Mit den heutigen Reviews stelle ich zwei Paperbacks vor, die eine Gemeinsamkeit haben. Beide haben Spider-Man als Gaststar. Doch sie haben auch beide noch viel mehr als nur das zu bieten …
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Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 14)
Eigentlich ist ja Mittwochs der Tag für die Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreviews. Doch weil Nickelodeon jetzt wieder eine Pause einlegt, gibt es diesmal ein anderes Episodenreview. Lange, lange, lange hat es gedauert, aber inzwischen liegen mir die beiden Episoden vor, die SuperRTL aufgrund der Altersfreigabe einfach ausgelassen hat. So haben auch diejenigen jetzt eine Möglichkeit sich über diese Folgen zu informieren, die, wie ich, kein Pay-TV haben.
Episode 22: Iron Octopus
(The Iron Octopus)
Ein friedlicher Videospielabend von Peter Parker und Harry Osborn wird jäh unterbrochen, als Iron Man auftaucht und Harrys Vater Norman angreift. Schnell stellt sich heraus, dass nicht Tony Stark in der Rüstung steckt, sondern diese von einem Octobot ferngesteuert werden. Das alles scheint schon schlimm genug zu sein, aber als auch noch ein Doctor Octopus in Iron Man-Rüstung auftaucht, wird es erst richtig gefährlich. Das eigentliche Problem scheint aber nicht Octavius zu sein, sondern seine rätselhafte Verbindung zu Norman Osborn. Da kann auch SHIELD nicht viel dagegen ausrichten …
Nach so langer Pause fällt es natürlich schwer, sich wieder in die Story einzufinden. Erst recht dann, wenn es, wie im Fall bei SuperRTL, zu einer nicht chronologischen Ausstrahlung kam. Dennoch findet man sich schnell wieder zurecht. Da diese Geschichte jedoch einen starken Kontinuitätsbezug zu vergangenen Folgen aufweist, ist sie weniger geeignet für eine Solosession. Andere Folgen dieser ersten Staffel hatten wenigstens die Eigenschaft, sie auch eigenständig anschauen zu können. Octavius Rachefeldzug gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ist schon ziemlich massiv, und auch Spidey taucht mit seiner (alten) neuen Iron Spider-Rüstung auf. Inhaltlich wird zwar relativ wenig geboten, aber dieses Wenige wird spannend inszeniert.
Für dieses Review lag mir die Episode in HD-Auflösung und als Originalfassung mit deutscher Tonspur vor. Das heißt, zu visuellen Lokalisierungen kann ich keine Angaben machen. Was aber auffällt, sind die Texturen der Hintergründe. Denn entweder ist es mir bisher nicht aufgefallen, oder aber in dieser Episode kam es massiv zum Einsatz. Ich meine die computergerenderten Backgroundgrafiken. Dies wirkt in der mir vorliegen Version schon massiv beeindruckend. Ich denke auf DVD oder sogar BluRay, könnte diese Episode ein echter Hingucker sein. Aber auch abseits des ganzen Technik-High-Class-Schnickschnacks gibt es wieder einiges zu entdecken. Allen voran Tony Starks Iron Man-Nasenrüstung. Diese hatte in den Comics einen sehr kurzen Auftritt und Tony erklärt dies mit einer persönlichen anatomischen Phase. Hier zeigt sich erneut, dass die Macher auch ein klein wenig Fans und Kenner des Marvel-Universums sind.
FAZIT:
Nach einer solchen Pause, ist man natürlich erst einmal froh, überhaupt neues Material zu Gesicht zu bekommen. Wenn es dann aber auch so spannend und visuell so beeindruckend inszeniert wird, macht es gleich doppelt so viel Spaß. Natürlich darf auch der bekannte und typische Humor der Serie nicht fehlen. Spidey mit Engelchen und Teufelchen auf der Schulter und aus der Situation geborenen Reimen ist einfach witzig. Witziger zumindest als Deadpool. Dieser wird nämlich zu Beginn der Folge in einem Videospiel von Harry gesteuert und vermöbelt Spider-Man, der wiederum von Peter gesteuert wird, ganz schön heftig. Ich hoffe doch einmal, dass dies kein Seitenhieb, auf den jeweiligen Beliebtheitsgrad der Figuren darstellt.

Iron Man und Spider-Man sehen sich einigen Iron Man Rüstungen gegenüber.
Armor Wars-Rüstung, die Original-Rüstung und die Nasenrüstung
(von rechts nach links)
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Episode 25: Octopus‘ grüne Rache
(Revealed)
Doctor Ocotpus sinnt auf Rache. Doch nicht nur an seinem ehemaligen Arbeitgeber Norman Osborn, sondern auch an Spider-Man. Hierfür hat er extra eine Falle inszeniert, zusammen mit den Furchtbaren Vier, Trapster, Thundra, dem Wizard und Klaw wurden Spidey und seine Teamkameraden angelockt. Doch während sich White Tiger, Iron Fist, Power Man und Nova mit einem ganzen Haufen Octobots herumschlagen müssen, wird der Netzkopf entführt. Im unterirdischen Labor von Doctor Otto Octavius erfährt er dann nicht nur, wie Venom entstanden ist, sondern ist auch Live mit dabei, als Ottavius seine „grüne“ Rache an Norman vollzieht …
Hier erfährt man auch als Free-TV-Zuschauer endlich, wie es zu der verhängnisvollen Situation kam, gegen die Spider-Man und sein Team in der 26. und letzten Episode der ersten Staffel antreten mussten. Wie auch schon bei der ausgelassenen Episode 22 wird inhaltlich nicht sehr viel geboten. Aber wie ebenfalls bei der besagten Folge wird das wenige sehr gut inszeniert. Octavius macht hierbei auch eine Entwicklung durch, nicht nur visuell, die sehr an den bekannten Dr. Octopus der letzten Amazing Spider-Man Comic-Ausgaben erinnert. Während Norman stattdessen dem Ebenbild des Grünen Kobolds aus den Ultimate Comics nacheifert. Zumindest visuell.
Auch hier fällt wieder der Vorteil von HD auf. Die Texturen und Hintergründe sehen so einfach noch viel besser aus. Der Unterschied zwischen analogem Kabel und dem jetzt vorliegenden Material ist erheblich. Doch es gibt auch Negatives in dieser Episode. So scheinen sich die Animationszeichner manchmal in Anatomieurlaub befunden zu haben. Körperproportionen verschwimmen, Köpfe werden größer und kleiner und Rücken breiter und wieder schmaler. Und das alles, innerhalb weniger Sekunden und Szenen. Das hat auch nichts mehr mit humoristischer Übertreibung zu tun, sondern ist einfach nur peinlich. Wenn Spider-Man vom neuen Grünen Kobold angegriffen wird und seine Schultern plötzlich die doppelte Breite haben, wie nur eine Sekunde zuvor, dann ist das schon sehr verwirrend.
FAZIT:
Es ist schon sehr erbauend endlich die gesamte Story zu kennen und auch die kleinen Anspielungen an die Comics sind sehr erheiternd. Zusammen mit der visuellen Umsetzung macht die Episode schon so richtig Spaß. Wenn da nicht die eher dünne Geschichte und die bereits angesprochenen anatomischen Unzulänglichkeiten der Figuren wären. So geht der Folge einiges an Reiz verloren. Dennoch hoffe ich auf eine vollständige und chronologische DVD und Bluray-Umsetzung, die ich dann auch gerne hier vorstellen werde. Und natürlich warte ich gespannt auf die zweite Staffel. Doch da ich nach wie vor kein Pay-TV habe und dies aus mehreren Gründen wohl auch in absehbarer Zeit nicht bekommen werde, muss ich wohl warten, bis die Staffel im Free-TV läuft. Aber vielleicht wird sie ja eine der neuen Serien auf Disneys neuem Free-TV-Kanal werden, der ab Januar anstelle von „Das Vierte“ zu empfangen sein wird.
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Spider-Man & The Avengers (14) (Spider-Man Magazin Nr. 70-72 & Avengers Nr. 28)
Das Ende ist nah. Aber wie heißt es so schön. Wenn etwas endet, gibt es auch immer die Möglichkeit für einen Neuanfang. Ob und wie gut dieser sein wird, oder bereits ist könnt und konntet ihr bereits auf diesem Blog nachlesen, oder werdet es können. Aber bis dahin …
Spider-Man Magazin Nr. 70 [Panini, Mai 2013]
Eigentlich sollte Spidey nur den Transport vom Absorbing Man überwachen, da dieser in ein Forschungsinstitut überstellt werden sollte. Und plötzlich ist er frei und macht einen Riesenärger. Nun sollte Spider-Man nur noch den Bösewicht einfangen, aber das hört sich einfacher an, als es wirklich ist. Wie schlägt man einen Gegner, der die Eigenschaften von allem absorbiert, was er berührt …?
Und auch diesmal durfte Paul Tobin als Autor antreten und Spider-Man in ein kurzweiliges Abenteuer schicken. Allerdings geht es diesmal massiv nach hinten los. Der Kampf mit Crusher Creel sieht ja noch einigermaßen gut aus, was aber vor allem an den Zeichnungen von Rob DiSalvo liegt, aber das Finale ist selbst für diese Art von Geschichten zu naiv. Hier gibt es definitiv kaum etwas Positives zu entdecken, außer dem Artwork. Da hätten es aber schlussendlich auch ein paar Pin-Ups aneinandergereiht getan.
FAZIT:
Die letzte Geschichte aus dem US-Marvel Adventures Universum und sie ist so ein Reinfall. Das ist echt enttäuschend. Währen nicht die Zeichnungen, hätte man sich die Seiten sparen können. Doch ab dem nächsten Heft sollen dann die Abenteuer des ultimativen Spider-Man für den Comic-Teil herhalten.
Spider-Man Magazin Nr. 71 [Panini, Juni 2013]
Peter Parker, alias der ultimative Spider-Man wird zu einem Einsatz gerufen, um Nick Fury zu beschützen. Doch hierfür muss er wieder einmal den Englischunterricht sausen lassen. Damit das nicht auffällt, hat Direktor Coulson einen Mandroid 13 angefordert, der den echten Peter Parker ersetzen soll. Doch es bleibt die Frage, was gefährlicher ist. Ein Roboter-Parker in der Midtown High oder ein abgelenkter Spider-Man der Fury beschützen soll …?
Wer sich jetzt wundert und feststellt, dass er diese Geschichte schon irgendwie kennt, den kann ich beruhigen. Ja, Panini hat diese Story bereits veröffentlicht. Zum einen als Gratis Heft bei Müller (das Review gibts hier) und inzwischen auch als Paperback. Das bedeutet, dass es der Stuttgarter Verlag doch tatsächlich geschafft hat, ein und dieselbe Geschichte, binnen kürzester zeit in drei Publikationen zu verwursten. Nicht etwa, dass die Geschichte schlecht ist, aber einen faden Beigeschmack hat das Ganze trotzdem. Und dass ich mich über die Story und das Artwork nicht näher auslasse, liegt daran, dass ich dies bereits getan habe, und ihr nur den Link weiter vorne anklicken müsst, um zu erfahren, wie die beiden Komponenten sind.
FAZIT:
Der ultimative Spider-Man macht auch in Comicform Spaß. Allerdings wäre mir, trotz der Qualität der vergangenen Hefte, eine weitere Veröffentlichung der Adventures-Comics lieber, anstatt die aus dem Kids Comic-Trade zum Ultimativen Spider-Man, hier noch einmal zu verbraten.
Spider-Man Magazin Nr. 72 [Panini, Juli 2013]
Eigentlich wollte Peter nur zu Onkel Bens Lieblingsbäckerei, um dort zu seinem Geburtstag seine Lieblingstorte zu bestellen. Doch ausgerechnet jetzt muss ihm der Schocker über den Weg laufen. Und dabei wollten er und seine Tante nur den Geburtstag seines verstorbenen Onkels würdig begehen. Aber von so einer Kleinigkeit lässt sich Spider-Man doch nicht aufhalten? Oder doch?
Mit diesem Heft wäre die Veröffentlichung des kompletten ersten Marvel Universe Ultimate Spider-Man-Heftes abgeschlossen. Das ist natürlich sehr günstig, da so zwei US-Stories aus einem US-Heft auf zwei deutsche Ausgaben verteilt werden können. Die Geschichte selbst ist in Ordnung und passen zur TV-Serie gehalten. Wer also motiviert durch die Serie hier einsteigt, findet sich sofort zurecht. Das Artwork von Nuno Plati ist anfangs gewöhnungsbedürftig, passt aber schlussendlich sehr gut zur Story.
FAZIT:
Mit dieser 72. Ausgabe beendet Panini die Veröffentlichung des Spider-Man Magazins. Aber keine Angst. Bereits ab nächsten Monat geht es als Der ultimative Spider-Man Magazin mit einer neuen Nummer 1 weiter. Offenbar macht sich dies marketingtechnisch besser, als das bisherige Spider-Man Magazin. So kann man immerhin auf der Zeichentrickserienwelle mitschwimmen. Mal sehen, ob die Veränderungen nur den Titel und das Cover betreffen, oder ob sich auch etwas unter der „Haube“ getan hat.
Avengers Nr. 28 [Panini, Juli 2013]
Die New Avengers sehen sich noch immer einer großen Gefahr gegenüber und Doctor Strange wird sogar des Mordes an Victoria Hand bezichtigt. Doch der wahre Übeltäter ist Daniel Drumm, der Bruder von Jericho Drumm, der als letzter Meister der Magie sein Leben geopfert hatte. Doch Daniel sieht die Schuld am Tod seines Bruders bei den neuen Rächern, insbesondere bei Strange. Doch dieser hat in den letzten Jahren nicht geschlafen, und einige Tricks dazugelernt. So entbrennt ein gefährlicher Kampf, bei dem Drumm jeden Teamkameraden von Strange übernehmen kann, wodurch dieser gezwungen ist, gegen seine Freunde zu kämpfen …
Aber auch Captain America, Iron Man und Henry Pym haben es im Mikroverse nicht einfacher. Doch als sie dort eintreffen und ihre Freundin Janet van Dyne alias Wasp antreffen, scheint sich der Weg gelohnt zu haben. Aber als sie auf den Tyrannen dieser Dimension treffen, wird es ungemütlich. Lord Gouzar, so nennt sich dieser Tyrann, will die Eindringlinge gefangen sehen und ihre Geheimnisse verkaufen. Allen voran die Rüstung von Iron Man. Dumm nur, dass er sich mit den Avengers angelegt hat …
Bendis verabschiedet sich von seinen Rächern mit einem Knall. Nicht nur, dass er Doctor Strange einen lange verlorenen Titel und Status Quo wieder verleiht, auch Luke und Jessica gehen neue und dennoch altbekannte Wege. Fast scheint es, als wolle Bendis alles so zurücklassen, wie er es vorgefunden hat. Fast zumindest. Denn Squirrel Girl darf weiterhin als Babysitter bei Luke und Jessica tätig sein, und das alleine verspricht schon einiges an Potenzial. Das Artwork dieser letzten beiden US-Ausgaben kann vielfältiger nicht sein. Abgesehen davon, dass für den finalen Kampf neben Michael Avon Oeming und Mike Deodato Jr. Schon zwei Größen tätig sind, durften auch Chuck BB, Farel Dalrymple, Ming Doyle, Lucy Knisley, Becky Cloonan und Yves Bigerel ein paar Seiten umsetzen.
Während bei den New Avengers die Handlung noch sehr faszinierend war, geht bei den Avengers schon eher die Puste aus. Bereits ab der Mitte des ersten US-Heftes fragt man sich, wie lange Bendis die Handlung noch ziehen will. Wenn man einmal von dem Machtkampf zwischen Commander Maria Hill und Special Secret Agent Daisy Johnson absieht, gibt es außer der Rückkehr von Wasp nichts wirklich Beeindruckendes. Dafür können die Zeichnungen überzeugen. Und auch hier wurden für den großen Kampf zwischen den Avengers und Lord Gouzar mehrere Künstler an den Zeichentisch gebeten. Neben Terry Dodson, Brandon Peterson und Mike Mayhew die für das hauptsächliche Artwork verantwortlich sind, zeigten Mike Deodato Jr., Walter Simonson, Leinil Yu, Oliver Coipel und Jim Cheung ihre Version des Kampfes.
FAZIT:
Leider enttäuscht die zweite Hälfte des Heftes mit den Avengers ein wenig. Dennoch bleibt es ein würdiger Abschluss. Vor allem visuell gibt es nichts an dem Heft auszusetzen. So bunt und abwechslungsreich wie die Avengers und die New Avengers in den letzten Jahren waren, so vielfältig ist auch dieses Heft. Zusammen mit einem umfangreichen Interview rundet auch Panini diese Finalausgabe gelungen ab.
Spider-Man & The Avengers (13) (Spider-Man Magazin Nr. 67-69 & Avengers Nr. 27)
In der heutigen und morgigen Ausgabe gibt es die finalen Ausgaben der Spider-Man Magazin-Reihe, sowie der Avengers-Heftausgaben vor Marvel NOW! So langsam müsste ich damit alles Material vor dem Neustart bei Marvel durchhaben. Die Geschichten welche außerhalb der 616er-Kontinuität spielen oder von Marvel NOW! nicht betroffen sind einmal außen vorgelassen.
Spider-Man Magazin Nr. 67 [Panini, Februar 2013]
Mitten in New York tobt ein wilder Kampf. M.O.D.OK. hat es auf einen Transporter von Stark Security abgesehen. Doch Spider-Man will das nicht zulassen und deshalb begleitet er den Transport. Aber dies hält M.O.D.O.K. Und auch A.I.M. nicht auf, bis auch noch ein zweiter Spider-Man auftaucht und mitmischt …
Eine dünne Geschichte von Paul Tobin gepaart mit annehmbaren Zeichnungen von Matteo Lolli. Beides nicht wirklich schlecht, aber so richtig überzeugen kann es auch nicht. Einzig der Humor rettet die Ausgabe ein wenig. Am negativsten fällt jedoch auf, dass Panini weder den Autor, noch den Zeichner oder andere Angaben zur Geschichte gemacht hat, wie es sonst üblich war. Auch wenn die Leistung nicht überragend ist, wäre es doch schön zu wissen, wer dafür verantwortlich ist. Und das, ohne danach erst im Internet suchen zu müssen.
FAZIT:
Mehr als Kurzweil ist es diesmal nicht, und auch die ist sehr kurz. Da gab es schon besser Ausgaben mit weit mehr Qualität. Aber die enthaltenen 20 Wandsticker sind für Kinder das Größte. Auf so ziemlich alles kann man die draufpappen. Auch wenn sie nicht lange halten. Aber Spaß machts wenigstens.
Spider-Man Magazin Nr. 68 [Panini, März 2013]
Der Puppet Master hat sich einen neuen Plan ausgedacht. Statt einzelner Menschen manipuliert er einfach einen ganzen Schwarm Tauben. Die können auch sehr gut Geld stehlen und sind nicht so einfach festzunehmen wie ein Mensch. Dennoch kommt ihm Spider-Man auf die Schliche und versucht seinen Plan zu vereiteln. Leider ist das aber nicht so einfach, wie es klingt …
Eines gleich vorweg. Diesmal hat es Panini geschafft die Künstler, welche für die Geschichte verantwortlich sind, mit ins Heft zu packen. Doch auch hier zeigt Paul Tobin, dass er gut darin ist, seichte Geschichten zu verfassen. Oder einfach nur nicht tief genug zu gehen, wenn er unter Zeitdruck zu stehen scheint. Ebenfalls verwunderlich ist, das erneut Spideys Freundin Chat auftaucht, die mithilfe ihrer Mutantenkraft mit Tieren reden kann. Das Artwork von Rob DiSalvo sieht dafür wieder sehr frisch, dynamisch und witzig aus. Da sitzen nicht nur die Gags von Spider-Man sondern auch die Mimik als Reaktion bei den Gegnern.
FAZIT:
Trotz allem Für und Wider bleibt das Heft nur durchschnittlich und das Abenteuer nicht mehr als kurzweilig. Da hatte Panini schon bessere Geschichten in der Auswahl. Gerade in der Zeit, als die Storys noch direkt aus Großbritannien stammten.
Spider-Man Magazin Nr. 69 [Panini, April 2013]
Spider-Man bekommt vom Blonde Phantom den Auftrag, für einen kleinen Nebenverdienst, den Schurken Leap Frog dingfest zu machen. Dieser ist seit einigen Tagen unterwegs und raubt halb New York aus. Also macht sich Spidey auf den Weg und findet den Übeltäter auch sehr schnell. Doch sein Glück hat ein schnelles Ende, als Black Cat seinen Weg kreuzt und ihm seine „Beute“ abnimmt …
Wie auch schon in den vorangegangenen Ausgaben hat sich Paul Tobin nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Die Geschichte an sich, ist wieder sehr dünn und einzig der Humor rettet die Story. Aber noch etwas hat immense Auswirkungen auf den doch noch positiven Gesamteindruck. Und das wäre Todd Naucks Artwork. Seine Zeichnungen, die diesmal so wirken, als hätte man sich den Tuscher gespart, sehen einfach nur sehr gut aus. Okay, ich muss aber auch zugeben, dass ich ein großer Fan von Todd bin und sein Zeichenstil auch getuscht sehr gut aussieht. Dennoch wirkt es so noch dynamischer.
FAZIT:
Insgesamt bleibt auch dieses Heft genaugenommen nur Durchschnitt. Allerdings wirken sich die Zeichnungen und der Humor sehr positiv auf das Gesamtbild aus. Dadurch hatte ich persönlich sehr viel Spaß am Heft. Allerdings fällt das auch nicht schwer, wenn sich Spidey mit der Black Cat kabbelt und quer über die New Yorker Häuserdächer jagt.
Avengers Nr. 27 [Panini, Juni 2013]
Die Auswirkungen des Kampfes zwischen den Avengers und den X-Men sind noch massiv spürbar und das Vertrauen in die Helden ist zwiespältig. Als dann auch noch zum Einen Wonder Man auftaucht um sich für sein Verhalten in der Vergangenheit zu entschuldigen versucht und zum Anderen ein Notruf aus dem Mikroverse die Rächer aufschreckt ist Eile geboten. Wonder Man ist hierbei noch das kleinere Problem, denn der Notruf kann nur von einer Person stammen und so machen sich Hank Pym, Iron Man und Captain America auf, um ihre alte Teamkameradin zu retten …
Aber auch bei den neuen Rächern gibt es aufregende Änderungen. Nicht nur, dass Luke Cage mit seiner Frau und dem Baby das Team verlassen will, zur Überraschung aller, werden die New Avengers auch noch angegriffen. Und dann auch noch von jemandem, der Besitz über die Körper eines jeden Teammitgliedes übernehmen kann und somit fast unauffindbar wird. Doch Doctor Strange ist ihm auf der Spur. Leider muss eine Dame im Laufe der Ermittlungen ihr Leben lassen …
In den letzten Ausgaben der beiden Avengersserien, die Brian Michael Bendis nun schon seit vielen Jahren als Autor betreut, trumpft er noch einmal so richtig auf. Er holt eine Figur zurück, die seit Jahren als tot galt, und er schickt dem Team um Luke Cage eine nicht zu unterschätzende mystische Bedrohung auf den Hals. Noch immer schafft es Bendis, in beiden Serien eine ganz klare Linie zu fahren. Während es bei den Avengers hauptsächlich technisch, kühl und routiniert zugeht, sind die New Avengers mystisch, chaotisch und unangepasst. Und ganz ehrlich. Beide Konzepte passen hervorragend und faszinieren noch immer.
Auch zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Für die Rächer sind Brandon Peterson und Mike Mayhew am Zeichenbrett vertreten, auch wenn Mayhew in der hier vorliegenden deutschen Fassung als Zeichner einfach verschwiegen wird. Stattdessen wird ihm nur der Part des Tuschers anerkannt und das, obwohl die Trennung der beiden Zeichenstile durch den jeweiligen Aufgabenpart (Erde und Mikroverse), sehr gut zur jeweiligen Stimmung passt. Dadurch ist wesentlich mehr Atmosphäre spürbar, als wenn es nur ein Zeichner umgesetzt hätte. Bei den neuen Rächern dürfen dagegen Michael Gaydos und Carlos Pacheco ihre künstlerischen Muskeln spielen lassen. Während Gaydos‘ Stil eher düster und mystisch, fragend daherkommt, wirkt Pachecos Artwork schon klärender und offener. Dennoch passen beide, so gegensätzlich sie auch sind, ideal zum Storyverlauf.
FAZIT:
Ein Finale muss schon etwas Besonderes sein. Und das hat sich auch Bendis gedacht, als er die Abenteuer für die jeweils 4 Finalausgaben „seiner“ beiden Rächerserien verfasste. Bis jetzt machen diese auch noch sehr viel Spaß, auch wenn es im Grunde „nur“ eine erneute Heldenrückkehr und eine gefährliche Bedrohung sind. Dazu das tolle Artwork Vierer so guter Künstler, und das Ende kann langsam, aber sicher, und vor allem würdig, kommen.
Meine Comiclieferung für Juni/Juli 2013
Auch bei dem schönen warmen Wetter heute, musste unsere Hermes-Botin schuften um mir meine Comic-Lieferung aus meinem Stammshop Comic Attack in Erfurt zu bringen. Dankeschön dafür und auch wieder ein ganz großes Dankeschön an die Jungs vom Shop, die immer freundlich, zügig und fast immer fehlerfrei arbeiten. Und wenn es doch mal einen Fehler gibt, wird der ohne Probleme behoben. So wünsche ich mir einen Shop, und einen Plausch kann man mit den Jungs auch noch machen.
- Simpsons Comics #201
- Bart Simpson #74
- Simpsons Sommer Sause #6
- Spawn #105
- Teenage Mutant Ninja Turtles #1: Die Zeiten ändern sich
- Batman #14
- Justice League #13
- Justice League #14
- Spider-Man Magazin #72 (Abschlussheft)
- Spider-Man #1 (Variantcover)
- Spider-Man, der Avenger #7
- Scarlet Spider #2
- Avengers, Die Rächer #5
Spider-Man Nr. 1 (Marvel NOW!) [Panini, August 2013]
Heute gibt es die erste Marvel NOW!-Review zu einer der neuen Heftserien von Panini. Und als großer Fan von Spider-Man kann es natürlich nur die Nummer 1 der neuen Spider-Man-Serie sein …
Spider-Man Nr. 1 (Marvel NOW!)
Doctor Otto Octavius ist tot. Lang lebe Peter Parker und Spider-Man. Oder so ähnlich. Denn hinter der Fassade des braven Peter Parker steckt nun kein geringerer als der Geist von Octavius. Nach den Ereignissen, der letzten Wochen, hat sich im Leben von Spider-Man einiges geändert. Das letzte Vermächtnis von Peter war, dass er Otto seine Lebensgeschichte durchleiden ließ und ihm somit sein Lebensmotto von Macht und Verantwortung ins Gehirn brannte. Nun handelt auch der neue Spider-Man nach diesem Credo, jedoch nicht ohne einiges grundlegend zu ändern. Mit Hilfe von Spider-Bots und einer Tablet-App schafft er es, die Stadt zu überwachen, neue Erfindungen helfen ihm bei der Verbrecherjagd und auch sein Verhalten Mary Jane gegenüber ist wesentlich forscher und kalkulierbarer geworden. Sogar J. Jonah Jameson schüttelt dem neuen Netzschwinger die Hand und bedankt sich für sein Handeln. Alles scheint gut zu werden, wenn da nicht Peters Geist wäre, der dies alles nicht so wirklich fassen kann und es immer wieder schafft, Ottos Handeln ein klein wenig zu lenken und zu beeinflussen. Gibt es vielleicht noch eine Chance auf Rückkehr …?
Dan Slott hat Spider-Man zumindest oberflächlich gesehen, ganz schön ungekrempelt. Schaut man sich das Ganze jedoch etwas genauer an, merkt man, dass es kaum Änderungen gibt. Noch immer kämpft Spider-Man gegen das Böse, und noch immer steckt das Gesicht von Peter Parker unter der Maske. Dass mit dem leicht veränderten Verhalten versucht wird, diesen neuen Spider-Man wesentlich entschlossener zu machen, ist streng genommen auch nicht neu. Schon einmal hatte Spider-Man eine dieser „härteren“ Phasen. Auch damals wurde er aggressiver und direkter. Diesmal steckt zwar mehr Kalkül dahinter, doch im Endeffekt ist es die gleiche Richtung. Dennoch ist Slotts Idee nicht schlecht. Einen von Spider-Mans alten Gegnern in das neue Kostüm zu stecken ist schon verwegen. Doch dadurch, dass Peter im sein Lebensmotto mit dem Holzhammer eingetrichtert hat, sind die besten Möglichkeiten wieder zunichtegemacht worden. Ich bin zwar ein Fan von dem klassischen Parker und seiner bisherigen charakterlichen Entwicklung, aber ab und zu etwas Neues kann nicht so schlecht sein. Ein bisschen kommen mir da die Erinnerungen wieder, als ein jüngerer und mit blonden Haaren ausgestatteter Peter Parker, als Ben Reilly die Aufgabe des neuen Spider-Man übernommen hatte. Viel Neues wurde damals eingeführt und binnen kürzester Zeit wuchs einem Ben ans Herz. Und der Abschied von Peter fiel nicht einmal schwer, denn dieser war mit MJ ja „nur“ nach Portland ausgewandert und konnte jederzeit vorbeischauen. Diesmal gibt es nicht so einfache Möglichkeiten, aber ich schätze einmal, dass selbst jetzt schon die Idee für Peters Rückkehr irgendwo fertig in einem Schubfach bei Marvel schlummert. Nur für den Fall, dass Otto als Spider-Man nicht mehr bei den Lesern ankommt.
Wesentlich überzeugender als die Geschichte, sind dafür die Zeichnungen von Ryan Stegman, der zuletzt an Scarlet Spider gearbeitet hat und dort schon ein atemberaubendes Artwork vorweisen konnte. Man kann also sagen, dass Stegman schon Erfahrungen mit Spinnen hat. Und das merkt man wirklich von der ersten Seite an. Sein dynamischer Strich ist perfekt um den, mehr oder weniger, neuen Spider-Man visuell einzufangen. Und auch wenn es nicht sofort auffällt: Spider-Man hat ein neues Kostüm erhalten. Dieses orientiert sich, wen überrascht dies, an der Version aus dem Kinofilm „Amazing Spider-Man“, auch wenn statt Blau, die Hauptfarbe Schwarz ist und auch die Spinnensymbole auf Brust und Rücken nicht so dominant wie in der Filmvorlage. Wesentlich auffälliger hingegen ist das Charakterdesign des „neuen“ Peter Parker. Stegman lässt gezielt Merkmale der Gestik und Mimik von Octavius mit einfließen. Und auch wenn Peter in den Labors von Horizon herumwerkelt, sieht er mit dieser neuen Brille mehr aus wie Dr. Octopus als wie Peter Parker. Das alles ist zwar auf den ersten Blick sehr interessant, wirkt aber schon in dieser ersten Ausgabe eher ermüdend, was aber keine Kritik an Stegmans Arbeit an sich darstellt. Denn diese ist sehr gelungen und wird durch die Farbgebung von Edgar Delgado noch verstärkt.
FAZIT:
Spider-Man unter dem Banner von Marvel NOW! ist auf den ersten Blick sehr faszinierend, und bei genauerem Hinsehen immer noch spannend und unterhaltsam. Doch leider gibt es auch einige Punkte, die noch verbesserungswürdig sind. Das Charakterdesign wirkt stellenweise übertrieben und unglaubwürdig, genau wie die plötzlichen Reaktionen auf den neuen Spider-Man. Die Tatsache, dass bereits jetzt ein Hintertürchen zu erkennen ist, um die aktuelle Situation umzukehren, trübt ebenfalls ein wenig den Lesespaß. Zumindest aus der Sicht der Veränderung. Für diejenigen, die mit dem aktuellen Status quo überhaupt nicht zurechtkommen, ist es ein Hoffnungsschimmer.
Insgesamt jedoch bleibt Spider-Man ein Must Have-Titel unter den Neustarts des Marvel NOW!-Banners und ist in meinen Augen nicht nur für Fans des Netzschwingers eine Empfehlung.
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Spider-Man & The Avengers (12) (Spider-Man Nr. 110-111 & Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1)
Heute gibt es das große Finale. Viele werden enttäuscht sein, andere begeistert und vermutlich den meisten, wird es ergehen wie mir. Ich habe versucht das Review zur Finalausgabe so gut wie es geht, ohne Spoiler zu verfassen. Dennoch sei darauf hingewiesen, dass manche eventuell Infos erhalten könnten, die sie so nicht erwarten. Daher weiterlesen auf eigene Gefahr.
Spider-Man Nr. 110 [Panini, Dezember 2012]
Roderick Kingsley ist zurück, und er ist nicht erfreut darüber, dass inzwischen jemand anderes, als sein Bruder unter der Maske des Hobgoblin steckt. Doch Phil Urich, der inzwischen als Hobgoblin in den Diensten des Kingpin steht, hat derweil einen anderen Auftrag. Zusammen mit einem Verräter aus Horizons Kreisen will er Spider-Mans Spinnensinn lahmlegen. Zu Peters Unglück scheint das Gerät auch zu funktionieren und verursacht bei ihm schwere Kopfschmerzen. Leider genau in dem Moment, wo Peter sich im Bugle befindet, unweit von Phil Urich. Dieser erkennt seine Chance, und entführt den „Waffen-Ausstatter“ von Spider-Man ohne zu wissen, dass Peter Spider-Man ist. Doch damit beginnt der eigentliche Kampf erst, der neue Freunde, alte Feinde und ein paar Opfer zurücklassen wird …
Wenn Slott davon spricht, es vor dem großen Finale etwas ruhiger angehen zu lassen, dann kommt so etwas, wie dieser Dreiteiler heraus. Haufenweise Action, viele alte Bekannte und Ausblicke, auf das, was den Leser bald erwarten wird. Spannung steht dabei natürlich ebenso hoch im Kurs, wie Humor und das Gedenken an frühere Abenteuer und Wegbegleiter. Man merkt sichtlich, wie eng Slott mit der Geschichte von Spider-Man verknüpft ist. Immer wieder baut er kleine Momente auf, die sich auf fast schon historische Ereignisse beziehen.
Hinzu kommt erneut das wunderbare Artwork von Giuseppe Camuncoli. welches diesmal nicht von Klaus Janson geinkt wird. Dadurch wirken auch diesmal die Gesichter einen Tick authentischer und emotionaler. Und auch die Action kommt in den dynamischen Bildern nicht zu kurz. Gerade der Kampf zwischen den beiden Hobgoblins, sorgte zumindest bei mir, immer wieder für erstaunte Blicke.
FAZIT:
Ein kurzweiliges, vorrangig actionorientiertes Abenteuer lässt einen kurz verschnaufen, bevor es in der nächsten Ausgabe zu Ende geht. Dennoch hat diese Ausgabe kaum Längen und bietet obendrein einiges an Infos, wie und was den Leser eventuell erwarten könnte. Denn immerhin gibt es Anzeichen für mindestens zwei bevorstehende Superschurkenangriffe.
Spider-Man Nr. 111 [Panini, Dezember 2012]
Die letzten Stunden von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch irgendetwas stimmt nicht. Wieso versucht er verzweifelt, und mit aller Kraft unbedingt aus dem Raft auszubrechen und wieso will er unbedingt, dass Peter Parker in den letzten Minuten seines Lebens, an seiner Seite ist. Was für ein Geheimnis umgibt einen der ärgsten Erzfeinde Spider-Mans und schafft es Doctor Octopus am Ende siegreich aus diesem finalen und alles verändernden Kampf hervorzugehen?
Wie schreibt man ein Review, zu einem Heft, bei dem eigentlich jedes Wort ein Spoiler darstellen könnte? Eine Ausgabe, die von vorne bis hinten, so spektakulär ist, dass sie in den USA und inzwischen auch in Deutschland die Gemüter spaltet. Ein Finale, das sogar langjährige Fans dazu veranlasst hat, Spider-Man aufzugeben. Eine Geschichte di so umwälzend ist, dass Autor Dan Slott Todesdrohungen erhalten hat. Ihr merkt es schon. Diese Finalausgabe ist das, was auf dem Cover steht. Sie ist das Ende. Nicht nur einer Heftserie, nicht nur einer Comicreihe, sondern eines Helden. Doch auch Dan Slott weiß, das Einzige, was immer bestand haben wird, ist die Veränderung. Und so hat er mit dem hier enthaltenen Dreiteiler, ein Werk geschaffen, dass dem Mythos Spider-Man auf jedem Fall gerecht wird. Ja, es wird Menschen geben, die Slott hierfür hassen werden, und ja, diese Änderungen werden nicht allen gefallen. Aber ebenfalls ein ja, gibt es zu den neuen Möglichkeiten und der Tatsache, dass egal, welche Änderungen und Umbrüche man bei Marvel jemals versucht hat, keine davon je von Dauer waren. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch hier wieder alles rückgängig gemacht wird. Bis dahin hat Slott die Möglichkeit neue Geschichten zu erzählen, und wie ich ihn kenne, wird er dies auch tun. So wie er es bereits seit den letzten 100 Ausgaben der Serie Amazing Spider-Man getan hat.
Visuell gibt es kaum etwas auszusetzen. Immerhin ist mein aktueller Spider-Man-Lieblingszeichner Humberto Ramos für die Umsetzung dieses Abenteuers zuständig. Bis auf das erste Kapitel. Hier darf Richard Elson den Zeichenstift schwingen. Und dies macht er durchaus souverän, auch wenn ihm Ramos‘ Dynamik ein wenig fehlt.
FAZIT:
FINALE!!! OHHH-OOOHHHH!!!
Okay. Das ist Blödsinn. Ganz ehrlich. Nach diesem Heft bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Zum einen kann ich die neuen Möglichkeiten, die sich nun bieten kaum erwarten, zum andern blutet mir das Herz. Doch egal, was die Zukunft bringt. Wenn Slott weiterhin solche Werke verfasst und diese so genial umgesetzt werden, bleibe ich dabei. Egal wie lange der aktuelle Status andauert. Und vielleicht wird es ja irgendwann so etwas wie Freundschaft …
… und das meine ich auch im Bezug auf die betroffenen Figuren. 😉
Marvel Super Hero Squad Magazin Nr. 1 (06/2011) [Panini, November 2011]
Doctor Doom hat einen Plan. Um die Fraktale des zerstörten Unendlichkeitsschwertes zu bekommen, welche sich zwischen seinem Schurken-Team und dem der Squaddies verteilt haben, muss er nur eine Zeitmaschine erschaffen. Mit ihrer Hilfe kann er in der Zeit zurückreisen, und das Schwert in seine Gewalt bekommen, bevor es zerstört wird. Aber die Squaddies haben da ihre eigenen Pläne. Doch alles geht schief und die Zeitmaschine verwandelt alle in schreiende Babys …
Marvel hat so ziemlich für jedes Alter ein passendes Heldenteam. Die Marvel Super Hero Squad ist jene, für die ganz junge Zielgruppe. Oder auch alle, die von den niedlichen Versionen der Marvel Superhelden nicht genug bekommen können. Denn neben einer TV-Serie, die bisher leider nur in Amerika zu sehen ist, und vielen Videospielen, für alle möglichen Systeme basieren die „Squaddies“ auf einer Spielzeug-Reihe von Hasbro. Als Grundlage dienten lediglich sämtliche Marvelhelden, die einfach verniedlicht wurden. Diese Art nennt man allgemeinhin auch „Super Deformed“, weil hierbei markante Körperteile unverhältnismäßig deformiert dargestellt werden.
Für die, in dieser Ausgabe, enthaltenen Geschichte, konnte Marvel sogar den Autorenveteran Todd Dezago gewinnen, der eine sehr witzige Story verfasst hat. Zeichnerisch wird er hierbei von Leonell Castellani unterstützt, der die süßen Versionen und sogar deren Baby-Inkarnationen einfach nur superniedlich und dennoch witzig und glaubhaft in Szene setzt.
FAZIT:
Eine witzige Story mit wunderbaren Bildern bilden gemeinsam ein kurzweiliges und unterhaltsames Magazin, für die kleinen, und im Herzen klein gebliebenen. Hinzu kommen Ausmalbilder, Infos, Spiele und noch vieles mehr. Da haben die Kleinen auch nach dem Vorlesen und Anschauen der Bilder, noch einiges in dem Heft zu entdecken.
Spider-Man & The Avengers (11) (Spider-Man Nr. 108-109 & Marvel Super Heroes Magazin Nr. 1)
Langsam geht es dem Ende der Spider-Man Heftserie entgegen und doe Ereignisse scheinen sich zu überschlagen. Doch auch aus der Magazinecke habe ich wieder ein paar Ausgaben ausgegraben.
Spider-Man Nr. 108 [Panini, Dezember 2012]
Kaum, dass Doctor Octopus im Raft untergebracht ist, droht auch schon die nächste Gefahr. Denn die Nachricht, dass sich Morbius erneut im Labor 6 von Horizon einquartiert hat, sorgt für Unfrieden zwischen den Mitarbeitern von Max Modell. Aber es gibt noch ein weiteres Problem. Denn offensichtlich hat sich jemand der Leiche von Billy Connors bemächtigt. Als Spider-Man, von Carly informiert, am Ort des Verbrechens auftaucht und die Beschreibung des täter zu hören bekommt, ist ihm klar, wer dahinter steckt. Michael Morbius. Doch dieser hat den Jungen aus einem ganz bestimmten Grund zu sich geholt. Mit der DNA von Billy, will er seinen Vater, Dr. Curt Connors wieder umwandeln. Doch Michael weiß nicht, was er damit heraufbeschwört …
Das letzte Mal, dass die Echse Spider-Man in Atem gehalten hat, ist noch gar nicht so lange her. Und damals hatte es zur Folge, dass die Verwandlung, oder auch Weiterentwicklung dazu führte, dass nur noch die Echse übrig blieb. Die Seele von Dr. Connors war verschwunden und so greift Slott diesen Handlungsfaden erneut auf. Und auch Morbius wünscht sich, durch die Rückverwandlung von der Echse, dass sein Schicksal abgewendet werden kann. Mit diesen beiden, fast identischen Figuren baut Slott einen spannenden Vierteiler auf, der vor allem, aber nicht nur, langjährigen Spider-Man-Fans gefallen wird. Viele frühere Geschehnisse werden mit eingebunden und es wird ein Faden gewoben, der weit in die Zukunft zu reichen scheint.
Für die Zeichnungen ist erneut Giuseppe Camuncoli verantwortlich und auch diesmal hat er wieder Klaus Janson an seiner Seite. Zum Glück aber nicht komplett. Denn immer wieder einmal greift auch Camuncoli zum Tuschestift. Doch in den Passagen wo Janson tuscht sehen die Figuren seltsam apathisch aus und wirken geistig abwesend, was sich vor allem durch einen leeren Blick äußert. Dafür sehen die Echsenwesen umso besser aus. Dennoch stört es dadurch den Lesefluss merklich, da man immer wieder an den glasigen Augen der Figuren „hängenbleibt“.
FAZIT:
Ein spannender Vierteiler mit viel Action und Drama, sowie ein paar kleinen Schockmomenten. Sowohl handlungstechnisch als auch emotional. Denn es werden auch ein paar „Nebensächlichkeiten“ offenbart, die zukunftsträchtig sind. So macht es zumindest den Anschein. Und das gefällt mir persönlich sehr gut. Hinzu kommt eine kleine Bonusgeschichte mit den ewig undankbaren New Yorkern, die sich über Spider-Mans Hilfe so überhaupt nicht freuen können.
Spider-Man Nr. 109 [Panini, Dezember 2012]
Mit einem Experiment fing alles an. Damals wurde aus dem unscheinbaren Peter Parker, der erstaunliche Spider-Man. Und auch diesmal beginnt alles mit einem Experiment, und erneut ist Peter Parker anwesend. Doch diesmal trifft nicht ihn die alles verändernde Kraft, sondern Andy Maguire. Auch er ist ein unscheinbarer Junge. Aber anders als Peter damals ist er weder hochintelligent, noch ein Sport-As. Seine Noten sind durchschnittlich, er ist weder sportlich, noch gut aussehend. Genaugenommen ist Andy, Nichts! Bis zu diesem Tag, denn danach ist Andy Alpha! Der Junge mit den mächtigsten Kräften des Planeten. Schon alleine dadurch könnte Andy zu einer Gefahr werden, doch auch seine Persönlichkeit zeigt, dass New York und die Welt, es hier mit einer wirklichen Gefahr zu tun bekommt …
Ein unreifer Teenager mit einer Macht, der er nicht gewachsen ist. Das Thema an sich ist bereits bekannt, und hier zeigt Slott eindringlich, was zum einen aus Peter Parker hätte werden können, wenn er nicht seine fürsorglichen „Eltern“ Tante May und Onkel Ben gehabt hätte, als auch wie sehr Peter sich alle seine Taten zu Herzen nimmt. Auch nach all den Jahren schafft es Peter noch immer nicht, loszulassen. Die Schuld immer und stetig bei sich zu suchen, auch dann, wenn er nichts dafür kann. Das ist sowohl märtyrerisch, als auch egoistisch. Und von diesem Punkt aus hat man den Wandkrabbler eigentlich selten gesehen. Das Er immer und alles auf sich lädt ist normal, aber die in diesem Abenteuer geschilderte Egomanie, wirkt fast schon befremdlich, und dennoch faszinierend.
Zu einer so dynamischen Geschichte gehören natürlich auch dynamische Bilder. Und wer aus der Riege der Netzkopf-Zeichner wäre da besser geeignet, als Humberto Ramos. Im obliegt es, den Sidekick an Spider-Mans Seite so zwiespältig zu präsentieren. Denn einerseits ist Andy ein Typ Mensch, der einem leid tut. Mit seinen hängenden Schultern und dem melancholischen Blick wirkt er Hilfe suchend. Als dann jedoch die Transformation zum Helden vonstattengeht, wird aus ihm ein arroganter Schnösel, mit fiesem Blick und herausfordernder Körperhaltung. Hier zeigt Ramos sein wahres Können.
FAZIT:
Fantastisches Artwork trifft auf geniale Geschichte. Zwar ist es mit diesem Dreiteiler rund um Alpha auch erst einmal wieder vorbei, aber ich denke der Junge hat Potenzial. Wenn er denn lernt, mit seinen Kräften umzugehen. Doch ob und wann Andy wieder auftaucht, obliegt wohl dem Herrn Slott und seinen Launen, oder Marvel, wenn sie denn mal wieder einen Umbruch benötigen, um dem schwächelnden Comicmarkt einen Schub zu geben. Aber ob Alpha solch eine Macht besitzt, daran zweifle sogar ich.
Marvel Super Heroes Magazin Nr. 1 [Panini, August/September 2011]
Loki hat es wieder einmal auf die Avengers abgesehen. Und dieses Mal hat er sich eine Gruppe von Superschurken zur Unterstützung geholt. Anfangs scheint Lokis Plan auch sehr gut aufzugehen. Ein Avenger nach dem anderen fällt. Aber Captain America hat einen Plan und versucht, diesen auch konsequent durchzuziehen …
Bei den Avengers sind neben Captain America, Iron Man, Spider-Man, Wolverine und Hulk auch ein paar weniger typische Heldenkollegen an Bord. Storm und Giant Girl zum Beispiel. Gleiches gilt für die gegnerische Seite. Denn wenn man von Loki, Juggernaut und dem Wrecker absieht, ist der Rest mit Vapor, X-Ray, Vector und Ironclad eher hinterste Bankreihe. Wieso und weshalb, das kann am Ende wohl nur Autor Tony Bedard erklären. Gleiches gilt in ähnlichem Maße für das Artwork. Denn über ein zweckdienlich kommt dieses nicht heraus. Man merkt hier, dass Marvels Adventure Comics verheizt werden. Manchmal können diese Geschichten echte kleine Perlen beinhalten, aber oftmals sind sie einfach nur „kindgerechte“ Abenteuer, und mehr nicht.
FAZIT:
Schwache Geschichte mit genauso schwachen Zeichnungen. Selbst für die Kleinsten nur bedingt interessant, da auch eine Lektion mit dem Holzhammer vermittelt wird. Mit dem beiliegenden Extra hat sich Panini ebenfalls nicht mit Ruhm bekleckert. Denn „22 coole Action Sticker“ wirken eher billig als kaufanregend. Und das sage ich als Vater zweier Kinder, der inzwischen weiß, was Kinder reizt. Auch wenn Aufkleber genaugenommen besser sind, als jegliche Schusswaffe, die üblicherweise beiliegen.
Spider-Man & The Avengers (10) (Spider-Man: Das Ende der Welt & Avengers: Das offizielle Film-Special)
Diesmal gibt es den bereits angesprochenen Abstecher ans Ende der Welt, und das Filmmagazin zum Avengers-Kino-Hit.
Spider-Man: Das Ende der Welt [Panini, März 2013]
Die letzten Tage von Doctor Octopus sind angebrochen. Doch so einfach, und vor allem sang- und klanglos, will der Schurke und langjährige Gegner von Spider-Man nicht abtreten. Stattdessen will er sich selbst ein Denkmal setzen. Der Öffentlichkeit will er sich dabei als großer Held und Gönner zeigen, indem er der Welt weismacht, dass mit seiner neuen Technik, die gesamte Menschheit gerettet werden kann. Und es scheint auch zu funktionieren. Sämtliche Staaten der Erde vertrauen dem „ehemaligen“ Bösewicht und stellen ihm sogar Mittel zur Verfügung um sein Vorhaben umzusetzen. Nur Spider-Man traut seinem Erzfeind nicht über den Weg. Wie sich zeigt, auch zu recht. Denn insgeheim will Doc Ock „nur“ 99,92% der Erdbevölkerung auslöschen, damit die restlichen 0,08 % sich an ihn als den gefährlichsten Menschen der Welt erinnern. Aber er hat seine Pläne ohne Spider-Man gemacht. So denkt zumindest Peter Parker, alias Spider-Man und fährt sein gesamtes Arsenal an technischen Erfindungen auf, die er seit seinem Beginn bei Horizon entwickelt hat. Doch der Doctor hat für alles einen Konter anzubieten. Und so droht trotz des unermüdlichen Kampfgeistes Spider-Mans alles dem Untergang geweiht …
Spider-Man hat es wirklich nicht leicht. Erst Fear Itself, ein Event, welches die Angst in das Marvel Universum brachte, dann Spider-Island, wo fast alle New Yorker Spinnenkräfte bekamen und durchdrehten, danach dann Avengers versus X-Men in dem es auch für den Netzschwinger ziemlich haarig und wurde und nun auch noch das Ende der Welt. Eigentlich lief es für Peter in den letzten Monaten richtig gut. Wenn man einmal davon absieht, dass ihn seine Freundin Carly verlassen hat, nachdem sie herausgefunden hat, dass er Spider-Man ist. Und die Tatsache, dass sein tot geglaubter Klon Kaine noch am Leben ist und nun sein eigenes Leben zu leben versucht. Oder das Jonah nach wie vor tierisch sauer auf den Wandkrabbler ist. Ganz zu schweigen davon, dass mit Morbius einer von Spideys langjährigen Gegnern auch noch bei Horizon arbeitet. Also wenn man es genau nimmt, lief in den letzten Wochen eigentlich vieles schief. Aber das, wo ihn Dan Slott jetzt hineinjagt, ist echt heftig. Einen Kampf auf Leben und Tod um die Zukunft der Menschheit. Das ist selbst für Spider-Man-Verhältnisse ein dicker Brocken. Und erst recht dann, wenn der Gegner diesmal gegen alles gewappnet zu sein scheint. Doch Slott weiß, wie man einen guten Thriller erzählt. Er baut die Spannung von Kapitel zu Kapitel weiter auf. Immer wohldosiert und ohne dabei Längen in der Erzählstruktur zu erzeugen. Auch Spideys Kollegen, die Rächer, sind dabei involviert und selbst auf alte Bekannte, wie Silver Sable greift er erneut zurück. Diese Dame durfte bereits in Ausgabe 106 der Heftserie einen kurzen Auftritt für sich verbuchen. Slott scheint ein Faible für die heldenhaften Damen des Marvel Universums zu haben. Denn wie sollte man sich sonst seine Teamzusammenstellung in Form von Silver Sable und der Black Widow erklären, die Seite an Seite mit Spider-Man das drohende Chaos verhindern sollen.
Zeichnerisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Mit Humberto Ramos und Giuseppe Camuncoli sind die Stammzeichner der Hauptserie Amazing Spider-Man mit an Bord und leisten beide sehr gute Arbeit. Vor allem auch, weil diesmal kein Klaus Janson an den Tuschestift durfte. Nicht, dass ich etwas gegen Janson hätte. Mit Frank Miller zusammen hat er wahre Kunstwerke geschaffen und auch John Romita Jr. ist ein idealer Partner für ihn. Bei Zeichnern wie Camuncoli hingegen harmoniert sein Strich nicht so ideal. Des weiteren sind auch noch Tony Silas und Matthew Clark mit am Zeichenbrett und für die Umsetzung eines One-Shots, in dem Helden aus verschiedenen Teilen der Welt ihre Abenteuer erzählen, sowie dem Prolog zu Das Ende der Welt in dem die Nachwirkungen erzählt werden, verantwortlich. Diese sind insgesamt auch in Ordnung, kommen aber an die Klasse von Ramos und Camuncoli leider nicht heran. Aber zum Glück stören sie das Gesamtbild im Artwork des Bandes auch nicht.
FAZIT:
Ein wirklich toller Band, mit sehr viel Action und einem Spider-Man, der trotz aller Dramatik und drohenden Gefahr immer wieder in sich kehrt und nachdenkt. Sowohl über die Möglichkeiten um Doctor Octopus zu bekämpfen, als auch über die eigenen Fehler, die er im Laufe seiner Karriere gemacht hat. Zusammen mit den tollen Zeichnungen ergibt sich ein gelungenes Abenteuer, dass auch durch die Beziehung zwischen Doc Ock und Spider-Man noch einiges an Gewicht bekommt. Und für 20 Euro bekommt der Leser auch noch fast 200 Seiten bester Spider-Man-Action. Was will der geneigte Leser und Fan des Wandkrabblers mehr.
Eine kleine Anmerkung, sei mir zu diesem band am Rande noch gestattet. Weil viele Händler davon ausgingen, dass dieser Band nur Nachdrucke enthalten würde, gab es nicht so viele Vorbestellungen. Daraufhin hat Panini nicht so viele Ausgaben, wie sonst üblich, produzieren lassen. Dies führt inzwischen dazu, dass der Band auch auf Ebay nur noch für horrende Summen die Besitzer wechselt. Manchmal sollte man sich eben doch vorher besser informieren.
Avengers – Das offizielle Film-Special [Panini, Mai 2012]
Die Avengers sind das größte Team an Helden, dass die Welt aktuell besitzt. Darum sind auch eine ganze Menge an Schurkenorganisationen an Infos über die Zusammenstellung des Teams interessiert. Deshalb ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass SHIELD Besuch bekommt, um eben diese Infos zu stehlen. Doch der Dieb hat die Rechnung ohne Natasha Romanov, die Black Widow gemacht …
Erneut bringt Panini ein Sonderheft zu einem startenden Marvel-Film auf den Markt. Und ebenfalls erneut sind für die Umsetzung der Comicgeschichte Fred Van Lente und Ron Lim verantwortlich. Auch diesmal ist die Geschichte eher zweitrangig. Dient sie doch lediglich dazu, die Helden vorzustellen und gewisse Eigenschaften derer hervorzuheben. Visuell hat sich dagegen Ron Lim wieder sehr viel Mühe gegeben. Sein Stil passt einfach ideal zur realistischen Darstellung der Filmfiguren und deren Darsteller.
FAZIT:
Wenn man sich die gesamte Aufmachung des Magazins ansieht, erkennt man deutlich, wer das angestrebte Zielpublikum ist. Untermauert wird dies durch ein Spielzeugextra, in Form eines Bogens, des Avengers Hawkeye. Doch die Kiddies sind nicht die Einzigen, die Panini hiermit erreichen will. Auch die Fans des Filmes sollen mit reichlich Zusatzinfos begeistert werden. Unterm Strich bleiben schlussendlich nur ein nettes Goodie für Filmfans und ein nicht ganz ungefährliches Spielzeug für die Kinder.
Spider-Man & The Avengers (9) (Spider-Man 106-107 & Captain America: Offizielles Film-Special)
Weiter geht es heute mit den nächsten beiden Spider-Man Heftausgaben, sowie dem Magazin zum Captain America Kinofilm.
Spider-Man Nr. 106 [Panini, Februar 2013]
Nur noch wenige Stunden trennen Spider-Man davon, das Ende von New York mitzuerleben. Doch egal, was er tut, es ändert nichts an der Situation. Menschen retten, Bomben entschärfen, Räuber aufhalten und noch vieles mehr. Nichts davon hat Auswirkungen auf die drohende Zukunft …
Aber es gibt auch noch andere Probleme. Der mysteriöse Mitarbeiter aus Labor Nummer 6 in den Horizon Labs bringt Max‘ Mitarbeiter immer mehr zum tuscheln. Allen voran Peter und den jungen Uatu. Ein kleines, minderjähriges Genie. Was Peter aber nicht ahnt, als er sich verkleidet als Spider-Man auf Nachforschungstour begibt, ist das mit Michael Morbius ein alter Bekannter dort auf ihn wartet …
Das Abenteuer um die Zeitreise geht weiter und bringt erneut Dramatik mit. Auch wenn das Finale eher unfreiwillig komisch, als logisch ist, macht es dennoch einen Riesenspaß. Ähnlich ist es mit der Geschichte um Morbius. Hier ist zwar nicht Slott der Autor, aber auch Christopher Yost weiß, wie man gute Geschichten schreibt. Trotz der guten Bilder von Matthew Clark, der Morbius-Geschichte gefällt mir persönlich Humberto Ramos besser. Seine Bilder sind einfach wesentlich dynamischer. Vor allem im direkten visuellen Vergleich. Dennoch leistet Clark gute Arbeit.
FAZIT:
Ein ordentliches und witziges Finale, plus eine tolle Geschichte um einen alten Bekannten von Spidey. Mehr braucht es diesmal nicht, um ein Heft mit spannenden Geschichten zu füllen. Einzig der sonst so typische Spider-Man-Humor bleibt ein wenig auf der Strecke.
Spider-Man Nr. 107 [Panini, März 2013]
Doctor Octopus hat weiterhin nur Blödsinn im Kopf. Und diesmal bringt er damit John Jameson, der für Horizon im Weltall unterwegs ist, in Gefahr. Denn dort haben eine ganze Menge seiner Octobots die gesamte Crew der Raumstation in ihre Gewalt bekommen, während John außerhalb unterwegs war. Dummerweise war genau zu diesem Zeitpunkt auch Jonah in der Kommandozentrale von Horizon dabei, als das Unglück passierte. Und noch jemand war anwesend. Peter Parker, alias Spider-Man. Der macht sich daraufhin natürlich sofort auf den Weg, um John zu helfen. Aber nicht ohne vorher bei den Fantastischen Vier vorbeizuschauen, und einen alten Freund einzuladen. Doch Johnny Storm, alias die Fackel, hat irgendwie so gar keine Lust dazu.
Das ist genau das, was die angeknacksten Beziehungen von Spider-Man brauchen. Sowohl die zu Jonah Jameson (okay, die war noch nie besonders gut), zu seinem Chef Max Modell und zu Johnny Storm, der ja bis vor kurzem als tot galt. Slott und Yost präsentieren ein fast schon klassisches Spider-Man-Abenteuer, wie aus guten alten Zeiten. Bösewicht hier, Heldenpartner da und eine ganze Menge Probleme dazwischen. So muss Superhelden-Action sein. Spannend und unterhaltsam zugleich. Sogar der typische Spider-Man-Humor war wieder in ausreichender Menge dabei. Zeichnerisch durfte erneut Giuseppe Camuncoli an den Bleistift und leistet gewohnt gute Arbeit. Die Tuschearbeiten übernahm der Veteran Klaus Janson, der aber nicht so wirklich zu Camuncolis Stil passt. Sein doch arg kantiger Stil beißt sich in meinen Augen mit dem sehr flinken und dynamischen Strich von Camuncoli. Auch die Gesichter wirken sehr oft starr und abwesend, mit einem beängstigend leeren Blick.
FAZIT:
Ein spannendes Abenteuer, mit fast schon klassischen Anleihen, viel Action und Humor. Nur einige Momente wirken dann doch ein wenig arg unglaubwürdig. Und auch die Zeichnungen fallen diesmal aufgrund der nicht so harmonischen Zusammenarbeit zwischen Giuseppe Camuncoli und Klaus Janson ab. Dennoch bleibt unter dem Strich ein unterhaltsames Abenteuer.
Captain America – Offizielles Film-Special [Panini, August 2011]
Captain America – Der erste Avenger. Er ist der neue Held. Und das bekommt auch Hydra zu spüren, als sie mit ihrem neuen U-Boot einen Frachter angreifen und mit Hilfe des neu entwickelten Thunder-Lance-Torpedos für ziemlich viel Chaos sorgen. Doch sie haben nicht mit Steve Rogers gerechnet. Denn der macht nicht nur die gesamte Mannschaft alleine unschädlich, sondern schafft es dann auch noch, die Basis von Hydra ausfindig zu machen, von der das U-Boot gestartet ist. Aber was ihn dort erwartet, überrascht sogar Captain America …
Passend zum Kinofilm brachte Panini 2011 ein Magazin auf den Markt, in dem eine Comicstory den Helden bereits etwas näher beleuchten sollte. Die Geschichte selber stammt aus der Feder von Fred Van Lente. Wie viele seiner letzten Comics ist auch dieses eher seicht und durchwachsen. Retten kann dieses Chaos eigentlich nur das sehr gute Artwork von Ron Lim. Denn dieser hat sich seit seiner Zeit bei Spider-Man, in den 90er Jahren, immens weiterentwickelt und weiß nun mit einem fantastischen Artwork zu überzeugen. Seine Zeichnungen haben einen etwas skizzenhaften Stil. Mir persönlich gefällt das sehr gut.
FAZIT:
Eine inhaltlich eher maue Ausgabe, die nur durch die Zeichnungen überzeugen kann. Doch zum Glück gibt es ja auch noch die ganzen Hintergrundinfos zum Film. Charakterbiografien, Setfotos und exklusive Produktionsskizzen. Das wertet das Heft dann doch noch ein bisschen auf.













