Shadowland Special (Daredevil #9 & #10, Shadowland Special) [Panini, Juli bis August 2011]

Heute will ich mich dem Shadowland-Event aus der Daredevil-Reihe widmen. Ist sein schlechter Ruf gerechtfertigt, oder ist es vielleicht sogar besser als sein Ruf?

Daredevil #9: Shadowland #1

Bullseye war schon immer ein rotes Tuch für Matt Murdock. Nicht nur, dass er Elektra getötet hat, auch Matts große Liebe Karen Page hat er auf dem Gewissen. Als er dann aber auch noch einen Wohnblock dem Erdboden gleichmacht und dabei über 100 Menschen ihr Leben verlieren, sieht Daredevil nur noch eine Möglichkeit. Er wird das neue Oberhaupt der Hand, errichtet einen Tempel auf den Ruinen des Wohnblocks und versucht so mit eiserner Hand sein Viertel, Hells Kitchen, sicherer zu machen.

Kaum das Matt es geschafft hat die Cops aus Hells Kitchen fernzuhalten, dann das Kriegsrecht ausgerufen hat und somit der Hand die Möglichkeit gegeben hat das Viertel zu kontrollieren, kommt Bullseye wieder zurück um sich dem neuen Herrscher gegenüberzustellen und ihn herauszufordern. Lord Daredevil, wie sich Matt inzwischen nennt, ist alles andere als erfreut und es kommt zum Kampf infolge dessen Matt eine verhängnisvolle Entscheidung trifft. Auch seine alten Freunde Foggy, Spider-Man, Luke Cage und Danny Rand kommen von nun an nicht mehr an Matt heran. Etwas hat sich seines Geistes bemächtigt und droht Unheil über die ganze Welt zu bringen …

Shadowland beginnt mit einem Paukenschlag. Und wenn ich ganz ehrlich bin, war diese Aktion von Matt schon längst überfällig. Das soll jetzt nicht falsch gewertet werden. Grundsätzlich bin ich kein Freund von Gewalt zur Lösung eines Konfliktes, doch manchmal muss man leider den Weg wählen, der für das gesellschaftliche Leben das geringere Übel darstellt. Aber die Frage hierbei bleibt noch offen, ob denn die Entscheidung von Matt denn wirklich das Problem gelöst hat, oder dieses einfach nur verlagert wurde.

Andy Diggle schafft es, mich sofort in den Bann zu ziehen, wenngleich ich auch sagen muss, dass mir die reinen Shadowland-Ausgaben einen Tick weit besser gefallen als die Daredevil-Ausgaben, die sich mit Shadowland befassen. Dies liegt zum einen an den Zeichnungen, die bei Shadowland 1 bis 3 einfach einen Tick dynamischer sind, was im Übrigen auch für den Storyaufbau zutrifft, während Daredevil 508 und 509 zwar zeichnerisch wirklich schön anzusehen sind, dafür aber auch wesentlich statischer wirken. Bei Daredevil 510, für das Marco Checchetto den Zeichenstift geschwungen hat, sieht es schon wieder ein wenig anders aus. Diese Ausgabe ist eine gelungene Mischung aus beidem.

Shadowland Special

Mit diesem Special werden ein paar interessante Lücken geschlossen und Hintergrundinfos zum Event geliefert. Der Leser erlebt wie Bullseye bei einer fadenscheinigen und gestellten Beerdigung als ehrenvoller Mann bestattet werden soll, und auch wie Ben Urich da mit drin hängt. Außerdem erfahren wir wie Elektra in die Geschichte passt und was ihre Beweggründe sind sich an Matts Seite zu stellen. Auch der vom Kingpin angeworbene Ghost Rider erhält ein Special in dem Er sich versucht von dem Einfluss der Hand, der ihm durch den Kingpin aufgedrückt wurde. Und auch Spider-Man, der sich in Daredevil 9 von der Versammlung der Helden entfernt hat, will sein ganz eigenes Problem mit Mr. Negative und seinen Männern beseitigen.

Um das eigentliche Event verfolgen zu können, ist dieser Band, genau wie die Monster-Edition nicht notwendig. Das muss man ganz klar sagen, aber ich muss auch zugeben das einige der Hintergründe und auch die Zeichnungen sehr wohl zu gefallen wissen. Wieso einige? Nunja. Leider ist die Qualität eher durchwachsen. Während das Bullseye-Special noch guter Durchschnitt ist und sowohl grafisch als auch storytechnisch noch zu überzeugen weiß, fällt das darauf folgende Elektra-Special schon ein wenig ab. Die Geschichte kann mich überhaupt nicht überzeugen und wirkt ziemlich konfus, dafür sind die Zeichnungen durchaus gelungen. Emma Rios die hier den Zeichenstift schwingt, schafft es eine Atmosphäre zu erschaffen wie seinerzeit Miller bei der Elektra-Saga.

Für das anschließende Ghost Rider-Special sind als Autor Rob Williams und als Zeichner der durch die beiden Carnage-Miniserien und die Universe-Miniserie zusammen mit Paul Jenkins bekannte Clayton Crain verantwortlich. Dieses Special kann mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wo mir Crain bei Universe oder der ersten Carnage Mini noch sehr gut gefallen hat, finde ich ihn hier einfach nur hässlich. Abgesehen von 3 bis 4 Panels, die wirklich atemberaubend aussehen, ist der Rest nur noch unterster Durchschnitt. Da fehlen die Dynamik und die Energie. Alles wirkt statisch und einfach lieblos hingeklatscht. Das finale Spider-Man-Special hat vor allem eines. Viel Action und noch mehr Humor. Aber ansonsten ist es wieder nur Durchschnitt. Dan Slott liefert zwar eine unterhaltsame Story ab, aber an wirklich essenziellen Elementen fehlt es, denn anders als das Bullseye-Special liefert es nur eine Zwischengeschichte ab und liefert absolut keine neuen Hintergrundinfos oder neue Blickwinkel.

Daredevil #10: Shadowland #2

Mit dem Tod von Bullseye begann Daredevils tragischer Abstieg in die Dunkelheit. Selbst seine Freunde, die ihm zu Hilfe eilen wollten, wurden vom neuen dämonischen Daredevil und seiner Armee der Hand niedergestreckt. Und als ob das noch nicht reichen sollte, fällt auch Hells Kitchen dem Wahnsinn anheim, als sich die Bürger gegenseitig an die Kehle gehen. Aber einen Trumpf haben die Helden noch im Ärmel. Nur wie geht es weiter, wenn sie es wirklich schaffen Daredevil zu besiegen? Wird Matt diese Prozedur überleben und was wird aus Hells Kitchen ohne seinen Beschützer? Fragen über Fragen …

Das Finale von Shadowland hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Zum einen ist es keine wirkliche Überraschung und einen wirklich neuen Status Quo bekommt man auch noch nicht geboten. Zwar gibt es eine gewisse Neuorientierung aber man merkt schon jetzt, dass dies nicht von Dauer sein wird. Foggy bekommt seine Anwaltslizenz wieder und der Kingpin macht sich erneut auf Hells Kitchen zu erobern und zu unterjochen. Alles irgendwie so, wie es schon immer war.

Wo bleiben die Ideen etwas Neu zu gestalten und neue Charaktere einzuführen, die massive Auswirkungen auf das Umfeld der Hauptfiguren haben? Marvel schafft es leider nicht wirklich diese Spannung und diese Wissbegierigkeit in dieser Ausgabe so zu bündeln, als dass man sich unbedingt die nächste Ausgabe kaufen müsste.

Zeichnerich bleibt der Band auf dem Niveau von Ausgabe Nummer Neun mit dem Start von Shadowland. Billy Tan der die Shadowland-Ausgaben zeichnet ist routiniert und bringt die notwendige Dynamik sehr zu Papier. Auch Marco Checchetto darf wieder einmal ran und schafft es auch diesmal mich zu überzeugen. Seine dunkle und fast schmutzige Art passt ideal zum vorletzten Kapitel des Bandes. Fast gleichauf ist auch Roberto De La Torre dessen ebenfalls düsterer Stil die Verzweiflung die in dem Band mitschwingt fast greifbar visualisiert.

FAZIT:

Zusammenfassend ist Shadowland leider nur ein Solohelden-Event von vielen. Kurzweilig, mit ordentlichen Zeichnungen und der Einbindung einiger bekannten und weniger bekannten Helden. Aber was bleibt, nach Shadowland? Bei mir persönlich nicht viel. Ja, es hat Spaß gemacht, und ebenfalls Ja für die Zeichnungen, zumindest zu größten Teil. Aber ein klares Nein zum Gesamtstorybild und das, was es bewirkt hat. Denn da bleibt nicht viel. Vielmehr wirkt es so als wolle man ein paar Fehler der Vergangenheit ausbügeln, ähnlich „One Moment in Time“ (auf deutsch bei Panini als „Ein besonderer Augenblick“ erschienen), in dem auch einiges korrigiert wurde, oder wenigstens versucht.

Daher kann ich persönlich Shadowland auch nur bedingt empfehlen. Als reine Unterhaltung erfüllt es seinen Zweck, wenngleich ich der Meinung bin, dass es weitaus bessere Comics gibt, mit der man die gleiche Zeit gehaltsamer verbringen kann. Aber für einen seichten und entspannenden Ausgleich und als Ausklang eines stressigen Tages ist es sehr gut geeignet.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010/2011 Marvel & Subs. / Panini Comics

Der neue Radioactive Man Crossover (Simpsons Comics #157 & #158, Bart Simpson #46) [Panini, November bis Dezember 2009]

Crossover innerhalb von US-Comicserien haben eine feste Tradition. Da überrascht es auch nicht, wenn sich die Bongokreativen dieser Tradition auf ihre ganz eigene Art annehmen…

Simpsons Comics #157

Krusty gewinnt bei einem Pokerspiel den Verlag von Radioactive Comics. Diese reissen aber leider schon lange keinen mehr vom Hocker, wodurch die Verkäufe auch stark zurückgegangen sind. Langweilige und sich immer wiederholende Großevents, Veränderungen an Helden die doch nichts bewirken, das alles hat die Comicfans in Springfield verärgert. Nun soll sich Lindsay Neagle um den neuen Erfolg dieser Comicreihe kümmern und hat dafür den ultimativen Plan…

Fazit:

Was Bongo hier auf die Schippe nimmt, sind vor allem die ganzen Großevents der 2 Mammutcomichäuser. Sei es nun Secret Invasion, Blackest Night, die Crisis-Event-Reihe oder die Marvel Zombies. Einiges davon ist, nun ja sagen wir mal, nicht jedermanns Geschmackssache. Im typischen Simpsons-Stil wird deshalb genau dieses Verhalten der Verlage auf die Schippe genommen und stark überzeichnet präsentiert. Dieser erste Teil des „Radioactive Man“-Crossovers ist ein gelungener Seitenhieb auf die gesamte Comicbranche.

Bart Simpson #46

Die angekündigten Neuerungen für die schwächelnde Radioactive Man-Comicserie schlagen ein wie eine Bombe und das trotzdem es von der Verlagsseite keinerlei Informationen gibt. Diese Ungewissheit und die wilden Spekulationen um Radioactive Mans Neustart bewegen Bart, Milhouse und Martin dazu, Krusty aufzusuchen und ihm eine unterzeichnete Petition vorzulegen damit die Änderungen von Radioactive Man nicht zu gravierend anders und neu werden…

Fazit:

Was wird nun aus Radioactive Man? Der Plan von Krusty und Ms. Neagle bleibt weiterhin undurchsichtig und ruft halb Springfield auf den Plan. Hier sieht man mal wieder was eine gezielte Werbekampagne alles bewirken kann. Niemand weiss etwas, aber alle wollen es haben. Die satirische Darstellung der „morbiden“ und „korrupten“, „geldgeilen“ und „arroganten“ Comicindustrie bleibt weiterhin auf gutem hohen Niveau. Diese Gesellschaftskritiken sind es die die Simpsons so groß gemacht haben, und die Gaststars natürlich.

Simpsons Comics #158

Das Finale des dreiteiligen Radioactive Man Crossovers. Endlich erscheint das neue Heft, und ganz Springfield ist in Aufruhr. Doch als die drei Freunde Bart, Milhouse und Martin das Heft endlich in den Händen halten sind sie mehr als enttäuscht. Ausser den Panels und leeren Sprechblasen enthält das Heft überhaupt nichts. Also beschließt Bart seine eigene Radioactive Man-Geschichte zu schreiben und landet damit zu allem Ärger von Krusty und Ms. Neagle auch noch einen vollen Erfolg. Aber das wollen diese nicht auf sich sitzen lassen…

Fazit:

Die Idee ein leeres Comicheft zu veröffentlichen in dem die Fans eine Geschichte so schreiben und zeichnen können wie sie es selber wollen, anstatt eine fertige vorgesetzt zu bekommen über die dann nur gemeckert wird ist ebenso genial wie dreist. Natürlich würde sich kein Verlag so eine Frechheit erlauben und dennoch ist es auch irgendwo verständlich. Die Fans meckern über die schwere Arbeit der Autoren und Zeichner und können selber nur selten besseres leisten. Während in den ersten Teilen der Buhmann noch bei den Verlagen lag, wird er hier auch an die Konsumenten weitergereicht. Ein rundum gelungenes Finale.

Aneinandergereiht ergibt sich bei diesen drei Ausgaben ein sehr schönes und witziges Panoramabild.

Spider-Man Magazin #29 bis #31 [Panini, Januar bis März 2010]

Heute möchte ich euch ewas leichtere aber dennoch unterhaltsame Kost präsentieren. Das Spider-Man Magazin ist zwar eigentlich für Kinder konzipiert, aber es beinhaltet sehr lockere und spaßige Comicstories aus dem vereinigten Königreich die sogar besser sind als ihre amerikanischen Pendants…

Spider-Man Magazin #29

Alles beginnt ganz harmlos und auch irgendwie typisch für Peter. Jonah will seine neuen Fotos nicht kaufen, er kommt zu spät zur Uni und muss deshalb länger machen, wodurch er das Date mit MJ verpasst. Alles was ein Spider-Man dann braucht um den Kopf frei zu bekommen ist Netzschwingen. Bei seiner kleinen Entspannungstour durch den Big Apple kommt ihm H.E.R.B.I.E. durch ein Fenster des Baxter Buildings entgegengeflogen. Nach einem Angriff von Blastaar und Annihilation die durch das Portal aus der Negativzone die FV angreifen wollten und erfolgreich zurückgedrängt wurden, wurde das Portal schwer beschädigt und die FV mitsamt einem Großteil ihres technischen Equipments mit in die Negativzone gesaugt. Nur H.E.R.B.I.E. blieb alleine zurück und musste das Baxter Building reparieren. Doch dann kamen die Sinister Six zu „Besuch“ und wollten mit Hilfe der Zeitreise-Plattform von Doom in die Vergangenheit reisen um Spidey am Beginn seiner Karriere auszuschalten. Doch auch die Plattform wurde durch den Kampf mit Blastaar und Annihilation schwer beschädigt, wodurch sie zwar immer noch in New York, aber in verschiedene Zeitebenen geschleudert wurden. Nun liegt es an Spidey ein Zeitchaos zu verhindern und den Plan der Sinister Six zu vereiteln, sowie alle in kleine Arrestzellen im Baxter Building zu verfrachten…

Fazit:

Während sich hier noch alles aufbaut, wirkt die Geschichte stellenweise etwas gehetzt und zusammengestückelt. Doch wenn man bedenkt, dass Autor Ferg Handley nur etwa 12 Seiten, also die Hälfte eines normalen Heftes, zur Verfügung hatte, dann ist es schon beachtlich was er und Andie Tong da geleistet haben.

Spider-Man Magazin #30

Als erstes Mitglied der Sinister Six wird Flattermann Toomes aufs Korn genommen. Dieser hat sich im Jahr 10.894 v Chr. niedergelassen und wird dort von ansässigen Stämmen als Gott verehrt. Das jetzt ausgerechnet Spider-Man auftaucht und ihm den Spaß verderben will passt dem Geierchen natürlich überhaupt nicht in den Kram. Aber Spidey muss verhindern das sich Toomsys Stamm hier im zukünftigen New York niederlässt, da sonst ein riesiges Zeitparadoxon ausgelöst werden könnte. Relativ schnell ist Gott Pleitegeier entmachtet und sein Stamm nach Kanada geschickt, während die Fliegerglatze eine hübsche Arrestzelle bekommt.

Fazit:

Der Geier ist vor allem für lustige Stories gut. Das sieht man auch hier wieder. Koordinierungs- und Planlos will Toomes mal wieder mehr aus seiner Person machen, als eigentlich in ihm steckt. Gelungen hierbei sind vor allem Peters Sprüche, die den Geier immer wieder aufs Neue reizen.

Spider-Man Magazin #31

Der nächste Sinister Six der darauf wartet eingesammelt zu werden ist Venom. Dieser hat sich im finsteren Mittelalter (998 AD.) eingenistet. Gerade als die Wikinger ihre ersten Versuche auf dem zukünftigen Amerikanischen Kontinent unternehmen wollen. Dank eines kleinen Apparates mit konzentrierten Schallwellen ist Venom ruckzuck besiegt, doch der Symbiont gibt sich so schnell nicht geschlagen. Er übernimmt kurzerhand den Körper eines riesigen Wikingerkriegers und wird somit zu einer ernsten Bedrohung für Spidey…

Fazit:

Trotz der imposanten Darstellung des Venom-Wikingers ist dies der bisher schwächste Teil der Zeitreise-Saga. Wohl auch weil die Kämpfe mit/gegen Venom nichts neues mehr bringen. Schall oder Feuer, und schon wird aus dem Monster ein sanftes Kätzchen. Da wäre etwas neues innovatives echt eine Bereicherung.

PlemPlem Special #1: Sanchez

PlemPlem gehört zu der aufstrebenden Ideenschmiede unter den Independent-Publishern in Deutschland. Während in den Anfängen CEO, Autor, Zeichner, Tuscher, Kolorist und Letterer lediglich aus Verlagsgründer Christopher Kloiber bestand, hat sich das Team mit der Zeit massiv vergrößert und einige sehr hoffnungsvolle Talente entdeckt. Viele neue Projekte stehen im nächsten Jahr an und ich werfe mit den heute vorgestellten Ausgaben einen kleinen Blick zurück…

Sanchez #1/2

Sanchez erste Abenteuer. „Neu poliert“ und schön gesammelt. Jugendliche Ängste, Experimente, Elterngespräche, Erste Erfahrungen und nächtliche Exzesse. Sanchez und sein Vater der Prof. machen so ziemlich alles durch…

FAZIT:

Ein schöne Sammlung an Abenteuern bekommt man hier für 1,99€ geboten. Lustig, unterhaltsam und kurzweilig. Gaststars aus Whoa! Comics sind genauso vertreten wie US-Schauspieler. Einziges Manko. Die neue erste Seite passt durch ihre „Kolorierung“ mit den vielen Graustufen und plastischen Elementen leider nicht mehr so gut zum Gesamtbild. Da wäre eine einfache Schwarz/Weiß-Kolo mit schönen Schraffuren besser gewesen.

Sanchez Adventures #1

Sanchez ist ein Roboter der bei seinem Ziehvater aufwächst. Nun ist Sommer und Sanchez darf zusammen mit seinem Freund Petey in das Ferienlager nach Camp Oillake fahren. Dort hoffen die beiden auf Abenteuer, weg von Zuhause und das alles ohne Eltern. Doch neben Petey und Sanchez neuer großer Liebe Emma ist auch Rüpel Rainer mit dabei und schon bald gibt es die ersten Probleme, weil Emma auch Rainers Ex-Freundin ist…

FAZIT:

Zwar ist die Geschichte an sich schnell erzählt, aber dennoch benötigt man zum Lesen weitaus mehr Zeit. Schuld daran sin jedoch nicht etwa schlechte Zeichnungen oder eine zähe Story, sondern vielmehr die vielen detailreichen Zeichnungen bei denen es in jedem Panel etwas zu entdecken gibt. Dabei sind auch Insider-Gags wie Campleiter Steve mit seiner stylischen Krone, Kollege Heiss‘ Bild im Hintegrund oder das Hot-Date am Lagerfeuer von Horst J. Gonzales, um nur einige zu nennen.
Auch Sanchez Freund Petey ist immer für einen Lacher gut, vor allem wenn sich beide freudvoll für das bevorstehende Abenteuer abklopfen und Petey daraufhin umfällt. Alles in allem ist Sanchez Adventures ein gelungener Start für eine hoffentlich weiterhin sehr lustige und unterhaltsame Serie, auch wenn es noch ein wenig an Tiefgang fehlt und durchaus noch ein paar Ecken und Kanten geschliffen werden könnten.
Von daher warte ich geduldig auf Sanchez‘ nächstes Abenteuer und werde mir Heft 1 bestimmt noch ein paar mal zur Aufmunterung zwischendurch zu Gemüte führen.

Beide Ausgaben sowie viele weitere Comics aus dem Verlagsprogramm findet Ihr auf www.whoacomics.de

Ultimate Spider-Man Episode 20 (Clip) + Episode 19 (Clip)

Nach etwas längerer Zeit beglückt uns Marvel mal wieder mit einem kleinen Blick in die neue bevorstehende Ultimate Spider-Man Episode, die am Sonntag auf Disney XD (USA) ausgestrahlt wird. Diesmal wird es witzig mit Spider-Ham.

Und als kleinen Bonus reiche ich noch den Clip für die 19. Episode nach, in der Spidey ein kleines Team-Up mit dem Hulk hat.

DC Comic Klassiker (7): Superman vs. Muhammad Ali [Panini, Juli 2012]

Heute möchte ich mich einem Klassiker widmen. Supermans Kampf gegen Muhammad Ali um die Rettung der Erde. Damit ich euch dieses kleine Schmankerl präsentieren kann, möchte ich mich bei Panini bedanken, die mir dieses Exemplar zur Verfügung gestellt haben…

Superman vs. Muhammad Ali

Wenn die Erde von einer außerirdischen Invasion bedroht wird, gibt es nur eine Person, die das drohende Unheil noch abwenden kann …
… Muhammad Ali!

Doch Moment mal. Ist nicht Superman der stärkste Mann auf Erden? Um diese Frage zu klären und festzulegen, wer nun in einem Boxkampf um das Überleben der Erde kämpfen darf, treten sich die beiden Freunde im Ring gegenüber. Es kann nur einen geben der für die Erde seinen Kopf, oder besser seine Fäuste, herhalten darf …

Wem man dem Text auf der Rückseite glauben darf, dann war Superman vs. Muhammad Ali schon kurz nach seinem zum heiß und kontrovers diskutierten Klassiker avanciert. Doch weshalb? Ist es das Team, welches dieses Werk geschaffen hat? Sind es die Protagonisten, die hier aufeinandertreffen? Oder ist es die Botschaft, die hier vermittelt werden soll?

Wie Ihr merkt, ist das nicht so einfach festzulegen. Denn auch ich kann den wirklichen und einzigen Grund nicht festmachen. Wohl deshalb, weil es keinen alleinigen Grund dafür gibt. Mit Superman vs. Muhammad Ali legt Panini einen außergewöhnlichen Band neu auf. Doch man muss ganz ehrlich zugeben, dass es schon eines gewissen Nostalgiefaktors bedarf, um sich nicht sofort von dem Band abzuwenden. Die Geschichte an sich ist sehr einfach gestrickt. Sie dient wohl auch nur dazu um einen Grund zu finden die beiden Kontrahenten gegeneinander antreten zu lassen. Leider merkt man dies der Story auch an. Es ist nicht so das die Geschehnisse schlecht wäre, aber es fehlt die wirkliche Substanz.

Die Bilder sind zwar auch nicht mehr das, was viele junge Leser heute so erwarten oder als modern bezeichnen würden, aber sie sind meines Erachtens nach über jeden Zweifel erhaben und einfach nur wunderschön anzusehen. Neal Adams ist eine Legende, und dies zu Recht. Noch heute zählen seine Arbeiten an Batman zu den beeindruckendsten Werken. Dem zollt Panini durch das sehr große Format von 35,3 x 26.5 cm Respekt. In diesem Format sind die Zeichnungen mit all ihren Details besonders reizvoll. Es ist fast schon unglaublich, wie viel Adams in diesen Zeichnungen versteckt hat.

(links: Superman Sonderausgabe #3 von Ehapa /
rechts: Superman vs. Muhammad Ali Hardcover von Panini)

Neben diesem großformatigen Hardcover von Panini, hat es diese Geschichte bereits bei Ehapa in die deutschen Landen geschafft. Doch welche der beiden Versionen ist die Bessere?
Wenn man mal den Preis außen vor lässt, der bei beiden Versionen derzeit fast gleichauf liegt, dann entscheidet es sich genaugenommen nur noch an der Aufmachung und der Übersetzung. Was die Aufmachung betrifft, hat Panini durch das wunderschöne Hardcover, ganz klar die Nase vorn. Ehapa Softcover kommt leider nicht ganz so edel daher. Die Farben wirken auf Paninis Papier auch wesentlich kraftvoller. Klar liegt dies aber auch an der überarbeiteten Kolorierung, das muss man ganz klar anerkennen. Die neue Kolorierung versprüht mehr Leben, und mehr Dynamik als Ehapas flache „Ausmalbildchen“. Ganz klarer Punkt für Panini. Das Lettering ist im Falle Panini meines Erachtens nach besser gelungen. Auch wenn Panini noch immer kein Handlettering nutzt, sondern nur eine der menschlichen Schrift nachempfundene Schriftart, so sieht dies besser aus und lässt sich flüssiger lesen als Ehapas alte Druckschrift. Vor allem wenn es um die Platzierung innerhalb der Sprechblasen geht, wirkt es mehr wie aus einem Guss.

(links: US-Originalausgabe von 1978 / rechts: US-Deluxe Ausgabe von 2010)

Auch zwischen den beiden US-Veröffentlichungen gibt es große Unterschiede. Neben der neuen Kolorierung gab es offensichtlich auch kleinere Korrekturen. Oder sollte man es vielleicht Zensuren nennen? Wie man auf dem Bild mit dem verletzten Superman erkennen kann, wurden einige Blutspritzer entfernt. Auch die Haare des lautstarken Mannes an Supermans Seite wurden dank Computerkolorierung kräftig aufgepeppt.

(links: US-Originalausgabe von 1978 / rechts: US-Deluxe Ausgabe von 2010)

Zusammenfassend hat Paninis neue Hardcoverausgabe ganz klar die besseren Karten. Mehr Extras, bessere Aufmachung, schöneres Lettering und die meiner Meinung nach bessere Farbgebung. Allerdings muss man hierbei auch sagen, dass man die neue Kolorierung mögen muss, denn der Computer hat schon kräftig mitgeholfen. Für Liebhaber der alten klassischen Farbgebung bleibt Ehapas Band die bessere Alternative.

(links: Superman Sonderausgabe #3 von Ehapa /
rechts: Superman vs. Muhammad Ali Hardcover von Panini)

FAZIT:

Alles in allem bleibt ein sehr gelungener Band mit einer einfachen aber dennoch unterhaltsamen Geschichte, von der man allerdings nicht zu viel erwarten darf. Durch die gelungenen Zeichnungen von Neal Adams wird der Band in diesem Format zusätzlich aufgewertet. Zusammen mit dem Bonusmaterial, welches aus Bleistiftzeichnungen und Entwürfen, einem neuen Vorwort von Neal Adams sowie dem Originalumschlagcover samt Coverschlüssel, der alle enthaltenen Figuren und Prominente aufschlüsselt, besteht wird der Band für Fans und Nostalgiker perfekt abgerundet.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 1978-2012 DC Comics / Ehapa Verlag / Panini

Bongo Comics des Monats… Mai 2012 [Panini, Mai 2012]

… Mai

In der neuen Episode der Bongo Comics im… nehme ich mir den Mai vor. Das sind leider nur zwei Ausgaben, nachdem im April 4 Bongos erschienen, aber Quantität ist ja nicht gleich Qualität…

Simpsons Comics #187

Homer will es Ned natürlich unbedingt mal wieder zeigen. Dieser hat nämlich einen Heißluftballon angemietet um dafür Geld für die Kirche zu sammeln, aber Homer versteht dies nur als Herausforderung zum Wettrennen…

Neben der Hauptgeschichte in der es diesmal sehr viel um Glauben und Karma geht gibt es noch zwei Kurzgeschichten. Zum einen wird der Angry Dad erneut auf die Leser losgelassen und das mit leider mäßigen Erfolg, und auch das aus dem Kinofilm bekannte Spider-Schwein macht einen auf Superheld. Aber die Geschichte ist auch kein wirklicher Brüller.
Zeichnerisch ist die gesamte Ausgabe nur Mittelmaß, wobei die beiden Kurzgeschichten durch ihren ganz eigenen Stil dennoch ein wenig die Nase vorn haben. Aber insgesamt ist dies einfach zu wenig.

FAZIT:

Ganz kurzweilige Ausgabe ohne wirkliche Höhen. Auch die Substanz fehlt insgesamt, so das nach knappen 15 Minuten der Lesespaß auch schon wieder vorbei ist. Durch die detailarmen Zeichnungen und insgesamt zu wenigen Gags fehlt auch der Ansporn dies ein zweites Mal lesen zu wollen.
Alles in allem also nur eine mäßige Ausgabe, die man nicht wirklich braucht. Ausser man hat etwas Geld übrig und ist ein eingeschworener Simpsons-Fan der seine regelmäßige Dosis „Gelb“ braucht.

Bart Simpson #62

Was passiert wenn Mr. Burns die Kosten für sein Kernkraftwerk senken will? Outsourcing hat er ja schon in der TV-Serie versucht. Diesmal will er an den Personlakosten sparen indem er es schafft das die Regierung Kinderarbeit legalisiert. Dies führt dazu, dass auch Lisa und Bart nun für Mr. Burns arbeiten müssen, während Homer entlassen wird, aber Bart schmeckt das so garnicht …

Neben dieser wirklich komischen Geschichte wird auch Barts Traum von einem eigenen Auto erfüllt als Grampa ihm einen Oldtimer kauft. Auch wenn Bart und seine Schulkameraden anfangs überhaupt nicht begeistert sind, weckt es schnell den Familien- und Schraubergeist …

Diese Ausgabe kommt mit drei wirklich sehr unterhaltsamen Geschichten daher. Die Autoschrauber erinnern ganz klar an Pimp My Ride und das typische Simpsons-Glück spielt auch wieder eine große Rolle, während Maggies Welt ganz klar mit dem Charme und Humor von Sergio Aragones punkten kann. Zwei Seiten mit sehr viel Bildwitz. Die letzte Geschichte ist nicht nur unterhaltsam sondern nimmt sich auch die in der dritten Welt immer noch wachsende Kinderarbeit als Thema vor. Diese ist zwar in der Realität leider nicht so einfach zu bekämpfen wie im Comic, aber als Denkanstoss funktioniert das hier sehr gut.
Zeichnerisch ist es insgesamt auch besser als die große Schwesterserie Simpsons Comics diesen Monat. Schön abwechslungsreich, immer erkennbar und mit gelungenen Details und Kleinigkeiten. Ausnahme ist lediglich die erste Geschichte die ein wenig Einheitsbrei ist.

FAZIT:

Bart Simpson #62 ist diesen Monat ganz klar das bessere Heft. Liegt es an der mangelnden Konkurrenz oder hat es einfach die besseren Geschichten? Für mich ganz klar. Die Geschichten sind trotz der geringeren Seitenzahl, ganz klar die besseren. Sie sind humorvoller und haben mehr Substanz, auch wenn diese nur unmerklich durchschlägt.

Kingdom Hearts #4 [EMA, Oktober 2005]

Mit dem heutigen Band endet auch schon die Reise in die magischen Welten von Disney und SquareEnix …

Kingdom Hearts #4

Kaum ist Hook besiegt muss sich Sora seinem besten Freund Riku stellen, der sich ebenfalls unter der Macht der Herzlosen befindet. Dieser schafft es dann auch, Sora um das Schlüsselschwert zu erleichtern und sich der Finsternis zu stellen. Aber nicht etwa weil er Sora helfen will, hinter der ganzen Aktion steckt auch nicht einmal Riku selbst. Er wird wiederum nämlich von jemand anderen kontrolliert, und als sowohl Sora, als auch Goofy, Donald und deren Freunde aus der Stadt Traverse davon erfahren, scheint ein Sieg in weite Ferne gerückt zu sein. Aber Sora will sich so einfach nicht geschlagen geben, und mit der Unterstützung vom Biest und der inzwischen befreiten Prinzessinnen samt Kairi machen sie sich auf den Weg die Welten von den Herzlosen zu befreien.
FAZIT:
Die erste Mangaadaption zum gleichnamigen Spiel neigt sich dem Ende und was bleibt, war kurzweilige Unterhaltung mit einem schalen Beigeschmack. Zwar haben die 4 Bände einiges an Spaß gemacht und wussten wohldosiert zu unterhalten, ohne großartig zu langweilen, aber etwas mehr hatte ich mir dann doch erhofft. Zu sehr war das Ganze eine zu lineare Nacherzählung des Games ohne auch nur ein wenig experimentelle Seitenschritte, die dem ganzen vielleicht sogar gut getan hätten. Zum anderen war es auch ganz unterhaltsam das gespielte noch einmal in dieser Form mitzuerleben, aber das ist auch eines der größten Mankos. Nichtkenner des Games werden kaum so richtig Freude an dem Manga haben da vieles was doch von Bedeutung ist im Game zwar erklärt, hier im Manga aber nur beiläufig erwähnt wird.

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Der ultimative Spider-Man im deutschen Pay-TV

Ab Montag ist es endlich soweit. Die neue Marvel/Disney-Serie „Ultimate Spider-Man“ startet im deutschen Pay-TV. Der deutsche Ableger von Disney XD, beginnt ab Montag den 10. September um 17:45 Uhr mit der Ausstrahlung der ersten Staffel. Während Montag zum Start noch eine Doppelfolge gesendet wird, ist dann immer Monatgs bis Donnerstags eine Folge an der Reihe. Die Wiederholung findet tags darauf um 9:30Uhr und 13:40 Uhr statt. Das und die Ankündigung das eine zweite Staffel bereits bestellt wurde, ist für Spidey-Fans eine echte Wohltat.

© 2012 Copyright Marvel & Subs.

Kingdom Hearts #3 [EMA, September 2005]

Heute folgt dann auch schon Band 3 von Kingdom Hearts…

Kingdom Hearts #3

Nach dem Sieg über den Höllenhund Zerberus (an dem Herkules nicht ganz unbeteiligt war) werden Sora und seine Mannschaft auf der weiteren Reise von einem riesigen Wal verschluckt. Im Inneren treffen die drei auf schließlich auf Geppetto und seinen kleinen Pinocchio, der auch kurz darauf von den Herzlosen entführt wird. Jetzt müssen Goofy, Donald und Sora den Kleinen retten nur um danach weitere Bekanntschaft mit dem Element Wasser zu machen, als sie auf Arielles Heimatplaneten landen. Dort muss Sora mit seinen Freunden den Herrscher Triton vor der machthungrigen und teuflisch bösen Ursula retten, bevor sie die unheimliche Bekanntschaft mit Kapitän Hook und dem frechen Peter Pan machen dürfen. In allen drei Fällen sind die Herzlosen die Strippenzieher hinter den Taten der jeweiligen Bösewichte und nur Sora kann die Welten vor dem Verlust aller Herzen retten …
FAZIT:
Der dritte Band fährt versucht mir mehr Handlung und Action zu überzeugen, aber das geht leider etwas nach hinten los. Zwar ist es sehr unterhaltsam als Kenner des Spiels und der Filme die diversen Parallelen zu erkennen, aber mehr schafft dieser Band auch leider nicht. Nach wie vor fehlen ein paar ergänzende Hintergundinfos und Nebenhandlungen, welche das Spiel ergänzen könnten. Zu sehr wirkt das Ganze wie eine Nacherzählung oder ein Lösungsbuch-Versuch, der etwas anders als gewöhnliche Lösungsbücher daherkommen will.

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