Hack/Slash 1-3: Der 1. Schnitt/Tödliche Fortsetzung/Freitag, der 31. (Cross Cult, Oktober 2007/Juli 2008/August 2009)

So, da ich die ersten 3 Bände dieser Serie in einem Rutsch gelesen hab, werd ich das Ganze etwas zusammenfassen.

Zur Story:

Cassie Hack ist die letzte Überlebende einer Slasher-Attacke (Slasher sind so etwas wie Serienmörder, nur erstehen Slasher wieder von den Toten auf. Die Außenseiterin reist mit ihrem entstellten Kumpel Vlad durch die Lande (sprich: Die USA), um Slasher zur Strecke zu bringen, dabei erledigen die beiden in den ersten 3 Bänden folgende Fälle bzw. Slasher:

  • Die Geschichte der Lunch-Lady oder auch Cassies „Origin“ (typische Außenseitergeschichte, mit einer Folge der Simpsons kombiniert  :omg: ).
  • Ein paar Cheerleader werden von einem maskierten Kerl in einem Camp (am Crystal Lake?) gemeuchelt, dieser entpuppt sich jedoch als einfacher Serienkiller.
  • Ein ehemaliger Veterinär terrorisiert ein kleines Kuhkaff mit seinem Friedhof der Kuscheltiere
  • Ein religiöses Slasher/Serieniller-„Paar“ vergnügt sich auf Americas größtem, öffentlichem Fuckfest … ähm ich meine Amerikas größter Spaßveranstaltung, dem Spring Break (hat man auch schon 100 mal gesehen).
  • 2 Zwillingsbrüder, auch eher Serienkiller, wenn ihr mich fragt, slashen sich durch eine Comiccon (hier hätte der religiöse Slasher vom Spring Break, was das Aussehen angeht, wohl besser hingepasst).
  • Ein Junge namens Freddy Krueger … Sorry ich meine natürlich Ashley Kramer tötet Kinder im Schlaf … Nuff said!
  • Cassie & Vlad werden zu einer Forschungseinrichtung geführt, wo Slasher (u.a. „Pinhead“ und „Pennywise“) auf ihre Regenarationsfähigkeiten untersucht werden, um eine neue Faltencreme herzustellen. :tick:  Unnötig zu erwähnen, dass die Slasher ausgerechnet an diesem Tag ausbrechen …
  • Cassie muss Vlads Körper retten, da die Serienkillerin vom Spring Break ihren Körper mit dem des Riesen getauscht hat … Hilfe bekommt das Gothic Chick hierbei vom Voddoo-Master himself: Der Mörderpuppe Chucky … oder Chuckie (ja Seeley gingen hier wohl die Ideen aus, um Ideen abzukupfern war er scheinbar auch zu faul, deswegen transportiert er jetzt eben bekannte Filmslasher 1 zu 1 in seine Comics und kann sich nicht mal entscheiden wie sie richtig heißen, epic Writers ftw).
  • Ein paar Jungfrauen verschwinden, eine kiss-ähnliche Glamrock-Band samt satanistischer Texte soll damit in Verbindung stehen (klingt neu? Nein? Ist es auch nicht!).
  • Verschiedene, kleinere Fälle wie: An Weihnachten kommt Vlad, Slasher im Weltall und Cass & Vlad vs. die Slasher-Version des weißen Hais.

Fazit:



Die positiven Dinge sind für mich: Die Aufmachung des Comics, die Zeichnungen passen auch und das Team Cass/Vlad geben der Serie etwas Tiefe … Ach so die Vlad-Sex-Sache war auch noch ganz lustig. Bevor ich die negativen Sachen erwähne, muss ich zugeben, dass ich kein eingefleischter Slasher-Fan bin, dennoch habe ich einige der Filme, die hier Paten standen, gesehen. Ich fand also, dass eine Serie, die diese Trash-Streifen auf die Schippe nehmen will, durchaus Potenzial hat. Umso ernüchternder war es festzustellen, dass dieses Potenzial hier nicht wirklich genutzt wird. Die Serie ist (bis zu Band 3 mal auf jeden Fall, was meine Meinung angeht) flach, unlustig und einfach nur sinnlos (es gibt keinen wirklichen, roten Faden) … die Ideen, die man hier hatte wurden kopiert, was ok wäre, wenn die Kopie wenigstens einen Sinn hätte, hat sie hier aber nicht: Die Stories sind fade und vom Design her haben mir nur der Prediger aus der Spring Break-Story und die Comiczwillinge „gefallen“ (die Zwillingsidee war zumindest mal was anderes für mich). Übrigens fängt band 2 mit der bescheuertsten Einleitung an, die ich je gelesen hab.

Mein Rat: FINGER WEG!

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Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 4) – Die Comics von Weissblech und Kazé

Heute gibt es auch schon Teil vier der Reviews zu den Gratis Comic Tag-Comics von Weissblech und dem neuen Manga und Anime-Label Kazé…

Horror Schocker (Gratis Comic Tag 2012)

Wie jedes Jahr liefert auch dieses mal Weissblech eine Mischung aus seinem Horror- und Science Fiction-Programm.
In der ersten Geschichte „Die Chroniken von Sol“ will eine außerirdische Rasse einen Vorposten auf der Erde errichten und um sich ein wenig über uns Erdlinge zu informieren, werden zwei Kundschafter entsandt und landen bei einem Comicshop, den sie für eine Aufbewahrungsort der irdischen Chroniken halten…
Das zweite Abenteuer erzählt von einem betrogenen Mann der aus seinem Grab entsteigt um Rache an seiner Frau und dessen vermeintlichen Liebhaber zu nehmen. Aber was er dann entdeckt lässt sogar ihn erschaudern…
Die dritte Geschichte handelt von einem 17-jährigen Mädchen welches nach einer Abi-Party um fünf Uhr auf dem Weg nach Hause ist und allerlei angsteinflösende Situationen erlebt. Auch den vorangegangenen Abend, an dem ihr ihre Mutter klar machen will welche Gefahren überall lauern. Doch was ihr am Ende widerfährt, hatte si nicht kommen sehen…
Im letzten Comicbeitrag wandelt eine Frau auf einem Schlachtfeld umher auf der Suche nach ihrem Mann. Doch was sie findet sind nur eine Menge an verwundeten Kriegern die sie bitten ihnen den Gnadenstoss zu versetzen. Doch die junge Frau bringt es nicht über das Herz. Plötzlich findet sie den Herzog der sie bittet ihm aufzuhelfen um eine neue Armee aufstellen zu können, und die junge Frau trifft eine Entscheidung…
FAZIT:
Viel schlechtes kann man zu den Weissblechcomics eigentlich nicht sagen, wenn man denn nicht so gar kein Faible für Horror oder Science Fiction hat. Sie versprühen den Charme der klassischen Horrorkurzgeschichtencomics und die Zeichnungen sind immer passend zu den Storys. Dies ändert sich zum Glück auch diesmal nicht und so ist der diesjährige Beitrag wieder eine gelungene Mischung und eine perfekte Präsentation für den Verlag.

Blue Exorzist (Gratis Comic Tag 2012)

Rin ist ein Waisenkind und ein Versager. Er hat keine ordentliche Ausbildung und auch keinen Job. Statt dessen prügelt er sich lieber. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder wächste er bei einem Pater und anderen Kindern auf. Doch eines Tages als er auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch ist ändert sich sein ganzes Leben. Rin sieht kleine schwarze „Kohletierchen“ die vorher nicht dagewesen zu sein scheinen…
FAZIT:
Blue Exorzist ist schon fast ein klassischer Dämonen-Manga. Ein Junge der plötzlich Kräfte erhält und sich entschließt mit Hilfe dessen gegen das Böse auszuziehen. Aber auch dieser Manga hat einen gewissen Reiz. Vor allem was die Beziehung zwischen Rin und seinem plötzlich aufgetauchten Vater betrifft, der so ganz andere Pläne mit seinem Sprößling hat.
Auch zeichnerisch ist alles gewohnt solide. Es weiß zu gefallen und ist nicht zu experimentell. Stellenweise erinnern die Zeichnungen und das Charakterdesign ein wenig an Naruto, was jetzt nicht wirklich etwas schlechtes ist.
Insgesamt also ein solider und unterhaltsamer Manga, der durchaus Lust macht zu erfahren wie es mit Rin weitergeht.

Akuma To Love Song (Gratis Comic Tag 2012)

Manchmal spielt das Leben schon seltsame Karten aus. Maria Kawai wird allgemein als ein Biest verschrien und dabei hat sie doch nur das Pech eine Gabe zu besitzen die andere in ihrer Umgebung immer schlecht aussehen lässt. Maria kann mit wenigen Blicken sofort den Charakter eines Menschen ausmachen und sagt dies leider auch ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Als sie nun durch einen Vorfall an dem St. Katria Mädcheninternat an eine neue Schule kommt und sie eigentlich alle Zähler auf Null setzen könnte, entwickelt es sich Anfangs wie sie es gewohnt ist. Alle tratschen über sie und verachten sie, aber zum Glück gibt es auch noch die zwei Jungs Yusuke Kanda und Shin Meguro die so überhaupt nicht hinnehmen wollen, was Maria ihnen da auftischt…
FAZIT:
Was wäre der Manga-Markt ohne die typischen Romantic-Love-Girlie-Mangas? Langweilig. Genau das ist dieser Manga nämlich eben nicht. Jeder kennt es vielleicht noch aus der Schule das man sich bewusst oder auch unbewusst einem Image verschrieben hat und dieses dann nicht mehr los wird. Oftmals ist nur noch der Wechsel der Schule eine Möglichkeit neu zu beginnen. Aber es ist nicht so einfach, sich einmal angeeignete Verhaltensparameter wieder abzutrainieren, damit man nicht wieder in das gleiche Schema verfällt.
Ähnliches will dieser Manga aussagen mit seiner Protagonistin die aber neben ihrer Gabe den Charakter zu erkennen auch noch die Fähigkeit hat wunderschön singen zu können. Und somit steht auch jedes der Kapitel unter der „Schirmherrschaft“ eines Songs, wie im ersten Kapitel eben „Amazing Grace“ das auch sehr schön den Grundtenor dieses Kapitels einfängt.
Nicht nur für Mädchen oder eben Frauen, kann dieser Manga sehr unterhaltsam und aufschlussreich, oder eben auch mit Erinnerungen behaftet sein. Gelungen aber typische Zeichnungen unterstützen das durchaus positive Gesamtbild.

Wie schon die letzten Tage möchte ich auch heute wieder meinem Comicshop Comic Attack in Erfurt danken. Und bevor jemand dies missversteht, es handelt sich hier nicht um bezahlte Werbung oder andere Gefälligkeiten. Ich bin einfach rundum zufrieden mit den Jungs und dem netten Entgegenkommen, so das ich gerne freiwillig dies auch mitteile.

Supernatural #2: Origins [Panini, August 2010]

Heute geht es weiter mit den Winchesters und einer idealen Ergänzung zur Top-Serie „Supernatural“. Diesmal geht es, anders als in Band 1, nicht um die Abenteuer die Dean und Sam mit ihrem Vater seit dem Tod der Mutter erlebten, sondern wie, damals 1983, ihre Mutter starb und es dann weiterging…

Supernatural #2: Origins

1983. Die Tragödie der Winchesters beginnt. Es ist der Abend an dem Mary Winchester auf mysteriöse Weise ihr Leben verliert. Und so beginnt kurz danach die Odyssee von John Winchester auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau. Er ist aber auch noch nur ein unbedarfter Familienvater und kein brutaler Dämonenkiller, doch er erhält Hilfe von einem ihm unbekannten Jäger. Von nun an ziehen die beiden umher, verfolgen Spuren, räumen nebenbei ein paar weniger wichtige Dämonen beiseite, bis sie endlich den Hinweis auf den Mörder seiner Frau finden.
Sofort machen sich John und sein Kumpel auf den Weg nach einem Höllenhund, dem ein Zahn fehlt, aber die Reise ist alles andere als einfach. Seltsame Phänomene stellen sich ihnen in den Weg, bis sie endlich am Ziel ihrer Reise angelangt sind. Was John jedoch dort erfährt und erlebt ist weitaus mehr als ein Mensch ertragen kann…
FAZIT:
Das wie und warum wurde zwar in der Serie schon immer ein wenig angedeutet, doch wie aus John der taktierende und brutale Jäger wurde, der er dann war, war bisher immer ein kleines Geheimnis. Diese Miniserie will die Lücke nun schließen, und schafft das auch relativ gut. Zwar gibt es noch immer Fragen und auch kleine Ungereimtheiten gegenüber der Serie, aber ansonsten ist es ganz gelungen. Auch das mal ein wenig mehr der Fokus auf John liegt und weniger auf Dean und Sam ist etwas besonderes. Zwar sind Dean und Sam die Hauptprotagonisten der Serie, doch immerhin treten sie das Erbe ihres Vaters an, von daher hatte ich mir schon immer gewünscht zu erfahren wie es denn dazu kam.
Zeichnerisch ist der Band in Ordnung, auch wenn der etwas minimalistische Strich nicht überall perfekt passt. Dennoch machen die Zeichnungen einen irgendwie ganz besonderen Reiz aus, den ich nicht so einfach erklären kann.

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Ähnliche Artikel:
„Supernatural #1: Der verlorene Sohn“ [Panini, Februar 2010]

Universe #3 [Infinity, Februar 2003]

Nach etwas längerer Zeit geht es heute wieder mit dem dritten Band von Universe weiter. Paul Jenkins Trip in die Hölle oder dessen was er sich darunter vorstellt. Und nachdem gestern Crain bei Carnage – Familienfehde seine aktuellen Fähigkeiten zeigen konnte werfen wir hier einen kleinen Blick zurück…

Universe #3

Manchmal muss man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Das muss auch Tom feststellen als er erneut in die Hölle muss um dort jemanden zu finden der in den 80er Jahren beim schwarzen Börsenmontag den schnellsten Weg von einem Hochhaus gesucht hat. Doch so einfach ist dieser Jemand nicht zu finden, denn er befindet sich bei der gefürchtetsten Person der Hölle, dem Schaffner. Dieser bringt mit dem Zug alle in den siebten Kreis der Hölle, doch niemand kehrt von dort zurück. Bis auf den Schaffner und eben jener gesuchten Person.
Ausserdem muss Tom nach diesem Erlebnis von welchem er erfolgreich wieder „heimkehrt“ noch einmal in die Hölle. Doch diesmal aus persönlichen Gründen.
So hat er in seiner Zeit als Priester jemandem einen Rat gegeben von dem er dachte das dies die richtige Entscheidung wäre, aber das Ganze wurde eine Familientragödie als der Hilfesuchende seine Frau und seine beiden Kinder ermordete bevor er sich selbst das Leben nahm. Nun fristen die Vier in der Hölle ihr Dasein und Tom fühlt sich in der Pflicht wenigstens die Kinder und die Frau davon zu befreien…
FAZIT:
Toms Reisen in die Hölle sind wahrlich etwas besonderes. Düster, schräg und vollkommen chaotisch. Das macht Spaß und unterhält wirklich sehr gut. Die Story an sich zieht sich leider noch immer etwas. Man hat als Leser irgendwie keine Ahnung wo das Ganze hinführen soll. Auch Jenkins scheint das wohl nicht so wirklich klar zu sein, zumindest hat es inzwischen den Anschein. Auch Crains Zeichnungen werden irgendwie immer verkorkster. Zwar sehen die Dämonen sehr gut aus (wofür ja sein Stil irgendwie passen ist) aber die Menschen werden zu Abziehbildern von Dali.
Ich bin mal gespannt wohin die Nummer 4 der Reihe führt…

Ähnliche Artikel:
„Universe“ #2 [Infinity, Oktober 2002]
„Universe“ #1 [Infinity, Juni 2002]

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Stephen Kings – The Stand #1: Captain Trips [Panini, März 2010]

In meinem heutigen Artikel widme ich mich dem ersten Band der Comicadaption von Stephen Kings – The Stand. Mit Captain Trips legt beginnt das Grauen…

The Stand – Das letzte Gefecht #1: Captain Trips

Das Schicksal der gesamten Menschheit beginnt als ein junger Familienvater zusammen mit seiner Frau und seinem Baby vor einer unbekannten Bedrohung flüchtet. Auch das er offenbar erkältet zu sein scheint, bringt ihn nicht von seinem Vorhaben ab durch halb Amerika zu reisen. Schließlich rast er in die Tankstelle von Bill Hapscomb, doch für seine Frau und sein Baby kommt jede Hilfe zu spät. Stattdessen setzt er unbewusst etwas frei was sich bald „Captain Trips“ nennt. Eine Krankheit oder auch Seuche die fast jeden Menschen tötet der sich mit ihr infiziert.

Ein kleiner Unfall setzt das Massensterben in Gang...

Ein kleiner Unfall setzt das Massensterben in Gang...

Doch es gibt offenbar auch Menschen die immun zu sein scheinen. Aber auch diese haben ein Schicksal welches fast noch schlimmer als der Tod ist. Dies muss zumindest Stu Redman erkennen, der ebenfalls an Hapscombs Texaco Tankstelle war als jener unbekannte seine tödliche Fracht freigesetzt hat.

Bei Mama ist es doch immer noch am schönsten. Auch wenn man ein erfolgreicher Musiker ist...

Derweil findet der gerade erfolgreich gewordene Larry Underwood seinen Weg nach Hause zurück. Vor wenigen Monaten hat er erst geschafft was sich viele wünschen. Er landete einen amerikaweiten Hit und wurde binnen kürzester Zeit zum Superstar. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten und so sieht er die einzige Möglichkeit des Rückzuges in der Rückkehr zu seiner Mutter, die immer eine Konstante in seinem Leben darstellte als er noch der junge Mann von nebenan war.

Ein Mensch der einem Halt gibt bei allem was einem das Leben entgegenbietet...

Auch die junge Frannie Goldsmith die vor kurzem erst von ihrem Freund schwanger wurde sucht das heimische Nest wieder auf. Doch ihre Mutter ist alles andere als erfreut. Einzig ihr Vater steht seiner Tochter bei, hat aber leider nicht viel in dieser Partnerschaft zu sagen. So schafft si es zwar ihrem Vater direkt und unverfänglich ihre Situation zu schildern, doch bei ihrer Mutter fehlt ihr der Mut.

Auch in seinen Träumen erlebt der taubstumme Nick Andros den Horror der ihm bevorsteht...

Zwischenzeitlich muss sich unterdessen auf der Route 27 der taubstumme Nick Andros um sein Leben kämpfen als er von einer Gruppe Rowdys angegriffen wird. Er weiß sich zwar tapfer zu wehren, aber muss sich letztendlich dennoch geschlagen geben und wacht erst am nächsten Tag im örtlichen Gefängnis wieder auf, wo er sich dem Sheriff gegenüber zu erklären versucht.

Der Mann der unter vielen Namen bekannt ist. In diesem Fall...
...Randall Flagg.

Immer weiter greift das Chaos und der Tod um sich und ruft einen unbekannten aber dafür sehr gefährlichen und mysteriösen Mann auf den Plan der unter vielen Namen bekannt ist, aber in diesem Fall nennt er sich einfach nur Randall Flagg…
FAZIT:
Der erste Band der Umsetzung von Stephen Kings „The Stand“ bringt alles mit was auch schon das große und umfassende Vorbild auszeichnete. Bis ins Detail ausgefeilte Charaktere die binnen kürzester Zeit eine emotionale Bindung zum Leser aufbauen, eine nervenzerfetzende Spannung und dramatische Ereignisse die einen nicht mehr loslassen wollen. Roberto Aguirre-Sacasa schafft es den Roman gekonnt zu adaptieren ohne das Langeweile aufkommen könnte oder aber wichtige Details verloren gehen. Unterstützt wird er dabei vom Zeichner Mike Perkins, der die Dramatik und den Horror gekonnt in Szene zu setzen weiß und sich nicht davor scheut all den Ekel und die Gewalt in schonungslosen Bildern zu zeigen, ohne dabei in allzu bekannte Nischen und Probleme abzudriften. Die Zeichnungen wirken immer als wäre es nur ein Abbild des realen Lebens und nicht als wäre es die kranke Fantasie eines Verrückten. Auch die Farbgebung von Laura Martin trägt ihren Teil dazu bei. Es wechselt von fröhlichem und lebensbejahendem hellen grün, gelb und blau zu melancholischen gedeckten braun, grau und dunkelrot.
Ein Punkt der ebenfalls ganz bewusst und massiv auffällt ist das Spiel mit schwarzen und weißen Panelumrandungen. Je nach Situation und Storywendung werden hier auch ausserhalb der Bilder Emotionen vermittelt, die man als Leser so direkt aber überhaupt nicht realisiert. Erst im Nachhinein merkt man das die vergangenen Seiten einen besonders erfreut hat oder emotional mitgenommen haben, und erst dann fällt einem der Wechsel der Panelumrandung wirklich auf.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser erste Band ein gelungener Start für Stephen Kings – The Stand ist und schon Lust auf mehr macht. Selbst wenn man, wie ich als King-Fan sowieso, das Vorbild schon kenne, sowohl den Roman als auch die filmische Umsetzung, so werden einem dennoch neue Blickwinkel und Einzelheiten präsentiert, die man so vielleicht noch überhaupt nicht kennt oder aber bisher nicht wahrgenommen hat. King-Fans sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren und alle anderen die dramatischen Psycho-Endzeithorror nicht abgeneigt sind, werden auch bestens bedient.

Hardcoverausgabe

Limitiertes Hardcover inkl. Druck

„The Stand #1: Captain Trips“ erschien im März 2010 bei Panini in drei verschiedenen Versionen. Die günstigste Variante war das Softcover für 16,95€ welches auch noch immer von Verlagsseiten lieferbar ist. Die nächste Version war das Hardcover für 24,95€. Diese Ausgabe ist genau wie das limitierte Hardcover mit beigefügtem Druck für 34,95€ aber bereits Verlagsvergriffen. Die beiden Hardcover sind leider nur noch über Comicmarktplätze, Ebay oder Amazon zu beziehen.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010-2012 Marvel & Subs, Panini

Universe #2 [Infinity, Oktober 2002]

Heute mache ich mit der zweiten Ausgabe von Universe weiter, damit sich Tom endlich um seinen Gaststar kümmern kann…

Universe #2

Nach seinem Gespräch mit Nick findet sich Tom in der Hölle wieder. Dort soll er jemanden finden um ihm eine Nachricht zu überbringen. Bei dieser Person handelt es sich um niemand geringeren als Jackie Estacado, den Träger der Finsternis (auch bekannt als The Darkness). Auf dem Weg dorthin trifft Ton sowohl auf den bekannten Höllenhund Zerberus als auch auf den Fährman Charon der ihn über den Fluss Styx in den zweiten Kreis bringen soll.
Auch auf der Erde geschehen inzwischen wichtige Dinge. Ein sehr mächtiger Mann, Mister Black, schmiedet seine Pläne indem er Dämonen gegeneinander ausspielt, denen er seine Seele versprochen hat. Und auch er hat sehr starkes Interesse an Toms neuen Spielzeug, und so lässt er Tom und Tilly von seiner Kampftruppe aufsuchen um sich das Amulett zu sichern. Doch Tilly hat sich dank ihrer Fähigkwit in die Zukunft zu sehen, darauf vorbereitet…
FAZIT:
Jenkins Interpretation der Hölle als identisches Gegenstück zur Erde hat schon etwas wirklich atemberaubendes an sich. Auch Crains Zeichnungen passen fast perfekt zu dieser verzerrten und chaotischen „Unterwelt“. Die Geschichte an sich, besonders als Tom wieder aus der Hölle heraus ist, plätschert derzeit leider nur mäßig vor sich hin, so das dass Ganze ein wenig ins stocken gerät. Auch gibt es zu wenig wirkliche Überraschungen. Vieles ist zu vorhersehbar und ehrlich gesagt fast langweilig.
Ich hoffe doch das dies in der nächsten Ausgabe wieder ein wenig anzieht…

Ähnliche Artikel:
Universe #1 [Infinity, Juni 2002]

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Supernatural #1: Der verlorene Sohn [Panini, Februar 2010]

Mit dem heutigen Artikel schlage ich mal wieder eine Brücke von der Serie zum Comic. Mit den Supernatural-Comics die Panini seit Anfang 2010 veröffentlich erhält der Serienfan eine wunderbare Ergänzung zu seiner Lieblingsserie, oder ist es nur Geldschneiderei? Dem werde ich auf den Grund gehen…

Supernatural #1: Der verlorene Sohn

John Winchester ist nun schon ein paar Jahre unterwegs auf der Suche nach dem Dämon der seiner Frau das Leben genommen hat. Sam der inzwischen im Schulkindalter ist, hat noch keinerlei Erfahrungen mit dem was sein Vater durch die gesamte USA treibt und Dean im Gegensatz dazu ist seinem Vater fast hörig.
Während also John sich die Nächte um die Ohren schlägt um Dämonen zu jagen, passt Dean auf seinen jüngeren Bruder Sam auf, erzählt ihm Lügen über die Arbeit ihres Vaters und versucht so Sam von all dem Unglück noch ein wenig fernzuhalten.
Doch es kommt der Punkt und Tag an dem John seine Kinder in diesen Kampf mit hineinzieht und ab diesem Punkt bleibt ihm keine Wahl mehr…
FAZIT:
Für Fans der Serie (und dazu zähle ich mich auch) ist dieses Werk natürlich mehr als nur eine Comicadaption. „Der verlorenene Sohn“ erzählt die Vorgeschichte zur Serie und vermittelt somit einen tieferen Einblick in die Beweggründe und das Verhalten von Sam und Dean und ihrer Beziehung zu ihrem Vater. Zwar schafft es diese 6-teilige Miniserie nicht die Stimmung der Serie so gut einzufangen wie ihr großes TV-Vorbild, dennoch wird auch hier das mysteriöse und gruselig/brutale groß geschrieben. Leider vermisse ich etwas den Humor der Serie. Dieser Band ist wesentlich ernsthafter und auch melancholischer als die bisherigen Staffeln. Dennoch denke ich dass gerade Kenner und Fans der Serie hier bedenkenlos zugreifen können, da es gute Unterhaltung im Stil der Serie ist. Alle die Supernatural bisher nicht gesehen haben, oder es bewusst nicht sehen wollten, können trotzdem mal einen Blick riskieren, denn vielleicht wird so eine ungewollte Sympathie zur Serie geweckt.

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Doubt #4 [Carlsen, Juli 2011]

Der heutige Artikel beschließt auch schon mit dem vierten Band, das Finale und die Serie „Doubt“. Demnächst werde ich mich dann auch schon der Nachfolgeserie „Judge“ widmen, von der bereits zwei Bände erschienen sind.

Doubt #4

Yu findet sich in der Gewalt des Wolfs wieder und bei diesem handelt es sich um niemand anderen als seine Freundin Mitsuki. Doch ihre Beweggründe scheinen Yu alles andere als verständlich zu sein. Und als sich dann auch noch herausstellt das Hajime ein Undercover-Cop ist und Mitsuki nicht aus eigenem Antrieb gehandelt hat, sondern von jemand anderem gesteuert wurde wird Yu klar das er die Beiden vor dem echten Wolf retten muss. Doch das Abenteuer ist noch längst nicht überstanden…
FAZIT:
Das Finale von Doubt ist zwar alles andere als die Offenbarung, macht aber dennoch sehr viel Spaß. Vor allem mit seiner Kehrtwendung die ich persönlich so nicht erwartet hätte. Und so schafft es dieser wirklich gute Thriller bis zur letzten Seite zu fesseln und stimmt mich schon so richtig auf die Nachfolgeserie Judge ein. Ich kanns kaum erwarten.

Ähnliche Artikel:
Review: Doubt #3 [Carlsen, April 2011]
Review: Doubt #2 [Carlsen, Januar 2011]
Review: Doubt #1 [Carlsen, Oktober 2010]

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Hellblazer #1: Erbsünde (1) [Schreiber & Leser, Oktober 1998]

Mit dem heutigen Artikel begebe ich mich ein wenig in die Vergangenheit. Genaugenommen in die späten 80er Jahre und zum Start der Vertigo-Reihe „Hellblazer“ die sich um den etwas mysteriösen und seltsamen John Constantine und seine Abenteuer dreht…

Hellblazer: Erbsünde #1

Alles beginnt damit das ein Mann verhungert trotzdem er sich die ganze Zeit mit Essen voll stopft. John Constantine kehrt nach einem tragischen Ereignis aus den USA nach England zurück. Doch was ihn da in seiner Wohnung erwartet überrascht selbst ihn. Einer seiner alten Freunde sitzt vollkommen verstört und verängstigt mit Käfern und Fliegen übersät in der Badewanne. Schuld daran ist ein alter Dämon den jener Freund als eine Art Hobby aus einem kleinen sudanesischen Jungen austreiben wollte, wo dieser von einem alten Shamanen gebannt worden war. Doch die Jagd ist nicht so einfach, da sein Freund aus lauter Verzweiflung ein Paket mit dem Dämon in die USA zu John geschickt hatte. Seitdem treibt er nun dort sein Unwesen, und so müssen John und sein Freund Gaz in die USA zu Papa Midnite einem alten Voodoo-Zauberer und ihn um Hilfe bitten. Dabei trifft John auch auf ein paar alte „Geister“ aus seiner Vergangenheit, und es werden immer mehr werden…
Als nächstes verschlägt es John in die Kreise satanischer Seelenbroker, welche mit einfachen Mitteln die Gier im Menschen wecken und sich dann so ihrer unsterblichen Seelen bemächtigen. Doch John scheint dies nicht sofort zu bemerken und begibt sich dadurch selber in höchste Gefahr. Doch die Ernte der Seelen könnte noch viel größer ausfallen wenn John nichts dagegen unternimmt und dies kann er nur wenn er in die Höhle des Löwen vordringt…
Zuletzt wird Constantines kleine Nichte das Opfer eines Serienmörders, oder zumindest fällt sie in dessen Hände. Ein wenig schuld daran sind aber auch die Eltern der kleinen Gemma, welche sich seit kurzem in einer seltsamen Sekte wohler fühlen, als in der eigenen Familie. Doch John würde seine kleine Nichte niemals im Stich lassen und so reist er los um sie zu retten…
FAZIT:
Die ersten eigenen Abenteuer von John Constantine, welcher seinen ersten Auftritt innerhalb der Swamp Thing-Reihe hatte, sind düster, mysteriös und fantastisch. Geister, schwarze und weiße Zauberei und Magie, Dämonen und ganz normale Probleme und Ereignisse bevölkern die Welt des ruhelosen John Constantine. In seinem Mantel, immer mit einer Zigarette ausgestattet, kaum schlafend und essend, reist er umher, um die Welt der anderen sicherer zu gestalten.
Der Character bzw. die Figur des John Constantine wirkt noch etwas unausgereift und ein wenig steif, gleiches gilt für die Zeichnungen die noch nicht so ganz zur Stimmung passen. Oftmals sind sie zu minimalistisch und dunkel, an anderen Stellen wiederum zu detailliert mit zu vielen Bilddetails, so das dass ganze überladen wirkt und ein wenig ablenkt.
Alles in allem ist es aber schon ein sehr guter Start und bietet noch einiges an Potential…

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Doubt #3 [Carlsen, April 2011]

Heute geht es mit dem dritten Band des Mystery-Horror-Thriller-Drama-Mangas „Doubt“ weiter und in diesem Band wird auch schon einiges aufgeklärt. Doch wer ist wer und wem kann man noch trauen…?

Doubt #3

Von den anfänglichen sechs Teilnehmern leben inzwischen nur noch ganze drei Stück. Da wären Hajime, der eigentlich gar nicht dabei gewesen wäre, Mitsuki die nur durch ihren Schulkameraden und Freund Yu dazu kam und eben Yu selber.
Als dann Mitsuki verletzt wird hat Yu nur eine Chance. Er bringt sie zu Hajime, den er noch immer für den Wolf hält um sie medizinisch versorgen zu lassen. Doch nach einem kurzen Rundgang sind sowohl Mitsuki als auch Hajime verschwunden, wobei Yu Mitsuki sehr schnell an einem Seil baumelnd wiederfindet und auch Hajime ist schwer verwundet.
So bleibt eigentlich nur noch der Schluss das es offenbar noch jemanden im Gebäude gibt, der die ganze Zeit mit den Jugendlichen gespielt hat. Doch plötzlich wird Yu angegriffen und es offenbart sich ihm die wahre Identität des Wolfes…
FAZIT:
Zwar wird in diesem dritten und vorletzten Band schon das Geheimnis um den Wolf gelüftet, aber das Wie und Warum bleibt vorerst verborgen. Auch wird in diesem Band wieder verstärkt auf den psychologischen Horror und die Rätsel gesetzt. Den Leser beschleicht ein regelrecht beklemmendes Gefühl, als Yu durch die dunklen Gänge seines Gefängnisses stapft.
Ich hoffe doch das die vorzeitige Auflösung des Wolfes dem vierten Band nicht vollends die Spannung nimmt und freue mich dahingehend auf ein hoffentlich grandioses Finale in Band 4.

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Review: Doubt #1 [Carlsen, Oktober 2010]

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