Die Schiffbrüchigen von Ythaq # 11: Der Atem des Ogers [Splitter Verlag, Januar 2014]

Dominik_AVAEndlich ist es wieder so weit, dass Abenteuer rund um Narvath, Granit, Callista und Krurgor geht in die nächste Runde.
Im letzten Band wurden bereits verschiedene politische Stränge angedeutet. Und es geht dementsprechend „politisch“ auch weiter, aber keine Sorge, so schwer ließt sich der Band deswegen nicht.

Die Schiffbrüchigen von Ythaq #11: Der Atem des OgersDie Schiffbrüchigen von Ythaq #11: Der Atem des Ogers

Klappentext:

Am Ende ihres Abenteuers auf dem Planeten Ythaq wurden Narvath und Granit nach Nehorf in die Hauptstadt ihrer Galaxis gebracht. Narvath befindet sich im Besitz der drei Leuchtkugeln, der „Schlüssel“, mit deren Hilfe sie in die Paralleluniversen zurückkehren können. Doch die drei Kugeln stacheln die Gier der Regierung der Förderation und einer geheimen Organisation an …

Als sei das noch nicht genug, auch in der eigenen Abenteuergruppe scheinen die einzelnen Protagonisten unterschiedliche Absichten zu verfolgen. Merkwürdigerweise meldet sich die fremde Stimme (bekannt aus dem ersten Zyklus) in Narvath seinem Kopf öfters zu Wort. Um es kurz zu beschreiben, alles scheint sich in erster Linie um die geheimnisvollen drei Kugeln zu drehen, die in Narvath seinem Besitz sind.

 Neben dem eigentlichen Abenteuer unserer Gruppe behandelt der Band auch die politischen Geschehnisse der Galaxie. So hat es den Anschein, dass der Planet Malagate die Föderation verlassen will. Die Machthaber untereinander scheinen ein verwirrendes Spiel zu spielen.

Unsere Abenteuergruppe hat sich derzeit weit weg von all dem niedergelassen. Während Narvath, Krurgor und auch Callista dem schönen Leben frönen, wird es Granit schnell zu langweilig. Die Ereignisse lassen es zu, dass Granit einen Auftrag bekommt, nach Malagate zu reisen und im politischen Geschehen mitzumischen. Wird Malagate wirklich die Föderation verlassen? Wenn Malagte die Föderation verlässt, was für Auswirkungen wird dies mit sich bringen?

Erfahrt dies und mehr in Bezug auf die Gruppenkonstellation in: „ Die Schiffbrüchigen von Yathaq #11. Der Atem des Ogers“.

Trügerische Idylle

Trügerische Idylle

Zeichnerisch ist alles wie bereits bisher bekannt. Wer den ersten Zyklus kennt, wird sich hier schnell heimisch fühlen. Gekonnt schafft es der Zeichner, die jeweilige Atmosphäre eines Planeten einzufangen. Der recht einsame kleine Planet „Swamp“ ist idyllisch schön anzusehen. Hier gibt es Dschungelszenen, kleine Dörfer, viele Pflanzen, reichlich Wasser, einfach zum Wohlfühlen. Quasi eine Oase der Entspannung. Auf Malagate werden einem die Unterwasser Wesen näher gebracht, die sogenannten Malati. Sehr schöne Echsentiere, die ihre Stadt unter Wasser haben, Wissen den Leser zu beeindrucken. Man merkt recht schnell, wie fantasievoll trotz der politischen Geschehnisse das Szenario gestaltet worden ist; Flora und Fauna im Dschungel, Unterwassertiere auf Malagate, oder auch stellenweise interessante Begegnungen mit uns fremden Kreaturen/Tieren.

Die Farbgebung gefällt mir durchgehend sehr gut. Die hellen kräftigen Farbtöne kommen besonders gut zur Geltung in diesem Band. Gerade die idyllischen Szenen auf dem Planeten „Swamp“ profitieren ungemein von den kräftigen Farben.

Storymäßig wird es gegen Ende des Bandes richtig spannend.
Zu Beginn wird der Leser in der Idylle von „Swamp“ nicht zu sehr gefordert. Nach und nach wird der Leser mit den politischen Machenschaften konfrontiert. Die jeweiligen unterschiedlichen Positionen der Machthaber werden verdeutlicht und es entsteht auf den ersten Blick ein klares Bild.
Ich bin mir jedoch sicher, dass dieser Schein in den folgenden Bänden trügt …

Der Band ließt sich recht leicht von der Hand, einzig und allein die politischen Geschehnisse sollten mit einem wachen Verstand gelesen werden. Wenn man es nicht kennt, könnte es etwas erschwerend sein, relativ viele schwierige Namen zu lesen und dementsprechend auch zuzuordnen.
Hier mal ein Beispiel: Araki, Shersh Raquze, General Athel, Baron Oarklef, Gnosh ker Murdynthe usw.
Für mich waren diese Namen zu Beginn etwas verwirrend und auch fremd. Erst im Nachhinein kann der Leser diese Namen besser zuordnen.

Was mir seit Beginn der gesamten Serie richtig gut gefällt, ist die Aussprache von Krurgor. Er spricht einfach seine eigene Sprache. Hier ein Beispiel: „Pack deine Fachen und Laff unf gehen.“
oder „Fieh dir jetft erft mal ein Hemd über und wir fuchen Callifta.“ Es ist offensichtlich, dass Krurgor Schwierigkeiten beim Aussprechen eines „S“ hat. Das hat mich von Beginn an stets fasziniert und mir immer wieder mal ein Schmunzeln ins Gesicht geschrieben. Eigentlich ganz einfach, aber manche Sätze von Krurgor fordern den Leser diesbezüglich schon etwas.

Politische Diskussion

Politische Diskussion

Die typische Splitter Aufmachung im Hardcover Format tut ihr übriges bei. Für alle Fans dieser Reihe bekommt dieser Band natürlich eine klare Kaufempfehlung, man will ja schließlich Wissen, wie es weitergeht.

Für Neueinsteiger sei gesagt, die gesamte Reihe lohnt sich sehr, was anspruchsvolle, lustige und vor allem schön gestaltete Fantasy anbelangt. Fangt mit dem ersten Zyklus an, er ist quasi Voraussetzung für den zweiten Zyklus. Natürlich ist es auch eine Frage des Geldbeutels, aber das sollte der Leser selbst entscheiden.
Ich bin froh, dass ich mit dieser Serie angefangen habe. Jetzt heißt es wieder, warten, bis es weitergeht …

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013-2014 Splitter Verlag.

Diesen Band könnt ihr unter anderem bei Amazon erwerben.

Ein Review von  Schiffbrüchigen von Ythaq #10: Nehorf – Capitol Transit [Splitter Verlag, Januar 2013] findet ihr hier.

Ni No Kuni: der Fluch der weißen Königin [Namco Bandai Games Germany GmbH, Februar 2013]

Dominik_AVANachdem ich mehr als 115 Stunden gemeinsam mit meiner Freundin an diesem Spiel verbracht habe, möchte ich nun über meine bzw. unsere Spielerfahrungen berichten. Lange ist es her, dass mich ein Spiel dermaßen gefesselt hat wie Ni No Kuni. Vielleicht erweckt das Spiel den Anschein, es ähnelt Pokemon. Ich habe Pokemon nie wirklich gespielt, also kann ich auch gar nicht so viel darüber sagen, jedoch geht es ebenso wie bei Pokemon darum Monster bzw. Kreaturen einzufangen, zu zähmen und dementsprechend zu leveln.

Ni No KuniNi No Kuni

Klappentext:

„Erlebe ein animiertes Rollenspielmeisterwerk:

Folge dem jungen Oliver auf eine magische Reise und begib dich gemeinsam mit ihm in eine wunderbare und zugleich gefährliche Parallelwelt, um seine Mutter zu retten.“

Die Story rund um Oliver und seine Gefährten fesselt von Beginn an bis zum Schluss.
Das Spiel ist laut USK ab 12 Jahren geeignet. Es wirkt auf den ersten Blick vieles sehr niedlich und kunterbunt. Oliver ist ein normaler Junge der in seiner Heimatstadt Motorville aufwäscht. Die ersten kleinen Gehversuche beginnt der Spieler in ebendieser Stadt. Dort trifft er auf seinen Freund Phil, mit diesem erlebt er sein erstes Abenteuer mit schwerwiegenden Folgen. Oliver seine Mutter kommt bei einem schweren Unfall ums Leben. Es kommt, wie es kommen muss und die Ereignisse überschlagen sich. Mit der Hilfe von Tröpfchen findet sich Oliver in einer Parallelwelt wieder.

In dieser Parallelwelt wird Oliver offenbart, dass es eventuell eine Möglichkeit gibt, seine Mutter zu retten. Angetrieben von dieser Motivation begibt sich Oliver auf eine sehr lange und ausgiebige Reise voller Gefahren und Abenteuer. Er lernt viele Freunde aber auch Feinde kennen und fürchten. Mit der Zeit schließen sich ihm mehrere Charaktere an. Nach und nach wird Oliver ein immer besser Zauberer. Die Kreaturen in der Parallelwelt lassen sich mit etwas Glück zähmen. So ist es ihm möglich, immer neue Kreaturen zu erwerben und diese zu seinen Vertrauten zu machen.

Oliver auf dem Drachen

Oliver auf dem Drachen

Ni No Kuni spielt sich absolut flüssig. Die Charaktere sind sehr schön dargestellt. Das gesamte Spiel kommt sehr farbenfroh daher, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Grafik wirkt wie im Trickfilm. Dabei sind die Hintergründe stets detailliert ausgearbeitet und wirken beeindruckend auf den Spieler. Die Zwischensequenzen sind wie in einem Anime passend in das Spiel integriert worden. Jede Landschaft hat ihren eigenen Reiz. Ich könnte stundenlang mir die schönen Landschaften anschauen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich nun in der Wüste, auf dem Eis, im Wald, auf dem Wasser, in der Luft auf einem Drachen oder auf einem Feuerberg befindet. Nicht nur die Weltoberfläche, nein auch die Dungeons und Städte sind dermaßen detailliert und farbenprächtig dargestellt, dass es einem schwerfällt, aus dem Staunen heraus zu kommen. Für die animierten Sequenzen zeichnet sich das legendäre Studio Ghibli aus, welches vor allem durch den Anime„Chihiros Reise ins Zauberland“ auf sich aufmerksam gemacht hat.

Das Spiel spielt sich wie ein Film aus dem Hause Ghibli. Wie man es aus ebendiesen Filmen nicht anders gewohnt ist, wirkt die Welt sehr fantasievoll und einheitlich wie aus einem Guss.

Für die musikalische Untermalung sorgt der weltberühmte Komponist Joe Hisaishi.
Joe Hisaishi ist quasi Ghibli’s Hauskomponist und seine Werke zum Spiel Ni No Kuni reichen von verspielt und episch über bedrohlich bis hin zu Ohrwürmern. Des Öfteren habe ich mich dabei ertappt, die schönen Melodien mitzusummen. Das schöne an der Hintergrundmusik ist, dass sie stets leichtgängig bleibt, nie aufgesetzt wirkt und vor allem auch nach dem 200. mal nicht eintönig oder gar nervig wirkt. Ich habe die musikalische Begleitung durchgehend als sehr angenehm empfunden und dementsprechend genießen können.

Ein Kampf am Abend

Ein Kampf am Abend

Die Sprachausgabe ist in Englisch. Zu der englischen Sprachausgabe gibt es deutsche Untertitel. Des Weiteren hat der Spieler die Möglichkeit der japanischen Sprachausgabe.

Die englische Synchronisation wirkt meines Erachtens sehr gelungen. Die einzelnen Sprecher der Charaktere machen einen hervorragenden Job, geradewegs Tröpfchens Synchronisation gefällt mir sehr gut. Passend zum Geschehen transportiert die Synchronstimme die jeweilige Emotion. Dabei spielt es keine Rolle ob ein Charaktere stirbt, sich freut, lacht, weint oder sehr wütend ist.

Ni No Kuni bietet eine offenkundige frei begehbare Spielwelt. In den Städten hört man das Getümmel der Leute, in den Wäldern das fließen des Wassers oder das Rauschen der Bäume. Die Atmosphäre die dem Spieler dadurch nahegebracht wird ist einzigartig.

In Ni No Kuni gibt es die Möglichkeit Kreaturen zu besiegen und mit etwas Glück zu zähmen. Gelingt es uns eine Kreatur zu zähmen, so gehört sie uns. Es gibt weit über 250 Kreaturen. Gezähmte Kreaturen lassen sich mit Waffen, Rüstungen, Schmuck, Amuletten usw. ausrüsten. Ebenso wie die Charaktere sich mit Waffen ausrüsten und leveln, so können die gezähmten Kreaturen auch bis Level 99 kämpfen. Um das volle Potenzial einer Kreatur zu nutzen, müssen wir sie zu unseren Vertrauten machen. Die maximale Anzahl von vollen Herzen beträgt 5. Wir füllen die Herzen, indem wir der Kreatur Leckereien anbieten. Verschiedene Leckereien geben verschiedene Boni.

Der Spieler kann so viele Kreaturen einfangen, wie er möchte. Diese werden dann im sogenannten Schlupfloch verwahrt. Hier hat er ebenso die Möglichkeit die Kreaturen wieder freizulassen. Mit fortlaufender Handlung gesellen sich 3 weitere Charaktere zu Oliver hinzu. Jeder Charaktere kann 3 Kreaturen im Kampf befehligen.
Maximal können 3 Charaktere mit jeweils 3 Kreaturen im Kampf kämpfen. Der 4. Charaktere sitzt sozusagen auf der Ersatzbank und kann vor oder nach dem Kampf ausgetauscht werden. Die Kämpfe gestalten sich als sehr herausfordernd und abwechslungsreich. Es gibt sehr viele Möglichkeiten einen Kampf zu bestreiten.

Die gezähmten Monster haben je nach Art verschiedene Tricks auf Lager und eine Spezialattacke. Die meisten Tricks haben eine unterstützende, eine defensive und eine offensive Wirkung. Nach jedem Kampf bekommt der Spieler zumeist Items, Geld und Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Die Kreaturen können sich, ähnlich wie bei Pokemon, in verschiedene Richtungen entwickeln. Aus der Grundform entwickelt sich die entwickelte Form und daraus ist es uns möglich entweder die optional entwickelte Form A oder die optional entwickelte Form B zu wählen. Wobei die beiden letzteren Formen sich vom Typ und den Fähigkeiten her stark unterscheiden.

Ein Endboss

Ein Endboss

Im Kampfsystem lässt es sich in den Echtzeitkämpfen zwischen den Charakteren hin und her wechseln. So ist es uns möglich, Oliver, Esther oder Sven zu spielen. Alle Charaktere haben nun verschiedene Möglichkeiten. Sie können eine gezähmte Kreatur in den Kampf schicken und mit dieser weiterkämpfen, oder sie können zum Beispiel Zauber anwenden, sich verteidigen, Items aus dem Proviant nehmen, die Taktik der Mitstreiter umstellen oder gar aus einem aussichtslosem Kampf fliehen. Schön daran ist, dass es beinahe jederzeit möglich ist, eine angefangene Aktion abzubrechen und so dem Gegner gekonnt den Wind aus den Segeln zu nehmen. Von besonderer Bedeutung ist jedoch, dass beinahe alle Fähigkeiten eine „Cool Down“ Phase haben. Das bedeutet, die Fähigkeit muss sich erst wieder regenerieren, bevor sie erneut eingesetzt werden kann. Ähnlich wie euer gewählter Charaktere, so hat auch euer Vertrauter im Kampf verschiedene Optionsmöglichkeiten. So kann er verschiedene Tricks auf den Gegner anwenden, sich ebenfalls verteidigen oder gar Kraft sammeln und dementsprechend besonders stark zuschlagen.

Die Kämpfe werden mit der Zeit immer fordernder. Gerade, die Boss kämpfe, nehmen an Schwierigkeit ungemein zu.

Emotionen werden auch in Ni No Kuni großgeschrieben. Beinahe jeder Charaktere hängt irgendwie mit Oliver zusammen. Viele Personen sind mit Menschen aus Olivers Heimatstadt Motorville verbunden. Wenn in der Parallelwelt ein Bewohner Schwierigkeiten hat, so ist es uns möglich diesem in Motorville zu helfen. Die Welten sind alle miteinander verknüpft. Ebenso die Menschen zwischen und auf diesen Welten hängen alle miteinander zusammen.

In jeder Stadt gibt es einen Waffenladen, eine Herberge zum Übernachten, jemanden der das Sagen hat (König, Chef usw.), ein Leckereien Laden und einen Auftragsexpress.

Bei eben diesem Auftragsexpress ist es uns möglich, Monsterjagden zu machen oder Aufträge anzunehmen und zu erledigen. Ist dieses geschafft, so bekommt der Spieler Stempelkarten. Diese kann er dann beim Auftragsexpress sich gutschreiben lassen und sammeln. Je mehr Stempelkarten man voll hat, desto höher fällt der Bonus beim Einlösen aus. Einige Monsterjagden haben es wirklich in sich.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass nach dem eigentlichem Ende der Hauptstory diese noch weitergeht. Es ist dem Spieler möglich noch mehr Aufträge und Monsterjagden anzunehmen, um am Ende ein ganz besonderes Finale zu erleben.

Das Schloss

Das Schloss

Ich habe es bisher in noch keinem Spiel geschafft 100 Prozent bei den Trophäen für die Playstation 3 zu erlangen. Selbst nach 115 Stunden Spielzeit bei Ni No Kuni fehlen mir noch mindestens 5 weitere Trophäen. Wenn man das normale Spielende erreicht hat, ist alles Weitere stark auf Kämpfen ausgelegt. Das bedeutet, dass die Charaktere und auch die Vertrauten immer weiter aufsteigen bis Level 99. Um dorthin zu kommen, benötigt man allerdings sehr viel Geduld wie ebenso viele Erfahrungspunkte. Genau so viel Geduld erfordert es, die Kreaturen bis zum Ende zu füttern. Es dauert sehr lange, bis diese alle fünf Herzen komplett gefüllt haben. Mir und meiner Freundin hat dieses Spiel wahrhaftig sehr viel Freude bereitet. Am Anfang kommt man aus dem Staunen kaum noch heraus. Das Spiel ist sehr einsteigerfreundlich. Der Spieler bekommt Schritt für Schritt alles erklärt und hat immer wieder die Möglichkeit anhand des sprechenden Steins im Inventar alles noch einmal nachzulesen. Vielleicht mag es für den ein oder anderen zu Beginn etwas viel an Möglichkeiten bieten, aber da diese erst nach und nach freigegeben werden ist der Spieler so weit nicht überfordert.

Das Spiel hat sehr viele positive Kritiken im Internet und auch in Fachzeitschriften bekommen. Ein Gerücht kursiert bereits, dass ein 2. Teil geplant ist.
Wenn dem so ist, ich werde gespannt auf diesen warten.
Ni No Kuni sollte in keiner Rollenspielsammlung für Konsolen fehlen.
Wer etwas altes Flair von grandiosen Rollenspielen sucht, ist hier bei Ni No Kuni genau richtig. Kaufen kaufen Kaufen…!

Hier findet ihr tolle Anime-Klassiker von Hayao Miyazaki

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013-2014 Namco Bandai Games Germany GmbH

Dieses Spiel ist exklusiv nur auf Playstation 3 erschienen und kann unter anderem bei Amazon als Standard Edition und als Wizard’s Edition erworben werden.

Fraternity #1 und #2 [Egmont Ehapa Comic Collection, Juni/August 2013]

Mit diesen beiden Bänden stelle ich euch die abgeschlossene Story von Jose Luis Munuera (Zeichnungen) und Juan Diaz Canales (Szenario) vor. Für die Farbgebung zeichnet sich Sedyas verantwortlich.

Fraternity #1 und #2Klappentext:

Seit Anbeginn der Zeiten sucht der Mensch erfolglos nach einem Modell der perfekten Gesellschaft. In der Mitte des 19. Jahrhunderts glaubt Robert Mc. Corman, ein reicher Visionär, dass der lang erwartete Moment endlich gekommen ist. Unterstützt von einer Gruppe Männer und Frauen gründet er, getragen von seinen Idealen, die Kolonie New Fraternity in Indiana im Herzen der neuen Welt. Leider wird die junge amerikanische Nation von einem Bruderkrieg zerrissen, der alte Dämonen weckt. In einem nahe gelegenen Wald wird Emilio, ein verwilderter Junge, entdeckt. Unter dem Schutz von Fanny Zoetrope wird er in der Kolonie aufgenommen. Von da an wird er Zeuge dramatischer Ereignisse., die sich nach dem Eindringen einer Gruppe Deserteure abspielen. Zur gleichen Zeit streicht eine seltsame und beunruhigende Kreatur um das Dorf, die Zweifel und viele Fragen sät…

Selten beschreibt ein Klappentext so hervorragend den Inhalt einer Comic Geschichte wie dieser hier. Zentraler Dreh und Angelpunkt der Handlung ist New Fraternity. Emilio, der verwilderte Junge und die seltsame mysteriöse Kreatur aus dem nahegelegenen Wald beängstigen die Kolonie. Und als wäre das alles noch nicht genug finden auch noch ein paar farbige Deserteure den Weg nach New Fraternity. Die Kolonie ist eine beinahe unabhängige Gemeinschaft, die sich am brodelnden Bruderkrieg nicht beteiligen möchte. In New Fraternity wurde die traditionelle Religion und die konventionelle Ehe aufgelöst. Dennoch haben es farbige Menschen in dieser Kolonie nicht leicht. Niemand hat Waffen, alles gehört jedem, gleiche Rechte für jedermann. Nahrungsmittel werden gerecht untereinander aufgeteilt. Demnach gibt es keine Sklaven mehr und keine Armut. Kann dieses utopische Modell gelingen?

Das mysteriöse Monster

All diese im ersten Band noch lose verwobenen Handlungsfäden werden gekonnt im zweiten Band zu einem Ende geführt. Beinahe alle aufkommenden Fragen werden auch beantwortet. Ich habe die Bände in einem Rutsch gelesen, was ich auch jedem empfehlen würde. Die Story ließt sich äußerst rasant und spannend. Politische Diskussionen bezüglich der richtigen Führung der Kolonie treten durchgehend auf. Diese Diskussionen sind äußerst spannend zu lesen. Hier sieht man auch, wie schwierig es scheint eine solche Utopie am Leben zu erhalten. Das Ende der Geschichte wirkt noch mal überraschend aber in sich nur logisch und schlüssig. Ein leicht offenes Ende lässt Vermutungen für weitere Bände.

Fanny im Mittelpunkt

Beide Bände wirken sehr düster. Dunkle Braun, Beige und Grüntöne dominieren die Seiten. Auch am Tag finden sich keine hell leuchtenden Farben in der Kolorierung. Das erzeugt eine äußerst angespannte düstere Stimmung. Zudem lässt Sedyas gewählte Sepiafärbung das Geschehen in der Umgebung passend altmodisch erscheinen, so als befinde man sich im Jahre 1863. Die Zeichnungen sind wahrhaft schön anzusehen, sie wirken stets dynamisch. Die Bewegung der einzelnen Charaktere kommt hervorragend zur Geltung. Oftmals sprechen einzelne Bilder für sich alleine. So zum Beispiel, wenn Emilio in das naheliegende Stein Labyrinth hineinläuft, oder das unbekannte Monster im Wald zum ersten mal gesichtet wird. Durchaus mag die Geschichte etwas überladen wirken, das macht aber nichts weiter aus. Sie bleibt durchweg konsequent spannend.

Ich muss aber auch dazu gestehen, dass ich zuerst nur den ersten Band gelesen habe und dann im Nachhinein diesen noch einmal gemeinsam mit dem abschließenden zweiten Band. Ließt man nur den ersten Band so ist diese Geschichte etwas schwierig, da noch viele Fragen offenund lose im Raum stehen bleiben. Das hat auf mich zuerst etwas unbefriedigend gewirkt. Fans von Canales und Munuera kommen sicherlich sowieso voll auf ihre Kosten, aber auch Comicleser, die sich mit historischen und politischen Geschichten gepaart mit mysteriöser Fantasy anfreunden können.

Ein Kampf auf Leben und Tod

Dominik_AVACopyright aller verwendeten Bilder © 2013 Egmont

Diese beiden Comic Alben können in jeder gut sortierten Buchhandlung oder mit Hilfe der beiden folgenden Links direkt bei Amazon erworben werden.

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Saga Nr. 1 [Cross Cult, August 2013]

Immer wieder gibt es Comicserien, deren guter Ruf sehr schnell über den großen Teich nach Deutschland kommt. Und dann gibt es Serien die dauern ein klein wenig, bis sie hier überhaupt jemand kennenlernt, wenn er oder sie nicht gerade eingefleischter US-Leser ist. Eine dieser Serien, die eben sehr schnell für ihre Qualität bekannt wurde, und auch dementsprechend bereits ausgezeichnet wurde, ist Saga von Brian K. Vaughan und Fiona Staples. Sehr schnell hatte sich daher Cross Cult die Rechte gesichert und seit Kurzem ist der erste Band in deutscher Sprache erhältlich. Ob sich die Vorschusslorbeeren lohnen oder nicht, könnt ihr jetzt hier nachlesen …

Saga Nr. 1

Eine Geburt ist fast immer ein freudiges Ereignis. Doch manchmal kann es auch Probleme mit sich bringen. Zum Beispiel dann, wenn die zwei Liebenden verschiedenen Stämmen angehören. Als sich die junge Soldatin Alana vom Planeten Landfall in den Krieger Marko vom Mond Ranke verliebt, beginnt eine aufregende Liebesgeschichte an dessen Beginn die Geburt der gemeinsamen Tochter Hazel steht. Dass sich diese beiden gefunden haben, wird von den beiden gegnerischen Parteien nicht gerne gesehen und so wird eine gnadenlose Jagd auf die junge Familie gestartet. Aber Alana und Marko haben nicht nur Feinde, sondern finden auch sehr schnell Freunde und Unterstützung. Dennoch wird das Leben auf der Flucht vor dem Militär, der Regierung und Söldnern, alles andere als leicht …

Ist sie nicht süß?

Ist sie nicht süß?

Brian K. Vaughan ist nicht nur ein mit dem Eisner-Award ausgezeichneter Autor, sondern auch ein Ausnahmetalent. Dies konnte er bereits durch seine Arbeit an „Y: The Last Man“ unter Beweis stellen. Bei Saga zeigt er erneut, dass ausgefeilte Charaktere, sympathische Figuren, filigrane Welten und mitreißende sowie actiongeladene Spannung bei ihm kein Zufall sind. Er nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen und führt ihn sorgsam in eine Welt ein, die faszinierender kaum sein könnte. Wer hinter Saga einfach nur eine von vielen und typischen Science-Fiction-Serien vermutet, wird enttäuscht werden. Vielmehr ist Saga eine bunte und gelungene Mischung aus Science-Fiction, Fantasy, Comedy und Romantik mit einer ganzen Portion Action. Vaughan führt den Leser nicht einfach nur an der Hand durch ein buntes Abenteuer. Nein, er wirft ihn in eine chaotische und liebenswerte Welt und lässt ihn sich darin selbst zurechtfinden. Und dies funktioniert von Anfang, bis Ende sehr gut.

Königlicher Sex.

Königlicher Sex.

Nicht ganz unbeteiligt an diesem Erfolg, der Serie, sind natürlich auch die grandiosen Zeichnungen der Kanadierin Fiona Staples. Sie mischt klassische Science-Fiction-Elemente mit Fantasy und erschafft so neue Figuren, die einem dennoch irgendwie bekannt vorkommen. Ihr Artwork ist detailliert, ohne sich dabei in Kleinigkeiten zu verlieren. Sie scheut sich auch nicht, sowohl Gewalt, als auch Sexualität explizit darzustellen, wenn sie notwendig ist. Dennoch sind diese Elemente niemals nur Mittel zu Zweck. Vielmehr sollen sie die Geschichte unterstützen und farblich ausschmücken.
Apropos Farben. Staples bevorzugte Farbpalette sind die Erdfarben, und das merkt man auch an Saga. So dominieren die ruhigen und sanften Erdtöne. Dennoch lässt es sich die junge Frau nicht nehmen auch mit poppigen und knalligen Farben zu experimentieren, um den Fantasy-Science-Fiction-Charakter der Serie zu unterstreichen. Aber dabei achtet sie stets darauf, keinen bunten Farb-Brei zu fabrizieren und den Leser damit zu verwirren.

Gegen diese Kopfschmerzen gibt es nicht einmal etwas von Ratiopharm.

Gegen diese Kopfschmerzen gibt es nicht einmal etwas von Ratiopharm.

FAZIT:

Es gibt nur wenige Serien, bei denen man sagen kann, dass man etwas verpasst, wenn man sie nicht liest. Saga ist eine davon. Wer schon immer eine Serie gesucht hat, die anders und trotzdem faszinierend ist, der sollte bei Saga unbedingt zuschlagen. Diese Serie hat einfach alles zu bieten, was eine gute Geschichte benötigt. Sympathische Figuren, spannende Geschichten und atemberaubende Welten. Auch wenn man, wie ich, mit Science-Fiction nicht so sehr viel anfangen kann, wird an Saga seine Freude haben. Eben genau deshalb, weil es nicht typisch Science-Fiction ist, sonder sehr viel mehr bietet. Und dieses Mehr, darf man sich in diesem wunderbaren Hardcover, welches ein wenig größer ausfällt, als das Cross Cult-typische Format, wie man es unter anderem von The Walking Dead kennt, sehen lassen. Zwar fällt das Zusatzmaterial mit „nur“ einem Interview mit Fiona Staples eher dünn aus, aber dennoch ist der Band seine 22 Euro ohne Einschränkungen wert.

Ein Baum-Schiff. So etwas gibt es nicht oft.

Ein Baum-Schiff. So etwas gibt es nicht oft.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Image Comics / Cross Cult

Tellos [Panini, April bis Juni 2000]

Mit der heutigen Review, möchte ich euch eine kleine, sehr feine, aber leider auch ein wenig unbeachtete und ebenfalls leider viel zu kurze, Serie vorstellen. Der Künstler, der hinter dieser Serie steht, ist niemand anderes, als der leider viel zu früh verstorbene Mike Wieringo. Doch ein endgültiger Abschluss ist ihm leider verwehrt geblieben. Dennoch ist Tellos eine vielversprechende Fantasyserie, die auf jeden Fall mehr als einen Blick wert ist …

Tellos #1

Alles beginnt mit Jarek und Koj im größten Hafen von Tellos. Hier ist nicht nur der Umschlagplatz für Waren aller Art, sondern auch ein Sammelplatz für Händler, Reisende, Piraten und Diebe. Wir treffen auf Koj und Jarek die gerade auf der Flucht vor den Froschsoldaten sind. Dabei treffen sie auch auf Serra eine Kapitänin eines Handelsschiffes, welche ebenfalls Probleme mit dem Gesetz hat. Schuld daran ist ein seltsames Amulett mit grünem Stein. Nicht ganz uneigennützig greifen Koj und Jarek ein, um Serra zu helfen. Als dann auch noch mysteriöse Schattenkrieger dazu kommen sind sie auch noch auf die Hilfe vom Magier Thomes angewiesen …

FAZIT:

Die Zeichnungen vom inzwischen leider verstorbenen Mike Wieringo begeistern mich immer wieder. Er schafft es, mit wenigen Details eine immense Dynamik zu erzeugen. Der leicht Manga-artige Zeichenstil ist bestimmt nicht jedermanns Sache, es passt aber perfekt zum Fantasy-Anteil der Geschichte. Irgendwie hat man auch das Gefühl das Wieringo hier mehr Herzblut hineingesteckt hat, als in so mach andere Arbeit. Fast hat es den Anschein, das es sich bei Tellos um sein „Baby“ handelt. Tellos ist für mich ganz großes Fantasy-Kino.

Tellos #2

Schnell wird klar das Jarek einer der auserwählten ist, welcher Tellos vor dem Untergang retten soll. Neben Koj soll aber auch Serra mit von der Partie sein, was Serra selber aber gar nicht so sieht, und die zwei Freunde nur einen Teil des Weges begleiten will. Dass das Ganze aber gar nicht so einfach ist, zeigt sich schon beim ersten Streckenabschnitt, der quer durch Torrent führt, ein Ort mit massiven Regenfällen der innerhalb von Tellos umherwandert. Wie erwartet sehen sich die 3 Helden schon bald einem gewaltigen Unwetter und mehrerer Wasserschlangen gegenüber. Nur knapp schaffen sie es diesem Chaos zu entrinnen nur, um alsbald auf Malesurs Horde von Mördern zu treffen …
Währenddessen treffen in Luftholde zwei neue Charaktere ein, nur um sich sofort in halsbrecherische Abenteuer zu stürzen. Rikk hat soeben den „Stein der Skierung“ gestohlen und Hawke hat ein paar „Freunde“ in einer Bar mit seinem Hütchenspiel betrogen, weshalb jetzt beide auf der Flucht vor den Betrogenen und der Palastwache sind. Doch schnell merken sie das Luftholde seinen Namen nicht umsonst trägt …

FAZIT:

Leider ist mit diesem Heft die deutsche Veröffentlichung abgeschlossen. Weitere Hefte haben es nicht nach Deutschland geschafft. Wenn ich es mal schaffe, an die Folgehefte günstig im Original zu kommen, werde ich meine Review fortführen, auch um zu sehen wie es mit Koj, Jarek, Serra, Rikk und Hawke weitergeht.
Denn genaugenommen ist dies sehr schade, da Tellos eine gewisse Ähnlichkeit mit Battle Chasers aufweißt und irgendwie genau die gleiche Faszination vermittelt.

Hellblazer #2: Erbsünde (2) [Schreiber & Leser, Dezember 1998]

Da mein Blog ja hauptsächlich ein Comic-Blog sein soll, auch wenn ich jetzt mehr Aufmerksamkeit mit einem anderen Artikel erregt habe, was überhaupt nicht mein Ziel war, so soll es heute dennoch mit einer neuen Comicreview weitergehen…

Hellblazer #2: Erbsünde 2

Der Vietnamkrieg ist vorbei. Zumindest für die meisten Einwohner der amerikanischen Kleinstadt Liberty. Denn viele haben ihre Söhne in jenem Krieg verloren. Doch dank des Erweckungskreuzzuges sollen nun die längst totgelgaubten zurückkehren. Doch für diese verlorenen Jungs ist der Krieg niemals zu Ende gegangen. Sie kämpfen nach wie vor in einer längst verlorenen Schlacht um ihre Seelen…
Danach macht sich die Damnation Army in England breit. Und dahinter steckt niemand geringeres als der Dämon Nergal. Er schafft sich mit ein paar willenlosen Opfern ein Monster welches John Constantine fangen und töten soll, aber es gibt noch ein Problem mit dem sich auch Nergal nicht so einfach abgeben will. Der Erweckunsgkreuzzug hat sich seine gute Freundin Zed geschnappt weil sie in ihr die Wiedergeburt der heiligen Maria sehen, welche einen neuen Jesus gebären soll. Doch Nergal will das nicht zulassen und stattet den zwischenzeitlich schwer verwundeten John Constantine mit Dämonenkräften aus damit er gestärkt die Geburt eines neuen Messias verhindert…
FAZIT:
Der zweite Band von Hellblazer: Erbsünden ist wie schon der erste sehr düster, dramatisch und emotional. John wird hier besonders von seinen Freunden die er bereits verloren hat und auch weitere von ihnen verliert mehr und mehr heimgesucht, wobei er sich dabei schuldiger vorkommt, als es seine „Geisterfreunde“ eigentlich wollen. John kämpft hier so sehr mit seiner eigenen Schuld, dem Versagen und der Tatsache das er seine Freunde im Stich gelassen hat, obwohl diese „mehr oder weniger“ für ihr Handeln selber verantwortlich waren, das er sich seiner neuen Aufgabe schon gar nicht mehr stellen will und alles hinwirft.
Die Zeichnungen sind dabei gewohnt gut und werden nur kurzzeitig durch Gastzeichner etwas aufgelockert, bzw. durchgerüttelt.
Insgesamt ist auch dieser Band wieder gute Kost die gut unterhält und auch teilweise zum Nachdenken anregt, wobei sowohl bei der Story, als auch bei der Charakterentwicklung und den Zeichnungen noch einiges an Luft nach oben ist.

„Hellblazer #2: Erbsünde (2)“ bei Amazon kaufen.

Ähnliche Artikel:
Review: „Hellblazer #1: Erbsünde (1)“ [Schreiber & Leser, Oktober 1998]

Universe #5 [Infinity, Juli 2003]

Mit der heutigen Review beende ich die Miniserie um Jenkins kleinen Höllentrip, dessen Auswirkungen auf die Erde und um die Zukunft von Tom Judge…

Universe #5

Der Kampf ist hart und fordert nicht nur auf der Seite der Angreifer Verluste. Auch Tilly muss einen ihrer Leute verabschieden. Und so findet Tom auch heraus das Tilly wusste das er sterben würde. Sie wollte ihm noch einen schönen letzten Tag schenken. Die Schlacht ist zwar gewonnen, aber zurück bleibt eine geschundene Gruppe von Freunden die sich nun dem letzten endgültigen Kampf stellen müssen. Allen voran Tom.
Einige Zeit ist nun seit der Tragödie beim Picknick vergangen. Der frühere Satan Nicky findet sich in einer Nervenheilanstalt wieder, Mister Black hat sich durch seinen höllischen Börsencrash einen hochrangigen, wenn nicht sogar den besten Platz in der Hölle gesichert und nun muss er nur noch Tom dazu bringen seine letzte und endgültige Entscheidung über Vergebung oder nicht zu treffen. Doch egal wie sich Tom entscheidet, es bringt Black nur in den Besitz des Rapture, der automatisch in den Besitz der Gruppe fällt für die die Entscheidung fällt, und macht ihn so zum Herrscher über Himmel und Hölle, da er sich durch einen Trick auch die Heerscharen des Himmels zu seinen Untertanen gemacht hat.
Also egal ob sich Tom nun für den Himmel (Vergebung) oder die Hölle (Bestrafung) entscheidet, Mister Black kann nur siegen. Aber was wenn es ein Wesen gäbe das zu keiner der beiden Gruppen gehört und Tom ihn den Rapture überlassen würde…?
FAZIT:
Das Finale ist schon ein ganz schöner Hammer. Die Entscheidung die Tom trifft ist einfach sagenhaft und auch ein wenig traurig, da es sein endgültiges Schicksal ebenso besiegelt. Und dennoch schafft es Jenkins ein Türchen offen zu lassen für mögliche zukünftige Abenteuer von Tom Judge.
Insgesamt ist Universe zwar wieder nur ein fast typisches mystisches Machwerk welches den ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle darstellt, aber mir persönlich gefällt vor allem die spiegelbildliche Darstellung des ganzen. Alles was hier auf Erden passiert hat in der Hölle gleich- oder gegenwärtige Folgen.
Die Zeichnungen passen zum höllischen Gesamtbild, verlieren aber leider sehr stark bei der menschlichen Darstellung. Und so muss Universe sich leider eingestehen am Ende nur eine typische Miniserie zu sein, wie es sie inzwischen viel zu viele gibt. Ohne Besonderheiten und ohne wirklich schlecht zu sein. Popcornkino könnte man fast sagen.

Ähnliche Artikel:
“Universe” #4 [Infinity, April 2003]
“Universe” #3 [Infinity, Februar 2003]
“Universe” #2 [Infinity, Oktober 2002]
“Universe” #1 [Infinity, Juni 2002]

Kaufen kann man den Band wenn man Glück hat bei Ebay und in einschlägigen Comic Marktplätzen und Foren. Ganz so einfach ist da derzeit leider nicht ranzukommen.

Fringe #2: Geschichten aus der Grenzwelt [Panini, September 2011]

Im der heutigen Comicreview widme ich mich erneut einer Serienadaption. Und zwar dem zweiten Band zur Erfolgsserie „Fringe“ die leider nach der fünften Staffel in den USA eingestellt wird. Doch jetzt ist erstmal der zweite Comicband dran…

Fringe #2: Geschichten aus der Grenzwelt

Das Peter Bishop schon vor der Fringe-Division ein Leben hatte ist nichts neues. Doch was hat er erlebt, welche Arbeiten hat er angenommen und vor allem, welche Entscheidungen hat er getroffen die sein Leben in eben jene Bahnen gelenkt haben könnten, die letztendlich dazu führten das die Fringe-Division auf ihn aufmerksam wurde…?
Ein junge Sportlerin bekommt einen Einblick in ihre Zukunft nachdem sie eine neue experimentelle Droge von einem Freund probiert und verändert damit (un)bewusst ihr ganzes Leben. Oder ist dies vielleicht alles nur ein Möglichkeit des Schemas…?
Für Agent Broyles ist die Fringe-Division sehr wichtig. Sogar so wichtig das er den Geburtstag seines Sohnes dafür verlässt. Seine Frau Diane ist darüber natürlich alles andere als erfreut. Doch nun als er nach einem nervenaufreibenden Fall nach Hause kommt, ist niemand mehr da. An wen wendet sich der Helfer nun wenn er Hilfe braucht…?
Ein neuer Job kann der Beginn von etwas Großem sein. Das erkennt auch Tom O’Reilly der seinen Dienst als Nachtwächter in der alten Stadtbibliothek antritt. Als er von seinem Vorgänger, der 47 Jahre dort gearbeitet hat, eingewiesen wird und vor der „Sachbuch-Abteilung“ gewarnt wird, bedeutet dies aber mehr Veränderung als Tom lieb ist…
Astrid Farnsworth hat es gerade geschafft einen selbstgebauten Audio-Transmitter für die Uni zu basteln, als sie einen mysteriösen Mord „belauscht“. Als sie daraufhin die Polizei benachrichtigt kommt es aber ganz anders. Niemand glaubt ihr und man unterstellt ihr sogar den Mord selbst begangen zu haben. Doch zum Glück kann man ihr nichts beweisen und muss sie laufen lassen. Diese Chance nutzt Astrid um alleine Nachforschungen anzustellen…
Es gibt einen Grund warum manche Waffen unter Verschluss gehalten werden. So auch diese, auf die es eine Gruppe verkleideter „Terroristen“ (?) abgesehen hat. Zum Glück hat das Trio auch noch einen Verbündeten im Team der Wissenschaftler die eben jene Waffe beaufsichtigen, aber leider auch einen Verräter in den eigenen Reihen? Doch was ist diese Waffe und warum ist sie so gefährlich…?
Alles was sich Nina Sharp immer gewünscht hat, war ein Baby zu bekommen. Doch leider ist die Natur gegen sie, und als sie dann einen künstlichen Arm erhält und somit das Erfolgsobjekt der wissenschaftlichen Erfindungen sein könnte, erfährt sie, dass sie schwanger ist. Leider aber hat ihr künstlicher Arm negative Auswirkungen auf die Entwicklung und das Leben ihres Babys, und so entscheidet sich Nina gegen den Arm und für ihr Baby. Aber manchmal werden einem auch gewisse Entscheidungen abgenommen…
Lily und Bryan sind ein junges und glückliches Paar. An einem freien Tag wollen nun beide ihre Zeit miteinander verbringen. Während Lily alleine zu Hause auf ihren Mann wartet erhält sie Besuch von einem älteren Herrn der ihr eine Lebensversicherung anbieten möchte, doch alles was er wirklich möchte ist „Zeit“ und diese nimmt er sich zum Leidwesen von Lily auch. Damit ändert sich für das junge Paar alles und nun muss Lily sich auf die Suche nach etwas Zeit machen…
Eine Kuh hat es nicht leicht. Zumindest Gene, die Mitbewohnerin von Walter Bishop, nicht. Denn als Gene eines Nachts das Labor von Walter durchstreift, weil sie auf dem Weg zum Kühlschrank ist, erlebt sie etwas, das für Walter nur mit einem Traum zu erklären ist. Aber ist es wirklich nur ein Traum gewesen…?
Ein neues Experiment benötigt neben Zeit, Engagement und viel Experimentierfreudigkeit immer auch finanzielle Unterstützung. Aber wenn einem diese wegen mangelnder Erfolge gestrichen werden soll, oder wie in diesem Fall sogar alles ausradiert, dann sieht sich der „Vater“ dieses Experiments oftmals in einer ausweglosen Situation, und löst damit ungeahnte Erfolge aus…
Sie schiesst niemals daneben und sie handelt erst und denkt dann nach. Das ist Olivia Dunham am Anfang ihrer möglichen Karriere als Sonderermittlerin. Doch irgendjemandem sind ihre Fähigkeiten ein Dorn im Auge, und so macht sich Olivia auf die Suche nach der Person die ihr ihre Zukunft zerstören will…
Es gibt Geheimnisse die gut gehütet werden und Geheimnisse die niemals bekannt werden sollten. Eines dieser Geheimnisse ist das eines alten Tempels in Yukatan. Doch nicht nur der Tempel ist ein Geheimnis, auch der Fremdenführer trägt etwas mit sich herum, das die beiden Touristen teuer bezahlen müssen…
FAZIT:
Mit 12 neuen kurzen Geschichten präsentiert der zweite Band zur Erfolgsserie Fringe eine ganze Menge an Abenteuern die direkt oder indirekt mit der Serie verknüpft sind. Seien es die Vorgeschichten einiger Protagonisten, kurze Abenteuer neben der Serie oder auch kleine humorvolle Anekdoten die sich einfach nur einiger Nebendarsteller bedienen. Aber eines haben alle Geschichten gemeinsam. Sie verbindet das Schema. Jede der Handlungen ist oder aber könnte vom Schema beeinflusst worden sein.
Zeichnerisch wissen fast alle Stories zu überzeugen. So ist nach meinem Empfinden zumindest keine der Geschichten ein visueller Totalausfall. Im Gegenteil. Bei sehr vielen der Geschichten passt der jeweilige Zeichenstil zum Charakter der Geschichte und wirkt somit erweiternd und ergänzend um die Stimmung ideal zu transportieren.
Somit ist auch dieser Band wieder einen gelungene, wenngleich auch nicht so wichtige, Ergänzung zur Serie und kann Fans und Freunden von Fringe bedenkenlos empfohlen werden.
Alle die mit Fringe nichts anfangen können, sollten mal Probe lesen, da die Geschichten ohne Vorwissen nicht so einfach zu verstehen sind, da sie an sich gesehen, relativ konfus und wirr wirken könnten.

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Universe #4 [Infinity, April 2003]

Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit der vierten und vorletzten Ausgaben von Paul Jenkins‘ und Clayton Crains Höllentrip „Universe“ weiter. Nur noch eine Ausgabe trennt uns dann vom großen Finale…

Universe #4

Langsam aber sicher wird es ernst für Tom als Mister Black ein paar Dämonen mit wirklich schlagkräftigen Höllenwaffen austattet um die höllische Wirtschaft zum Erliegen zubringen. Denn auch die Hölle funktioniert nur wenn gewisse Werte existieren mit denen gehandelt werden kann. Im höllischen Sinne sind es zwar Seelen, aber wenn die teuflisch heisse Börse zusammenbricht ist auch in der Unterwelt nichts mehr so wie es wahr. Doch Tom hat noch ein paar andere Probleme. So wird er inzwischen dauerhaft von Engeln beobachtet. Darum will Tilly mit ihm und ihrer Mannschaft ein schönes Picknick in unberührter Natur erleben als plötzlich das Chaos losbricht…
FAZIT:

Man merkt das sich die Geschichte dem Ende neigt. Handlunsgstränge werden zusammengezogen und die Hintergrundhandlung vorangetrieben. Leider leidet unter dieser merklichen Hetze ein wenig das Gesamtbild das sich bisher aufgebaut hat. Dabei enstehen einige Handlungs- und Logiklöcher. Relevanzen werden aufgeboten die bisher vollkommen unerwähnt blieben und Figuren verschwinden einfach, obwohl sie bisher sehr wichtig zu sein schienen.
Entweder ist dies ein gewollter und sehr geschickter Schachzug von Jenkins, oder aber er musste so handeln weil er wusste das der Serie kein langes Leben beschienen ist.
Mal sehen was das Finale in Band 5 mit sich bringt…

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“Universe” #1 [Infinity, Juni 2002]

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Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 9) – Die Comics von Epsilon und Salleck

Langsam aber sicher nähere ich mich dem Ende der Gratis Comic Tag-Reviews. Voraussichtlich am Freitag wird es dann die letzte Review geben, bevor ich am Wochenende (wenn es gewünscht wird, Meinungen dazu gerne in den Kommentaren) eine kurze Zusammenfassung machen werde. Aber heute werden erst einmal die Beiträge von Salleck Publications und Epsilon unter die Lupe genommen…

Aldebaran: Die Katastrophe (Gratis Comic Tag 2012)

Über einhundert Jahre ist es nun her das die Kolonisierung des erdähnlichen Planeten Aldebaran 4 begann. Ebenfalls über 100 Jahre ist es aber auch her, das die letzten Kolonialschiffe spurlos verschwanden und der Funkkontakt mit der Erde abgerissen ist. Seitdem müssen die Menschen auf Aldebaran 4 alleine zurecht kommen.
Bisher klappt dies auch ganz gut. Doch seit kurzem ereignen sich immer wieder seltsame Begebenheiten. Ein Nestor (ein walähnlicher Fisch mit Armen) strandet am Ufer, Tiefseefische kommen zum sterben an die Oberfläche und Blaue Schwimmer (ein Vogel ohne Beine der nur auf dem Meer lebt) fliegt gen Festland. Als dann auch noch ein Fremder ins kleine Fischerdorf kommt und von einem Meerestier berichtet das diese Ereignisse hervorruft, wird ihm keinerlei Glauben geschenkt.
Aber am nächsten Tag, als eine Reporterin auftaucht die den mysteriösen Fremden sucht, ereignen sich die wohl seltsamsten Vorfälle. Das Meer wird zu einer Art Gelee in dem plötzlich eine Säule auftaucht und das Fischerdorf wird heimgesucht und niemand ausser ein paar Kindern überlebt dieses schreckliche Unglück.
Ab da beginnt eine unglaubliche Reise um die Wahrheit und das Schicksal von Aldebaran und die beiden Kinder Marc und Kim sind Teil dieses Abenteuers…
FAZIT:
Ich bin ganz ehrlich. Anfangs konnte mich „Aldebaran“ so überhaupt nicht reizen. Die ersten Seiten plätschern trotz wichtiger Ereignisse irgendwie nur so vor sich hin. Zwar passiert nicht wenig und es hat auch alles Relevanz für die Geschichte aber es stellt sich kein richtiger Lesefluss ein.
Erst ab der zweiten Hälfte nimmt das Ganze an Fahrt auf und das obwohl weitaus weniger wichtiges passiert als in der ersten Hälfte. Dennoch ist „Aldebaran“ im ganzen gesehen durchaus interessant und lesenswert. Die Zeichnungen sind schon als fast typisch Franko-Belgisch zu bezeichnen. Sehr realistisch mit einer klaren Richtung in Fantasy/Science Fiction.
Insgesamt also durchaus etwas besonderes, aber man muss isch damit anfreunden können.

Die Pauker/Die Zauberschule Abrakadabra (Gratis Comic Tag 2012)

Der alltäglich Stress und das Chaos an den Schulen kennen viele. Doch nicht nur die Schüler haben es schwer, denn auch die Lehrer haben so ihre Problemchen. Seien es nun die unbelehrbaren Schüler, die Kollegen mitsamt dem Rektor oder auch neugierige Inspektoren. Aber auch die Lehrer haben so ihre Mittel und Wege sich Luft zu machen und Gehör zu verschaffen, wenn es sein muss auch manchmal mit einer Explosion…
Anders hingegen geht es in der Zauberschule Abrakadabra zu. Zwar sind auch dort die Schüler typische Vertreter ihrer Gattung, aber Zauberlehrlinge sind dann doch ein wenig „gefährlicher“ beziehungsweise haben ihre Streiche weitaus aufsehenerregendere Auswirkungen als normale Schülerstreiche. Doch das ist alles nicht so schlimm wenn man einen netten Zauberlehrer hat, der auch gerne mal seinen Zauberstab zum Spaß schwingt…
FAZIT:
Der Beitrag von Salleck Publications ist das was es eben ist. Funny. Besonders angetan haben es mir persönlich „Die Pauker“. Als alter Freund der „Die Lümmel von der ersten Bank“-Filme gefällt mir diese Serie besonders, wenngleich ich auch sagen muss das man sich nicht so sehr viel davon auf einmal geben kann. Aber wohl dosiert sind diese Geschichten sehr unterhaltsam.
Aber auch die Zauberschule ist nicht schlecht, jedoch fällt es für meinen Geschmack im direkten Vergleich ein wenig ab. Denn leider sind einige der Gags zu vorhersehbar. Dafür sind aber die Zeichnungen in beiden Geschichten sehr passend und wissen von Anfang bis Ende zu gefallen.
Zusammenfassend kann ich also sagen, das dieses Heft ein gelungener und witziger Beitrag ist der sehr viel Spaß macht.

Zwar habe ich jetzt jeden Tag dem Comic Attack in Erfurt gedankt, aber deswegen werde ich das heute nicht auslassen. Vielen Dank an die Jungs.