Weitere Comicneuerscheinungen dieser Woche (KW 25) in Deutschland

Neben Panini gibt es noch weitere Verlage die den Markt mit einigen Publikationen bereichern. Hier nun eine kurze Übersicht, was diese Woche erhältlich sein sollte. Die Angaben sind ohne Gewähr, da es zu regionalen Unterschieden kommen kann, was den Liefertag betrifft.

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The Art of Assassin’s Creed IV – Black Flag (Artbook) [Tokyopop, März 2014]

Dominik_AVASeit Beginn der „Assassin’s Creed“ Videospiele zähle ich mich als Fan dazu.

Alle Playstation 3 Spiele haben mich zutiefst jeweils auf ihre Art und Weise in den Bann gezogen.

Auch die „Assassin’s Creed“ Comics aus dem „Splitter“ und „Panini Verlag“, sagen mir alle jeweils sehr zu.

Einzig und allein mit der Romanreihe zu den jeweiligen Spielen von Oliver Bowden tue ich mich schwer. Für meinen Geschmack fehlt in diesen die Tiefgründigkeit und das regelmäßige Kämpfen des Assassinen stört auf Dauer in Form der sich wiederholenden Beschreibungen. Es ist halt ein Roman, aufbauend auf Videospielen, und das unterscheidet sich nun mal zu einem Roman, wie z.B. „Harry Potter“, „Das Gleichgewicht der Welt“ und „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ sowie vielen anderen Romanen.

Aktuell gibt es von „Panini“ „Assassin’s Creed 4: Blackbeard – Das verschollene Logbuch (39.90 Euro)“. Dieses steht durchaus auf meiner Wunschliste, kostet jedoch im Vergleich zum „Assassin’s Creed 4 – Black Flag“ Artbook von Tokyopop (24.95 Euro), wesentlich mehr. Weiterlesen

Weitere Comicneuerscheinungen dieser Woche (KW 20) in Deutschland

Neben Panini gibt es noch weitere Verlage die den Markt mit einigen Publikationen bereichern. Hier nun eine kurze Übersicht, was diese Woche erhältlich sein sollte. Die Angaben sind ohne Gewähr, da es zu regionalen Unterschieden kommen kann, was den Liefertag betrifft.

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Das Feld des Regenbogens [Tokyopop, Oktober 2013]

Erst vor kurzem noch habe ich über ein Werk von Inio Asano berichtet. Haben mich die Solanin-Bände wahrhaftig überzeugen und begeistern können, so sieht es bei dem Manga „Das Feld des Regenbogens“ schon ganz anders aus.

Das Feld des Regenbogens

„Das Feld des Regenbogens“ erzählt eine sehr verwirrende Geschichte, die den Leser wahrlich sehr beansprucht. Mehrschichtige Handlungs ebenen, verwirrende Zeitsprünge, sowie die nicht lineare Erzähltechnik des Manga, fordern den Leser ungemein.
Im folgenden kurz der Klappentext:

Das Feld des Regenbogens ist sagenumwoben. Dort kreuzen sich Vergangenheit und Gegenwart verstörter Grundschulkameraden: Gerüchte zwischen den Kindern, das Ungeheuer im Tunnel, Familiengeheimnisse, eine Schmetterlingsexplosion. Die Apokalypse eines neuen Zeitalters, bei der sich die unterschiedlichen Fäden ineinander verknoten und zusammenfügen.

Für dich – die Memme, für dich – den Faulenzer, für dich – den Lügner, für dich – den Angsthasen.

Suzuki hat es nicht leicht. Seine Eltern interessieren sich nicht wirklich für ihn, zu anderen Jugendlichen hat er kaum Kontakt und so ist er von Grund auf zynisch und unglücklich. Komatsuzaki ist ein gewalttätiger Schlägertyp, den seine Traumata dazu treiben, sich sehr merkwürdig zu verhalten. Arakawa ist ein ernsthaftes Mädchen, das für Komatsuzaki schwärmt, ihn aber nie wird haben können.

Diese und andere Figuren wirft Inio Asano in eine über zehn Jahre währende dunkle Geschichte voller Traurigkeit und Wut.

Schmetterlingsexplosion

Schmetterlingsexplosion

Womit soll ich beginnen?

Fange ich mal mit den Zeichnungen an, diese haben mir nämlich wieder sehr gut gefallen.

Die Zeichnungen sind ähnlich genial wie die von Solanin. Wieder sind die Zeichnungen auf einem sehr hohem Niveau gehalten. Dabei sind die Charaktere wie die Umgebung stets realistisch dargestellt. Auch die Proportionen der einzelnen Figuren sind der Realität entsprechend. Während ich bei Solanin bereits angemerkt hatte, dass einige Zeichnungen sehr realistisch dargestellt sind bzw. mit dem Computer dementsprechend bearbeitet wurden, so hat es den Anschein das auch in diesem Manga einige wenige Bilder dementsprechend realistisch wirken. So gibt es in diesem Manga ein Bild, wo das Gras so echt aussieht, als ob es fotografiert und passend für den Manga bearbeitet wurde. Dieser Kniff wirkte auf mich in Solanin noch etwas befremdlich, aber in diesem Manga passt er umso besser. Weitaus weniger dieser realitätsbezogen Kniffe findet man hier als noch bei Solanin. In einer Szene hängt ein Protagonist am Fenster, und die Bäume sehen beinahe wie echt aus. Wie dem auch sei, mir gefallen diese Zeichnungen sehr gut, sie passen zur Geschichte und geben dieser den richtigen Schliff. Von meiner Seite gibt es an den Zeichnungen nichts zu bemängeln.

Für 14 Euro bekommt der Leser auf rund 306 Seiten eine an sich abgeschlossene Geschichte zu lesen.
Die Aufmachung ist in Tokyopop typischer Manga Qualität, auch hier gibt es von mir keinerlei Beanstandung.

Was wollen sie?

Was wollen sie?

Im folgenden möchte ich versuchen, wieso ich mich mit diesem Werk so schwer getan habe.
Ich würde einfach mal sagen, es liegt an der Story.

Diese ist wirklich sehr verwirrend. Von Beginn an wird der Leser bereits auf den ersten Seiten irgendwie nicht so recht an die Hand genommen. Dieses Gefühl, was am Anfang aufkommt, zieht sich dann dementsprechend durch den gesamten Band. Die Hauptprotagonisten werden dem Leser nicht tiefgründig vorgestellt. Ich habe es nicht geschafft, zu einem der Hauptcharaktere eine leserliche Beziehung aufzubauen. Ich konnte mich in keinen der Charaktere so richtig hineinversetzen. Das mag zum einen daran liegen, dass man jeweils nur ein paar Seiten mit den Charakteren unterwegs ist, ehe ein Zeitsprung erfolgt und die Charaktere wieder Kinder sind. Stellenweise fiel es mir schwer zu unterscheiden, ob ich mich gerade in der Gegenwart oder der Vergangenheit befinde. Diese Zeitsprünge folgen teilweise von Seite zu Seite, so dass es dem Leser nicht unbedingt leicht fällt, in diesem Wirrwarr einen roten Faden zu entdecken. Und auch zum Schluss der Geschichte konnte ich irgendwie kein befriedigendes Gefühl erhaschen. Der Manga hat sich von vorne bis hinten gleichmäßig spannend gelesen. Sicherlich gab es kleine Höhen und tiefen, aber im groben und ganzen blieb das Spannungsniveau recht stabil in der mittleren Ebene.
Sehr verwirrend ist durchgehend der Tunnel in dem angeblich ein Ungeheuer lauern soll. Ebenso verwirrend sind diese Schmetterlinge die durchgehend immer mal wieder vermehrt auftauchen.
Ich möchte diesen Manga nicht schlecht dar stehen lassen, ich glaube ich müsste dieses Werk mehrmals lesen um diesen Gerecht zu werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man erst nach mehrmaligen Lesen dieses Werkes die Feinheiten und dementsprechend die Story versteht. Ich habe diesen Band nur einmalig gelesen und zum Ende hin war ich mehr verwirrt und auch enttäuscht als zufrieden.

Was dieses Werk für mich umso schwieriger zu lesen gemacht hat, ist der vermehrte Einbezug von übernatürlichen Ereignissen. Dieser Mystery Einfluss nimmt im Laufe des Bandes immer mehr zu.
Ich glaube, mir war dieser Band eine zu anspruchsvolle Kost. Ich habe ihn wohl noch nicht richtig verdaut, vielleicht beim zweiten Gang.

Im Internet gibt es zu diesem Werk unterschiedliche Kritiken und Reviews.
Eins haben beinahe alle jedoch gemeinsam:
Inio Asano schreibt mit „Das Feld des Regenbogens“ wahrhaftig ein Werk für Erwachsene Manga Leser. Für Leser die gefordert werden möchten fernab vom typischen Mainstream.

Realitätsbezogene Zeichnungen, fast wie echt die Wiese...

Realitätsbezogene Zeichnungen, fast wie echt die Wiese…

Dominik_AVADieser Band ist dermaßen komplex, dass es beinahe unmöglich ist Story technisch alle Ereignisse zu beleuchten. Für all diejenigen, die Inio Asano und seine Werke bereits kennen und Wissen wie sein Schreibstil ist, dem sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt. Für Inio Asano Einsteiger ist dieses Werk meinem Empfinden nach überhaupt nicht geeignet. Solanin ist dementsprechend ein wesentlich leichter zu durchblickendes Werk als dieses. Für Einsteiger sei Solanin empfohlen.
Ob ich nun nach diesem Werk von weiteren Manga Bänden von Inio Asano eher abgeschreckt bin oder nicht, das kann ich ehrlich gesagt gar nicht so richtig sagen…

Dieses Werk ist in jedem gut sortierten Buchladen erhältlich, oder direkt bei Amazon bestellen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Tokyopop & Inio Asano

Solanin #1 und #2 [Tokyopop, April/Juli 2013]

Heute möchte ich euch eine interessante Entdeckung meinerseits vorstellen:
Solanin wurde mir von Freunden empfohlen, die eigentlich keine Manga oder Comics lesen.
Allein aus diesem Grund war ich neugierig. Es kommt wie es kommen muss, ich habe mir beide Bände zugelegt und möchte nun darüber berichten.

Solanin Band 1 und Band 2

Solanin Band 1 und Band 2

Klappentext:

Meiko und Taneda sind ein junges Pärchen, das in seinen eintönigen Bürojobs versauert und eines Tages beschließt, alles anders zu machen. Kein Job? Neuer Job? Besserer Job? Keine Beziehung? Neue Beziehung? Bessere Beziehung? Meiko und Taneda müssen sich quälenden Fragen stellen, deren Antworten sie in eine ungewisse Zukunft führen.
Eine Geschichte über folgenschwere Entscheidungen und die Gewissheit, dass das Leben keinen Reset – Knopf hat.

Wenn man erst einmal im Beruf steht und sich die gewohnte Routine eingeschlichen hat, könnte man sich fragen: Was wäre wenn ich alles anders gemacht hätte? Würde ich dann ein anderer Mensch sein? Würde mein Leben völlig anders sein? Ist man im Leben glücklich mit einem Job? Möchte ich jetzt bis an mein Lebensende arbeiten? In diesem Manga geht es um die ernüchternde Realität. Fragen, die junge Leute im Arbeitsleben bewegen, was wäre wenn?
Dementsprechend dürfte ich persönlich, ebenso wie meine Freunde, die mir diese Manga Bände empfohlen haben, die Zielgruppe darstellen.

Taneda und Meiko leben in einer gemeinsamen Wohnung. Seit ein paar Jahren sind sie bereits ein Paar. Schule und Ausbildung sind soweit abgeschlossen, das Leben läuft. Taneda und Meiko funktionieren im japanischen System. Mitten In Tokio schlagen die beiden sich durch das Leben. Ihre Beziehung läuft auch wie gewohnt dahin. Alles geht den gewohnten Trott, bis Meiko aus heiterem Himmel ihren Job kündigt. Taneda hat ein paar Minijobs und spielt in einer Band. Meiko versucht derweil von ihrem gesparten Einkommen das Leben zu genießen. Was ist das Ziel des Lebens? Was kann man mit so viel Freizeit eigentlich alles anfangen? Und ganz nebenbei scheint ihre Beziehung auseinander zugehen…

Ein Feuerwerk

Ein Feuerwerk

Die Story ist wirklich gut beschrieben. Sie ist in sich schlüssig, so wie es das Leben schreibt.
Ähnlich wie das Leben von Meiko und Taneda dümpelt der Manga vor sich hin. Der Leser spürt förmlich durchgehend dieses eintönige, beinahe langweilige Leben von Meiko und Taneda. Es passiert zwar einiges, was auch durchaus spannend ist, aber dennoch hatte ich das Gefühl, wie im richtigen Leben auch, dass eine gewisse Routine aufkommt. Erst zum Schluss des ersten Bandes kommt ein absolut genialer Cliffhanger, der es wirklich in sich hat! Ganz im Ernst, danach muss man sofort den zweiten Band lesen, und ohne zu viel zu verraten, zu Beginn des zweiten Bandes wird der Leser in Sicherheit gewogen. Erst nach und nach wird dem Leser dann die bittere Realität klar und deutlich! Das ist richtig gut gemacht. Und wenn man dann diese bittere Realität akzeptiert hat geht es darum mit den Charakteren, allem voran Meiko, ein neues Leben zu beginnen. Musik ist ein zentrales Hobby von Taneda und auch Meiko. Wer schon mal in einer Band gespielt hat, kann sich sicherlich vorstellen, wie wichtig einem Musik sein kann. Das Thema rund um die Band wird durchgehend aufgegriffen und spielt eine zentrale Rolle bis zum Schluss von Solanin.

Die Story hat mir richtig gut gefallen, ja sie regt zum nachdenken über das eigene Leben an. Dennoch, das letzte I – Tüpfelchen für einen absoluten Hit fehlt mir irgendwie. Keine Frage, die beiden Bände sind Geschmackssache, ich bin sehr zufrieden damit, aber am Ende auch leicht durcheinander. Es ist keine Story, die danach einfach so aus dem Kopf verschwindet. Für mich hat einfach dieses absolute „Wow“ Gefühl gefehlt.

Realitätsnahe Zeichnungen

Realitätsnahe Zeichnungen

Was kann ich zu den Zeichnungen sagen?
Inio Asano seine Zeichnungen sind für einen Manga auf einem sehr hohem Niveau. Weitestgehend realistisch dargestellt sind seine Charaktere. Zwischendurch gibt es immer wieder mal ein paar Slapstick Einlagen die die jeweilige Situation gut darstellen. Zeichnerisch sind diese dann durchaus etwas albern dargestellt, was aber eher ernüchternd und durchaus lustig wirken mag auf den jeweiligen Leser. So kann es vorkommen, dass die Bandmitglieder Strohhalme in der Nase haben, oder ein Vogel jemanden auf den Kopf macht…

Ich hatte das Gefühl, dass einige Zeichnungen Bilder sind, die bearbeitet wurden. Damit meine ich Fotos, die mit einem Computerprogramm dementsprechend angepasst wurden. Das lässt das Wasser des Flusses so dermaßen realistisch wirken, auch einige Häuser wirken dementsprechend realistisch. Dieser Kniff wirkt anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber nicht weiter tragisch. Im späteren Verlauf fällt es beinahe gar nicht mehr auf, der Leser hat sich daran gewöhnt.
Die Proportionen der Charaktere sind der japanischen Realität entsprechend. Hier gibt es keine Frauen mit „riesigen“ Brüsten.

Beide Bänden haben zusammen 28 Kapitel, doch wurde diesen keine Überschrift gegeben. Es hat den Anschein, dass diese einfach den jeweiligen Abschnitten der Handlung dienen.

Dominik_AVAFAZIT:

Ich kann diese Manga eigentlich uneingeschränkt empfehlen. Wie gesagt, für mich fehlte das letzte i-Tüpfelchen für einen absolut perfekten Manga. Es ist und bleibt ja auch Geschmackssache, aber die definierte Zielgruppe sollte allenfalls ein Auge riskieren. Wer sich natürlich überhaupt nicht mit Geschichten über die Realität und den Alltag identifizieren kann, der wird es mit diesen Bänden schwer haben.

Ich werde weitere Werke von Inio Asano im Blick behalten. Neugierig bin ich jedenfalls.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2013 Tokyopop

Diese beiden Manga Bände können in jeder gut sortierten Buchhandlung oder auch bei Amazon bestellt werden.

„Solanin 01“ bei Amazon bestellen.
„Solanin 02“ bei Amazon bestellen.

Manga Mashup! (1)

Heute präsentiere ich euch eine weitere Review-Rubrik. Hier werde ich alle Manga-Kurzreviews sammeln. Klein aber fein sozusagen und trotzdem gehaltvoll. Bunt gemischt von Comedy, über Mystery zu Crime, dabei die Action nicht vergessen und weiter zur Fantasy bis hin zur Romance. Alles soll dabei sein und nix ist unmöglich.

Manga Mashup Small

The Ring Nr. 4: Ring 2 [Egmont Manga & Anime, November 2004]

Sadako fordert immer neue Opfer. Rei Asakawa und ihr Ex-Mann unternehmen daher alles, um den Leichnam des jungen Mädchens zu finden, in der Hoffnung so den Fluch einzudämmen. Doch selbst nachdem Sadakos Überreste gefunden sind, hören die mysteriösen Tode nicht auf. Noch seltsamer ist jedoch, der Todeszeitpunkt von Sadako. Denn obwohl sie vor fast 30 Jahren von ihrem Peiniger in dem Brunnen, der ihr Grab werden sollte, eingesperrt wurde, starb sie erst vor wenigen Jahren. Wie konnte sie so lange überleben und was hat dies aus dem verzweifelten Kind gemacht …?

Dieser Band erzählt zu Teilen die Handlung des zweiten Filmes nach, beginnt dann jedoch diese weiterzuerzählen. Es wird versucht Aspekte und Ideen offenzulegen, was und wie Sadako und der Fluch entstanden sind und wie sie auf Menschen wirken. Doch leider passiert dies sehr stückhaft und mit wirren Zeitsprüngen. Oftmals geschieht es, dass man als Leser nicht weiß, wo man sich gerade zeitlinientechnisch befindet. Dadurch geht sehr viel vom Lesespaß verloren.
Hinzu kommen nicht immer gelungene Zeichnungen. Das gesamte Artwork ist Manga-Durchschnitt mit einem auffällig hohen Einsatz von Rasterfolien. Ebenso durchschnittlich ist das Charakterdesign. Es fällt gelegentlich sogar schwer, die Figuren wiederzuerkennen. Einzig Gebäude und Landschaften sehen sehr gut aus. Aber davon alleine kann eine Comicgeschichte nicht leben.

FAZIT:

Auch als großer Fan der Ring-Filmreihe werde ich nicht so richtig warm mit diesem Manga. Es stellt sich weder das wohlige Kribbeln noch ein leichtes Gruselgefühl beim Lesen ein. Alles was die Filme ausmachen, fehlt hier komplett. Daher ist der Manga in meinen Augen selbst für Fans kaum einen Blick oder eine Anschaffung wert.

Yotsuba&! Nr. 5 [Tokyopop, Juli 2008]

Mit Yotsuba gibt es viel zu erleben. Diesmal lernt sie Danbo den Kartobot und auch Yanda, den Schüler ihres Vaters, kennen. Sie hilft den Nachbarn, Familie Ayase im Haushalt, schaut sich mit Ena, Fuuka ihrem Vater und Jumbo die glitzernden Sterne am Nachthimmel an. Aber auch im Regen einkaufen mit ihrem Vater, kann zu einem Abenteuer werden. Und wenn es nur darum geht, ausgeliehene DVDs zurückzugeben. Als es dann am nächsten Tag wieder schön sonnig ist, fahren sie mit Ena und Fuuka an den Strand um die letzten Sommertage auszukosten, und erleben dort auch aufregende Stunden.

Es ist wirklich erstaunlich, auch welche Ideen Azuma Kiyohiko kommt, um dem kleinen Mädchen immer wieder neue Aufgaben und Erlebnisse zu spendieren. Dabei ist es um so merkwürdiger, als dass es ganz normale und alltägliche Dinge sind, an denen Yotsuba eine Riesenfreude findet. Doch statt in simplem Slapstick zu versinken, wird die Geschichte immer feinfühlig und dennoch witzig erzählt.
Zu der lockeren und heiteren Stimmung tragen natürlich auch nicht unerheblich die Zeichnungen bei. Denn immer wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, verändern sich die Mimiken der Figuren, sodass man automatisch zu schmunzeln beginnt. So überträgt sich die Lockerheit aus Yotsubas Leben ganz leicht auch auf den Leser.

FAZIT:

Yotsuba ist und bleibt ein Manga der Extraklasse. Nicht etwa weil er besonders wichtig ist, oder er ein Thema behandelt, was viele Menschen berührt oder bewegt hat. Er will auch nichts verändern und erst recht nicht belehren. Dieses kleine Mädchen will mit seinen Abenteuern vor allem unterhalten und eventuell ein Stück Leichtigkeit in das Leben zurücktragen. Diesen Manga sollte sich jeder unbedingt einmal ansehen, auch wenn man kein großer Fan von Manga im Allgemeinen ist. Denn schon nach den ersten Seiten fällt es einem schwer, sich diesem kleinen Kind zu verschließen.

Yotsuba&! Nr.4 [Tokyopop, Dezember 2007]

Heute gibt es zur Abwechslung, zum nachher kommenden nächsten „Bongo des Monats“-Review, mal einen kleinen Manga für zwischendurch …

Yotsuba&! Nr.4

Der Sommer neigt sich dem Ende. Yotsubas Freunde Ena, Fuuka und Asagi genießen die letzten Ferientage und erleben mit dem kleinen, fröhlichen Mädchen, so manches Abenteuer. Sei es nun die Angeltour mit Jumbo, bei der die Kinder nicht nur das Angeln, sondern auch das Ausnehmen und Zubereiten der Fische lernen, oder was Zikaden sind und welche Bedeutung sie haben. Doch auch traurige Momente begleiten Yotsuba. Als Yotsubas Freundin Fuuka an Liebeskummer leidet, versucht das lebensfrohe Mädchen ihre Freundin wieder aufzumuntern. Allerdings sind ihre Methoden alles andere als feinfühlig, dafür aber ehrlich. Und Yotsuba will unbedingt etwas gegen die Erderwärmung machen. Das schafft sie natürlich am Besten, wenn sie sämtliche Klimaanlagen voll aufdreht, weil die ja kühlen. Doch so einfach ist das dann doch nicht. Vor allem nicht für die Sicherung …

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba mit Freunden beim Angeln.

Yotsuba ist und bleibt einfach nur liebenswert. Alles, was das kleine Mädel anstellt, zaubert einem ein Lächeln auf das Gesicht. Selbst wenn es der größte Blödsinn und absolut unlogisch ist. Ihre naive, kindliche Art sprechen auch immer wieder das eigene Kind, welches doch immer noch in jedem von uns schlummert an, und rufen auch teilweise Erinnerungen aus der eigenen Kindheit wach. Und trotzdem kann man auch als Erwachsener noch sehr viel von Yotsuba lernen. Nicht nur was Informationen im Allgemeinen betrifft, sondern auch der Umgang mit Menschen. Denn dafür hat Yotsuba ein echtes Händchen.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Yotsuba hilft bei Liebeskummer.

Zeichnerisch bietet der Band gewohnte Mangakost mit klaren Linien und gut ausgearbeiteten Figuren mit einem hohen Wiedererkennungswert. Die Bilder sind übersichtlich und dennoch wunderschön detailliert. Natur, Architektur und auch Technik werden mit sehr viel Liebe zum Detail illustriert und durch den Einsatz von verschiedenen Rasterfolien perfektioniert. Dadurch werden stellenweise fast fotorealistische Bilder erzeugt, dass man schon mehrfach hinsehen muss, um sicherzugehen, dass es sich wirklich nicht um ein eingesetztes Foto handelt, was bei manchen Manga-Ka ja auch eine gängige Praxis darstellt.

Yotsuba kocht.

Yotsuba kocht.

FAZIT:

Auch nach 4 Bänden und mehr als 25 Kapiteln machen Yotsubas Abenteuer noch immer einen Riesenspaß. Die episodenhaften Erzählungen, welche aber dennoch ein großes Gesamtbild ergeben, wiederholen sich nicht und zeigen dadurch auch bisher keinerlei Ermüdungserscheinungen. Die vielen kleinen Gags, die Slapstickeinlagen und der gesamte, stellenweise auch unterschwellige Humor, sind gekonnte Unterhaltung auf ganzer Linie. Gepaart mit den gelungenen Zeichnungen kann man als Freund von fröhlichen Geschichten einfach nichts falsch machen.

Yotsuba als Zikade.

Yotsuba als Zikade.

„Yotsuba&! Nr. 4“ bei Tokyopop bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2005-2007 ASCII Media Works Inc. / Tokyopop

Yotsuba&! #1 [Tokyopop, März 2007]

In meiner heutigen Manga-Review möchte ich euch ein kleines aber sehr nettes Mädchen vorstellen. Sie heißt Yotsuba und hat ihre ganz eigene Lebensauffassung…

Yotsuba&! #1

Yotsuba ist ein Findelkind. Und Yotsuba zieht mit ihrem Ziehvater in eine beschauliche Vorstadtidylle. Dort lernt sie ihre neuen Nachbarn Fuuka, Ena und Asagi kennen, und sofort einwickelt sich eine turbulente Freundschaft. Dabei erfährt Yotsuba einiges über den gefährlichen Treibhauseffekt, stellt ihren neuen Nachbarn den Freund der Familie, Jumbo, vor, geht mit ihrem Vater einkaufen, mit Jumbo und Ena auf Grillenjagd und erlebt einen Regenschauer…
FAZIT:
Also Yotsuba macht wirklich Spaß. Die Kleine ist niedlich, richtig süß naiv, hat vor nichts Angst (bis auf Fuuka am Anfang) und kann wirklich allem etwas Gutes abgewinnen. Man hat stellenweise das Gefühl, dass Yotsuba bisher so gut wie nichts erlebt hat, wenn ihr sogar eine Schaukel neu vorkommt und dann einen Riesenspaß macht. Also mir gefällt der erste Band der Serie schon sehr gut, auch wenn noch Luft nach oben ist.

„Yotsuba&! #1“ bei Tokyopop bestellen.
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Der Gratis Comic Tag 2012 – Ein Resumé (inkl. Umfrage)

Am 12. Mai war auch dieses Jahr wieder der Gratis Comic Tag. Der Dritte um genau zu sein. Diesmal hatte ich sogar die Zeit und habe ich mich persönlich aufgemacht meinen Stammshop, Comic Attack in Erfurt, zu besuchen. Gegen halb elf war ich vor Ort und es war schon ganz schön was los.
Viele Menschen bevölkerten den gemütlichen Laden mit seinen kompetenten Mitarbeitern. Doch leider waren nur wenige Käufer dabei. Die meisten nahmen sich ihre Gratis Comics und gingen wieder. Als guter Kunde und Abonnent habe ich natürlich mein monatliches Paket geholt und von den Jungs auch noch einen Komplettsatz der Gratis Comics welche ich in den letzten zwei Wochen hier auf meinem Blog vorgestellt habe.

Hier nun nochmal die gesammelten Links zu den einzelnen Besprechungen:

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 1) –
Die Comics von Panini

mit dabei: „Spider-Man“, „Justice League“, „Sweet Tooth“, „Star Wars“, „Bongo Comics für Umme“ und „Game of Thrones“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 2)  –
Die Comics von Plem Plem Productions und Zwerchfell

mit dabei: „Whoa (Gratis) Comics“ und
„Zuckerfisch on the Rocks“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 3) –
Die Comics von Egmont Balloon und Ehapa Comic Collection

mit dabei: „Garfield“, „Der Vampir von Benarez“ und „Donald Duck“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 4) –
Die Comics von Weissblech und Kazé

mit dabei: „Horror Schocker“, „Blue Exorzist“ und
„Akuma To Love Song“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 5) –
Die Comics von TheNextArt und Cross Cult

mit dabei: „The Walking Dead“ und
„Blue Evolution (Volume 3)“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 6) –
Die Comics von Comic Culture und Carlsen

mit dabei: „Wave And Smile“, „Don Quijote“ und
„Nocturnal Nemesis/Grimoire“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 7) –
Die Comics von Avant Verlag und Underground Comix

mit dabei: „Die Katze des Rabbiners“ und
„Piratengold“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 8) –
Die Comics von Reprodukt und Tokyopop

mit dabei: „Comic Girls“ und
„Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 9) –
Die Comics von Epsilon und Salleck Publications

mit dabei: „Aldebaran“ und „Die Pauker/
Die Zauberschule Abrakadabra“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 10) –
Die Comics von HolzHof und Schreiber&Leser

mit dabei: „HolzHof Comix #2“ und
„Cosa Nostra – Die schwarze Hand“

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 11) –
Die Comics von Toonfish und Splitter

mit dabei: „Die Welt der Schlümpfe“,
„Zombies“ und „Thorgal“

Zusammenfassend kann ich sagen das mir der diesjährige Gratis Comic Tag sehr gut gefallen hat. Die „Ausfallquote“ war sehr gering und vor allem waren viel mehr Independent-Verlage vertreten als noch die Jahre zuvor. Zwar waren nicht alle Hefte glücklich gewählt was den Inhalt betrifft, aber dies sind Sachen aus denen man für den nächsten Gratis Comic Tag 2013 nur lernen kann.
Auch das sich die Verlage diesmal mit „Exklusivmaterial“ zurückgehalten haben, und stattdessen mehr Vorschaumöglichkeiten auf kommende Highlights genutzt haben finde ich sehr gelungen. In meinen Augen ist der Gratis Comic Tag immerhin dazu gedacht neue Kunden zu gewinnen und in Serien und Genres hineinzuschnuppern die einem sonst eventuell entgehen würden.
Schade hingegen ist das einige Verlage dieses Jahr komplett fehlen bzw. nicht teilgenommen haben. Seien es der Mosaik – Steinchen für Steinchen Verlag, Piredda, Finix oder auch der Eidalon Verlag. Ich hoffe dahingehend aber das wenigstens einige der genannten im nächsten Jahr wieder ein wenig aus ihrem Verlagsportfolio präsentieren und uns den Fans und Lesern so neue Leckerbissen schmackhaft machen können.

Und zum Schluss noch zwei kleine Umfragen:

Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 8) – Die Comics von Reprodukt und Tokyopop

Im heutigen Gratis Comic Tag-Review-Artikel sind die Mädels/Damen an der Reihe. Ich habe mir die beiden Ausgaben „Comic Girls“ von Tokyopop und „Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An“ von Reprodukt zur „Brust“ genommen und möchte euch nun hier mein Fazit dazu präsentieren…

Comic Girls (Gratis Comic Tag 2012)

Bei Tokyopop wird es rosa und Girlielike.
In „Lou“ erleben wir wie ein 12-jähriges Mädchen, welches für ihr Alter viel zu klein ist, sich den alltäglichen Irrungen und Wirrungen der Liebe und Romantik entgegenstellt. Dabei ist es nicht gerade hilfreich das ihre Mama ebenfalls solo ist und mehr Interesse an Videospielen als an ihrem zukünftigen, möglichen Freund hat…
Die zweite Geschichte handelt von Rebecca. Ein kleines Mädchen das mit einer schwachen Immunabwehr zu kämpfen hat und deshalb ebenfalls (wie auch Lou) etwas zu klein für ihr Alter ist. Auch das ihre Eltern sich immer streiten nagt an dem kleinen Mädchen. Aber Rebecca lässt sich nicht unterkriegen und findet dennoch ihren Spaß im alltäglichen Leben. Als sie sich dann auch noch mit einem sehr alten, intelligenten und widerstandsfähigen Virus infiziert, die durch die Super-Mikrobe Ernest hervorgerufen wird, entsteht eine gefährliche aber sehr lustige Freundschaft…
In den Sommerferien haben sich Ninas Eltern getrennt und deshalb beginnt ihr neues Schuljahr alles andere als glücklich. Als dann auch noch ein kleines Monster und eine Fee in ihrem Schulranzen auftauchen und ihr niemand so richtig glauben will, wird es erst richtig mysteriös und verzwickt…
Zuletzt geben sich noch die beiden Schwestern Marine und Wendy die Ehre, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Allerhand turbulente Abenteuer erleben die beiden wenn sie sich den alltäglichen Problemen stellen müssen. Ob es nun die kleinen Problemchen unter Schwestern sind, die Liebe oder auch Paparazzi. Die beiden werden irgendwie mit allem fertig.
FAZIT:
Eine lustige, bunte und auch manchmal nachdenkliche Mischung legt Tokyopop mit diesem Heft vor, an dem nicht nur Mädchen ihren Spaß haben werden. Auch Jungs und Männer werden an diesen kleinen Geschichten ihren Spaß haben, wenn sich Schwestern zoffen, ihrem Liebestaumel ergeben, oder verzweifelt versuchen ihren Lieben irgendwelche ausgefallenen Präsente zukommen zu lassen.
Die Zeichnungen sind stilsicher, bunt und immer irgendwie niedlich, auch wenn die Ereignisse so überhaupt nicht zum lachen sind. Manches wirkt ein wenig „Manga-Like“ was einige abschrecken könnte, aber dennoch passt genau diese Charakterisierung sehr gut zu den Geschichten. Immerhin soll es sich im Großen und Ganzen um Mädels handeln und die sehen nun mal nicht wie ein Vollweib aus.
Aber eben genau die Tatsache das die Protagonisten oftmals auch ein wenig naiv handeln macht einen Großteil des Charmes aus. Und genau deshalb ist Comic Girls unterhaltsame Comicunterhaltung nicht nur für Mädchen.

Fräulein-Rühr-Mich-Nicht-An: Die Jungfrau im Freudenhaus (Gratis Comic Tag 2012)

Agathe und Blanche sind Schwestern und Hausmädchen in Paris. Doch eines Tages wird Agathe ermordet und das nur weil Blanche beobachtet hat wie der berüchtigte Schlächter der Guinguettes ein Mädchen ermordet. Doch als die Polizei eintrifft sieht es so aus als hätte Agathe Selbstmord begangen. Niemand will Blanche glauben und so beginnt die einsame Jungfrau ihre eigenen Nachforschungen. Die Spur führt dabei ein eines der edelsten Bordelle von Paris. Als sich Blanche dort als Hausmädchen bewirbt, wird sie abgelehnt, aber sie bekommt die Chance als unnahbare Gouvernante in das Hurenbusiness einzusteigen. Schnell macht Blanche Entdeckungen die sie ihre ganze Kraft kosten…
FAZIT:
Dieser Comic ist bisher wirklich die Überraschung des Gratis Comic Tages für mich. Was Anfangs wie ein einfaches Drama klingt (Jungfrau kommt durch widrige Umstände in das älteste Gewerbe der Welt) entwickelt sich sehr schnell zu einem düsteren und verzwickten Kriminalfall. Dadurch das die Protagonisten so gut charakterisiert sind, fällt es dem Leser auch nicht schwer mit den Damen mitzufühlen und deren Freud und Leid nachzuempfinden. Unterstützt wird dies durch die sehr stimmungsvollen Bilder, die zwar vorwiegend in verschiedenen Rottönen gehalten sind, aber auch durch den klaren Strich und die emotionalen Mimiken der Figuren.
„Fräulein-Rühr-Mich.Nicht-An“ ist ein dichter und atmosphärischer Thriller der von Anfang an überzeugen kann und sicher schnell seine Fans finden wird.

Mein Dank geht auch heute wieder nach Erfurt zum Comic Attack für die Bereitstellung dieser Hefte.