Asterix der Gallier – Der Vergleich zwischen Original und Neuauflage (inklusive Gewinnspiel)

Für meinen heutigen Artikel habe ich extra ein Vergleichsexemplar der neuen Version von Egmont erhalten und diesen im direkten Vergleich auf Herz und Nieren geprüft …

Am 14. März diesen Jahres erschienen eine Reihe von Asterix-Bänden erneut. Das ist an sich nichts Besonderes. Die Asterix-Bände werden immer wieder neu aufgelegt und haben stellenweise schon über 30 Auflagen erreicht. Und dennoch ist diese Neuauflage etwas besonderes. Denn diesmal handelt es sich nicht einfach nur um einen Neudruck des alten Materials, sondern es gab teilweise massive Veränderungen.

Die neue 2013er Version kommt mit neuem Lettering im Stil von Albert Uderzos Handschrift daher und hat ebenfalls eine komplette Neukoloration erfahren. Außerdem wurde bei einigen Bänden das Coverdesign überarbeitet und wieder andere Ausgaben haben ein von Uderzo vollständig neu gestaltetes Cover erhalten. Anhand des ersten Bandes wollen wir nun die möglichen Vor- und Nachteile sowie Änderungen aufzeigen. Das Vergleichsmaterial beruht auf der Gesamtausgabe des Egmont Ehapa Verlages. Weiterlesen

Sonic the Hedgehog Nr. 1 [Panini, März 2013]

Mit meiner heutigen Review widme ich mich dem schnellsten Igel der Welt, und Paninis neuester Comicserie.

Sonic the Hedgehog Nr. 1

Als Sonic eines Tages durch seine friedliche Green Hill Zone düst, entdeckt er seltsame Roboterkäfer. Darin entdeckt Sonic, nachdem er diese besiegt hat, viele kleine Tierchen, die sich als Bewohner dieser Welt herausstellen. Kurz darauf begegnet er Snively, dem Neffen des bösen Dr. Eggman. Aber auch dieser ist dem flinken Igel nicht gewachsen. Nach einem erfolgreichen Kampf befreit Sonic nicht nur weitere kleine Bewohner, sondern ebenfalls drei neue Weggefährten: Die hübsche Sally Acorn, den cleveren Boomer Walrus und den ängstlichen Antoine Depardieu. Diese Drei wollen sich mit Sonic auf dem Weg machen, um Dr. Eggman und seiner Erdbebenmaschine, welche das ganze Land in Angst und Schrecken versetzt, den Garaus zu machen. Doch bis dahin ist es ein langer und abenteuerlicher Weg …

Sonic und seine neuen Freunde.

Sonic und seine neuen Freunde.

Sonic, der schnellste Igel der Welt, ist in seinem neuesten, eigenen, reinen Comicheft zurück. Nachdem Panini bereits im letzten Jahr ein Magazin für die jüngere Leserschaft gestartet hatte, wird nun dieses Comicheft nachgeschoben. Doch wer sich jetzt freut, eine doppelte Dosis Sonic zu erhalten, der wird enttäuscht werden, denn das Comicheft löst das bisherige Magazin ab. Aber es gibt auch Positives. Während sich der Comicanteil mit jetzt zwei US-Ausgaben verdoppelt hat, verringert sich der Preis von 2,99€ für das Magazin, auf 2,70€ für das Comicheft. Also mehr Comic für weniger Geld.
Die Frage ist nun. Ist es das auch wert?
Die Sonic-Comics erscheinen in den USA im Original seit November 1992 bei Archie Comics und bringen es inzwischen auf fast 250 Ausgaben. Panini beginnt seine Nummer 1 dieser neuen Comicserie mit den US-Ausgaben 226 und 227, und mit einem neuen Storyarc. Dem Leser fällt es somit leicht, sich in die Abenteuer einzufinden. Die Geschichte selber ist nicht sonderlich kompliziert, und auch sonst ist alles für ein jüngeres Publikum konzipiert. Dennoch wird man auch als älterer Leser, der sich mit den Spielen rund um den blauen Igel auskennt, sofort viel Freude haben. Viele bekannte Details wecken Erinnerungen, und auch die Gestaltung der Welten wurde konsequent an das Leveldesign der ersten Spiele angelehnt.

Knallbunte Farben und die Bleistiftzeichnungen mit wenigen Details

Knallbunte Farben und die Bleistiftzeichnungen mit wenigen Details

Für das Artwork zuständig sind Patrick Spaziante und Tracey Yardley verantwortlich. Sie setzen leicht wiedererkennbare Figuren in eine wundervoll detaillierte und lebendige Welt. Alles ist, wie in den Spielen auch, farbenfroh und stimmungsvoll. Die Farben aus dem Computer übernehmen hierbei einen Großteil der dargestellten Details. Denn die eigentlichen Zeichnungen, sowohl Bleistift als auch Tusche, weisen hiervon nur sehr wenig auf. Dennoch ergibt sich ein gelungenes Gesamtbild. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist der Panelaufbau, der eine dramatische und, dem Igel angemessene, rasante Erzählweise ermöglicht. Alles ist auf Spaß und Unterhaltung ausgelegt. Dieses Feeling versprüht nicht nur die Geschichte, sondern auch fast jedes Panel.

Obwohl Sonic nicht schwimmen kann, gehts ins kühle Nass.

Obwohl Sonic nicht schwimmen kann, gehts ins kühle Nass.

FAZIT:

Auf dem Cover prangt der Slogan: „Das schnellste Comic-Heft der Welt!“ und die Aussage stimmt. Denn man hat die Ausgabe sehr schnell durchgelesen. Ähnlich wie bei den Simpsons Comics ist die reine Lesezeit ziemlich knapp bemessen. Dennoch hat diese Ausgabe nicht nur für Kids ihren Reiz. Auch Spielenostalgiker und ältere Comicfans werden sich freuen, dass nach den 16 Comic-Taschenbüchern des Bastei Verlages endlich wieder Sonic Comics in Deutschland erscheinen. Jedoch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch ansetzen. Denn ähnlich wie bei den Simpsons, stellt Sonic ein reines Funcomic mit entsprechend kurzweiligem Inhalt dar. Das ist durchaus positiv gemeint. Wer also kurzweiligen Spaß sucht, oder sich gerne wieder in seine Jugend zurückversetzen möchte, der ist mit diesem Heft mehr als nur gut bedient.

Sonic und seine Freunde in Action.

Sonic und seine Freunde in Action.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Archie Comics / Panini

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 3)

Nach der gestrigen Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview, folgt heute die Review zu den Episoden 5 und 6 von Der ultimative Spider-Man …

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Spidey in der Marvel Superhero Squad.

Episode 5: Iron Spider
(Flight of the Iron Spider)

Tony Stark ist seit seinem Auftreten als Iron Man Peter Parkers Idol. Umso erfreuter ist Spider-Man, als er von ihm einen neuen Anzug erhält. Dieser ist nicht nur mit allerlei technischem Schnickschnak ausgerüstet, sondern steigert auch noch Peters Ego ins Unermessliche. Mit dem neuen Iron Spider-Anzug fühlt sich Peter sofort unbesiegbar. Das einzige Problem liegt darin, dass er mit der neuen Rüstung nicht wirklich zurechtkommt und so mehr Gefahr als Hilfe ist. Jedoch nicht nur für sich selbst, sonder vor allem für seine Freunde wird er so zu einem unkalkulierbaren Risiko.
Als dann auch noch der Living Laser auftaucht, und dank seiner Fähigkeit zuerst von Spider-Mans neuem Anzug und danach von Iron Mans Anzug die Kontrolle übernimmt, beginnt es chaotisch zu werden. Nun muss Peter sich entscheiden. Schafft er es, den Feind in der Rüstung seines Idols auch ohne die technischen Spielereien zu überwältigen, oder wird unterliegen und möglicherweise vor seinem Idol das Gesicht verlieren …

Auftritt, Iron Man.

Auftritt, Iron Man.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Details aus der Comickarriere von Spider-Man inzwischen ihren Weg in die Animationsserie gefunden haben. Nicht nur die neue Rüstung findet ihren Platz, sondern auch die kleinen Gags wie der kurze Auftritt von Spider-Ham oder der Marvel Superhero Squad. Man merkt, dass die Macher der Serie sich im Spider-Man Comic-Kosmos sehr gut auskennen und es wirkt immer wieder so, als würden sie bei der Umsetzung in die Animationsserienwelt eine Menge Spaß zu haben. Dies spürt man in fast jeder Szene. Jedoch gibt es auch etwas zu bemängeln. So bleibt die Handlung eher flach und wird mit imposanten und ausufernden Actionszenen kaschiert. Es wird wenigstens versucht. Selbst wenn die Serie an ein jüngeres Publikum gerichtet ist, so enttäuscht die Zusammensetzung dieser Episode sehr. Die Moral dieser Folge scheint wiederum für ein noch seichteres Publikum erdacht worden zu sein. Denn wie sollte man es sonst erklären, wenn fast schon mit dem Holzhammer darauf hingewiesen wird, dass man sich nicht nur auf die Technik, sondern auch seinen eigenen Verstand verlassen soll.

Der ultimative Spider-Ham!!! :D

Der ultimative Spider-Ham!!! 😀

Animationstechnisch gibt es nur wenig zu beanstanden. Die Serie ist im Charakterdesign sehr stilsicher und ermöglicht selbst langjährigen Comiclesern bekannte Figuren schnell und einfach wiederzuerkennen. Auch ohne Rüstung oder Nennung der Namen. Ein weiterer Pluspunkt ist der Wiedererkennungswert aus Sicht der Avengers-Kenner. Denn selbst wer erst durch die Animationsserie „Avengers – Die mächtigsten Helden der Welt“ auf den ultimativen Spider-Man aufmerksam wird, findet sich sofort unter den Figuren zurecht. Negativ hingegen fällt, zumindest in dieser Episode, der übertriebene Einsatz von Spezialeffekten, wie Laser oder Repulsorstrahlen, auf. Ebenfalls gibt es übermäßig oft große und leuchtende Explosionen. Daher stellt sich schon nach wenig Szenen eine Übersättigung ein.

Feuer aus allen Rohren.

Feuer aus allen Rohren.

FAZIT:

Zwar bietet sich dem Zuschauer erneut eine kurzweilige Episode, welche aber lange nicht so überzeugen kann, wie noch die ersten vier Folgen. Fast schon scheint sich auf beiden Seiten eine leichte Ermüdung einzustellen. Schuld daran ist die sehr dünne Handlung. Der Humor spielt zwar in dieser Folge ebenfalls wieder eine größere Rolle, aber insgesamt fallen die Szenen spärlicher und weniger überzeugend aus. Vor allem aus Sicht der neuen Zuschauer, da viele Gags erst richtig zünden, wenn man Spider-Man schon eine Weile verfolgt. Dies kann man, wenn man es positiv betrachten will, als Fanbonus ansehen, hinterlässt aber dennoch einen schalen Beigeschmack. Daher kann ich persönlich nur hoffen, dass diese Episode eine kurzzeitige Flaute darstellt und die Qualität und Ausgewogenheit in der nächsten Folge wieder ansteigt. Für langjährige Kenner der Comics ist die Folge leider nur Mittelmaß, aber die angestrebte Zielgruppe wird sicherlich ihren Spaß haben.

Der neue Anzug macht schon was her.

Der neue Anzug macht schon was her.

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Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Ab und zu muss Spider-Man auch mal kräftig einstecken.

Episode 6: Taskmaster
(Why I Hate Gym)

Schon wieder einmal versucht Dr. Octopus, im Auftrag von Norman Osborn, das Geheimnis von Spider-Man zu ergründen. Erneut findet diese Aktion an der Midtown High statt. Und zum wiederholten Male bringt er dadurch Normans Sohn, Harry, in Gefahr. Dieses Mal soll der Taskmaster die ausführende Hand sein. Hierfür schaltet dieser zuerst den Sportlehrer der Schule aus, nur um dann als Vertretungslehrer dessen Platz einzunehmen. Er versucht im Sportunterricht die Fähigkeiten der Schüler zu ermitteln, in der Hoffnung, dass sich einer von ihnen Spider-Man als Spider-Man entpuppt. Doch Peter weiß seine Fähigkeiten zu verbergen, auch wenn seine Teamkollegin Ava Ayala, alias White Tiger, dies nicht so recht verstehen mag. Immerhin macht sich Peter hierfür dümmer und tollpatschiger, als es in ihren Augen nötig ist. So kommt es, dass Talkmaster drei Schüler in die engere Wahl zieht. Diese sind Harry Osborn, Flash Thompson und Daniel Rand, auch bekannt als Iron Fist. Als jedoch am nächsten Tag ein weiteres Treffen der möglichen Spider-Men unter der Leitung von Taskmaster stattfinden soll, und Ava heimlich daran teilnehmen möchte, ist die Schule verriegelt und mit Hochspannung abgesichert. Daraufhin macht sich White Tiger zusammen mit Spider-Man auf, das Geheimnis zu ergründen …

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Taskmaster schnüffelt an der Midtown High herum.

Was mir als Fan sofort auffällt, ist, dass Stan Lee endlich wieder einen Auftritt in der Serie hat. Ganz ehrlich. Ich mag diesen liebenswerten alten Märchenonkel. Er ist so etwas wie die Seele von Marvel Comics gewesen. Und noch immer ist er eine Art Botschafter des Hauses der Ideen. Wenn es nach mir ginge, könnte er ruhig immer wieder einmal als Running Gag am Rande auftauchen. Erst recht dann, wenn er so witzige Anmerkungen zum Thema Spider-Man macht, die vor allem Fans und Kennern auffallen werden. Dem entgegen steht die insgesamt sehr enttäuschende Geschichte. Schon wieder einmal wird Harry Osborn in Gefahr gebracht und erneut wird die Handlung an die Schule verlegt, weil dort möglicherweise Spider-Man in seiner bürgerlichen Identität agieren könnte. Somit ist dieser Handlungsbogen leider nichts Neues und wurde dazu noch nur mäßig umgesetzt. Die Folge wird erneut alleine durch den Humor getragen, was aber insgesamt viel zu wenig ist, um auf Dauer zu fesseln.

Stan Lee findet die Idee von einem "unglaublichen Spider-Man" sehr faszinierend.

Stan Lee findet die Idee von einem „unglaublichen Spider-Man“ sehr faszinierend.

Nachdem in der letzten Folge ein übertriebenes Effektfeuerwerk abgebrannt wurde, geht es in diese Episode etwas ruhiger zu. Dafür stehen die diversen visuellen Gags und Slapstickeinlagen wieder höher im Kurs. Was mir persönlich aber wirklich gefehlt hat, war die Dynamik in den Kampfszenen. Da hier erneut vermehrt Martial Arts statt explosiver Action geboten wird, wären dynamischere Perspektiven und Kamerafahrten, wie sie in der Folge mit Venom ihren Einsatz fanden, ein echtes Highlight gewesen. Denn wenn man sich als Zuschauer direkt in den Kampf hineingezogen fühlt, dann ergibt sich ein ganz anderes Feeling. Dadurch entsteht eine direkte Einbindung in das Geschehene und man ist nicht mehr nur der Beobachter.

Ist Flash Thompson Spider-Man?

Ist Flash Thompson Spider-Man?

FAZIT:

Diese Episode stellt leider die bisher schwächste Folge der Serie dar. Daran können auch Stan Lees Auftritt und die vielen kleinen visuellen Gags nichts ändern. Am Ende bleibt nicht viel in übrig, woran man sich erinnern könnte. Zu sehr ist handlungstechnisch alles schon einmal da gewesen, auch innerhalb dieser Serie. Ebenfalls negativ wirkt sich die fehlende Dynamik in der Folge aus. Der Zuschauer ist und bleibt, die gesamte Episode lang ein Beobachter er von außen zusieht. Dass dies besser geht, hat die Episode mit dem ersten Auftreten von Venom gezeigt, in der man förmlich in die Geschehnisse durch den Blickwinkel eingebunden wurde. Leider setzt sich der Trend, welcher in der vorangegangenen Episode begann hier fort und die Qualität ist alles andere als überzeugend. Sollte den Machern der Serie etwa schon die Energie ausgehen?

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Peter macht einen auf Tollpatsch und erklärt dies auch dem Zuschauer.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 Marvel & Subs. / SuperRTL

Weitere Reviews zur fünften und sechsten Folge gibt es auch bei Crayton.

Teenage Mutant Ninja Turtles Episodenreview (Folge 9) [Nickelodeon]

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Heute geht es nach fast einem Viertel Jahr mit den Reviews zu der neuen Teenage Mutant Ninja Turtles Serie weiter …

Episode 9: Die Herausforderung
(The Gauntlet (FKA Enter Shredder))

Mikey hat ein neues Spielzeug. Rauchbomben!

Mikey hat ein neues Spielzeug. Rauchbomben!

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Marsch der Krabben Nr. 1: Unter erschwerten Bedingungen [Splitter, November 2012]

Mit der heutigen Review präsentiere ich erneut ein Rezensionsexemplar. Diesmal möchte ich mich beim Splitter Verlag bedanken, für die Zusendung dieses Bandes …

Marsch der Krabben Nr. 1:
Unter erschwerten Bedingungen

Das Leben kann so schön sein. Selbst für die Simplicimus vulgaris, oder auch Quadratkrabbe genannt, könnte das Leben einiges bieten. Wenn da nicht das Problem mit der eingeschränkten Beweglichkeit wäre. Denn diese Art der Krebse hat die Einschränkung, sich nur auf einer Linie gerade bewegen zu können. Grund dafür soll der Bau des Panzers sein. Und so ergibt es sich, dass ein paar Quadratkrabben an einem französischen Strand, mitten im schönsten Sommer, durch verschiedenste Umstände rein zufällig aufeinandertreffen. Dabei entdecken sie, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, um im Leben weiterzukommen. Und sie beginnen sich Namen zu geben, was für diese Tiere etwas Neues ist. Da sich die Quadratkrabben aufgrund ihrer Einschränkung im Leben selten mehr als einmal treffen, war das bisher nicht notwendig gewesen. Außerdem entdeckt eine der Krabben noch etwas, was das Leben der Quadratkrabben auf der ganzen Welt grundlegend verändern könnte …

Keine Chance aus ihrem geradlinigen Leben auszubrechen.

Keine Chance aus ihrem geradlinigen Leben auszubrechen.

Mit „Unter erschwerten Bedingungen“ legt Arthur de Pins den ersten Band seiner „Marsch der Krabben“-Trilogie vor. Für den gleichnamigen Kurzfilm erhielt er bereits einige Auszeichnungen, darunter die Filmpreise des Annecy International Animated Film Festival, des Brooklyn International Film Festival und des Ottawa International Animation Festival. Zu Beginn noch einfach gestrickt und eher banal wirkend, präsentiert de Pins eine mitreißende und interessante Geschichte, die er in ein sehr kurzweiliges Abenteuer von ein paar eigentlich nicht wirklich interessanten Lebewesen verpackt. Dabei schafft er es, die Krabben so gut zu personalisieren, dass einem trotz der äußerlichen Ähnlichkeit der Krabben jede Figur sofort ans Herz wächst. Aber am verwunderlichsten ist, dass er seinen Krebsen eine wesentlich tiefgründigere Psyche verleiht, als es bei den Menschen geschieht. Diese sind im Gegensatz zu den kleinen Quadratkrabben viel eindimensionaler geraten und bekommen dadurch eine unwichtigere Rolle zugewiesen. De Pins lässt es sich hierbei auch nicht nehmen, das Ganze mit einem gewissen Augenzwinkern und einer nicht gerade unterschwelligen Ironie zu präsentieren. Er zeigt ganz bewusst und dennoch nicht plakativ direkt, wie nicht die Umwelt die eigenen Fähigkeiten bremst, sondern vielmehr der eigene Verstand.

Reporter auf den Spuren der Quadratkrabbe.

Reporter auf den Spuren der Quadratkrabbe.

Die Bilder in diesem Band sind auf den ersten Blick eher zweckdienlich. Doch sehr schnell entwickelt sich ein ganz eigener Charme, der die Stimmung ideal unterstützt. Die flachen und großflächig farbigen Zeichnungen versuchen auch überhaupt nicht einen realistischen Eindruck zu erwecken, sondern wollen ganz gezielt eine Überzeichnung darstellen. Während die Krebse, entgegen dem gesamten Zeichenstil, doch in einen ganz minimalen Grad an Realismus visualisiert werden, sind die Menschen stark stilisiert dargestellt. Mit großen Händen und Füßen, charakteristischen Köpfen und klar erkennbaren Körperformen, werden hierbei schon fast Karikaturen geschaffen. Und dennoch ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, welches die Geschichte sehr gut transportiert und vermittelt.

Kleine Krabben gegen große Krebse.

Kleine Krabben gegen große Krebse.

FAZIT:

Der „Marsch der Krabben“ ist ein faszinierender Band, der Lust auf mehr macht. Das Finale weckt die Begierde, unbedingt weiterlesen zu wollen. Man ist als Leser einfach nur fasziniert, wie es De Pin schafft, seine kleinen Helden, die Quadratkrabben, so zu personalisieren, dass man binnen kürzester Zeit mitleidet. Auch die so oft erwähnte „Moral von der Geschicht’“ ist überzeugend, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen. Zusammen mit dem gelungenen Humor ergibt sich nicht nur ein lehrreiches, sondern auch unterhaltsames Abenteuer mit außergewöhnlichen Bildern.

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Was will man meer...... äh, mehr. :D

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Was will man meer…
… äh, mehr. 😀

„Marsch der Krabben“ bei Splitter bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2012/2013 MC Productions/Splitter Verlag GmbH & Co. KG

Haunt Nr. 4 [Panini, August 2012]

Heute gibt es den vorraussichtlich vorletzten Band der Serie Haunt. Da die Reihe ja in den USA mit der Nummer 28 eingestellt wurde (Ein Review dazu gibt es von meinem Kollegen auf Comic Hive), wird Band 5 auch der letzte von Panini werden. Aber bis dahin dürfen sich noch Joe Casey und Nathan Fox an Haunt ausprobieren …

Haunt Nr. 4

Je länger sich Kurt und Daniel die neue Wesenheit des Haunt miteinander teilen müssen, umso gespannter ist deren Verhältnis zueinander. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass Daniel Zuflucht bei einer alten Bekannten sucht. Autumn, die Prostituierte, mit der er sich schon während seines Priesteramtes abzulenken versuchte. Aber es gibt eine Institution, die Zweite Kirche genannt, welche es auf Daniel Kilgore abgesehen hat. Und dies, ohne zu wissen, dass nicht nur sein Bruder noch bei ihm ist, sondern beide zusammen Haunt bilden. Trotzdem schickt die Zweite Kirche ein ganzes Bataillon von Kriegern, um Daniel einzufangen. Und so passiert es nicht nur, dass Autumn ihr Leben verliert, sondern die Kilgores treffen auch noch einen neuen Verbündeten, mit dem Namen Still Harvey Tubman. Dieser verfolgt aber offenbar seine eigenen Pläne …

Vielleicht sollte hier mal Tine Wittler ran ...

Vielleicht sollte hier mal Tine Wittler ran …

Mit diesem Band haben sowohl Kirkman als auch Capullo die Serie verlassen, und McFarlane hat die Aufgaben an Joe Casey und Nathan Fox übergeben. Diese schlagen nicht nur eine neue Richtung, sondern auch einen ganz neuen Stil ein. War Haunt bisher eine Mischung aus Superhelden- und Agentenaction, kommen nun Horror und Mystery mit ins Spiel. Die Agenten fliegen ersatzlos raus. Ob das gut ist? Ganz ehrlich. Ich weiß es noch nicht. Die Ansätze, welche Casey hier macht, sind nicht schlecht, aber es fehlt noch ein wenig der Punkt, an dem man als Leser sagt: „Ja, hier bleibe ich unbedingt dran“. Seltsam wirken auch die Motorräder, mit denen die Kirchenkrieger umherheizen. Diese sehen aus, als hätte man sich bei Akira bedient. Aber das ist wohl eher eine Sache des Zeichners …

Vatikans Angels, oder so ähnlich ...

Vatikans Angels, oder so ähnlich …

… und damit wären wir auch schon bei Nathan Fox. Dieser kann mit seinem Stil sofort überzeugen. Er ist kantiger, dunkler, und passt daher perfekt zur neuen Richtung, die Haunt nun einschlägt. Was ein wenig das Gesamtbild stört, sind die bereits erwähnten Anime-Anleihen. Denn vieles wirkt stilistisch bei Akira oder Ghost in the Shell geklaut. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, passt hier aber meiner Meinung nach nicht ganz in das Konzept. Sehr seltsam kommt dann auch noch das letzte Kapitel daher. Hier ist John Lucas der Zeichner, und dieser bricht sehr mit dem bisherigen Stil des Bandes. Das mag vor allem daran liegen, dass es sich hierbei um eine Flashback-Szene handelt und eine Abgrenzung sehr wohl gewollt ist, aber dennoch habe ich persönlich es als sehr störend empfunden. Zumindest am Anfang. Denn je weiter die Story fortschreitet, um so besser passt der Stil.

Da könnte man doch glatt an Paranoia glauben.

Da könnte man doch glatt an Paranoia glauben.

FAZIT:

Haunt 4 ist erfrischend anders, aber noch nicht so ganz überzeugend. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht so recht weiß, wo Casey mit der Serie wirklich hin will, und ob sich dieses Experiment lohnt. Denn wenn man über den großen Teich schielt, dann weiß man schon, dass Haunt mit der 28. US-Ausgabe ziemlich Knall auf Fall eingestellt wurde. Und wenn man dies auf die deutschen Trades umrechnet, dann bedeutet es, dass mit dem nächsten Band auch schon Schluss sein wird. Von daher kann ich den auch noch mitnehmen und nachsehen, ob Casey einen Schritt wagt, der gut, aber leider nicht massentauglich ist, oder ob er es einfach zusammen mit Fox in den Sand gesetzt hat. So oder so, werde ich das wohl erst gegen Ende des Sommers erfahren.

Gassi gehen in dieser Gegend kann lebensgefährlich werden.

Gassi gehen in dieser Gegend kann lebensgefährlich werden.

„Haunt Nr. 4“ bei Panini Comics bestellen.
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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2012 Image Comics / Panini Comics

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 2)

Das Team in aller Pracht.

Das Team in aller Pracht.

Lang, lang ist es her, dass die erste Review zu dieser Serie online gegangen ist. Doch seit dem 3. März läuft der ultimative Spider-Man nun regelmäßig, jede Woche in Doppelfolgen. Und hier ist die Review zu den Episoden 3 und 4 …

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Agent Coulson aus Kartoffelbrei.

Folge 3: Verdammnis (Doomed)

Nur weil Spidey und Nova mal wieder einen ihrer Kleinkrieg untereinander austragen mussten, in dem jeder sein eigenes Ego aufpolieren will, wurde der Trainingsraum ziemlich in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch hat das junge Team an Helden, rund um Spider-Man, Nova, Power-Man, Iron Fist und White Tiger im S.H.I.E.L.D.-Helicarrier, Hausarrest. Doch damit will sich die Heldengruppe aus lauter Einzelgängern nicht abfinden. Sie wollen beweisen, dass sie auch klug und heldenhaft handeln können. Deshalb entschließen sie sich, einen Schurken zu fangen und bei S.H.I.E.L.D. abzuliefern. Doch leider fällt die Wahl auf Dr. Doom und damit beginnt ein riesengroßes Problem.
Zwar schaffen sie es Doom zu überwältigen, aber als sie ihre Trophäe im Helicarrier präsentieren wollen entpuppt sich diese als Doom-bot. Und nun geht der Ärger erst richtig los. Denn die Doom-bots wollen den Helicarrier lahmlegen. Und Spidey und Nova bekommen es einfach nicht auf die Reihe zusammenarbeiten. Schaffen es die beiden doch noch ihre Differenzen aus dem Weg zu räumen …?

Spidey und Nova im Duell.

Spidey und Nova im Duell.

Wieder einmal wird die Folge hauptsächlich durch ihren Humor am Leben gehalten. Man merkt stark, dass die Serie für eine jüngere Zielgruppe konzipiert ist. Dennoch muss ich auch sagen, dass sie dadurch genau die Leichtigkeit besitzt, welche die frühen Abenteuer der klassischen Comicserie ausgezeichnet hat, und die auch zu Beginn der Ultimate Spider-Man-Comicserie das Bild prägte. Immer wieder eingestreute Slapsticks und Wortwitze lockern damit die an sich sehr kurzweilige und actionreiche Story auf. Nicht jedoch, ohne dabei die Moral zu vergessen. Denn am Ende wird, wie es bei Konzepten dieser Art üblich ist, eine lehrreiche Erkenntnis präsentiert. In diesem Fall die, dass Teamarbeit nicht nur Spaß machen kann, sondern auch wesentlich einträglicher ist, als immer nur sein eigenes Ego in das Rampenlicht zu rücken.

Wer von den beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Wer von den Beiden ist schuldig und wer unschuldig?

Animationstechnisch gibt es nichts auszusetzen. Der Stil bleibt sich selber treu und ist, wie schon in den ersten beiden Episoden bewusst jugendlich und überdreht, passend zur Zielgruppe der Pre-Teenager, gewählt. Slapstick wird groß geschrieben und sich wiederholende Zwischensequenzen, in denen Spider-Man zum Beispiel mit einem Jetpack durch die Stadt fliegt, sollen Running Gags etablieren. Leider fehlt in dieser Episode Stan Lee als Hausmeister. Dieser hatte in den ersten beiden Folgen seinen Einstand. Der Einsatz von CGI-Grafiken hält sich hier erfreulich dezent im Hintergrund, so dass alles in sich stimmig und „rund“ wirkt.

Doom empfängt unsere Helden.

Dr. Doom empfängt unsere Helden.

FAZIT:

Episode 3 setzt storytechnisch da an, wo die Zweite geendet hatte. Sie bringt wieder kurzweilige Action, Moral und sehr viel frischen Humor. Wer mit Spidey aufgewachsen ist, der wird immer wieder kleine Hinweise am Rand entdecken. Und allen, die mit dieser Serie in das Marvel Universum einsteigen, wird eine einsteigerfreundliche Folge geboten, die mit ihren verwendeten Zutaten einfach alles richtig macht. Vorausgesetzt, man kommt mit dem typischen Humor der Serie zurecht.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Chaos pur mit einer Truppe an Doom-Bots.

Und weiter geht es auch gleich mit der vierten Folge der neuen Spider-Man Animationsserie …

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Sowohl Spidey als auch Peter haben nie so richtig Glück.

Folge 4: Venom (Venom)

Ein seltsames Tentakelmonster verfolgt unseren allseits beliebten Helden aus der Nachbarschaft und jagt ihn quer durch die U-Bahn-Schächte New Yorks. Aber Spidey schafft es, ihn auszuschalten, ohne zu wissen, weshalb er zur Zielscheibe wurde. Wie Peter später erfährt, sollte ihm in dem Kampf nur eine Blutprobe entnommen werden. Und mithilfe dessen wurde ein neues Wesen kreiert, welches über die gleichen Kräfte, wie Spider-Man verfügt.
Dieses neue Wesen verbindet sich auf einer Party von Harry Osborn auch sogleich mit Flash Thompson und erschafft somit Venom. Einen nicht zu unterschätzenden Gegner, der auch noch von Wirt zu Wirt springen kann, was für einen anstrengenden Kampf sorgt …

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Matrix meets Spider-Man. Aber ultimativ!

Im Gegensatz zur vorangegangenen, dritten Episode, kommt diese schon wesentlich ernster daher. Nicht nur, dass die Freundschaft zwischen Peter und Harry auf der Kippe steht, auch das Auftauchen eines neuen Gegners, Venom, sorgt für eine deutlich düstere Atmosphäre. Von Beginn an wird klar gemacht, dass Venom eine weitreichende Gefahr darstellt, die sich nicht mit Witzen und flapsigen Sprüchen wegwischen lässt.
Auch werden immer weiter die Pläne offenbart, die Norman Osborn und Doctor Octopus im Hintergrund zu spinnen versuchen. Einzig die ständigen Gefahrensituationen, in die Norman seinen Sohn Harry bringt, sind langsam etwas ermüdend und unglaubwürdig. Ich hoffe, dass sich dies nicht weiter fortsetzt.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Da hat wohl jemand nicht richtig aufgepasst.

Während die dritte Folge noch mit dezenten CGI-Animationen überzeugte, war der Computer hier wieder vermehrt im Einsatz. Jedoch nicht um tolle Technikmodelle zu kreieren, sondern um die Kamerafahrten und Perspektiven möglichst flüssig und außergewöhnlich umzusetzen. Natürlich kommen auch die Technikspielereien, wie Doc Ocks Tentakel, oder sein Tentakelmonster, welches verblüffende Ähnlichkeit mit den Kreaturen aus Matrix aufweist, nicht zu kurz. Und auch der Humor wird wieder, wenn auch dezenter, mit eingebracht. Aber ein Spidey mit zerflederter Hose ist einfach zu witzig. Wenngleich ich nicht verstehe, weshalb man dies verpixeln muss. Auch wenn dies oftmals ein stilistisches Hilfsmittel ist, so wirkt es hier wie etwas Anzügliches und Verbotenes, was es aber effektiv nicht wirklich ist.
Insgesamt passt der dunklere Farbstil in dieser Folge sehr gut zur Thematik und den Ereignissen samt Gegner. Daher ergibt sich auch visuell ein etwas ernsterer Grundtenor, der durch die Handlung mit der angeknickten Freundschaft nochmals verdeutlicht wird.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Die Gefahr steht ihm ins Gesicht geschrieben.

FAZIT:

Auch Folge 4 kann mit ihrem etwas anderen Stil überzeugen. Es ist die perfekte Möglichkeit, nach dem Etablieren der Hauptcharaktere, das Tempo ein wenig aus der Serie zu nehmen, um auch wichtigere Handlungsbögen zu beginnen. Schade ist auch diesmal, dass Stan Lee erneut nicht aufgetreten ist. Dieser hat nach seiner Auszeit in der dritten Folge auch in dieser Episode keinen Fuß in die Tür bekommen, um sich zu einem möglichen Running-Gag zu etablieren. Das man dennoch nicht ganz auf den typischen Humor verzichten muss zeigt, dass die Macher der Serie sich und dem Konzept treu bleiben wollen. Wenn die Köpfe hinter der Serie mit dem Elan und diesem Engagement weitermachen, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf die nächsten beiden Episoden am nächsten Sonntag, wieder auf Super RTL.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Der Kampf mit Venom und dem eigenen Ich.

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 2: Ein amerikanischer Albtraum [Panini, Oktober 2012]

Der erste Band liegt ja schon eine Weile zurück, aber der Zweite wird deshalb nicht ausgelassen oder heimlich verschwiegen. Was lange währt, wird somit endlich gut …
… hoffe ich zumindest. 😉

Stephen King: The Stand – Das letzte Gefecht Nr. 2:
Ein amerikanischer Albtraum

Stu Redman ist endlich wieder frei.

Stu Redman ist endlich wieder frei.

Die ganze Welt liegt in Trümmern. Captain Trips hat einen Großteil der Menschheit ausgelöscht. Nick Andros entlässt den letzten Überlebenden der Schlägerbande, welche ihn übel zugerichtet hatten, aus dessen Zelle. Zwei weitere, der Schlägergruppe, haben die Supergrippe nicht überlebt. Frances Goldsmith muss ihren Vater bestatten und Harold Lauder, der heimlich in Frances verliebt ist, will seine Heimatstadt verlassen. Zusammen machen sie sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft. Ebenfalls ungewiss ist auch, wie es mit Larry Underwood weitergeht. Obwohl er es schafft, zusammen mit Rita Blakemoore New York zu verlassen, ist Larry wenig später wieder alleine. Rita hat zwar den beschwerlichen Marsch durch den Lincoln Tunnel überstanden, erstickt dann aber in der Nacht an ihrem Erbrochenen. Alle diese Schicksale sind nicht nur durch die Epidemie miteinander verbunden, sondern auch durch den mysteriösen Randall Flagg. Der rekrutiert als Erstes Lloyd Henreid aus dem Hochsicherheitstrakt, wo er als einziger überlebt hat. Und auch Stu Redman, der als Erster mit Captain Trips an Bill Hapscombs Texaco Tankstelle in Berührung kam, schafft es, aus dem Seuchenzentrum in Vermont zu entkommen, wo er als eine Art Versuchskaninchen festgehalten wurde.

Larry Underwood erkennt die Tragweite der Epidemie.

Larry Underwood erkennt die Tragweite der Epidemie.

Roberto Aguirre-Sacasa schafft es erneut, die Vorlage von Stephen King spannend zu adaptieren. Dabei stellt er, wie auch King, die Einzelschicksale verschiedener Personen in den Vordergrund, welche die Geschichte tragen sollen. Ob nun der taubstumme Nick Andros, der, obwohl ihn fast die gesamte Welt in den Arsch tritt, sich nicht unterkriegen lässt, oder der selbstsüchtige Larry Underwood, der alles tut, um zu überleben. Sacasa schafft es ausgezeichnet, die vielschichtigen Figuren ohne Verlust in den Comic zu übernehmen. Und das, obwohl die ausführlichen Charakterbeschreibungen aus der Vorlage so nicht in der Adaption existieren. Auch der regelmäßige Wechsel zwischen den Protagonisten ist gelungen, sodass es dennoch leicht fällt, den Geschehnissen zu folgen.

Harold Lauder und Frances Goldsmith machen sich auf den Weg.

Harold Lauder und Frances Goldsmith machen sich auf den Weg.

Die Zeichnungen stammen erneut von Mike Perkins, der von der Koloristin Laura Martin unterstützt wird. Seine eindringlichen Bilder vermitteln gekonnt die postapokalyptische Atmosphäre, welche aus Stephen Kings Vorlage bekannt ist. Genaugenommen schafft es Perkins sogar so weit, dass seine Bilder genau dem entsprechen, was ich mir immer vor meinem geistigen Auge vorgestellt habe. Zwar nicht immer so detailliert grausam und ekelerregend, aber die Stimmung wurde perfekt getroffen. Zusammen mit den Farben von Laura Martin ergibt sich ein Gefühl, welches von der Wut, über die Angst, zur Furcht bis schlussendlich zur Hoffnung schwingt und dies alleine durch die Farbgebung bewerkstelligt.

Donald Elbert lebt endlich seine Neigung zum Feuer unkontrolliert aus.

Donald Elbert lebt endlich seine Neigung zum Feuer unkontrolliert aus.

FAZIT:

Das letzte Gefecht geht spannend weiter. Der amerikanische Albtraum breitet sich über die ganze Welt aus, und die Hoffnung ist das Einzige, was den Menschen geblieben ist. Sacasa und Perkins adaptierten Kings Geschichte sehr gelungen und ohne Verluste in das Medium Comic. Sehr schnell schafft man, Zuneigungen oder Abneigungen zu gewissen Personen aufzubauen. Mit Einigen leidet man mit und Andere möchte man auf der Stelle umbringen. Unschlüssig ist noch immer die Figur des Randall Flagg. Denn seine Motivation liegt noch immer im Dunkeln, wenngleich eine grobe Richtung zu erkennen ist. Das Zusatzmaterial in Form von Covermotiven und Skizzen ist schön anzusehen, aber insgesamt zu knapp. Die kurzen Erklärungen und Bilder zur detailgenauen Umsetzung der Stadt New York hätten gerne etwas umfangreicher ausfallen können. Wenn man aber von diesem sehr kleinen Manko absieht, erwartet den Leser spannende Unterhaltung.

Nick Andros genießt trotz des Chaos den trügerischen, friedvollen Abend.

Nick Andros genießt trotz des Chaos den trügerischen, friedvollen Abend.

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Hive-VerweisCopyright aller verwendeten Bilder © 2010-2013 Marvel & Subs. / Panini

Long John Silver #2: Neptune [Carlsen Comics, Januar 2010]

Ich musste einfach den zweiten Band lesen. Ich konnte nicht anders und habe in einem Rutsch „Long John Silver #2 Neptune“ gelesen. Viel Spaß  mit meinem Bericht wünsche ich.

Long John Silver #2: Neptune

Nachdem  in“ Long John Silver #1 Lady Vivian Hastings“ alle Charaktere eingeführt wurden und sich auf der Neptune für die große Überfahrt nach Guyanacapac eingefunden haben, kann die Meuterei beginnen.

Die gesamte Story dieses Bandes ist im Grunde genommen sehr geradlinig. Sie reduziert sich auf die Überfahrt ins neue Land. Jedoch sind die Geschehnisse auf der Neptune so dermaßen spannend bebildert, dass es einem nicht möglich erscheint, diesen Band aus der Hand zu legen bevor man ihn nicht zu Ende gelesen hat. Der Band liest sich gut in einem Rutsch, er ist anspruchsvoll, fordert den Leser aber nicht so sehr wie noch im ersten Band.
Die Spannung ist unerträglich hoch, auch wenn man an sich weiß, wie dieser Band ausgehen wird. Das liegt zum einen eindeutig an der grandiosen Darstellungsweise der Story  und zum anderen an den passenden Zeichnungen. Die Zeichnungen  gefallen mir persönlich im Gegensatz zum ersten Band besser.  Im ersten Band waren die Zeichnungen noch eher grob  gehalten und die Farbgebung  dunkel. Da dieser Band durchgehend auf hoher See spielt, passen hier die nicht mehr ganz so dunklen Zeichnungen hervorragend zur stürmischen See.  Die Zeichnungen an sich sind meinem Empfinden nach detaillierter als noch im ersten Band. Einzig und allein den Captain und Dantzig kann ich nicht unterscheiden. Diese beiden Charaktere sind zum verwechseln ähnlich gezeichnet.

Tief unter dem Meer

Die Aufmachung dieses Comics ist, wie beim ersten Band auch, sehr gelungen. Softcover im A 4 großen Format. Schön ist, dass eine Zusammenfassung des ersten Bandes am Anfang steht. Dieser Band enthält 56 Seiten für den Preis von 12.00 Euro.
Jim Hawkins wird erwähnt, kommt aber wie ich befürchtet habe nicht vor.
Für mich immer noch ein wenig schade, aber was soll’s. Man kann ja nicht alles haben. Wieder einmal haben Kenner des Buches „Die Schatzinsel“ insofern Vorteile, dass sie die kleinen Anspielungen in Bezug auf dieses Buch verstehen und einzuordnen wissen. Diese kleinen Anspielungen kommen zwar nicht sehr häufig vor, aber sind dennoch passend gewählt.

Dominik_AVAFAZIT:

Fans einer guten Piratenstory sei diese Comic Reihe wärmstens ans Herz gelegt. Die Atmosphäre die hier aufkommt, lässt keinen Piraten kalt. Der Leser spürt von Seite zu Seite diese aufkommende Beklemmung. Je weiter der Leser voranschreitet, desto tiefer schnürt sich das Seil um die jeweilige Kehle, bis am Ende alles explodiert und das Fass überläuft.
Der erste Band hat die Intrigen und die Charaktere hervorragend eingeführt, und nun geht es auf dem Schiff weiter. Ich bin gespannt was im dritten Band noch alles passieren wird.

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Copyright aller verwendeten Bilder © 2009/2010 Carlsen Comics

The Walking Dead Nr. 4 [Cross Cult, Juli 2007]

Nach einer etwas längeren Pause geht es heute mit Robert Kirkmans Meisterserie „The Walking Dead“ weiter…

The Walking Dead Nr. 4: Was das Herz begehrt

Rick hat einfach keine andere Chance, um sich und seine Gruppe von Flüchtlingen zu schützen, als Dexter während eines Zombieangriffes zu töten. Nur so konnte er die Bedrohung einer nahenden Abschiebung der Gruppe durch Dexter aus dem Weg räumen. Doch seine Entscheidung blieb nicht unbemerkt und auch die Tatsache, dass er immer wieder Entscheidungen für die Gruppe treffen muss, zehren stark an seiner Energie. Als dann auch noch Allan bei einem Streifgang gebissen wird und Rick die Entscheidung trifft, ihm das Bein abzunehmen, kommt es zum Eklat. Daraufhin beschließt die Gruppe, Rick die Führung zu entziehen und stattdessen ein Komitee zu ernennen, welches fortan die Entscheidungen gemeinsam trifft. Doch wie wird Rick auf diese Entscheidung reagieren?

Rick muss abtreten...

Rick muss abtreten…

Das Kirkman den Staffelstab der Führung seinem Hauptprotagonisten wegnimmt und ihn einer Gruppe übergibt zeugt davon, dass er verdeutlichen will, wie hoch eine solche psychische Belastung für einen einzelnen Menschen sein kann. Und Kirkman führt eine weitere Person ein, welche noch für einiges an Zündstoff sorgen wird. Denn die neue Dame in der Gruppe, Michonne, beginnt bereits nach wenigen Seiten, das Leben, in der in sich eigentlich gefestigten Gruppe, gehörig durcheinanderzuwirbeln. Auch kristallisieren sich immer weitere Aufgabenverteilungen heraus. Jeder in der Gruppe erhält, oder sucht sich Aufgaben, wie das Anpflanzen von Gemüse im Gefängnishof, oder das Schneidern neue Klamotten. Kirkman zeigt hiermit, wie wichtig es dem Menschen ist, eine Aufgabe zu haben, welche ihn beschäftigt und ausfüllt. Das Gefühl gebraucht zu werde, sozusagen.

Michonne mischt die Gruppe auf.

Michonne mischt die Gruppe auf.

Zeichnerisch bleibt auch dieser Band auf gewohnt hohem Niveau. Charlie Adlard schafft es noch immer mit seinen Schwarz/Weißen Zeichnungen und Cliff Rathburn mit seinen Grautönen eine Stimmung zu erzeugen, die den Leser von der ersten Seite an packt und bis zum Ende des Bandes nicht mehr loslässt. Dabei legte er nach wie vor keinen Fokus auf das möglichst kunstvolle und detaillierte Abschlachten der Zombies, was aber dennoch nicht zu kurz kommt, sondern vielmehr auf die Emotionen, welche er kunstvoll mit Gestik und Mimik zu transportieren weiß. Das alles, zusammen mit den gelungenen Landschaften und der außergewöhnlich visualisierten Architektur, wie eben der des aktuellen Aufenthaltsortes, des Gefängnisses, ergibt ein stimmungsvolles Gesamtwerk, das auch dem Auge gefällt.

Problemlösung der schenllen Art.

Problemlösung der schnellen Art.

FAZIT:

Auch Band 4 ist wieder rundum gelungen und begeistert von der ersten bis zur letzten Seite. Immer weiter rückt das persönliche Drama eines jeden Einzelnen in den Vordergrund, und immer weiter rücken die Zombies, als dennoch ständig präsente Gefahr in den Hintergrund. Trotzdem versucht Kirkman durch die Gedanken seiner Protagonisten auch den Zombies, wenigstens ansatzweise, ein „Leben“ oder besser gesagt, eine Vergangenheit zu geben. Dies verdeutlicht seine Bemühung, in der sich die Flüchtigen Gedanken über ihren Platz in dieser neuen Gesellschaft machen.
Nach wie vor gilt, dass man an Kirkmans „The Walking Dead“ einfach nicht vorbeikommt, wenn man eine gelungene Comicserie sucht.

Die Zombies sind eine immerwährende Bedrohung.

Die Zombies sind eine immerwährende Bedrohung.

„The Walking Dead Nr. 4: Was das Herz begehrt“ bei Cross Cult bestellen.
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