Spider-Man Magazin #32 bis #34 [Panini, März bis Mai 2010]

Heute geht es mit den Spider-Man Magazinen weiter. Auch diesmal gibt es wieder lockere und unterhaltsame Geschichten aus dem guten vereinigten Königreich …

Spider-Man Magazin #32

Das Rhino sich ausgerechnet im New York der 30er Jahre niederlässt und sich auch dort wohlfühlt wirkt zwar im ersten Moment befremdlich, passt dann aber sehr gut zur Geschichte. Anfangs verdingt sich der erbsenhirnige Muskelprotz noch als Wrestler, doch sein nächster Auftrag ist dann schon etwas heikler. Gerade im Bezug auf die zukünftige Entwicklung muss Spidey hier schnell eingreifen. Rhino soll einen Wissenschaftler einschüchtern der sich von einem Gangster Geld geliehen hat. Doch bei dem Wissenschaftler handelt es sich um Phineas Horton. Den langjährigen Marvellesern als „Vater“ der ersten Fackel bekannt. Dieser steht kurz vor der Vollendung seiner Schöpfung, doch wenn Rhino ihn in die Finger bekommen sollte, könnte die Forschung und Entwicklung von Androiden sehr weit zurückgeschleudert werden…

FAZIT:

Rhino ist zwar dumm wie eh und je, doch tut er einem hier ein bisschen leid, was vor allem daran liegt, das er mal wieder die Marionette eines drittklassigen Möchtegernes ist. Ansonsten finde ich gerade das Setting der 30 Jahre für Rhino irgendwie passend. Genau erklären kann ich das zwar nicht, ist mehr eine gefühlsmäßige Sache, aber es wirkt in sich alles sehr stimmig. Vielleicht auch weil die Farbgebung der 30er Jahre in diesen rot/braunen Sepiafarbtönen zu Rhinos „Kostüm“ passt.

Spider-Man Magazin #33

Dieses Mal steht die Gefangennahme von Sandman auf dem Tagesplan. Kaum in der nahen „möglichen“ Zukunft 2038 angekommen trifft Spidey auch schon auf das „Krümmelmonster“ welches gerade eine Bank ausraubt. Doch er kämpft nicht alleine. Schon bald bekommt er Unterstützung von Spider-Girl May Parker. Diese denkt sofort das dieser Spider-Man ein betrüger sein muss, da ihr Vater sein Kostüm auf Grund einer Beinverletzung an den Nagel hängen musste. Spidey hingegen ist sich bei dem toughen Girl nicht ganz sicher. Einerseits weckt sie seinen Beschützerinstinkt, andererseits ist er überrascht von dem Kampfstil, der Erfahrung und den Kräften der offensichtlich noch sehr jungen Dame. Zusammen schaffen sie es jedoch den verschütteten Sand zurück in die Sandkiste zu bringen.

FAZIT:

Besonders gelungen finde ich den Epilog, da er eine Art kleinen Abschluss des ganzen bildet. Auch finde ich es immer wieder schön etwas von May Parker, Spider-Girl zu lesen, da ich denke das dieser Charakter sehr viel Potential birgt, vor allem im Hinblick auf ihr Heranwachsen in die Rolle des Superhelden. Das kann noch viele Konfrontationen mit Papa Spider-Man bringen. Besonders die ironische Komponente in dieser Geschichte lässt das ganze weniger wie ein typische Superheldengeschichte, als mehr wie eine Comedyserienfolge erscheinen.

Spider-Man Magazin #34

Der letzte einzusammelnde Bösewicht ist Doc Ock und der wartet im Jahr 2099 auf seine Chance. Doch kaum ist Spidey dort angekommen wird er von Miguel O’Hara dem Spider-Man 2099 angegriffen, der hinter der Maske einen Retro-Schurken vermutet. So hat wenige Tage zuvor ein „auf nostalgisch getrimmter“ Doctor Octopus eine Biotechnik-Firma ausgeraubt. Ock ist schnell gefunden aber der Kampf mit ihm ist alles andere als einfach. Auch ein EMP den Spidey von H.E.R.B.I.E. hat macht es zunächst nicht einfacher. Doch irgendwann ist auch Ock besiegt und seine Tentakel geben herrliche Fesseln ab, aber als Spidey mit Kandidat Nummer 6 heimkommt erwartet ihn eine böse Überraschung.

FAZIT:

Anfangs wirkt das ganze noch wie ein typisches Crossover. Die zwei Protagonisten treffen sich und bekämpfen sich, erkennen dann aber ihren Fehler und verbünden sich gegen den wirklich bösen. Leider ändert sich das auch gegen Ende nicht wirklich, aber wenigstens wird es locker erzählt und dynamisch gezeichnet (zum Autor und zum Zeichner gibt es demnächst noch ein paar Meinungen). Das rettet, neben dem interessanten und ihn Deutschland eher unbekannten Charakter von Miguel O’Hara die Geschichte.

Marvel Comic Klassiker (5): Licht und Schatten 1 bis 3 [Bastei, 1988]

Mit der heutigen neuen Reihe „Marvel Comic Klassiker“ möchte ich euch erneut Serien und Einzelausgaben näherbringen die nicht nur aufgrund ihres Alters bereits Klassiker sind. Manchmal sind es auch ganz besondere Geschichten, Ereignisse oder auch Serien, die sich diesen Status erworben haben.

Licht & Schatten #1

Licht und Schatten sind zwei Ausreißer die bei Drogenexperimenten ihre Kräfte erhielten. Nun versuchen sie mit ihren Fähigkeiten andere verlorene und unschuldige Seelen vor dem Schicksal das sie selbst erlebten zu beschützen. Dabei sind ihre Mittel und Wege zwar nicht immer vorbehaltlos richtig, aber der Gedanke dahinter ist auch nicht falsch. Dennoch geraten sie mit dem Gesetz aneinander, nur um dann auch sogleich wieder eine Chance zu erhalten helfend zu unterstützen. Doch wieder einmal unterliegt Schatten seinem Hunger…

FAZIT:

Fast schon klassisch sind die Geschichten von Licht und Schatten. Und irgendwie haben es mir die beiden tragischen Geschichten von Cloak und Dagger schon immer angetan. Gerade passend war es da, das Bastei mit der ersten Miniserie der beiden auch in Deutschland einen Versuch wagte diesen, meiner Meinung nach unterschätzten Helden, eine Chance zu geben. Zwar wird hier keine Origin geboten die das Entstehen der beiden erklärt, trotzdem werden die beiden hervorragend eingeführt, unterstützt von atemberaubenden Bildern und einer herrlichen Koloration.

Licht & Schatten #2

Nachdem Schatten in der letzten Ausgabe einen Mörder durch das Einsaugen in seinen Mantel bestraft hat, zweifelt Licht an der Richtigkeit ihres Handelns. Das wiederum führt dazu, dass Schatten die Einsamkeit sucht, auch weil der Hunger ihn immer mehr übermannt, und er so die Hoffnung hat ihm Einhalt zu gebieten. Auch die Polizisten ist sich nicht mehr so sicher ob Licht und Schatten nun ins Gefängnis, oder lieber unterstützt gehören. Doch schon bald müssen sowohl Tandy als auch Tyrone erkennen das sie einander brauchen um zu überleben. Dabei erhalten sie unerwartete Unterstützung von Detective O´Rielly und Pater Delgado.

FAZIT:

In dieser 2. Ausgabe endet auch schon die erste Mini von Tandy und Tyrone. Dabei beweist Bill Mantlo einmal mehr sein Geschick für tragische Geschichten. So wird in diesen 2. US-Ausgaben nicht nur die Entstehung von Licht und Schatten erklärt, sondern auch die enorm enge Beziehung der beiden zueinander. Jeder benötigt den anderen, damit dieser nicht von seiner unfreiwillig erhaltenen Macht verzehrt wird. Auch Rick Leonardis Zeichnungen wissen immer mehr zu gefallen. Die Enge der Häsuerschluchten von New York, die Kälte und die Angst, scheinen fast greifbar. Gestört hat mich lediglich an einigen Stellen die Kolo. Vor allem wen auf Häuserdächern Wassetürme aus Holz plötzlich pinkt sind.

Licht & Schatten #3

Jack the Ripper wird wegen des zunehmenden Drucks in London nach New York gezwungen. Auch dort fröhnt er weiter seiner Mordlust, als er eines Abends beim Beseitigen eines Opfers einem Unfall zum Opfer fällt. Viele Jahre später steht an diesem Ort die Heilig-Geist-Kirche in der Licht und Schatten Zuflucht gesucht haben. Noch immer zweifelt Schatten an sich, und es wird nicht besser als er mit Licht zusammen versehentlich eine Zivilstreife der Polizei angreift. Er flüchtet sich erneut in die Einsamkeit. Dies ist der Punkt an dem der Dämon, welcher in der dunklen Dimension lebt, die Schatten beherbergt, sich Bahn bricht und den Ripper zurück auf die Erde schickt, damit dieser Schatten in den Wahnsinn treibt. Der Ripper mordet und hinterlässt dabei Spuren die auf Schatten deuten. Selbst Licht fällt auf diese Finte herein, und macht sich auf die Jagd nach ihrem Freund und Weggefährten…

FAZIT:

Marvel Graphic Novels sollten schon immer ganz besondere Stories sein. Das gelingt zwar leider nicht immer, doch im vorliegenden Fall geht diese Rechnung voll und ganz auf. Jack the Ripper ist einer der klassischen Mörder der Menschheitsgeschichte. Das er jedoch den Weg nach Amerika/New York gefunden haben könnte, finde ich etwas gewagt. Trotzdem wird hier eine spannende und faszinierende Geschichte erzählt. Aus der Feder vom Erfinder Bill Mantlo und mit grandiosem Bildern von Larry Stroman verziert, bildet diese Ausgabe den bisherigen Höhepunkt der Bastei-Veröffentlichung.

Die Ausgaben sind mit ein wenig Glück auch für kleineres Geld bei den üblichen Comicmarktplätzen sowie Ebay oder Flohmärkten zu finden.

Vamirella Reviews #1 [Splitter, März bis Mai 1998]

Heute wird es blutrünstig. Und zwar lasse ich jemand alten Bekanntes in dieser ersten Review, einer etwa 6 Folgen umfassenden Reihe. Es handelt sich um niemand Geringeren als Vampirella…

Vampirella #1

Vampirella ist tot. Auch ihr geliebter Adam van Helsing hat das Zeitliche gesegnet. Und dennoch treffen sie sich in Drakulon wieder. Doch nichts ist mehr so, wie es einmal war. Der gewaltige Blutstrom, der das Land nährte, ist versiegt und Schuld daran ist Vampirellas Mutter Lillith. Vor der Wahl stehend sich selber oder das Land u retten entschied sich Lillith für ihr eigenes Leben. Doch Vampirella kann trotz ihrer großen Liebe zu ihrer Mutter deren Entscheidung nicht nachvollziehen. Zusammen mit Adam macht sie sich auf den Weg ihre Heimat zu retten …

FAZIT:

Dieser zweiteilige Storybogen den Splitter für den Start ihrer Vampirella-Heftserie wählte spielt zwischen Vampirellas Tod und ihrer Wiederauferstehung. In der Tradition der klassischen Vampirella-Geschichten von Archie Goodwin erzählt Autor James Robinson eine typische Fantasy-Geschichte mit der blutdürstigen und leichtbekleideten Anti-Heldin. Dabei wird er durch die malerischen Kunstferigkeiten von Joe Jusko unterstützt, der es schafft auch die unglaublichsten Landschaften und Lebewesen, mit einem überwältigenden Detailreichtum zu zaubern.

Vampirella #2

Das Land ist ausgetrocknet, und fast jegliches Leben verhungert. Dies macht es auch für Vampirella und ihren Begleiter Adam nicht gerade einfach die Quelle des Blutstromes zu finden. So ganz ohne Blut schafft es Vampirella kaum, den langen Marsch durchzuhalten. Zum Glück gibt es aber noch Lillith. Sie schickt immer wieder neue Gegner um ihre Tochter aufzuhalten, doch lebende Gegner haben auch Blut in ihren Adern und so bekommt Vampirella wieder neue Energie. Aber wenn sie es schaffen die Quelle wieder zum fließen zu bringen, dann wird ihre Mutter sterben, und so muss Vampirella eine schwerwiegende Entscheidung fällen …

FAZIT:

Der zweite Teil dieses Story-Arcs zieht sich doch trotz der grandiosen Bilder sehr in die Länge. Auch wirkt das Ende stark konstruiert und ungeplant. Irgendwie fehlt dem Ganzen ein passendes und schlüssig-logisches Ende, auch wenn es sich nur um eine Fantasystory handelt. Etwas schlechter als der Serienbeginn aber immer noch in Ordnung. Besonders wegen der Gemälde von Jusko.

Vampirella #3

Mysteriöse Morde an Wissenschaftlern erschüttern die Stadt. Vampirella hat sofort Pantha im Verdacht, da sich die beiden erst kurz zuvor in Gotham begegnet waren. Doch welche Gründe sollte diese Katzengöttin haben, sich an ein paar Wissenschaftlern zu rächen? Immerhin hat sie bereits zu Zeiten der großen Pharaonen gelebt und somit schon sehr viel Schlimmeres miterlebt. Nun liegt es also an Vampirella, die Gründe zu finden und Pantha aufzuhalten.

FAZIT:

Mark Millar hat hier eine sehr schöne mystische Geschichte geschaffen, die mit den hervorragenden Gemälden von Mark Texeira ein gewisses Flair aufkommen lassen, bei dem ich ständig das Gefühl hatte, das Mulder und Scully um die nächste Ecke kommen. Alles in allem ist dabei eine sehr gute Mystery-Horror-Fantasy-Story herausgekommen, die gut unterhält.

Tellos [Panini, April bis Juni 2000]

Mit der heutigen Review, möchte ich euch eine kleine, sehr feine, aber leider auch ein wenig unbeachtete und ebenfalls leider viel zu kurze, Serie vorstellen. Der Künstler, der hinter dieser Serie steht, ist niemand anderes, als der leider viel zu früh verstorbene Mike Wieringo. Doch ein endgültiger Abschluss ist ihm leider verwehrt geblieben. Dennoch ist Tellos eine vielversprechende Fantasyserie, die auf jeden Fall mehr als einen Blick wert ist …

Tellos #1

Alles beginnt mit Jarek und Koj im größten Hafen von Tellos. Hier ist nicht nur der Umschlagplatz für Waren aller Art, sondern auch ein Sammelplatz für Händler, Reisende, Piraten und Diebe. Wir treffen auf Koj und Jarek die gerade auf der Flucht vor den Froschsoldaten sind. Dabei treffen sie auch auf Serra eine Kapitänin eines Handelsschiffes, welche ebenfalls Probleme mit dem Gesetz hat. Schuld daran ist ein seltsames Amulett mit grünem Stein. Nicht ganz uneigennützig greifen Koj und Jarek ein, um Serra zu helfen. Als dann auch noch mysteriöse Schattenkrieger dazu kommen sind sie auch noch auf die Hilfe vom Magier Thomes angewiesen …

FAZIT:

Die Zeichnungen vom inzwischen leider verstorbenen Mike Wieringo begeistern mich immer wieder. Er schafft es, mit wenigen Details eine immense Dynamik zu erzeugen. Der leicht Manga-artige Zeichenstil ist bestimmt nicht jedermanns Sache, es passt aber perfekt zum Fantasy-Anteil der Geschichte. Irgendwie hat man auch das Gefühl das Wieringo hier mehr Herzblut hineingesteckt hat, als in so mach andere Arbeit. Fast hat es den Anschein, das es sich bei Tellos um sein „Baby“ handelt. Tellos ist für mich ganz großes Fantasy-Kino.

Tellos #2

Schnell wird klar das Jarek einer der auserwählten ist, welcher Tellos vor dem Untergang retten soll. Neben Koj soll aber auch Serra mit von der Partie sein, was Serra selber aber gar nicht so sieht, und die zwei Freunde nur einen Teil des Weges begleiten will. Dass das Ganze aber gar nicht so einfach ist, zeigt sich schon beim ersten Streckenabschnitt, der quer durch Torrent führt, ein Ort mit massiven Regenfällen der innerhalb von Tellos umherwandert. Wie erwartet sehen sich die 3 Helden schon bald einem gewaltigen Unwetter und mehrerer Wasserschlangen gegenüber. Nur knapp schaffen sie es diesem Chaos zu entrinnen nur, um alsbald auf Malesurs Horde von Mördern zu treffen …
Währenddessen treffen in Luftholde zwei neue Charaktere ein, nur um sich sofort in halsbrecherische Abenteuer zu stürzen. Rikk hat soeben den „Stein der Skierung“ gestohlen und Hawke hat ein paar „Freunde“ in einer Bar mit seinem Hütchenspiel betrogen, weshalb jetzt beide auf der Flucht vor den Betrogenen und der Palastwache sind. Doch schnell merken sie das Luftholde seinen Namen nicht umsonst trägt …

FAZIT:

Leider ist mit diesem Heft die deutsche Veröffentlichung abgeschlossen. Weitere Hefte haben es nicht nach Deutschland geschafft. Wenn ich es mal schaffe, an die Folgehefte günstig im Original zu kommen, werde ich meine Review fortführen, auch um zu sehen wie es mit Koj, Jarek, Serra, Rikk und Hawke weitergeht.
Denn genaugenommen ist dies sehr schade, da Tellos eine gewisse Ähnlichkeit mit Battle Chasers aufweißt und irgendwie genau die gleiche Faszination vermittelt.

Manga Shortys #1 [EMA, Dezember 2008 bis Februar 2009]

Heute möchte ich euch zum ersten Mal die Manga Shortys präsentieren in denen ich euch einige gelesene Mangas in kurzen kleinen Reviews gesammelt präsentieren möchte. Diese Rubrik wird in loser Folge erscheinen und immer wieder mal mehrere oder wenigere Ausgaben zusammenfassen. Beginnen möchte ich heute mit den Detektiv Conan Bänden #59 und #60.

Detektiv Conan #59

Wie immer wird auch im 59. Band der kleine Detektiv Conan (in dessem Inneren noch immer der Oberschülerdetektiv Shin´ichi Kudô steckt) in seltsame Mordfälle verwickelt. Die erste Geschichte bildet dabei noch den Abschluss des 58. Bandes in dem Rena Mizunashi (die eigentlich eine verdeckte CIA Agentin ist) wieder versucht in die schwarze Organisation zurück zu kommen, welche auch für den aktuellen Zustand Shin´ichis verantwortlich ist. Dies gelingt ihr nur indem sie einen Kollegen des CIA ermordet. Als nächstes erwartet Conan, Ran und Kogoro ein minutiös, hauchfein geplanter Mord bei dem Kogoros Ex-Frau Eri als Tatzeitzeugin herhalten soll. Danach treffen die drei auf Heiji, samt Freundin, um zwei mysteriöse Mordfälle zu lösen. Doch im Zuge der Ermittlungen gibt es noch weitere Opfer und die Tatsache das es sich um einen Serientäter (oder einen Geist 😀 ) handeln könnte, verdichten sich. Als letztes wird auch Eisuke wieder zurück in den Langzeitstorybogen eingeführt und sogleich fällt ein Mordverdacht auf ihn.

FAZIT:

Alles in allem bietet auch dieser band wieder lockere Krimiunterhaltung mit dem niedlichen Conan. Auch wenn die Mordfälle manchmal sehr stark konstruiert wirken, macht das Miträtseln jedes mal wieder Spaß. Spannung, Spaß und Abenteuer auf gleichbleibend hoher Qualität.

Detektiv Conan #60

Der letzte Band endete mit dem Mord an einem mysteriösen Mann in einer Karaokebar, und genau hier setzt Band #60 an. Bei dem mysteriösen soll es sich um einen Mörder handeln, doch wer sich an ihm gerächt hat, kann wieder einmal nur Conan durchschauen.
Danach wird ein kleiner Junge zusammen mit seinem Vater, das Opfer von Habgier. Zu allem Unglück hat sich dieser kleine Junge auch noch an die Detective Boys gewendet, weil einer seiner Nachbarn sich seit einigen Nächten sehr seltsam verhält. Aber die Lösung dieses Rätsels liegt versteckt in der Farbenwelt eines kleinen Jungen…
Als nächstes treibt ein brutaler und gefährlicher Mann mit einem Hammer sein Unwesen. Er wählt sich immer langhaarige blonde Frauen zum Opfer. Bei seinem letzten Anschlag hat er jedoch einen Fehler gemacht und so wird seine Wohnung am Tag darauf von der Polizei observiert. Der Kreis der möglichen tatverdächtigen eng sich auf nur noch 4 Personen ein, doch wer von ihnen ist der Täter…?
Als letzter Fall dieses Bandes soll Mori die Chance auf eine 24 Stunden Reportage erhalten, welche auch noch von seiner geliebten Yoko Okino moderiert werden soll. Doch ohne einen Fall gibt es nichts zu berichten. Doch als es endlich einen Fall gibt, scheint nicht nur die Finanzierung für die Reportage gestorben zu sein…

FAZIT:

Conan bietet seit Jahren schon gute Unterhaltung und Spannung auf gleichbleibendem Niveau. Es ist schon verständlich warum die Serie in Japan seit Jahren ein Dauerbrenner, sowohl im TV und Kino als auch im Printbereich ist. Spannende Fälle, eine tragische Hintergrundgeschichte und viel Humor bilden die Festungsmauern dieses Manga-Klassikers. In Deutschland ist dies leider nicht der Fall, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

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Spider-Man: Osborn [Panini, März 2012]

Nach den drei The Siege Specials der letzten tage widme ich mich heute wieder dem Umfeld von meinem Lieblingsheld Spider-Man. Und zwar die Miniserie Osborn, welche Panini anstatt der Anti-Venom-Miniserie zu einer deutschen Veröffentlichung auserkoren hat. Doch mit Recht … ?

Spider-Man: Osborn

Das alles verändernde Event nach dem dunklen Zeitalter Dark Reign, The Siege, ist vorbei und Norman Osborn ist nicht mehr der mächtigste Mann der Welt und Anführer der Dark Avengers. Stattdessen fristet er ein in seinen Augen unwürdiges Dasein in einer Zelle des Hochsicherheitsgefängnisses Raft. Doch Normans Inhaftierung ohne Anklage bleibt nicht unbemerkt. Denn Norah Winters, Ihres Zeichens ehrgeizige Journalistin beim neuen Daily Bugle will mit dieser neuen Story ihr angeschlagenes Ego nach dem American Son-Debakel, in dem sie sich ganz gehörig in die Nesseln gesetzt hat, wieder ins rechte Licht rücken. Nur leider ist Norman Osborn auch in den Augen anderer Personen eine Gefahr und die daraus resultierenden Probleme lassen sich leider nicht mit einem fairen Prozess aus dem Weg schaffen. Und so wird die Entscheidung getroffen, Osborn verschwinden zu lassen. Nur Norah Winters hat erneut den richtigen Riecher und gerät in ein Abenteuer, wie sie es nicht erwartet hätte …

Norah in den Fängen von Al Apaec und Norman

Wieso veröffentlicht man solch einen Band?
Ganz ehrlich?
Ich weiß es nicht.

Ja, es passiert einiges auf diesen über 130 Seiten, aber nichts davon ist von Dauer oder überhaupt von Belangen. Alles, was auf diesen Seiten passiert scheint, auf kurzweilige Action ausgelegt zu sein. Norah Winters wird nicht tiefer ausgelotet, Norman Osborns Psyche wird auch nicht wirklich herausgekitzelt. Irgendwie ist alles schon mal so oder ähnlich da gewesen.
Storytechnisch sagt mir die Ausgabe nicht wirklich zu. Nicht, dass ich etwas gegen kurzweilige Action habe. Wenn Panini den Band schon mit der Begründung bringt, die Miniserie sei für Spidey relevanter als die, auf deutsch unveröffentlichte, Anti-Venom-Miniserie, dann erwartet man doch etwas mehr. Nach der Lektüre des Bandes erschließt sich diese Relevanz nicht. Mir persönlich wäre da Eddie Brocks Auftreten als Anti-Venom lieber gewesen.

Ms. Winters auf heißer Spur

Zeichnerisch gibt es dagegen kaum etwas zu meckern. Emma Rios hat einen markanten und fast kantigen Stil, der ziemlich gut passt und ein wenig an John Romita Jr. erinnert. Die Bilder sind detailliert und auch dynamisch. Einzig mit der Darstellung von realen Menschen scheint die gute Emma ein paar Probleme zu haben, denn neben der Gummianatomie fehlen in der Mimik und Gestik ganz klar die Emotionen. Bei dem Versuch solche in die Gesichter zu zaubern wirkt es stellenweise eher lächerlich als glaubhaft. Dafür ist die Koloration wieder sehr gelungen. Diese ist sehr atmosphärisch und wirkt auch nicht ablenkend. Das bedeutet, dass die Farben die Zeichnungen sehr gut ergänzen und weder aufgesetzt noch gezwungen wirken.

Auch geistliche sind vor Normans Einfluss nicht sicher

FAZIT:

Ein Band wie ihn nur Spider-Man-Komplettisten benötigen. Das trifft es genau. Nicht wirklich von Belang, kurzweilig und schön anzusehen. Nicht das der Band von der Machart schlecht ist, aber er ist eben nicht das, was ich erwartet hatte. Ich wollte nach den Ankündigungen eine Geschichte, die fies und intrigant ist. Eine Story, in der Norman sein volles Potential an geisteskranker Energie ausleben und praktizieren würde. Einen Comic, der nachhaltige Veränderungen auf den Status Quo von Spider-Mans Erzfeind Nummer Eins hat, aber geblieben ist ein durchschnittlicher Band mit schönen Bildern und actionreicher aber insgesamt flacher Geschichte.

Für eine Hand voll …
… Leichen.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010 – 2012 Marvel & Subs. / Panini

The Siege – Special #3 [Panini, Februar 2011]

Mit den folgenden zwei Ausgaben, beschließe ich die The Siege – Special – Reihe…

Spider-Man und die neuen Rächer #35

Der Kampf um Asgard tobt noch immer. Die Entscheidung für Asgard zu kämpfen ist dabei nicht allen neuen Rächern leichtgefallen. Jessica und Luke hatten ein ausführliches Gespräch über den Sinn und Zweck an der Teilnahme an diesem Kampf. Während Jessica sich in ihrer Mutterrolle sehr wohl fühlt und das Superheldenleben überhaupt nicht vermisst, will und muss Luke helfen. Schon alleine wegen seiner Tochter die ein besseres Leben erfahren soll als immer auf der Flucht zu sein. Auch Bobby und Clint haben es nicht so einfach. Immerhin galt Bobby als tot bis sie während der Secret Invasion wieder auftauchte als Gefangene der Skrulls. Da kommt den beiden die Ablenkung mit Lady Octopus ganz gelegen.
Auch der Hood blickt zurück auf die letzten Stunden vor dem Angriff auf die Götterstadt. Norman bot ihm einen Deal an bei dem nicht nur er gewinnen kann, sondern auch seine Bande von Superschurken. Vorausgesetzt sie bleiben Osborn gegenüber loyal. Doch als sich während des Kampfes dank des Eingreifens von Loki plötzlich die Vorzeichen ändern muss Hood seine Strategie neu überdenken…

FAZIT:

Das Finale der Heftserie von Spider-Man und den neuen Rächern ist fulminant aber hinterlässt nicht nur wegen des Abschieds einen etwas fahlen Beigeschmack. Zum einen liegt dies an der eher unwichtigen zweiten Geschichte mit dem Hood, die ich persönlich als entbehrlich empfinde, zum anderen aber an der dafür umso besseren ersten Geschichte und dort vor allem an den leisen Zwischentönen von Luke und Jessica.
Zeichner Mike McKone leistet durchgehend gute Arbeit. Sowohl in den ruhigen Passagen als auch im großen Kampf. Und da ist vor allem auf den Doppelseiten die Panelaufteilung sehr gelungen und dynamisch.
Insgesamt ein guter Band dem doch einige Schwächen anzumerken sind. Währe das Zwischenspiel mit dem Hood nicht, dann wäre diese Ausgabe eine fast perfekte Finalausgabe einer fast rundum gelungen Rächerserie.

The Siege Special: Avengers Finale

The Siege ist zu Ende. Doch was für Auswirkungen hat Normas wahnsinniger Angriff auf die Götterstadt Asgard und was müssen die Befürchten die ihm halfen und dienten?
Im ersten Abenteuer der Mighty Avengers wird erzählt was Henry Pym, Jocasta, Ace und Jax im Underspace der Dimension unter dem Microverse erleben, als Ultron plötzlich alle Macht an sich reisst. In dem Glauben als Ultron-Pym, der mächtigste Roboter zu sein will er seinen Vater vernichten und die Erde erobern. Doch Henry hat einen Plan, bei dem Jocasta eine wichtige und äusserst heldenhafte Rolle spielt…
Im darauf folgenden Abenteuer der Rächerformation der Initiative treffen auf dem Schlachtfeld von Asgard das ehemalige Liebespaar Steve, Captain America, und Rachel, Diamondback, aufeinander. Diese ist zwar jetzt mit Frank, Constrictor, zusammen, der aber sieht das Aufeinandertreffen der beiden und interpretiert es falsch, woraufhin er sich mit Taskmaster aus dem Staub macht. Auch Tigra die unter dem Einfluss von Hood leiden musste trifft eine persönlich sehr wichtige Entscheidung als sie ihm zum letzten Mal gegenübersteht…
Dagegen hat das Team der Dark Avengers die Norman direkt als Eingreiftruppe unterstellt waren weniger gute Aussichten auf eine positive Zukunft. Dies betrifft auch Osborns rechte Hand Miss Victoria Hand. Der einzige der sich dem Zugriff der Heldenhaften Beschützer Asgards und den US-Army-Truppen entziehen kann ist Daken, Wolverines Sohn…
Im tragischen Siege: Epilogue – The Sentry: Fallen Sun, treffen viele Freunde und ehemalige Mitstreiter von Robert „Bob“ Reynolds alias Sentry/Void auf Bobs Bruder. Dieser steht verbittert und traurig vor dem Grab seines Bruders und dessen Frau. Und während alle ein paar freundliche Worte über den ungewöhnlichen Helden verlieren, trifft der Donnergott Thor, der ja direkt für den Tod von Sentry verantwortlich war, auf Bobs Mutter um ihr persönlich die bittere Nachricht zu überbringen…
Die letzte Geschichte widmet sich voll und ganz den neuen Rächern und erzählt wie diese direkt nach dem Fall von Asgard Jagd auf Hood machen nachdem dieser vom Schlachtfeld zusammen mit seiner Freundin Madame Masque, der Tochter von Graf Nefaria, geflüchtet ist. In einem aufregenden Abenteuer macht das Team zuerst Hoods Bruder ausfindig und lässt sich dann von diesem zu Hood und Madame Masque führen welche gerade mit der Fluchtplanung bei Graf Nefaria beschäftigt sind. Bei dem darauf folgenden Kampf gegen Graf Nefaria liegen die Chancen der neuen Rächer nicht wirklich gut, aber Luke hat vor dem Angriff noch für ein Ass im Ärmel gesorgt, das hoffentlich rechtzeitig eintrifft um den neuen Rächern noch helfen zu können…

FAZIT:

Dieser Band ist des Titelzusatzes Finale wirklich würdig.
Zwar beginnt die erste Geschichte noch etwas ruhig und für die Leser welche die Mighty Avengers-Serie nicht verfolgt haben etwas zusammenhanglos, aber dennoch beginnt der sich dann aufbauende Zusammenhang mit The Siege immer weiter auszuwirken bis am Schluss auch Henry auf dem Schlachtfeld Platz nimmt.
In der Initiative werden eher die nachdenklichen Töne angeschlagen. Nicht das es an einer gehörigen Portion Action fehlen sollte. Es wirkt auf mich einfach so das die nachdenklicheren Passagen wesentlich eindringlicher und wichtiger sind. Gerade das „Schlussgespräch“ von Tigra und Hood sowie das Treffen der Helden auf dem wieder neuen Rächer-Turm wo auch Steve seine Ex Rachel einen neuen Job anbietet, und auch die Zukunft einiger Initiatvie-Helden erzählt wird.
Bei den Dark Avengers hingegen ist anders als bei den Initiative Helden und den neuen Rächern die Zukunft alles andere als hell und freundlich. Daken konnte flüchten und der Rest wurde zusammen mit Miss Hand gefangen genommen. Doch Steve der ja als neuer „Obercop“ der Vereinigten Staaten fungiert erkennt das Potential hinter Voctoria Hand und unterbreitet ihr ein Angebot. Dadurch ist auch dieses Abenteuer wie auch das der Initiative eher ruhig aber dennoch sehr spannend. Sehr gelungen ist auch die Szene von Thor und Ares‘ Sohn Phobos auf dem Dach des Rächer-Turmes.
Sentry – Falles Sun ist eine Erinnerung an einen großen Helden. Das dieser eigentlich erst vor kurzem in das Marvel Universum eingeführt wurde und dank (mehr oder weniger) geschickter Charakterisierung mit der Historie des Marvel Universum verknüpft wurde wirkt auch hier für die Kenner der Figur sehr befremdlich. Vor allem da immer wieder die Rede von dem wissentlichen Vergessen seiner Figur aller Helden gesprochen wird. Dennoch ist der Verlust dieses Charakters für mich schmerzlich, da ich den Sentry, ähnlich wie den Silver Surfer, immer als eine mehr tragischere Rolle empfunden habe.
Beim letzten Abenteuer des Bandes steht zuerst einmal die Action im Vordergrund als die neuen Rächer Jagd auf den Hood machen um ihn der Gerechtigkeit zuzuführen. Nach diesem durchaus gelungenen Abenteuer kommt aber für mich das eigentliche Highlight der Geschichte. Zum einen sind die neuen Rächer endlich durch den Wegfall des Superwesenregistrierungsgesetzes rehabilitiert und so kann Luke endlich mit seiner Frau und Tochter den sehnlichst gewünschten Spaziergang im Park machen, zum anderen wird auf insgesamt 9 Doppelseiten von verschiedenen Künstlern jeweils ein Teilabschnitt der Neuen Rächer dokumentiert. Dabei ist vor allem die letzte Doppelseite geradezu sinnbildlich für die neue Epoche die den Marvel-Recken bevorstehen könnte, wobei mir hier ausgerechnet der Zeichenstil nicht wirklich gut gefällt.
Insgesamt ist dieser Band, wie bereits erwähnt, ein würdiger Abschluss für das Event Siege und die beendeten Rächerserien und anders als die Oneshot-Sammlung aus mit den Helden von Siege meiner Meinung nach nicht entbehrlich und sollte für einen runden und gelungenen Abschluss unbedingt mal durchgelesen werden.

The Siege – Special #2 [Panini, Dezember 2010 bis Februar 2011]

Heute folgt auch schon der zweite Teil des The Siege Specials in dem ich euch das Event in handlichen Stücken präsentiere…

The Siege #3

Der Kampf in und um Asgard geht weiter. Immer mehr Unterstützung für die Asen und gegen Norman Osborn, Hammer und die Bande des Hood treffen ein. Tapfer schlagen sich die Helden gegen eine Überzahl an Gegnern, sie kämpfen Hand in Hand und sie stehen füreinander ein. Als dann auch noch die Unterstützung eines der wichtigsten Rächermitglieder eintrifft, auch wenn er in der jüngsten Vergangenheit Fehler gemacht hat, scheint die Welt für so manchen Kämpfer wieder ein Stück weit in Ordnung zu sein. Doch der wahre Wahnsinn steht noch bevor…
Währenddessen erlebt auch Ben Urich wahnsinniges als er zusammen mit dem Norman Osborn-Befürworter Todd Keller in der Nähe von Asgard durch Venom getroffen abstürzt. Doch statt sich der Wahrheit zu stellen zwingt Keller Urich und einen seiner eigenen Mitarbeiter mit vorgehaltener Waffe seine Lügen direkt aus Asgard on Air zu bringen…

FAZIT:

Auch die dritte Ausgabe der Hauptserie kommt nicht mehr an das Spektakel des ersten Teils heran. Zwar ist Normans Geisteszustand wie er sich am Ende dieser Storyline offenbart schon etwas besonderes und Spideys Reaktion darauf ist auch ganz klar (und kribbelt bestimmt auch jedem Spidey-Fan in der Hand) und dennoch will es nicht mehr ganz so zünden.
Auch die Zweitgeschichte aus Ben Urichs Sicht verblasst stark hinter den bisherigen Frontline-Geschichten zu den Großevents. Es fließt nach meinem Geschmack zuviel der Kampfaction direkt in seine Sichtweise mit ein. Bisher war Urich der stille Beobachter der die Ausläufer der Events zu spüren bekommt, und diesmal ist er mittendrin im Kampfgetümmel.
Insgesamt macht The Siege zwar immer noch Spaß, aber leider nicht mehr auf dem Niveau des Beginns des Events. Mal sehen wie es weitergeht und wie sich das Event zum Ende hin entwickelt.

The Siege Special: Die Helden von Siege

Loki: Gott der Lügen und Intrigen. In diesem Abenteuer erlebt der Leser mit welchen kleinen Deals, Spielchen, Lügen, Abmachungen und Intrigen Loki noch alles gemacht hat um Asgard, nach seinen Wünschen, wieder zur früheren Hochform zu verhelfen. Er verkauft die Seelen seiner ehemaligen Gefolgsleute an die Disir, welche er wiederum an Mephisto verkauft um einen Deal mit Hela zu machen…
Danach nimmt Phobos Rache an den Menschen, oder besser gesagt am Präsidenten von Amerika, oder um genauer zu sein, er versucht es. Nachdem der Sentry seinen Vater vor den Augen der ganzen Welt zerfetzt hat, will er mit dieser Aktion dem Präsidenten klar machen, dass sein blindes Vertrauen in Norman Osborn der schlimmste Fehler seines Lebens war…
Als nächstes kämpft Spider-Man gegen Sinister Spider-Man, Venom. Dieser ist gerade dabei ein kleines „Picknick“ inmitten des Kampfgetümmels abzuhalten und Spider-Man muss ihn einfach aufhalten. Sogar Miss Marvel will ihn dabei unterstützen und wird auf einmal selber zum perfekten Wirt für den Symbionten…
In der vierten Story sieht man die jungen Rächer wie sie sich durch die Wirren des Kampfes in Asgard schlagen. Während Wiccan und Hulkling auf der Suche nach ihren Teamgefährten sind, hilft Speed an allen Ecken und Enden und Patriot und Hawkeye müssen sich verschüttet der Möglichkeit stellen an Ort und Stelle zu sterben…
Zum Schluss müssen noch Steve und Bucky ein paar leichtsinnige Zivilisten retten, die dachten sie könnten mit ein paar Exklusivbildern der Tragödie von Asgard das schnelle, große Geld machen. Als dann jedoch die Töchter der beiden Abenteuerer in die Hände Razor-Fist geraten wird es nicht nur für die beiden Mädchen gefährlich…

FAZIT:

Diese Sammlung von One-Shots die das Event Siege ergänzen ist eine bunte Mischung an größtenteils interessanten Storys. So richtig notwendig sind diese für das Verständnis des Hauptevents aber dennoch nicht. Eine nette Ergänzung mit interessanten Einblicken und Hintergründen. Wobei mir persönlich noch die Geschichte um Phobos und die der jungen Rächer am besten gefiel, und das (muss ich wohl zu meiner Schande gestehen) ich diese beiden Serien der Secret Warriors und Young Avengers nicht einmal verfolgt habe. Spidey und Cap ist ganz Okay und typisch für die jeweiligen Protagonisten und Loki kann mich nicht wirklich überzeugen, da hier einfach nur der typische Loki dargestellt wird, ohne wirkliche Überraschungen und auch sonst wirkt die Geschichte sehr lieblos.
Insgesamt bleibt ein etwas überdurchschnittlicher Band mit schönen und weniger schönen Geschichten und mit guten Zeichnungen. Gelungene Unterhaltung die man aber nicht zwingend braucht.

The Siege #4

Das Finale steht bevor als Sentry vollkommen ausser Kontrolle gerät und droht alles und jeden zu vernichten. Doch in all dem Getümmel, Durcheinander und Chaos erkennt Loki seinen Fehler und nimmt Hood seine Fähigkeiten, indem er ihm die Nornensteine wieder raubt und den Rächern zugesteht. Im darauf folgenden endgültigen Finalkampf mit dem Sentry der zum Void mutierte wird das vorerst letzte und wohl prominenteste Opfer nach Ares im zweiten Teil des Events gefordert…
Nachdem Asgard in einem Anfall von Wahnsinn durch den Sentry gefallen ist sollte auch Todd Keller sich langsam eingestehen das er einem falschen Idol nachgelaufen ist. Doch wie nicht anders zu erwarten trumpft er wieder mit genau den falschen Argumenten und Aussagen auf so dass Ben nur eine Wahl hat. Ab da hilft er mit den Anderen die Opfer zu befreien und den Verletzten zu helfen…

FAZIT:

Das Finale von Siege ist schön. Es läutet eine neue Ära nach der dunklen Herrschaft von Norman Osborn ein und bietet mit einem neuen Posten für Steve Rogers und seine Fähigkeiten viel Potential für ein glorreiche Zeit und einen triumphalen Neubeginn im Marvel Universum. Was die Autoren daraus machen werden zeigen aber erst die nächsten Monate und der Neustart diverser Serien, vor allem mit den vielen Rächer-Teams.
An sich ist das Heft so weit in Ordnung, wenn auch der Schluss etwas zu pathetisch ist. Es ist eben typisch amerikanisch. Übertriebener Pathos, zu viel Schmalz und gekünstelte Komik. Etwas besser als die Story aus dem Hauptevent ist dagegen diesmal die Embedded Story mit Ben Urich. Hier wird gerade nach dem eigentlichen Event sehr viel geboten und das nur auf 3 Seiten (die letzte lasse ich mal aussen vor, da für diese das gleiche gilt wie für den Schluss des Hauptevents).

Morgen schließe ich das Ganze mit dem dritten Teil ab …

The Siege – Special #1 [Panini, November bis Dezember 2010]

Events hat Marvel ja wie Sand am Meer. Auch The Siege ist da keine Ausnahme und deshalb werde ich es euch gebündelt in drei Teilen, möglichst chronologisch präsentieren.

The Siege #1

Die Belagerung beginnt nachdem Loki es geschafft hat Vollstagg in eine Falle zu locken und ihm den Tod mehrerer Tausend Menschen anzuhängen. Und so sieht Normal Osborn seine Chance gekommen. Er sammelt seine Rächer und alles was er an „Helden“ und Schurken zusammentrommeln kann und greift Asgard an, welches nach Thors Weggang nun von Balder geführt wird und auf der Erde in der Nähe von Broxton, Oklahoma zu finden ist. Doch es gibt jemanden der dem nicht tatenlos zusehen kann und so muss er sich nun wieder der Öffentlichkeit stellen…
Die zweite Geschichte bildet, wie es zuerst beim Civil War eingeführt wurde, die Sicht auf das Großereigniss mit den Augen der Presse, oder besser gesagt mit den Augen von Ben Urich des Frontline Magazins. Dieser kann einfach nicht glauben das ein Gott wie Vollstagg einfach so tausende Menschen tötet und denkt das dies eine Falle von Osborn sein muss um sein Handeln zu rechtfertigen. Sehr schnell hat er auch die Chance Vollstagg zu treffen, doch so einfach ist es nicht mit einem verbitterten von Schuld und Selbstzweifeln zerfressenen Helden ein Interview zu führen. Erst recht nicht wenn dieser hungrig ist…

FAZIT:

Der Auftakt zu The Siege ist herrlich spannend und vor allem actionreich. Loki schmiedet mit Osborn dunkle Pläne wobei natürlich jeder seine eigenen Ziele verfolgt. Schon in dieser ersten Ausgabe zeigt sich dass The Siege etwas großes, dramatisches werden kann. Nicht nur das ein Sterblicher es mit den Göttern Asgards aufnehmen will und auch noch den Wahn zu glauben hat dies zu schaffen, Nein mit all den darin verstrickten Helden und Schurken kann dieses Event übermächtig werden, und sehr viele Opfer fordern.

The Siege #2

Schon in dieser zweiten Ausgabe stellen sich die Ersten Gefolgsleute von Osborn gegen ihn und müssen mit drastischen Konsequenzen rechnen. Und nicht nur das. Auch kommt von unerwarteter Stelle bereits Hilfe und diesmal sind es nicht die Superhelden die als Erstes eingreifen. Doch auch diese sammeln sich bereits im Hintergrund und dies dank der Unterstützung von Nick Fury auch mit genug technischem Know How…
Währenddessen reist Ben Urich zusammen mit einem alten Kollegen und dem immerhungrigen Vollstagg im Gepäck in Richtung Braxton, Oklahoma. Aber leider haben auch Osborns Hammertruppen davon erfahren und wollen den eifrigen und unparteiischen Reporter an seiner Mission hindern. Weniger unparteiisch aber dennoch misstrauisch gegenüber dem was ihm „geschenkt“ wird ist der Osborn-Anhänger und Hassprediger Todd Keller, der als einziger offiziell von dem Zwischenfall berichten darf…

FAZIT:

Die Ereignisse in diesem zweiten Teil des Siege-Events sind wesentlich einfacher und mehr aus reine Action ausgelegt, als es noch im Ersten Teil war. Diesmal wird möglichst imposant, detailreich und vor allem brutal das Abschlachten dargestellt. Intrigante Hintergrundspielchen und gefährliche Rangkämpfe bleiben fast völlig aus.
Auch in der Begleitserie Siege: Embedded passiert nicht wirklich viel. Auch hier wird wenig Handlung mit viel Bild einfach nur langgezogen.
Zwar gefällt auch der zweite Teil noch immer, fällt aber im Vergleich zum ersten Teil schon stark ab und nur das einfache zur Schau stellen von dramatischen Tötungszenen kann mich persönlich nicht wirklich überzeugen.

Spider-Man und die neuen Rächer #34

Es wird gefährlich für die neuen Rächer nachdem nun Norman Osborn mit seinen Hammer-Teams und sogar die Lakaien des Hoods Jagd auf das Team machen. Dabei geraten sowohl Cap und Bucky, als auch Spider-Man und Spider-Woman in die Gefahrenzone. Dabei müssen Cap und Bucky gegen ein Hammer-Team antreten und das obwohl Caps Sachen in die Hände von Osborn gefallen sind und das Hammer-Team sogar noch vom Living Laser und dem Corruptor unterstützt wird. Ähnlich geht es Spider-Man und Spider-Woman. Diese werden von Hoods Schergen Mandrill und Griffin. Dank Griffins Fähigkeit Frauen zu beeinflussen sieht sich Spider-Man schnell Spider-Woman als Gegner gegenüber. Doch wie bekämpft man einen Gegner der eigentlich ein Freund ist…?

FAZIT:

Dieses Tie-In zum Event Siege fällt noch relativ harmlos aus. Die eigentlichen Auswirkungen des Events sind noch nicht wirklich spürbar, erst gegen Ende wird durch das Zusammentreffen vieler Helden und der Nachrichtenberichterstattung klar das dieses Abenteuer mit hineinspielt. Ansonsten fällt die Geschichte an sich eher flach aus. Wenig Story viel Prügel. Einzig wichtig zu erwähnen wäre hierbei nur die offizielle Einführung von Captain America, Steve Rogers, in die reguläre Kontinuität ausserhalb der Reborn Miniserie.
Des weiteren fällt sehr positiv der Zeichnerwechsel zwischen den beiden Handlungssträngen der beiden Caps und Spiders auf. Während bei dem Cap-Strang noch gewohnt Immonen den Zeichenstift schwingt, darf bei den Spider-Sequenzen Daniel Acuña seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und dies tut er sehr eindrucksvoll. Nicht immer fehlerfrei, aber dennoch angenehmen anzusehen. Stellenweise wirken die Zeichnungen wie eine Cel-Shade CGI-Grafik und dann auch wieder wie ein Gemälde.

Morgen folgt dann auch schon Teil 2 …

Der Killer Nr. 3: Schulden [Ehapa Comic Collection, Oktober 2004]

Nach sehr langer Zeit verfolgen wir heute mal wieder die Abenteuer des Killers…

Der Killer #3: Schulden

Der Killer erhält Besuch. Dieser möchte ihn anheuern um ein paar kleine Aufträge für einen kolumbianischen Mafiosi zu erledigen. Doch ganz so einfach wie es anfangs klingt ist es gar nicht. Sein neuer Boss ist nämlich sauer auf den Killer. Hat dieser doch in seinem „ersten Auftrag“ (Band #1 „Querschläger“) einen für ihn sehr wichtigen Mann ausgeschaltet. Nun fordert er seine Schulden ein. Er soll zusammen mit seinem Patenkind Mariano ein paar Leute aus dem Weg räumen. Der erste Auftrag führt die beiden daher nach Buenos Aires wo eine Drogen-Konferenz stattfinden soll. Schnell und hart zuschlagen und Angst verbreiten lautet dabei die Devise.
Als zweiten Auftrag müssen der Killer und Mariano nach New York. Dort haben einige der Zwischenmänner „verrechnet“ und etwas vom Geld für sich abgezweigt. Dies schreit natürlich geradezu nach einer Bestrafung, und auch Mariano will endlich mal Cool sein und abdrücken. Doch es gehört mehr dazu als es nur zu wollen…
FAZIT:
Egal was man tut, es hat immer Konsequenzen. Dies muss auch der Killer lernen. So muss er nun seine Schulden für das Töten eines wichtigen Menschen der kolumbianischen Mafia bezahlen. Spannende Geschichte, abwechslungsreiches Setting hervorragende Zeichnungen. Auch dieser Band des Killers weiß wieder auf ganzer Linie zu überzeugen. Was mich aber etwa stört ist das der Killer selber, seine Psyche und die inneren Konflikte der ersten zwei Bände nun in den Hintergrund getreten sind. Hier und da keimt zwar der Versuch auf wieder etwas vom zwiegespaltenen Profil des Killers einzufügen, aber so richtig funktionieren tut es leider nicht. Dafür weiß dieser Band mit Action, Spannung und einer kleinen Prise Erotik zu überzeugen. Trotzdem leider etwas schlechter als die vorherigen Bände.

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