Deutsche Comics haben keinen Erfolg. Deutsche Horrorcomics verkaufen sich nicht. Deutsche Zombiecomics will keiner lesen. Das ist alles höchstens Undergroundmaterial, aber nichts für den Massenmarkt. Tja, vier sehr flapsige Aussagen, die vor ein paar Jahren vielleicht noch gepasst hätten. Inzwischen sieht das alles schon wieder ganz anders aus. Wobei, als Olivia Vieweg ihre erste Version von „Endzeit“ veröffentlichte, hätten diese Aussagen durchaus noch gepasst, auch wenn der Zwerchfell Verlag damals schon mit „Die Toten“ einige Erfolge feiern konnte. Nun schreiben wir das Jahr 2019, „Endzeit“ hat in einer kompletten Neuüberarbeitung einen neuen Verlag gefunden, wurde bereits verfilmt und startet nun auch in den deutschen Kinos. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte, könnte man meinen …
Da Zeit nach wie vor nicht gerade das ist, wovon ich eine ganze Menge habe, versuche ich mich hier und heute erneut mit dem Review Quickie kurz zu fassen. Diesmal stelle ich euch wieder einmal die aktuellen monatlichen Magazine zu Spider-Man und Lego Batman vor …
Es gibt üble Scheiße.
Es gibt kranke Scheiße. Es gibt verrückte Scheiße. Es gibt geniale
Scheiße. Und es gibt Warren Ellis-Scheiße. Und wer Ellis‘ Arbeiten
kennt, der weiß, dass Ellis-Scheiße eine Art Gütesiegel darstellt
und von allem etwas beinhaltet. Kein Wunder also, dass ich mich am
vergangenen Samstag auf dem Comicpark am Stand vom Dantes Verlag, auf
das Angebot von Josua Dantes für ein Rezensionsexemplar für den
ersten Band von „Gravel“ entschieden habe. Danke noch einmal an
Josua für dieses Angebot, und „Du wirst es sicher nicht bereuen!“,
denn was ich jetzt schon sagen kann ist, dass ich mir mit großer
Sicherheit die Bände zwei und drei bestellen werde. Doch nun erst
einmal zum ersten Band der durchgeknallten Serie rund um den
Kampfmagier William Gravel …
Gravel Band Nr. 1
William Gravel ist ein
ehemalige britischer Elitesoldat. Stabsfeldwebel. Inzwischen arbeitet
er für das SAS. Ein „K“. Zuständig für „Inexistente
Operationen“. Ein Mann für das Grobe. Die Drecksarbeit. Und wenn
etwas schief geht, kennt ihn keiner. Aber Gravel ist weitaus mehr. Er
ist ein Kampfmagier und so gut wie unsterblich. Auf jeden Fall ist er
schon viele Jahrtausende alt. Und wenn man ihn braucht, egal ob
Freund oder Auftraggeber, ist William da und setzt seine „speziellen“
Fähigkeiten ein. Sei es gegen einen Echsendämon, der versucht sich
auf der Erde zu vermehren, eine durchgeknallte Filmfirma für ganz
spezielle Snuff-Filme oder ein mysteriöser Gefangener, der ein
ganzes Gefängnis unter seiner Kontrolle hat. William Gravel hat
immer die richtigen Mittel …
„Gravel“ hat durchaus
Ähnlichkeiten mit anderen Vertretern dieses Genres.
„Transmetropolitan“, „Preacher“ oder „Crossed“ sind nur
einige Titel, bei denen es ähnlich hart und manchmal verstörend
zugeht. Doch anders als inzwischen bei „Crossed“ beispielsweise,
wo man das Gefühl bekommt, dass die Darstellung von Gewalt und Sex
nur noch ein Mittel zum Zweck der Empörung sind und die Geschichten
auf der Strecke bleiben, verhält es sich bei „Gravel“ anders.
Natürlich gibt es auch hier schon auf den ersten Seiten
herumfliegende und abfallende Körperteile, viel nackte Haut und mehr
zu sehen, aber dennoch gibt es nachvollziehbare und logische
Handlungsbögen, die in diesem Band allerdings vorrangig darauf
ausgelegt sind, den Charakter William Gravel vorzustellen und seinen
Status zu festigen, sowie seine Fähigkeiten zu präsentieren.
Dennoch umgibt den Kampfmagier auch nach diesen über 200 Seiten und
jeweils dreiteiligen Miniserien umfassenden Paperback noch genug
Geheimnisse. Gut, bei „Gravel“ gibt es keinerlei „Botschaft“
oder „Moral“, wie sie manchmal in anderen Werken von Ellis
versteckt sind. Auch gibt es keine sichtbare Kritik an der
Gesellschaft oder ähnliches. „Gravel“ dient einzig und allein
der Unterhaltung und Warren Ellis bedient sich vieler Elemente, wie
sie in britischen Anthologien wie „2000A.D.“ zu finden waren.
Die kreativen Köpfe
hinter „Gravel“ sind nicht nur Autor Warren Ellis, sondern auch
Zeichner und Co-Autor Mike Wolfer, die dem Kampfmagier seit November
1999 in Form von mehreren Miniserien und einer 22-teiligen „Ongoing“
immer wieder neues Leben einhauchen. Sind die Zeichnungen in diesem
Band, und den beiden nachfolgenden, noch in Schwarz/Weiß gehalten,
wird es ab dem vierten Band bunt. Doch Farbe braucht es in Band Eins
noch gar nicht. Vielmehr ist es so, dass das Schwarz/Weiß-Artwork,
angereichert mit einigen Graustufen, vollkommend ausreichend ist und
eine ganz eigene Stimmung erzeugt. Natürlich gibt es noch immer die
Skeptiker, die behaupten, dass sich Comics in klassischem
Schwarz/Weiß nicht verkaufen würden, dass es zwingend Farbe
braucht, um erfolgreich zu sein. Und ich sage „Nein!“, es braucht
keine Farbe. Crossed ist bunt und reizt mich weitaus weniger, als
„Gravel“ dazu imstande ist. Und „Nein!“ auch die diversen
Darstellungen von Gewalt und Sex, wobei der Sex hier eher beiläufig
erscheint, benötigen keine Farben. So, wie es derzeit ist, passt das
Ganze sehr gut und Mike Wolfers Zeichnungen sehen in Schwarz/Weiß
einfach atemberaubend gut aus, zumal er auch ein fast schon
klassisches Spiel mit Licht und Schatten beherrscht und dies in seine
Zeichnungen gelungen einbindet. Allerdings muss ich auch zugeben,
dass dies nicht alleine Wolfers Verdienst ist, da Dan Parsons für
die Grautöne zuständig ist und somit einen nicht unerheblichen Teil
zur Stimmung beiträgt. Ebenfalls sehr wichtig, gerade bei Warren
Ellis, ist die Übersetzung, die in im Falle „Gravel“ von Jens R.
Nielsen übernommen wurde. Schon beim Gespräch mit Josua zum
Comicpark waren wir uns einige, dass es nicht so leicht ist, immer
die richtigen deutschen Worte zu finden, wenn man Texte aus dem
Englischen (oder einer anderen Sprache) übersetzt, da vieles nicht
so einfach im Deutschen funktioniert und manchmal, gerade bei
umgangssprachlichen Aussagen, kein adäquates deutsches Pendant
existiert. Und wenn es denn einmal inhaltlich ähnliche Versionen
gibt, ist es immer noch schwierig genug diese so einzubinden, dass
der Lesefluss nicht ins stocken gerät. Beides hat Nielsen hier
prächtig gemeistert.
So, und nun kommen wir zu
dem Punkt, der bereits in der Einleitung zu erkennen ist. Die erste
Ausgabe von „Gravel“ hat mich dermaßen begeistert, dass ich mir
die nächsten beiden bestellen werde. Auch, wenn die Serie keine
leichte Kost ist, und sich am besten in wohldosierten Dosen genießen
lässt, wie auch ein guter Wein oder Whisky, so erzeugen bereits die
ersten Seiten eine gewisse Bindung, die mich zumindest schnell
fasziniert hat. Ich möchte daher gerne wissen, wie es mit William
Gravel weitergeht, welche verrückten Dinge er noch erlebt und wie
verdammt nochmal er es immer schafft, aus allem fast unbeschadet
herauszukommen. Denn ehrlich gesagt, hat er bisher noch nicht
wirklich viel Magie eingesetzt und das alleine birgt meines Erachtens
noch sehr viel Potenzial. Also Josua, meine Bestellung wird definitiv
kommen. Zwar wird die Reihe mit dem voraussichtlich im Juni
erscheinenden siebten Band erst einmal abgeschlossen sein, aber so
weiß man wenigstens, dass einen nicht noch eine weitere unendlich
laufende Ongoing monatlich den Geldbeutel belastet, nur weil man
gerne wissen möchte, wie es weitergeht. Und sollte irgendwann ein
achter Band kommen, ist wenigstens noch ein bisschen Zeit bis dahin.
Und so schließe ich dieses Review mit einem Zitat von Warren Ellis
aus diesem ersten Band, als kleine Anspielung, für alle die den Band
schon gelesen haben. Wer es noch nicht getan hat, sollte es im
Anschluss schnellstens tun. Andernfalls würde euch das Verständnis
dafür fehlen. Also: „Komm damit klar!“
Obwohl momentan mal wieder alles drunter und drüber geht, wie sollte es auch anders sein, versuche ich mal wieder ein Review zu verfassen. Am besten eignen sich dafür ein paar Quickies zu den noch aktuellen Magazinen der Spider-Man und Lego Batman-Reihen, und das am besten noch bevor die neuen Ausgaben im Mai erscheinen …
Aktuell ist er noch relativ erfolgreich im Kino auf der Leinwand zu sehen und deshalb dachte ich, dass es sich lohnen würde heute mal ein „The Lego Movie 2“-Doublefeature zu machen, in dem ich euch die beiden Sonderhefte zum Film von der Blue Ocean Entertainment AG vorstelle. Denn wie schon beim „The Lego Batman“-Movie hat man es sich nicht nehmen lassen, diese Lizenz ordentlich auszuquetschen und den Fans gleich noch ein paar Goodies mitzuliefern. Inwiefern und in welchem Umfang zeigt euch das folgende Review, oder eher die Reviews …
Es gibt Dinge, die faszinieren einen sofort. Und dann denkt man sich so, dass man andere daran teilhaben lassen sollte. So ging es mir mit vielen Dingen in letzter Zeit, aber oftmals war es gerade die Zeit, die dies erschwerte. Und so wollte ich schon lange ein Review zu so vielen dieser Dinge machen, habe es aber immer wieder vor mir hergeschoben, weil andere Dinge wichtiger waren. Aber inzwischen ist die Liste mit Reviewideen so lang geworden, dass ich langsam mal daran denken muss, diese abzuarbeiten. Den Anfang macht die erste Staffel von „Hilda“ einer Animationsserie, die auf den Comics von Luke Pearson basiert, von denen ich euch eine gekürzte Ausgabe bereits im Rahmen der 2017er Gratis Comic Tag-Reviews vorgestellt habe. So war es natürlich ein Muss für mich, die Serie anzusehen und nun ist es hier, das Review zur ersten Staffel …
Hilda (Staffel 1)
Titel: Hilda (Season 1)
Umfang: 13 Folgen (je 24 Minuten)
Erfinder: Luke Pearson
Regie: Andy Coyle
Drehbuch: Stephanie Simpson, Kenny Byerly, Ben Joseph, Luke Pearson
Produzenten: Luke Pearson, Stephanie Simpson, Kurt Mueller, Clint Eland, Paula Rosenthal, Adam Idelson
Produktionsland: Großbritannien, Kanada
Produktionsjahr: 2018
Titelsong: Grimes
Originalsprecher: Bella Ramsey (Hilda), Daisy Haggard (Mum/Johanna), Ameerah Falzon-Ojo (Frida), Oliver Nelson (David), Ilan Galkoff (David/Gesang), Rasmus Hardiker (Alfur), Kaisa Hammarlund (Weitere Rollen), Reece Pockney (Trevor/Weitere Rollen), Simon Greenall (Weitere Rollen), Ako Mitchell (Holzmann/Weitere Rollen), Claire Skinner (Weitere Rollen), Nina Sosanya (Weitere Rollen), Ólafur Darri Ólafsson (Weitere Rollen) Deutsche Sprecher: Carlotta Pahl (Hilda), Stephanie Damare (Johanna/Hildas Mutter), Tim Kreuer (Alfur), Lino Dohse (David), Chloë Lee Constantin (Frida), Oliver Warsitz (Holzmann), Patrick Bach (Rabe)
Erstaufführung: 21. September 2018Weiterlesen →
Das neue Jahr bringt nicht nur eine neue Ausgabe des aktuellen Spider-Man Magazins zur gleichnamigen TV-Serie, sondern auch einen Neu- oder Wiederstart?! Denn fast schon prophetisch muten jetzt meine Zeilen aus dem letzten Review Quickie an, in dem ich die vierte Ausgabe des „The Lego® Batman™ Movie“ reviewt habe und das nach zwei wohl recht erfolgreichen Testläufen als Special mit jeweils zwei Ausgaben, nun als „Das Lego® Batman™ Magazin“ als zweimonatliches Magazin wieder an den Start geht. Da ist es doch wohl klar, dass ich mir die Ausgabe auch gleich angesehen habe. Demnächst folgt dann übrigens noch das Magazin zum „The Lego® Movie 2“ …
Es ist schon eine Weile her, dass ich den fünften Band von Outcast gelesen habe. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, was in dem fünften Band alles geschehen ist. In diesen Fällen mag ich es, wenn es eine Rückblende oder eine Einleitung der bisherigen Ereignisse, kurz und bündig zusammengefasst, gibt. Leider gibt es dies nicht und der Band legt direkt los. Der Klappentext beschreibt sehr gut, was in diesem Band passiert.
„Rome steht vor seiner bisher größten Bedrohung: ein furchtbarer neuer Feind jagt die Outcasts – um jeden Preis. Während sich die Dämonen zum Krieg rüsten, muss Kyle Barnes Verbündete finden und eine Allianz aufbauen. Denn nur so besteht eine Möglichkeit, die Stadt zu retten …“
Ein bisschen Abwechslung schadet nie, und deswegen gibt es zum heutigen Mittwoch ein neues Review Quickie. Und weil es aber nicht mehr so viele Magazine gibt, um diese hier vorzustellen, habe ich neben dem neuen Spider-Man Magazin, welches passend zur aktuell auf dem Disneychannel und Disney XD laufenden TV-Serie erscheint. Ebenfalls passend, aber bereits fast zwei Jahre alt, ist das Lego Batman Movie Magazin, welches zum gleichnamigen Kinofilm erschien. Davon erschienen zwei Ausgaben Anfang 2017 und zwei weitere Ausgaben Anfang 2018. Inzwischen ist das Magazin aber bereits wieder eingestellt. Doch vielleicht kommt ja Anfang 2019 wieder etwas, wer weiß das schon …
Es gibt manchmal Dinge, die dauern einfach ein bisschen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. So habe ich den Band schon vor dem diesjährigen Comicpark zum ersten Mal durchgelesen, und ihn auch extra dann mitgenommen, um ihn mir von Olivia signieren zu lassen. Doch dann, als ich mich kurz darauf daran setzen wollte, um das Review zu schreiben, gab es wieder zu viele andere Dinge zu tun, und zu wenig Zeit, das Review in der dem Band entsprechenden Qualität zu verfassen. Und einfach nur schnell etwas hinschlunzen wollte ich auch nicht. Also habe ich mir den Band kurzerhand einfach noch einmal zur Hand genommen und präsentiere euch nun das längst überfällige Review dazu. Und am Schluss gibt es noch einen Hinweis und die Zeichnung von Olivia in dem Band …