dem 30. September habe ich euch alle 2 Tage einen kleinen Reviewmarathon geliefert mit allen Ausgaben, die ich persönlich zu diesem Event besitze. Ich hoffe, dass es Euch genauso viel Spaß gemacht hat, wie mir und das Ihr auch weiterhin dem Comic Hive treu bleibt.

Wem außer mir kommt dieses Logo auf dem Paket noch bekannt vor?

Gerne könnt Ihr noch mit mir, über dieses Event, seine Folgen und die Macher diskutieren.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Marvel & Subs. / Panini

Fear Itself – Nackte Angst #7 [Panini, Mai 2012]

Das große Finale von Fear Itself. Aber ist dieser Band und seine Geschichte einer finalen Ausgabe würdig?

Fear Itself – Nackte Angst #7

Es kommt zum alles entscheidenden Finalkampf zwischen der Schlange und Thor. Es wird Zeit die Prophezeiung zu erfüllen. Doch nicht nur Thor sieht seinem Schicksal entgegen. Jeder Rächer will dem Albtraum endlich ein Ende bereiten. Aber neben den Helden tun auch die Menschen ohne besondere Kräfte ihr Bestes, um die Erde zu retten. Auch alltägliche Helden, wie Du und ich geben der gebeutelten Menschheit wieder Hoffnung. Wie lange können die Helden standhalten, und wird es Thor schaffen, sich gegen den Bruder von Odin, die Schlange, zu behaupten? Die alles entscheidende Frage ist jedoch, welchen Preis Thor hierfür bereit ist zu zahlen!
Wie geht es nach der Angst weiter? Wie schaffen es die Bewohner von Broxton wieder ein normales Leben zu führen, ohne die seit The Siege ansässigen Götter aus Asgard. Was wird aus Sin, und wer ist der geheimnisvolle Mann im Rollstuhl mit den mysteriösen Plänen? Und wie hat es der Hulk geschafft, sich von seinem Alter Ego Bruce Banner zu lösen?

Wer ist der geheimnisvolle Fremde und was sind seine Pläne?

Das Finale von Fear Itself kommt in Überlänge daher. Doch wenn man einmal von den Nachwehen, die hier bereits angedeutet werden, absieht, passiert außer einem weiteren Heldentot nicht wirklich viel. Die Guten siegen über die Bösen, die Menschheit kehrt zur Normalität zurück, oder versucht es wenigstens. Das sind Dinge, wie sie nach jedem Event stattfinden und da hätte ich mir persönlich einen tieferen Einblick in den Wiederaufbau und das Leben der ganz normalen Menschen gewünscht. Nur zu oft wird eben dieser Punkt ausgeklammert und irgendwie hatte ich nach dem Start und der Einbindung von Broxton gehofft, dass es diesmal anders sein würde.

Hulk ab sofort ohne Bruce Banner?

Ansonsten finde ich gerade die Ausblicke auf die zukünftigen Ereignisse sehr interessant, aber ich denke das sind genau die Fragen, welche mich persönlich am meisten reizen würden. Wie eben die Frage, wie sich der Hulk des Bruce Banners entledigen könnte, und wenn es denn so einfach ist, weshalb er es nicht schon früher getan hat.
Der Hauptteil des Heftes, das Finale sozusagen, ist leider nur üblicher Durchschnitt. Da hat sich Marvel-Architekt Fraction nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Da wäre durchaus mehr Finesse möglich gewesen, um dem Event ein würdiges und vor allem nicht alltägliches Ende zu gewähren.

Sin in den Fängen von mysteriösen Wissenschaftlern …

Zeichnerisch wird in diesem Band eigentlich nur feinste Kost aufgefahren. Stuart Immonen leistet wie immer tadellose Arbeit und auch die weiteren Künstler, wie Mark Bagley, Terry Dodson oder Pablo Raimondi, um nur Einige zu nennen, können mit sehr guten Leistungen glänzen. Einzig Howard Chaykin ist in dieser Ausgabe wieder ein visueller Totalausfall. So wie er hier Jameson und Parker zeichnet, muss man fast an übernatürliche Mutation glauben.

FAZIT:

Fear Itself ist vorbei und es war nicht ganz so schlimm, wie man es stellenweise hätte erwarten können. Ja es gab Reinfälle, aber auch echte Highlights. Diese Finalausgabe liegt irgendwo in der Mitte. Wie ein wirkliches Finale fühlt sich der Band jedenfalls nicht an. Vielleicht auch deshalb, weil es danach noch den Sonderband Nummer 4 gab, der sich den drei 7.1-Ausgaben widmet und so vielleicht noch ein etwas runderes Ende bietet als dieser hauptstorytechnische halbgare Finalband.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Avengers #14 – Fear Itself [Panini, April 2012]

Langsam aber sicher nähern wir uns dem Ende des Events …

Avengers #14 – Fear Itself

Was macht einen Rächer aus? Was muss ein Held haben, um ein Rächer zu werden? Ehrgeiz, Mut, Kraft, Ehrlichkeit, Geld? Was ist es, das aus einem Helden einen Rächer macht? Diese Frage stellen sich auch die Rächer im Angesicht der Ereignisse und Handlungen von Daredevil. Es ist noch nicht lange her, dass Matt Murdock gegen seine eigenen inneren Dämonen kämpfen musste. Doch als der Rächerturm fällt und auch das Anwesen angegriffen wird, steht er bereit …
Und auch der direkte Kampf gegen Sin schweißt die Helden nur noch mehr zusammen, auch wenn einige erstmal ein paar dumme Kurzschlusshandlungen begehen, bevor sich alle zusammenfinden, um dem Verursacher dieses Chaos entgegenzutreten.

Daredevil inmitten des Chaos.

Ich muss wirklich sagen, dass mich diese Ausgabe sehr positiv überrascht hat. Nach dem wirklich grausamen Monsterband, war meine Erwartungshaltung nicht mehr sonderlich groß, und dies trägt natürlich auch dazu bei, nicht so schnell enttäuscht zu werden. Doch Bendis wieder an Daredevil ranzulassen, sprich ihm in einer Avengers-Ausgabe einen wirklich großen Platz frei zu räumen, gefällt mir doch sehr. Auch Deodato kann mich in diesem Band überzeugen. Viele seiner Bilder gefallen mir, gepaart mit der spannenden und emotionalen Geschichte sehr gut. Auch wenn die eigentliche Action hier eher schmückendes Beiwerk ist, sind es wohl genau diese Momente die mir persönlich am besten gefallen. Dass dies aber wieder als Rückblick, verbunden mit einem Interview präsentiert wird, ist nach den letzten Ausgaben leider nicht mehr wirklich kreativ, aber zeigt wenigstens, dass ein einmal begonnenes Konzept für die Avengers-Tie Ins auch bis zur letzten Ausgabe durchgezogen wird.

Kurzschlussreaktionen.

Über den zweiten Teil des Heftes, bei dem Romita Jr. erneut den Zeichenstift schwingt, gibt es leider nicht wirklich viel zu sagen. Vor allem deshalb, weil er storytechnisch nicht wirklich überzeugen kann. Hawkeye macht zuerst einen auf kompetenten Anführer nur, um dann in einer Kurzschlusshandlung Sin einen Pfeil durch den Hals zu jagen. Anschließend endet das Ganze in einer wilden Klopperei, zu der auch noch die New Avengers hinzustoßen. Genaugenommen also nur eine Prügelorgie mit dementsprechenden Bildern und wenig Inhalt. Das können sowohl Bendis, als auch Romita Jr. wesentlich besser, aber vielleicht ist ja aus den ehemaligen Topkünstlern einfach die Luft raus. Oder aber sie sind einfach zu sehr in andere Projekte eingespannt, um hier noch gute Arbeit abzuliefern. Dies zeigt sich vor allem in dem massiven Einsatz der ganzseitigen Actionszenen, die sich teilweise nur auf Sekundenbruchteile der Handlung beziehen. Dadurch zieht sich eine Handlung, welche zeittechnisch nur knappe 30 Minuten ausmachen würde, über ein ganzes Heft. Hätte Fraction diese Erzählweise auch auf das Hauptevent angewendet, würde Fear Itself vermutlich heute noch laufen und weit über 500 Ausgaben umfassen. Das ist für mich keine gekonnte Erzählung, sondern nur ein sinnfreies Strecken um noch mehr Geld zu verdienen.

Wieder nur Prügelei.

FAZIT:

Das Finale naht. Was bleibt dann in einem Tie In noch zu erzählen? Die Handlungen von Daredevil sind da ein gutes Beispiel, um einen solchen bevorstehenden Ausklang zu würzen. Auch die, auf dem Original-Cover von US-Avengers #17 dargestellte Liebesgeschichte, welche sich zwischen Hawkeye und Spider-Woman anbahnt, wäre eine solche Möglichkeit gewesen. Daher ist es für mich um so enttäuschender, wenn dies eben nicht enthalten ist. Als US-Leser wäre ich mir vermutlich verarscht vorgekommen.
Doch unterm Strich bleibt eine sehr gute erste Hälfte und eine durchschnittliche, aber wegen der vielen Action und der massiven Splashpages der zweiten Hälfte wenigstens, kurzweilige Ausgabe.

Matt erhält den Rächerausweis.

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Fear Itself – Nackte Angst #6 [Panini, April 2012]

Fear Itself – Nackte Angst #6

Thor wurde bei seinem letzen Kampf schwer verwundet, und so bleibt seinen Freunden nichts anderes übrig, als ihn nach Asgard zurückzubringen, damit er sich dort mit der Hilfe des Allvaters Odin erholen kann. Diese Chance nutzt Steve Rogers auch gleich, um dem Gott seine Meinung über sein Vorhaben die Erde auszulöschen, kundzutun. Andere Probleme hat derzeit Spider-Man, der sich aus dem aktiven Kampf zurückgezogen hat, um seine Tante zu suchen. Doch als er sie findet, erkennt er, was wirklich wichtig ist. Und auch Tony Stark schafft es dank der Zwerge und Gnome aus Svartalfheim einen Schritt weiter in Richtung Sieg zu gehen …

Ein weiteres Opfer des Wahnsinns …

Man merkt, dass es auf das Finale zusteuert. Ganz massiv formieren sich hier die Helden, es werden Möglichkeiten ins Auge gefasst und auch Notfallpläne geschmiedet. Tony Stark sprüht vor Ideenreichtum und Einsatzfreude, Thor und Odin finden wieder zusammen, auch wenn beide noch immer nicht die gleiche Meinung haben. Inzwischen helfen alle, die nicht aktiv eingreifen können, um den Kampf voranzutreiben, den Menschen in ihren jeweiligen Situationen oder evakuieren ganze Gebiete. Das verbreitet natürlich Hoffnung und diese spürt man auch. Allerdings muss ich auch anmerken, dass einige der Ereignisse und Wendungen stark gezwungen und gekünstelt wirken. Denn so wie sich Odin und Thor noch am Anfang bekriegt haben und nun wieder fast selig vereint sind, ohne das jeder, der beiden von seinem Standpunkt abgerückt ist, wirkt doch schon sehr unglaubwürdig. Dagegen ganz typisch ist wieder May Parkers Reaktion, als Spider-Man sie endlich findet. Das ist zwar fast schon wieder einen Tick zu pathetisch, aber genau diese Prise macht eben Spider-Man aus.

Blue Marvel im Kampf …

Ebenfalls wieder in diesem Band enthalten sind ein paar Kurzgeschichten aus der Begleitserie Fear Itself: Homefront. Zum einen sind dies, wie auch schon in den vergangenen Ausgaben, kurze Einseiter von Howard Chaykin, der mich bei „Ein Moment mit … Mr. Fear“ sogar richtig überzeugen kann, und zwei Storys, die sich mit Randereignissen zu Fear Itself befassen. Doch immer schön langsam und dann mit einem Ruck. Warum kann mich Chaykin diesmal überzeugen, oder wenigstens teilweise? Nun, der Einseiter mit Mr. Fear, der eigentlich ein Profi in Sachen Angst verbreiten ist, muss sich nun der Erkenntnis stellen, dass jemand seinen Job besser macht, und er nicht einmal mehr erkannt wird. Das ist sehr deprimierend und wurde nicht nur storytechnisch, sondern auch visuell sehr gut umgesetzt. Hier passt Chaykins Stil wirklich sehr gut. Aber ich muss auch Christian Endres, seines Zeichnes Redakteur bei Panini, recht geben, welcher sich hier auf die Reaktionen zu Chaykin aus dem Paniniforum bezieht, dass Chaykins Zeichnungen von den aktuellen Kolorierungen nicht gerade profitieren. Dagegen ist der andere Einseiter wieder einfach nur nutzlos und hässlich, oder er erschließt sich mir einfach nur nicht.

Angst kann auch andere Auswirkungen haben …

Und dann gibt es noch ein Abenteuer mit Blue Marvel der die Hälfte seiner Basis opfert, um einen Krieg zwischen Amerika und China zu verhindern. Eine Geschichte aus einem Navacho-Reservat mit dem American Eagle, der sich und sein Volk gegen ein paar verrückte Drogendealer schützen muss und so nur knapp einen Krieg zwischen den „Weißen“ und den Rothäuten verhindern kann. Sowie eine ziemlich seltsame Story mit den Great Lakes Avengers, die von ihrer Heimatstadt Milwaukee, oder besser dessen Einwohnern, gejagt werden und nur noch Asbestos Man dagegen helfen kann. Das klingt seltsam, denkt ihr? Genau das ist es auch. Während die Geschichte mit Blue Marvel und American Eagle wenigstens noch eine Moral zu vermitteln versuchen, und mit den Bildern nicht wirklich enttäuscht und Beispiel von American Eagle sogar sehr gut zu gefallen wissen, ist das Great Lakes Avengers/Defenders/X-Men/Champions/Power Pack-Debakel, genau das. Ganz witzig in seiner Belanglosigkeit, aber mehr auch nicht.

Witzig aber nicht wirklich relevant!

FAZIT:

Die Hauptstory macht wieder ein wenig mehr Spaß und kann auch mit den gewohnt guten Bildern überzeugen. Sie bringt das Event ein Stück voran und kommt ohne größere storytechnische Längen aus. Die reine Action wird minimiert und die Dramatik maximiert. Der restliche Teil des Heftes schwankt zwischen Klamauk, ernsthafter Unterhaltung und seltsamen Trash. Dass mich persönlich diesmal sogar Chaykin ein wenig überzeugen konnte, überrascht mich hierbei am meisten. Hatte ich doch schon gedacht, dass der Meister seinen Zenit überschritten hätte. Aber möglicherweise braucht Chaykin einfach nur einen anderen Koloristen, der seinen Stil unterstützt, anstatt die Zeichnungen einfach nur knallbunt auszumalen und mit Effekten zu überdecken.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Marvel Monster Edition #39: Fear Itself [Panini, Februar 2012]

Heute wird es monströs, mit der Monster Edition zum Event Fear Itself. Aber wie schlägt sich diese Sammlung an Tie-Ins im Vergleich zu den bisherigen Ausgaben?

Marvel Monster Edition #39: Fear Itself

Seitdem Attuma auch in den Besitz eines der Hämmer kam und so zu den Würdigen erwählt wurde, sieht es für Namor und sein Volk noch schlechter aus, als es vorher schon der Fall war. Doch auch als Namor gegen Attuma unterliegt und flüchten muss, ist er nicht alleine. Denn ein guter alter Freund schart ein schlagkräftiges Team um ihn, um sein Volk wieder zu befreien …
Ein Team der ganz anderen Art findet sich um Howard the Duck zusammen. Als „Die fürcherlichen Vier“ wollen sie Man Thing stoppen, die Stadt ins Chaos zu stürzen. Doch so einfach wie das klingt ist die Aufgabe leider nicht, und dass müssen die fürchterlichen Vier schmerzhaft lernen …
Auch Dracula ergreift die Angst und er beginnt, aus der Vergangenheit zu erzählen. Er erzählt, wie sich schon damals im antiken Japan, Angst als sehr nützliches Element zu Erhaltung von Respekt und Hörigkeit geeignet hat. Doch als blutsaugender Vampir ist das nicht ganz so schwer …
Cardiac hingegen muss gegen eine ganz andere Art der Angst kämpfen, als er einen Jungen retten soll, dessen Vater für den Tod von Cardiacs Bruder verantwortlich ist. So zumindest sieht er es, als er eine Entscheidung treffen muss. Den Vater mit dem Tod seines Sohnes zu bestrafen, oder das Kind nicht für die Sünden seines Vaters büßen zu lassen …
Den letzten Teil des Bandes füllen die Helden für Geld, die sich zwar anfangs auch mit einem Würdigen herumschlagen müssen, mit Ben Grimm um genau zu sein, aber danach ein noch viel größeres Problem mit einem von Bens Opfern bekommen. Dieser war eigentlich Chemiker für die Unterwelt und landete, nachdem Ben die Yancy-Street in Schutt und Asche gelegt hat, in seiner eigenen Suppe, mit für ihn schwerwiegenden Veränderungen …

Die Angst kann schlimme Monster hervorrufen.

Wie heisst es immer so schön? Wenn man nichts gutes sagen kann, dann soll man besser garnichts sagen. Aber wenn ich jetzt nichts zu dieser Ausgabe mitteile, weshalb sollte ich sie dann reviewen? Eine schwere Aufgabe.
Insgesamt ist dieser Band ziemlich belanglos und unnütz. Keine wirklich überragenden Zeichnungen, nur mäßig spannende bis extrem verdrehte und langweilige Geschichten und keinerlei interessante Einblicke oder andere Sichtweisen, die zu Fear Itself beitragen würden. Einzig zwei Geschichten ragen ein wenig aus dem Gesamtbrei heraus.
Das wäre zum einen die Geschichte aus dem alten Japan in der Dracula ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert, und zum anderen jene in der Cardiac mit seiner Entscheidung hadert und so mit seinem Gewissen kämpft. Während Cardiac sehr stark die emotionale Schiene bedient und einen direkt ins Herz trifft, aber auch ein gewisses Verständnis hervorruft, weiß ich persönlich bei der Dracula-Story überhaupt nicht, weshalb diese hier in dem Monsterband seine Verwendung findet. Von dem Einsatz der Angst als generelles Druckmittel einmal abgesehen, scheint sich keine direkte Verbindung zu Fear Itself zu finden. Um so erstaunlicher ist es daher, dass diese Geschichte, zumindest bei mir, so guten Anklang findet und auf voller Linie überzeugen kann.

Die zwei besseren Geschichten in diesem Band.

Sowohl zu der Miniserie „The Deep“, die sich um Namor und seinen Widerstand dreht, als auch die „Fearsome Four“ um Howard the Duck, sind genau wie die „Heroes for Hire“ nur mittelmäßige Mitläufer, die den Comicfans das Geld aus der Tasche ziehen sollen. Anders kann ich mir diese offensichtliche Lieblosigkeit der Geschichten und Zeichnungen nicht erklären. Eigentlich bin ich ja ein großer Freund des verrückten Erpels Howard, seit er in den achtziger Jahren einen Gastauftritt in einem Spinne Taschenbuch im Rahmen einer Marvel Team Up Story hatte. Howard war und ist, wie Donald Duck nur das Er raucht, säuft und mit Frauen rummacht ohne jegliche Art von Skrupel und dabei trotzdem noch ein zuverlässiger Freund sein kann. Aber in dieser Miniserie, in der dann auch noch die Ersatz-FantastischenVier aus den 80/90er Jahren, bestehend aus Hulk, Ghost Rider, Wolverine und Spider-Man regelrecht als Witzfiguren verheizt werden, ohne dabei wirklich komisch zu sein, treibt einem die Tränen in die Augen. Und das sind keine Freudentränen.

Die fürchterlichen Vier gegen die „Ersatz“-Fantastischen Vier.

FAZIT:

Wenn man einmal von den beiden besseren Geschichten absieht, war der Band ein wirklicher Reinfall. Das Banner Fear Itself dient hierbei wirklich nur zum Geldverdienen. Da wäre es billiger gewesen, sich besagte 2 Ausgaben im Original zu holen und beim Rest die Inhalte im Internet, bei den bekannten Portalen, im groben nachzulesen. Das hätte nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Zeit und Nerven gespart. Nach diesem Band kann ich persönlich eigentlich nur hoffen, dass dies der Tiefpunkt von Fear Itself war, und sich die Autoren und Zeichner nicht noch bemühen das Niveau weiter zu senken, um die goldene Himbeere der Comicbranche zu erhalten.

Namor und seine Defenders.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Avengers #13 [Panini, März 2012]

Fear Itself geht weiter, und die Avengers sehen sich weiteren Problemen gegenüber …

Avengers #13

Die Interviews gehen weiter. Wie hat Captain America den Verlust seines Partners verkraftet? Diese Frage stellen sich auch die Avengers, und als sich Steve die Möglichkeit bietet Sin endlich dingfest zu machen, scheinen seine Mitstreiter nur hilflos zusehen zu können, wie er in sein Schicksal rennt.
Ebenfalls mit ihrem eigenen Schicksal muss die Nanny der kleinen Danielle, die Tochter von Jessica Jones und Luke Cage, kämpfen. Denn als das Chaos über die Stadt hereinbricht, muss sie schnellstmöglich zum Rächeranwesen gelangen, damit die New Avengers endlich losziehen können. Doch was sie dabei über sich selbst erfährt überrascht Doreen, das Squirrel Girl …

Sin stellt Steve eine Falle.

Die letzte Avengers-Tie In-Ausgabe war die bisher Schlechteste und wer jetzt denkt, dass es nicht noch schlimmer kommen kann, den kann ich beruhigen. Denn tatsächlich gefällt mir dieses Tie In wieder besser. Aber wenn ich ehrlich sein muss, auch nur der zweite Teil des Heftes. Der Erste ist wieder platt und pathetisch und typisch amerikanisch. Captain America verzweifelt über den Tod seines früheren Partners Bucky Barnes, will die Mörderin zur Rechenschaft ziehen und tappt dabei in eine Falle. Alles schon Mal da gewesen und alles auch schon wesentlich besser. Auch die Zeichnungen von Romita Jr. gefallen mir hierbei immer weniger. Sein Stil wird auffallend unübersichtlicher und seine Gesichter sehen inzwischen fast alle gleich aus. Frauen haben grundsätzlich unnatürlich hohe Wangenknochen, Männer fast immer ein Gesicht, als würden sie es die Nacht über in einer Mikrowelle aufbewahren. Dies liegt aber auch ein wenig am Inker Klaus Janson, den ich eigentlich sehr schätze, wenn er denn mit den richtigen Künstlern zusammenarbeitet. Und es gab mal Zeiten da haben sich auch Romita und Janson gut ergänzt, aber seitdem Romitas Stil sich so verschlechtert hat, scheint da nichts mehr zu retten zu sein.

Ist das Steve Rogers oder einer von Romeros lebenden Toten?

Doch Teil Zwei des Heftes entschädigt dafür teilweise wieder. Zwar sind auch hier die Zeichnungen wahrlich kein Hingucker, zu Deodato habe ich mich in der letzten Ausgabe schon ausgelassen, und daher will ich mich lieber der sehr gelungenen Geschichte widmen. Diesmal steht nämlich kein großer Held, keine besondere Person, ja nicht einmal ein Avenger im Vordergrund, sondern nur das Kindermädchen. Und auch wenn Doreen, alias Squirrel Girl, einmal ein Avenger war, ein Great Lakes Avenger um genau zu sein, so ist sie im Augenblick für mich trotzdem einer der faszinierendsten Charaktere, welche die New Avengers zu bieten haben. Das Mädel hat Mumm und Energie. Sie hat das Herz am rechten Fleck und gelegentlich auch mal ein vorlautes Mundwerk. Was ebenfalls sehr interessant ist, ist die Verbindung die Doreen mit Logan zu haben scheint. Da ist noch einiges an Potenzial vorhanden, welches hoffentlich nicht einfach so unter den Tisch gekehrt wird.

Doreen, alias Squirrel Girl, nach ihrer Jagd über die Dächer.

FAZIT:

Diese Ausgabe ist zwar noch immer nicht wieder auf dem Startniveau des Events, aber dennoch etwas besser gelungen. Zumindest zum Ende hin. Das wohl Beste für ein solches Event ist neben einer actionreichen Haupthandlung, eben auch immer ein kleines bisschen Soap und Drama, das die nötige Würze und das Gleichgewicht bringt. Wenn das Marvel und auch die anderen Verlage endlich erkennen, dann würden uns Gurken wie Secret Invasion oder The Siege erspart bleiben. Und jetzt muss ich doch noch etwas zu Deodatos Zeichnungen in der zweiten Geschichte sagen. Denn er schafft es wirklich toll Doreens Flucht über die Hauserdächer so einzufangen, dass man ihre tierische „Herkunft“ erkennt. Wie sie flitzt, springt und klettert, das ist ein reinrassiges Eichhörnchen. Anders kann ich das nicht beschreiben.
So jetzt habt ihr mich erwischt. Ich habe doch noch etwas Gutes zu Deodato gesagt. Aber wenn man eine Münze in einer Dreckpfütze findet, kann man das doch auch ruhig erwähnen.

Wie ein Eichhörnchen. Sehr gute Arbeit von Deodato.

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Fear Itself – Nackte Angst #5 [Panini, März 2012]

Das neue Review zum nächsten Teil von Fear Itself steht bereit, und es bringt Veränderungen mit …

Fear Itself – Nackte Angst #5

Die Lage spitzt sich immer weiter zu als Thor seinem ehemaligen Freund, Ben Grimm, Mjolnir durch die Brust jagt, um ihn zu stoppen. Beim verwandelten Hulk hat er da weitaus weniger Bedenken, aber leider auch nicht die Kraft ihn aufzuhalten. Als dann während des Kampfes von Sin und Steve Rogers, der inzwischen wieder als Captain America unterwegs ist, der Verursacher des ganzen Chaos, die Schlange, auftaucht, droht die Lage endgültig zu eskalieren …

Noch mehr Boom und immer weniger Angst.

Im Moment passiert genau das, was den vorangegangen Events auch mehr oder weniger das Genick gebrochen haben. Es eskaliert zu einer sinnfreien Prügelorgie. Die Dramatik, welche die Angst verbreitet hat, die Hoffnungslosigkeit und die Verzweiflung sind verschunden und machen purer Gewalt platz. Doch nicht etwa weil sie aus der Verzweiflung geboren wurde, sondern einfach nur, weil es möglichst effektvoll rumsen und knallen soll.
Die wenigen Lichtblicke, in denen Tony mit Odin verhandelt, sowie Spider-Man der ein klärendes Gespräch mit Steve führt, können die Story nicht aus der Belanglosigkeit herausziehen. Selbst Spideys sonst so typisch locker, freches Mundwerk, ruft bei mir in dieser Ausgabe nicht einmal ein Zucken des Mundwinkels hervor.

Entscheidungen fallen, die nicht alle mögen.

Ähnlich belanglos sind leider auch die vier Kurzgeschichten, die sich den nächsten vier Würdigen widmen. Alles erneut nur Nacherzählungen der Origins ohne neue Blickwinkel, die auf das Event bezogen werden könnten.
Bis auf eine Ausnahme. Denn die Geschichte um Ben Grimm hat genau dies zu bieten. Sie offenbart eine innere Angst von Ben die wohl der Ausschlag war, weshalb er für den Hammer auserwählt wurde. So kann man es zumindest interpretieren.

Bens Sorgen.

Wie immer kann man den Zeichnungen von Stuart Immonen nichts Schlechtes nachsagen. Auch die Kurzgeschichten kommen diesmal etwas besser weg, als noch in der vorangegangenen Ausgabe. Wobei ich sagen muss, dass ich Lee Weeks, der die Story zum Hulk bebildert hat, bereits mit besseren Arbeiten gesehen habe. Richtig schön nostalgisch hingegen sind die Zeichnungen von Javier Pulido, der sich dem Ding angenommen hat, und mit seinem unverwechselbaren Stil, ein wenig Kirbyfeeling aufkommen lässt. Irgendwie seltsam aber dennoch faszinierend sind die Zeichnungen von Sergio Carello, der die Geschichte von Crusher Creel, dem Absorbing Man, übernommen hat. Seine Zeichnungen erinnern ein wenig an die typischen Disney-Geschichten der späten Neunziger Jahre, was vor allem an den Bewegungen der Figuren liegt. Als letzter Kurzgeschichtenzeichner fällt Mario Alberti mit seinen sehr düsteren Bildern ins Auge. Alberti der in Deutschland unter anderem bereits mit den zwei US-Miniserien X-Men & Spider-Man (auf deutsch in 100% Marvel #45) und Spider-Man and the Fantastic Four (auf deutsch in 100% Marvel #59) mit einem ganz anderen Zeichenstil überzeugen konnte, scheint hier einen bewusst differenzierten Stil gewählt zu haben, um der Geschichte gerecht zu werden.

Erinnerungen von Crusher Creel.

FAZIT:

Leider fällt mit dieser Ausgabe das Niveau des Events rapide ab. Man könnte ja noch meinen, dass es sowieso nicht mehr lange bis zum Ende braucht, aber dennoch kann man eine so gut gestartete Eventreihe besser zu einem Ende führen, als mit einer riesengroßen und eigentlich nicht zu erklärenden Prügelorgie. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, wenn sich Matt Fraction mehr auf die Angst und deren Bewältigung mitsamt der zwischenmenschlichen Probleme bezogen hätte, als auf zwar imposante, aber wenig überzeugende Massenschlachten. Immerhin gab es auch früher schon Autoren und Filmemacher die Spannung und Dramatik ohne Gewalt und Ekel erzeugen konnten, und somit Meisterwerke schufen, die noch heute anerkannt werden.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Avengers #12 [Panini, Februar 2012]

Fear Itself geht weiter, diesmal mit dem nächsten Avengers-Tie In …

Avengers #12

Die Interviews gehen weiter und dieses Mal stehen zwei Damen im Vordergrund. Zum einen ist dies Spider-Woman, Jessica Jones, die noch immer mit ihrer Vergangenheit hadert und nach dem Ereignis sucht, mit dem sie sich reinwaschen kann, und zum Anderen ist es Hawkeyes Ex-Frau, Mockingbird alias Barbara „Bobby“ Morse. Auch diese hat ein einschneidendes Erlebnis hinter sich und will nun mit dem neu gewonnenen Leben mehr anfangen als bisher …

Nur noch viel BOOM!

Ganz ehrlich? Was soll das? Ich meine im letzten Heft war das ganze als kleine Auflockerung noch ganz schön, aber diesmal ist es einfach nur schlecht. Wenn man mal von den wirklich emotionsgeladenen Interviewbildchen absieht, ist der Rest einfach nur eine Prügelorgie. Die Erzählung, wie Jessica sich gegen den, unter den mystischen Mächten des Hammers stehenden, Hulk stellt, ist stellenweise arg unglaubwürdig und ziemlich chaotisch. Einziger Lichtblick hierbei ist die sich weiter anbahnende Liebesgeschichte zwischen Clint und Jessica, den Rest der Story kann man getrost vergessen.

Liebe ist doch etwas schönes …

Auch Bobbys Erzählung darüber, wie sie nach dem Hinterhalt von H.A.M.M.E.R. nur knapp dem Tod von der Schippe gesprungen ist, sind alles andere als eine Offenbarung. Ebenfalls sehr unglaubwürdig ist hierbei das Verhalten einiger ihrer Rächerkollegen, allen voran Spider-Man, der mit der Art und Weise wie er reagiert und argumentiert eher Out of Character wirkt, auch wenn er dies nur tut, weil er wegen Victoria Hand, das Team verlassen will. Er nimmt ihr noch immer ihre Vergangenheit übel, wo wir dann auch schon wieder bei der Vergangenheitsbewältigung wären, mit der auch Jessica im ersten Teil des Heftes zu kämpfen hat. Von diesem kurzen Moment abgesehen ist auch dieser Teil, durch die Erzählung des Kampfes mit Sin und ihren Blitzkrieg U.S.A.-Truppen einfach zu inhaltlos und irrelevant für das eigentliche Event.

Die Vergangenheit holt uns alle immer wieder ein …

Was mich persönlich aber an dieser Ausgabe am meisten erstaunt, ist die Verarbeitung der eigenen Vergangenheit, der jüngeren amerikanischen Geschichte an sich. Es ist gerade einmal 10 Jahre her, dass Amerika den wohl verheerendsten Angriff auf die eigene Bevölkerung, dazu noch im eigenen Land, erleben musste. Den Verlust des World Trade Centers. Und dann, sehen wir in einem Comic, der im eigentlichen Sinne nichts mit den Ereignissen zu tun hat, wie eine geschockte Heldin auf einem Dach steht und den Rächerturm zusammenfallen sieht, und zwar genau so wie damals die beiden Twin-Towers. Vergangenheitsbewältigung ja, aber so ist das Ganze einfach nur wieder einmal typisch amerikanisch und pathetisch.

Spideys Oberschenkel mit den Augen von Deodato.

Die Zeichnungen können mich diesmal leider überhaupt nicht überzeugen. Während Bachalo an den ruhigen Passagen noch immer fehlbesetzt wirkt und während der Actionsequenzen wirklich gut herüberkommt, so sind Deodatos Zeichnungen einfach nur grauenhaft. Früher hat mir Mike Deodato an Elektra wirklich gut gefallen, aber wenn man seinen Spider-Man in dieser Ausgabe sieht, mit Oberschenkeln die fast dreimal so umfangreich, wie seine Oberarme sind, dann lässt sich das nicht mehr schönreden, selbst dann, wenn die Bilder wirklich sehr detailliert sind. Hier wirkt die Anatomie, des eigentlich wesentlich agileren Spider-Man unverhältnismäßig überproportioniert.

FAZIT:

Zwar habe ich bereits eine Ausgabe zur schlechtesten bisher gekürt aber diese hier überbietet jene noch bei Weitem. Wichtig ist nur, dass diese Ausgabe bisher kaum etwas beinhaltet, was länger im Gedächtnis bleibt. Zumindest im positiven Sinne. Aber wer will sein Gedächtnis schon unbedingt mit Negativem belasten. Von daher habe ich nur die Hoffnung, dass die nächste Ausgabe dieses Events wieder besser ausfällt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini