Spider-Man: Osborn [Panini, März 2012]

Nach den drei The Siege Specials der letzten tage widme ich mich heute wieder dem Umfeld von meinem Lieblingsheld Spider-Man. Und zwar die Miniserie Osborn, welche Panini anstatt der Anti-Venom-Miniserie zu einer deutschen Veröffentlichung auserkoren hat. Doch mit Recht … ?

Spider-Man: Osborn

Das alles verändernde Event nach dem dunklen Zeitalter Dark Reign, The Siege, ist vorbei und Norman Osborn ist nicht mehr der mächtigste Mann der Welt und Anführer der Dark Avengers. Stattdessen fristet er ein in seinen Augen unwürdiges Dasein in einer Zelle des Hochsicherheitsgefängnisses Raft. Doch Normans Inhaftierung ohne Anklage bleibt nicht unbemerkt. Denn Norah Winters, Ihres Zeichens ehrgeizige Journalistin beim neuen Daily Bugle will mit dieser neuen Story ihr angeschlagenes Ego nach dem American Son-Debakel, in dem sie sich ganz gehörig in die Nesseln gesetzt hat, wieder ins rechte Licht rücken. Nur leider ist Norman Osborn auch in den Augen anderer Personen eine Gefahr und die daraus resultierenden Probleme lassen sich leider nicht mit einem fairen Prozess aus dem Weg schaffen. Und so wird die Entscheidung getroffen, Osborn verschwinden zu lassen. Nur Norah Winters hat erneut den richtigen Riecher und gerät in ein Abenteuer, wie sie es nicht erwartet hätte …

Norah in den Fängen von Al Apaec und Norman

Wieso veröffentlicht man solch einen Band?
Ganz ehrlich?
Ich weiß es nicht.

Ja, es passiert einiges auf diesen über 130 Seiten, aber nichts davon ist von Dauer oder überhaupt von Belangen. Alles, was auf diesen Seiten passiert scheint, auf kurzweilige Action ausgelegt zu sein. Norah Winters wird nicht tiefer ausgelotet, Norman Osborns Psyche wird auch nicht wirklich herausgekitzelt. Irgendwie ist alles schon mal so oder ähnlich da gewesen.
Storytechnisch sagt mir die Ausgabe nicht wirklich zu. Nicht, dass ich etwas gegen kurzweilige Action habe. Wenn Panini den Band schon mit der Begründung bringt, die Miniserie sei für Spidey relevanter als die, auf deutsch unveröffentlichte, Anti-Venom-Miniserie, dann erwartet man doch etwas mehr. Nach der Lektüre des Bandes erschließt sich diese Relevanz nicht. Mir persönlich wäre da Eddie Brocks Auftreten als Anti-Venom lieber gewesen.

Ms. Winters auf heißer Spur

Zeichnerisch gibt es dagegen kaum etwas zu meckern. Emma Rios hat einen markanten und fast kantigen Stil, der ziemlich gut passt und ein wenig an John Romita Jr. erinnert. Die Bilder sind detailliert und auch dynamisch. Einzig mit der Darstellung von realen Menschen scheint die gute Emma ein paar Probleme zu haben, denn neben der Gummianatomie fehlen in der Mimik und Gestik ganz klar die Emotionen. Bei dem Versuch solche in die Gesichter zu zaubern wirkt es stellenweise eher lächerlich als glaubhaft. Dafür ist die Koloration wieder sehr gelungen. Diese ist sehr atmosphärisch und wirkt auch nicht ablenkend. Das bedeutet, dass die Farben die Zeichnungen sehr gut ergänzen und weder aufgesetzt noch gezwungen wirken.

Auch geistliche sind vor Normans Einfluss nicht sicher

FAZIT:

Ein Band wie ihn nur Spider-Man-Komplettisten benötigen. Das trifft es genau. Nicht wirklich von Belang, kurzweilig und schön anzusehen. Nicht das der Band von der Machart schlecht ist, aber er ist eben nicht das, was ich erwartet hatte. Ich wollte nach den Ankündigungen eine Geschichte, die fies und intrigant ist. Eine Story, in der Norman sein volles Potential an geisteskranker Energie ausleben und praktizieren würde. Einen Comic, der nachhaltige Veränderungen auf den Status Quo von Spider-Mans Erzfeind Nummer Eins hat, aber geblieben ist ein durchschnittlicher Band mit schönen Bildern und actionreicher aber insgesamt flacher Geschichte.

Für eine Hand voll …
… Leichen.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010 – 2012 Marvel & Subs. / Panini

The Siege – Special #3 [Panini, Februar 2011]

Mit den folgenden zwei Ausgaben, beschließe ich die The Siege – Special – Reihe…

Spider-Man und die neuen Rächer #35

Der Kampf um Asgard tobt noch immer. Die Entscheidung für Asgard zu kämpfen ist dabei nicht allen neuen Rächern leichtgefallen. Jessica und Luke hatten ein ausführliches Gespräch über den Sinn und Zweck an der Teilnahme an diesem Kampf. Während Jessica sich in ihrer Mutterrolle sehr wohl fühlt und das Superheldenleben überhaupt nicht vermisst, will und muss Luke helfen. Schon alleine wegen seiner Tochter die ein besseres Leben erfahren soll als immer auf der Flucht zu sein. Auch Bobby und Clint haben es nicht so einfach. Immerhin galt Bobby als tot bis sie während der Secret Invasion wieder auftauchte als Gefangene der Skrulls. Da kommt den beiden die Ablenkung mit Lady Octopus ganz gelegen.
Auch der Hood blickt zurück auf die letzten Stunden vor dem Angriff auf die Götterstadt. Norman bot ihm einen Deal an bei dem nicht nur er gewinnen kann, sondern auch seine Bande von Superschurken. Vorausgesetzt sie bleiben Osborn gegenüber loyal. Doch als sich während des Kampfes dank des Eingreifens von Loki plötzlich die Vorzeichen ändern muss Hood seine Strategie neu überdenken…

FAZIT:

Das Finale der Heftserie von Spider-Man und den neuen Rächern ist fulminant aber hinterlässt nicht nur wegen des Abschieds einen etwas fahlen Beigeschmack. Zum einen liegt dies an der eher unwichtigen zweiten Geschichte mit dem Hood, die ich persönlich als entbehrlich empfinde, zum anderen aber an der dafür umso besseren ersten Geschichte und dort vor allem an den leisen Zwischentönen von Luke und Jessica.
Zeichner Mike McKone leistet durchgehend gute Arbeit. Sowohl in den ruhigen Passagen als auch im großen Kampf. Und da ist vor allem auf den Doppelseiten die Panelaufteilung sehr gelungen und dynamisch.
Insgesamt ein guter Band dem doch einige Schwächen anzumerken sind. Währe das Zwischenspiel mit dem Hood nicht, dann wäre diese Ausgabe eine fast perfekte Finalausgabe einer fast rundum gelungen Rächerserie.

The Siege Special: Avengers Finale

The Siege ist zu Ende. Doch was für Auswirkungen hat Normas wahnsinniger Angriff auf die Götterstadt Asgard und was müssen die Befürchten die ihm halfen und dienten?
Im ersten Abenteuer der Mighty Avengers wird erzählt was Henry Pym, Jocasta, Ace und Jax im Underspace der Dimension unter dem Microverse erleben, als Ultron plötzlich alle Macht an sich reisst. In dem Glauben als Ultron-Pym, der mächtigste Roboter zu sein will er seinen Vater vernichten und die Erde erobern. Doch Henry hat einen Plan, bei dem Jocasta eine wichtige und äusserst heldenhafte Rolle spielt…
Im darauf folgenden Abenteuer der Rächerformation der Initiative treffen auf dem Schlachtfeld von Asgard das ehemalige Liebespaar Steve, Captain America, und Rachel, Diamondback, aufeinander. Diese ist zwar jetzt mit Frank, Constrictor, zusammen, der aber sieht das Aufeinandertreffen der beiden und interpretiert es falsch, woraufhin er sich mit Taskmaster aus dem Staub macht. Auch Tigra die unter dem Einfluss von Hood leiden musste trifft eine persönlich sehr wichtige Entscheidung als sie ihm zum letzten Mal gegenübersteht…
Dagegen hat das Team der Dark Avengers die Norman direkt als Eingreiftruppe unterstellt waren weniger gute Aussichten auf eine positive Zukunft. Dies betrifft auch Osborns rechte Hand Miss Victoria Hand. Der einzige der sich dem Zugriff der Heldenhaften Beschützer Asgards und den US-Army-Truppen entziehen kann ist Daken, Wolverines Sohn…
Im tragischen Siege: Epilogue – The Sentry: Fallen Sun, treffen viele Freunde und ehemalige Mitstreiter von Robert „Bob“ Reynolds alias Sentry/Void auf Bobs Bruder. Dieser steht verbittert und traurig vor dem Grab seines Bruders und dessen Frau. Und während alle ein paar freundliche Worte über den ungewöhnlichen Helden verlieren, trifft der Donnergott Thor, der ja direkt für den Tod von Sentry verantwortlich war, auf Bobs Mutter um ihr persönlich die bittere Nachricht zu überbringen…
Die letzte Geschichte widmet sich voll und ganz den neuen Rächern und erzählt wie diese direkt nach dem Fall von Asgard Jagd auf Hood machen nachdem dieser vom Schlachtfeld zusammen mit seiner Freundin Madame Masque, der Tochter von Graf Nefaria, geflüchtet ist. In einem aufregenden Abenteuer macht das Team zuerst Hoods Bruder ausfindig und lässt sich dann von diesem zu Hood und Madame Masque führen welche gerade mit der Fluchtplanung bei Graf Nefaria beschäftigt sind. Bei dem darauf folgenden Kampf gegen Graf Nefaria liegen die Chancen der neuen Rächer nicht wirklich gut, aber Luke hat vor dem Angriff noch für ein Ass im Ärmel gesorgt, das hoffentlich rechtzeitig eintrifft um den neuen Rächern noch helfen zu können…

FAZIT:

Dieser Band ist des Titelzusatzes Finale wirklich würdig.
Zwar beginnt die erste Geschichte noch etwas ruhig und für die Leser welche die Mighty Avengers-Serie nicht verfolgt haben etwas zusammenhanglos, aber dennoch beginnt der sich dann aufbauende Zusammenhang mit The Siege immer weiter auszuwirken bis am Schluss auch Henry auf dem Schlachtfeld Platz nimmt.
In der Initiative werden eher die nachdenklichen Töne angeschlagen. Nicht das es an einer gehörigen Portion Action fehlen sollte. Es wirkt auf mich einfach so das die nachdenklicheren Passagen wesentlich eindringlicher und wichtiger sind. Gerade das „Schlussgespräch“ von Tigra und Hood sowie das Treffen der Helden auf dem wieder neuen Rächer-Turm wo auch Steve seine Ex Rachel einen neuen Job anbietet, und auch die Zukunft einiger Initiatvie-Helden erzählt wird.
Bei den Dark Avengers hingegen ist anders als bei den Initiative Helden und den neuen Rächern die Zukunft alles andere als hell und freundlich. Daken konnte flüchten und der Rest wurde zusammen mit Miss Hand gefangen genommen. Doch Steve der ja als neuer „Obercop“ der Vereinigten Staaten fungiert erkennt das Potential hinter Voctoria Hand und unterbreitet ihr ein Angebot. Dadurch ist auch dieses Abenteuer wie auch das der Initiative eher ruhig aber dennoch sehr spannend. Sehr gelungen ist auch die Szene von Thor und Ares‘ Sohn Phobos auf dem Dach des Rächer-Turmes.
Sentry – Falles Sun ist eine Erinnerung an einen großen Helden. Das dieser eigentlich erst vor kurzem in das Marvel Universum eingeführt wurde und dank (mehr oder weniger) geschickter Charakterisierung mit der Historie des Marvel Universum verknüpft wurde wirkt auch hier für die Kenner der Figur sehr befremdlich. Vor allem da immer wieder die Rede von dem wissentlichen Vergessen seiner Figur aller Helden gesprochen wird. Dennoch ist der Verlust dieses Charakters für mich schmerzlich, da ich den Sentry, ähnlich wie den Silver Surfer, immer als eine mehr tragischere Rolle empfunden habe.
Beim letzten Abenteuer des Bandes steht zuerst einmal die Action im Vordergrund als die neuen Rächer Jagd auf den Hood machen um ihn der Gerechtigkeit zuzuführen. Nach diesem durchaus gelungenen Abenteuer kommt aber für mich das eigentliche Highlight der Geschichte. Zum einen sind die neuen Rächer endlich durch den Wegfall des Superwesenregistrierungsgesetzes rehabilitiert und so kann Luke endlich mit seiner Frau und Tochter den sehnlichst gewünschten Spaziergang im Park machen, zum anderen wird auf insgesamt 9 Doppelseiten von verschiedenen Künstlern jeweils ein Teilabschnitt der Neuen Rächer dokumentiert. Dabei ist vor allem die letzte Doppelseite geradezu sinnbildlich für die neue Epoche die den Marvel-Recken bevorstehen könnte, wobei mir hier ausgerechnet der Zeichenstil nicht wirklich gut gefällt.
Insgesamt ist dieser Band, wie bereits erwähnt, ein würdiger Abschluss für das Event Siege und die beendeten Rächerserien und anders als die Oneshot-Sammlung aus mit den Helden von Siege meiner Meinung nach nicht entbehrlich und sollte für einen runden und gelungenen Abschluss unbedingt mal durchgelesen werden.

The Siege – Special #2 [Panini, Dezember 2010 bis Februar 2011]

Heute folgt auch schon der zweite Teil des The Siege Specials in dem ich euch das Event in handlichen Stücken präsentiere…

The Siege #3

Der Kampf in und um Asgard geht weiter. Immer mehr Unterstützung für die Asen und gegen Norman Osborn, Hammer und die Bande des Hood treffen ein. Tapfer schlagen sich die Helden gegen eine Überzahl an Gegnern, sie kämpfen Hand in Hand und sie stehen füreinander ein. Als dann auch noch die Unterstützung eines der wichtigsten Rächermitglieder eintrifft, auch wenn er in der jüngsten Vergangenheit Fehler gemacht hat, scheint die Welt für so manchen Kämpfer wieder ein Stück weit in Ordnung zu sein. Doch der wahre Wahnsinn steht noch bevor…
Währenddessen erlebt auch Ben Urich wahnsinniges als er zusammen mit dem Norman Osborn-Befürworter Todd Keller in der Nähe von Asgard durch Venom getroffen abstürzt. Doch statt sich der Wahrheit zu stellen zwingt Keller Urich und einen seiner eigenen Mitarbeiter mit vorgehaltener Waffe seine Lügen direkt aus Asgard on Air zu bringen…

FAZIT:

Auch die dritte Ausgabe der Hauptserie kommt nicht mehr an das Spektakel des ersten Teils heran. Zwar ist Normans Geisteszustand wie er sich am Ende dieser Storyline offenbart schon etwas besonderes und Spideys Reaktion darauf ist auch ganz klar (und kribbelt bestimmt auch jedem Spidey-Fan in der Hand) und dennoch will es nicht mehr ganz so zünden.
Auch die Zweitgeschichte aus Ben Urichs Sicht verblasst stark hinter den bisherigen Frontline-Geschichten zu den Großevents. Es fließt nach meinem Geschmack zuviel der Kampfaction direkt in seine Sichtweise mit ein. Bisher war Urich der stille Beobachter der die Ausläufer der Events zu spüren bekommt, und diesmal ist er mittendrin im Kampfgetümmel.
Insgesamt macht The Siege zwar immer noch Spaß, aber leider nicht mehr auf dem Niveau des Beginns des Events. Mal sehen wie es weitergeht und wie sich das Event zum Ende hin entwickelt.

The Siege Special: Die Helden von Siege

Loki: Gott der Lügen und Intrigen. In diesem Abenteuer erlebt der Leser mit welchen kleinen Deals, Spielchen, Lügen, Abmachungen und Intrigen Loki noch alles gemacht hat um Asgard, nach seinen Wünschen, wieder zur früheren Hochform zu verhelfen. Er verkauft die Seelen seiner ehemaligen Gefolgsleute an die Disir, welche er wiederum an Mephisto verkauft um einen Deal mit Hela zu machen…
Danach nimmt Phobos Rache an den Menschen, oder besser gesagt am Präsidenten von Amerika, oder um genauer zu sein, er versucht es. Nachdem der Sentry seinen Vater vor den Augen der ganzen Welt zerfetzt hat, will er mit dieser Aktion dem Präsidenten klar machen, dass sein blindes Vertrauen in Norman Osborn der schlimmste Fehler seines Lebens war…
Als nächstes kämpft Spider-Man gegen Sinister Spider-Man, Venom. Dieser ist gerade dabei ein kleines „Picknick“ inmitten des Kampfgetümmels abzuhalten und Spider-Man muss ihn einfach aufhalten. Sogar Miss Marvel will ihn dabei unterstützen und wird auf einmal selber zum perfekten Wirt für den Symbionten…
In der vierten Story sieht man die jungen Rächer wie sie sich durch die Wirren des Kampfes in Asgard schlagen. Während Wiccan und Hulkling auf der Suche nach ihren Teamgefährten sind, hilft Speed an allen Ecken und Enden und Patriot und Hawkeye müssen sich verschüttet der Möglichkeit stellen an Ort und Stelle zu sterben…
Zum Schluss müssen noch Steve und Bucky ein paar leichtsinnige Zivilisten retten, die dachten sie könnten mit ein paar Exklusivbildern der Tragödie von Asgard das schnelle, große Geld machen. Als dann jedoch die Töchter der beiden Abenteuerer in die Hände Razor-Fist geraten wird es nicht nur für die beiden Mädchen gefährlich…

FAZIT:

Diese Sammlung von One-Shots die das Event Siege ergänzen ist eine bunte Mischung an größtenteils interessanten Storys. So richtig notwendig sind diese für das Verständnis des Hauptevents aber dennoch nicht. Eine nette Ergänzung mit interessanten Einblicken und Hintergründen. Wobei mir persönlich noch die Geschichte um Phobos und die der jungen Rächer am besten gefiel, und das (muss ich wohl zu meiner Schande gestehen) ich diese beiden Serien der Secret Warriors und Young Avengers nicht einmal verfolgt habe. Spidey und Cap ist ganz Okay und typisch für die jeweiligen Protagonisten und Loki kann mich nicht wirklich überzeugen, da hier einfach nur der typische Loki dargestellt wird, ohne wirkliche Überraschungen und auch sonst wirkt die Geschichte sehr lieblos.
Insgesamt bleibt ein etwas überdurchschnittlicher Band mit schönen und weniger schönen Geschichten und mit guten Zeichnungen. Gelungene Unterhaltung die man aber nicht zwingend braucht.

The Siege #4

Das Finale steht bevor als Sentry vollkommen ausser Kontrolle gerät und droht alles und jeden zu vernichten. Doch in all dem Getümmel, Durcheinander und Chaos erkennt Loki seinen Fehler und nimmt Hood seine Fähigkeiten, indem er ihm die Nornensteine wieder raubt und den Rächern zugesteht. Im darauf folgenden endgültigen Finalkampf mit dem Sentry der zum Void mutierte wird das vorerst letzte und wohl prominenteste Opfer nach Ares im zweiten Teil des Events gefordert…
Nachdem Asgard in einem Anfall von Wahnsinn durch den Sentry gefallen ist sollte auch Todd Keller sich langsam eingestehen das er einem falschen Idol nachgelaufen ist. Doch wie nicht anders zu erwarten trumpft er wieder mit genau den falschen Argumenten und Aussagen auf so dass Ben nur eine Wahl hat. Ab da hilft er mit den Anderen die Opfer zu befreien und den Verletzten zu helfen…

FAZIT:

Das Finale von Siege ist schön. Es läutet eine neue Ära nach der dunklen Herrschaft von Norman Osborn ein und bietet mit einem neuen Posten für Steve Rogers und seine Fähigkeiten viel Potential für ein glorreiche Zeit und einen triumphalen Neubeginn im Marvel Universum. Was die Autoren daraus machen werden zeigen aber erst die nächsten Monate und der Neustart diverser Serien, vor allem mit den vielen Rächer-Teams.
An sich ist das Heft so weit in Ordnung, wenn auch der Schluss etwas zu pathetisch ist. Es ist eben typisch amerikanisch. Übertriebener Pathos, zu viel Schmalz und gekünstelte Komik. Etwas besser als die Story aus dem Hauptevent ist dagegen diesmal die Embedded Story mit Ben Urich. Hier wird gerade nach dem eigentlichen Event sehr viel geboten und das nur auf 3 Seiten (die letzte lasse ich mal aussen vor, da für diese das gleiche gilt wie für den Schluss des Hauptevents).

Morgen schließe ich das Ganze mit dem dritten Teil ab …

The Siege – Special #1 [Panini, November bis Dezember 2010]

Events hat Marvel ja wie Sand am Meer. Auch The Siege ist da keine Ausnahme und deshalb werde ich es euch gebündelt in drei Teilen, möglichst chronologisch präsentieren.

The Siege #1

Die Belagerung beginnt nachdem Loki es geschafft hat Vollstagg in eine Falle zu locken und ihm den Tod mehrerer Tausend Menschen anzuhängen. Und so sieht Normal Osborn seine Chance gekommen. Er sammelt seine Rächer und alles was er an „Helden“ und Schurken zusammentrommeln kann und greift Asgard an, welches nach Thors Weggang nun von Balder geführt wird und auf der Erde in der Nähe von Broxton, Oklahoma zu finden ist. Doch es gibt jemanden der dem nicht tatenlos zusehen kann und so muss er sich nun wieder der Öffentlichkeit stellen…
Die zweite Geschichte bildet, wie es zuerst beim Civil War eingeführt wurde, die Sicht auf das Großereigniss mit den Augen der Presse, oder besser gesagt mit den Augen von Ben Urich des Frontline Magazins. Dieser kann einfach nicht glauben das ein Gott wie Vollstagg einfach so tausende Menschen tötet und denkt das dies eine Falle von Osborn sein muss um sein Handeln zu rechtfertigen. Sehr schnell hat er auch die Chance Vollstagg zu treffen, doch so einfach ist es nicht mit einem verbitterten von Schuld und Selbstzweifeln zerfressenen Helden ein Interview zu führen. Erst recht nicht wenn dieser hungrig ist…

FAZIT:

Der Auftakt zu The Siege ist herrlich spannend und vor allem actionreich. Loki schmiedet mit Osborn dunkle Pläne wobei natürlich jeder seine eigenen Ziele verfolgt. Schon in dieser ersten Ausgabe zeigt sich dass The Siege etwas großes, dramatisches werden kann. Nicht nur das ein Sterblicher es mit den Göttern Asgards aufnehmen will und auch noch den Wahn zu glauben hat dies zu schaffen, Nein mit all den darin verstrickten Helden und Schurken kann dieses Event übermächtig werden, und sehr viele Opfer fordern.

The Siege #2

Schon in dieser zweiten Ausgabe stellen sich die Ersten Gefolgsleute von Osborn gegen ihn und müssen mit drastischen Konsequenzen rechnen. Und nicht nur das. Auch kommt von unerwarteter Stelle bereits Hilfe und diesmal sind es nicht die Superhelden die als Erstes eingreifen. Doch auch diese sammeln sich bereits im Hintergrund und dies dank der Unterstützung von Nick Fury auch mit genug technischem Know How…
Währenddessen reist Ben Urich zusammen mit einem alten Kollegen und dem immerhungrigen Vollstagg im Gepäck in Richtung Braxton, Oklahoma. Aber leider haben auch Osborns Hammertruppen davon erfahren und wollen den eifrigen und unparteiischen Reporter an seiner Mission hindern. Weniger unparteiisch aber dennoch misstrauisch gegenüber dem was ihm „geschenkt“ wird ist der Osborn-Anhänger und Hassprediger Todd Keller, der als einziger offiziell von dem Zwischenfall berichten darf…

FAZIT:

Die Ereignisse in diesem zweiten Teil des Siege-Events sind wesentlich einfacher und mehr aus reine Action ausgelegt, als es noch im Ersten Teil war. Diesmal wird möglichst imposant, detailreich und vor allem brutal das Abschlachten dargestellt. Intrigante Hintergrundspielchen und gefährliche Rangkämpfe bleiben fast völlig aus.
Auch in der Begleitserie Siege: Embedded passiert nicht wirklich viel. Auch hier wird wenig Handlung mit viel Bild einfach nur langgezogen.
Zwar gefällt auch der zweite Teil noch immer, fällt aber im Vergleich zum ersten Teil schon stark ab und nur das einfache zur Schau stellen von dramatischen Tötungszenen kann mich persönlich nicht wirklich überzeugen.

Spider-Man und die neuen Rächer #34

Es wird gefährlich für die neuen Rächer nachdem nun Norman Osborn mit seinen Hammer-Teams und sogar die Lakaien des Hoods Jagd auf das Team machen. Dabei geraten sowohl Cap und Bucky, als auch Spider-Man und Spider-Woman in die Gefahrenzone. Dabei müssen Cap und Bucky gegen ein Hammer-Team antreten und das obwohl Caps Sachen in die Hände von Osborn gefallen sind und das Hammer-Team sogar noch vom Living Laser und dem Corruptor unterstützt wird. Ähnlich geht es Spider-Man und Spider-Woman. Diese werden von Hoods Schergen Mandrill und Griffin. Dank Griffins Fähigkeit Frauen zu beeinflussen sieht sich Spider-Man schnell Spider-Woman als Gegner gegenüber. Doch wie bekämpft man einen Gegner der eigentlich ein Freund ist…?

FAZIT:

Dieses Tie-In zum Event Siege fällt noch relativ harmlos aus. Die eigentlichen Auswirkungen des Events sind noch nicht wirklich spürbar, erst gegen Ende wird durch das Zusammentreffen vieler Helden und der Nachrichtenberichterstattung klar das dieses Abenteuer mit hineinspielt. Ansonsten fällt die Geschichte an sich eher flach aus. Wenig Story viel Prügel. Einzig wichtig zu erwähnen wäre hierbei nur die offizielle Einführung von Captain America, Steve Rogers, in die reguläre Kontinuität ausserhalb der Reborn Miniserie.
Des weiteren fällt sehr positiv der Zeichnerwechsel zwischen den beiden Handlungssträngen der beiden Caps und Spiders auf. Während bei dem Cap-Strang noch gewohnt Immonen den Zeichenstift schwingt, darf bei den Spider-Sequenzen Daniel Acuña seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und dies tut er sehr eindrucksvoll. Nicht immer fehlerfrei, aber dennoch angenehmen anzusehen. Stellenweise wirken die Zeichnungen wie eine Cel-Shade CGI-Grafik und dann auch wieder wie ein Gemälde.

Morgen folgt dann auch schon Teil 2 …

Shadowland Special (Daredevil #9 & #10, Shadowland Special) [Panini, Juli bis August 2011]

Heute will ich mich dem Shadowland-Event aus der Daredevil-Reihe widmen. Ist sein schlechter Ruf gerechtfertigt, oder ist es vielleicht sogar besser als sein Ruf?

Daredevil #9: Shadowland #1

Bullseye war schon immer ein rotes Tuch für Matt Murdock. Nicht nur, dass er Elektra getötet hat, auch Matts große Liebe Karen Page hat er auf dem Gewissen. Als er dann aber auch noch einen Wohnblock dem Erdboden gleichmacht und dabei über 100 Menschen ihr Leben verlieren, sieht Daredevil nur noch eine Möglichkeit. Er wird das neue Oberhaupt der Hand, errichtet einen Tempel auf den Ruinen des Wohnblocks und versucht so mit eiserner Hand sein Viertel, Hells Kitchen, sicherer zu machen.

Kaum das Matt es geschafft hat die Cops aus Hells Kitchen fernzuhalten, dann das Kriegsrecht ausgerufen hat und somit der Hand die Möglichkeit gegeben hat das Viertel zu kontrollieren, kommt Bullseye wieder zurück um sich dem neuen Herrscher gegenüberzustellen und ihn herauszufordern. Lord Daredevil, wie sich Matt inzwischen nennt, ist alles andere als erfreut und es kommt zum Kampf infolge dessen Matt eine verhängnisvolle Entscheidung trifft. Auch seine alten Freunde Foggy, Spider-Man, Luke Cage und Danny Rand kommen von nun an nicht mehr an Matt heran. Etwas hat sich seines Geistes bemächtigt und droht Unheil über die ganze Welt zu bringen …

Shadowland beginnt mit einem Paukenschlag. Und wenn ich ganz ehrlich bin, war diese Aktion von Matt schon längst überfällig. Das soll jetzt nicht falsch gewertet werden. Grundsätzlich bin ich kein Freund von Gewalt zur Lösung eines Konfliktes, doch manchmal muss man leider den Weg wählen, der für das gesellschaftliche Leben das geringere Übel darstellt. Aber die Frage hierbei bleibt noch offen, ob denn die Entscheidung von Matt denn wirklich das Problem gelöst hat, oder dieses einfach nur verlagert wurde.

Andy Diggle schafft es, mich sofort in den Bann zu ziehen, wenngleich ich auch sagen muss, dass mir die reinen Shadowland-Ausgaben einen Tick weit besser gefallen als die Daredevil-Ausgaben, die sich mit Shadowland befassen. Dies liegt zum einen an den Zeichnungen, die bei Shadowland 1 bis 3 einfach einen Tick dynamischer sind, was im Übrigen auch für den Storyaufbau zutrifft, während Daredevil 508 und 509 zwar zeichnerisch wirklich schön anzusehen sind, dafür aber auch wesentlich statischer wirken. Bei Daredevil 510, für das Marco Checchetto den Zeichenstift geschwungen hat, sieht es schon wieder ein wenig anders aus. Diese Ausgabe ist eine gelungene Mischung aus beidem.

Shadowland Special

Mit diesem Special werden ein paar interessante Lücken geschlossen und Hintergrundinfos zum Event geliefert. Der Leser erlebt wie Bullseye bei einer fadenscheinigen und gestellten Beerdigung als ehrenvoller Mann bestattet werden soll, und auch wie Ben Urich da mit drin hängt. Außerdem erfahren wir wie Elektra in die Geschichte passt und was ihre Beweggründe sind sich an Matts Seite zu stellen. Auch der vom Kingpin angeworbene Ghost Rider erhält ein Special in dem Er sich versucht von dem Einfluss der Hand, der ihm durch den Kingpin aufgedrückt wurde. Und auch Spider-Man, der sich in Daredevil 9 von der Versammlung der Helden entfernt hat, will sein ganz eigenes Problem mit Mr. Negative und seinen Männern beseitigen.

Um das eigentliche Event verfolgen zu können, ist dieser Band, genau wie die Monster-Edition nicht notwendig. Das muss man ganz klar sagen, aber ich muss auch zugeben das einige der Hintergründe und auch die Zeichnungen sehr wohl zu gefallen wissen. Wieso einige? Nunja. Leider ist die Qualität eher durchwachsen. Während das Bullseye-Special noch guter Durchschnitt ist und sowohl grafisch als auch storytechnisch noch zu überzeugen weiß, fällt das darauf folgende Elektra-Special schon ein wenig ab. Die Geschichte kann mich überhaupt nicht überzeugen und wirkt ziemlich konfus, dafür sind die Zeichnungen durchaus gelungen. Emma Rios die hier den Zeichenstift schwingt, schafft es eine Atmosphäre zu erschaffen wie seinerzeit Miller bei der Elektra-Saga.

Für das anschließende Ghost Rider-Special sind als Autor Rob Williams und als Zeichner der durch die beiden Carnage-Miniserien und die Universe-Miniserie zusammen mit Paul Jenkins bekannte Clayton Crain verantwortlich. Dieses Special kann mich leider überhaupt nicht überzeugen. Wo mir Crain bei Universe oder der ersten Carnage Mini noch sehr gut gefallen hat, finde ich ihn hier einfach nur hässlich. Abgesehen von 3 bis 4 Panels, die wirklich atemberaubend aussehen, ist der Rest nur noch unterster Durchschnitt. Da fehlen die Dynamik und die Energie. Alles wirkt statisch und einfach lieblos hingeklatscht. Das finale Spider-Man-Special hat vor allem eines. Viel Action und noch mehr Humor. Aber ansonsten ist es wieder nur Durchschnitt. Dan Slott liefert zwar eine unterhaltsame Story ab, aber an wirklich essenziellen Elementen fehlt es, denn anders als das Bullseye-Special liefert es nur eine Zwischengeschichte ab und liefert absolut keine neuen Hintergrundinfos oder neue Blickwinkel.

Daredevil #10: Shadowland #2

Mit dem Tod von Bullseye begann Daredevils tragischer Abstieg in die Dunkelheit. Selbst seine Freunde, die ihm zu Hilfe eilen wollten, wurden vom neuen dämonischen Daredevil und seiner Armee der Hand niedergestreckt. Und als ob das noch nicht reichen sollte, fällt auch Hells Kitchen dem Wahnsinn anheim, als sich die Bürger gegenseitig an die Kehle gehen. Aber einen Trumpf haben die Helden noch im Ärmel. Nur wie geht es weiter, wenn sie es wirklich schaffen Daredevil zu besiegen? Wird Matt diese Prozedur überleben und was wird aus Hells Kitchen ohne seinen Beschützer? Fragen über Fragen …

Das Finale von Shadowland hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack. Zum einen ist es keine wirkliche Überraschung und einen wirklich neuen Status Quo bekommt man auch noch nicht geboten. Zwar gibt es eine gewisse Neuorientierung aber man merkt schon jetzt, dass dies nicht von Dauer sein wird. Foggy bekommt seine Anwaltslizenz wieder und der Kingpin macht sich erneut auf Hells Kitchen zu erobern und zu unterjochen. Alles irgendwie so, wie es schon immer war.

Wo bleiben die Ideen etwas Neu zu gestalten und neue Charaktere einzuführen, die massive Auswirkungen auf das Umfeld der Hauptfiguren haben? Marvel schafft es leider nicht wirklich diese Spannung und diese Wissbegierigkeit in dieser Ausgabe so zu bündeln, als dass man sich unbedingt die nächste Ausgabe kaufen müsste.

Zeichnerich bleibt der Band auf dem Niveau von Ausgabe Nummer Neun mit dem Start von Shadowland. Billy Tan der die Shadowland-Ausgaben zeichnet ist routiniert und bringt die notwendige Dynamik sehr zu Papier. Auch Marco Checchetto darf wieder einmal ran und schafft es auch diesmal mich zu überzeugen. Seine dunkle und fast schmutzige Art passt ideal zum vorletzten Kapitel des Bandes. Fast gleichauf ist auch Roberto De La Torre dessen ebenfalls düsterer Stil die Verzweiflung die in dem Band mitschwingt fast greifbar visualisiert.

FAZIT:

Zusammenfassend ist Shadowland leider nur ein Solohelden-Event von vielen. Kurzweilig, mit ordentlichen Zeichnungen und der Einbindung einiger bekannten und weniger bekannten Helden. Aber was bleibt, nach Shadowland? Bei mir persönlich nicht viel. Ja, es hat Spaß gemacht, und ebenfalls Ja für die Zeichnungen, zumindest zu größten Teil. Aber ein klares Nein zum Gesamtstorybild und das, was es bewirkt hat. Denn da bleibt nicht viel. Vielmehr wirkt es so als wolle man ein paar Fehler der Vergangenheit ausbügeln, ähnlich „One Moment in Time“ (auf deutsch bei Panini als „Ein besonderer Augenblick“ erschienen), in dem auch einiges korrigiert wurde, oder wenigstens versucht.

Daher kann ich persönlich Shadowland auch nur bedingt empfehlen. Als reine Unterhaltung erfüllt es seinen Zweck, wenngleich ich der Meinung bin, dass es weitaus bessere Comics gibt, mit der man die gleiche Zeit gehaltsamer verbringen kann. Aber für einen seichten und entspannenden Ausgleich und als Ausklang eines stressigen Tages ist es sehr gut geeignet.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2010/2011 Marvel & Subs. / Panini Comics

Spider-Man Magazin #29 bis #31 [Panini, Januar bis März 2010]

Heute möchte ich euch ewas leichtere aber dennoch unterhaltsame Kost präsentieren. Das Spider-Man Magazin ist zwar eigentlich für Kinder konzipiert, aber es beinhaltet sehr lockere und spaßige Comicstories aus dem vereinigten Königreich die sogar besser sind als ihre amerikanischen Pendants…

Spider-Man Magazin #29

Alles beginnt ganz harmlos und auch irgendwie typisch für Peter. Jonah will seine neuen Fotos nicht kaufen, er kommt zu spät zur Uni und muss deshalb länger machen, wodurch er das Date mit MJ verpasst. Alles was ein Spider-Man dann braucht um den Kopf frei zu bekommen ist Netzschwingen. Bei seiner kleinen Entspannungstour durch den Big Apple kommt ihm H.E.R.B.I.E. durch ein Fenster des Baxter Buildings entgegengeflogen. Nach einem Angriff von Blastaar und Annihilation die durch das Portal aus der Negativzone die FV angreifen wollten und erfolgreich zurückgedrängt wurden, wurde das Portal schwer beschädigt und die FV mitsamt einem Großteil ihres technischen Equipments mit in die Negativzone gesaugt. Nur H.E.R.B.I.E. blieb alleine zurück und musste das Baxter Building reparieren. Doch dann kamen die Sinister Six zu „Besuch“ und wollten mit Hilfe der Zeitreise-Plattform von Doom in die Vergangenheit reisen um Spidey am Beginn seiner Karriere auszuschalten. Doch auch die Plattform wurde durch den Kampf mit Blastaar und Annihilation schwer beschädigt, wodurch sie zwar immer noch in New York, aber in verschiedene Zeitebenen geschleudert wurden. Nun liegt es an Spidey ein Zeitchaos zu verhindern und den Plan der Sinister Six zu vereiteln, sowie alle in kleine Arrestzellen im Baxter Building zu verfrachten…

Fazit:

Während sich hier noch alles aufbaut, wirkt die Geschichte stellenweise etwas gehetzt und zusammengestückelt. Doch wenn man bedenkt, dass Autor Ferg Handley nur etwa 12 Seiten, also die Hälfte eines normalen Heftes, zur Verfügung hatte, dann ist es schon beachtlich was er und Andie Tong da geleistet haben.

Spider-Man Magazin #30

Als erstes Mitglied der Sinister Six wird Flattermann Toomes aufs Korn genommen. Dieser hat sich im Jahr 10.894 v Chr. niedergelassen und wird dort von ansässigen Stämmen als Gott verehrt. Das jetzt ausgerechnet Spider-Man auftaucht und ihm den Spaß verderben will passt dem Geierchen natürlich überhaupt nicht in den Kram. Aber Spidey muss verhindern das sich Toomsys Stamm hier im zukünftigen New York niederlässt, da sonst ein riesiges Zeitparadoxon ausgelöst werden könnte. Relativ schnell ist Gott Pleitegeier entmachtet und sein Stamm nach Kanada geschickt, während die Fliegerglatze eine hübsche Arrestzelle bekommt.

Fazit:

Der Geier ist vor allem für lustige Stories gut. Das sieht man auch hier wieder. Koordinierungs- und Planlos will Toomes mal wieder mehr aus seiner Person machen, als eigentlich in ihm steckt. Gelungen hierbei sind vor allem Peters Sprüche, die den Geier immer wieder aufs Neue reizen.

Spider-Man Magazin #31

Der nächste Sinister Six der darauf wartet eingesammelt zu werden ist Venom. Dieser hat sich im finsteren Mittelalter (998 AD.) eingenistet. Gerade als die Wikinger ihre ersten Versuche auf dem zukünftigen Amerikanischen Kontinent unternehmen wollen. Dank eines kleinen Apparates mit konzentrierten Schallwellen ist Venom ruckzuck besiegt, doch der Symbiont gibt sich so schnell nicht geschlagen. Er übernimmt kurzerhand den Körper eines riesigen Wikingerkriegers und wird somit zu einer ernsten Bedrohung für Spidey…

Fazit:

Trotz der imposanten Darstellung des Venom-Wikingers ist dies der bisher schwächste Teil der Zeitreise-Saga. Wohl auch weil die Kämpfe mit/gegen Venom nichts neues mehr bringen. Schall oder Feuer, und schon wird aus dem Monster ein sanftes Kätzchen. Da wäre etwas neues innovatives echt eine Bereicherung.

Ultimate Spider-Man Episode 20 (Clip) + Episode 19 (Clip)

Nach etwas längerer Zeit beglückt uns Marvel mal wieder mit einem kleinen Blick in die neue bevorstehende Ultimate Spider-Man Episode, die am Sonntag auf Disney XD (USA) ausgestrahlt wird. Diesmal wird es witzig mit Spider-Ham.

Und als kleinen Bonus reiche ich noch den Clip für die 19. Episode nach, in der Spidey ein kleines Team-Up mit dem Hulk hat.

Der ultimative Spider-Man im deutschen Pay-TV

Ab Montag ist es endlich soweit. Die neue Marvel/Disney-Serie „Ultimate Spider-Man“ startet im deutschen Pay-TV. Der deutsche Ableger von Disney XD, beginnt ab Montag den 10. September um 17:45 Uhr mit der Ausstrahlung der ersten Staffel. Während Montag zum Start noch eine Doppelfolge gesendet wird, ist dann immer Monatgs bis Donnerstags eine Folge an der Reihe. Die Wiederholung findet tags darauf um 9:30Uhr und 13:40 Uhr statt. Das und die Ankündigung das eine zweite Staffel bereits bestellt wurde, ist für Spidey-Fans eine echte Wohltat.

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Marvel Kurz-Reviews (2): Spider-Man und die neuen Rächer 30 – 33 [Panini, Juni 2010 – November 2010]

Die zweiten Kurz-Reviews mit den letzten Ausgaben von „Spider-Man und die neuen Rächer“ vor dem großen Event „The Siege“…

Spider-Man und die neuen Rächer #30

Eine Woche ist es her seit Hoods Gang von den neuen Rächern geschlagen wurde, doch sie konnten das Gerät, dass ihnen die Kräfte nahm, mitnehmen. Leider hat es im Kampf etwas abbekommen und ist defekt. Dr. Jonas Harrow soll es reparieren. Während Spider-Man Jessica Jones Cage gegenüber über die enorme Wichtigkeit seiner Geheimidentität philosophiert, versucht Dr. Harrows Hoods Gang davon zu überzeugen mit ihm zusammen einen eigenen Deal mit Norman Osborn einzugehen und sich Hood abzuwenden, schließlich hat er das Gerät wieder in Gang gesetzt und damit einen Trumpf in der Hand. Parallel dazu sind nun auch andere Rächer zu Spider-Man und Jessica Jones Cage gestoßen und es wird beraten, wie man gegen Norman Osborn vorgehen sollte. Clint Barton (a.k.a. Ronin) schlägt vor ihn zu töten. Bevor die Diskussion zu Ende ist, werden die Rächer zur Hilfe gerufen doch es ist eine Falle …

FAZIT:

Eine super Ausgabe der neuen Rächer. Brian Michael Bendis bringt wieder alles unter einen Hut: Action & Soap. Immonen liefert die passenden Zeichnungen. Besonders die von Bendis eingefügten Soap Elemente machen seine Serien meist lesenswert und Kleinigkeiten (wie hier der nervöse, an der Decke langlaufende Spider-Man) sorgen für Lacher und Schmunzler. Die Spannung wird auf konstant hohem Niveau gehalten und die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die nächste Ausgabe macht.

Spider-Man und die neuen Rächer #31

In der letzten Ausgabe hatte Dr. Jonas Harrow und die ehemaligen Mitglieder von Hoods Syndikat es mit dem von den neuen Rächern zurückgelassenen Kräfteabsorbierer geschafft nicht nur die neuen Rächer ausser Gefecht zu setzen, sondern auch Norman Osborns Dark Avengers in die Schranken zu weisen. Nach einer schnellen Einigung von Osborn und Harrow, erhalten zumindest die Dark Avengers ihre Kräfte zurück, und gerade als diese die Lage klären wollen, taucht Mockingbird mit einem alten Rächer-Quinjet auf um ihre Freunde und Kollegen zu befreien.
So scheint auch dieses Abenteuer für die neuen Rächer gerade nicht gut ausgegangen zu sein, als sich herausstellt, dass Luke Cage ein ernstes gesundheitliches Problem bekommt und ihm auch die Nachtschwester wegen seiner undurchdringlichen Haut nicht helfen kann. So bleibt den neuen Rächern nur die Chance ihren Freund an Osborn auszuliefern, um das Leben von Luke zu retten.

FAZIT:

Diese Ausgabe ist ziemlich flach und durchwachsen. Die einzigen zwei Highlights für mich waren zum einen ein ausrastender Spider-Man, der sich richtig genussvoll an Osborn rächt und die Flucht und das anschließende Gespräch mit Ms. Marvel von Jessica Jones. Immonens Zeichnungen sind wie fast gewohnt von guter Qualität und ausreichender Dynamik, dafür schwächelt die Story etwas, auch wenn man dennoch gerne wissen möchte, wie es mit Luke nun weitergeht.

Spider-Man und die neuen Rächer #32

Luke liegt nach seinem Anfall noch immer geschwächt in Osborns neuer fliegender HAMMER-Festung. Um ihn dort zu finden und zu befreien benötigen die neuen Rächer die Unterstützung einiger alter Freunde. Doctor Voodoo und Doctor Strange finden Luke, während die neuen Rächer in Camp Hammer in New Mexico eine Ablenkung starten, damit Misty Knight, Das Ding, Iron Fist, Hellcat, Valkyrie, Daredevil und Lukes Freundin Jessica Jones ihn befreien können. Doch Osborn rechnet mit so etwas, auch wenn er die Rettungsaktion nicht verhindern kann. Er hat Luke etwas eingepflanzt, doch die neuen Rächer wissen diese Kleinigkeit gegen Osborn zu nutzen …

FAZIT:

Bendis und Immonen liefern eine actionreiche und dramatische Ausgabe ab. Sehr schön, wie Osborn hier vorgeführt wird und noch besser ist wie die neuen Rächer endlich als ein Team, eine Einheit agieren und das, ohne vorher unnötig herumzustreiten. Die kleinen Zwischenspiele mit Hood sind auch ganz interessant, aber leider auch etwas vorhersehbar, aber vielleicht ändert sich das noch bis Siege.

Spider-Man und die neuen Rächer #33

Hawkeye ist noch immer im H.A.M.M.E.R.-Helicarrier gefangen und wird dort von Norman und seinen Dark Avengers gefoltert, nur um das Hauptquartier der neuen Rächer zu erfahren. Doch auch diese sind nicht untätig und planen derzeit die Befreiung von Clint Barton. Allen voran seine Ex-Frau Bobbie, alias Mockingbird, gefolgt von Ms. Marvel und Spider-Woman machen sich die Damen, die auch noch von Jessica Jones unterstützt werden, auf den Weg. Unterdessen wird Clint von Mentallo gefoltert um seinen Willen zu brechen …
Als kleiner Bonus gibt es noch eine Kurzgeschichte mit Captain America, Steve Rogers. Darin erfährt der Leser einiges interessantes aus der Zeit nach Caps Rückkehr aus dem Eis. Welche Untersuchungen und Nachweise er erbringen musste, um anerkannt zu werden, und was sich alles seit seinem Verschwinden verändert hat.

FAZIT:

Die Bilder des dritten New Avengers Annuals sind größtenteils wirklich nur als überragend zu bezeichnen. So schlicht, natürlich und dennoch sexy, sah Bobbie meines Wissens nach noch nie aus, wie sie Mike Mayhew auf der 5. und 6. Seite dieses Abenteuers darstellte. Auch die Hintegründe sind wirklich malerisch, und wenn Teile der Stadt gezeigt werden, könnte man es glatt für Fotografien halten. Doch es gibt auch ein wenig Kritik. Männer und Monster scheinen nicht gerade Mayhews Stärke zu sein. Clint hat behaartere Beine als ein Gorilla, Dark Spider-Man sieht aus wie ein Klops auf Stelzen, Norman sieht aus wie … naja, einfach nicht wie Norman Osborn mit diesem Babyface und Spider-Mans Proportionen auf den Seiten 30/31 sind ein Hohn für jegliche Anatomie. Und das Schlimmste ist Steve Rogers Bild am Schluss. Irgendwie erinnert mich das Gesicht an Mr. Incredible aus Disneys „Die Unglaublichen“.
Die zweite Story aus den Avengers Classics ist zwar auch keine Schönheit, weiß aber Captain America wesentlich besser darzustellen, bzw. dessen Charakter besser im Bild festzuhalten. Zwar ist das Ganze wesentlich Cartoonlastiger und weit weniger realistisch angesiedelt, aber gerade diese minimalistische und die harten Kanten machen den Captain hier besonders sympathisch. Dafür ist leider die Story keine Offenbarung, wenngleich es sehr schön ist, weitere Details aus Caps Leben nach seiner Rückkehr zu erfahren.

Marvel Comic Klassiker (4): Wolverine #1: Tod in Japan [Feest, Juli 1992]

Heute widme ich mich mal wieder einem Klassiker. Und zwar einem wirklichen Klassiker. Wolverine: Tod in Japan vom Feest Verlag.

Wolverine #1: Tod in Japan

Logan ist ein Mutant mit außergewöhnlichen Selbstheilungskräften, einem Adamantiumskelett und rasiermesserscharfen Klauen, und als Wolverine ist er auch ein Mitglied der X-Men.
Eigentlich wollte Wolverine nur nach Japan, weil seine große Liebe Mariko den Kontakt zu ihm vollständig abgebrochen hat. Als er jedoch in Tokyo ankommt und dort von seinem Freund und ehemaligen Mitstreiter Andou erfährt, dass Mariko nun verheiratet ist, sieht er nur noch eine Möglichkeit. Logan muss Mariko aufsuchen und sie persönlich zur Rede stellen. Dass aber auch ihr tot geglaubter Vater wieder das Oberhaupt des Yashida Clans gibt, bleibt dabei nicht die einzige Überraschung.
Neben den Ninjas der Organisation „Hand“ muss sich Wolverine auch noch mit einer ziemlich zwielichtigen Kämpferin herumschlagen, die es nicht nur auf Logans Herz abgesehen hat.

(v.l.n.r.) Marvel / Condor / Feest / Panini

Mit diesem Album legte Feest die erste, nur vier Ausgaben umfassende, eigene Serie mit dem titelgebenden kleinen und sympathischen Kanadier mit dem großen Herzen und noch größeren Kampfgeist auf Deutsch vor. Neben diesem großformatigen Album gab es die Miniserie auch noch im Gruppe X Taschenbuch Nummer 14 vom Condor Verlag. Leider gehen in der Taschenbuchveröffentlichung viele Details der Zeichnungen verloren und auch der Text musste stark gekürzt werden, um in diesem kleinen Format noch lesbar zu bleiben. Auch Panini hat sich dieser Miniserie nochmals angenommen und sie zum einen innerhalb der Reihe „Marvel Exklusiv Sonderband #5“ und als eigenständigen Band mit dem Titel „Wolverine“ veröffentlicht. Das Feest Album hat den Charme der Farbraster und das Handlettering, was es für mich zur besten Version macht. Dafür ist aber leider die Bindung eher bescheiden, wodurch man selbst bei sorgfältiger Behandlung in kürzester Zeit eine lose Blatt-Sammlung hat. Paninis Veröffentlichungen haben dafür von allen Versionen (auch zum US-Original) die kräftigsten Farben, was wohl auch am verwendeten Papier liegt. Die Übersetzungen sind sowohl bei Feest als auch Panini sehr nah am Original. Während somit das Feest Album und die Paniniveröffentlichungen dem US-Original noch am ähnlichsten ist, muss man bei der Condor-Taschenbuch-Version sehr starke Abstriche machen. Die Bilder sind stark verkleinert, wodurch viele Details verloren gehen und ähnlich ist es auch mit dem Text. So wurde aus „Er ist gross und bösartig, ein Einzelgängergrizzly. Es gibt keine tödlichere und schrecklichere Kreatur… …ausser mir. Seine Klauen leuchten im Halbdunkel. Meine auch.“ das verstümmelte Fragment „Da ist er! Ein großer, bösartiger Grizzly! Die… …Klauen blitzen! Ha!“. Dies ist ein sehr gutes Beispiel, wie stark für die Taschenbuchausgaben gekürzt werden musste. Doch neben diesem Problem gibt es noch ein weiteres. Die Farben sind in der Taschenbuchversion zwar ähnlich, aber wesentlich dunkler und vermitteln auch durch fehlende und anders gesetzte Schattierungen sehr viel von der eigentlichen Stimmung. Ungeachtet dessen, für welche Veröffentlichung man sich entscheidet, erwartet einen dennoch ein wahrer Klassiker.

(v.l.n.r.) Marvel / Condor / Feest / Panini

Niemand anderes als der X-Autor schlechthin, Chris Claremont hat sich mit dem Zeichner zusammengetan, der wenige Jahre später auch noch Daredevil und Batman neu definieren sollte. Die Rede ist hierbei von Frank Miller. Claremont war der Autor, der Mitte der siebziger Jahre Marvels Mutanten mit dem Giant Size X-Men #1 aus dem Dornröschenschlaf weckte. Es folgte ein beispielloser Run bei den Uncanny X-Men der auch heute noch unter vielen Fans als einer der einflussreichsten und langanhaltensten Läufe in der Comicgeschichte gehört. Er führte neue Figuren und Verknüpfungen ein, die auch heute noch Bestand haben. Ähnlich ist es mit Frank Miller. Seine späteren Werke, wie eben Sin City und 300, und seine Arbeiten an Daredevil oder Batman, werden nicht ohne Grund von vielen Comicfans so bewundert. Immer wieder schaffte er es sich selbst und die Figuren, mit denen er arbeitete, neu zu definieren oder auf die nächste Stufe ihrer Entwicklung zu heben.

Beide schaffen es, den ursprünglich als Hulk-Gegner kreierten (in US-Incredible Hulk #181) Charakter hier neu zu erschaffen und mit einer glaubhaften und tragischen Vergangenheit auszustatten. Wolverine wird hier nicht mehr nur als wilder Berserker und Opfer des Waffe-X-Projektes präsentiert, sondern als ein intelligenter und kampferfahrener Profi, der sein Herz an eine wunderschöne Frau verloren hat. Eingerahmt wird diese Liebesgeschichte mit einer Mischung aus klassischem Eastern und knallharter Agentenaction. Heraus kommt dabei eine glaubwürdige Geschichte mit wirklich tollen Bildern von einem noch jungen und frischen Frank Miller. Während Chris Claremont von vielen gefeiert wird, gibt es aber auch Kritiker seiner Werke. Oftmals wird er als „Schwafler“ bezeichnet, denn seine Geschichten sind oft extrem textlastig und von Wiederholungen geprägt. Sehr viele Rückblicke, aus nicht allzu weit zurückliegender Vergangenheit, verlangsamen oftmals den Lesefluss oder unterbrechen ihn sogar. In diesem Fall ist es aber glücklicherweise noch nicht so ausgeprägt.

Sehr gut dazu passen dann auch Frank Millers Bilder. Sein Spiel mit Licht und Schatten, sowie die hier schon beginnende, aber leider noch viel zu unausgeprägte, Arbeit mit Silhouetten und fehlenden Hintergründen als Stilmitteln sind wunderschön anzusehen. Insgesamt ist es aber auch durch die Panelaufteilung und die Kolorierung bedauerlicherweise grafisch gesehen nur ein Comic unter vielen aus den frühen achtziger Jahren. Wo wir gerade bei der Kolorierung sind. Diese ist, wie es eben zu dieser Zeit üblich war, noch nicht mit Computern gemacht worden, sondern in Handarbeit. Und dies merkt man eben auch. Kleinere „Fehler“ machen hierbei einen ganz bestimmten Charme aus und die doch sehr groben Farbraster erinnern an die typischen Roy Lichtenstein-Gemälde.

Einen Nachteil hat Miller aber zu dieser Zeit trotzdem gehabt. Er besaß noch keinen wirklichen eigenen Stil und wirkt daher stellenweise nur wie ein Zeichner von vielen, die Marvel zu dieser Zeit hatte. Dies ist nicht unbedingt schlecht, denn seine Kollegen haben damals wirklich tolle Arbeiten abgeliefert, aber wenn man nur im direkten Vergleich und bei sehr genauem Hinschauen den Unterschied zwischen einen Frank Miller, Dave Cockrum, Ross Andru, Al Milgrom oder Bob McLeod sieht, dann wirkt es fast schon zu abwechslungsarm.

Ebenfalls leicht negativ fällt hier in dieser Version das Lettering des Bandes auf. Dieses ist zwar wunderschön anzusehen, da es sich um echtes Handlettering handelt, was bedeutet, dass die Texte hier von Hand geschrieben wurden und nicht mit einer handschriftähnlichen Schriftart generiert werden. Der Nachteil ist jedoch, dass es in bestimmten Situationen schwerer lesbar ist, weil der Text eben gequetscht oder unnatürlich angeordnet werden musste.

FAZIT:

Alles in allem bleibt dennoch ein wirklich toller Klassiker übrig, der auch heute noch überzeugen kann. Selbst ohne eine mögliche Fanboy-Nostalgie-Brille ist dieser Band etwas Besonderes. Er überzeugt mit einer eindrucksvollen Geschichte, die von ebenso stimmungsvollen Bildern getragen wird. Für mich ist dieser Band auf jeden Fall eine Pflichtlektüre im Bereich der US-Superhelden. Denn Claremont und Miller haben hier wirklich etwas Zeitloses geschaffen, das auch heute noch begeistern kann.

Zu finden ist dieser Klassiker in der ein oder anderen Version auf Ebay, den üblichen Comicmarktplätzen oder Trödel- und Flohmärkten.