Weitere Comicneuerscheinungen dieser Woche (KW 22) in Deutschland

Neben Panini gibt es noch weitere Verlage die den Markt mit einigen Publikationen bereichern. Hier nun eine kurze Übersicht, was diese Woche erhältlich sein sollte. Die Angaben sind ohne Gewähr, da es zu regionalen Unterschieden kommen kann, was den Liefertag betrifft.

Weiterlesen

Heute ist Gratis Comic Tag 2014 !!!

GCT2014_Poster_A4Nicht vergessen. Heute ist der Gratis Comic Tag. Sucht euch einfach in der Liste der teilnehmenden Händler jemanden in eurer Nähe aus und dann geht gratis Comics shoppen und neue Serien für euch entdecken. Habt einen schönen Tag unter Gleichgesinnten und freut euch an den Aktionen die viele Shops zusätzlich geplant haben. Weiterlesen

Weitere Comicneuerscheinungen dieser Woche (KW 19) in Deutschland

Neben Panini gibt es noch weitere Verlage die den Markt mit einigen Publikationen bereichern. Hier nun eine kurze Übersicht, was diese Woche erhältlich sein sollte. Die Angaben sind ohne Gewähr, da es zu regionalen Unterschieden kommen kann, was den Liefertag betrifft.

Weiterlesen

Dominiks Comic-Wünsche (1)

Dominik_AVAIn dieser Rubrik möchte ich darüber berichten, was mich aktuell in der feinen bunten Welt der Comics so beschäftigt.
Beginnen möchte ich mit den Comicbänden zur Serie:

Weiterlesen

Weitere Comicneuerscheinungen dieser Woche (KW 18) in Deutschland

Neben Panini gibt es noch weitere Verlage die den Markt mit einigen Publikationen bereichern. Hier nun eine kurze Übersicht, was diese Woche erhältlich sein sollte. Die Angaben sind ohne Gewähr, da es zu regionalen Unterschieden kommen kann, was den Liefertag betrifft.

Weiterlesen

Weitere Comicneuerscheinungen dieser Woche (KW 17) in Deutschland

Neben Panini gibt es noch weitere Verlage die den Markt mit einigen Publikationen bereichern. Hier nun eine kurze Übersicht, was diese Woche erhältlich sein sollte. Die Angaben sind ohne Gewähr, da es zu regionalen Unterschieden kommen kann, was den Liefertag betrifft.

Weiterlesen

Chew – Bulle mit Biss! #7: Faule Äpfel [Cross Cult Verlag, Januar 2014]

Chew – Bulle mit Biss!#7: Faule Äpfel

Kurz und bündig:

Yeah, Chew rockt. Auf geht’s in die siebte Runde.

Klappentext:

Da ist was faul!

Tony Chu ist endlich aus dem Koma erwacht und muss schmerzlich erfahren, dass während seiner Abwesenheit Schreckliches vorgefallen ist! Doch ihm bleibt nicht lange Zeit, um den Verlust seiner Zwillingsschwester zu betrauern. Der cibopathische Bundesagent und sein alter – neuer Partner Colby müssen den Spuren der Verwüstung eines tückischen Energydrinks, der alle Konsumenten in Flammen aufgehen lässt, und einer Hohepriesterin nachgehen, die einen Heiligen Krieg ausgerufen hat: den Krieg gegen die Hühnchenfresser auf der ganzen Welt! Doch Rache ist süß und so sucht Tony auch einen Weg, Tonis Mörder zu schnappen …

Genauso kurios wie seine Vorgänger und genauso unglaublich!

Mit „Faule Äpfel“ beweisen die CHEW – Schöpfer ein ums andere Mal, dass Comics nicht umsonst so heißen!

Unglaublich, dass jeder neue Band die Messlatte für irre Einfälle höher legen kann“

(Kathrin Rohmann, AGM Magazin)

Die Beerdigung

Die Beerdigung

Um das Gesamtwerk zu verstehen, ist es schon Voraussetzung, die bisherigen Bände gelesen zu haben. Ansonsten fühlt man sich schnell verloren in der Welt rund um Tony Chu, dem „Cibopath“

Dieser Sammelband enthält die US – Hefte 31 bis 35.

Chew ist einzigartig, mir ist bisher keine Serie untergekommen, die ähnlich „abgedreht“lustig und verrückt und dennoch cool daherkommt. Nicht umsonst hat Chew den Will Eisner und den Harvey Award eingeheimst.

Ich muss schon zugeben, dass wenn man diese Reihe nicht kennt, es auf den ersten Blick die Zeichnungen sind die einen entweder „abschrecken“ oder eben faszinieren. Die Zeichnungen entsprechen eben nicht den gängigen Comics, die man so kennt, sie wirken einfach viel zu skurril, zu bizarre, zu abgedreht, zu seltsam proportioniert, übertrieben und außergewöhnlich!
Dieser besondere Zeichenstil von Rob Guillory ist mit unter anderem das Markenzeichen und Aushängeschild dieser einzigartigen Serie. Dieser Zeichenstil zieht sich von Anfang an durch alle Bände. Die Zeichnungen von Rob variieren zwischen Slapstick Elementen, actiongeladenen Elementen sowie teils ruhigeren Szenen. Das Schöne dabei ist, dass Rob kräftig in seinem Farbtopf gerührt haben muss, denn die Farbgebung gestaltet sich als außerordentlich bunt und kräftig. Beinahe alle Farben die es gibt, finden in diesem Band ihren Platz. Ich bin ein Freund von hellen kräftigen Farben, ich mag es, wenn man die Bilder gut erkennen kann und nicht im Dunkeln fischen muss. Dementsprechend gefällt mir diese bunte kräftige Farbgebung besonders gut. Richtig cool sind die großen Splash Seiten, diese rocken richtig. Es ist wahrlich skurril, wenn Poyo oder auch Pengthulu über die Bildfläche huschen …

Aber nicht nur die Zeichnungen machen Chew so einzigartig und vor allem beliebt bei den Lesern, natürlich darf eine ausgeklügelte Story, die den Leser bei der Stange hält, nicht fehlen. Und genau diese geniale Story schreibt uns John Layman.

Ein irrwitziger Einfall jagt den nächsten, so geht es bereits seit dem ersten Band. Zwischendurch muss ich gestehen habe ich stellenweise wirklich gedacht, die gesamte Reihe ist einfach zu abgedreht, zu verrückt, zu skurril, zu seltsam, oder wie soll ich sagen, zu „strange“. Ich habe mir ein wenig Sorgen gemacht, dass die Story nicht richtig vorankommt. Anders ausgedrückt, aufkommende Tiefgründigkeit verschwindet zu schnell und es wird wieder „leicht albern“.

Aber genau hier schaffen es Autor und Zeichner, gekonnt die Leser zu beeindrucken.
Zwischen Handlung, Story, Slapstick, Albernheit, Tiefgründigkeit (in geringerem Maße) und vor allem Spannung, bekommt der Leser immer wieder neue irrwitzige Einfälle der Autoren vorgeworfen, die einfach passen.

An die Arbeit!

An die Arbeit!

Genau das ist es, was ich sehr bewundere. Diese abgedrehten Zeichnungen passen absolut zu dieser ebenso abgedrehten Story! Nebenschauplätze werden behandelt, ebenso wie die Geschichte rund um Tony im Gesamtzusammenhang. Es ist wirklich cool zu erfahren, wie es um die tückischen Energydrinks bestellt ist und ebenso interessant sind die Handlungsstränge rund um die Hohepriesterin. Sicherlich werden wir von dem ein oder anderen in den nächsten Bänden noch etwas mehr erfahren. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht.

Dieser Band wirkt meines Erachtens etwas „ernster“ und bringt die Handlung weiter voran. Sehr interessant in diesem Band ist die Suche nach dem Mörder von Tony seiner Schwester. Die Jagd ist äußerst spannend dargestellt und zieht sich durch den gesamten Band.
In allen Bänden von Chew lassen sich fast überall in beinahe jedem Panel kleine lustige Anspielungen, Texte, Äußerungen oder Ähnliches finden. Das ist auch in diesem Band so, zwar auf Englisch, aber das macht nichts. Manchmal hört man kritische Stimmen, die komprimierte DinA 5 Aufmachung sei etwas irreführend für diese detaillierten Zeichnungen und eventuell nicht angemessen genug in Bezug auf die US-Heftversionen. Aber wie dem auch sei, ich für meinen Teil finde die Aufmachung passend und absolut handlich zum Lesen.
Was mir auch immer wieder sehr gut gefällt ist, dass der Leser an die Hand genommen wird. Bereits seit dem ersten Band wird dem Leser immer wieder erläutert, welche Personen welche Fähigkeiten haben und was es bedeutet zum Beispiel ein Cibopath oder ein Cibovoyante zu sein. Das gestaltet das Lesen eines Bandes um einiges einfacher.
Ich bin gespannt was mich im achten Band rund um Tony Chu alles erwarten wird.

Dominik_AVAIch würde mir wünschen, dass diese Richtung, wie sie bereits im sechsten Band angedeutet wurde, beibehalten wird. Hoffentlich bleibt es weiterhin ein gekonnter Spagat zwischen skurrilen bizarren und vor allem kräftig bunten Farben und einer ebenso albernen, schrägen, lustigen wie auch spannenden Geschichte mit voranschreitender Handlung.

In diesen Sinne lasst euch diese einmalige Reihe nicht entgehen! So etwas gab es bisher zuvor noch nicht zu lesen in Comic Form!

Diesen Band könnt ihr in jeder gut sortieren Buchhandlung, in jedem Comic Shop oder direkt bei Amazon erwerben.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013-2014 Image Comics / Cross Cult

Saga Nr. 1 [Cross Cult, August 2013]

Immer wieder gibt es Comicserien, deren guter Ruf sehr schnell über den großen Teich nach Deutschland kommt. Und dann gibt es Serien die dauern ein klein wenig, bis sie hier überhaupt jemand kennenlernt, wenn er oder sie nicht gerade eingefleischter US-Leser ist. Eine dieser Serien, die eben sehr schnell für ihre Qualität bekannt wurde, und auch dementsprechend bereits ausgezeichnet wurde, ist Saga von Brian K. Vaughan und Fiona Staples. Sehr schnell hatte sich daher Cross Cult die Rechte gesichert und seit Kurzem ist der erste Band in deutscher Sprache erhältlich. Ob sich die Vorschusslorbeeren lohnen oder nicht, könnt ihr jetzt hier nachlesen …

Saga Nr. 1

Eine Geburt ist fast immer ein freudiges Ereignis. Doch manchmal kann es auch Probleme mit sich bringen. Zum Beispiel dann, wenn die zwei Liebenden verschiedenen Stämmen angehören. Als sich die junge Soldatin Alana vom Planeten Landfall in den Krieger Marko vom Mond Ranke verliebt, beginnt eine aufregende Liebesgeschichte an dessen Beginn die Geburt der gemeinsamen Tochter Hazel steht. Dass sich diese beiden gefunden haben, wird von den beiden gegnerischen Parteien nicht gerne gesehen und so wird eine gnadenlose Jagd auf die junge Familie gestartet. Aber Alana und Marko haben nicht nur Feinde, sondern finden auch sehr schnell Freunde und Unterstützung. Dennoch wird das Leben auf der Flucht vor dem Militär, der Regierung und Söldnern, alles andere als leicht …

Ist sie nicht süß?

Ist sie nicht süß?

Brian K. Vaughan ist nicht nur ein mit dem Eisner-Award ausgezeichneter Autor, sondern auch ein Ausnahmetalent. Dies konnte er bereits durch seine Arbeit an „Y: The Last Man“ unter Beweis stellen. Bei Saga zeigt er erneut, dass ausgefeilte Charaktere, sympathische Figuren, filigrane Welten und mitreißende sowie actiongeladene Spannung bei ihm kein Zufall sind. Er nimmt den Leser von der ersten Seite an gefangen und führt ihn sorgsam in eine Welt ein, die faszinierender kaum sein könnte. Wer hinter Saga einfach nur eine von vielen und typischen Science-Fiction-Serien vermutet, wird enttäuscht werden. Vielmehr ist Saga eine bunte und gelungene Mischung aus Science-Fiction, Fantasy, Comedy und Romantik mit einer ganzen Portion Action. Vaughan führt den Leser nicht einfach nur an der Hand durch ein buntes Abenteuer. Nein, er wirft ihn in eine chaotische und liebenswerte Welt und lässt ihn sich darin selbst zurechtfinden. Und dies funktioniert von Anfang, bis Ende sehr gut.

Königlicher Sex.

Königlicher Sex.

Nicht ganz unbeteiligt an diesem Erfolg, der Serie, sind natürlich auch die grandiosen Zeichnungen der Kanadierin Fiona Staples. Sie mischt klassische Science-Fiction-Elemente mit Fantasy und erschafft so neue Figuren, die einem dennoch irgendwie bekannt vorkommen. Ihr Artwork ist detailliert, ohne sich dabei in Kleinigkeiten zu verlieren. Sie scheut sich auch nicht, sowohl Gewalt, als auch Sexualität explizit darzustellen, wenn sie notwendig ist. Dennoch sind diese Elemente niemals nur Mittel zu Zweck. Vielmehr sollen sie die Geschichte unterstützen und farblich ausschmücken.
Apropos Farben. Staples bevorzugte Farbpalette sind die Erdfarben, und das merkt man auch an Saga. So dominieren die ruhigen und sanften Erdtöne. Dennoch lässt es sich die junge Frau nicht nehmen auch mit poppigen und knalligen Farben zu experimentieren, um den Fantasy-Science-Fiction-Charakter der Serie zu unterstreichen. Aber dabei achtet sie stets darauf, keinen bunten Farb-Brei zu fabrizieren und den Leser damit zu verwirren.

Gegen diese Kopfschmerzen gibt es nicht einmal etwas von Ratiopharm.

Gegen diese Kopfschmerzen gibt es nicht einmal etwas von Ratiopharm.

FAZIT:

Es gibt nur wenige Serien, bei denen man sagen kann, dass man etwas verpasst, wenn man sie nicht liest. Saga ist eine davon. Wer schon immer eine Serie gesucht hat, die anders und trotzdem faszinierend ist, der sollte bei Saga unbedingt zuschlagen. Diese Serie hat einfach alles zu bieten, was eine gute Geschichte benötigt. Sympathische Figuren, spannende Geschichten und atemberaubende Welten. Auch wenn man, wie ich, mit Science-Fiction nicht so sehr viel anfangen kann, wird an Saga seine Freude haben. Eben genau deshalb, weil es nicht typisch Science-Fiction ist, sonder sehr viel mehr bietet. Und dieses Mehr, darf man sich in diesem wunderbaren Hardcover, welches ein wenig größer ausfällt, als das Cross Cult-typische Format, wie man es unter anderem von The Walking Dead kennt, sehen lassen. Zwar fällt das Zusatzmaterial mit „nur“ einem Interview mit Fiona Staples eher dünn aus, aber dennoch ist der Band seine 22 Euro ohne Einschränkungen wert.

Ein Baum-Schiff. So etwas gibt es nicht oft.

Ein Baum-Schiff. So etwas gibt es nicht oft.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Image Comics / Cross Cult

Der Buddha des Himmels (Cosey) [Salleck Publications, Februar 2011]


Mit dieser Gesamtausgabe des Zweiteilers möchte ich euch erneut einen ganz besonderen Comic vorstellen. Cosey ist mit „Der Buddha des Himmels“ ganz einfach ein Meisterwerk der Neunten Kunst gelungen, das in jede gut sortierte Comic Sammlung gehört. Mit „Auf der Suche nach Peter Pan“ (deutsch: Cross Cult, 2009) und „Jonathan“(deutsch: Carlsen Verlag, 1985 – 1989; Salleck Publications ab 2000) hat Cosey moderne Klassiker des Comics erschaffen. Esoterische Einflüsse sind durchaus vorhanden, manchmal sind sie auch etwas sperrig zu lesen, jedoch ist der „Buddha des Himmels“ weder sperrig zu lesen noch enthält der Band viel esoterische Einflüsse. Somit scheint dieses Werk wohl eher etwas leichter zugänglich zu sein.

Der Buddha des Himmels

Anfang der Fünfziger Jahre. Eigentlich sollte der junge Engländer Gifford alias Porridge seinem Studium nachgehen. Doch durch verschiedene Zu- und Unfälle verschlägt es ihn in ein abgelegenes tibetanisches Kloster. Im nahen Gebirge trifft Gifford auf die scheinbar fünfte Reinkarnation einer Mystikerin, mit dem Namen Lhahl. Zwei darauf folgende Begegnungen mit Lhahl verändern dabei unaufhaltsam sein Leben. Die chinesische Invasion rückt immer näher, und Gifford muss fliehen, denn deren Politik überrollt das Land. Dabei wird Tibets Annektierung als „Befreiung“ propagiert. Viele Jahre verstreichen, in denen Lhahl und Gifford voneinander getrennt leben. Keiner der beiden weiß, wie es dem jeweils Anderen ergeht. Gifford kann seine Freunde und Lhahl einfach nicht vergessen. Er entscheidet sich deshalb, trotz der chinesischen Besatzung erneut nach Tibet aufzubrechen. Wird er seine dort gefundenen früheren Freunde und Lhahl jemals wiedersehen?

Autor und Zeichner Bernard Cosadey versteht es sehr gut, seine Schauplätze authentisch einzufangen. Sein Zeichenstil lässt die einzelnen Panels niemals überladen wirken. Die eindrucksvollen Bilder schaffen es hervorragend, dem Leser das Setting und die Umgebung von Tibet näher zu bringen. Der ein oder andere Leser wird sich bei diesem Comic an den Film „Sieben Jahre in Tibet“ erinnert fühlen. Das mag durchaus an der spannenden Erzählweise und der opulent dargestellten Umgebung liegen.

Die Neugier und der Respekt einer fremden Kultur gegenüber stehen dabei immer im Vordergrund. Dadurch, dass es in erster Linie nicht um die Suche nach einem tieferen Sinn oder auch Charakterentwicklung geht, vermeidet Cosey es, in kitschige oder esoterische Gefilde abzudriften.

Die Figuren sind allesamt respektvoll dargestellt. Während des Lesens entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Lhahl und Gifford, die sehr sensibel, bewegend, und vor allem auch sehr spannend erzählt wird. Der Leser leidet mit den Liebenden. Dennoch wird jedwede „Gefühlsduselei“ konsequent vermieden.

Sehr schön anzusehen sind dabei die Lichtverhältnisse, die Cosey auf sehr realistische Art und Weise einfängt. Das sanfte und flackernde Kerzenlicht am Abend, das beruhigende Dämmerlicht oder auch das grelle Tageslicht weisen bei Cosey jeweils völlig verschiedene Lichteigenschaften, Schattenwürfe und Reflexionen auf. Dies lässt die Bilder um vieles authentischer und plastischer wirken. Obwohl man durchaus meinen könnte, das Coseys doch sehr kantiger Strich auf den ersten Blick grob und eigentlich ein wenig ungeeignet für die Darstellung der gigantischen Bergwelt von Tibet erscheint, so trügt der Schein. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Die erstaunliche Detailverliebtheit erzeugt eine wunderbare Stimmung. Fremdartige tibetische Ornamente schmücken die Seiten und auch die Texte des Comics. Hier zeigt sich, dass Cosey ein Kenner von Kultur, Land und Leuten ist. Man könnte meinen, er habe dort gelebt, um die Verhaltensweisen der Menschen realistisch und glaubhaft darstellen zu können.

Dominik_AVAFAZIT:

Der Comic ist sachlich wie Fachliteratur, und dennoch so unterhaltsam wie ein guter Kinofilm. Die atemberaubende Mischung aus den Themengebieten Politik, Historie, Mystik und Romantik gibt dem Band eine besondere Stellung in der Masse an Comicveröffentlichungen. Die Story, welche sich entwickelt, ist dabei wunderbar warmherzig. Eine Suche nach dem Glück, die große Gefühle vermittelt. Cosey erzählt seine Geschichte auf zurückhaltende Art und Weise. Actionlastige Passagen gibt es trotzdem durchaus. Jedoch werden diese, ebenso wie die gesamte Geschichte, sanft aber dennoch bestimmt erzählt. Das Ende beinhaltet für den Leser einen versöhnlichen wie auch überraschenden Schluss.
Es ist wirklich ganz große Comickunst. Ich kann euch wahrhaftig nur sagen, dass mich dieser Band von der ersten bis zur letzten Seite durchwegs fasziniert hat.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011 Salleck Publications

Diesen Comic könnt ihr in jedem gut sortierten Comicladen oder bei Amazon erwerben.

Gratis Comic Tag 2013 Review (19): Star Trek – Countdown to Darkness [Cross Cult, Mai 2013]

GCT 2013Im Kino ist die Crew der Enterprise gerade erst wieder unterwegs. Was liegt also näher, eine Vorgeschichte, oder auch Prolog zu verfassen, diesen als Comic zu präsentieren und dann auch noch die ersten Seiten des eigentlichen über 100-seitigen Bandes als Gratis Comic unter die Leute zu bringen? Nichts. Und genau deshalb hat es Cross Cult neben Super Dinosaur auch getan:

Star Trek – Countdown to Darkness
(Gratis Comic Tag 2013)

Das Spock und Kirk nicht schlafen können ist noch das geringste Problem, als die Enterprise auf dem Weg zu Phaedus, einen Planeten der M-Klasse ist. Denn eigentlich sollte sich entwicklungstechnisch dort eine Zivilisation ähnlich dem Römischen Reich auf der Erde tummeln. Doch als die Enterprise einen Störsender ortet, haben Kirk und Spock keine andere Wahl, als den Planeten näher zu untersuchen. Also machen sie sich zusammen mit Zulu und Hendorff auf den Weg. Aber das Shuttle wird abgeschossen und die vier Crewmitglieder geraten in ernste Schwierigkeiten …

Mike Johnson versucht, mit dieser Vorgeschichte eine Einstimmung auf den Kinofilm zu schaffen. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich kein sehr großer Star Trek-Fan bin und mir ehrlich gesagt nur die klassische Serie mit William Shatner und Leonard Nimoy, sowie die Nachfolgeserie The Next Generation gefallen haben. Bei den Kinofilmen war bei mir auch nach dem siebten Schluss, wo Kirk den Staffelstab an Picard weiterreichte. Alles, was danach kam, habe ich mir zwar die ersten Folgen angesehen, aber es konnte mich nicht mehr reizen. Ein bisschen ist es auch bei diesem Band so. Zwar sind die Figuren, die der klassischen Besatzung, aber irgendetwas fehlt, mir persönlich. Ich kann leider nicht einmal genau ausmachen, woran es liegt. Denn die Story an sich ist spannend inszeniert und gut geschrieben.

Gleiches gilt für die Zeichnungen. David Messina leistet sehr gute Arbeit. Nicht nur, dass die Figuren klar zu unterscheiden sind, auch die Comicabbilder sehen ihren im Kinofilm agierenden Schauspielern verblüffend ähnlich. So werden vor allem diejenigen, die durch die Verfilmungen auf den Band aufmerksam werdenden Käufer keine Probleme bekommen sich schnell zurechtzufinden. Auch die Enterprise sowie das All und die Landschaften des Planeten Phaedus sind gelungen und erzeugen eine unglaubliche Atmosphäre. Dennoch will der Funke bei mir nicht so recht überspringen. Aber eventuell ergibt sich ja doch noch eine Möglichkeit in den Komplettband reinzulesen und ich ändere meine Meinung und gebe der neuen „alten“ Crew noch eine Chance.