Bongo Classics #2 [Dino, Dezember 2002 / Panini, Oktober 2009 / Dino, November 2002]

#2

Hier ist auch schon die zweite Ausgabe der Bongo Classics. Diesmal mit einem kleinen Querschnitt aus den Simpsons Comics, Bart Simpson und Futurama Comics…

Bart Simpson #8

Zuerst bekommt Bart die Aufgabe über Dickens „Große Erwartungen“ eine Buchbesprechung zu schreiben, doch anstatt sich mit dem Werk zu befassen sucht er allerlei Möglichkeiten um sich darum zu drücken. Comicversionen, Zeichentrickadaptionen, Filmumsetzungen…, doch nichts ist das richtige. Aber wozu hat der fieseste kleine Junge der Welt, die klügste Schwester der Welt…?
Dann wird die Geburt und die erste Entführung von Kang und Kodos zum Besten gegeben. Und wenn die beiden als typischen Erdling nicht gerade Bobo ausgewählt hätten, wer weiß was dann aus der Erde geworden wäre…?!
Als nächstes wird aus Bart ein Amphibienmensch, weil er mal wieder in Professor Frinks Labor herumgespielt hat. Und so wird Bart schnell zum Gespött auf dem Schulhof und auch innerhalb der Familie. Doch dann wird er zum Held der Stadt…
Und zu guter letzt finden sich Bart und Milhouse nach einem Schulausflug in einer Kleinstadt wieder, welche direkt aus einem Mark Twain-Roman entsprungen sein könnte. Inklusive der zwei Jungs die eine Zaun streichen und allem was dazu gehört. Natürlich muss Bart den zwei Jungs dann sofort zeigen, wie Streiche heutzutage funktionieren und handelt nicht nur sich damit einen Riesenärger ein…

FAZIT:
Kurzweilig und unterhaltsam und eben typisch Simpsons. Auch dieses Heft macht da keine Ausnahme, bewegt sich aber auf nur durchschnittlichem Niveau. Auch die vermehrten Anspielungen auf große Autoren und Dichter machen die Geschichte nicht ruhmreicher. Schade ist es leider auch das die sehr schönen Vorzeichnungen von Dan De Carlo durch die Angleichung an den Simsponsstil viel von ihrem eigentlichen Charme eingebüsst haben. Da wäre es durchaus angebracht gewesen seine Vorzeichnungen unverändert zu inken und zu präsentieren. Immerhin eine bei den Horrorshow-Heften eine gängige Praxis, und auch Sergio Aragonéz hat mit seinem unverwechselbaren Stil einige herausstechende Simpsonsgeschichten abgeliefert.

eae76f6784a0dbd7768e3a2513a07348_normSimpsons Comics #156

Homer entdeckt, das man mit leckerem Honig echt viel Geld machen kann. Doch sobald mit etwas Geld zu machen ist, ruft das den reichsten Bürger Springfields, Charles Montgomers Burns, auf den Plan. Doch während der Honig der Simpsons mit Liebe, viel Arbeit und von echten Bienen hergestellt wird, ist Burns Honig, künstlich und in Massen produzierter Müll. Doch Burns gibt sich so leicht nicht zu schlagen. Er entführt die Bienen der Simpsons um sich ein Honigmonopol zu sichern.

FAZIT:
Das Homer eine gute Idee hat ist ungefähr so selten wie eine Eiszeit. Dennoch ist es nicht verwunderlich das viele seiner besseren Ideen mit seinem Lieblingshobby, dem Essen, zu tun haben. Sehr humorvoll und mit guten Zeichnungen, die leicht vom typischen Simpsons-Allerlei abweichen, kredenzen hier Autor Len Wein und Zeichner Phil Ortiz eine wunderbare, aber dennoch typische witzige Simpsonsstory.

2d1de0c6c64c2ba6ea3c22c61de238c3_normFuturama Comics #7

Eine typisch abgedrehte Futrama-Weihnachtsgeschichte findet in diesem Heft seinen Abdruck. Bender kommt durch seine Schulden bei der Roboter-Mafia in Kontakt mit dem Belzebot, der ihn bittet allen Menschen zu sagen das der Weihnachtsmann nicht mehr Böse sondern gut geworden ist, und sich alle am Times Square versammeln sollen. Dahinter steckt jedoch ein Komplott von Belzebot, dem Weihnachtsmann und dem Kopf von Nixon. Bender erfährt von dem Verrat an der Menschheit und versucht alles wieder in Ordnung zu bringen… Als kleinen „Nachschlag“ gibt es noch eine 2-seitige Hommage an den Klassiker „Der Blob“ in dem ein Alien-Blob, eben jenen Filmklassiker im Kino sieht. Aber er sieht ihn mit etwas anderen Augen als die restlichen Kinobesucher…

FAZIT:
Nix besonderes, aber auch nichts Falsches. Der ganz normale Futurama-Wahnsinn. Humorvoll, abgedreht und kurzweilig.

Marvel Comic Klassiker (3): Die Spinne Comic-Jubiläums-Sonderheft 1 & 2 [Condor, 1986/1987]

Diesmal geht es zurück zu den seeligen Condor Zeiten und zwei Jubiläumsheften. Die Spinne trifft auf den Punisher, der damals noch der Bestrafer war. Aber warum hier und nicht in der regulären Serie?

Die Spinne Jubiläums-Sonderheft #1

Es geschehen brutale und sinnlose Morde in New York und sowohl die Spinne als auch Nightcrawler, der persönlich involviert ist, versuchen nun den Täter ausfindig zu machen, wobei beide jeweils den anderen im ersten Moment vedächtigen.
Schnell scheint dann aber mit dem Bestrafer der wirkliche Täter gefunden. Dumm an der Sache ist nur, das dieser selber auf der Suche nach dem wirklichen Täter ist, der offenbar seinen Namen in den Schmutz ziehen möchte. Und so scheint es für die drei das beste zu sein, den einzelnen Puzzleteilen gemeinsam auf die Spur zu kommen…
Als Bonus gibt es noch eine Kurzgeschichte aus The Savage Sword of Conan, in der die Erfolgsgeschichte von Kull, dem Eroberer erzählt wird und wie er vom einfachen Krieger zum Herrscher über den Thron von Topaz wurde.
FAZIT:
„20 Jahre Die Spinne-Comics in Deutschland!“ titelt der Condor Verlag hier auf dem ersten von zwei Sonderheften. Dafür wurden zwei zusammenhängende Storys ausgewählt die Condor bisher ausgelassen hatte. Es handelt sich hierbei um die beiden Ausgaben Nummern 161 und 162 der Amazing Spider-Man-Reihe. Als Kreativteam zeichnen hierbei Autor Len Wein, Zeichner Ross Andru und Inker Mike Esposito verantwortlich und präsentieren ein gelungenes spannendes Abenteuer in dem Peter Parker mehr als einmal knapp dem Tod entrinnt.
Ebenfalls sehr gelungen ist das Abenteuer um Kull den Eroberer von Charles Dixon und Valdis Semeiks, das nach meinem Geschmack aber durchaus auch etwas länger hätte sein können.
Insgesamt ist das erste Jubiläums-Sonderheft eine schöne Sammlung an inzwischen klassischen Comics die viel Spaß macht.

Die Spinne Jubiläums-Sonderheft #2

Und erneut treffen die Spinne und der Bestrafer aufeinander, als dieser gerade dabei ist in einem Penthouse einer Gansterbande so richtig aufräumt. Zur gleichen Zeit ist auch Jonah ausser Gefecht nachdem er ein paar Anfälle hatte und Peter zwischenzeitlich für den Globe arbeitet. Doch mit seiner neuen Kollegin will er einfach nicht so wirklich klar kommen. Als dann während eines Journalisten-Jobs der Gangsterboss Jacobi von seinem Team befreit wird, muss die Spinne eingereifen.
Aber auch der Bestrafer schläft nicht und findet die Verbindung zwischen Spinne und Peter Parker. Von da ab wird es erst recht gefährlich. Erst recht als Peters Kollegin vom Globe sich als Lieferantin bei Jacobi einschleust…
Ausserdem gibt es wieder eine Kurzgeschichte mit Kull dem Eroberer. Diesmal hindert er ein paar Räuber daran eine Karawane innerhalb seines Reiches zu überfallen, bis zu dem Moment als sich die Räuber als gar nicht so räuberisch herausstellen…
FAZIT:
Auch diesmal entschloss sich Condor für diese zweite Jubiläumsausgabe einen Zweiteiler mit dem Punisher abzudrucken. Diesmal handelt es sich um die Folgeausgaben der Jubelnummer 200, welche ursprünglich im Spinne Magazin No. 47 im Januar 1982 erschien und somit auf den Monat genau, ganze 5 Jahre vor diesem Jubelheft. Das Condor mit der Veröffentlichung so lange gewartet hat ist mir persönlich vollkommen unverständlich, da ich keinerlei Anhaltspunkte in der Geschichte finde die eine solche Entscheidung notwendig gemacht hätten, bis auf die Tatsache das sie losgelöst von der Continuity funktioniert.
Zur Geschichte selber:
Punishers Jagd auf einen Gangsterboss bedingt durch eine alte Schuld ist tragisch und dramatisch zugleich und gefällt auf ganzer Linie, wenngleich die Story an sich nichts neues ist. Autor Marv Wolfman präsentiert hier einen Punisher der zerfressen von Schuldgefühlen endlich auf Rache an einem Freund sinnt. In Szene gesetzt wird das ganze von den bekannten Künstlern Keith Pollard und Jim Mooney, die actionreiche und dynamische Bilder hervorzaubern.
Ebenfalls gelungen, wenn auch ein wenig schwächer ist das Kurzabenteuer von Kull, für das abermals Autor Charles Dixon und diesmal der Zeichner Geof Isherwood verantwortlich zeichnen.

Mit etwas Glück findet man diese beiden Ausgaben, auch für kleines Geld, auf den üblichen Plattformen und Trödelmärkten.

Batman / Aliens II # 1 – 3 [Panini, November 2003 – März 2004]

Heute trifft Batman zum zweiten Mal auf die Aliens, nach den beiden Softcovern beim Ehapa Verlag Ende der Neunziger Jahre, in dieser dreiteiligen Miniserie…

Batman/Aliens II (1 von 3)

Nach einem kurzen Vorgeplänkel auf dem Mt. Erebus im Jahre 1928 das die Geschichte einläutet, finden wir uns im Gotham der Gegenwart wieder. Eine Baugrube mit einem seltsamen Kellergewölbe erregt die Aufmerksamkeit der Bauarbeiter und des Bauherrn. Ein Keller mit Wänden aus Stahl, Stahlbeton und Ziegelsteinen, über 2 Meter stark, hindert sie am Vorankommen. Sehr schnell beantwortet sich die Frage warum dieser Keller so angelegt wurde das nichts hereinkommt, oder doch besser nicht heraus???

Batman/Aliens II (2 von 3)

Batman ist im Glauben die Aliens besiegt zu haben und auch die 3 Männer welche er gerettet hat sind, nachdem ihnen die Alienbabys herausoperiert wurden, wieder auf dem Weg der Besserung. Plötzlich taucht eine ominöse Dame namens Catherine Fortune auf und teilt ihr Interesse an den Aliens mit. Doch ein Alien hat überlebt und will die Babys retten. Nach einem heftigen Schlagabtausch schafft es das Alien zu fliehen, nur um kurz darauf in Arkham neue Opfer zu finden. Dort trifft Batman erneut auf Fortune nur um festzustellen das sie eine offenbar engere Bindung zu den Aliens besitzt. Doch allein diese Tatsache verbirgt nur noch ein größeres Geheimnis…

Batman/Aliens II (3 von 3)

Batman erwacht auf einer verlassenen Ölbohrinsel (BP lässt grüßen 😀 ), und wird dort von Alien-Hybridwesen überrascht die aus dem Erbgut von Harvey Dent, Pamela Isley, Jonathan Crane, Victor Fries und dem Joker geschaffen wurden. Doch das macht es nicht wirklich gefährlicher, da den Aliens vor allem ihre Instinkte und das Fehlen jeglicher Gefühle und Hemmungen, ihre wahren Kräfte verleiht. So schafft es Batman sehr schnell diese 5 Wesen zu überwältigen. Doch das eigentliche Problem, ein Alienwesen mit den Genen von Killer-Croc, steht ihm noch bevor…

Alles in allem ist Batman/Aliens II eine sehr gute Crossover-Mini mit imposanten Bildern, die leider manchmal etwas gehetzt wirkt. Dennoch gehört sie zu den besseren Crossovern und kann von mir durchaus weiterempfohlen werden.

Yotsuba&! #1 [Tokyopop, März 2007]

In meiner heutigen Manga-Review möchte ich euch ein kleines aber sehr nettes Mädchen vorstellen. Sie heißt Yotsuba und hat ihre ganz eigene Lebensauffassung…

Yotsuba&! #1

Yotsuba ist ein Findelkind. Und Yotsuba zieht mit ihrem Ziehvater in eine beschauliche Vorstadtidylle. Dort lernt sie ihre neuen Nachbarn Fuuka, Ena und Asagi kennen, und sofort einwickelt sich eine turbulente Freundschaft. Dabei erfährt Yotsuba einiges über den gefährlichen Treibhauseffekt, stellt ihren neuen Nachbarn den Freund der Familie, Jumbo, vor, geht mit ihrem Vater einkaufen, mit Jumbo und Ena auf Grillenjagd und erlebt einen Regenschauer…
FAZIT:
Also Yotsuba macht wirklich Spaß. Die Kleine ist niedlich, richtig süß naiv, hat vor nichts Angst (bis auf Fuuka am Anfang) und kann wirklich allem etwas Gutes abgewinnen. Man hat stellenweise das Gefühl, dass Yotsuba bisher so gut wie nichts erlebt hat, wenn ihr sogar eine Schaukel neu vorkommt und dann einen Riesenspaß macht. Also mir gefällt der erste Band der Serie schon sehr gut, auch wenn noch Luft nach oben ist.

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Marvel Kurz-Reviews (1): Spider-Man und die neuen Rächer 26 – 29 [Panini, November 2009 – Mai 2010]

Dies wird der Versuch ältere Ausgaben (keine Klassiker) mal in kurzen Reviews zusammenzufassen. Ich hoffe es gefällt euch.

Spider-Man und die neuen Rächer #26

Die Secret Invasion ist überstanden und die neuen Rächer haben neue Freunde und Verbündete gefunden. Bucky als neuer Captain America bietet dem jungen Team ein neues Hauptquartier. Doch nicht nur das Osborn nun der neue mächtigste Mann der USA ist, auch das Baby von Luke und Jessica ist noch immer in den Händen von Jarvis dem Skrull. Um sein Kind wiederzubekommen, schlägt Luke mit den neuen Rächern neue Wege ein. Als jedoch auch das nicht zum Ergebnis führt, bleibt ihm nur noch ein Ausweg. Er bittet Norman Osborn um Hilfe…

Fazit:

Dark Reign beginnt düster und brutal. So scheint es zumindest. Neben der vielen Gewalt, der Angst und dem Misstrauen, schimmern trotzdem noch Hoffnung, Glück und Freundschaft hervor. Bendis schafft es hier, unterstützt von den hervorragenden Zeichnungen von Billy Tan, ein kleines Märchen des Glücks zu zaubern. Besonders gefällt mir hierbei auch die derzeitige Zusammensetzung des Teams, das schafft noch einiges an Spannungen.

Spider-Man und die neuen Rächer #27

Nachdem Luke und Jessica endlich ihr Baby zurück haben, tritt auch schon der nächste Schock ins Leben der neuen Rächer. Norman Osborn schart ein neues Team von angeblichen Rächern um sich. Nicht nur das einige seiner Thunderbolts, Venom, Moonstone und Bullseye als Black Spider-Man, Ms. Marvel und Hawkeye dabei sind, auch Wolverines Sohn und Ares, sowie der Sentry konnte er für seine Interessen gewinnen. Normal selber tritt als eine Mischung aus Ironman und Captain America, der Iron Patriot, auf. Nicht zu Unrecht sind die neuen Rächer und auch Bucky als neuer Captain America verärgert. So werden hier doch die Ideale von allen durch den Dreck gezogen. Der Versuch Norman und seine Rächer in eine Falle zu locken schlägt jedoch fehl. Statt Iron Patriot und der Rächer erwarten Spidey und die neuen Rächer, der Hood und sein Gefolge von Superschurken. Diese Erfahrung führt Clint zu einer Entscheidung und einer Tat die für seinen Charakter zwar nicht unüblich ist, aber dennoch in dieser Form seinesgleichen sucht… Die zweite Story zum füllen dieses Heftes, ist ein Prolog zur Serie Secret Warriors. Hier treffen wir auf Nick Fury, der erkennen muss, das seine Weltansichten und moralischen Vorstellungen, genau wie die von Steve, in dieser neuen dunklen Welt vielleicht keine Relevanz mehr haben.

Fazit:

50 Ausgaben der New Avengers gehören natürlich gefeiert. Das dies hierbei mehr eine grafische Pracht als eine storytechnische ist, enttäuscht mich doch schon ein wenig. Zwar sind die Zeichnungen von Gaststars wie Brian Hitch, Alex Maleev, Steve Epting, Greg Horn, Leinil Yu, Steve McNiven uvw., sehr schön anzusehen, doch ein über sage und schreibe über 14 Seiten gehender Kampf ist für mich wahrlich keine Offenbarung. Weit mehr überzeugen konnten mich da die letzten zwei Seiten in denen Clint nicht nur eine harte Entscheidung durchzieht, sondern auch eine mit großer Tragweite. „Deklaration“ aus „Dark Reign: New Nation“ bildet die Vorgeschichte zu den Secret Warriors und stellt so einiges an den Charakterzügen und Handlungen „alter“ klassischer Figuren des MU in Frage. Nicht jedoch ohne dabei das ganze als Frage zu formulieren.

Spider-Man und die neuen Rächer #28

Der Hood will der neue Meister der Magie werden. Dafür muss er Doktor Strange aus dem weg räumen und das Auge von Agamotto in seinen Besitz bringen. Doch Strange will es dem Hood nicht leicht machen und sucht Hilfe bei den neuen Rächern. Zusammen wollen sie nun den neuen Meister der Magie suchen der in die Fussstapfen von Doktor Strange schlüpfen soll um die Welt zukünftig vor Dämonen aus allen Welten zu beschützen. Währenddessen haben auch die neuen Rächer mit ein paar kleinen Problemen zu kämpfen. Clint wird zum neuen Führer der Rächer ernannt und stellt Spider-Man auch gleich vor eine Folgenschwere Entscheidung. Er soll ihnen seine Geheimidentität offenbaren oder das Team verlassen.

Fazit:

Diese Ausgabe der neuen Rächer ist fantastisch. Dies ist aber nicht als Wertung zu verstehen, sondern vielmehr eine Aussage über die Geschehnisse. Dämonen, Höllensöhne, Zauberer, und von Dämonen besessene Kriminelle bilden den Kern rund um die neuen Rächer. Osborn und seine Machenschaften, Dark Reign und die Angst der Bürger treten hier in den Hintergrund und machen dem übersinnlichen, mystischen und märchenhaften Platz. In diesem Zusammenhang für meinen Geschmack nicht ganz passend, aber immer noch in Ordnung.

Spider-Man und die neuen Rächer #29

Doctor Strange landet mit den neuen Rächern in New Orleans weil das Auge von Agamotto dort den neuen Meister der Magie aufgespürt hat. Doch auch Hood hat seinen Weg dorthin gefunden und ist seinerseits auf der Suche nach dem Auge, um sich dessen Macht erneut anzueignen. Der trifft jedoch „nur“ auf Daimon Hellstrom, der wiederum nichts besseres zu tun hat um den Dämon herauszulocken der Hood kontrolliert. Schon kurz darauf finden sich Daimon und die neuen Rächer deshalb in einem Chaos wieder das Dormammu verursacht hat. Auch das Auge von Agamotto hat seine Wahl inzwischen getroffen, und während Dr. Strange damit sehr zufrieden ist, scheint der neue Träger noch eher unsicher zu sein…

Fazit:

Bendis fährt echt üble Geschütze auf. Das Fantasy-Epos welches sich im letzten Heft noch andeutete weitet sich nun massiv aus, und zauberhafte Kämpfe finden statt. Billy Tans dunkle Zeichnungen und Justin Ponsors ebenfalls sehr düstere Farbgebung tauchen das ganze in eine fast tragische Umgebung. Sehr viele Rottöne dominieren geradezu das Abenteuer der neuen Rächer. Kleine Anmerkung am Rande. Die Variant-Cover der originalen New Avenegers-Hefte fangen das Fantastische dieser Geschichte wesentlich besser ein als die normalen Cover und auch die Auswahl der deutschen Cover, aber das nur nebenbei.

Kaboom 1-3 [Splitter, März – Juni 1998]

Diesmal gibt es leider nur einen ganz kurzen Ausflug in die Welt von Kaboom, denn mehr als diese drei Hefte existieren in Deutschland leider nicht. Ob es an der Serie liegt oder an anderen Gründen? Macht Euch doch selbst ein kleines Bild davon mit dieser Review…

Kaboom #1

Eigentlich ist Geof Sunrise ein ganz normaler Junge und eigentlich ist dieser Tag sein 16. Geburtstag. Und eigentlich sollte dieser Tag etwas ganz besonderes sein.
Irgendwie wurde er es auch, aber mit diesen Ereignissen hätte Geof niemals gerechnet. Denn plötzlich taucht eine seltsame Gestalt in Form eines japanischen Saxophonspielers auf und Geof erhält geradezu kosmische Kräfte. Doch es gibt auch andere die an Geofs neuen Kräften interessiert sind…

FAZIT:

Kaboom ist eine typische 90er Jahre Action-Comic-Serie. Ohne wirkliche Highlights und auch storytechnisch wird nur Durchschnitt geboten. Die Zeichnungen von Jeff Matsuda sind dank ihrem Manga-artigen Stil zwar etwas ungewohnteres für einen amerikanischen Superhelden, aber retten die Serie leider auch nicht.

Kaboom #2

Geofs neue Kräfte sind noch etwas ungewohnt und auch noch nicht so ganz unter seiner Kontrolle. Und so kommt es wie es kommen muss und er verliert den Kampf gegen seine Angreifer und auch sein Leben. Aber zu Ende ist es dennoch nicht, denn Geof kann sich und seine Moleküle neu zusammensetzen und somit auch seine Größe, Kraft und Intelligenz variieren. Doch ob ihm dies gegen Scarlet, seine wohl größte Bedrohung, reicht…?

FAZIT:

Auch im zweiten Heft kommt Kaboom nicht über einfache Action, Slapstick und eher flachen Humor nicht heraus. Auch wirken Matsudas Zeichnungen stellenweise arg unübersichtlich und geradezu chaotisch. Dies passt zwar in den Kämpfen ganz gut, aber selbst ruhige Passagen sind sehr verwirrend gezeichnet.

Kaboom #3

Geof trifft der Schlag als er erfährt wer sein Gegner Scarlet wirklich ist. Es handelt sich um niemand geringeren als Geofs verstorbenen Bruder Jimmy, der nicht wirklich tot zu sein scheint, sondern wie eben Geof ein kosmisches Angebot erhalten hat. Doch kann er Scarlet trauen, oder sollte er lieber auf seinen Lehrer, den japanischen Saxophonspieler Zang hören…?

FAZIT:

Mit dieser dritten Ausgabe endet die Geschichte um Geof und auch die Serie Kaboom. Gerade einmal drei Ausgaben hat die Serie „erlebt“. Der Grund dafür ist wohl die unausgegorene Mischung und das die Serie sich nicht so recht entscheiden kann, was sie sein will. Das einzige Gelungene ist das letzte Panel in denen Jeph Loeb und Jeff Matsuda über den dritten Geof Sunrise lustig machen. Würde sich die Reihe mehr als selbstironische „Gesamtverarsche“ sehen, wäre sie vielleicht auch erfolgreicher gewesen.

Solltet dennoch einmal hineinschnuppern wollen, dann könnt ihr die Serie für kleines Geld schon komplett auf Ebay, Comicmarktplätzen, sowie Flohmärtken finden. Auch hier gilt wieder. Wenn es die normalen Ausgaben sind (es gab damals je zwei Versionen) dann sind mehr als 1 Euro je Ausgabe Wucher. 😉

Matrix Comics #2 [Panini, Oktober 2008]

Heute möchte ich Euch noch einmal in die Weiten der Matrix entführen, mit dem zweiten Comicband der erneut einige sehr unterschiedliche Geschichten und Blickwinkel sammelt…

Matrix Comics #2

Und wieder gibt es zwölf Storys aus der und um die Matrix, und wieder werde ich sie nicht einzeln auflisten.
12 Geschichten wie sie teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten. Actionbetonte Matrix-Style Geschichten in denen Kids lernen mit der Matrix umzugehen. Düstere Geschichten mit Menschen die sich zwar in der Matrix bewegen und auch aussergewöhnliches erleben, aber dennoch nicht den vollen Umfang erkennen können oder wollen. Und auch traurige Geschichten die Freundschaften und Familien zerstören im Krieg der Menschen gegen die Maschinen. Auch der Humor ist wieder vertreten mit einer weiteren Interpretation des Matrix-Universums von Peter Bagge, in der ein vermeintlich Erwählter den Architekten bittet seine Heimkinoanlage umzudesignen damit sie in seine Wohnung passt…
FAZIT:
Auch bei diesem Band haben wieder eine handvoll genialer Zeichner und Autoren die Stifte geschwungen und durchaus sehenswertes abgeliefert. Neben den bereits aus dem letzten Band bekannten Ted McKeever, Bill Sienkiewicz, Gregory Ruth und Peter Bagge sind auch neue Künstler vertreten. Darunter Troy Nixey, Tim Sale, Kaare Andrews, Jason Keith, Steve Skroce und Keron Grant um nur mal ein paar zu nennen.
Auch diesmal hat es mir besonders der Kurzroman angetan, für den diesmal Poppy Z. Brite den Text schuf. Hierbei wird vor allem eine Geschichte geschildert die schon fast an die guten alten Akte-X Fälle erinnert.
Insgesamt ist auch dieser Band wieder eine Bereicherung für die Matrix-Fans, der sogar etwas gelungener als der erste Band ist, da die Geschichten zwar immer noch im Matrix-Universum platziert sind, aber nicht so wirken als müsste man im Augenblick des Lesens zuvor eine bestimmte Stelle im Film gesehen zu haben.
Von daher eine Spur besser als Band 1 und nach wie vor eine uneingeschränkte Empfehlung für alle welche die Matrix-Trilogie gerne um ein paar interessante Geschichten erweitern möchten.

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Bongo Comics des Monats… April 2012 [Panini, April 2012]

…April 2012

Die nächste Runde ist eingeläutet und der April hatte einiges an Bongo-Veröffentlichungen zu bieten. Gewohnte Simpsons-Abenteuer, Superheldenparodien und ein wenig Futurama…

Simpsons Comics #186

Bart kann es mal wieder nicht lassen und spielt Rektor Skinner einen Streich, was dazu führt das Bart als eine Art „Gutes Gewissen“ Ralph zugewiesen wird. Zwischenzeitlich machen Homer und Marge als Werbe-Ikonen Karriere, aber so wie sich Marge das vorstellt geht es irgendwie nicht…

FAZIT:
Ralph als Jiminy Grille ist ganz witzig. Weniger witzig ist dann die Erklärung warum Ralph positiv auf Bart wirkt, und auch Marges und Homers Eskapaden sind leider nur zu vorhersehbar. Bis auf ein paar nette Gags hat das Heft leider nicht viel zu bieten und auch die Kurzgeschichte um Snake und Apu ist nur nett, aber mehr leider auch nicht.

Bart Simpson #61

Auch wenn Bart so überhaupt keine Lust hat für Lisa auf Ralph aufzupassen, hat er doch keine andere Wahl, wenn er nicht will das Lisa ihn verrät und nutzt das auch gleich um Ralph mit Horrorgeschichten zu ärgern.
In Maggies Welt geht es dagegen nur um Enttäuschungen und geplatzte Kinderträume…
Als letztes will Lisa nicht mehr nur auf Fleisch verzichten, sondern auch noch sämtliche Pflanzen beschützen…

FAZIT:
Manchmal ist eben weniger doch mehr. Genauso ergeht es mir mit diesen Geschichten. Sie sind einfach zu überfrachtet und vollgestopft. Auch wirken die Geschichten wie Treehouse of Horror-Episoden nur in weichgespült.

Futurama Comics #47

„Was wäre wenn…?“
Das ist eine Maschine vom Professor und sie macht mögliche Realitäten sichtbar. Egal ob Bender als Präsident, Leela die sich in Fry verliebt, Hermes in einer hundertprozentig geordneten Welt, einem ganz normalen Teenagerleben für Leela oder alle Hummerwesen wie Zoidberg, wären. Die Maschine macht alles möglich…

FAZIT:
Futuramas „Geschichten von Interesse“ sollten ja eigentlich eine Art Äquivalent zu den Treehouse of Horror der Simpsons sein. Leider wurde dies in der TV-Serie nach dem zweiten Versuch nicht fortgeführt. Doch im Comic „lebt“ die „Was-wäre-wenn“-Maschine und liefert lustige und kurzweilige Geschichten ab.
Besonders gelungen ist die gemeinsame Verknüpfung aller Einzelgeschichten. Dieses Heft ist eine gelungene und humorvolle Unterhaltung mit vielen Gags und Seitenhieben…

Simpsons Super Spektakel #6

Die Tortenmänner aus aller Welt sind für Homer (ebenfalls Tortenmann) eine echte Überraschung. Auch das seine ehemaligen Steinmetze nun mit Hilfe eines Steinkuchens die Weltherrschaft erringen wollen…
Was aus Stretch Dude wird wenn seine clevere Partnerin Clobber Girl krank wird, erzählt die zweite Geschichte und auch wie Bart einen neuen Partner sucht und ihn in Ralph als „Leimbeutel“ auch findet.
Zu den fast schon klassischen Simpsons-Superhelden gehören auch Bartman und Houseboy. Doch als sich Houseboy alias Milhouse neue Kräfte offenbaren steht die Heldenpartnerschaft vor dem Aus…
Als letztes erschaffen Bart und Homer neue Kreaturen, die schlussendlich sogar aufeinander losgehen…

FAZIT:
Wie schon die letzten Ausgaben der Simpsons Super Spektakel, so ist auch diese ein humorvoller Streifzug durch die Superhelden-Comic-Welten. Dabei werden vor allem die klassischen Helden aus den sechziger Jahren parodiert und einige davon sind sogar heute noch regelmäßig aktiv unterwegs.
Doch wer jetzt denkt, dass bei so vielen Gags und Anspielungen die eigentliche Story auf der Strecke bleibt, den kann ich beruhigen.
Die Geschichten sind zwar keine Meilensteine, machen aber viel Spaß und wissen gekonnt zu überzeugen, auch wenn ich mir persönlich ein wenig mehr visuelle Abwechslung gewünscht hätte, statt immer dem gleichen Einheitsbrei.

Punisher #1 [Panini, Juli 2012]

Wie ich bereits vor wenigen Tagen bekannt gegeben habe werde ich zukünftig Artikel nicht nur auf meinem Blog hier veröffentlichen sondern auch einige davon auf Comic Hive. Diese Artikel werde ich dann am Ende mit einem kleinen Logo versehen, damit Ihr auch wisst, dass Ihr diesen Artikel auch noch einmal auf Comic Hive findet.

Heute möchte ich euch den ersten Band der neuen Punisherreihe vorstellen, der mir, wie auch schon „Lenore“, freundlicherweise von Panini zur Verfügung gestellt wurde.

Punisher #1: Ermittlungen

Der Punisher hatte wahrlich einen schweren Weg zurück in das normale Marvel Universum und hat dabei so einiges durchleben müssen. Nach den von Garth Ennis verfassten Abenteuern unter dem Marvel Knights Label und der Rückkehr durch Autor Matt Fraction während des Civil War und seinem darauf folgenden Kampf mit Norman Osborn, Hood und sogar Daken, der Frank Castle sogar das Leben kostete, was ihn kurz darauf als Frankencastle wiederauferstehen ließ, ist der Punisher nun dank des Blutsteins endgültig wieder im klassischen Marvel Universum angekommen.

Doch Frank hat keine Zeit zum Verschnaufen, denn ein Blutbad bei einer Hochzeit zwischen einem Arzt und einer Afghanistan-Soldatin fordert ihn erneut auf aktiv zu werden. Ebenfalls aktiv wird die Polizei mit den verantwortlichen Detectives Oscar Clemons und sein neuer Partner Walter Bolt. Aber genauso groß wie das Geheimnis um den Grund dieses Attentats ist das Geheimnis Walter Bolts. Die wahren Drahtzieher holen sich dabei Hilfe von niemand anderem als Jimmy Natale, dem neuen Geier. Als die attraktive und ehrgeizige Reporterin des Daily Bugle, Norah Winters, davon Wind bekommt hat Frank mehr zu tun als ihm lieb ist…

Was Greg Rucka hier zusammen mit dem Zeichner Marco Checchetto abliefert ist einfach nur…

…Wahnsinn!

Denn eines das mir bei vielen der vorangegangenen Punisher-Geschichten immer irgendwie gefehlt hat war der Blick auf die Opfer. Wie gehen diese mit den Verlusten um, was haben die Hinterbliebenen für Probleme nach den tragischen Ereignissen und so weiter. Rucka stellt hier nicht nur den Punisher in den Vordergrund der Geschichte sondern auch die Braut des Arztes, die ihre gesamte Zukunft durch dieses Attentat verloren hat. Zwar ist der Punisher noch immer der eigentliche „Held“ der Geschichte der auch noch immer auf einem Rachefeldzug der aus dem Verlust seiner eigenen Familie herrührt ist, aber es wird auch endlich einmal deutlich gemacht das die Menge die er inzwischen an Kriminellen aus dem Weg geräumt hat wesentlich höher ist als die Anzahl an möglichen Opfern die dadurch verhindert hätten werden können.

Somit wird unterschwellig auch Franks Handeln kritisiert, oder zumindest die Art und Weise wie er gegen die Gangster vorgeht. Zwar werden die Ergebnisse in einem gewissen Maße, gerade von den Betroffenen honoriert, aber die Umsetzung und das manchmal ausufernde Maß an „Bestrafung“ wird nicht einfach so akzeptiert. Ebenfalls positiv fällt auf das Rucka mehr und mehr das Drumherum um die Taten und Handlungen der beiden Parteien ins Rampenlicht stellt. Unterstützt wird dies hierbei nicht nur durch das ermittelnde Detective-Duo Bolt und Clemons, sondern auch durch die sympathische und starke Norah Winters die ihre Nase einfach überall hineinstecken muss und dies auf eine ziemlich freche und eigensinnige Weise.

Eine sehr elementare Sache für die der Punisher schon immer bekannt war, ist seine Gewalt und deren überhöhte Darstellung. Auch diese findet natürlich auch in diesem Band wieder ihre Anwendung. Jedoch ist sie lange nicht mehr so extrem und explizit wie es noch vor kurzem war und wird nun als Stilmittel zum Transport der Geschichte verwendet. Für Leser des Punisher (auch wenn diese einen Comic dieses Charakters erstmalig in Augenschein nehmen) wird, anhand der Kleidung und des Waffenarsenals, durchaus eine gewisse Erwartungshaltung geschürt, die der Punisher auch in den meisten Fällen erfüllt. Dies sind dann eben manchmal auch die Momente und Geschichten gewesen in denen die Gewalt leider nur deswegen eingesetzt wurde um eben jene Erwartungen auch zu erfüllen und weniger weil es der Story dienlich war.

Ein weiterer, und meiner Meinung nach sehr wichtiger Pluspunkt in diesem ersten Band der neuen Punisher-Serie ist die immer präsente und spürbare Einbindung in das klassische Marvel Universum. Wie es früher der Fall war agieren nicht mehr nur die Helden in kurzen Crossovern miteinander, sondern auch Nebendarsteller werden mit eingebunden. So ist neben Norah Winters auch Ben Urich und Peter Parkers Freundin Carlie Cooper mit von der Partie, als es um die Ermittlungen und Spurensicherung geht. Diese Zusammengehörigkeit und Verknüpfung zu einem gemeinsamen Universum in dem alle Helden mit- und nebeneinander agieren war schon früher eine der großen Stärken von Marvel und wird hier nun endlich auch wieder praktiziert. Zwar könnte man durch dieses Wirr-Warr Kontinuität leicht den Gedanken erhalten das es neue Leser schwer haben könnten sich in eine so vollständige und komplexe Welt einzufügen, aber Marvel hat es den Lesern schon immer leicht gemacht seine Lieblingsfigur zu finden und sich in ihrer Vergangenheit zurecht zu finden. Ähnlich ist es auch mit diesem Band, denn wie in einem guten Film oder einem Roman, so haben auch die Protagonisten in einem Comicband ein „Vorleben“ von dem immer nur ein Ausschnitt repräsentiert werden kann.

Neben den ersten fünf Ausgaben der inzwischen neunten Punisher-Serie befindet sich in diesem Band auch noch eine Kurzgeschichte aus dem Spider-Island: I Love New York City Special welches bei Marvel erstmals zuerst digital und sogar kostenlos über die Comixology-Plattform angeboten wurde um dann später auch in Printform veröffentlicht zu werden. Das diese Story hier mitveröffentlicht wurde hat eigentlich nur zwei (dafür aber durchaus nachvollziehbare) Gründe. Der Erste wäre, dass als Autor hier ebenfalls Greg Rucka fungiert hat, während Max Fiumara als Zeichner brillierte und der Andere wiederum ist wohl die Tatsache, dass dieser Band auch für die Spider-Man: Spider Island Komplettisten interessant werden sollte und somit die Verkaufszahlen des ersten Bandes und somit auch der neuen Serie ein wenig gepusht werden könnten. Denn wenn man es genau betrachtet, dann hat diese Geschichte mit dem Rest des Bandes genauso viel zu tun wie Uwe Boll mit guten Filmen. 😉

FAZIT:

Zusammenfassend bleibt ein Band mit einem neuen (auch emotionaleren und verletzlicheren) Punisher, der dennoch eine Härte und Energie versprüht die Spaß macht und auch gelegentlich zum Nachdenken anregt. Die Zeichnungen von Marco Checchetto wissen dabei genauso zu überzeugen, wie die Geschichten und Protagonisten mitsamt ihren ganzen Problemen. Das der Band dabei nicht nur emotional ziemlich düster ist, sondern auch visuell eher mit den dunkleren Tönen spielt ist dabei weder hinderlich noch ermüdend. Im Gegenteil. Die wenigen hellen Passagen lockern das gesamte Geschehen immer wieder erfreulich auf und spenden fast ein wenig Energie, um sich durch die düsteren Passagen zu kämpfen, wie durch eine grausam kalte und nebelverhangene Nacht. Und dies ist durchaus ein positiver Kampf.

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Copyright aller verwendeten Bilder
© 2011/2012 Marvel & Subs. / Panini

Die Abenteuer von Captain America #4 [Panini, November 2002]

Heute finden die Rückblicke leider ihren Abschluss. Denn mit dieser Ausgabe endet Fabian Niciezas Reise in die Vergangenheit…

Die Abenteuer von Captain America #4

Captain America ist dem Red Skull hilflos ausgeliefert als dieser zusammen mit dem letzten von Hitlers Todesschwadron am Eiffelturm hängt, während der Skull ihm eine Waffe an den Kopf hält. Doch als wäre das nicht schon schlimm genug muss Steve auch noch erkennen, dass seine große Liebe Cindy ein Nazispion ist. Gebrochen und enttäuscht lässt sich Steve vom Red Skull gefangen nehmen. Zusammen mit Bucky wird er nach Deutschland gebracht wo er in einem Colloseum gegen den Red Skull kämpfen soll, nur um die Überlegenheit der deutschen Macht zu präsentieren. Aber auch wenn Steve gebrochen scheint, so hat zumindest Bucky noch einen klaren Kopf, und den gebraucht er auch um nicht nur Steve wieder auf den richtigen Weg bringen zu wollen, auch ordentlich aufräumen gehört zu seinen Ambitionen…
FAZIT:
Für das Finale mussten Steve Carr und Kevin West die Stifte schwingen. Dieser Wechsel ist zwar spürbar und sichtbar, doch zum Glück fällt es nicht negativ auf. Auch die Emotionen spiegeln sich nach wie vor dramatisch in den Gesichtern wieder. Gerade die Bilder im KZ die einen gebrochenen Steve Rogers zeigen sehen sehr gut aus, und vermitteln viel Gefühl. Ansonsten ist es ein typisches aber gelungenes Finale einer ganz besonderen Miniserie.

Dieser, sowie die anderen Bänder der vierteiligen Miniserie sind mit ein wenig Glück auf den gut sortierten Comicmarktplätzen, Ebay sowie Trödelmärkten zu finden.