Spider-Man #92 [Panini, Januar 2012]

Weiter geht es mit „Big Time“ und auch diesmal passiert einiges. Auch wenn meine heutige Zusammenfassung das nicht vermuten lässt. Aber wenn ich euch zu viel verrate, warum solltet ihr es denn dann noch lesen? 😉

Spider-Man #92

Inhalt:

  1. „Ohne Titel“ (Untitled / Amazing Spider-Man #650 [Feb 2011])
  2. „Ohne Titel“ (Untitled / Amazing Spider-Man #651 [Feb 2011])

Über Musikgeschmack lässt sich ja bekanntlich gut streiten...

Der Kampf mit dem neuen Hobgoblin fordert nicht nur einiges von Spider-Man. Auch das Gebäude von Horizon Labs, Peters neuem Arbeitgeber, muss einiges einstecken. Das einzige Problem ist das niemand mitbekommen soll das Peter Spider-Man ist und das lässt sich wohl am besten bewerkstelligen indem man den exzentrischen Wissenschaftler spielt.

Hat an sich schon etwas, das neue Kostüm, aber...

Was jedoch von enormen Vorteil ist, ist die Tatsache das Peter nun fast uneingeschränkte Möglichkeiten hat sein Superheldenego aufzubessern. Und das benötigt er auch als er mit der Black Cat beim Kingpin einsteigen will um sich etwas wiederzubesorgen, was der böse Hobgoblin aus den Horizon Labs mitgehen lassen hat…
FAZIT:
Spannend, dramatisch, romantisch, humorvoll und mit vielen neuen Möglichkeiten entwickelt sich „Big Time“ erfolgreich weiter. Mir gefällt wirklich sehr gut was Dan Slott bisher mit dem Wandkrabbler so anstellt. Dazu passen natürlich Ramos‘ Bilder wie die Faust aufs Auge. Denn auch wenn sich vieles in Peters Leben verändert hat, eines ist geblieben. Das herrliche Chaos das ihn stets und ständig umgibt. Es ist fast ein bisschen wie in der frühen Zeit von Spider-Man wo alles noch ein bisschen unkoordiniert schien und nicht auf lange Sicht geplant wurde, bzw, einfach nur die „Lücken“ zwischen zwei Events geschlossen werden mussten.
Wieder einmal ein sehr schönes Heft, das auf voller Länge überzeugt, viel Spaß macht und die Neugierde auf die nächste Ausgabe weckt.

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Ähnliche Artikel:
Im Netz von Spider-Man #33 [Panini, November 2011]
Spider-Man #91 [Panini, Dezember 2011]

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012 Marvel & Subs, Panini

Spider-Man #91 [Panini, Dezember 2011]

Heute geht es weiter mit der nächsten Ausgabe zu „Big Time“…

Spider-Man #91

Inhalt:

  1. „Ein neuer (alter) Kobold in der Stadt“ (Kill to Be You / Amazing Spider-Man #649 [Jan 2011])
  2. „Die letzte Lektion“ (The Final Lesson / Amazing Spider-Man #650 [Feb 2011])
  3. „Das Beste von mir“ (The Best Version of Myself / Amazing Spider-Man #601 [Okt 2009])

Wenn man Arbeit mit nach Hause nimmt...

Peter hat sich endlich ein Herz gefasst und Carlie seine Liebe nicht nur gestanden, sondern auch gezeigt. Und als wäre dies nicht schon der Gipfel seines Glücks hat Peter auch noch mit Hilfe von Marla Madison, J. Jonah Jamesons Frau, einen Job bekommen in dem er nicht nur ungestört an wissenschaftlichen Spielereien für sein Alter Ego, Spider-Man, basteln kann, sondern auch noch sehr gut verdient und sich keine Sorgen mehr um Geld machen muss.

Phil ist schon eine komische Type.

Auch für Phil Urich, der Neffe von Ben Urich, der nun beim neuen Daily Bugle arbeitet gibt es Neuigkeiten. Wobei seine Neuigkeiten eher mit seiner Vergangenheit als heldenhafter Grüner Kobold zu tun hat. Doch nun will Phil nicht als Held auftrumpfen (immerhin hat dies früher schon nicht funktioniert), sondern er will sich als Schurke einen Namen machen. Und dies klappt am besten in dem man jemanden aus dem Weg räumt der sich bereits einen Namen im Gewerbe gemacht hat.

"Total Recall" lässt grüßen...

Doch alles Gute zieht auch etwas Böses an und dies passiert in Form von Alistair Smythe, dem Sohn des legendären Spinne-Killer-Konsdtrukteurs Spencer Smythe…

Zu guter letzt gibt es noch einen kleinen Sprung in die Vergangenheit in der Peter seiner alten Schulkameradin Jessica Jones ein wenig sein Lebensmotto erklärt und ihr damit nur verdeutlichen will, was sie selbst eigentlich schon längst weiß…
FAZIT:
„Big Time“ geht weiter und es ist wirklich groß. Dan Slott und Humberto Ramos präsentieren einen frischen Wandkrabbler wie schon lange nicht mehr im 616er Marvel Universum. Ohne dabei auf typische Merkmale oder Eigenschaften der Hauptprotagonisten zu verzichten, wird eine neue Welt eingeführt, die in sich trotzdem so stimmig und glaubhaft ist wie es lange schon nicht mehr war. Wer sich mit Spidey auseinandersetzen möchte, in seine, zugegebenermaßen sehr vielschichtige, komplexe und mit Altlasten belastete Vergangenheit einzulassen, für den sind dieses Heft und das vorangegangene Im Netz von Spider-Man #33, der ideale Einstiegspunkt.

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Im Netz von Spider-Man #33 [Panini, November 2011]

Mit der heutigen Rezension stürze ich mich in Spider-Mans „Big Time“. Das neue Ereigniss vom neuen Autoren welches Spider-Man neuen Schwung geben soll…

Im Netz von Spider-Man #33

Inhalt:

  1. „Noch eine Tür“ (Another Door/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  2. „Ehre deinen Vater“ (Honor Thy Father…/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  3. „Finger weg!“ (Stanbd Off/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  4. „Norahs letzte Nacht in NYC“ (Norah’s Last Night in NYC/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  5. „Jameson, mach das Licht aus! Das Musical!“ (J. Jonah Jameson – The Musical/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  6. „Ein amerikanischer Held“ (American Hero/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  7. „Du wieder?“ (You Again?/ Amazing Spider-Man #647 [Dez 2010])
  8. „Big Time“ (Big Time/Amazing Spider-Man #648 [Jan 2011])

Spidey einmal anders

Harry will nach den Ereignissen der letzten Zeit die Stadt mit seinem Sohn verlassen. Darum gibt er für alle seine Freunde eine Abschiedsfeier, zu der auch Peter und seine „Freundin“ Carlie eingeladen sind. Aber wie es das typische Parker-Glück nun einmal will, kommt es direkt vor der Feier zu einem Streit zwischen den beiden und Pete geht alleine zu Harrys Feier. Dort trifft er neben Flash auch auf MJ die als Jackpot verkleidet ihrem Ex-Mann auf die emotionalen Beine helfen will. Auch Vin der gerade erst aus dem Gefängnis heraus ist besucht Harrys Abschiedsparty, jedoch nur damit er Harry ein paar wichtige Grüße von seinem Vater ausrichten kann…

Neue Regeln für Alle!

Als nächstes erlässt J. Jonah Jameson, seines Zeichens Bürgermeister, ein neues Gesetz nachdem niemand Aufgaben erledigen soll die in das Aufgabengebiet eines Anderen fallen, da er sich sonst strafbar macht. Damit will Jameson natürlich hauptsächlich den freundlichen Netzschwinger aus der Nachbarschaft ärgern der gerne überall hilfsbereit eingreift. Doch so richtig durchdacht ist seine neue Regelung natürlich nicht, und das muss Jonah am eigenen Leib erfahren…

Ein unvergesslicher Abend

Auch Norah ist in New York nicht mehr ganz glücklich und will ihre Zukunft stattdessen lieber in Wisconsin versuchen. Doch Peter will dem nicht tatenlos zusehen und spendiert seiner Ex-Kollegin die wohl schönste Nacht in New York an der Seite von Spider-Man…
Nach einem Zeitungsinterview plagt Peter das schlechte Gewissen, da sein Freund Flash mitteilte das er nur wegen Spider-Man zu dem geworden ist was er ist. Spider-Man sei sein großes Vorbild gewesen und nur um ihm nachzueifern hat er sich für die Armee gemeldet, und dort dann leider auch seine Beine verloren…
Danach treffen wir Mia Flores die seit Brand New Day versucht an Peter heranzukommen. Dafür stellt sie alles mögliche an, quer durch die letzten Ausgaben nur um dann am Ende auf Harrys Abschiedsparty zu landen…

Und nun beginnt „Big Time“ mit einem chaotischen Angriff von haufenweise Riesenoktopussen, die halb New York zerstören wollen. Doch Spider-Man und die Rächer sind vor Ort um diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Auch in den neuen Büros des Front Line tut sich etwas als Jonah zusammen mit seiner Frau auftaucht und seinem alten Freund Robbie Robertson den Namen Daily Bugle vermacht, um der Stadt auch in Zukunft eine neue Konstante Größe im Nachrichtenbusiness zu bieten. Für alles scheint es also bergauf zu gehen, nur Peter hat mal wieder sein typisches Glück als Michele die Stadt verlässt, und Peter nun unvermittelt auf der Strasse steht. Keine Wohnung, kein Job und irgendwie auch keine Zukunft ist Peter nun auf der Suche nach dem was sein neues Leben werden könnte…
FAZIT:
Diese Ausgabe markiert einen Wendepunkt im Leben von Spider-Man und Peter Parker, und das gleich in mehrfacher Sicht. Zum eine verlässt ein langjähriger Wegbegleiter Peters Lebensweg, um selber eine neues Leben zu beginnen, und auch Peters Beziehung zu Carlie erlebt eine neue Stufe. Sehr viele schöne Rückblicke, oftmals mit einem humorvollen Augenzwinkern, als auch dramatische Geschehnisse die einem einen Kloß in den Hals befördern sind genauso vertreten wie einfache Hau-Drauf-Action. Zeichnerisch ist der gesamte Band in meinem Augen eine gelungene Abwechslung. Zeichnerisch passt jeder Künstler perfekt zur jeweiligen Geschichte und unterstreicht somit den Charme der jeweiligen Geschichte ideal.

Das Quiz für angehende Forscher!

Der Beginn von „Big Time“ ab ca. der Hälfte des Bandes ist dann noch einmal die Krönung dieser Ausgabe. Dabei gefällt mir besonders Ramos dynamischer, emotionaler und dennoch dramatischer Zeichenstil sehr gut. Neben Mark Bagley und der guten alten Zeichnergarde, gehört Ramos zu meinen Lieblingen, auch wenn ich weiß das sein Manga-liker Stil bei vielen eben genau deswegen nicht ankommt. Aber dies ist eben Geschmackssache.
Unterm Strich bleibt eine hervorragende und sehr gute Ausgaben mit vielen Abwechslungsreichen Geschichten, die perfekt einen Neubeginn für das Leben von Spider-Man/Peter Parker markiert und symbolisiert.

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(zumindest so lange die Serie noch läuft 😉 )

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Ultimate Spider-Man Trailer #1

Seit dem 15. März ist er endlich online. Der erste richtige Trailer zur am 01. April auf Disney XD (USA) startenden neuen Spider-Man Animationsserie.

Ich hoffe doch das es auch diese Serie nach Deutschland schafft. Neugierig bin ich jetzt schon auf jeden Fall.

Ultimate Fallout #1: Eine Welt ohne Spider-Man [Panini, Februar 2012] ACHTUNG SPOILER!!!

Als ich den Artikel zu Ultimate Spider-Man #5 veröffentlicht habe, da habe ich euch versprochen das ich das letzte Kapitel und den Neubeginn (Ultimate Fallout) vorstelle sobald ich es vorliegen habe.
Nun, mein Versprechen habe ich dann hiermit gehalten. Vorgestern den Band bekommen, gestern gelesen und heute den dazugehörigen Artikel veröffentlicht. Und als wäre das alleine nicht schon genug Grund zur Freude möchte ich euch diesmal sogar mit ein paar zusätzlichen Bildern (zum vergrößern einfach auf die Bilder klicken) einige Einblicke in den Band gewähren…

Ultimate Fallout: Eine Welt ohne Spider-Man

Peter Parker, der ultimative Spider-Man ist tot.

Ganz New York steht unter Schock. Während einige wenige versuchen zur Tagesordnung überzugehen, sind große Teile New Yorks und deren Bewohner erstarrt und ungläubig. Weniger darüber das ein junger Teenager der tagtäglich unter ihnen lebte der Held Spider-Man war, sondern eher das eben jener Held sein Leben lassen musste.
Welche Ausmaße das ganze inzwischen angenommen hat wird Tante May erst klar als Peters Beerdigung ansteht und die Kirche von einer Menschenmasse umringt ist, wie sie es nicht erwarten konnte. Es hat den Anschein das fast ganz New York von ihrem gefallenen Helden Abschied nehmen wollte.
Als dann auch noch fast wie bei einem roten Teppich Gwen, Tante May und Tony Stark an einer Menge von berührten Menschen vorbeikommt und dabei von einem kleinen Mädchen angesprochen wird, welches von Peter einmal aus einem brennenden Haus gerettet wurde und nun die schon vollkommen überwältigte und verstörte Tante May mit den Worten „Willst du gedrückt werden?“ in den Arm nimmt.
Und als wären diese Ereignisse nicht schon genug um Tante May sämtlicher Kräfte zu berauben, kommt nun auch noch Steve Rogers, Captain America, um ihr zu beichten das es alleine seine Schuld ist, das Peter nicht mehr lebt. Nicht nur weil er Peter klargemacht hat, dass er noch zu jung und unerfahren für den Superheldenjob sei, sondern weil Peter auch noch eine Kugel abgefangen hat, welche für Captain America bestimmt war und ihn so schlussendlich tötete.
Als Tante May dies erfährt kann sie nicht mehr an sich halten und rastet vollkommen aus. Sie hält Steve, Tony und allen anderen Helden eine Standpauke über die Vorbildfunktion die sie für Peter hatten und ohrfeigt dann auch noch vor aller Augen Captain America.
Mary Jane sucht derzeit nach Beweisen das Nick Fury und die Regierung für den Tod von Spider-Man verantwortlich sind. Sie macht Bilder und sammelt Fakten um diese dann zu veröffentlichen und alle bloß zu stellen.
Auch Rogue, die Peter nicht persönlich kannte, fühlt mit dem gefallenen Helden und erinnert sich an ihre verlorenen Freunde. Sie erkennt das dies offenbar nur der Beginn von etwas wirklich Bösen sein kann und flüchtet zum Gebet in eine verlassene Kirche.
Zwischenzeitlich schafft es auch Kitty nicht in der Kirche zu bleiben, da ihr einfach alles zu viel wird. Sie flüchtet nach draussen und erkennt das einige der New Yorker welche sich in der trauernden Menge verteilt haben überhaupt nicht an der Tragödie von Peter Parker interessiert sind, sondern sich selbst nur in die Öffentlichkeit rücken wollen. Dabei trifft sie auch auf Johnny und Robert und beschließt mit den beiden ein neues Leben zu beginnen, bei dem sie nicht die Gejagten der Regierung darstellen wollen.
Tony musste auch schon wenige Tage zuvor seinen Bruder beerdigen und durfte dann die Bekanntschaft einiger einflussreicher Leute machen, während unter S.H.I.E.L.D.s Obhut der Hulk besänftigt und als Waffe trainiert werden soll.
Doch der Teil New Yorks der nicht bei der Trauerfeier ist, sieht sich einer neuen Überraschung konfrontiert, als ein neuer Spider-Man beginnt in New York aufzuräumen. Wie Peter auch, noch eher tollpatschig, aber engagiert stellt er sich dem Känguruh entgegen.
Und noch jemand versucht seinen Einfluss auszunutzen. Pietro Lensherr der als Mutant und Ausgestoßener eigentlich verfolgt gehört möchte mit seinen Möglichkeiten andere Mutanten trainieren und in ihren Kräften unterweisen. Jedoch will er das nicht tun um der Gesellschaft einen Gefallen zu tun, sondern um die dann ausgebildeten Mutanten, wie Sklaven, zu verkaufen. Auch Reed Richards erkennt genau wie Pietro seine Chancen und weiß sie zu nutzen. mit ein paar Hilfsmitteln und seinem überragenden Intellekt schafft er es wieder zurück auf die Erde.
Ausgerechnet jetzt wird auch noch S.H.I.E.L.D. der Etat um dreissig Prozent gekürzt während sie die Effektivität wiederum um mehr als dreissig Prozent steigern sollen, und zu allem Überfluss hat Steve Rogers nun noch seinen Dienst als Captain America quittiert.
In diesem Moment erkennt Fury das er mit jemandem reden muss. Er sucht Mary Jane auf und beichtet ihr das er Peter bereits als Baby kannte, da seine Eltern für S.H.I.E.L.D. gearbeitet haben. Und als er erfuhr das Peter durch diesen Unfall besondere Kräfte erhielt, wollte er ihn unter seine Fittiche nehmen, doch es hat nicht so funktioniert wie er es sich gewünscht hatte…
FAZIT:
Man merkt das in diesem Band sehr vieles passiert. Ereignisse die nicht nur mit dem abschliessen sollen was in Ultimate Spider-Man #4 seinen Lauf genommen hatte und in Ultimate Spider-Man #5 mit dem Tod von Peter Parker gipfelte, sondern auch Ereignisse die wegweisend für die Zukunft des Ultimativen Universums sein sollen. Neben dem Auftreten eines neuen Spider-Man, werden auch Weichen für die Ultimativen, S.H.I.E.L.D. und Reed Richards gelegt die sich mit großer Sicherheit bald kreuzen werden.
Was mich an diesem Band jedoch besonders beeindruckt hat, waren nicht die vielen neuen Wege die aufgezeigt werden (man hatte fast das Gefühl von einer Anthologie) sondern der emotionale Part. Und wer wäre dafür besser geeignet gewesen als der Mann der neben Autor Brian Michael Bendis, dem Ultimativen Spider-Man auf die Welt geholfen hat, Mark Bagley. Noch immer schafft es dieser Mann Emotionen in die Gesichter seiner Protagonisten zu zaubern die einfach nur bewegend sind.
Nach dem Tod der wohl zentralsten Figur des ultimativen Universum stellt dieser Band einen neuen und wegweisenden Beginn für ein Zeitalter ohne Peter Parker als ultimativen Spider-Man dar. Ob man es bei Marvel schaffen wird, diesen Tod bis zum bitteren Ende durchzuziehen und in seiner vollen Tragweite bestehen zu lassen, dass weiß wohl nur die Zeit zu beantworten. Einzig Bendis schwor das unter seiner Federführung kein Peter Parker mehr in den Dress des ultimativen Spider-Man steigen wird. Doch was wird passieren wenn der neue Spider-Man, ein afroamerikanischer Teenager mit spanischen Wurzeln auf zu viel Gegenwind stösst. Was wenn diesem Spider-Man kein Erfolg beschienen ist. Ein ultimatives Universum kann ohne einen Spider-Man nicht existieren (so hat es zumindest bisher den Anschein) und wird dann Marvel vielleicht wieder weich?
Ich persönlich hoffe doch nicht. Dieser Band hat gezeigt, das im ultimativen Universum so viel Potential schlummert, welches nur darauf wartet freigesetzt zu werden, das auch diesem neuen Spider-Man ein Erfolg bevorsteht auf den ich mich bereits sehr freue, wenn er im Sommer 2012 hier in Deutschland startet. Auf jeden Fall bin ich jetzt schon jemand der seinem Comichändler bescheid gesagt hat, dafür ein neues Abo einzurichten.
Doch ich will auch nochmal auf den Anthologie-Charakter des Bandes zurückkommen. Nicht nur das sehr viele Handlungsstränge von diesem Band aus starten, es sind auch sehr viele Künstler zusammengekommen um dieses (in den USA als 6-teilige Miniserie erschienene) Ereignis umzusetzen. Neben dem bereits erwähnten Mark Bagley, der sozusagen die Vergangenheit des ultimativen Universums darstellt, darf auch Sara Pichelli an den Zeichenstift, welche wiederum die Zukunft des Ultimativen Universums repräsentiert. Neben ihr sind auch noch Lee Garbett, Gabriel Hardman, Bryan Hitch, Steve Kurth, Eric Nguyen, Carlo Pagulayan, Clayton Crain, Salvador Larroca, Luke Ross, Billy Tan und Mitch Breitweiser vertreten um Abschied zu nehmen und nach vorne zu blicken.
Alle haben es geschafft, trotz der Menge an Ereignissen etwas zu präsentieren das dennoch eine große Gemeinsamkeit hat. Und diese kann jeder für sich selbst entdecken wenn er in diesen wunderbaren Band versinkt.

Als letztes kleines Schmankerl präsentiere ich euch hier noch alle 6 Djurdjevic-Variant-Hefte der US-Serie welche aneinander gesetzt ein wunderschönes Panoramabild ergeben.

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Review: Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) [Panini, Dezember 2011]

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Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) [Panini, Dezember 2011]

Heute gibt es auch schon den zweiten Teil und das Finale zum Tod von Spider-Man. Halten die großartigen Ankündigungen das was sie versprechen? Wird diese Ausgabe das Ultimative Universum wirklich für immer verändern?

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2)

Der Wahnsinn bricht sich weiter Bahn als Norman Osborn (den alle bisher für tot hielten) zusammen mit Dr. Octopus, Electro, Sandman, dem Geier und Kraven dem Jäger der Obhut von S.H.I.E.L.D. entkommen kann. Und ausgerechnet jetzt befindet sich Peter mit Captain America in einer „Trainingsstunde“ die ihm klarmachen soll das er mit jeder seiner Aktionen eine Konsequenz heraufbeschwört dessen er sich bewusst sein und damit leben muss. Oder im schlimmsten Fall sterben.
Genau in diesem Moment erhält Steve die Information das es Ärger gibt und er macht sich auch sofort auf den Weg, aber nicht ohne Spider-Man klarzumachen das er sich diesmal raus halten soll, weil er einfach noch nicht reif genug dafür ist. Aber wer Peter kennt, der weiß auch das es gegen seinen Kodex geht sich irgendwo herauszuhalten, und so folgt er Captain America. Doch an dem Schauplatz wo die Ultimativen kämpfen kann er dennoch nichts ausrichten und die Flüchtigen befinden sich ebenfalls nicht vor Ort, als sein Handy klingelt und MJ ihm mitteilt das Osborn, samt Anhängseln sich in der Innenstadt befinden wo er gerade wieder einmal ausrastet und Dr. Octopus tötet.
Spider-Man macht sich auf den Weg zum Geschehen, findet dort aber nur noch die Leiche von Octavius vor und lässt sich von den verstörten Passanten den Weg zur Brücke weisen, auf der noch immer der Kampf der Ultimativen tobt. Dort angekommen entdeckt er den Punisher, der gerade auf Captain America anlegt und schafft es im letzten Moment diesen aus der Schussbahn zu stoßen, muss dabei aber selbst einen glatten Durchschuss einstecken.
Kaum das er wieder zu sich kommt, muss er feststellen das er alleine ist. Die Ultimativen sind verschwunden und auch sonst hat sich keiner um den verletzten Spider-Man gekümmert. Also macht er sich auf den Weg nach Hause in der Vermutung das Osborn dort zuschlagen wird. Währenddessen kämpfen bereits Johnny und Robert in Queens gegen die verbliebenen Flüchtlinge mitsamt Osborn als Anführer. Doch Peter ist geschwächt und auch so schon am Ende seiner Kräfte, als er sich dem endgültigen und Finalen Kampf gegenüberstellt…
FAZIT:
Das Finale ist wie es sein soll. Spannend, Dramatisch, Actionreich und voller Emotionen. Brian Michael Bendis hat es wahr gemacht und den ultimative Peter Parker das Leben genommen. Kein Schwindel, keine verheißungsvollen und imposanten Ankündigungen die doch nicht das halten was sie versprechen. Nein. Diesmal ist es echt und nachdem was Bendis nach der Veröffentlichung verlauten ließ, wird es diesmal auch dabei bleiben. Ob man das bei Marvel auch wirklich durchhält, wird wohl erst die Zeit zeigen, aber dieses Abenteuer markiert einen Wendepunkt und Neuanfang für das Ultimative Universum.
Um das Finale auch würdig zu präsentieren darf niemand anderes an den Zeichenstift als der Meister schlechthin. Mark Bagley, der dem ultimativen Spider-Man von der Nummer 1 an in über 100 Ausgaben lang leben ein gehaucht hat. Für Bendis war klar, das kein anderer Künstler diese Ehre zuteil werden dürfe als den beiden Vätern dieser Serie. Und was soll ich sagen. Bagley ist einfach mein Lieblingszeichner an Spider-Man. Mit seinen ASM-Ausgaben bin ich damals bei Condor im „Die Spinne“-Magazin #215 voll eingestiegen (nachdem ich vorher fast nur die TBs hier nach der Wende im Osten gefunden hatte) und groß geworden. Bagley hat so viele bedeutende Ereignisse in Spider-Mans Leben bebildert, wie kaum jemand anderes (siehe hierzu auch ASM #400 mit dem Tod von Tante May).
Und auch wenn dieser Band die Nummer 2 von 3 zum Story-Arc „Der Tod von Spider-Man“ ist so kann man auf den dritten Teil auch verzichten, da dieser nur ein Tie-In darstellt und den Kampf der Ultimativen auf der Brücke näher beleuchtet, ansonsten aber eher weniger bis überhaupt nichts weiter mit den bisherigen Geschehnissen zu tun hat.
Anders ist es dann mit dem Band „Ultimate Fallout“ welcher sich mit den Auswirkungen und vor allem den Nachwirkungen um den Tod von Spider-Man beschäftigt. Und auch diesen werde ich hier auf meinem Blog vorstellen. Sobald ich ihn vorliegen habe natürlich. Denn diesmal kann ich irgendwie nicht warten und mich anderen Dingen widmen. Ich will wissen wie es weitergeht.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition B)

Ich selbst darf mich ja dank meines Comicshop des Vertrauens im Besitz der wunderschönen Variant Cover-Edition B wähnen, welche oben abgebildet und auf 150 Exemplare limitiert ist. Daneben sieht man auch noch die Vorder- und Rückseite des Polybeutels in dem die Variants verkauft werden.

Variants und Edition B?

Ja es gibt 2 Variants. Neben dem oben abgebildeten B-Variant und der regulären Ausgabe welche am Anfang der Rezension zu sehen ist, gibt es auch noch das auf 999 Exemplare limitierte A-Variant, welches ihr hier unten seht (ebenfalls nochmals mit dem Polybeutel). Da man also vorher nicht sieht welches Variant enthalten ist, hat das Ganze ein wenig etwas von einem Überraschungsei.

Ultimate Spider-Man #5: Der Tod von Spider-Man (Teil 2) (Variant Cover-Edition A)

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Alternativ könnt ihr es natürlich auch hier probieren. 😉

Ähnliche Artikel:
Review: Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]

Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man – Prolog (Teil 1) [Panini, September 2011]

In meiner heutigen Rezension widme ich mich dem wohl aufsehenerregendsten Abenteuer seit dem Tod von Superman und dem behinderten Batman in der Comicgeschichte. Es geht um den Tod des ultimativen Spider-Man. Und auch wenn die letzte Ausgabe der Serie Ultimate Spider-Man in den USA eingeschweißt verkauft wurde, haben schon einen Tag vor der Veröffentlichungen diverse Onlineportale den Tod des titelgebenden Helden in die Welt hinausgeschriehen. Eine Praxis wie sie auch bei einem bekannten großen deutschen Propagandablatt zum Alltag gehört und welches sich ebenfalls nicht lumpen ließ um dem deutschen Markt diese Meldung brühwarm und ohne Spoilerwarnung, direkt auf der Startseite ihres Internetauftritts zu präsentieren. Abgesehen davon das der deutsche Verlag darüber ziemlich verärgert gewesen sein muss, so waren auch die Fans die unbedacht in diese Falle stolperten enttäuscht.
Denn kaum das diese Meldung online war, wurden die Comicforen von Meldungen, Spoilern und (ich sage es jetzt wirklich mal ungeschönt) Idioten überrannt, die der gesamten Community diese Tragödie mitteilen mussten. Doch unabhängig davon war dies wohl auch eine kleine Marketingkampagne von Marvel, da Comicfans mit solche aufbrausenden Meldungen wie dem Tod eines Helden heute bei weitem nicht mehr so leicht zum Kauf anzuregen sind, wie noch vor 20 bis 30 Jahren. Zu schnell kehren verstorbene Helden wieder zurück und zu oft entpuppt sich der bevorstehende Tod doch nur als Finte.
Aber diesmal wollte es Bendis anders machen und legte sich dafür auch mächtig ins Zeug…

Ultimate Spider-Man #4: Der Tod von Spider-Man (Teil 1)

Peter hat als Spider-Man nach dem Chamäleon-Disaster keinen guten Stand in der Stadt. Auch S.H.I.E.L.D.-Chefin Carter muss sich dem „Erbe“ von Nick Fury annehmen und hat dafür Iron Man, Captain America und Thor eingeladen um deren jeweilige Meinungen über den Superheldenjungspund zu erfahren. Und nach erfolgreicher Erörterung und Abstimmung wird beschlossen Peter ins Superheldentrainingslager zu schicken. Ab sofort wird Spider-Man von den Ultimativen unterrichtet.
Doch als wenn das nicht das einzige Problem ist taucht neben der Black Cat auch noch Mysterio wieder auf und beide haben es auf den Kingpin abgesehen. Doch erfolgreicher ist wohl Mysterio, der den Kingpin mal so eben ausknipst. Das wollte eigentlich Felicia aus privaten Gründen machen und außerdem hatte sie es noch auf den Zodiac-Schlüssel abgesehen, der aber in jedermanns Händen die ultimative Waffe der Zerstörung darstellt und deshalb auf keinen Fall in Mysterios Hände gehören.
Es kommt wie es kommen muss und so beginnt das Chaos indem Felicia mit dem Zodiac-Schlüssel ein halbes Wohnviertel ausradiert gerade während Peter in einer seiner Trainingsstunden mit Tony Stark ist. Das reicht natürlich noch nicht um das Chaos perfekt zu machen…
Zu all dem Chaos taucht auch Gwen wieder auf, Peter vergisst seinen Geburtstag und erhält Besuch von Kitty was Mary Jane natürlich überhaupt nicht glücklich macht…
FAZIT:
„Der Tod von Spider-Man“ beginnt dramatisch und komisch. Komisch weil die Superhelden-WG. noch immer das reinste Chaos ist und besonders Johnny mit seinem aufgeblasenen Ego und seiner Arroganz einem immer ein Schmunzeln entlockt und zum anderen weil Peter nun die Superheldenschulbank drücken muss und das bei Lehrern die nicht unterschiedlicher sein könnten.
Dramatisch weil sich natürlich einiges ankündigt was die ganze Welt gefährden könnte. Nicht nur das Mysterio wieder auftaucht und sich damit schon Unheil ankündigt, auch das Auftauchen eines seltsamen und uralten Artefaktes das ohne Untertreibung die gesamte Welt auslöschen könnte sorgt für die nötige Spannung.
Story-technisch wird also schon so einiges aufgefahren und auch am Zeichenstift hat das Ganze ein wenig Ähnlichkeit mit einem Staffellauf. So geben sich neben Stammzeichner David Lafuente, auch Sara Pichelli, Joelle Jones, Elena Casagrande, Jamie McKelvie, Skottie Young und Chris Samnee die Ehre und setzen die Abenteuer stilecht in Szene.
Zusammenfassend ein wirklich schöner Anfang der von allem etwas bietet und auf ganzer Linie unterhält.

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Alternativ könnt ihr es natürlich auch hier probieren. 😉

Marvel Comic Klassiker (1): Marvel Comic Exklusiv Nr. 8: Die Neuen Mutanten – Als die Macht kam [Condor, April 1990]

Condor hat mit seiner Marvel Comic Exklusiv-Reihe (neben der Epic Comic Collection) ein Format im Sortiment gehabt, welches sich ein wenig von dem üblichen „Comic-Kram“ abheben wollte. Noch nicht ganz „Comics für Erwachsene“ aber dennoch etwas reifer und anspruchsvoller als die bekannten „Kinder-Comics“. Dies sollte sich nicht nur durch die Auswahl der Comics zeigen sondern auch durch die Gestaltung, die Aufmachung und den Preis. Schon damals waren 7,80 DM für Kinder nicht so leicht zu entrichten. Die sonst üblichen „Kinder-Comics“ lagen doch preislich eher um die 2,00 DM. Das Condor mit dieser Entscheidung nicht so falsch lag zeigte sich auch im Erfolg der Reihe. Bekannte Charaktere wie Spider-Man, Die Rächer, Thor, die X-Men waren hierbei nicht nur als Zugmaschine gedacht, sondern boten dadurch auch einigen unbekannteren oder besser gesagt für Deutchland schwächeren Charakteren die Möglichkeit einer Plattform. So brachte es der Silver Surfer auf drei Auftritte innerhalb der Serie und auch Conan der Barbar konnte vier Alben für sich verzeichnen.
Weil auch neue Teams eine würdige Plattform benötigen um sich zu präsentieren, hat sich Condor entschieden die Graphic Novel mit der Origin der New Mutants in Deutschland in diesem Format unterzubringen…

Marvel Comic Exklusiv #8: Die Neuen Mutanten – Als die Macht kam
[US-Marvel Graphic Novel #4: The New Mutants (Oktober 1982)]

Die X-Men gelten als tot (obwohl sie nur im Weltall verschollen sind) und Charles Xavier ist am Boden zerstört, weil sein Traum das Leben derer gekostet hat, welcher er eigentlich beschützen wollte. Doch jede Tragödie birgt auch die Chance für einen Neuanfang.
Alles beginnt damit, das Moira MacTaggert in ihrer Heimat, dem schottischen Hochland eine Gestaltwandlerin über den Weg läuft die von ein paar Einheimischen gejagt und angeschossen wurde. Bei dem Mädchen handelt es sich um Rahne Sinclair, welche Moira schon vor ein paar Jahren als Ärztin entbunden hat. Nun da sich Rahne in der Pubertät befindet scheinen sich ihre Mutantenkräfte zu offenbaren. Ähnlich geht es Roberto DaCosta, der gerade bei einem Fussballturnier in Brasilien sein Bestes gibt, als er gefoult wird. Doch niemand scheint das Foul zu bemerken und Roberto stellt den Übeltäter zur Rede, der daraufhin auf Roberto einschlägt. Doch plötzlich beginnt sich Roberto zu verändern. Er wird stärker und verwandelt sich in eine Art schwarzes Energiewesen. Die Zuschauer sind entsetzt ob des Monsters auf dem Spielfeld und flüchten Panikartig aus dem Stadion. In Kentucky hingegen tritt Sam Guthrie seinen neuen Arbeitsplatz in den appalachischen Kohleminen an nachdem sein Vater an einer Staublunge verstarb und er nun für die Familie sorgen muss. Schon am ersten Tag passiert was nicht passieren darf. Ein Stollen stürzt ein und droht Sam mitsamt dem Vorarbeiter zu begraben. Aber auf einmal verspürt Sam eine seltsame Energie in seinen Beinen die plötzlich wie ein Düsentriebwerk anfangen zu brennen. Schell kann er so sich und den Vorarbeiter in Sicherheit bringen. In der Zwischenzeit macht in den Medicin Bow Mountains in Colorado, Danille Moonstar die Erkenntnis das sie für sich und ihre Kräfte einen Mentor benötigt. Als dann auch noch ihr Großvater getötet wird hat sie keine andere Chance mehr.
Auch im Institut bei Charles Xavier wo inzwischen Moira mit Rahne eingetroffen ist und dort die Bekanntschaft von Xi’An Coy Manh macht sind die neuen Mutanten nicht verborgen geblieben. Sofort machen sich Xavier, Moira, Rahne und Xi’an in zwei Gruppen auf den Weg nach Colorado und nach Brasilien um Danielle und Roberto in Sicherheit zu bringen. Doch ganz so einfach wird das nicht werden, vor allem weil sich Donald Pierce vom Hellfire-Club einmischt und alle Mutanten vernichten will.
Ob die neuen Mutanten es wollen oder nicht. Dies wird ihre erste große Bewährungsprobe werden, als Xavier von Pierce entführt wird…
FAZIT:
Diese Graphic Novel leutete eine neue Mutanten-Ära im Marvel-Universum ein. Ein neues Team, auch noch unerfahren und unsicher wie die X-Men zu ihren Anfängen, und dennoch vollkommen anders. Der damalige Meister des X-Universum Chris Claremont schafft es zusammen mit dem Zeichner Bob McLeod Charaktere zu präsentieren die man sofort ins Herz schließt. Auch das Xavier und Moira hier als eine Art Ersatzeltern fungieren trägt zu diesem Gefühl bei. Im Großen und Ganzen ist diese Origin zwar nichts besonderes, gerade aus heutiger Sicht, aber dennoch hat sie einen ganz besonderen Reiz. Wie bei vielen Marvel-Charakteren stehen nicht nur die Figuren un deren Heldentaten im Vordergrund, sondern auch das Zwischenmenschliche und die nur allzu menschliche Fehlbarkeit eines jeden Menschen.
Auch die zweite Kurzgeschichte aus Classic X-Men #36 die sich mit Moiras Vergangenheit und ihrer Art der Vergangenheitsbewältigung auseinandersetzt als es um den Verlust ihres Sohnes Kevin geht.
Beide Geschichten sind spannend und dramatisch und geizen nicht mit guten bis sehr guten Zeichnungen. Auch bei der Präsentation hat sich Condor nicht lumpen lassen. Gemäß ihrer Vorzeigereihe Marvel Comic Exklusiv sind die Alben Überformat und auf Kunstdruckpapier schon ein Glanzstück an sich. Bei der Übersetzung hat Condor, in diesem Fall Michael Nagula, auch ganze Arbeit geleistet. Es werden fast ausschließlich Originalnamen verwendet und nicht wie es sonst, bzw. gerade in der Anfangszeit, üblich war irgendwelche wirklich bescheuerten Eindeutschungen verwendet.
Insgesamt ist dieser Band durchaus etwas ganz besonderes, wenn man sich denn auf ein neues Team im X-Universum un dessen Entstehung einlassen möchte.

Um nun auch in den Genuss dieser Lektüre zu kommen muss man schon den Comic-Marktplatz, die Marktplätze in diversen Comicforen oder Ebay zu Rate ziehen. Mit etwas Glück kann man dieses Schmuckstück für durchschnittlich 5 Euro erwerben.

Marvel 1602 (Gesamtausgabe) [Panini, März 2010]

Immer wieder gibt es Versuche die jeweiligen Comicuniversen der großen Verlage mit neuen Geschichten aufzulockern. Dies kann man entweder mit Events (wie z.B. Blackest Nigh, Civil War, Secret Invasion, Brightest Day oder House of M) machen oder indem man einfach neue Universen kreiert in denen die altbekannten Helden neuen Abenteuern und Gefahren gegenübergestellt werden.
Einer dieser Versuche war „Marvel 1602“, aus dem Jahre 2003, in dem viele bekannte Helden in das Mittelalter und die Kolonialzeit versetzt wurden. Manche haben auch damals schon Kräfte, Andere wiederum kommen ganz ohne aus, oder erwerben sie erst im Laufe der Zeit. Autor dieses Projektes ist niemand anderes als der britische Autor Neil Richard Gaiman, der schon mit aufsehenerregenden Werken wie Coraline und Sandman auf sich aufmerksam gemacht hat. Unterstützt wird Gaiman hierbei von Andy Kubert der für die Zeichnungen und Richard Isanove welcher für die Kolorierung zuständig waren.
Heraus kam dabei ein wagemutiges Werk welches durchaus seinesgleichen sucht. Fortgesetzt wurden die Abenteuer dann zum einen in Marvel 1602: New World aus dem Jahre 2005 sowie ein paar Miniserien um die Fantastick Four (ja die Schreibweise ist so korrekt) und Spider-Man, welche zwischen 2006 und 2009 erschienen. Seitdem ist es ruhig geworden um Marvels Mittelalterepos.

Doch nun erstmal zu den gesammelten Anfängen dieser Abenteuer…

Marvel 1602 (Gesamtausgabe)

Seltsame Wetterphänomene suchen die frühe Marvelwelt im 17. Jahrhundert heim. Die Ursache dafür kann der Arzt und Magier Dr. Stephen Strange jedoch auch für die Königin von England und ihren Untergebenen Nicholas Fury nicht ausfindig machen. Auch tauchen immer mehr seltsame Menschen mit aussergewöhnlichen Kräften auf, die durch den Großinquisitor Enrique im Namen der Kirche vernichtet werden müssen. Doch nicht nur das Wetter stellt alle vor ein Rätsel. Auch die Tatsache das Doom und James, König von Schottland es auf das Leben der Königin von England abgesehen machen die Situation nicht einfacher. Als dann auch noch das junge Mädchen Virginia Dare mit ihrem Begleiter Rojhaz die alte Heimat besucht um Hilfe für die neue Kolonie zu erbitten. Aber plötzlich überschlagen sich die Ereignisse als es Doom schafft die Königin ermorden zu lassen, James an die Macht kommt, der Großinquisitor entmachtet wird, Dr. Stephen Strange verhaftet, Nicholas Fury als Verräter gebrandmarkt wird und Carlos Javiers Hexenbrut flüchten muss. Doch es gibt ja noch immer die 4 Helden der Fantastick, welche vor vielen Jahren verschwanden und auch Furys kleiner Helfer Peter Parquarh und sein bester Agent Matthew Murdoch haben noch ein paar Trümpfe in der Hand. So offenbart sich schon bald, das ein enormes Ereignis aus der Zukunft die Welt im 17. Jahrhundert gefährdet, und es stellt sich die Frage ob dies etwas mit der jungen Virginia Dare zu tun haben könnte oder ihrem mysteriösen Beschützer Rojhaz…
FAZIT:
Neil Gaimans Version des frühen Marvel Universums, welches trotzdem in der normalen Kontinuität verankert ist, weiß sehr wohl zu überzeugen. Man findet viele bekannte Figuren, erkennt Parallelen zur Neuzeit, und entdeckt dennoch viel neues. Auch die angepasste Wortwahl, welche anfangs noch etwas ungewohnt ist, passt perfekt zum Gesamtbild und verfeinert die Geschichte. Dazu trägt auch Andy Kuberts Artwork bei, welches mit seinem feinen Strich, den etwas blasseren Konturen und dem gelungenen Panelaufbau den Lesefluss deutlich fließender gestalten. Alles in allem ist Neil Gaimans „Marvel 1602“ eine gelungen Reise in die Vergangenheit und die Frühzeit des Marvel Universums mit einer fantastischen Story, gelungenen Bildern und einem kleinen Manko. Abgesehen von den Namensangleichungen haben die Figuren stellenweise viel zu viel mit ihren späteren Ichs gemeinsam. Da hätte ich mir ein wenig mehr Experimentierfreude gewünscht. So kann man als Leser fast schon blindlings viele Handlungen der Protagonisten vorausahnen. Das ist schade, und es hätte dem ganzen durchaus sehr gut getan wenn Gaiman sich da etwas weiter aus dem Fenster gelehnt hätte.

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100% Marvel #59: Spider-Man und die Fantastic Four (Panini, Dezember 2011)


100% Marvel #59: Spider-Man und die Fantastic Four

Abenteuer mit Spider-Man und den Fantastischen Vier sind eine Konstante in den Marvel Comics wie es sie selten gibt. Sei es das Treffen von Spider-Man mit den Fantastischen Vier auf dem Campus der ESU die dort den diktatorischen Herrscher von Latveria, Dr. Doom, beschützen müssen, damit die Verhandlungen mit einigen Ostblockstaaten sicher und reibungslos verlaufen als plötzlich Namor auftaucht um sich an Doom zu rächen, oder als Spidey gerade seinen Symbionten bei Reed parkt nachdem sich seine Gefährlichkeit herausstellt. Dieser flieht und macht kurzerhand Jagd auf den jungen Franklin der noch nichts von seinen immensen Kräften weiß. Auch das Treffen der Ersatz-FV bestehend aus Wolverine, Spider-Man, Ghost Rider und Hulk findet Erwähnung bei dem eine Skrullkriegerin es auf den unzerstörbaren Technodroiden abgesehen hat um ihr eigenes Reich zu erobern. Als letztes geht es in die Gegenwart wo ein eigentlich alter Freund auftaucht, dabei aber überhaupt nicht freundschaftlich auf die Fantastischen Vier und Spider-Man reagiert…
FAZIT:
Es gab schon sehr viele Aufeinandertreffen von Spider-Man mit den Fantastischen Vier. Sei es der Klassiker aus Amazing Spider-Man #1 in dem Spidey versucht bei den Fantastischen Vier einzusteigen um seine Geldprobleme zu lösen, oder aber die vielen Zeit- und Dimensionsreisen die die Fünf immer wieder erlebt haben, Abenteuer zwischen den Fantastischen Vier und Spider-Man sind fast schon ein ungeschriebenes Gesetz im Marvel Universum. Das es dabei immer wieder auch Geschichten gibt die „noch“ nicht erzählt werden können, oder erst im Nachhinein Sinn ergeben (oder ergeben lassen) ist eine andere Sache.
In diesem Band hat das Team von „100% Marvel #45: Spider-Man und die X-Men“ sich erneut versammelt und haben nicht einfach nur „alte“ Abenteuer zusammengefasst, sondern eine, zwar nicht sonderlich intelligente, dafür aber durchaus spannende Hintergrundgeschichte verfasst. Auch die wieder sehr schönen Zeichnungen von Mario Alberti wissen wieder zu überzeugen.
Insgesamt also ein gelungener und kurzweiliger Band der sehr viel Spaß macht.