Gratis Comic Tag 2013 Review (12): Soulless [Carlsen, Mai 2013]

GCT 2013Vampire und Werwölfe haben spätestens seit Twilight Hochkonjunktur. Ich muss ehrlich sagen, dass die Vampirromantik vollständig an mir vorbeigeht. Ich bin eher Fan von Underworld und anderen Vampir und Werwolfgeschichten, wo es richtig zur Sache geht. Verliebte Vampire sind einfach schwer vorstellbar und akzeptierbar für mich. Auch in Soulless spielen Vampire und Werwölfe die Hauptrollen …

Soulless
(Gratis Comic Tag 2013)

England am Ende des 19. Jahrhunderts. In London leben, mehr oder weniger friedlich, nebeneinander einige Vampir- und Werwolfclans. Es gibt Regeln, die das Leben miteinander vereinfachen sollen. Doch immer wieder gibt es Zwischenfälle, die das BUR – Bureau of Unnatural Registry auf den Plan ruft. Einer dieser Vorfälle ist ein Übergriff eines Vampirs auf die junge Alexia Tarabotti. Nichts ahnend, dass Alexia eine Paranormale ist, will der ausgehungerte Vampir sein Opfer angreifen …

Mit Soulless erscheint der erste Band von Neil Carrigers Alexia-Romanen als Manga-Adaption. Carriger die es bereits 2010 auf die New Yortk Times-Bestsellerliste schaffte, hat mit ihren Romanen eine Welt geschaffen, die sowohl Romantik, als auch Fantasy, Steampunk und Alternativwelt-Science Fiction mischt. Entstanden ist eine neue Art der Vampir/Werwolf-Geschichten.

Die Manga-Umsetzung von REM, die mit bürgerlichem Namen Priscilla Hamby heißt, ist dabei genaugenommen nur im Manga-Stil gezeichnet und kommt ursprünglich aus dem nordamerikanischen Raum. Dennoch ist ihr Stil dem der original japanischen Manga sehr ähnlich und weiß mit seinem sympathischen Charakterdesign zu gefallen.

Die bisherige Leseprobe von Soulless konnte mich zwar nicht vollends überzeugen, hatte aber dennoch eine gewisse Neugier geweckt. Und das es bisher keine Vampirromantik gab, hat zum bisher positiven Eindruck beigetragen.

Gratis Comic Tag 2013 Review (11): Before Watchmen: Rorschach [Panini, Mai 2013]

GCT 2013Watchmen gilt als einer der großen Comciwerke des vergangenen Jahrtausends. Daher war es nur verständlich, dass es irgendwann einmal weiteres Material hierzu geben würde. Lange hat Alan Moore dem widerstanden, aber nun sind sie da. Die Vorgeschichten zu allen fragwürdigen Helden aus Watchmen. Mit Before Watchmen werden deren Origins näher und ausführlich beleuchtet.

Before Watchmen: Rorschach
(Gratis Comic Tag 2013)

Dieser Gratis Comic Tag Beitrag beinhaltet zwei kurze Leseproben aus den im Juni erscheinenden Before Watchmen Ausgaben Rorschach und Minutemen. Wobei der Hauptblickpunkt auf Rorschach liegt. Der Held aus Watchmen mit seinem markanten, stetig wechselnden Gesichtsmuster und den fragwürdigen Methoden, zeigt bereits hier, zu welchen Handlungen er fähig ist. Seine direkte und oftmals brutale Art führt aber deshalb noch langenicht immer zum Ziel. Und so sieht man nicht nur einen rächenden Antihelden, sondern auch einen gebrochen und besiegten Menschen, der dennoch nicht aufgibt, das Richtige zu tun. Oder zumindest das, was er für das Richtige hält.

Die 19 Seiten von Brian Azzarello und Lee Bermejo sind Adrenalin pur. Spannend, dramatisch und effektvoll in Szene gesetzt. Dichte, detaillierte und belebte Städte, markante Gesichter, die leicht wiederzuerkennen sind und deren Mimik klar ablesbar ist. Rorschach, der mit seinem Mantel geheimnisvoll wirkt und dessen wechselndes Gesichtsmuster, auch ohne die technischen Hilfsmittel aus dem Watchmen-Film, beeindruckend wirkt.
Zusätzlich gibt es noch 4 Seiten aus Minutemen. Hier wird Nite Owl zum Star der Seiten. Vollkommen ohne irgendwelche Superkräfte, streift er sich ein Kostüm über, um den hilflosen zu helfen und die Bösen zu bestrafen. Doch auch er hat schon eine Vergangenheit hinter sich, die alles andere als reibungslos verlief. Leider sind es nur 4 Seiten, denn auch dieser Band verspricht einiges an Spannung Darwin Cooke liefert ein Abenteuer ab, das vor allem durchs einen etwas nostalgischeren Stil auffällt. Dennoch passt dieses Artwork ideal zum vorgestellten Helden. Klare und kräftige Linien die in Stil und auch Farbgebung, an die Batman Animationsserie aus den 90er Jahren erinnert.

Before Watchmen könnte das Highlight des Jahres werden und seinem (veröffentlichungstechnisch gesehenen) Vorgänger in nichts nachstehen. Das größte Problem könnte allerdings sein, dass die Fans und Kenner von Watchmen mt zu hohen Erwartungen an die insgesamt 8 Miniserien herangehen könnten und dadurch enttäuscht werden. Denn eines muss man ganz klar anmerken. Before Watchmen wird Watchmen definitiv nicht überflügeln können.

Gratis Comic Tag 2013 Review (10): Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 16 [Egmont, Mai 2013]

GCT 2013Carlsen hat die Peanuts und Egmont Hägar. Beides sind klassische Zeitungsstrips und beide haben eine große Fangemeinde. Was liegt also näher, diese Strips zu sammeln und in edlen Hardcovern zu veröffentlichen? Und nachdem die Peanuts bereits einen Gratis Comic Tag-Auftritt hatten, war dieses Jahr Hägar an der Reihe …

Hägar der Schreckliche Gesamtausgabe 16
(Gratis Comic Tag 2013)

Hägar ist ein erfolgreicher Wikinger. Der Anführer einer ganzen Horde an blutrünstigen, gewalttätigen, saufenden und mordenden Barbaren. Oder etwa nicht? Denn hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, die ihn kontrolliert. Ihr Name ist Helga!

So richtig warm geworden, bin ich mit Hägar noch nie. Das heißt jedoch nicht, dass er schlecht ist, sondern das der Humor mich einfach nicht anspricht. Oder ich bin es einfach zu sehr gewohnt, da Hägar nämlich auch in regionalen Tageszeitungen fast täglich erscheint.

Es gibt zwar Strips die einen auch manchmal schmunzeln lassen, aber insgesamt sind sie kaum stimmungsaufhellend. Zumindest bei mir nicht.

Auch die Zeichnungen überzeugen mich persönlich nicht wirklich. Zu simpel ist der Strich, und zu einfach die Bildkompositionen. Die Szenarien wiederholen sich zu oft und auch die Figuren kennen nur wenig mimische Ausdrücke. Ganz davon abgesehen, dass, wenn man Hägar, seine Frau, seinen Sohn und Sven Glückspilz einmal ausnimmt, die restlichen Figuren zu einheitlich und austauschbar aussehen.

Für mich ist Hägar daher leider kein Kandidat zur Fortführung nach diesem Gratis Comic Tag.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 10)

Da es diese Woche leider keine Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview gibt, weil Nickelodeon mal wieder eine Ausstrahlungspause hinlegt, muss der freundliche Netzschwinger von nebenan, diese Woche alleine bestreiten …

USM 23-2Episode 23: Kein Spielzeug
(Not A Toy)

Was für eine Ehre. Spider-Man und seine Teamkollegen dürfen mit Captain America trainieren. Das nutzen die jungen Helden natürlich auch exzessiv aus. Der Einzige, dem dies nicht gefällt ist Agent Coulson. Denn dieser hat Angst, dass die unerfahrenen Kids, ein schlechtes Licht auf ihn als Lehrverantwortlichen werfen könnten. Deshalb versucht er, Captain America mit anderen Aufgaben abzulenken. Captain America, alias Steve Rogers, ist zwar nicht erfreut, erkennt aber seine Pflicht und lässt den Kids seinen Schild. Extra mit der Anweisung, dass es sich nicht um ein Spielzeug handelt. Aber es kommt, wie es kommen muss. Der Schild fliegt aus dem Helicarrier direkt in Dr. Dooms Arme. Und damit beginnt auch schon der Ärger …

USM 23-1

Der ultimative Held: Captain America!

Captain America ist ein Idol. Schon seit Jahren stellt er das amerikanische Ideal dar. Ein Held, der seit dem Zweiten Weltkrieg für das Gute kämpft und so ziemlich alles verkörpert, was die Amerikaner als ehrenvoll betrachten. Und das wirkt auch heute noch. Daher haben die jungen Helden und auch Coulson eine ganze Menge Respekt vor dem klassischen Helden. Auch in den Zeiten der Terroristen und des globalen Krieges stellt Steve Rogers noch immer ein leuchtendes Licht in dunkler Nacht dar.
Alles ziemlich geschwollen, oder? Aber das ist die klassische Charakterisierung des Captains. Ich muss zugeben, dass auch ich dem Captain hin und wieder verfallen bin. Besonders der inzwischen klassische Run von Mark Grunwald. Aber in dieser Episode kann ich dem Captain leider nicht viel abgewinnen. Zu glatt und zu perfekt wird er hier dargestellt. Und dies widerspricht auch meinem Empfinden. Menschen sind niemals perfekt, auch nicht so ein Held wie Captain America. Weitaus mehr gefällt mir dagegen, wie er sich den jungen Helden gegenüber verhält. Er ist freundlich und verständnisvoll. Trotz seines Alters, von inzwischen weit über 60 Jahren, dass nur durch das Super-Soldaten-Serum gebremst wird, hat er ein Einsehen mit dem oftmals hitzigen Verhalten.

Ehrfurchtsvoll stehen die jungen Helden vor DEM Schild.

Ehrfurchtsvoll stehen die jungen Helden vor DEM Schild.

Die Folge hat bis auf das Kostüm kaum Schwächen. Der Humor und das Artwork sind stimmig. Aber mit dem neuen Design für Captain Americas Kostüm werde ich einfach nicht warm. Irgendwie sieht es einfach seltsam aus. Die Flügel nur angedeutet, die Naht auffällig abgesteppt. Nicht dass ich grundsätzlich gegen Neuerungen wäre, aber irgendwie wirkt das Kostüm nicht passend. Ich kann es nicht einmal genau an gewissen Punkten festmachen. Es ist mehr ein persönliches Empfinden. Aber wenn man von diesem Manko absieht, gibt es weder an den Locations noch an Dr. Doom und seinen Doom-bots und Doom-Dogs etwas auszusetzen.

Der Herrscher Latverias mit DEM Schild: Doctor Doom!

Der Herrscher Latverias mit DEM Schild: Doctor Doom!

FAZIT:

So richtig überzeugen kann mich die Episode leider nicht. Dafür ist mir dieser Captain America einfach zu sehr „ideal“ als das Er menschlich sein könnte. Und der Rest der Episode ist eben nur wieder das typische Parker-Glück, nur auf einer anderen Ebene. Letztendlich bleibt daher nur ein mittelmäßiges Team-Up, das zwar unterhält, aber nicht wirklich überzeugt.

Dooms Begrüßungskommitee: Doom-Dogs.

Dooms Begrüßungskommitee: Doom-Dogs.

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USM 24-4Episode 24: Beetles Rache
(The Attack Of The Beetle)

Tante May findet doch tatsächlich Gefallen, an Peters Schuldirektor Phil Coulson. Dass dies Peter nicht gerade erfreut, ist fast schon verständlich. Deshalb beginnt er, als Spider-Man, systematisch, das anstehende Date der beiden zu sabotieren. Doch Spider-Man hätte es dafür überhaupt nicht gebraucht. Denn der Beete taucht ebenfalls auf und es stellt sich heraus, dass er und Phil Coulson eine gemeinsame Vergangenheit besitzen. Nun müssen Spider-Man und Coulson nicht nur gemeinsam gegen den Beetle kämpfen, sondern auch noch dafür sorgen, dass Tante May nichts passiert …

Peter ist das Verhalten vom "May" und "Phil" alles andere als geheuer.

Peter ist das Verhalten vom „May“ und „Phil“ alles andere als geheuer.

Dass sich May Parker Männer aussucht, mit denen Peter nicht wirklich klarkommt, ist keine Neuerung. Sei es Doctor Octopus, Nathan Lubensky oder zuletzt John Jameson, der Vater von Ex-Bugle Chef Jonah Jameson. Hier darf der auch nicht mehr so junge, Agent Coulson als Verehrer herhalten. Das birgt naturgemäß einiges an Potenzial für spannende und lustige Geschichten. Und dieses schöpfen die Autoren dieser Episode auch gründlich aus. Das Ergebnis ist ein witziges Durcheinander mit sehr viel Action und einigen Verstrickungen. Dennoch wird auch ein wenig aus Coulsons Vergangenheit offenbart. Dies bringt seine Charakterisierung ein ganzes Stück weit nach vorne. Immerhin offenbart er, dass er früher mit dem Beetle als Sparringspartner gekämpft hat, und immer den Sieg davon getragen hat.
Die anderen Teile der Handlung finden auf humorvollem Klamaukniveau statt, machen aber dennoch, oder eben gerade deswegen, einen Riesenspaß. Und wenn Tante May dann ihre Fähigkeiten einsetzt, um „ihren“ beiden Männern zu helfen, wird es erst recht richtig komisch.

Ein Date! Um Himmels Willen, ein Date!

Ein Date! Um Himmels Willen, ein Date!

Erneut tritt der Beetle mit seinem neuen und wesentlich cooleren Kostüm auf. Und erneut bleibt er weitgehendst stumm. Auch sein Waffenarsenal zeigt er diesmal wieder in all seiner Pracht. In diesem Sinne könnte man fast denken, dass die aktuelle Episode in einem Rutsch mit der Letzten, in der er einen Auftritt hatte, produziert wurde. Es würde sogar nicht einmal auffallen, wenn man diese beiden Episoden mischen würde. Denn wie bei seinem ersten Auftritt, ist auch diesmal eine Dame an Spider-Mans Seite zu sehen. Dass bei den Kämpfen dann auch hier wieder einiges zu Bruch geht, ist somit die nächste Parallele. Einen Unterschied gibt es aber dennoch. Denn diesmal findet die eigentliche Action abends statt und nicht am Tage. Aber das macht nur ganz wenige Unterscheidungspunkte im Gesamtdesign aus.

Ich hab sie, ich hab sie ...

Ich hab sie, ich hab sie …

FAZIT:

Die Episode ist sicher kein Highlight, kann aber dennoch durch seinen Humor punkten. Zusammen mit ein wenig Hintergrundwissen aus den Comics erkennt man auch wieder die ein oder andere Anspielung. Einzig die eher mittelmäßige Action kann nicht wirklich überzeugen. Der Kampf wirkt gekünstelt und motivationslos. Auch verstehe ich persönlich nicht wirklich, warum der Beetle Coulson angreift. Nur weil er früher immer gegen ihn verloren hat? Und wieso weiß er, wo dieser ausgerechnet an diesem Tag zu finden ist? Fragen über Fragen, auf die es leider keine Antworten gibt. Aber insgesamt ist die Folge durchaus sehenswert, wenn man die Erwartungshaltungen nicht zu hoch ansetzt.

Der Beetle in voller... Irgendwie hatte ich das schon mal?!

Der Beetle in voller…
Irgendwie hatte ich das schon mal?!

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

Gratis Comic Tag 2013 Review (9): Batman Strikes/Superman Adventures [Panini, Mai 2013]

GCT 2013Panini lässt sich immer wieder etwas Neues einfallen, um auch neue Leser zu gewinnen. Neben den bereits etablierten Spider-Man und Star Wars Magazin für Jungleser, gibt es ab sofort auch sogenannte TV-Comics. Diese orientieren sich vorrangig an den Animationsserien der DC und Marvel Superhelden und bieten leicht verdaulichen, aber dennoch spannenden Lesespaß für die junge Generation der Comicleser oder auch Neueinsteiger. Dieser Gratis Comic Tag-Beitrag ist ein Beispiel für diesen Versuch:

Batman Strikes/Superman Adventures
(Gratis Comic Tag 2013)

Batman Strikes:
Bei Bruce Wayne wird eingebrochen und es werden Juwelen entwendet, die seiner Mutter gehörten. Das Seltsame daran ist jedoch, dass es sich bei den Einbrechern wohl um angeheuerte Schläger handelt. Also macht sich Batman undercover auf die Suche nach dem Auftraggeber und wird schnell fündig …

Superman Adventures:
Er ist der neue Held von Metropolis. Superman! Und er zieht sämtliche Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur der Daily Planet, sondern auch Lex Luthor sieht den Außerirdischen Superhelden mit skeptischen Augen. Und er sucht eine Möglichkeit den sich langsam aufbauenden Kontrahenten auszuschalten …

Batman ist einfach Kult. Zumindest für mich. Ein Mensch, ohne Superkräfte und durch ein tragisches Ereignis gebrochen, legt sich eine neue Identität zu um das Verbrechen an seinen Eltern indirekt zu ahnden. Dies hat Batman für mich schon immer zu der DC-Figur gemacht, deren Handlungen ich am meisten nachvollziehen konnte. Batman war einfach realistischer und menschlicher als es Superman für mich jemals sein konnte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Noch immer kann ich dem unverwundbaren und immer allen Idealen folgenden Helden nichts abgewinnen. Dennoch erhält der Rot/Blaue Held immer wieder eine Chance.

Und auch die Animationsserien und die dazugehörigen Comicadaptionen weckten in beiden Fällen mein Interesse. Schon damals bei Dino habe ich mir zumindest immer die Erstausgaben der Adventures-Comics gekauft. Nun gibt es zumindest bei Superman ein Wiedersehen mit diesen Abenteuern.
Und noch immer können mich diese leider nicht überzeugen. Superman bleibt ein eindimensionaler Charakter er einfach nur zu perfekt ist. Auch wenn Batman ebenfalls fast immer als Sieger hervorgeht, sind seine Geschichten menschlicher. Das zeigt auch dieses neue Abenteuer aus der Batman Strikes-Comicserie. Er bleibt trotz aller Heldentaten ein verletzter kleiner Junge, der nach Aufmerksamkeit giert.

Den Batman TV-Comic würde ich mir daher durchaus gönnen, aber Superman bleibt nach wie vor liegen.

Gratis Comic Tag 2013 Review (8): Resident Evil – Marhawa Desire [Kazé, Mai 2013]

GCT 2013Resident Evil gehört mit zu den bekanntesten Videospielen, nach Super Mario, Zelda oder Sonic. Das liegt weniger an der Qualität der Spiele, die auch unter Fans oftmals als durchwachsen bezeichnet wird, sondern vor allem an der lukrativen Vermarktung seitens Capcom. Bereits in den 90er Jahren erschienen die ersten Comicadaptionen bei Image. Noch wesentlich bekannter sind aber die inzwischen 5 Verfilmungen mit Milla Jovovich. Was liegt da näher, als auch eine Manga-Adaption in Auftrag zu geben? Doch kann diese, wie auch der Rest, überzeugen?

Resident Evil – Marhawa Desire
(Gratis Comic Tag 2013)

Professor Doug Wright ist Dozent an der Fakultät für Wissenschaft und Technik der Bennett Universität. Und auch sein Neffe Ricky Tozawa ist dort vertreten. Allerdings als Schüler. Und er findet die Kurse seines Onkels zum Gähnen langweilig. Das führt allerdings auch dazu, dass trotz seiner Familienbande, sein Semesterschein auf der Kippe steht. Doch dies soll sich ändern, als er mit seinem Onkel an die Marhawa Akademie gerufen wird. Dort soll eine Schülerin Andere angegriffen haben und auch sonst ein eher merkwürdiges Verhalten an den Tag legen. Könnte es sich hier um einen Ausbruch des T-Virus handeln?

Sieht man einmal von Chris Redfield, einem mutierten Hund und einem Nemesis-ähnlichen Mutanten am Schluss einmal ab, finden sich außer der Erwähnung von Umbrella und dem Namen Resident Evil nicht viele Parallelen. Dies kann von Vorteil sein, wenn man eine eigene Storyline aufbieten möchte. Doch man kann durch den Namen auch Erwartungen schüren, die der Band eventuell nicht erfüllen kann. So, oder so, ist es eine Gratwanderung. Fans der Spiele werden bekannte Gesichter erwarten und ein Setting das Vertrauen schafft. Freunde der Filme hingegen werden eine toughe Amazone, a’la Milla erwarten. Beides ist hier nicht gegeben. Stattdessen wird eine 08/15 Horror-Zombiestory begonnen, die aus jedem beliebigen Splatterfilm stammen könnte. Das heißt aber nicht, dass sie schlecht ist. Dennoch ging es mir so, dass ich von einem Resident Evil-Ableger ein klein wenig mehr erwartet hätte. Und das obwohl ich eigentlich ein Typ bin, der seine Erwartungen grundsätzlich niedrig ansetzt.

Daher muss ich leider sagen, dass mich dieser GCT-Beitrag nicht wirklich reizen kann. Ich bin zwar Manga-Fan und auch ein Freund, der Spiele und Filme. Dennoch können mich diese 48 Seiten nicht komplett überzeugen.

Coco Fisch #1 – Fishing for Compliments [Edition Panel/Panel e.V., August 2010]

Dominik_AVADiesmal möchte ich euch ein kleines kurzweiliges Heft im praktischen DIN A6 Querformat vorstellen.

Dieses Comic Heft bietet dem Leser auf 28 schwarz-weiß Seiten gelungene kurzweilige Unterhaltung zum günstigen Preis von 2.50 Euro. Ich bin eigentlich eher zufällig auf diesen Fisch (Coco) aufmerksam geworden.  Michael Rautenberg alias Rautie bin ich beim damaligen Comic Saloon in Erlangen begegnet. Im Gespräch habe ich mir dann direkt seine Werke gekauft und auch gleich signieren lassen.

Coco der Fisch im Aquarium spricht mit uns.

Coco Fish #1: Fishing for Compliments

Alle unter uns, die Fische haben oder auch nur ansatzweise mögen, machen mit diesem Heft überhaupt nichts falsch. Das liegt einfach daran, dass der Fisch Coco unglaublich cool daherkommt. Coco hat es einfach drauf, er wirkt  sympathisch und schafft es den Leser immer wieder zum schmunzeln, wenn nicht auch zum Lachen zu bringen. Der Fisch Coco im Aquarium spricht mit seinem „Herrchen“. Ein Gag erstreckt sich mal auf 6 Panels, mal auf 3 Panels oder auch auf  4 oder 5 Panels. Rautie sein Strich ist klar und deutlich, im Hintergrund wird nur das nötigste wenn überhaupt dargestellt. Es macht einfach Spaß,  wenn Coco der Fisch die Toilette benutzt, Playstation zockt oder anderweitig seinem „Herrchen“ das Leben erschwert oder auch erleichtert. Sicherlich nicht umsonst geht Coco der Fisch bereits in die dritte Runde. Die dritte Ausgabe ist soeben erst erschienen.  Für den Preis von 2.50 Euro und die kurzweilige Freude die der Leser damit haben wird, von mir eine klare Kaufempfehlung.

Es klingelt an der Tür, wer macht den nun auf?

Wer mehr über Rautie und seine Werke erfahren möchte, kann gerne bei Edition Panel / Panel e.V. oder auf seiner Homepage mal vorbeischauen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2010 by Rautie und Edition Panel

Gratis Comic Tag 2013 Review (7): Super Dinosaur [Cross Cult, Mai 2013]

GCT 2013Nach eigenen Aussagen hat Cross Cult bisher auf Comics für Erwachsene gesetzt. The Walking Dead, Sin City oder Hellboy bestätigen dies eindrucksvoll. Doch jetzt will der Verlag auch mit Comics für Kids punkten, und dies ohne dabei die Qualität des bisherigen Verlagsprogrammes zu schmälern. Neben den Comicadaptionen zu Avatar – Herr der Elemente fiel die Wahl auf Robert Kirkmans neue Serie Super Dinosaur:

Super Dinosaur
(Gratis Comic Tag 2013)

Super Dinosaur, oder auch SD, ist der beste Freund von Derek Dynamo und ein 3 Meter großer Tyrannosaurus Rex. Im Kampfgefecht mit 2 bionischen Armen ausgestattet kämpft er zusammen mit Derek gegen den bösen Max Maximus. Der war früher ein guter Freund und Partner von Dereks Vater Dr. Dexter Dynamo, und nachdem sie zusammen die geheime Welt der Dinosaurier im Erdinneren und das Dynerz entdeckt haben, wurden er nicht nur zum sprichwörtlichen bösen Wissenschaftler, sondern auch zum ärgsten Feind der Familie Dynamo. Doch Dereks Vater hat seitdem einen geistigen Schaden davon getragen und kann sich kaum noch konzentrieren. Dies gleicht Derek aber mit seinem grandiosen Verstand wieder aus, und hält so nicht nur die geheime Basis Dynamo Dome am laufen …

Robert Kirkman zählt inzwischen zu den Comic-Autorengenies Amerika. So gut wie alles, was er anfasst wird zu Gold. Ob es seine Erfolgsserien The Walking Dead und das ebenfalls hochgelobte Invincible, oder One-Shots wie das derb, durchgedrehte aber nicht minder geniale Sea Bear & Grizzly Shark. Kirkman ist immer für eine Überraschung gut. Auch Super Dinosaur hat seinen Reiz. Man merkt hier aber schon, dass die Zielgruppe deutlich jünger angesiedelt ist. Dies lässt sich aber nicht etwas an der Geschichte oder den Zeichnungen alleine ausmachen, sondern das gesamte Paket schreit förmlich danach. Das ist aber nichts Schlechtes. Genaugenommen sammelt die Serie so ziemlich alle Kinderklischees, die es gibt, und bündelt daraus ein farbenfrohes Abenteuer. Dinosaurier, Raketen, böse Wissenschaftler, Technik über Technik und geheime Labore.

Daher ist die Serie für Kinder perfekt geeignet und auch junggebliebene Erwachsene werden ihr Freude an den bonbonbunten Abenteuern der Dynamos mit den Dinosauriern haben. Ich persönlich werde leider nicht so wirklich warm damit, aber ich erkenne es, wenn ein Titel Potenzial in sich birgt. Und dieser Titel hat Einiges davon aufzubieten.

Transmetropolitan Nr. 1: Schöne neue Welt [Panini, Mai 2013]

Mit der heutigen Review präsentiere ich den ersten Band einer ganz besonderen Serie. Aber wieso ganz besondere Serie? Ganz einfach. Von vielen Seiten habe ich immer wieder gehört, wie toll doch Transmetropolitan sei und dass ich die Serie unbedingt einmal lesen müsste. Und jetzt bringt Panini die komplette Serie in fünf edlen Hardcover-Bänden heraus. Also habe ich nett nachgefragt und ein Rezensionsexemplar erhalten. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Panini bedanken. Heute hat Transmetropolitan seinen offiziellen Veröffentlichungstermin und deshalb gibt es hier nun mein Erfahrungsbericht mit diesem Band, damit ihr auch wisst, weshalb ihr euch die Serie unbedingt zulegen solltet.

Transmetropolitan Nr. 1: Schöne neue Welt

Eine ruhige Berglandschaft wird von einem Telefonklingeln unterbrochen. Ein zersauster und offenbar verwirrter Mann nimmt den Hörer ab, und beginnt sein Gegenüber anzuschreien. Dieser verwirrte Mann ist Spider Jerusalem. Weltklasse-Buchautor und eine anerkannte Persönlichkeit. Am Telefon ist sein Herausgeber, der ihn daran erinnert, dass er noch zwei Bücher abzuliefern hätte. Doch Spider ist pleite. Er ist nackt, ungepflegt und vollkommen überdreht. Der gesamte Vorschuss für die besagten beiden Bücher ist für Drogen und Essen draufgegangen. Auch sonst hat er alles verkauft. Und gefickt hat er auch seit über vier Jahren niemanden mehr. Aber um diese Bücher fertigzubekommen, muss er zurück in die Stadt. Die Stadt, die ihn krankgemacht hat.
Also macht er sich auf den Weg. Und schneller als er es selber erwartet hat, findet sich Spider in der Stadt wieder zurecht. Er bekommt einen Kolumnenjob bei seinem „alten Freund“ Royce, ein Appartement und sogar eine Assistentin. Dann legt er los, und schon mit seiner ersten Kolumne, die von einem Transientenaufstand berichtet, meldet er sich erfolgreich zurück. Transienten sind Menschen, die ihre Gene mit denen einer außerirdischen Rasse mischen und dann auch noch ihre Unabhängigkeit wollen. Doch es geht schief und Spider deckt die Gründe auf. Er verändert den Blickwinkel der Stadt und handelt sich damit einiges an Ärger ein. Aber er gibt nicht auf, und schliddert so von einem Chaos ins Nächste, trifft alte Bekannte und lernt Neue kennen. Immer in Begleitung von neuen Problemen …

Alles beginnt in dieser Bergidylle, und nimmt von hier an seinen skurrilen Lauf.

Alles beginnt in dieser Bergidylle, und nimmt von hier an seinen skurrilen Lauf.

Warren Ellis erschafft nicht nur eine Figur, die oberflächlich betrachtet ein echtes Arschloch ist, sondern auch noch eine erschreckende Zukunftsvision einer Welt, die dennoch so beängstigend realistisch erscheint, dass man eine Gänsehaut bekommt. Die gesamte Welt ist vernetzt. Die Technik bestimmt das Leben und das Leben wird von der Wissenschaft reguliert. Genetische Verbesserungen erhöhen die Lebensqualität und das Lebensalter. Religionen entstehen im Stundentakt, Kommunikation und Informationsbeschaffung funktionieren auf den seltsamsten Wegen. Newspollen, die Nachrichten vor die Augen in den eigenen Pollenstaub projizieren, konzentrierte Werbespots, die sich im Schlaf im Gehirn entladen, Kommunikatoren, die durch den Darm über das Skelett die Kontaktaufnahme ermöglichen.
Ellis hat so ziemlich jede kranke Idee zu Papier gebracht die einem auch nur einfallen kann. Oder auch nicht. Denn vieles davon ist so pervers und abgedreht, das man im ersten Moment erschrocken ist. Aber je weiter die Geschichte voranschreitet umso mehr erkennt man, dass Spider Jerusalem nur ein Mensch ist. Ein Mensch mit Fehlern und auf der Suche nach der Wahrheit. Ein Mensch mit außergewöhnlichen Mitteln der auf ungewohnten Wegen sein Ziel zu erreichen versucht. Ein Mensch mit dem Herzen am rechten Fleck und einer Schnauze, die sich nicht scheut, alles ungeschönt auszusprechen. Und dann merkt man. Nicht Spider ist das Arschloch, sondern die Welt um ihn herum.

Spider Jerusalem, bei dem, was er am besten kann. Schreiben.

Spider Jerusalem, bei dem, was er am besten kann. Die Wahrheit in die Welt hinausschreiben.

Für Transmetropolitan konnte Warren Ellis den überaus begabten Darick Robertson gewinnen. Dieser hat bereits frühzeitig durch seine Arbeiten an Justice League Europe für DC und New Mutants für Marvel zeigen können, was in ihm steckt. Und für Transmetropolitan war er einfach die ideale Besetzung. Seine Bilder schaffen es, die Welt, welche Ellis konstruierte, glaubhaft und dennoch fantastisch abzubilden. Kleinste Details erfüllen die Szenarien mit Leben und schaffen so eine unglaublich dichte Atmosphäre, die auch visuell eine Herausforderung für den Leser darstellt. Es gibt in dem ganzen Band nur zwei Konstanten. Die eine ist Spider Jerusalems auffallende Brille, in Grün und Rot, mit den Live-Linsen, welche für ihn Fotos und Videos aufzeichnet und der dreiäugige Smiley. Dieser beschließt nicht nur jedes Kapitel, sondern taucht auch zwischendurch immer wieder einmal auf. In der gesamten, und sich ständig ändernden Welt fallen diese beiden Dinge besonders auf. Spider verändert sich. Mal mit langer Mähne, mal mit Bart, mal vollkommen kahl. Aber immer mit seiner Brille und immer mit diesem Smiley-Badge, den Spider sogar selbst nutzt.
Während aber Darick die Stadt wild wuselnd und chaotisch darstellt, ist seine Interpretation der Berge und Landschaften das genaue Gegenteil. Groß, frei und friedlich. Weitaus weniger Details, die aber dennoch alles darstellen, was benötigt wird. Während man in den Stadtszenerien visuell förmlich erschlagen und überfordert wird, darf das Auge in den Reservaten, die zur Erhaltung älterer Kulturen dienen, entspannen und beruhigt schweifen.
Dazu trägt auch ganz bewusst die Farbgebung von Nathan Eyring bei. Er gestaltet die Landschaften in beruhigenden und warmen Erdfarben und sanften, friedlichen Pastelltönen. Dem gegenüber stellt er eine grelle und bunte Stadt, die durch starke Kontraste und klar abgegrenzte Farben genauso verstörend wirkt, wie durch die düsteren und Angst erfüllenden Passagen und Stadtviertel. Dominantes Rot, aufdringliches Blau, blendend helles Gelb und verschleierndes Grau. Hier zeigt sich sehr deutlich, dass Eyring seinen Job versteht und dadurch die ideale Wahl für Transmetropolitan ist.

Glauben oder nicht glauben? Das ist hier die Frage!

Glauben oder nicht glauben? Das ist hier die Frage!

Mit Bonusmaterial war Panini, trotz der wirklich tollen Aufmachung des wunderschön gestalteten Hardcovers, eher geizig. Es gibt lediglich eine Einführung von Garth Ennis, der aus den Anfangstagen von Transmetropolitan erzählt. Darin schildert er unter anderem, wie unsicher Warren Ellis war, was die Qualität und den Erfolg seiner Serie betrifft. Außerdem sind noch alle clean Coverarts in dem Band anzufinden und zwei kurze Biografien zu Warren Ellis und Darick Robertson.

FAZIT:

Dieser Band stellt meine erste direkte Begegnung mit Transmetropolitan dar. Sicher, ich hatte bereits vorher davon gehört und gelesen. Und dennoch konnte ich den Hype darum nicht ganz nachvollziehen. Nachdem ich nun diese Ausgabe gelesen habe, ist es aber klar. Denn Ellis und Robertson erschaffen nicht nur eine tragische und dennoch komische Hauptfigur, mit der man sehr schnell mitfiebert, sondern auch eine Welt, die faszinierend und verstörend zugleich ist. Als Leser ist man sofort von den Möglichkeiten, die sich den Menschen in dieser Zeit und Welt bieten fasziniert. Aber man merkt auch sehr schnell, dass all dies seine Schattenseiten hat. Und davon gibt es hier reichlich. Denn Ellis schickt seinen „Helden“ in Abenteuer, die mehr Schatten, als Licht aufweisen.
Jetzt ist es für mich nicht mehr verwunderlich, wieso diese Serie so hochgelobt wird. Denn hier stimmt fast alles. Und der zu Beginn schwer wirkende Einstieg erledigt sich spätestens nach dem zweiten oder dritten Kapitel. Denn hier beginnt man als Leser Spider zu vertrauen, und das, obwohl er zu Beginn eine sehr verstörende und auch verstörte Persönlichkeit aufweist. Transmetropolitan ist ein Meisterwerk, und das ist es nicht umsonst. Dieser Band, nein diese Serie, sollte kein echter Comicfan auslassen.

Solche Figuren gibt es nur in Transmetropolitan. Der kopflose Sohn von Spider Jerusalem!?

Das kommt dabei heraus, wenn Spider kopflos in der Welt herumvögelt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 1997-2013 DC/Vertigo & Panini Comics

Gratis Comic Tag 2013 Review (6): Skull Party [Carlsen, Mai 2013]

GCT 2013Auch Manga gab es am Gratis Comic Tag. Doch nicht jeder Manga ist gleich. Abgesehen von den verschiedenen Genres gibt es auch noch die Herkunftsländer, die eine Unterscheidung möglich machen. Streng genommen sind Manga, die nicht aus Japan kommen ja keine Manga. So denken zumindest einige Menschen. Doch Manga bedeutet auch nichts anderes als Comic, und von daher sind alle Manga auch Comics. Auch wenn sie wie in dem vorliegenden Fall von einer deutschen Künstlerin stammen.

Skull Party
(Gratis Comic Tag 2013)

Emil Schwarz schwänzt den Unterricht. Wieso, weshalb und warum sagt er dabei nicht wirklich. Er will nur ein Statement setzen. Doch es gibt Menschen, die hierbei nicht tatenlos zusehen. Und deshalb wird Jagd auf den Jungen gemacht. Mit Betäubungspfeilen und Cerebro-Beruhigungsmitteln wird der Junge ruhig gestellt. Aber während dieser Phase hat Emil einen merkwürdigen Traum, in dem er einem Wesen begegnet, welches ihm einen noch mysteriöseren Auftrag gibt. Die Suche nach dem Unterkiefer …

Klingt irgendwie seltsam? So ging es mir beim Lesen auch. Irgendwie ist keine klare Struktur zu erkennen. Weshalb wird der Junge so gejagt und was hat es mit dem mysteriösen Fremden aus dem Traum zu tun? Fragen über Fragen. Die Zeichnungen sind zwar in Ordnung aber insgesamt will der Funke auf den paar Seiten nicht wirklich überspringen. Und wie ein Science-Fiction-Fantasy-Thriller, als der dieser Band angekündigt wurde, liest es sich irgendwie auch nicht. Statt dessen habe ich das Gefühl, dass die Manga-ka hier noch nicht so richtig weiß, was sie überhaupt erzählen will. Hier hätte man dem Heft durchaus ein paar Seiten mehr spendieren können, denn in dieser Fassung wäre ich nicht bereit mir den finalen Band Ende Juli anzuschauen. Und das ist schade, denn möglicherweise hat Melanie Schober eine durchaus spannende Geschichte im Kopf, die einfach nur noch nicht zündet?