100% Marvel #23: 1602 – Die neue Welt [Panini, Juli 2006]

Nachdem ich bereits die erste Serie „Marvel 1602“ von Neil Gaiman und Andy Kubert hier auf meinem Blog vorgestellt habe widme ich mich diesmal der Fortsetzung „1602 – New World“. In dieser Ausgabe ist leider kein Neil Gaiman oder Andy Kubert beteiligt. Statt dessen haben Greg Pak und Greg Tocchini das Ruder übernommen. Ob sie es geschafft haben dieses Schiff dennoch heil ans rettende Ufer zu segeln, könnt ihr jetzt hier lesen…

100% Marvel #23: 1602 – Die neue Welt

1602. London, England. König James lässt alle sogenannte Hexenbrut (welche aussergewöhnliche Fähigkeiten besitzen) gnadenlos hinrichten. Doch plötzlich wird James von einem großen grauen Monster angegriffen.
Der Hulk.
Kurze Zeit später erwacht David Banner in der neuen Welt umgeben von einer Horde friedlicher Dinosaurier ohne zu wissen wie er dort hin gelangte. Auch Peter Parquah der zusammen mit Virginia O’Dare in der neuen Kolonie Roanoke lebt wurde durch die Ereignisse mit dem zeitreisenden Rohjaz verändert. Der Biss einer Spinne erlaubt ihm nun an Oberflächen zu haften und über 20 Mann hohe Sprünge zu vollführen. Virginia hingegen ist mit ihrer Gestaltwandlungsfähigkeit alles andere als glücklich.
Doch plötzlich stampft eine Dinosaurier-Stampede durch die Kolonie und auch Peter kann sie nicht aufhalten. Also entschließt sich Virginia als großer weißer Tyrannosaurus aufzutreten, erhält dann aber ungewollte Unterstützung durch den Hulk.
Dieser Angriff führt dazu das auch in der neuen Kolonie ein neues Gesetz entstehen soll wodurch der auch hier betitelten „Hexenbrut“ der Garaus gemacht werden soll. Unterstützt wird dies von Meister Norman Osborne, der es aber auch auf die Macht der Indianer abgesehen hat, welche Rohjaz nach seinem Glauben zurücklies und auf das Land und die Schätze.
Zwischenzeitlich hat der König von England Anthony Stark alias Lord Iron in die neue Welt entsandt um den Verräter David Banner ausfindig zu machen und zu töten. David Banner hat aber selbst nicht mehr vor lange zu leben, da ihn sein eigener Fluch zu sehr belastet. Noch schlimmer jedoch sind die Intrigen des Norman Osborne, der sogar Dougan niederschlägt und es den Indianern anhängt nur um seinen Willen zu bekommen. Aber die Situation ändert sich schlagartig als der Hulk den Indianern unter die Arme greift und sich zusammen mit Peter Parquah, Virginia O’Dare und dem neu angekommen Lord Iron gegen Meister Osborne und seine Mannen stellt…
FAZIT:
Die neue Welt bietet leider nicht sehr viel Neues. Zwar machen die Abenteuer durchaus Spaß müssen aber im direkten Vergleich mit dem großen Vorbild mächtig Federn lassen. Zu viel wird nun aus den bekannten Figuren gezogen und zu wenig neues individuelles gewagt. Peter wird wieder zu einer Art Spider-Man und Tony ist wieder ein eiserner Krieger, Norman Osborn ist immer noch der Intrigante Denker und Planer und so zieht sich das immer weiter. Würde 1602 – Die neue Welt komplett für sich alleine stehen und nicht auf Marvels 1602 aufbauen, wäre es wenigstens gut, so ist es aber leider nur „der kleine Bruder im Schatten des großen Vorbildes“ der es leider nicht schafft die großen Fussstapfen auszufüllen.
Auch grafisch ist New World nicht mehr wirklich mit 1602 zu vergleichen. Zu sehr ist New World ein grafischer Einheitsbrei ohne wirklich aufzufallen. Zwar wird teilweise versucht den Stil von 1602 zu kopieren und einige Bilder wissen auch zu gefallen, aber insgesamt ist es leider nur Durchschnitt. Leider wirkt alles zu sehr wie eine billige Kopie des großen Meisterwerkes ohne wirklich den Anspruch zu haben dessen Nachfolger zu sein.
Zusammenfassend kann man nur sagen, das es für sich gesehen ganz nette Unterhaltung bietet, im großen Kontext aber leider nicht wirklich überzeugen kann.

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Ansonsten einfach bei Ebay, in den diversen Comicforen, Comicshops und Martplätzen nachschauen. So teuer ist der Band zum Glück nicht.

Spawnathon 11 – Spawn #11 [Infinity, März 1998]

Weiter geht’s mit unserem kleinen großen Spawnathon. Diesmal mit einer Ausgabe, die ich nun doppelt habe, weil ich sie mir damals bei Ersterscheinung bereits gekauft, und dieser Tage beim Spawn Zusammenkauf nicht aufgepasst habe. Macht aber nichts, denn schon damals hatte mir diese Ausgabe gefallen. Nun, da ich sie auch noch entsprechend im Kontext lesen kann, ist sie sogar noch besser. Aber, überzeugt euch selbst:

Spawn #11
(gelesen am 19.06.2012)
Wow, was für eine Ausgabe. Also, ich muss jetzt mal sagen, es gab bisher schon einige gute Ausgaben, aber Nummer 11 toppt diese mit links – es sei denn man ist Linkshänder, dann mit rechts, nech. Meine Lieblingsausgabe bisher. Aber sowas von.
Die Fäden laufen langsam zusammen und die Verschwörung um den armen Terry – zur falschen Zeit, am falschen Ort – spitzt sich zu. Erst erschießt die Mafia in seinem Vorgarten zwei FBI-Agenten und dann nimmt ihn Overt-Kill in die Mangel.
Spannend, spannend, spannend, denn Spawn will seinem alten Freund helfen, doch erstmals treten ihm Sam und Twitch gegenüber. Vor allem Sam hat noch ein Hühnchen mit Spawn zu rupfen, weshalb dieser erst in letzter Sekunde Terrys Rettung eilen kann. Letztlich ist es Twitch, der Terry und Spawn rettet. Doch während Spawn reglos am Boden liegen bleibt, nehmen Sam und Twitch Terry in die Mangel. Nicht wissend, dass diesem bereits Geheimdienst und Mafia endgültig ans Leder wollen. Packender geht’s kaum, zum Glück ist Ausgabe 12 schon griffbereit.

Haunt #3 [Panini, Januar 2012]

Und wieder einmal begeben wir uns in die Tiefen der menschlichen Psyche wo sich zwei Seelen tummeln und dabei eine Art Superhelden erschaffen. Gemeint ist natürlich die neue Top-Serie von Spawn-Erfinder Todd McFarlane „Haunt“…

Haunt #3

Der verstorbene Kurt Kilgore, eine ehemaliger US-Agent, der nun im Körper seines Bruders Daniel, einem ehemaligen Priester, lebt steht das Wasser bis zum Hals. Seit seinem Tod lebt er im Körper seines Bruders und zusammen sind sie Haunt. Eine unheimliche Einheit mit Superkräften. Gemeinsam sind sie Kurts ehemaliger Geheimdienstorganisation beigetreten und stehen nun in den Diensten der Regierung.

Kurt in Gefahr…

Was Daniel jedoch nicht weiß ist, dass sein Bruder von einem mysteriösen Wesen verfolgt wird. Dieses Wesen scheint es auf Kurts Seele abgesehen zu haben und dadurch das Kurt von niemandem ausser Daniel gesehen werden kann ist die Hoffnung auf Hilfe auch sehr gering. Und so schafft es dieses „Ding“ sich Kurt nach einer Mission zu bemächtigen. Aber irgendwie schafft es Kurt bereits zur nächsten Mission seinem etwas überforderten Bruder beizustehen.

Auf der Flucht…

Doch kaum ist die Mission geschafft wird Haunt schon wieder gejagt. Hilfe soll hierbei die junge Alegria sein, die Daniel bereits früher getroffen hat. Sie ist die einzige die Kurt ebenfalls sehen kann. Aber kaum haben die beiden Kilgore-Brüder Alegria getroffen, taucht auch schon wieder das Wesen auf und macht Jagd auf Kurt. Es bleibt nichts anderes übrig als Haunt hervorzurufen und mit Alegria zu flüchten. Doch die Flucht misslingt Daniel wird schwer verletzt und Kurt ist plötzlich verschwunden…

Wo bin ich?

Während Daniel mit Alegria alleine zurückbleibt, findet sich Kurt in einem seelenlosen, stillen und sterilem Irgendwas wieder und stellt sich und einem mysteriösen Wesen, die umfangreichsten und tiefgründigsten Fragen über sein Dasein und seine Zukunft. Schlussendlich bleibt Kurt nichts anderes übrig als sich seinem Schicksal zu stellen und zurückzukehren. Nur dank seiner Rückkehr bessert sich auch Daniels Zustand wieder schlagartig.

Hilflos…

Aber die Freude währt nicht lange. Denn kaum das es Daniel besser geht taucht wieder dieses Wesen auf und eine erneute Jagd beginnt. Diesmal stehen Haunts Chancen ein wenig besser, aber am Ende gibt es nur eine Chance dieses Wesen loszuwerden. Alegria opfert sich um die beiden Brüder vor dieser Übermächtigen Gefahr zu retten und Haunt bleibt nichts anderes übrig als dabei hilflos zuzusehen…

Überraschung, Liebling…

Aber Haunt ist nicht der einzige bei dem es gravierende und einschneidende Erlebnisse gibt. Denn auch Hurg erlebt etwas, was er so nicht erwartet hat, als sein Auftragskiller Cobra plötzlich ein neues Ziel vor Augen hat…

FAZIT:
Der dritte Band von „Haunt“ flacht leider ein wenig ab. Zwar wird Action ohne Ende geboten aber darüber hinaus passiert nicht viel was über das Ende des Bandes hinaus hängen bleibt. Hurgs Mordanschlag ist leider nichts neues und auch die Jagd dieses Wesens/Gespenstes ist irgendwie sehr schnell und unglaubwürdig abgehakt. Fast wirkt es als wolle man Alegria die anfangs sehr interessant und mysteriös schien, hier einfach nur schnell wieder loswerden wollen, weil man nicht so recht weiß, was man mit ihr anfangen soll.
Zeichnerisch hingegen bleibt alles auf gewohnt gutem Niveau. Capullo ist einfach ein Meister seines Fachs, auch wenn noch immer sehr starke Parallelen zu Spawn und Spider-Man zu erkennen sind. Gerade einige ganz typische Spidey-Posen sind einfach zu offensichtlich.
Insgesamt jedoch ist und bleibt Haunt gelungen und kurzweilige Unterhaltung bei der man einfach sein Hirn ausschalten und genießen kann. Eben wie ein gelungenes Popcorn-Movie.

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Ähnliche Artikel:
“Haunt” #2 [Panini, April 2010]
“Haunt” #1 [Panini, September 2010]

Lenore #1: Kopfnüsse [Panini, April 2012]

Bereits Ende Mai hat mein Blogkollege Zerodeadeye, sich diesem Band angenommen, weil es ihm auch eine Herzensangelegenheit war. Was mein geschätzter Kollege damals noch nicht wusste, war dass ich bereits bei Panini wegen eines Rezensionsexemplares dieses Bandes angefragt hatte.
Diese Woche kam dann besagter Band an und ich habe überlegt, ob es sich überhaupt noch lohnt einen Artikel über dieses Werk zu machen, wo es doch schon mein Kollege getan hat. Letzten Endes kam ich zu dem Entschluss, dass es doch sein muss. Immerhin kann eine zweite Meinung dazu noch unschlüssige Käufer überzeugen oder vom Kauf abhalten.

Daher könnt ihr hier nun meine Meinung zu dem Band lesen…

Lenore #1: Kopfnüsse

„Kopfnüsse“, der erste Band von Roman Dirges „Lenore“ sammelt die ersten vier (vollständig kolorierten) Originalausgaben der inzwischen über 14 Jahre alten Serie um das kleine tote Mädchen, welches an Edgar Ellen Poes Gedicht „Lenore“ angelehnt ist. Lenor erlebt nicht nur aussergewöhnliches und lässt den Leser daran teilhaben wie sie „wiedergeboren“ wurde, sondern zeigt auch wie sie sich den Widrigkeiten des alltäglichen Lebens entgegensetzt.
Sei es das Babysitten, welches trotz aller gutgemeinten Handlungen so überhaupt nicht gelingen will, oder aber wie sie sich den liebestollen Avancen eines aufdringlichen Charmeurs namens Mr. Gosh. Aber Lenore ist nicht alleine in ihrer skurrilen und schaurig schönen Welt. Sie hat Freunde, Feinde und Bekannte, wie Soylent Green, Lumpenkarl, Georgie Porgie oder Mr. Puffy.
FAZIT:
Lenore ist einfach nur liebenswert. Sie ist fast kindlich naiv und hat dennoch eine gewissen Berechenbarkeit in ihren Handlungen. So ist es für sie selbstverständlich, das wenn eine nette Frau sie mit dem typischen Kinderspiel „Ich habe deine Nase“, als Konter mit dem Messer deren Nase aneignet. Sie denkt dabei an nichts böses. Sie ist einfach so.  Ausserdem scheint sie das Unglück irgendwie magisch anzuziehen was sehr oft zu unfreiwillig komischen Einlagen führt.
Was Lenore auch nicht so wirklich kann, ist mit hilfsbedürftigen Lebewesen umgehen. Seien es Kinder oder Tiere. Irgendwie schafft es keiner ihren übermäßig liebevollen Anwandlungen lebend zu entkommen. Roman Dirge präsentiert diese und auch Einblicke in sein eigenes Leben mit einer Mischung aus Tim Burtons verrückten Wunderwelten wie „Sleepy Hollow“ und „Nightmare before Christmas“ mit den humorvollen und lehrreichen Büchern von Dr. Seuss.
Die Zeichnungen sind von minimalistisch bis extremst detailliert, aber immer passen zur jeweiligen Geschichte und werden nur ein wenig von dem gelegentlich unpassenden Einsatz von zu viel Computereffekten getrübt. Doch zum Glück kommt dies nicht allzu oft vor.
Jeder der auch nur ein wenig Gefallen an schwarzem Humor findet, und auch mit Edgar Ellen Poe keinerlei Probleme hat, sowie sich in den verrückten Filmwelten von Tim Burton wohl fühlt, ist mit Lenore bestens bedient. Wie mein Kollege schon schrieb wächst einem das kleine tote Mädchen sehr schnell ans Herz, wobei man aber auch auf sein eigenes Leben aufpassen sollte. Denn wer Lenore zu nahe kommt… 😉

ZUSATZINFO:
Im Februar 1998 erschien die erste Ausgabe von Lenore beim amerikanischen SLG Publishing-Verlag zu dem auch das Imprint Slave Labor Graphics gehört. Dort erschienen in unregelmäßigen Abständen bis zum Juli 2007, 13 Ausgaben von denen die ersten 12 in drei Trades gesammelt und neu aufgelegt wurden. Bereits 1 Jahr nach dem Start von Lenore wurde die Serie für den Will Eisner Comic Industry Award als „Best Humor Publication“ und „Best New Series“ nominiert. Leider musste sich die Serie dann Marvels „Inhumans“ von Paul Jenkins und Jae Lee (Best New Series) und Sergio Aragones „Groo“ (Best Humor Publication) geschlagen geben.
Seit August 2009 erscheint eine zweite Serie beim britischen Titan Books-Verlag die noch immer, wenn auch wieder unregelmäßig, läuft und dessen bisher letzte Ausgabe (Nummer 5) im Frühjahr diesen Jahres veröffentlicht wurde.
Ausserdem gibt es von Lenore auch eine inzwischen 26 Folgen umfassende Animationsserie die auf den Namen „Lenore: The Cute Little Dead Girl“ hört und von Adelaide Productions produziert und Sony Pictures Entertainment vertrieben wird. Da die Serie eigentlich eine Webserie ist, kann sie auch auf der Seite von Spookyland online angesehen werden. Dort stehen alle 26 Episoden ganz legal und kostenlos zur Verfügung.

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GEWINNSPIEL:
Wer jetzt „Blut“ geleckt hat und das kleine tote Mädchen unbedingt kennenlernen möchte hat hier die Gelegenheit das mir von Panini zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar zu gewinnen. Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach.

„Welches Gedicht stand Pate für Roman Dirges kleine Lenore?“

Schickt mir das vollständige Gedicht (in der deutschen Sprachfassung) per Mail an:
Blogmail

Unter allen richtigen Einsendungen die neben dem Gedicht auch ihre vollständige Anschrift angegeben haben, wird der Gewinner ermittelt.

Das Gewinnspiel ist ein freiwilliges und rechtlich nicht bindendes Angebot des Blogbetreibers. Eine Teilnahme ist freiwillig und unverbindlich. Jegliche Daten werden nach Ablauf des Gewinnspiels sofort gelöscht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Teilnahmeschluss ist der 21. Juli 2012.

Weissblechs Weltbeste Comics #21: Bella Star – Schamlos im Weltall [Weissblech Comics, Mai 2012]

INHALT:
Als Bella durch ein ungünstiges Missgeschick in ihrem Kleiderschrank ihre Kleidung verliert – und es nicht verantworten kann ihre Crew durch ihre Nacktheit abzulenken – beschließt sie einen Planeten mit Einkaufszentrum anzusteuern. Grok stinkt das, Sönke freut’s, denn der muss seit dem letzten Abenteuer in ‘nem riesigen Amazonenhemd rumlaufen. Leider entpuppt sich der Planet als alles andere denn ein Einkaufsparadies für Weltraumreisende. Und dann kommt’s noch dicker, denn Bella und ihre tollkühne Crew werden in ein frivoles Abenteuer geworfen, in dem es um nicht weniger als die Zukunft der Galaxis geht. Ihr Gegner? Ein Monster, eine Bestie, schlimmer als die Geldeintreiber der GEZ…

KRITIK:
Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass sich Bella Star durch den Abschluss der epochalen ABENTEUER AUF DEM PORNOPLANETEN Saga schlüpfte, da wartet bereits das nächste Abenteuer auf Bella, Grok und Sönke Penner – aka Der Grapsch… oder ist’s andersrum? Komplett aus der Schreibmaschine, der Feder und dem Farbkasten des Weissblech Obermotzes Levin Kurio, wird diese Episode allerdings ein wenig weniger pornös, schließlich erscheint SCHAMLOS IM WELTALL in der Reihe WWC – und das meint nicht etwa ein untergangenes Wrestling Franchise, sondern Weissblechs Weltbeste Comics – und diese Heftchen sind immerhin frei verkäuflich.

Doch keine Sorge, Freunde schmutziger Sauereien, es wird deswegen nicht weniger frivol, nur ein bisschen weniger explizit. Darum gibt’s bereits auf Seite 4 – nach Weissblechzählung, nech – die ersten freizügigen Freizügigkeiten unserer schamlosen Bella. Ganz nebenbei und gut versteckt gibt’s obendrauf eine schöne Portion Anstoß – hrhr – um die Geschichte in die richtige Richtung zu lenken. Kurio nimmt sich dabei für die Exposition schön viel Zeit und führt erst einmal alle wichtigen Nebencharaktere ein – hrhr –, und etabliert das Setting ehe wir den Antagonisten das erste Mal zu Gesicht bekommen. Manchmal funktioniert eine lange Einführung, manchmal nicht. In diesem Fall jedoch ist alles gut gegangen, denn bis zur Einführung –hrhr – des GEZ… äh des GGV wird die Spannungsschraube kontinuierlich angedreht. Für den Rest sorgen die spritzigen –hrhr – Dialoge. Zwar fallen die Akte 2 und 3 der Geschichte, dafür ein klitzekleines bisschen kürzer aus und die Klimax – hrhr – kommt fast ein wenig zu plötzlich, doch daran wollen wir uns nicht weiter stören. Dafür gibt’s schließlich Action pur. Und, dass das letzte Panel zu erahnen war, soll uns die Freude nicht nehmen, denn ein wahrlich unterhaltsamer Abschluss ist das alle mal.

Die Zeichnungen sind durchgehend Kurios, die Farben poppig – hrhr – und wissen durch ihren ganz eigenen Charme zu überzeugen – nicht jeden, das ist. Meine Freundin fragt mich jedes Mal auf’s neue, wie ich für den Schund Geld ausgeben kann. Wie? Ganz einfach, mit dem guten Gefühl mal wieder etwas für meine kulturelle Bildung getan zu haben… oder so.

In diesem Sinne: „Friss Strahlen, du perverses Scheissding!!“

FAZIT:
Levin Kurio präsentiert mit SCHAMLOS IM WELTALL, der 21sten Ausgabe Weissblechs Weltbeste Comics, ein zwar jugendfreies, aber noch genug freizügiges Bella Star Abenteuer, dass mit einer ausgiebigen Exposition daher kommt, vollgepackt mit Sex und Spaß. Die Spannung kommt auch nicht zu kurz, in dieser gewohnt gekonnt bebilderten Geschichte um geheimnisvolle Artefakte, rödelnde Raketen und sexuelle Gelüste. Also: Kauf, kauf, marsch, marsch.

Zu kaufen direkt im Verlagslädchen oder beim Bonner Comic Laden.

Spawnathon 10 – Spawn #10 [Infinity, Februar 1998]

Haha, wir können ein kleines Jubiläum feiern: Die zehnte Ausgabe Spawn – die zehnte Ausgabe Spawnathon. Wenn das mal nicht was ist. Vor allem ist’s aber eins, ein Grund weiterzumachen. Denn es liegen noch 90 Ausgaben vor uns, bevor wir bei Ausgabe 100 ankommen. Also, keine Zeit verlieren und frisch ans Werk:

Spawn #10
(gelesen am 10.06.2012)
Die unsägliche Houdini-Storyline nimmt mit dieser Aussage zum Glück ein Ende. Ich gebe zu, gegen Ende wurde es besser und etwas Gutes gab es ja. Spawn hat gelernt, dass er die Kraft seines Kostüms nutzen kann und somit seine eigene begrenzte Energie sparen kann. Ansonsten aber war das größtenteils einfach lächerlich und alles andere als spaßig. Atombombendrohung in New York? Schnarch!
Aber, Aufatmen ist angesagt, denn in Teil Zwei geht’s absolut besser weiter. Spawn bekommt seine Schnürsenkelvisage verpasst und vermöbelt einen armen Irren, der sich mit ihm anlegt. Außerdem schauen Sam und Twitch mal wieder vorbei und das ist sowieso ein Garant für Spaß.
Spawn scheint „Dracula“ nun entgültig den Krieg erklären zu wollen. Man darf also gespannt sein.

Marvel Pinball: Avengers Chronicle DLC – Erste Eindrücke

Lange hat es gedauert, sehr lange sogar. Eigentlich waren die vier Tische bereits für Frühjahr diesen Jahres angekündigt. Im März gab es dann etwas konkretere Aussagen. Da hieß es dann im 2. Quartal 2012. Schlussendlich wurde dann letzte Woche mit dem Video des Infinity Gauntlet-Tisches auch endlich ein genaues Datum bekanntgegeben.

Gestern war es dann soweit und kurz nach 16 Uhr stand der DLC zum Download im deutschen PSN bereit. Doch was musste ich sehen? Nachdem letztes Jahr der Captain America Tisch noch akzeptable 1,99€ gekostet hat und der Fantastic Four Tisch auch nur mit unwesentlich mehr (nämlich 2,49€) zu Buche schlugen, war das Pack im Dezember (Vengeance & Virtue) mit Moon Knight, Ghost Rider, Thor und X-Men, ebenfalls noch im Rahmen. Doch der neue Avengers Chronicle DLC schlägt schon mit satten 9,99€ in die virtuelle Geldbörse.

Naja. Als Marvel-Fan und Pinball-Liebhaber habe ich mir das Pack natürlich trotzdem zugelegt und ob die 4 Tische das Geld wirklich wert sind, könnt ihr jetzt hier lesen…

Fear Itself:
Der erste Tisch in meiner kleinen Vorstellung kommt mit einem wirklich tollen Tischdesign daher. Der Bogen unterhalb der beiden Flipperarme, welcher sich kreisrund herumzieht sieht einfach nur klasse aus. Wenn man dann einen Ball mit voller Geschwindigkeit dort hindurchjagt sieht es einfach nur atemberaubend aus. Die Animationen sind allesamt wieder sehr gelungen und auch der Wiedererkennungswert der Figuren ist gelungen.
Doch es gibt auch ein Manko. An einigen Stellen wirkt der Tisch, und dessen Rampenanordnung leider nicht ganz durchdacht. Zu oft wird die Kugel ungewollt ausgebremst. Das schmälert ein wenig den ansonsten nicht so schlechten Gesamteindruck.

Avengers:
EIn ähnliches Problem mit der Kugeldynamik hat auch der Avengers-Tisch. Auch hier wird die Kugel sehr oft unfreiwillig gebremst. Aber noch etwas stört diesen Tisch. Ein paar Soundeffekte die irgendwie so gar nicht richtig passen wollen. Wenn man an die Bumper (links und rechts) an den Rampen schießt ertönt ein Geräusch ähnlich den alten GameBoy und NES-Soundeffekten. Ein merkwürdiges Piepsen. Absolut unpassend.
Doch es gibt auch positives. Dieser Tisch des Quartetts kommt wohl am grafisch imposantesten daher. Der Flippertable ist ein Helicarrier der über eine nächtlichen Stadt schwebt. Das sieht einfach nur prachtvoll aus. Ebenfalls eine lustige Idee ist es, dass man zu Beginn eine von 6 Kugeln wählen kann, welche im Design der 6 Avengers gehalten sind, mit der man dann auf Punktejagd gehen kann. Aber dies hat auch einen Nachteil. Die Lackierung der Kugeln irritiert. Vor allem weil diese sich offenbar wild um die eigene Achse drehen, selbst wenn sie nur normal rollen.

Infinity Gauntlet:
Ein Tisch mit dem Silver Surfer. Klassisch. Der Chrom-blitzende Held sieht fast aus wie eine der Flipperkugeln. Am auffällligsten an diesem Tisch ist die Tatsache das die meisten Rampen nicht aus festen Stoffen zus ein scheinen, sondern aus blauem Licht. Keine Stahlrohre, keine Holzrampen, einfach nur blaues Licht. Das sieht natürlich wunderbar aus. Auch das diese Rampen wie zusätzlich Finger aus dem Handschuh von Thanos herauslaufen ist eine tolle Idee.
Spielerisch gesehen krankt auch dieser Tisch an einer etwas hakeligen Kugeldynamik, jedoch nicht so schlimm wie die beiden anderen bereits vorgestellten Tische. Am Eindrucksvollsten war jedoch das Feature als sich der Tisch auf den Kopf stellte und auch wenn man das kaum glauben mag, aber die Steuerung ging immer noch spielend leicht von der Hand.

World War Hulk:
Der Hulk-Tisch ist wohl der einfachste aus dem Quartett. Sehr schnell lassen sich mit diesem blitzschnellen Tisch Highscores erzielen. Die Rampen, Bumper und Falltüren sind perfekt platziert und das gesamte Spiel ist sehr dynamisch und flüssig. Hier haben die ZEN-Studios wirklich alles richtig gemacht was ein flüssiges Spielgefühl betrifft.
Grafisch ist die Mischung aus grün, Gelb und braun leider nicht so überzeugen. Es fehlt ein wenig die farbliche Abwechslung. Wieder besser überzeugen kann aber der kleine zusätzliche zweite Flippertisch welcher durch eine geheime Rampe zugänglich wird (und den es auch bei anderen Tischen in diesem Pack gibt) der an ein Basketballspiel erinnert. Mit Stadionansagen und allem was dazu gehört.

Insgesamt kann ich also sagen, das der Tisch die knappen 10 Euro gerade so wert ist. Das aber nur weil es sowohl grafisch als auch spielerisch einen Schritt nach oben gab im Vergleich zum vorherigen Pack. Zu frustrierend sind leider einige Stellen in den beiden ersteren Tischen wenn es die Kugel mal wieder ausbremst. Aber mit ein wenig Übung kann man auch dieses Problem meistern. Und immerhin will man für das Geld ja auch einiges zu spielen haben und nicht nach einem Tag schon wieder durch sein.

Spawnathon 9 – Spawn #9 [Infinity, Januar 1998]

Okay, die letzte Ausgabe war hautpsächlich Käse und ein bisschen dufte. Alles in allem also nicht so der große Bringer. Doch, wer gehofft hätte – ich, zum Beispiel – dass es besser wird, der wird nun eines Besseren belehrt. Und zwar genau… jetzt:

Spawn #9
(gelesen am 07.06.2012)
Spawn prügelt sich mit dem vom Himmel geschickten Anti-Spawn – im Übrigen, ironischer Weise, einer von Spawns Erzfeinden, nämlich sein ehemaliger Boss. Als Spawn bereits verloren scheint, mischen sich allerdings seine Freunde aus der Penner-Gasse ein. Mit Knüppeln, Messern und abgebrochenen Glasflaschen bewaffnet, kommen Sie Spawn zu Hilfe und zeigen dem Anti-Spawn was es bedeutet sich mit einem der ihren anzulegen. Klar, dass die nicht allzu viele Chancen gegen Anti-Spawn haben, doch ihr Eingreifen, verschafft Spawn gerade genug Zeit um wieder auf die Beine zu kommen und Anti-Spawn kalt zu machen – für’s erste jedenfalls. Anschließend räumt Spawn noch ein wenig in der Spawn-Gedächtnis-Stadt auf und schenkt Wanda anschließend eine Erinnerung an den Tag als er ihr einen Heiratsantrag gemacht hat. Schöne, rührselige Szene, die den ganzen Psychoplasma-Schwachfug schon wieder rechtfertigt.
Im zweiten Teil hört der Spaß dann leider erst mal wieder auf, denn zu viel soll in zu kurzer Zeit erzählt werden und wenn die Russenmafia und Atomwissenschaftler, kriegerische Fantasiewesen, die Hölle, Houdini – jup, genau der – und Spawn aufeinandertreffen, dann ist das noch größerer Käse als Psychoplasma.

Universe #5 [Infinity, Juli 2003]

Mit der heutigen Review beende ich die Miniserie um Jenkins kleinen Höllentrip, dessen Auswirkungen auf die Erde und um die Zukunft von Tom Judge…

Universe #5

Der Kampf ist hart und fordert nicht nur auf der Seite der Angreifer Verluste. Auch Tilly muss einen ihrer Leute verabschieden. Und so findet Tom auch heraus das Tilly wusste das er sterben würde. Sie wollte ihm noch einen schönen letzten Tag schenken. Die Schlacht ist zwar gewonnen, aber zurück bleibt eine geschundene Gruppe von Freunden die sich nun dem letzten endgültigen Kampf stellen müssen. Allen voran Tom.
Einige Zeit ist nun seit der Tragödie beim Picknick vergangen. Der frühere Satan Nicky findet sich in einer Nervenheilanstalt wieder, Mister Black hat sich durch seinen höllischen Börsencrash einen hochrangigen, wenn nicht sogar den besten Platz in der Hölle gesichert und nun muss er nur noch Tom dazu bringen seine letzte und endgültige Entscheidung über Vergebung oder nicht zu treffen. Doch egal wie sich Tom entscheidet, es bringt Black nur in den Besitz des Rapture, der automatisch in den Besitz der Gruppe fällt für die die Entscheidung fällt, und macht ihn so zum Herrscher über Himmel und Hölle, da er sich durch einen Trick auch die Heerscharen des Himmels zu seinen Untertanen gemacht hat.
Also egal ob sich Tom nun für den Himmel (Vergebung) oder die Hölle (Bestrafung) entscheidet, Mister Black kann nur siegen. Aber was wenn es ein Wesen gäbe das zu keiner der beiden Gruppen gehört und Tom ihn den Rapture überlassen würde…?
FAZIT:
Das Finale ist schon ein ganz schöner Hammer. Die Entscheidung die Tom trifft ist einfach sagenhaft und auch ein wenig traurig, da es sein endgültiges Schicksal ebenso besiegelt. Und dennoch schafft es Jenkins ein Türchen offen zu lassen für mögliche zukünftige Abenteuer von Tom Judge.
Insgesamt ist Universe zwar wieder nur ein fast typisches mystisches Machwerk welches den ewigen Kampf zwischen Himmel und Hölle darstellt, aber mir persönlich gefällt vor allem die spiegelbildliche Darstellung des ganzen. Alles was hier auf Erden passiert hat in der Hölle gleich- oder gegenwärtige Folgen.
Die Zeichnungen passen zum höllischen Gesamtbild, verlieren aber leider sehr stark bei der menschlichen Darstellung. Und so muss Universe sich leider eingestehen am Ende nur eine typische Miniserie zu sein, wie es sie inzwischen viel zu viele gibt. Ohne Besonderheiten und ohne wirklich schlecht zu sein. Popcornkino könnte man fast sagen.

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“Universe” #4 [Infinity, April 2003]
“Universe” #3 [Infinity, Februar 2003]
“Universe” #2 [Infinity, Oktober 2002]
“Universe” #1 [Infinity, Juni 2002]

Kaufen kann man den Band wenn man Glück hat bei Ebay und in einschlägigen Comic Marktplätzen und Foren. Ganz so einfach ist da derzeit leider nicht ranzukommen.

Ultimate Spider-Man Episode 11 (Clip)

Am Sonntag steht auch schon wieder die nächste Folge von Ultimate Spider-Man in den Startlöchern und diesmal trifft Spidey auf einen uns allen altbekannten Gegner im kleinen Schwarzen…

…Venom!