Spider-Island Reviewserie (7): Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island [Panini, August 2012]

Viele Tage war es, abgesehen vom Simpsons-Gag und der JL8, ziemlich ruhig geworden auf Mueli77s Feine Welt. Aber heute geht es mit der Spider-Island Reviewserie wieder weiter. Und morgen kann ich Euch dann eine Neuigkeit verkünden.

Venom Sonderband Nr. 2: Spider-Island

Die Auswirkungen der Epidemie machen auch vor den Rächern nicht halt. Zumindest die Rächer, welche von Natur aus nicht mit Superkräften gesegnet sind. Und so kommt es, dass nicht nur Lukes und Jessicas Tochter plötzlich durch das Kinderzimmer schwingt und Squirrel Girl in den Wahnsinn treibt, sondern auch Hawkeye hat so seine Probleme mit den neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er überhaupt nicht umzugehen weiß.
Anders ist es da mit Flash Thompson. Der weiß genau, was er tun muss. Aber das bedeutet nicht, dass es für ihn einfacher ist. Denn nachdem ein wütendes Spinnenmonster auf der Brooklyn Bridge ausrastet und von Venom in die Basis von Operation Wiedergeburt 2.0 gebracht wurde, verändert sich die Situation drastisch …

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Venoms Gefangener hat eigene Pläne.

Dieser Band steht ganz im Zeichen von Spider-Island. Deshalb gibt es auch nur drei reguläre Venom-Stories. Der Rest der Ausgabe wurde mit zwei relevanten Spider-Island Geschichten aufgefüllt, um so weitere Einblicke in das Event und der betroffenen Figuren zu präsentieren. Während der Avengers One Shot von Autor Chris Yost eher humorvoll herüberkommt und sich selbst nicht so wirklich ernst nimmt, ist die kurze Reise durch die Aufgaben der neuen Madame Web, für die Jim McCann verantwortlich zeichnet, schon wesentlich tiefgründiger und nachdenklicher.
Dem gegenüber schickt Rick Remender seinen Titelhelden wieder in actionreiche und kurzweilige Schlachten, lässt aber Flashs Privatleben nicht außen vor, sondern schafft es, dass dieses die ganze Zeit, wie ein Damoklesschwert über dem Helden hängt und so seine Handlungen maßgeblich beeinflusst.

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen ...

Irgendwie ist Hawkeye nicht so gut auf Spidey zu sprechen …

Wenn schon drei verschiedene Autoren und drei verschiedene Grundemotionen in einem Band vorkommen, dann ist es auch nur angemessen drei verschiedene Zeichner auf den Plan treten zu lassen, um die jeweiligen Geschichten passend umzusetzen. Da wäre zum einen Mike McKone, der das Abenteuer mit den Avengers und dem sehr genervten Hawkeye routiniert in Szene setzt. Die Bilder sind detailliert, wirken aber leider etwas statisch. Das geht eigentlich besser, wenngleich ich sagen muss, dass McKone Frogman sehr gut und humorvoll auf das Papier gebracht hat. Wiederum anders ist es mit den Zeichnungen der Kurzgeschichte rund um Julia Carpenter, die neue Madame Web. Hier war ein alter Bekannter aus Zeiten der Klonsaga am Werk. Patrick Scherberger hat Mitte der Neunziger Jahre die Abenteuer der New Warriors „verbrochen“ zu denen auch kurzzeitig der damals aktuelle Ben Reilly als Scarlet Spider gehörte. Schon damals war sein Zeichenstil sehr Imagehaft und austauschbar. Aber seit damals ist einiges an Zeit vergangen und Scherberger hat sich weiterentwickelt. Zum Glück zum Positiven, denn seine aktuellen Zeichnungen gefallen sehr wohl. Venom wurde diesmal nicht mehr von Tony Moore visualisiert, sondern von Tom Fowler, der bereits im letzten Band das letzte Abenteuer umsetzen durfte. Dies macht Fowler auch diesmal gewohnt souverän ohne sich irgendwelche Patzer zu leisten.

Die neue Madame Web.

Die neue Madame Web.

FAZIT:

Dass das Mega-Spider-Event um seinen besten Freund und zugleich ärgsten Widersacher keinen Bogen macht, war abzusehen. Wenn das Ganze dann auch noch so abwechslungsreich, spannend und humorvoll präsentiert wird, dann kann schon fast nichts mehr schiefgehen. Negativ ist einzig nur, dass durch die Veröffentlichung als eigener Seriensonderband, und daher nicht ganz chronologisch, einige Ereignisse vorweggenommen werden. Zwar könnte man hier nach jeder enthaltenen US-Ausgabe wechseln, aber wer macht sich schon diese Arbeit. Dennoch finde ich es sehr gut, dass Christian Endres, der redaktionelle Betreuer seitens Panini, eine genaue Auflistung der Lesereihenfolge nach US-Heften mitliefert. Das ist kein Standard und sollte daher auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Grundsätzlich muss man die redaktionelle Betreuung von Panini loben. Denn was einem hier zusätzlich an Wissen mitgegeben wird, schürt schon ein wenig die Bindung zwischen Leser und Macher der Comics.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

Auch Anti-Venom spielt eine wesentliche Rolle in Spider-Island.

„Venom Sonderband #2: Spider-Island“ bei Panini Comics bestellen.
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Spider-Island Reviewserie (6): Spider-Man (Vol. 2) #101 [Panini, August 2012]

Nach einer etwas kleineren Pause mit „Animal Man #1“ und „100% Marvel #62“ geht es heute mit der Spider-Island Reviewserie weiter …

Spider-Man (Vol. 2) #101

Als wenn es nicht schon genug wäre, das halb Manhattan plötzlich über Spinnenkräfte verfügt, nun wird Spidey auch noch von seinen Teamkollegen aus dem Ring geworfen. Dadurch, dass Spider-Man nun leider nur noch einer unter vielen ist, und die Rächer, den echten kaum von den Fälschungen unterscheiden können, muss der „Freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft“® seinen Dienst kurzzeitig quittieren. Doch Peter lässt sich nicht unterkriegen und tut nun so, als wäre er ebenfalls ein „Opfer“ der Epidemie geworden und erst seit Neuestem mit Spinnenkräften ausgestattet. So kann er immerhin die ehrbaren New Yorker motivieren, mit ihm in den Kampf gegen die Ganoven zu ziehen. In der Zwischenzeit findet Reed die Ursache für die Veränderungen und der Bürgermeister J. Jonah Jameson riegelt Manhattan vollständig ab. Auch Anti-Venom trägt seinen Teil zum Chaos bei. Er streift durch die Stadt und schafft es doch tatsächlich einige von der Plage zu heilen, aber ist gemessen an der Masse dennoch machtlos …

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Peter offenbart sich und fordert zur Mithilfe auf.

Es überrascht kein bisschen, wie ein Großteil der New Yorker reagiert. Kaum jemand hat wohl nicht schon davon geträumt, Superkräfte zu besitzen. Jedes comiclesende Kind und jeder bilderheftchenverrückte Teenager hat sich irgendwann einmal insgeheim gewünscht mit solchen Fähigkeiten, wie Spider-Man sie besitzt, gesegnet zu sein. So ähnlich muss es wohl auch Slott gegangen sein. Denn diese Story wirkt ein wenig, wie die Verwirklichung eines Kindheitstraumes. Und diese Energie spürt man förmlich. Man merkt regelrecht, welch einen Spaß Slott gehabt haben muss, diese Geschichte zu schreiben. Plus die Tatsache, dass er offenbar ein großer Fan der Klonsaga zu sein scheint, denn das der Schakal und Kaine wieder auftauchen ist ein gelungener Schachzug, um an die Ereignisse gegen Ende der neunziger Jahre wieder anzuknüpfen.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Roll in diesem Drama.

Anti-Venom spielt eine nicht gerade unwichtige Rolle in diesem Drama.

Für die grafische Umsetzung ist wieder einmal Humberto Ramos verantwortlich. Dieser spaltet wie kaum jemand anderes die Fangemeinde. Während ich persönlich ein großer Fan seines Manga-artigen und extrem dynamischen Zeichenstils bin, so gibt es aber genauso viele Fans wie Gegner. Denn gerade die Mangaanleihen sind nicht jedermanns Sache. Auch mit den Mimiken an Ramos ein kleines Problem. Denn diese schwanken nur von wütend zu gelangweilt und verschmitzt frechem Grinsen. Aber Trauer, Verzweiflung, Angst, Freude ohne ein Lächeln und andere feinfühlige Emotionen ist Ramos nicht in der Lage umzusetzen. Das gleiche Problem scheint Ramos auch mit der Anatomie zu haben. Die schmerzhaften aber coolen Posen sind fast schon ein Markenzeichen geworden. Wenn man von diesen Punkten absieht, sind Ramos Zeichnungen mit den Inks von Victor Olazaba und Carlos Cuevas und der Farbgebung von Edgar Delgado, sehr gelungen.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

Flash hat auch so seine Probleme mit der Spinnenbrut.

FAZIT:

Es ist schon faszinierend, wie sich die Situationen rund um Spider-Man weiterentwickeln und vor allem, wie sich die Pläne des Schakals, der offenbar nicht alleine arbeitet, verwirklichen lassen. Auch das sich Jonah nun einer Entwicklung gegenübersieht, die für ihn kaum schlimmer sein könnte, ist sehr humorvoll umgesetzt. Schade ist allerdings, dass Peters Intelligenz hier keine so große Rolle spielt. Denn immerhin ist Peter, genau wie Reed, vom Intellekt nicht zu unterschätzen. Doch das ist ein Punkt den Slott, entweder ganz bewusst, oder versehentlich, außen vor lässt. Nichtsdestotrotz entwickelt sich Spider-Island hervorragend und macht von der ersten bis zur letzten Seite rundum gute Laune und sehr viel Spaß, wenn man denn mit dem Stil von Ramos warm wird.

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Schocker ist der Erste, der die zweite Phase der Mutation betritt.

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Spider-Island Reviewserie (4): Spider-Man (Vol.2) #99 [Panini, Juni 2012]

Heute ist es wieder an der Reihe, für die nächste Spider-Island Ausgabe, und wir nähern uns langsam aber sicher dem Ende des Prologs und dem Start der Hauptgeschichte …

Spider-Man (Vol.2) #99

Jeden ersten Freitag im Monat ist der Filmfreitag für Betty und ihren besten Freund Peter Parker. Doch seitdem Peter bei Horizon arbeitet, als Spider-Man für zwei Rächerteams und die Future Foundation unterwegs ist und selber noch sein Privatleben mit Carly hat, gibt es immer wieder Situationen, die diesen Filmfreitag gefährden. Als Peter wieder einmal absagen muss und auch Bettys Freund Eddie nicht vor Ort ist, geht Betty alleine ins Kino. Auf dem Heimweg wird sie das Opfer eines Überfalls und wird schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Sofort sind alle ihre Freunde zur Stelle. May und ihr Mann Jay. Glory, Mary Jane und auch Bettys Freund Eddie kommt kurzerhand zurück. Sogar Robbie und J. Jonah Jameson tauchen auf, nur Peter fehlt. Dieser ist unterwegs um Bettys Peiniger ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen …

Betty hat keine Chance ...

Betty hat keine Chance …

Neben der Hauptstory sind außerdem vier Kurzgeschichten enthalten, von denen sich zwei dem bevorstehenden Spider-Island-Event widmen. Zum einen wird auf die weitergehende Ausbreitung der Testobjekte eingegangen und zum anderen holt sich Spider-Man bei Shang Chi ein paar Hilfestellungen um seinen seit geraumer Zeit ausgefallenen Spinnensinn zu überbrücken. Außerdem gibt es einen Blick in die Vergangenheit und zurück in die Gegenwart, als May und Jay sich entschließen New York zu verlassen und nach Boston zu ziehen, sowie einen ganz normalen Tag im Leben von Spider-Man. Während die beiden Spider-Island-Geschichten die Spannung zum direkt bevorstehenden Abenteuer noch ein wenig anheizen, sind die anderen beiden Storys nur unterhaltsames Beiwerk. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich relevant, wenn man von der Entscheidung des jungvermählten Paares einmal absieht, die bekannte Heimat zu verlassen.
In der Hauptgeschichte wird nach etwas längerer Zeit wieder das Privatleben von Peter thematisiert, allen voran seine Freundschaft mit Betty Brant. Dies wird sehr glaubhaft und emotional geschildert und sticht vor allem durch die sehr vielen persönlichen Momente heraus.

Peter kennt keine Gnade!

Peter kennt keine Gnade!

Visuell ist diese Ausgabe eine bunte Mischung an Zeichnern und Stilen. Während Ryan Stegman in der Hauptstory noch mit filigranen und sehr detaillierten Zeichnungen überzeugt, zeigen die weiteren Geschichten mit kräftigeren Strichen und dominanteren Outlines ein ganz anderes visuelles Konzept. Zwar kommt es innerhalb dieser Ausgabe zu keinem all zu großen Stilbruch mit den anderen Geschichten, aber dennoch sind die verschiedenen Zeichner ganz klar voneinander abgrenzbar. Besonders positiv hervorzuheben ist hierbei erneut Emma Rios, deren dunkles Gesamtkonzept hervorragend in die Spider-Island-Kurzgeschichte passt. Ebenso die Zeichnungen von Max Fiumara und dessen Kampf von Spider-Man mit Shang Chi. Wesentlich bunter und fröhlicher sind die Bilder von Giuseppe Camuncoli und Javier Pulido und stehen damit schon fast in krassem Gegensatz zum restlichen Inhalt, passen aber dennoch, auch im Sinne der Auflockerung, sehr gut.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

May und Jay ziehen weg, und Peter erinnert sich.

FAZIT:

Eine kurzweilige und emotionale Ausgabe, welche die Beziehungen unter den Nebencharakteren aus neuen und interessanten Blickwinkeln zeigt. Kurze Infos und Neuausrichtungen einiger Protagonisten werden bekannt gegeben und die Spannung zum im nächsten Heft startenden Spider-Island weiter geschürt. Zusammen mit den wechselnden Zeichnungen ergibt sich eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Mischung an Abenteuern.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

Ein ganz normaler Tag im Leben von Spider-Man.

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Venom Sonderband Nr. 1: Netz des Todes [Panini, März 2012]

Heute gibt es den ersten Band der neuen Venom-Serie mit Peters alten Freund und Kriegsveteran Eugene „Flash“ Thomspon. Mal sehen wie sich Flash als Spezialagent schlägt …

Venom Sonderband #1: Netz des Todes

Eugene „Flash“ Thompson ist der neue Venom. Er ist aber nicht wie seine Vorgänger, ein gnadenloser Mörder und Psychopath, gelegentlich mit einem Ehrenkodex versehen, sondern er ist Top-Secret Spion der Regierung. Im neuen Projekt Wiedergeburt wurde dem Kriegsveteran, der beide Beine im Einsatz verloren hat, der Symbiont übergeben. Oder zumindest zeitweise. Denn seine Symbiose mit dem außerirdischen Parasiten, darf maximal 48 Stunden dauern, da diese sonst unumkehrbar wird.
Unter diesen Voraussetzungen und strenger Kontrolle wird Flash nun in alle möglichen Krisengebiete geschickt, oder muss Aufträge von höchster Dringlichkeit erfüllen. Seien es Aufstände in Osteuropa, wertvolle Bodenvorkommen im Wilden Land oder Ärger direkt vor der Haustür in Form ekelhaft mutierten Freaks. Sogar auf sein Idol Spider-Man trifft der neue Geheimagent, aber so wie er es sich wünschen würde, läuft das Treffen leider nicht ab …

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Der neue Venom trifft auf Spider-Man.

Autor Rick Remender führt den neuen Venom auf einen frischen und sehr unterhaltsamen Weg. Gerade durch die Konstellation Flash/Venom und Peter/Spider-Man ergeben sich enorm viele Konftrontationsmöglichkeiten. Egal, ob im direkten Zweikampf als auch im privaten Bereich. Bezeichnend hierfür ist eben genau ein Bild, auf dem Flash und Peter auf einem Sofa sitzen, nachdem Betty wieder in Sicherheit ist, und sich hinter ihnen als Schatten ihre Alter Egos abzeichnen.
Ebenfalls sehr spannend ist die Tatsache, dass Flash immer nur maximal 2 Tage mit dem Symbiont verbunden sein darf, ohne dauerhafte Schäden zu riskieren, er aber diese Deadline regelmäßig überschreitet. Es wird schon spannend werden, ab wann dieses „Leben am Limit“ die ersten Ausfallerscheinungen hervorrufen wird.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Flash und Peter unwissend über ihre Alter Egos in friedvoller Zweisamkeit.

Zeichnerisch unterstützt wird Remender hierbei von Tony Moore, der bereits mit Kirkman zusammen The Walking Dead auf den Weg gebracht hat. Er schafft es sowohl den menschlichen und verletzlichen Flash Thompson als auch den übermenschlichen, surrealistischen Kämpfer Venom überzeugend darzustellen. Dabei strotzen aber nicht nur die Figuren, sondern auch die Hintergründe nur so vor Details. Die Bilder sind dynamisch und die Anatomie stimmt ebenfalls. Das sind Fähigkeiten, die nicht mehr allzu oft aufeinandertreffen, denn oftmals sind die Zeichnungen zwar dynamisch, gehen aber zulasten des Körperaufbaus. Oder aber die Anatomie stimmt, und die Zeichnungen wirken zu statisch. Hier aber passt einfach alles und auch die Farbgebung fügt sich harmonisch zu einem stimmungsvollen Gesamtbild.
Für eine US-Ausgabe darf aber auch einmal Tom Fowler an den Zeichenstift. Sein Stil ist dabei etwas cartooniger als der von Moore und seine Striche sind etwas kräftiger, aber von der Dynamik nehmen sich beide Zeichner nicht viel. Außer das sein Venom wesentlich schräger aussieht und mehr von einem Monster hat, als Moores Version.

Venom in Action.

Venom in Action.

FAZIT:

„Venom Sonderband #1: Im Netz des Todes“ kann mich auf voller Linie überzeugen. Die Geschichten sind spannend und humorvoll, wissen mit den Zeichnungen und der Farbgebung, sowie Panelaufteilung und Seitenaufbau zu gefallen und unterhalten von Anfang bis Ende ohne Längen. Dennoch muss ich sagen, dass es keine Highlights sind. Sie wissen zwar ein klein wenig aus dem Einheitsbrei herauszustechen, aber leider nicht sehr weit.
Dennoch kann man den Band gerade Fans von Spider-Man und explosiver Agentenaction bedenkenlos empfehlen. Und das nicht nur, weil der freundliche Netzschwinger aus der Nachbarschaft wohl mit Sicherheit regelmäßig vorbeischauen wird, und Flash des Öfteren den einen oder anderen Wohnblock durch seine Sturheit platt macht.

Action ohne Ende.

Action ohne Ende.

„Venom #1: Netz des Todes“ bei Panini bestellen.
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Dark Reign Specials 1-4 [Panini, Mai bis August 2010]

Heute möchte ich euch eine kleine Sammlung von Specials zu Dark Reign präsentieren…

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/c261b00bef611127b75ef2665837fd74_thumb.jpgDark Reign Special: Die neuen Rächer – The Reunion

Bobby Morses‘ Rückkehr vom Planeten der Skrulls nach der Secret Invasion war für alle keine einfache Sache, aber am meisten leidet neben Bobby natürlich ihr Noch/Ex/Wieder-Mann Clint. Der war in dem festen Glauben, das Bobby sich vor ihrem Tod noch mit ihm versöhnen wollte und das sie gemeinsam die geplante Scheidung hinter sich gelassen hätten. Doch das Bobby zu dem Zeitpunkt bereits ausgetauscht war, muss Clint jetzt auf die harte Tour erfahren, als er mit Bobby und ihrer neuen Geheimorganisation WCA – World Counterterrorism Agency (Ob es wohl Zufall ist das die Abkürzung an die West Coast Avengers erinnert?) einen Geheimauftrag gegen AIM durchführt. Eine verrückte Wissenschaftlerin will mit einer Bombe auf einer Veranstaltung sämtliche hochrangigen Wissenschaftler aus dem Weg räumen. So scheint es zumindest. Das und die Frage wie es mit der Beziehung zwischen Bobby und Clint weitergeht wird aber erst das Ende dieses Auftrages zeigen …

FAZIT:

Die neuen Rächer: Die Reunion ist eine schöne Miniserie die neben der ganz ordentlichen Agentenaction die Beziehung zwischen Hawkeye, oder aktuell Ronin, und Mockingbird beleuchtet. Dabei wird in Rückblicken gezeigt wie es unter anderem zur großen Liebe, zum Bruch zwischen den Beiden und der tragischen Ereignisse kurz vor, während und nach der Secret Invasion gekommen ist. Jim McCann liefert dafür einen durchaus lesenswerten Plot ab, der durch die gekonnten Zeichnungen von David López unterstützt wird. Kein Highlight, aber gute und solide Unterhaltung.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/62881d49e467e1580be1e7dc88de9df5_thumb.jpgDark Reign Special: Sinister Spider-Man

Seitdem MacGargan als schwarzer Spider-Man in Osborns-Rächer-Team seinen dunklen Gelüsten freien Lauf lassen kann und dafür auch noch von den Bürgern New Yorks geliebt und bewundert wird, ist das Wachstum seines labilen Egos kaum noch zu bremsen. Als dann aufgrund der anstehenden Feierlichkeiten „Venom“ in seiner Verkleidung als Spider-Man den Beschützer von Jameson spielen muss und gleichzeitig auch noch zwei Banden gegeneinander aufwiegelt, scheinen alle Grenzen und Hemmungen zu fallen. Nur ein einziger Mensch ahnt, was hinter dem schwarzen Spider-Man stecken könnte und sammelt deshalb eine Gruppe um sich, die ebenfalls schon ihre Begegnung mit dem „Bad in Black“ gemacht haben. Unter der Führung des Redeemer haben sich somit Hippo, Doktor Everything, Dementoid, Eleven und General Wolfram zusammengetan um sich dieser Bedrohung zu entledigen. Auch Jameson ist über das Arrangement mit dem vermeintlichen Spider-Man alles andere als erfreut und als sich ihm Informationen bieten um das ganze Auffliegen zu lassen sieht er seine Chance für Rache an Spider-Man, immer noch nicht wissend das dieser schwarze und der uns altbekannte Spider-Man zwei verschiedene Personen sind.

FAZIT:

Im Großen und Ganzen ist diese Miniserie nichts Besonderes. Keine außergewöhnlichen Storyelemente, keine wichtigen Handlungsbögen und dennoch ist es ganz faszinierend wie sich MacGargan als Sinister Spider-Man durch New York bewegt, seinen Wünschen freien Lauf lässt und dafür auch noch bewundert wird. Bachalos Zeichnungen passen dabei sehr gut zu dem düsteren und chaotischen Touch der Geschichte, wobei der Zeichnerwechsel im dritten Teil zwar nicht störend, doch im ersten Moment etwas ungewohnt ist. Zusammenfassend kann ich sagen, das diese Mini über mehr als den reinen Unterhaltungsstatus nicht herauskommt.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/16ad2f34b0797ab73788c9964a57bbca_thumb.jpgDark Reign Special: Die Liste (1 von 2)

The List erster Teil: Clint hat es einfach satt mit anzusehen, wie Osborn seine Macht ungehindert ausübt. Deshalb macht er sich auf den Weg zum Rächerturm um Norman auszuschalten. Dabei trifft er auf Feinde, Freunde und alte Bekannte … Der nächste Punkt auf Osborns Liste ist Daredevil gewidmet. Dieser versucht gerade, der neue Anführer der Hand zu werden. Damit eben dies nicht der Fall wird, schickt Norman seine beste Waffe gegen Daredevil in den Kampf, Bullseye. Doch dieser hat es auf keinen direkten Zweikampf abgesehen, sondern will Daredevil demütigen … Danach bekommt es Namor mit Osborns Rache zu tun als Osborn Namors mutierte Ex-Frau auf sein Königreich loslässt. Mithilfe der außerirdischen Lebensform Plodex erschuf Osborn ein Monstrum, welches nur Atlanter angreift und vernichtet. Getrieben von unbändigem Hass und grenzenlosem Hunger macht sich diese Mutation auf den Weg durch die Ozeane. Nun bleibt Namor nur noch die Hilfe der X-Men um seine Ex-Frau in die Schranken zu verweisen … Zu guter Letzt für den ersten Band schleicht sich Nick Fury in den Rächerturm von Osborn ein, um sich ein paar Geheimnisse anzueignen. Genau wie Osborn hat auch Fury eine Liste angelegt mit Dingen, die er noch zu erledigen hat. Fury war aber nicht umsonst jahrelang der Leiter von S.H.I.E.L.D., wenn er nicht doch noch ein paar Asse im Ärmel hätte, um seine Interessen durchzusetzen …

FAZIT:

Der Auftakt zu Osborns-Racheliste ist zwar kein Highlight, aber immerhin noch auf überdurchschnittlichem Niveau. Dabei sind die Storys dynamisch, actionreich, dramatisch und gelegentlich auch humorvoll. Besonders Spideys kleine Sticheleien gegen Clint sind hierbei mein persönliches Highlight. Ebenfalls durchweg gelungen sind die Zeichnungen von Djurdevic, Tan, Davis und McGuinnes, wobei ich sagen muss, dass es für mich persönlich keiner der Künstler schafft, sich aus der Menge der anderen besonders positiv hervorzuheben. Trotz allem ist es ein gelungener Band, der mich amüsant und interessiert unterhalten hat.

https://i0.wp.com/www.comichunters.net/images/comics/4a580681e3d3f455e620782214e56dc3_thumb.jpgDark Reign Special: Die Liste (2 von 2)

Es beginnt mit der Jagd auf den Punisher. Seit Punisher #1 nach der Secret Invasion hat es Norman auf Frank abgesehen, weil dieser ihn töten wollte. Nun schickt er nicht nur eine ganze Mannschaft seiner Leute, sondern auch noch Wolverines Sohn Daken um diesen Punkt seiner Liste zu abzuhaken …
Auch Bruce Banner und sein Sohn Skaar sind auf der Liste von Osborn vertreten. Doch dieser will nicht etwas den Hulk vernichten, sondern nur Bruce Banner ausschalten. Um dies zu erledigen, schickt er neben seiner Ms. Marvel, Moonstone, auch noch seine Helferin Ms. Hand los …
Wolverine hingegen steht zwar nicht direkt auf Normans Liste, aber er ist dabei, als er zusammen mit Noh-Varr verhindern will, das Norman in den Besitz eines allmächtigen Gehirnes kommt, welches alle Lebewesen auf der Erde kontrollieren könnte. Einzig No-Varr und Fantomex scheinen immun gegen diese Steuerung zu sein …
Zu guter Letzt schafft es Spider-Man einmal wieder, seinen bisher größten Gegner eines auszuwischen. Um Norman vor aller Welt bloßstellen zu können, benötigt er Beweise über Normans üble Machenschaften. Doch diese sind nur im Rächerturm zu finden. Als Norman erfährt das Spider-Man in sein Heiligtum eingedrungen ist kommt es zum Kampf in aller Öffentlichkeit …

FAZIT:

Beginnend mit der doch sehr aggressiven und brutalen ersten Geschichte um die Vernichtung Punishers startet der zweite Teil von Norma Osborns Racheliste. Dabei sind hier, im Gegensatz zum ersten Band die Zeichnungen wesentlich abwechslungsreicher, was nicht heißen soll, dass die Zeichnungen im ersten Band schlecht waren, sondern einfach nur zu einheitlich, dafür, dass es von vier verschiedenen Zeichnern war. JR Jr. Stil ist klar und unverkennbar, auch wenn es nicht gerade seine beste Arbeit ist, und obwohl ich der Meinung bin, das Romita zusammen mit Janson einfach unschlagbar ist (Gleiches gilt aber nach meiner Auffassung auch für das Team Miller/Janson). Ben Olivers Zeichnungen bei der Hulk-Story sind zwar nicht schlecht, aber meiner Meinung nach etwas effektüberladen und zu glänzend. Dagegen wirken Esad Ribics Zeichnungen sehr karikaturistisch, was aber der leicht abgedrehten Story auch zugutekommt. Adam Kuberts Zeichnungen sind gelungen, wobei mich bei dieser Geschichte mehr die Story an sich überzeugen konnte. Mit ihrem leicht humoristischen Touch und dem mehr auf Taktik als auf Kraft spielenden Spider-Man, der es doch glatt schafft, den Meisterplaner Osborn auszutricksen. Insgesamt ist der zweite Band eine klare Steigerung zum Ersten.

Meine Comiclieferung für den November 2012

Andere Blogger machen eine wöchentliche Liste, aber so viel kaufe ich nicht. Naja…

…eigentlich ja doch. Aber ich bekomme ja nur eine Lieferung im Monat von meinem Stammshop, da ich es nicht schaffe regelmäßig dorthin zu fahren und in meiner Stadt leider kein Comicshop mehr existiert. Ausserdem bin ich mit den Jungs dort rundum zufrieden.

Deshalb ein großes Dankeschön an das Team vom Comic Attack in Erfurt!

Hier nun meine Lieferung für den November:

  • Detektiv Conan #74 [EMA]
  • Kaito Kid Treasured Edition #2 [EMA]
  • Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories #1 [EMA]
  • Pretty Guardian Sailor Moon Short Stories #2 [EMA]
  • Bart Simpsons #68 [Panini]
  • Simpsons Comics #193 [Panini]
  • Batman #6 [Panini]
  • Justice League #6 [Panini]
  • Spider-Man Magazin #64 [Panini]
  • Spider-Man #104 [Panini]
  • Spider-Man #105 [Panini]
  • Spider-Man, der Avenger #3 [Panini]
  • Venom #3 [Panini]
  • FF – Fantastic Four #4 [Panini]
  • Marvel Exklusiv #101: Carnage USA [Panini]
  • Avengers #21 [Panini]
  • Avengers #22 [Panini]
  • Avengers vs. X-Men #1 [Panini]
  • Avengers vs. X-Men #2 [Panini]

Spider-Man Magazin #29 bis #31 [Panini, Januar bis März 2010]

Heute möchte ich euch ewas leichtere aber dennoch unterhaltsame Kost präsentieren. Das Spider-Man Magazin ist zwar eigentlich für Kinder konzipiert, aber es beinhaltet sehr lockere und spaßige Comicstories aus dem vereinigten Königreich die sogar besser sind als ihre amerikanischen Pendants…

Spider-Man Magazin #29

Alles beginnt ganz harmlos und auch irgendwie typisch für Peter. Jonah will seine neuen Fotos nicht kaufen, er kommt zu spät zur Uni und muss deshalb länger machen, wodurch er das Date mit MJ verpasst. Alles was ein Spider-Man dann braucht um den Kopf frei zu bekommen ist Netzschwingen. Bei seiner kleinen Entspannungstour durch den Big Apple kommt ihm H.E.R.B.I.E. durch ein Fenster des Baxter Buildings entgegengeflogen. Nach einem Angriff von Blastaar und Annihilation die durch das Portal aus der Negativzone die FV angreifen wollten und erfolgreich zurückgedrängt wurden, wurde das Portal schwer beschädigt und die FV mitsamt einem Großteil ihres technischen Equipments mit in die Negativzone gesaugt. Nur H.E.R.B.I.E. blieb alleine zurück und musste das Baxter Building reparieren. Doch dann kamen die Sinister Six zu „Besuch“ und wollten mit Hilfe der Zeitreise-Plattform von Doom in die Vergangenheit reisen um Spidey am Beginn seiner Karriere auszuschalten. Doch auch die Plattform wurde durch den Kampf mit Blastaar und Annihilation schwer beschädigt, wodurch sie zwar immer noch in New York, aber in verschiedene Zeitebenen geschleudert wurden. Nun liegt es an Spidey ein Zeitchaos zu verhindern und den Plan der Sinister Six zu vereiteln, sowie alle in kleine Arrestzellen im Baxter Building zu verfrachten…

Fazit:

Während sich hier noch alles aufbaut, wirkt die Geschichte stellenweise etwas gehetzt und zusammengestückelt. Doch wenn man bedenkt, dass Autor Ferg Handley nur etwa 12 Seiten, also die Hälfte eines normalen Heftes, zur Verfügung hatte, dann ist es schon beachtlich was er und Andie Tong da geleistet haben.

Spider-Man Magazin #30

Als erstes Mitglied der Sinister Six wird Flattermann Toomes aufs Korn genommen. Dieser hat sich im Jahr 10.894 v Chr. niedergelassen und wird dort von ansässigen Stämmen als Gott verehrt. Das jetzt ausgerechnet Spider-Man auftaucht und ihm den Spaß verderben will passt dem Geierchen natürlich überhaupt nicht in den Kram. Aber Spidey muss verhindern das sich Toomsys Stamm hier im zukünftigen New York niederlässt, da sonst ein riesiges Zeitparadoxon ausgelöst werden könnte. Relativ schnell ist Gott Pleitegeier entmachtet und sein Stamm nach Kanada geschickt, während die Fliegerglatze eine hübsche Arrestzelle bekommt.

Fazit:

Der Geier ist vor allem für lustige Stories gut. Das sieht man auch hier wieder. Koordinierungs- und Planlos will Toomes mal wieder mehr aus seiner Person machen, als eigentlich in ihm steckt. Gelungen hierbei sind vor allem Peters Sprüche, die den Geier immer wieder aufs Neue reizen.

Spider-Man Magazin #31

Der nächste Sinister Six der darauf wartet eingesammelt zu werden ist Venom. Dieser hat sich im finsteren Mittelalter (998 AD.) eingenistet. Gerade als die Wikinger ihre ersten Versuche auf dem zukünftigen Amerikanischen Kontinent unternehmen wollen. Dank eines kleinen Apparates mit konzentrierten Schallwellen ist Venom ruckzuck besiegt, doch der Symbiont gibt sich so schnell nicht geschlagen. Er übernimmt kurzerhand den Körper eines riesigen Wikingerkriegers und wird somit zu einer ernsten Bedrohung für Spidey…

Fazit:

Trotz der imposanten Darstellung des Venom-Wikingers ist dies der bisher schwächste Teil der Zeitreise-Saga. Wohl auch weil die Kämpfe mit/gegen Venom nichts neues mehr bringen. Schall oder Feuer, und schon wird aus dem Monster ein sanftes Kätzchen. Da wäre etwas neues innovatives echt eine Bereicherung.

Ultimate Spider-Man Episode 11 (Clip)

Am Sonntag steht auch schon wieder die nächste Folge von Ultimate Spider-Man in den Startlöchern und diesmal trifft Spidey auf einen uns allen altbekannten Gegner im kleinen Schwarzen…

…Venom!

Ultimate Spider-Man Episode 4 (Clip)

Marvel hat wieder einmal einen kleinen Anheizer zur Ultimate Spider-Man Animationsserie auf Disney XD veröffentlicht. Diesmal begegnet Peter einem sehr bekannten Gegner in Schwarz…

Viel Spaß damit!

Im Netz von Spider-Man #34 [Panini, Januar 2012]

Mit der heutigen Ausgabe endet leider auch schon „Big Time“. Was viele aber vielleicht schon überhaupt nicht mehr auf dem Radar haben, ist die Tatsache das Dan Slott bereits einen Neustart für den Netzschwinger mit US-Amazing Spider-Man #546 (auf deutsch in Spider-Man (2004-….) #52) mit dem Story-Arc „Brand New Day“ geschrieben hat. Für viele war dieser Reboot alles andere als ein Highlight, um nicht sogar zu sagen ein absoluter Reinfall. Viel wurde darüber in den verschiedensten Foren rund um die Welt diskutiert und auch bei Marvel selbst hat man Jahre später versucht mit „One Moment in Time“ (auf deutsch „Ein besonderer Augenblick„) einiges davon zu korrigieren.

Doch jetzt hat Dan Slott bewiesen das er es auch besser kann. Er konnte und kann dem Wandkrabbler eine neue, interessante, frische und dennoch irgendwie gefühlsmäßig bekannte Zukunft geben, wie es sie schon lange nicht mehr innerhalb der regulären US-Monatsserien gab. Dieses Feeling welches bis vor kurzem nur noch in den britischen Spectacular Spider-Man Magazin-Ausgaben zu finden war (welche aber von Disney vor einem knappen halben Jahr verboten wurden) findet nun endlich wieder den Weg in die reguläre Kontinuität.

Und damit Vorhang auf für das Finale von „Big Time“…

Im Netz von Spider-Man #34

Inhalt:

  1. „Armee der Insekten (Die Rache von Spider-Slayer, Teil 1)“ (Army of Insects (Revenge of the Spider-Slayer, Part 1) / Amazing Spider-Man #652 [Mrz 2011])
  2. „Alle deine Lieben werden sterben! (Die Rache von Spider-Slayer, Teil 2)“ (All You Love Will Die (Revenge of the Spider-Slayer, Part 2) / Amazing Spider-Man #653 [Mrz 2011])
  3. „Selbstverstümmelung (Die Rache von Spider-Slayer, Teil 3)“ (Self-Inflicted Wounds (Revenge of the Spider-Slayer, Part 3) / Amazing Spider-Man #654 [Apr 2011])
  4. „Wiedergeburt“ (Rebirth / Amazing Spider-Man #654 [Apr 2011])
  5. „Flashpoint“ (Flashpoint / Amazing Spider-Man #654.1 [Apr 2011])

"Bitte nicht auf der Rakete reiten!" 😀

Alistair will Rache und zwar nicht nur an Spider-Man, sondern auch am gesamten Jameson-Clan, denn immerhin ist J. Jonah Jameson für den Tod seines Vaters verantwortlich. Um sein Ziel zu verwirklichen hat Smythe nicht nur den Scorpion wieder zu neuem frischem Leben erweckt, auch noch andere durch Jameson zerstörte Existenzen sind auf seiner Seite und von ihm mit neuen Fähigkeiten ausgestattet worden. Um Jonah deshalb das schlimmste aller möglichen Leiden (vor seinem eigenen Tod) zuteil werden zu lassen, will Smythe John Jameson bei seinem nächsten Flug zur Horizon-Labs-Orbital-Station in den sicheren Tod schicken. Dafür schafft er es sich in das Kontrollzentrum einzuschleichen, aber er rechnet nicht damit das Peter Parker, alias Spider-Man, inzwischen Mitarbeiter bei Horizon Labs, ebenfalls vor Ort sein soll und somit entbrennt ein gefährlicher Kampf direkt auf dem Space Shuttle zwischen Spider-Man und dem neuen verbesserten Skorpion…
Zwischenzeitlich fliehen Jonah und sein Vater in die Stadt vor weiteren Angreifern die im Namen von Smythe auf Beutefang gegangen sind. Denn auch Marla und May sind Ziele von Smythe, da sie in direktem Bezug zu Bürgermeister Jameson stehen.

Da sage noch einer bei den Printmedien wäre nichts mehr zu holen.

Auch Robbie Robertson ist als Jonahs Freund eine ideale Zielscheibe. Zum Glück hat aber Spidey mit den Rächern gute Freunde an seiner Seite, auf die er jederzeit zählen kann. Und so eilen Peter bei der Andru Air Force Base Luke Cage, Ms. Marvel Iron Fist und Jewel zu Hilfe während Peter sich mit Ben Grimm und Mockingbird auf Richtung Stadt macht um nach seiner Tante zu sehen, die inzwischen noch ganz unbehelligt in einem Wellness-Spa der Erholung fröhnt, als Smythes Handlanger durch die Wand brechen.

Nicht mal mehr entspannen kann man sich in Ruhe!

Nicht nur das ab dann an zwei Orten ein dramatischer Kampf entbrennt, auch die Tatsache das Peter seinem neuen Boss fast sein Geheimnis offenbaren muss, nein es kommt noch schlimmer. Am Ende verliert ein für alle Personen sehr liebgewordener Mensch, der stets nur das Beste wollte sein wertvollstes Gut. Sein Leben…

Geht es nur mir so, oder sieht das aus wie ein Flughörnchen?

Anders hingegen ergeht es Flash, der durch das Projekt Wiedergeburt 2.0, eine neue Chance auf das Leben erhält. Mit Hilfe des von Mac Gargan getrennten Aliensymbionten Venom, soll Flash als Geheimagent für die Regierung in Aktion treten. Doch seine Zeiten mit dem Symbionten sind begrenzt. Denn je länger Flash mit dem Symbionten verschmilzt um so schädlicher ist dies für seinen Körper und seine Psyche. Doch bei einem seiner Einsätze geht etwas schief…
FAZIT:
Was soll man zu „Big Time“ so sagen? Es macht einfach nur Spaß. Slott liefert Spannung, Dramatik, Action und Humor am laufenden Band. Dabei schafft es Slott dennoch eine Kontinuität aufzubauen wie ich sie schon lange im Marvel Universum vermisse. Bezugspunkte aus der näheren oder auch weiter zurückliegenden Vergangenheit werden mal mehr und mal weniger offensichtlich aufgegriffen und dem Leser präsentiert. Oftmals sind es auch nur ein paar Details im Hintergrund die einen fragen lassen „War da nicht erst etwas wo das vorkam?“ oder „Ist das nicht der gleiche wie im vorletzten Heft?“ und so weiter…
Also „Big Time“ erfreut mich wirklich zunehmends immer mehr, und auch wenn dieses Mal nicht Ramos am Zeichenstift saß, so ist Stefano Casellis Arbeit ebenso gelungen und weiß das Auge zu erfreuen. Dafür darf Ramos ja dann bei der .1-Ausgabe von Venom noch sein Talent beweisen und macht dies auch gewohnt souverän.
Zusammenfassend kann man sagen das sich „Big Time“ wundervoll weiterentwickelt hat und ich hoffe es bleibt auch bei den weiteren Story-Arcs so spannend und unterhaltsam wie bisher.

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