Marvel True Believers Retro Character Collection: Fantastic Four Pop-Up [Candlewick Press, 2007]

In diesem Pop Up-Buch wird ein Blick auf diese Entstehung geworfen. Es ist die dritte Ausgabe der von Candlewick Press veröffentlichten Bücher und meine Letzte, die ich besitze. Die noch nachfolgende Nummer vier mit dem unglaublichen Hulk, habe ich leider noch nicht ergattern können. Wobei es hierbei auch Veröffentlichungen gibt, welche Hulk als Nummer 3 anführen. Dies liegt jedoch auch daran, dass diese Pop Up-Bücher von inzwischen mehreren Verlagen weltweit produziert wurden und so regionale Unterschiede in der Reihenfolge auftreten können. Aber heute geht es erstmal um diesen Band und vielleicht schaffe ich es, euch bis nächste Woche ein weiteres, und dennoch ganz anderes Schmankerl zu präsentieren …

Fantastic Four Pop-Up

Mit Marvels First Family begann das neue Comiczeitalter, das Silver Age, in den 60er Jahren. Genaugenommen im November 1961. Hier schufen Stan Lee und Jack Kirby den Grundstein für den neuen Superheldenmythos, indem sie klassische Heldenaction mit einer Prise Daily Soap vermischten.

Pop Up FF 001

Welches Cover würde sich besser eignen, als das von Fantastic Four Nummer 1 um ein 3D-Pop Up- Buch zu beginnen? Keines! Und genau deswegen hat man sich dieses Cover geschnappt und hier wundervoll in Szene gesetzt. Während der rechte Arm des Monsters mit Sue eine leichte Kreisbewegung beschreibt, treten die restlichen Teammitglieder durch eine ausgeklügelte Mechanik in den Vordergrund. Auf der rechten Seite gibt es in ausführlichen Comicbildern die Origin. Herausziehbare Zusatzinfos gibt es diesmal leider keine.

Pop Up FF 002

Als erstes Einzelmitglied ist der Kopf des Teams an der Reihe. Reed Richards oder auch Mr. Fantastic. Er stellt sich dem Kampf mit Doctor Doom und seine Fähigkeit sich zu dehnen und zu verformen wird hier dadurch dargestellt, dass er ringförmig dem Energiestrahl von Doom ausweicht. Außerdem gib es wieder ein kleines Fact File zum herausziehen.

Pop Up FF 003

Als Nächstes ist der Erzfeind der Fantastic Four an der Reihe. Nachdem er sich auf der vorangegangenen Seite noch mit Reed duelliert hat, nimmt er nun majestätisch auf seinem Thorn Platz. Dieser Effekt kommt leider nicht so gut zum Tragen. Auf der rechten Seite gibt es noch eine kurze Info zu Galaktus, mitsamt 3D-Bildchen plus ein Zusatzkärtchen zum herausziehen für Doctor Doom.

Pop Up FF 004

Auch Susan Storm, alias Invisible Woman bekommt eine eigene Seite spendiert. Sie tritt gegen den Molekule Man an und am beeindruckendsten ist die Tatsache, dass man für sie durchsichtige Plastikfolie bedruckt hat, um ihre Unsichtbarkeit zu verdeutlichen. Dazu kommen umherwirbelnde Zeitung, die sich zwar nicht wirklich bewegen, aber auf verschiedenen Ebenen herausgehoben werden, sodass sie zu fliegen scheinen. Abgerundet wird die Seite wieder, durch ein ausziehbares Fact File am unteren rechten Rand.

Pop Up FF 005

Der nächste Gegner, der großformatig präsentiert wird, ist der Mole Man. Er tritt durch den 3D-Effekt selber bedrohlich in den Vordergrund. Am linken unteren Rand befindet sich ein Fact File zum Schurken und am rechten Rand das eigentliche Highlight. Das Baxter Building klappt heraus und gibt seine Geheimnisse preis.

Pop Up FF 006

Für die Gesellschaft keine Schönheit, aber dennoch nicht wirklich hässlich ist das Ding. Ich persönlich finde Benjamin J. Grimm in seiner Steinform sogar durchaus ansehnlich, wenngleich er dadurch auch bedrohlich wirkt. Auf dieser Seite muss er einen mächtigen Schlag einstecken, der ihn glatt dem Leser entgegenschleudert. Dazu gibt es wieder ein kleines Fact File zum herausziehen, rechts unten.

Pop Up FF 007

Zwischen dem Ding und dem gleich folgenden Auftritt der Fackel gibt es diesmal keinen Schurken, auch wenn dieser damals zuerst so behandelt wurde. Es ist Namor – Der Submariner. Auf dieser Doppelseite befindet er sich im Kampf mit drei der Fantastic Four, während gegenüberliegend, am rechten Rand, die Skrulls vorgestellt werden. Dazu kommt wieder ein Infokärtchen, welches seitlich nach rechts herausgezogen werden kann.

Pop Up FF 008

Zum großen Finale ist Johnny Storm an der Reihe. Während er in den Klauen seines Gegners gefangen ist, kommt ihm sein Teamkollege und Sticheleifreund Ben Grimm zu Hilfe. Der Pop Up-Effekt wirkt leider nur halb so schön, da er viel zu verschachtelt ist und man schon den richtigen Blickwinkel benötigt. Insgesamt einer der schwächsten Effekte im ganzen Buch. Dazu gibt es wieder ein Fact File am unteren Rand rechts.

Mit einigen wirklich sehr guten und auch leider eher mäßigen Pop Up-Effekten fällt dieser Band leider ein wenig ab, gegenüber den beiden vorangegangenen Büchern. Trotzdem bietet dieses englischsprachige Buch, wie seine Vorgänger, einen gewissen Reiz. Preislich ist auch hier einiges Möglich, wobei ich davor warnen muss, zu voreilig zu sein. Bei manchen Anbietern soll es das Buch ab 0,89 Euro geben. Doch das erscheint mir sehr merkwürdig. Sicherer geht man bei Angeboten, die in etwa bei 10 Euro starten. Aber im Zweifelsfall immer den Verkäufer kontaktieren und um Fotos bitten. So geht man Problemen aus dem Weg.

Copyright der Fotos © 2013 Mueli77

Lustiges Taschenbuch Premium Nr. 5: Darkwing Duck – Der Schrecken der Nacht [Egmont, Oktober 2013]

Es gibt Dinge, die einen Menschen prägen. Neben Ereignissen sind es aber in meiner und den nachfolgenden Generationen auch immer TV-Ereignisse. Eines dieser Ereignisse und dessen Folgen war ein gewisser Superhelden-Erpel in einem fragwürdigen violetten Outfit. Die Rede ist, wie im Titel zu lesen ist, Darkwing Duck, der in den 90er Jahren St. Erpelsburg beschützt hat. Lange war es ruhig um den Schrecken der die Nacht durchflattert. Doch 2010 begann in den USA eine neue Comicserie bei Boom und diese findet in dem vorliegenden fünften Lustiges Taschenbuch Premium nun seinen ersten Abdruck. Aber wie schlägt sich der Disneyheld heute? Zeit es herauszufinden …

… Zwo, Eins, Riskio!!!

Lustiges Taschenbuch Premium Nr. 5:
Darkwing Duck – Der Schrecken der Nacht

St. Erpelsburg ist eine Stadt wie viele und hat auch ähnliche Probleme. Die Kriminalität steigt ins Unermessliche und die Ordnungshüter stehen dem eher hilflos gegenüber. Doch es gibt noch den Schrecken, der die Nacht durchflattert. Darkwing Duck! Er sorgt mit seinem unerschütterlichem Sinn für die Gerechtigkeit und seinem noch viel größeren Ego für sichere Straßen. Glaubt er zumindest. Denn schon bereits sein erster Gegner Torro Bulba belehrt ihn eines besseren.
Auch viele Jahre später, St. Erpelsburg braucht einen Helden wie Darkwing Duck nicht mehr, die Polizeiborgs der Quackwerke beschützen die Stadt und Eddie Erpel hat einen sicheren Bürojob. Doch plötzlich ändert sich alles und nicht nur Darkwing Duck muss wieder auf den Plan treten. Denn auch seine Feinde, wie Quackerjack, Professor Benjamin Buxbaum, Liquidator, Megavolt und Fiesoduck sind wieder da. Doch er bekommt auch Hilfe von Freunden, wie Quack dem Bruchpilot, der großen Liebe seines Lebens Morgana, Dagobert Duck und noch vielen mehr …

Die frühen Abenteuer von Darkwing Duck.

Darkwing Duck sorgt seit Jahren für ein sicheres St. Erpelsburg.

Auf den über 350 Seiten dieses Lustigen Premium Taschenbuchs versammeln sich insgesamt 16- US-Einzelhefte rund um den violetten Rächer. Dabei schöpf Egmont nicht nur aus der 2010 gestarten Serie der BOOM-Studios, sondern auch von der klassischen 1991 veröffentlichten Miniserie Darkwing Duck, welche direkt bei Disney in Form von vier Einzelheften erschienen ist. Diese bilden auch gleich den Einstieg in die Welt von Darkwing Duck, bilden aber inhaltlich gesehen auch keine deutsche Erstveröffentlichung. In dieser Form und Umfang zwar schon, aber inhaltlich eben leider nicht, da die Geschichte selber bereits veröffentlicht wurde. Während die hier enthaltene Fassung 96 Seiten umfasst, wurde Sie bereits 1993 in gekürzter Form in Micky Maus präsentiert Nummer 7 mit 48 Seiten Umfang veröffentlicht. Das Alter merkt man der Geschichte in visueller Sicht auch merklich an. Dennoch verliert sie ihren Reiz hierdurch nicht. Vielmehr wird so auch der zeitliche Abstand zwischen den Abenteuern besser verdeutlicht.
Während das erste Drittel des Bandes noch relativ naiv und typisch für die 90er Jahre daherkommt, wandelt sich dies Rest der Ausgabe merklich. Ein Grund hierfür ist unter anderem der, dass hier zwei verschiedene Autoren tätig waren. Stammt das frühe Abenteuer noch aus der Feder von John Blair Moore, so verfasste die neuen Abenteuer der Schöpfer von Darkwing Duck Aaron Sparrow in Zusammenarbeit mit Ian Brill. Sparrow läßt es sich dabei nicht nehmen, auf bekannte Comicerfolge anderer Verlage anzuspielen. Allen voran Frank Millers Meisterwerk „The Dark Knight Returns“.

Der dunkle Duckler kehrt zurück. Hier in einer Anspielung auf den dunklen Ritter, Batman.

Der dunkle Duckler kehrt zurück. Hier in einer Anspielung auf den dunklen Ritter, Batman.

Über die Zeichnungen gibt es nicht sehr viel zu sagen. Sie sind eben typisch Disney. Die ersten 100 Seiten bebilderte noch Autor John Blair Moore zusammen mit George Wildman. Für die übrigen Seiten durfte James Silvani sein Talent unter Beweis stellen. Und auch wenn das Artwork disneytypisch ist, gibt es dennoch Unterschiede. Gerade die Story aus den neunziger Jahren weißt einen leicht anderen Stil auf, der durch die sehr flache und bunte Koloration verstärkt wird. Im Jahr 2010 erinnern die Zeichnungen eher an eine Animationsserie. Gleiches gilt auch hier für die Farbgebung, die mit Farbverläufen sowie Licht und Schattenspielen aufwarten kann. Beide Stile sind aber Geschmackssache und passen zur jeweiligen Geschichte und deren Zeit.
Trotz aller Lobhudelei und der Freude darüber, dass Darkwing Duck nun endlich auch in Deutschland erscheint, gibt es einen nicht unerheblichen Kritikpunkt. Darkwing Duck war schon immer ein wortintensiver Superheld. Seine Monologe füllen ganze Seiten und dementsprechend viel Platz muss man ihm einräumen. Hier kommt das Problem dieser Veröffentlichungsmethode zum Vorschein. Dadurch, dass die Originalvorlage vom US-Heft-Format auf das Buchformat der Premium-Ausgabe des Lustigen Taschenbuchs (welches ohnehin schon ein Stück größer ist als sein namensgebendes Pendant) verkleinert wurde, treten Probleme mit den texten auf, wie sie seit Condor Superheldentaschenbüchern nicht mehr gab. Zwar wurde bei Darkwing darauf verzichtet aus Platzgründen den text zu verstümmeln, doch die Alternative ist auch keine ideale Lösung. Texte sind dadurch teilweise so klein, dass ältere Leser oder solche mit Lesehilfen, wie einer Brille, massive Probleme bekommen. So erging es auch mir persönlich. Die viel zu kleinen Schriftgrößen und die Massen an Text in den Sprechblasen und Textboxen führten bei mir schnell zu Ermüdungen bei den Augen und ich muss sagen, dass ein größeres Veröffentlichungsformat diesen Stories sichtlich besser getan hätte. Zumindest wenn es um den Punkt der Lesbarkeit geht. Aber auch dem Artwork der neuen Ausgaben würde eine größere Präsentation besser zu Gesicht stehen.

In einer Geschichte tauchen Darkwings aus vielen Realitäten auf. Manche davon haben Ähnlichkeiten mit Superhelden und -schurken von bekannten anderen Verlagen.

In einer Geschichte tauchen Darkwings aus vielen Realitäten auf. Manche davon haben Ähnlichkeiten mit Superhelden und -schurken von bekannten anderen Verlagen.

FAZIT:

Darkwing Duck, der dunkle Duckler (wie er in diesem Band auch genannt wird) ist zurück. Und dies, obwohl er nie so wirklich weg war. Dass für die neuen Abenteuer auch sein Schöpfer verantwortlich zeichnet, macht mir persönlich umso mehr Spaß. Mit diesem neuen Lustigen Taschenbuch Premium wurden viele Fans von Eddie Erpel aber leider nur bedingt zufriedengestellt. Denn das erwähnte Textproblem schmälert die Freude schon sehr. Ein anderer Punkt, der mir persönlich ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, ist die Tatsache, dass es aus der neuen Serie nur noch 6 Ausgaben gibt und diese kein zweites Taschenbuch mehr füllen würde. Müssen wir in Deutschland daher auf die restlichen Ausgaben verzichten, oder sammelt Egmont eventuell noch ältere Ausgaben? Das sind aber Fragen, die sich der Verlag wohl erst stellen wird, wenn die Verkäufe für diesen band es notwendig machen.
Wenn man aber von diesen Punkten absieht und auch mit guten Augen ausgestattet ist, sollte man als Freund von Disney und Liebhaber von Superheldenparodien auf jeden Fall zugreifen. Bei entsprechendem Erfolg könnte man dem Verlag ja auch den Vorschlag unterbreiten, weitere Comicserienhelden der 90er Jahre wieder zum Leben zu erwecken. Einer meiner Favoriten währen da die Gargoyles. Aber das wird wohl Wunschdenken bleiben.

Wenn einer nicht fehlen darf, dann DUCKTHULHU!!!

Wenn einer nicht fehlen darf, dann DUCKTHULHU!!!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2010 – 2013 Boom Studios / Egmont

Fraternity #1 und #2 [Egmont Ehapa Comic Collection, Juni/August 2013]

Mit diesen beiden Bänden stelle ich euch die abgeschlossene Story von Jose Luis Munuera (Zeichnungen) und Juan Diaz Canales (Szenario) vor. Für die Farbgebung zeichnet sich Sedyas verantwortlich.

Fraternity #1 und #2Klappentext:

Seit Anbeginn der Zeiten sucht der Mensch erfolglos nach einem Modell der perfekten Gesellschaft. In der Mitte des 19. Jahrhunderts glaubt Robert Mc. Corman, ein reicher Visionär, dass der lang erwartete Moment endlich gekommen ist. Unterstützt von einer Gruppe Männer und Frauen gründet er, getragen von seinen Idealen, die Kolonie New Fraternity in Indiana im Herzen der neuen Welt. Leider wird die junge amerikanische Nation von einem Bruderkrieg zerrissen, der alte Dämonen weckt. In einem nahe gelegenen Wald wird Emilio, ein verwilderter Junge, entdeckt. Unter dem Schutz von Fanny Zoetrope wird er in der Kolonie aufgenommen. Von da an wird er Zeuge dramatischer Ereignisse., die sich nach dem Eindringen einer Gruppe Deserteure abspielen. Zur gleichen Zeit streicht eine seltsame und beunruhigende Kreatur um das Dorf, die Zweifel und viele Fragen sät…

Selten beschreibt ein Klappentext so hervorragend den Inhalt einer Comic Geschichte wie dieser hier. Zentraler Dreh und Angelpunkt der Handlung ist New Fraternity. Emilio, der verwilderte Junge und die seltsame mysteriöse Kreatur aus dem nahegelegenen Wald beängstigen die Kolonie. Und als wäre das alles noch nicht genug finden auch noch ein paar farbige Deserteure den Weg nach New Fraternity. Die Kolonie ist eine beinahe unabhängige Gemeinschaft, die sich am brodelnden Bruderkrieg nicht beteiligen möchte. In New Fraternity wurde die traditionelle Religion und die konventionelle Ehe aufgelöst. Dennoch haben es farbige Menschen in dieser Kolonie nicht leicht. Niemand hat Waffen, alles gehört jedem, gleiche Rechte für jedermann. Nahrungsmittel werden gerecht untereinander aufgeteilt. Demnach gibt es keine Sklaven mehr und keine Armut. Kann dieses utopische Modell gelingen?

Das mysteriöse Monster

All diese im ersten Band noch lose verwobenen Handlungsfäden werden gekonnt im zweiten Band zu einem Ende geführt. Beinahe alle aufkommenden Fragen werden auch beantwortet. Ich habe die Bände in einem Rutsch gelesen, was ich auch jedem empfehlen würde. Die Story ließt sich äußerst rasant und spannend. Politische Diskussionen bezüglich der richtigen Führung der Kolonie treten durchgehend auf. Diese Diskussionen sind äußerst spannend zu lesen. Hier sieht man auch, wie schwierig es scheint eine solche Utopie am Leben zu erhalten. Das Ende der Geschichte wirkt noch mal überraschend aber in sich nur logisch und schlüssig. Ein leicht offenes Ende lässt Vermutungen für weitere Bände.

Fanny im Mittelpunkt

Beide Bände wirken sehr düster. Dunkle Braun, Beige und Grüntöne dominieren die Seiten. Auch am Tag finden sich keine hell leuchtenden Farben in der Kolorierung. Das erzeugt eine äußerst angespannte düstere Stimmung. Zudem lässt Sedyas gewählte Sepiafärbung das Geschehen in der Umgebung passend altmodisch erscheinen, so als befinde man sich im Jahre 1863. Die Zeichnungen sind wahrhaft schön anzusehen, sie wirken stets dynamisch. Die Bewegung der einzelnen Charaktere kommt hervorragend zur Geltung. Oftmals sprechen einzelne Bilder für sich alleine. So zum Beispiel, wenn Emilio in das naheliegende Stein Labyrinth hineinläuft, oder das unbekannte Monster im Wald zum ersten mal gesichtet wird. Durchaus mag die Geschichte etwas überladen wirken, das macht aber nichts weiter aus. Sie bleibt durchweg konsequent spannend.

Ich muss aber auch dazu gestehen, dass ich zuerst nur den ersten Band gelesen habe und dann im Nachhinein diesen noch einmal gemeinsam mit dem abschließenden zweiten Band. Ließt man nur den ersten Band so ist diese Geschichte etwas schwierig, da noch viele Fragen offenund lose im Raum stehen bleiben. Das hat auf mich zuerst etwas unbefriedigend gewirkt. Fans von Canales und Munuera kommen sicherlich sowieso voll auf ihre Kosten, aber auch Comicleser, die sich mit historischen und politischen Geschichten gepaart mit mysteriöser Fantasy anfreunden können.

Ein Kampf auf Leben und Tod

Dominik_AVACopyright aller verwendeten Bilder © 2013 Egmont

Diese beiden Comic Alben können in jeder gut sortierten Buchhandlung oder mit Hilfe der beiden folgenden Links direkt bei Amazon erworben werden.

„Fraternity“ Band 1 (von 2) bei Amazon bestellen.
„Fraternity“ Band 2 (von 2) bei Amazon bestellen.

Marvel True Believers Retro Character Collection: All-New X-Men Pop-Up [Candlewick Press, August 2007]

Nachdem letzte Woche Spider-Man an der Reihe war, sind diese Woche die X-Men dran. Auch für dieses Team gab es ein Pop Up-Buch aus der Reihe Marvel True Believers Retro Character Collection. Und das möchte ich euch heute vorstellen.

X-Men Pop-Up

Die X-Men sind inzwischen eine sehr erfolgreiche Comicserie. Doch dies war nicht immer so. Denn am Anfang waren die ursprünglichen X-Men alles andere als ein Verkaufsschlager. Die Abenteuer von Scott, Jean, Hank, Bobby und Warren unter der Leitung von Charles Xavier brachte es nur auf etwas mehr als 60 Ausgaben. Dann wurde die Serie inhaltlich eingestellt und lief unter gleichem Namen mit Nachdrucken weiter. Bis 1975 ein neues Team die Comicbühne betrat. Mit Giant Size X-Men begann der Erfolg …

Pop Up XM 001

Die X-Men, das neue Team. Mit Cyclops, Storm, Wolverine, Nightcrawler, Colossus und Banshee. Hier wird das Team in einer Übersicht präsentiert und auch das Vorgängerteam vorgestellt. Sowohl das Teambild selber als auch der X-Men-Schriftzug sind hierbei hervorgehoben. Zusätzlich gibt es wie auch schon bei Spider-Man Zusatzinfos zum herausziehen.

Pop Up XM 002

Die nächste Seite ist dem Teamführer Cyclops, alias Scott Summers gewidmet. Neben einem durchsichtigen Feuerstrahl (aus Plastik) aus den Augen von Cyclops beschreibt sein rechter Arm eine leichte Kreisbewegung von unten. Auch hier gibt es wieder eine Kurzbiografie zum herausziehen.

Pop Up XM 003

Nach dem Anführer der X-Men ist deren größter Widersacher und seine Bruderschaft der bösen Mutanten an der Reihe. Durch seine Pose wirkt Magneto hier besonders bedrohlich und wwirkt in Wirklichkeit durch den 3D-Effekt des Buches noch fantastischer. An der rechten Seite wird die Bruderschaft näher beleuchtet, während unterhalb wieder Zusatzinfos zum Herrscher des Magnetismus ausgezogen werden können.

Pop Up XM 004

Auch bei Storm wirkt der Pop Up-Effekt in natura weitaus imposanter. So besteht dieses Bild immerhin aus vier Ebenen. Der Körper von Storm, die Flügel, die Sprechblase und der Name und der Hintergrund. Dennoch verhakt sich beim Öffnen der Seite nichts. Und zusätzliche Infos gibt es auch wieder.

Pop Up XM 005

Ein wenig einfacher ist der Auftritt von Nightcrawler gehalten. Hier heben sich „nur“ drei Panels vom Hintergrund ab. Dafür wurde aber mit schönen Metalliceffekten bei der Wolke auf Panel eins sowie bei den Augen auf Panel zwei gearbeitet. Denn diese sind nicht gelb, wie es auf dem Foto scheint, sondern ändern die Farbe je nach Lichteinfall. Auf der rechten Seite werden drei frühere Teamkameraden näher vorgestellt.

Pop Up XM 006

Die nächste Doppelseite ist dem Publikumsliebling Wolverine gewidmet und zeigt den Kanadier in bekannt aggressiver Pose. Wie auf dem Bild vielleicht zu erahnen ist, stehen Logans Klauen bedrohlich aus dem Bild heraus. Angereichert wird die Seite, wie bisher auch, mit Zusatzinfos.

Pop Up XM 007

Als Nächstes geht es mit Banshee weiter. Der 3D-Effekt hält sich auf dieser Seite in Grenzen, aber dafür kommt Bewegung ins Spiel. Die Strahlen im Hintergrund um Banshees Kopf beginnen sich beim Öffnen der Seite zu drehen. Das wirkt außergewöhnlich und sieht gut aus.

Pop Up XM 008

Auf der letzten Seite tritt der Mann aus organischem Stahl gegen den Bruder von Charles Xavier an. Auch hier steht mehr die Bewegung im Vordergrund als ein imposanter 3D-Effekt. Dieser ist zwar auch durchaus sehenswert, aber mindestens genauso interessant ist die 90-Grad-Drehung von Juggernauts rechtem Unterarm.

Wie auch schon bei Spider-Man muss man nach diesem Buch ein wenig suchen. Dann sind Preise zwischen 10 und 100 Euro möglich. Je nachdem wo ihr zugreift, müsst ihr aber aufpassen. Es gibt auch Anbieter, bei denen Teile der Seiten fehlen. Daher lieber einmal mehr kontrolliert und nachgefragt.

Copyright der Fotos © 2013 Mueli77

Sonic The Hedgehog Nr. 4 [Panini, Oktober 2013]

Diesmal hat es ein wenig länger gedauert, mit dem Review zum aktuellen Sonic-Comicheft, aber dafür habe ich mir wieder extra viel Mühe gegeben. 😉

Sonic The Hedgehog Nr. 4

Mobius konnte mit Hilfe von Ixis Naugus und Sonic vor dem Angriff des Dr. Robotnik und seines Titan Metal Sonic bewahrt werden. Doch nicht Sonic ist der strahlende Held, sondern Naugus. Dieser behauptet nun auch noch, schon seit langer Zeit der rechtmäßige König von Mobius zu sein, und erhält dank des Verräters Geoffrey St. John die Krone zurück. Während sich Naugus und die geretteten Untertanen von Mobius über diese Entwicklung freuen, sehen es Sonic und die Freedom Fighters ganz anders. Daher wollen sie auch Geoffrey St. John den Prozess wegen Hochverrates machen. Geoffrey jedoch behauptet nicht schuldig im Sinne der Anklage zu sein und fordert sich selbst zu verteidigen. Mit der Darlegung seines Werdeganges und Schicksals hofft er so, seine Unschuld zu beweisen.

Vom Erlöser von Mobius zum neuen König. Ixis Naugus und Geoffrey St. John.

Vom Erlöser von Mobius zum neuen König. Ixis Naugus und Geoffrey St. John.

War die letzte Ausgabe noch ganz schön wirr, so kommt es diesmal alles schon viel stimmiger daher. Die Handlung setzt direkt an der letzten Ausgabe an, und auch wenn sehr viel aus bisher nicht auf deutsch erschienenen Heften aufgegriffen wird, kann man dieser leicht folgen. Dabei bleibt es dennoch spannend und verliert sich nicht in vergangenen Details. Dazu muss ich aber auch anmerken, dass die letzte Ausgabe nicht nur damit zu kämpfen hatte, dass sie neue Handlungsstränge etablieren musste und, zumindest den US-Lesern, eine nachvollziehbare Brücke zur Handlung vor Genesis (zu finden in Sonic Nr. 1 und Sonic Nr. 2) zu schaffen. Auf Deutsch ging das leider ein ganzes Stück nach hinten los. Maßgeblich dazu beigetragen haben dann aber auch noch die zwei Kurzgeschichten, die in der letzten Ausgabe enthalten waren. Dieses Mal gibt es nur eine Kurzgeschichte, welche sich wiederum sehr gut in die Gesamthandlung einfügt. Während der erste Teil des Heftes noch massiv auf Action und Dramatik setzt, lebt der zweite Teil, mit der Verhandlung zum Prozess, von sehr vielen Rückblenden. Dennoch kommt auch hier keine Langeweile auf. Vielmehr ergibt sich so eine sehr schöne Charakterisierung einer zumindest in Deutschland eher unbekannten Figur. Trotzdem ist es sehr schnell möglich, sich in die Gedanken- und Handlungsgänge dieser Figur zu versetzen.

Bunny ist nach der Heilung durch Naugus sehr betrübt.

Bunny ist nach der Heilung durch Naugus sehr betrübt.

Das Artwork dieser Ausgabe bleibt dafür auf dem gleich guten Niveau, wie die Vorgängerausgaben. Hier gibt es nichts auszusetzen. Die Zeichnungen von Ben Bates und Terry Austin passen perfekt zu Sonic und seiner abgedrehten Welt. Mit dynamischen Bildern und einer rasanten Panelanordnung ergibt sich so eine spannende und mitreisende Geschichte. Das einzige Manko, mit dem Sonic aber schon seit der ersten deutschen Ausgabe zu kämpfen hat, ist, dass die Seiten manchmal sehr überladen wirken und so schnell die Übersicht verloren geht. Auch die Koloration von Matt Herms, die hier und da versucht noch Grenzen zu setzen, schafft es nicht dies zu verbergen. So kommt es dann schon einmal vor, dass manche Seiten zu einem Brei aus Farben, Strichen und Buchstaben mutieren. Davon abgesehen ist aber ein Großteil des Artworks sehr gelungen. Zwar werden nach wie vor die Details hauptsächlich über die Farben erzeugt, aber dennoch wissen selbst die Grundzeichnungen schon mit vielen Kleinigkeiten aufzuwarten.

Geoffrey vor Gericht.

Geoffrey vor Gericht.

FAZIT:

Nach der letzten eher mäßigen Ausgabe, macht diese wieder wesentlich mehr spaß, was vor allem am Gesamteindruck und die durchgehend nachvollziehbare Handlung erklären lässt. So ist Sonic nicht nur wieder der schnellste Igel der Welt, sondern auch erneut ein spannendes Comicheft. Dazu kommt, dass Panini einiges an Extras bietet. Neben einem Poster, mit dem Covermotiv der zweiten Ausgabe, gibt es drei Rätsel, eine Übersicht der Bösewichte, einen Steckbrief zu Geoffrey St. John und Leserbiefe samt Leserzeichnungen. Auch wenn es streng genommen nur eine Leser-E-Mail und drei Bilder sind. Aber ich finde es, wie bei den Simpsons Comics, eine schöne Bereicherung.
Somit erhält Heft Nummer vier von mir wieder eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Fans des blauen Igels und Freunde kurzweiliger Funcomics.

Eines der redaktionellen Extras. Der Steckbrief von Geoffrey.

Eines der redaktionellen Extras. Der Steckbrief von Geoffrey.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011 – 2013 Archie Comics / Panini Comics

Asterix Review Special (7): Der Kampf der Häuptlinge

Am 22. Oktober 1964 war es endlich soweit. Das neue Abenteuer „Le Combat des Chefs“ startete mit einer überformatigen Doppelseite, die mit ihrem Format von 24 x 31,5 cm ausnahmsweise sogar größer war, als es später im Albennachdruck der Fall war in Pilote Nr. 261.
In dieser Ausgabe widmete sich „Das Magazin für die Jugend des Jahres 2000“, wie es sich selbst untertitelte, dem Jahr 2000. Diese Sonderausgabe zierte dann auch passenderweise zum neuen Abenteuer ein Titelbild, auf dem sich die beiden Chefredakteure des Magazins Jean-Michel Charlier und René Goscinny einen heftigen Kampf. Jeder der beiden steht ähnlich, wie es Majestix bei den Galliern der Fall ist, auf einem von je zwei Männern getragenen Schild und ist mit den für ihre Profession typischen Waffen ausgestattet. Charlier greift mit einer Schreibmaschine an und Goscinny wehrt sich mit seinem Füllfederhalter, während Asterix, Obelix, Idefix und Majestix mit einem verschmitzten Lächeln im Hintergrund die Situation beobachten. Zum Anfang des Jahres 1966, knapp ein halbes Jahr nachdem dieses Abenteuer im Pilote beendet wurde, gelangte „Der Kampf der Häuptlinge“ zum Nachdruck bei Dargaud im Albenformat. Wiederum etwa eineinhalb Jahre später kamen auch die deutschen Leser in den Genuss des durchgedrehten Miraculix, als die Geschichte im vom Ehapa Verlag verlegten Magazin MV debütierte. Der Kampf der Häuptlinge stellte auch das erste Abenteuer, das in MV zum Abdruck kam. Dementsprechend zuversichtlich und selbstsicher wurde auch das Editoral verfasst:
„Es gelang uns, den ebenso hintergründigen wie umwerfend komischen Asterix für MV 67 zu gewinnen. Asterix, der ulkige Gallier, ist längst zu einer Lieblingsfigur von Millionen Lesern in der ganzen Welt geworden. Was Asterix und seine drolligen Freunde im Kampf mit den alten Römern erleben, ist so phantastisch und amüsant, dass ihm ohne Zweifel die Herzen der MV-Leser zufliegen werden.“

Goscinny im Kampf mit seinem Kollegen.

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Marvel True Believers Retro Character Collection: The Amazing Spider-Man Pop-Up [Candlewick Press, Dezember 2006]

Heute und in den nächsten beiden Wochen, jeweils am Mittwoch, möchte ich euch drei Bücher vorstellen, die sicherlich nicht viele in ihrer Sammlung haben. Abgesehen davon, dass man sie leicht als Kinderkram abtun könnte, sind sie doch eine ganz besondere kleine Perle, der etwas anderen Comickunst. Daher werden diese Artikel auch keine wirklich Reviews, sondern eher eine Art Fotospecial.

Spider-Man Pop-Up

Es gibt Comics, die eigentlich keine Comics sind, und irgendwie dann aber doch. So ist es auch mit diesem Pop-Up-Buch zu Amazing Spider-Man. Hier werden die ersten Aufeinandertreffen von Spiderman mit einigen seiner ältesten und ärgsten Widersacher in wunderschönen Pop-Up-Bildern festgehalten. Jede Doppelseite ist dabei einem anderen Schurken gewidmet. Wenn man diese dann aufklappt, entstehen so nicht nur tolle Bilder, die dreidimensional dem Betrachter entgegenspringen, sondern auch gelegentlich Bewegung erzeugen. Nachfolgend präsentiere ich euch nun ein paar Fotos und jeweils kurze Infos dazu. Als Grundlage dienen dem englischsprachigen Buch hierbei die Original-Comic-Ausgaben von Amazing Fantasy und Amazing Spider-Man Nummern 2 bis 4, 9 und 13 bis 15.

Pop Up SM 001

Spider-Man. Der Held des Buches. Hier wird geschildert, wie alles begann. Im Zentrum stehen neben dem großen herauspoppenden Spider-Man natürlich auch die zusätzlichen Infos, die herausgezogen (unterhalb des Buches) und gedreht (oberhalb) werden können.

Pop Up SM 002

Auf dieser Doppelseite ist der Grüne Kobold der Hauptdarsteller. Er fliegt gerade auf seinem Gleiter vor einem Hochhaus vorbei. Rechts daneben wird in Comicbildern seine Origin dargestellt. Zusätzliche Infos können wieder unterhalt des Bildes herausgezogen werden.

Pop Up SM 003

Der nächste Schurke in der Riege ist Doctor Octopus. Hier zu sehen im Kampf mit Spider-Man. An der rechten Seite wird erneut Spider-Mans Origin und sein Werdegang dargestellt. Außerdem gibt es wieder Infos zum herausziehen und drehen.

Pop Up SM 004

Auch der Geier darf nicht fehlen. Er stellt sich hier Spider-Man energisch entgegen und während des Öffnens dieser Doppelseite beschreibt sein linker Flügel eine viertel Kreisbewegung. Angereichert wird die Seite erneut mit Zusatzinfos, die herausgezogen und gedreht werden können.

Pop Up SM 005

Danach kommt er elektrisierende Electro an die Reihe. Wie auch schon Doc Ock und der geier, wird der Gegner von Spider-Man im Kampf mit eben diesem dargestellt. Neben einer kleinen Infotafel, die herausgezogen werden kann, gibt es wieder an der rechten Seite eine Aufklappseite mit dem weiteren Werdegang von Spider-Man.

Pop Up SM 006

Ein weiterer Schurke ist Kraven. Auch ihm wurde eine Doppeseite gewidmet und er darf sie auch ganz für sich alleine haben. Wieder ergänzt mit ausklappbaren und herausdrehbaren Zusatzinfos.

Pop Up SM 007

Explosiv geht es auf der nächsten Doppelseite zu, auf der die Entstehung von Sandman mit einer Explosion demonstriert wird. Wie auch schon dreimal zuvor gibt es eine Aufklappseite mit dem Schicksal und der Origian von Spider-Man, die zu seinem Heldentum führten.

Pop Up SM 008

Als letzter Schurke darf Mysterio auftreten. Er kommt jedoch nicht so gut weg, da er einen heftigen Kinnhaken von Spidey einstecken muss. Aber auch hier gibt es wieder ein Infokärtchen, dass herausgezogen werden kann.

Das Buch ist vereinzelt auf Ebay und Amazon zu finden, wobei die Preise sehr stark schwanken. Zwischen 10 und 300 Euro ist hierbei alles möglich. Auch gibt es etwas günstigere Versionen, die nicht diese Trapezform aufweisen. Hier weiß ich jedoch nicht, inwiefern diese inhaltlich ebenfalls abweichen.

Copyright der Fotos © 2013 Mueli77

Der internationale 24-Stunden Comictag 2013, diesmal nur 12 Stunden in Weimar.

Zum wiederholten Male fand am 5. Oktober auch in Weimar der 24-Stunden Comictag statt. Hier entstehen weltweit innerhalb von 24 Stunden tolle Comics mit dem vollen Seitenumfang von 24 Seiten. Der von Scott McCloud ins Leben gerufene Comictag erfreut sich wachsender Beliebtheit überall auf der Welt. Egal ob Amerika, Asien, Schweiz oder auch hierzulande. In Deutschland waren Künstler in Köln, Leipzig und eben auch hier in Weimar mit am Start.

24h CT 2013

In Weimar jedoch schrumpfte der 24 Stunden Comictag dieses Jahr auf nur noch 12 Stunden. Am 5. Oktober um 12 Uhr ging es los. In der Kreativ-Etage am Goetheplatz haben sich folgende Künstler zusammengefunden:

Sandra Bach, aus Weimar / http://www.sandruschka.de
Jörg Liebig, aus Weimar
Rober Roller, aus Weimar
Ulf Salzmann, aus Weimar / http://www.flausen.net
Olivia Vieweg, aus Weimar / http://www.olivia-vieweg.de
Bastian Baier, aus Landshut / http://www.lapinot.de
Johannes Kretzschmar, aus Jena / http://blog.beetlebum.de

Leider war ich dieses Jahr nicht vor Ort, da ich es einfach verpasst habe. Nächstes Jahr jedoch, werde ich versuchen, vor Ort zu sein. Der nächste 24-Stunden Comictag findet wieder am ersten Wochenende im Oktober statt.

Hier jetzt noch ein paar interessante Links.

Die 24. Stunden Comics bei MyComics (die aktuellen und vergangene)
Impressionen aus Winterthur
Die offizielle Seite aus Leipzig
Das Cöln Comic Haus
Die originale Seite des 24 Hour Comics Day
Das Tagboard zum 24HCD
Und der 24HCD auf Twitter

Bild- und Informationsquelle: Schwarzer Turm Blog

Batman vs. Justice League (14)

Ein kleines Bisschen bin ich ja schon wieder in Rückstand geraten. Zwar nicht so schlimm, wie Anfang des Jahres, aber dennoch. Zeit ist Geld und irgendwie habe ich aktuell weder das Eine noch das Andere. Aber was solls. Es kann ja nur noch besser werden. Und genauso ist es mit vielen Comicgeschichten ebenfalls. 😉

BMVSJL

Batman Nr. 15 [Panini, September 2013]

Bruce Wayne kann dem Anschlag der Ghost Dragons, die vom Pinguin anheuert wurden, gerade noch entgehen, als sich sein eigentlicher Gegner als Held des Tages entpuppt und den Attentäter erledigt. Aber die nächsten Probleme warten bereits auf Batman. Er muss Poison Ivy ausfindig machen, da es offenbar ihre Schuld ist, dass nein Großteil der Gebäude des Industrieviertels in Schutt und Asche liegt. Doch kaum am Ort des nächsten Anschlages angekommen erwartet ihn dort eine böse Überraschung. Zwar ist auch Ivy, die inzwischen zu den Birds of Prey gehört, vor Ort, doch beide werden Opfer eines hinterhältigen Anschlages. Als Batman wieder bei Bewusstsein ist, wartet auch schon Clayface auf ihn, weil er glaubt, dass Batman für das Verschwinden seiner Frau, Poison Ivy, verantwortlich ist …

Ein Cliffhanger, Zwei Seiten für die Auflösung und dann geht es mit der nächsten Handlung weiter. John Layman weiß schon, wie man die Leser bei der Stange hält und macht seine Arbeit um Längen besser, als sein Vorgänger Tony Daniel. Auch die Einbindung anderer Serien erzeugt etwas, dass ich persönlich bei DC des öfteren vermisse. Ein zusammenhängendes Universum. Die einzigen Helden, die regelmäßig aufeinandertreffen, sind Batman und Superman sowie Flash und Green Lantern. Der Rest scheint trotz gewisser Familienzusammengehörigkeiten immer für sich zu arbeiten. Ausnahme, bei Crossovern. Und auch, wenn es streng genommen hie rauch wieder der Beginn eines neuen Crossover-Arcs ist, gefällt mir die Idee bisher sehr gut.
Ebenfalls um Längen besser als sein Vorgänger, ist der Zeichner Jason Fabook. Wobei es in gewissen Punkten nicht so schwer ist, Tony Daniels Stil in den Schatten zu stellen. Sein detailliertes Artwork wirk trotz aller Feinheiten nie überladen und bringt zusätzlich noch eine Menge an Dynamik mit. Ein kleiner Nachteil ist die leicht statisch wirkende Panelanordnung. Hier wird die Geschichte an mehreren Punkten stark ausgebremst, was dem Lesespaß natürlich nicht gerade zugutekommt.

FAZIT:

Das neue Crossover „Der Tod der Familie beginnt ziemlich gemächlich. Das kommt dem aktuellen Handlungsverlauf sehr entgegen, ohne dabei jedoch die notwendige Dramatik vermissen zu lassen. Und auch um Gegner wie den Pinguin gibt es einige Wendungen, die ich persönlich so nicht erwartet habe und die noch einiges an Potenzial versprechen. Zusammen mit dem Artwork von Fabook ergibt sich ein solider Start, der noch etwas Luft nach oben hat, und den sicherlich auch noch benötigt.

Justice League Nr. 15 [Panini, September 2013]

Nach einem mysteriösen Fehler auf einem Flugzeugträger, bei dem ein paar Testraketen vom Kurs abkamen und scheinbar ohne größeren Schaden anzurichten im Meer detonierten gibt es Angriffe auf mehrere Küstenstädte. Das hierbei ein Zusammenhang besteht ist nicht nur Batman sofort klar, sondern auch Wonder Woman und Superman, die gerade inkognito bei einem Date unterwegs waren. Als sich Aquaman dann mit Batman zusammenschließt, offenbaren sich erst die wirklichen Beweggründe. Arthurs Bruder folgt alten Angriffsplänen der Atlanter gegen die Oberflächenbewohner. Doch wer will einen Krieg heraufbeschwören?
Aber auch bei den teen Titans ergeben sich neue Probleme. Zwar schaffen es Red Robin, Superboy und Cassie Sandsmark, alias Wonder Girl, den früheren Freund von Cassie, Diesel, der ebenfalls ein Träger der stillen Rüstung ist, zu besiegen, aber um welchen Preis. Cassie muss erneut die stille Rüstung tragen und sich nun damit abfinden für immer und ewig an sie gebunden zu sein. Kaum zu Hause angekommen verschwindet aber Red Robin und die Spur führt nach Gotham City zum Joker. Doch wie kann dies sein: Immerhin gilt der Clownprinz des Verbrechens als tot?

Die Schlacht um den Thron von Atlantis legt ziemlich große Schritte vor. Statt ruhig in Fahrt zu kommen, werden gleich mehrere Städte attackiert und Leben zerstört. Massiv und weltumspannend sollen die Auswirkungen sein, die sich Autor Geoff Johns da ausgedacht hat. Und persönlich schafft er es damit, mich in seinen Bann zu ziehen. Sowohl die Hauptserie der Justice League als auch die Gastserie Aquaman harmonieren hier sehr gut und auch die zwischenmenschlichen Aspekte treten ein wenig in den Vordergrund. Auch wenn sie hier lediglich Mittel zum Zweck sind. Gleiches gitl für die Teen Titans, die meiner Meinung nach immer noch besser sind, als die landläufige Meinung es darstellt. In meinen Augen, und das hat zwar ein klein wenig mit Nostalgie zu tun, aber nicht grundsätzlich, sind die Titans eine würdige Zweitserie für die monatlichen Liga-Ausgaben.
Auch visuell wissen alle drei Serien mich zu überzeugen. Sowohl Ivan Reis und Paul Pelletier am Atlantis Crossover gefallen mir sehr gut, als auch der leicht Manga-eske Stil der Teen Titans von Ale Garza. Alle drei Zeichner leisten sehr gute Arbeit, die in jedem Fall ideal zur Geschichte und den dargestellten Figuren passt.

FAZIT:

Das Crossover macht Spaß und auch die Titans gefallen mir immer wieder. So kann es eigentlich gerne weitergehen. Aber leider wird ab der nächsten Ausgabe der Umfang wieder reduziert, da die Titans nach Gotham aufbrechen, um ihrem Teamkollegen Red Robin unter die Arme zu greifen. Somit wandern die jungen Helden für die nächsten zwei Monate in den Batman Sonderband aus. Zumindest inhaltlich gesehen. Denn auch wenn in der übernächsten Ausgabe (Nummer 17) bereits wieder ein Titans-Heft vertreten ist, so handelt es sich da lediglich um die Nullnummer mit der Origin von Red Robin. Aber wenn die inhaltlich und vom Artwork her in Ordnung ist, bin ich zufrieden.

Durch die spannenden Geschichten und die guten Zeichnungen schafft es die Liga, wieder ein wenig Boden zum dunklen Ritter gutzumachen. Dieser ist zwar nicht schlecht, aber bleibt dennoch ein wenig hinter der Liga und den Titans zurück. Wenn auch nur minimal.

Batman 10 : 6 Justice League

Asterix bei den Pikten – Das Cover wurde enthüllt

Asterix Gruppe

Heute Morgen war es endlich soweit. In einer feierlichen Pressekonferenz in Paris wurde das finale Cover für das neue Abenteuer enthüllt. Der 35. Band, der von René Goscinny und Albert Uderzo erdachten Gallier führt Asterix und seinen Freund Obelix in die schottischen Hochländer zum alten Volk der Pikten. Dies wird auch gleichzeitig der erste Band sein, an dem keiner der beiden geistigen Väter mehr mitwirkt. Nach dem Tod von René Goscinny im Jahre 1977 übernahm Albert Uderzo die Zügel bei Asterix. Nun gab der inzwischen 86-jährige seine beiden Kinder in die Hände von Autor Jean-Yves Ferri und Zeichner Didier Conrad.

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Der Band erscheint am 24. Oktober 2013 mit 48 Seiten Umfang als Softcover für 6,50 Euro, als Hardcover für 12 Euro sowie als Luxus-Ausgabe im Hardcover mit erweitertem Seitenumfang von 128 Seiten für 49,99 Euro. Dieser enthält neben dem kompletten Abenteuer noch Vorzeichnungen und ein umfangreiches Making Of. Wer das Softcover direkt im Ehapa Shop vorbestellt erhält solange der Vorrat reicht folgendes Motiv als A2-Poster gratis dazu.

Asterix Poster Vorbesteller

© 2013 Les Éditions Albert René

Quellen: www.ehapa.de, www.ehapa-comic-collection.de, www.asterix.de