Deadpool: Der Söldner mit der grossen Klappe #1: Kopfsprung [Panini, August 2010]

Im meiner heutigen Comicrezension habe ich mir den Shooting Star von Marvel der letzten Jahre vorgenommen. Deadpool. Kaum einer hat sich so schnell eine so treue Fangemeinde aufgebaut wie der quasselnde Wade Wilson. Auch Panini hat die Zeichen der Zeit erkannt und im Sommer 2010 diese zweiteilige Sonderbandserie gestartet bevor es dann mit einer eigenen Serie weiterging…

Deadpool: Der Söldner mit der großen Klappe #1: Kopfsprung

Deadpool erhält von AIM den Auftrag eine geheime und gefährliche Biowaffe aus dem wilden Land zu bergen. Da er der einzige wäre der diese Tortur überleben kann wird er von einer AIM-Orbit-Station mit einer kleinen Kapsel direkt ins wilde Land geschossen. Dort trifft er auch sofort auf Ka-Zar und Zabu. Leicht verkohlt erklärt er ihm den Grund seines kommens. Schon kurz darauf macht er Bekanntschaft mit seinem AIM-Kontakt vor Ort. Eine sexy Archäologin bringt ‚Pool zum Objekt seiner Begierde. Als sich dann die Biowaffe jedoch als Deadpools Zombiekopf aus dem Zombieversum herausstellt, beginnt das eigentliche Abenteuer erst…
FAZIT:
Das ganze beginnt ziemlich funny und unterhaltsam. Die etwas ungewöhnlichen Zeichnungen passen prima zum etwas verschrobenen Erzählstil und dem chaotischen Character von Deadpool. Man muss aber auch sagen, das sich das ganze auch nicht wirklich weiterentwickelt. Die Geschichte ist locker und lustig, aber von Spannung oder einer überzeugenden Story weit entfernt. Gut das erwartet man bei Deadpool auch nicht wirklich, dennoch hatte ich ein wenig mehr von dieser eigentlich so hoch gelobten Serie erwartet. Da waren stellenweise die Originalcover welche an diverse Filmplakate angelehnt sind witziger.

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Supernatural #2: Origins [Panini, August 2010]

Heute geht es weiter mit den Winchesters und einer idealen Ergänzung zur Top-Serie „Supernatural“. Diesmal geht es, anders als in Band 1, nicht um die Abenteuer die Dean und Sam mit ihrem Vater seit dem Tod der Mutter erlebten, sondern wie, damals 1983, ihre Mutter starb und es dann weiterging…

Supernatural #2: Origins

1983. Die Tragödie der Winchesters beginnt. Es ist der Abend an dem Mary Winchester auf mysteriöse Weise ihr Leben verliert. Und so beginnt kurz danach die Odyssee von John Winchester auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau. Er ist aber auch noch nur ein unbedarfter Familienvater und kein brutaler Dämonenkiller, doch er erhält Hilfe von einem ihm unbekannten Jäger. Von nun an ziehen die beiden umher, verfolgen Spuren, räumen nebenbei ein paar weniger wichtige Dämonen beiseite, bis sie endlich den Hinweis auf den Mörder seiner Frau finden.
Sofort machen sich John und sein Kumpel auf den Weg nach einem Höllenhund, dem ein Zahn fehlt, aber die Reise ist alles andere als einfach. Seltsame Phänomene stellen sich ihnen in den Weg, bis sie endlich am Ziel ihrer Reise angelangt sind. Was John jedoch dort erfährt und erlebt ist weitaus mehr als ein Mensch ertragen kann…
FAZIT:
Das wie und warum wurde zwar in der Serie schon immer ein wenig angedeutet, doch wie aus John der taktierende und brutale Jäger wurde, der er dann war, war bisher immer ein kleines Geheimnis. Diese Miniserie will die Lücke nun schließen, und schafft das auch relativ gut. Zwar gibt es noch immer Fragen und auch kleine Ungereimtheiten gegenüber der Serie, aber ansonsten ist es ganz gelungen. Auch das mal ein wenig mehr der Fokus auf John liegt und weniger auf Dean und Sam ist etwas besonderes. Zwar sind Dean und Sam die Hauptprotagonisten der Serie, doch immerhin treten sie das Erbe ihres Vaters an, von daher hatte ich mir schon immer gewünscht zu erfahren wie es denn dazu kam.
Zeichnerisch ist der Band in Ordnung, auch wenn der etwas minimalistische Strich nicht überall perfekt passt. Dennoch machen die Zeichnungen einen irgendwie ganz besonderen Reiz aus, den ich nicht so einfach erklären kann.

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Ähnliche Artikel:
„Supernatural #1: Der verlorene Sohn“ [Panini, Februar 2010]

Marvel Comic Klassiker (2): Marvel Comic Exklusiv #6: Die Rächer – Doom-Kaiser der Welt [Condor, Oktober 1989]

Heute gibt es mal wieder einen Griff in die Comicklassiker-Kramkiste und zum Vorschein kommt erneut ein Marvel Comic Exklusiv vom Condor Verlag. Diesmal sind die Rächer die Hauptdarsteller neben dem immer interessanten Doctor Doom…

Marvel Comic Exklusiv #6: Die Rächer – Doom-Kaiser der Welt

Alles beginnt damit das ein bis dato unbekannter Purple Man Zeb Kilgrave entführt und sich dessen Kraft der Kontrolle anderer Menschen zu nutze macht. Doch es gibt auch eine Handvoll Personen auf der Erde die dieser Macht wiederstehen können. Das wären zum einen Vision der Android, Ultron, ebenfalls ein Android und Machine Man, der genau wie die beiden anderen nicht menschlich ist. Und zum anderen gibt es da noch Wonder Man Simon Williams, und Doctor Doom, der sich alsdann auch als der unbekannte Entführer entpuppt. Doch Simon ist durch einen Test von Tony Stark einen Monat lang ausser Gefecht gesetzt. Doom schafft es mithilfe von Namor dem Submariner die drei Androiden als mögliche Gefahrenquellen zu eliminieren und schafft es somit sich binnen kürzester Zeit als Herrscher der Welt hinaufzuschwingen. Schon nach wenigen Minuten steht also die ganze Welt unter der Kontrolle von einem in einem Kristall gefangenen Purple Man und Doom schafft was bisher keiner schaffte. Er bringt Frieden auf die gesamte Erde, er beseitigt Hunger und Armut und alle Menschen sind glücklich. Doch zu welchem Preis?
Und als nun nach einem Monat Wonder Man aus seinem Testsarkophag hinaus steigt und sieht was in dieser kurzen Zeit alles passiert ist, hat er nur eine Chance. Doch keiner seiner Freunde will ihm glauben und stattdessen wird er zum Staatsfeind Nummer 1. Nun kann er nur noch mit einer List Doom stürzen…
FAZIT:
Condor hat sich für den sechsten Band seiner Premium-Reihe „Marvel Comic Exklusiv“ wirklich ein tolles Schmankerl ausgesucht. Mit der Graphic Novel „Emperor Doom – starring The Mighty Avengers“ legt David Michelinie wirklich ein tolles und episches Rächerabenteuer vor, die durch Bob Halls Zeichnungen perfekt ergänzt werden. Zwar ist Doom als Herrscher über die Welt nichts wirklich Neues, und das ausgerechnet der Diktator der gesamten Welt Frieden bringt ebenfalls nicht, aber dennoch bringt es Unterhaltung und Spannung bis zur letzten Seite. Sehr schön finde ich auch das trotz der Tatsache das diese Geschichte eigenständig für sich steht, viele Anspielungen und Querverweise auf die Handlungen der damaligen Serien gemacht werden, wie eben Tonys Alkoholsucht.
Marvel Comic Exklusiv #6: Die Rächer – Doom-Kaiser der Welt ist ein sehr schöner Rächerleckerbissen mit dichter Story und atemberaubenden Bildern.

Wer jetzt Geschmack an diesem Band gefunden hat, sollte die üblichen Comicmarktplätze und Ebay absuchen. In gutem Zustand sollte der Band für um die 5€ zu bekommen sein.

Gon #6 [Carlsen, Juli 2011]

Mit dem heutigen sechsten Band der Manga-Reihe „Gon“ biegen wir auch gleichzeitig auf die Zielgerade ein, denn mit dem nächsten siebten Band ist Gons „kleine“ Reise um die Welt und durch die Tier- und Pflanzenwelt auch schon beendet. Dennoch wollen wir heute noch einmal die vorletzten Abenteuer des kleinen Dinosaurierers, mit dem ganz großen Herzen, genießen…

Gon #6

Gon zieht weiter…
Diesmal trifft Gon auf ein Trio junger Vögel, welche mitsamt ihrem Nest auf seinem Kopf landen und von nun an zusammen mit Gon einige aufregende Abenteuer erleben…
Danach hat sich Gon eine Schaar ramponierter Einzelkämpfer um sich versammelt und als Team ziehen sie durch die Lande, verbreiten dabei Angst und Schrecken und erleben auch glückliche Momente…
In der vorletzten Geschichte stürmt Gon einen riesigen Berg und trifft dabei auf Steinböcke und Schneeleoparden bevor er am eisigen Gipfel im Schnee versinkt…
Zuletzt schließt sich Gon einem alten gebrechlichen und verstossenen Elefanten an um diesen auf seinem letzten Weg zu begleiten und zu helfen…
FAZIT:
Die Reiseabenteuer von Gon neigen sich dem Ende und das ist auch irgendwie gut so. Langsam fällt das Ganze etwas ab, bleibt aber immer noch auf einem überdurchschnittlichem Niveau. Gerade das letzte Abenteuer mit dem Elefanten weiß auf voller Linie zu überzeugen. Anders als in den ersten drei Geschichten steht nicht der typische Humor im Vordergrund, sondern das Tragische.
Auch zeichnerisch bleibt alles beim gewohnt sehr guten Niveau und so bleibt auch die Serie weiterhin eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

Ähnliche Artikel:
Review: Gon #5 [Carlsen, Mai 2011]
Review: Gon #4 [Carlsen, März 2011]
Review: Gon #3 [Carlsen, Januar 2011]
Review: Gon #2 [Carlsen, November 2010]
Review: Gon #1 [Carlsen, September 2010]

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Avengers: Earth Mightiest Heroes Season 2 Episode 5 (Clip)

Kurz vor dem Wochenende und der für Sonntag geplanten Ausstrahlung auf Disney XD präsentiert Marvel wieder einen kleinen Teaser auf die nächste Episode der zweiten Staffel „Avengers: Earth Mightiest Heroes“ und diesmal sehen wir wie Luke Cage und Iron Fist Ant-Man zur Hand gehen wollen…

Ultimate Spider-Man Episode 6 (Clip)

Marvel gönnt allen Fans mal wieder einen kleinen Sneak Peak auf die sechste Episode der neuen Ultimate Spider-Man Animationsserie welche am Sonntag Morgen auf Disney XD zu sehen ist. Diesmal begegnet unser aller Lieblingsnetzschwinger niemand geringerem als dem Taskmaster…

Marvel Comic Sonderheft #7: Silver Surfer [Condor, Juli 1981]

Heute habe ich einen ganz besonderen Comicleckerbissen ausgegraben. Als der Condor-Verlag noch die Rechte an den deutschsprachigen Marvel Comics hatte, gab es viele Versuche mit Heftreihen in denen wechselnde Protagonisten und Helden ihre Chance auf einen Auftritt auf dem deutschen Markt hatten. Eine dieser Serien war „Marvel Comic Sonderheft“ in dem neben Annuals der regulären Heft-, Alben- und Taschenbuchserien eben auch kurze Abenteuer zum Abdruck kamen, von Helden die sonst keine eigene Serie hatten.
Einer dieser Helden ist der Silver Surfer. Eine der wohl tragischsten Figuren die Stan Lee jemals erschaffen hat. Für viele ist er einfach nur eine Memme, aber für andere eben ein besonders aufopferungsvoller Held, der alles hinter sich gelassen hat nur um der großen Liebe ein glückliches Leben zu ermöglichen…

Marvel Comic Sonderheft #7: Der Silver Surfer

Nachdem der Surfer nicht mehr Galaktus Herold ist, lebt er gefangen auf der Erde. Eingesperrt durch Galaktus Barriere ist es ihm nicht möglich weiter als eine vorgegebene Entfernung von der Erde zu reisen. So bleibt ihm sein Heimatort Zenn-La für immer unerreichbar. Als nun jedoch ein Planet abgelenkt durch ein kosmisches Schicksal seine Richtung ändert und Kurs auf die Erde nimmt, muss der Surfer alles geben um den Menschen zu helfen. Doch es will ihm keiner glauben, weder die Vereinten Nationen noch die Menschen auf der Strasse. Stattdessen beschuldigen sie den Surfer der Verursacher der Ausläufer des Planeten zu sein. Ohnmächtig und übermannt der Macht und Überzahl der Menschen unterliegt er schliesslich.
Dies ist die Chance für Mephisto den Geist und die Moral der Menschheit zu Zerstören und so deren Seelen nach der Katastrophe seiner Armee zuführen zu können. Doch der Surfer wird von einem hellen Licht gerettet und darf nun endlich sein Gefängnis, die Erde, verlassen und nach Zenn-La zurückkehren. Aber der Surfer kann die Menschheit trotz allem was sie ihm angetan hat nicht ihrem Schicksal überlassen. Er verlässt Zenn-La und seine geliebte Shalla Bal um der Erde zu Hilfe zu eilen…
FAZIT:
Eine sagenhafte und grandiose Geschichte um die wohl tragischste Figur des Marvel-Universums. Um so erstaunlicher ist daran jedoch das eben jene Geschichte nicht direkt aus dem Haus der Ideen selber, sondern aus Frankreich stammt. Autor J.K. Melwyn Nash bleibt dabei dem Stil von Schöpfer Stan Lee so treu und schafft es dennoch einem ganz eigenen Stil zu präsentieren das es einem fast die Sprache verschlägt. Auch die Zeichnungen von J.Y. Mitton stehen denen der großen Vorbilder Jack Kirby und John Buscema in absolut nichts nach.
Ebenfalls lobend zu erwähnen sei auch noch der eindringliche Sachartikel von Hajo F. Breuer, der die tragische Figur des Silver Surfer und seinen noch tragischeren Werdegang näher beleuchtet. Dieses Heft sollte meines Erachtens nach in keiner gut sortierten Marvel-Comic-Sammlung fehlen, erst recht dann nicht wenn man dem Silver Surfer auch nur einen kleinen Funken Sympathie abgewinnen kann.

Wer jetzt diese Abenteuer selber lesen möchte, der sollte die üblichen Comicmarktplätze abgrasen und bei Ebay ein offenes Auge haben. Aber mit Preisen zwischen 2,50€ und 10,00€ sollte man schon rechnen, wenn es denn im ordentlichen bis sehr guten Zustand sein soll. 😉

28 Days Later: Die Zeit danach [Cross Cult, Juni 2007]

Nachdem ich bereits die Graphic Novel zu „Das letzte Einhorn“ (Mein Comic des Jahres 2011) hier vorgestellt habe, präsentiere ich heute einen weitere Comicadaption zu einem Film…

28 Days Later: Die Zeit danach

Eine Gruppe von Wissenschaftlern arbeitet an einem Virus, um die sich aufkeimende Wut im Zaum zu halten. Doch dabei geht etwas schief. Bei den Tests an Schimpansen kommt es zu einem folgenschweren Fehler auf Grund dessen ein neuer Virus auf die Menschheit losgelassen wird, der nicht etwas die Wut eindämmt sondern ihr freien Lauf lässt.
Das Ergebnis sind Zombieähnliche Kreaturen die von nun an ganz England zu erobern versuchen. Und die ersten Opfer sind ahnungslose Menschen im Park. Ab da breitet sich das Chaos ungebremst aus und schon bald ist fast ganz England von den Monstern überrannt…
FAZIT:
Was als Film funktioniert muss als Comic noch lange nicht funktionieren, aber diesmal tut es das sogar sehr gut. 28 Days Later – Die Zeit danach ist zwar vom Titel her ein wenig verwirrend, da die Story nicht nur nach den Ereignissen im Film spielt, sondern sogar die Vorgeschichte dazu liefert. Maßgeblich dafür verantwortlich das die „Comicadaption“ funktioniert ist sicherlich „30 Days of Night“-Schöpfer Steve Niles. Er präsentiert eine dichte und furchterregende Atmosphäre die von den Zeichnern Dennis Calero, Diego Olmos und Nat Jones hervorragend in Szene gesetzt wird.
Für Fans der Filme ist dieser Band auf jeden Fall einen Blick wert.

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Universe #3 [Infinity, Februar 2003]

Nach etwas längerer Zeit geht es heute wieder mit dem dritten Band von Universe weiter. Paul Jenkins Trip in die Hölle oder dessen was er sich darunter vorstellt. Und nachdem gestern Crain bei Carnage – Familienfehde seine aktuellen Fähigkeiten zeigen konnte werfen wir hier einen kleinen Blick zurück…

Universe #3

Manchmal muss man sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen. Das muss auch Tom feststellen als er erneut in die Hölle muss um dort jemanden zu finden der in den 80er Jahren beim schwarzen Börsenmontag den schnellsten Weg von einem Hochhaus gesucht hat. Doch so einfach ist dieser Jemand nicht zu finden, denn er befindet sich bei der gefürchtetsten Person der Hölle, dem Schaffner. Dieser bringt mit dem Zug alle in den siebten Kreis der Hölle, doch niemand kehrt von dort zurück. Bis auf den Schaffner und eben jener gesuchten Person.
Ausserdem muss Tom nach diesem Erlebnis von welchem er erfolgreich wieder „heimkehrt“ noch einmal in die Hölle. Doch diesmal aus persönlichen Gründen.
So hat er in seiner Zeit als Priester jemandem einen Rat gegeben von dem er dachte das dies die richtige Entscheidung wäre, aber das Ganze wurde eine Familientragödie als der Hilfesuchende seine Frau und seine beiden Kinder ermordete bevor er sich selbst das Leben nahm. Nun fristen die Vier in der Hölle ihr Dasein und Tom fühlt sich in der Pflicht wenigstens die Kinder und die Frau davon zu befreien…
FAZIT:
Toms Reisen in die Hölle sind wahrlich etwas besonderes. Düster, schräg und vollkommen chaotisch. Das macht Spaß und unterhält wirklich sehr gut. Die Story an sich zieht sich leider noch immer etwas. Man hat als Leser irgendwie keine Ahnung wo das Ganze hinführen soll. Auch Jenkins scheint das wohl nicht so wirklich klar zu sein, zumindest hat es inzwischen den Anschein. Auch Crains Zeichnungen werden irgendwie immer verkorkster. Zwar sehen die Dämonen sehr gut aus (wofür ja sein Stil irgendwie passen ist) aber die Menschen werden zu Abziehbildern von Dali.
Ich bin mal gespannt wohin die Nummer 4 der Reihe führt…

Ähnliche Artikel:
„Universe“ #2 [Infinity, Oktober 2002]
„Universe“ #1 [Infinity, Juni 2002]

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Marvel Exklusiv #96: Carnage – Familienfehde [Panini, Januar 2012]

Im heutigen Artikel sehen wir einen altbekannten Störenfried aus dem Spider-Man Universum wieder. Aber wie konnte er nach seinem Tod in „Spider-Man und die neuen Rächer“ #1 (2. Story) durch den Sentry wieder auf die Erde zurückkommen und wie hat er seine Zweiteilung überlebt. Diese und weitere Antworten liefert dieser Band…

Marvel Exklusiv #96: Carnage – Familienfehde

Eigentlich beginnt alles ganz harmlos. Peter Parker will sich einen gerusamen Morgen zu Hause machen mit einer Schüssel voll Frühstücksmüsli und Tony Stark ist Gast auf einer Ausstellung medizinischer Geräte wo gerade der PC-Hersteller Micheal Hall eine nagelneue Armprothese vorstellt die nicht nur von elektrischen Impulsen in Form von Nullen und Einsen (sprich An und Aus) gesteuert wird, sondern die direkt auf die Gefühle des menschlichen Gehirns reagiert.

Doppelgänger beim Bummeln in der City.

Als Tony nach der Ausstellung auf dem Weg nach Hause ist sieht er einen Netzschwinger mit sechs Armen der Jagd auf einen gepanzerten Transporter macht. Sofort verständigt er seinen Miträcher Spider-Man, der sich auch umgehend (mitsamt seiner Müslischüssel) auf den Weg macht. Was noch niemand weiß, ist das der Transporter eine gefährliche und altbekannte Fracht beherbergt. Als Spider-Man dann endlich eintrifft und sieht mit wem sie es zu tun haben, werden Erinnerungen an die Ereignisse von vor ein paar Jahren (Maximum Carnage in „Die Spinne“-Magazin #226 bis #233) in denen er seinen „Doppelgänger“ zuletzt sah.
Während Iron Man und Spider-Man nun versuchen das Schlimmste zu verhindern indem sie versuchen den Doppelgänger vom gepanzerten Fahrzeug fernzuhalten, taucht nicht nur eine mysteriöse Frau auf die helfend zu Seite stehen möchte, sondern auch zwei gepanzerte Kämpfer die Iron Man gar nicht so unähnlich sind. Zumindest was die Kampfausstattung betrifft haben sie definitiv Ähnlichkeit mit dem eisernen Ritter. Aber moralisch spielen die neuen Helden auf einem ganz anderen Level.

Manchmal ist man wenn man helfen will eben nicht nur arm dran.

Bei dem Versuch den Doppelgänger vom Transporter fern zu halten setzt einer der beiden Kämpfer scharfe Waffen ein und tötet nicht nur fast den Doppelgänger, sondern trennt der mysteriösen Frau auch den Arm ab. Endlich lüftet sich somit auch das Geheimnis der mysteriösen Fracht. Es handelt sich um niemand geringeres als Frances Louis Barrison alias Sandra Deel auch bekannt als Shriek. Deshalb hat Doppelgänger versucht den Transporter anzugreifen. Und auch gelöst ist das Geheimnis um die mysteriöse Frau die helfen wollte, denn diese ist einfach nur Shrieks Ärztin, Dr. Tanis Nieves.
Kurz darauf besucht Spider-Man Dr. Nieves im Krankenhaus nur um dort von ihr zu erfahren das sie bereits einen neuen Arm besitzt und deshalb auch keinerlei Aussagen machen wird. Als dann auch noch eine Anwältin auftaucht sucht Spidey das Weite, und Dr. Nieves lernt endlich den Grund für Shrieks Überführung kennen. Shriek soll helfen von einer ihr unbekannten Biomasse Abkömmlinge zu „züchten“ welche Michael Hall biotechnisch weit nach vorne bringen sollen. Was Nieves jedoch noch nicht weiß, ist das es sich bei dieser Biomasse um die Reste von Carnage handelt, welche Hall aus dem All „geborgen“ hat.

Der Symbiont auf der Flucht nutzt alles mögliche als Wirt. Sogar eine Ärztin.

Doch wie nicht anders zu erwarten, passiert was passieren muss. Es kommt zu Komplikationen. Und zwar reagiert Dr. Nieves neuer Arm auf die Nähe zur Biomasse und gerät ausser Kontrolle. Dr. Nieves‘ Arm tötet alle anwesenden Personen und verschafft sich dann Zugang zur Biomasse um dann mit ihr zu verschmelzen. Heraus kommt ein neuer, weiblicher, Carnage der auf der Suche ist. Doch was kann er suchen. Spürt er die Nähe von seiner ehemaligen „Partnerin“ Shriek?
Nein. Denn was bisher keiner wusste ist, dass Cletus Kasady überlebt hat. Zwar nur sein Oberkörper, aber der Symbiont hat unter Aufbietung aller seiner Kräfte versucht seinen Wirt zu beschützen. Kasady ist nun ein Gefangener von Michael Hall und hat einen neuen Biomechanischen Unterkörper erhalten. Nun ist die Biomasse mit ihrem neuen Wirt auf dem Weg seinen alten „Kameraden“ wiederzufinden um sich mit ihm zu vereinen.

Shriek mit neuer Ausstattung.

Auch Shriek hat inzwischen wieder Anschluss gefunden. Und zwar hat sie nicht nur ihren „Sohn“ Doppelgänger gefunden, und die inzwischen vom Symbionten verlassene Dr. Tanis Nieves, sondern auch den inzwischen zu neuer Größe auferstandenen Carnage der sich mit Cletus Kasady wieder zusammengeschlossen hat und schon sehr beschäftigt ist Spider-Man und Iron Man ein paar Lehren beizubringen. Aber Schriek hat auch noch eine Überraschung parat. Denn in dem neuen Arm von Dr. Tanis Nieves, hat sich ein weiterer Symbiontenableger niedergelassen, den sich Frances natürlich sofort zu Eigen macht.

Rache ist süß!

Aber so einfach geben sich weder Spider-Man noch Iron Man geschlagen und auch Dr. Nieves hat sich noch lange nicht aufgegeben. Sie holt sich ihren Arm wieder zurück und gibt sich auch dem Symbiontenableger hin um so zur neuen „Heldin“? Scorn zu werden. Sie schnappt sich Shriek und richtet deren Schallkraft gegen Carnage um dem Kampf endgültig ein Ende zu setzen, aber ist Carnage der mit der neuen Heldengruppe aus Symbiontenrüstungen verschmolzen ist, so leicht zu schlagen…?

FAZIT:
Carnage – Familienfehde ist einfach nur schön. Die Story schlägt einen Bogen zurück zu einem wirklich tollen (aber weitgehend sinnfreien) Event (oder besser gesagt Prügelorgie) und sorgt somit auch für alteingesessene Leser für einen wunderbaren Erinnerungsbonus ohne dabei aber neue Leser (oder die die Maximum Carnage damals verpasst haben) etwas vermissen würden. Zeb Wells (seines Zeichens Ex-Mitglied der Web-Head-Crew rund um Amazing Spider-Man bis zu Big Time) liefert eine spannende und actionreiche Stoy ab die mit detailreichen und imposanten Zeichnungen von Clayton Crain abgerundet werden.
Aber es gibt auch negatives. Die Story ist actionreich und macht Spaß, hat aber auch nicht wirklich etwas neues zu bieten. Das Carnage nicht auf ewig tot sein konnte, dürfte inzwischen jedem klar geworden sein, der auch nur wenige Jahre Superheldencomics liest. Niemand bleibt wirklich lange tot (Ausnahme Onkel Ben bei Spider-Man und Bruce Waynes Eltern) und so war es nur eine Frage der Zeit bis Carnage wieder auf die Leserschaft losgelassen wird. Aber immerhin haben Wells und Crain es nicht langweilig werden lassen.

Keine Zeit mehr oder so gewollt?

Und da wären wir auch beim nächsten Problem. Crain ist ein detailverliebter und extrem aussergewöhnlicher Künstler. Aber an einigen Stellen in diesem Band wirken seine Zeichnungen schlampig und gehetzt. Wo Anfangs teilweise noch einzelne Haarsträhnen und kleinste Hautfalten gezeigt wurden werden später sogar ganze Figuren mit wenigen Strichen dargestellt. Und dies betrifft nicht mal kleinste Zeichnungen im Hintergrund. Das dargestellte Bild füllt von seiner Größe fast eine viertel Seite des Bandes und wirkt ehrlich schon ganz schön hingeschludert. Dabei kann man nicht einmal von bewegungsbedingter Darstellung sprechen, da diese auch bei ruhigen Passagen anzufinden sind.
Wenn man aber einmal von diesen beiden Mankos absieht, bietet sich dem Leser ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Band mit sehr viel Action und schönen Bildern, vorausgesetzt man kann mit dem Stil von Clayton Crain warm werden.

Neben dem hier vorgestellten Softcover erschien der Band noch in der etwas teureren Hardcoverversion welche aber bereits verlagsvergriffen ist.

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