Gratis Comic Tag 2012 (Reviews Teil 1) – Die Comics von Panini

In den nächsten Tagen werde ich immer wieder zusammenfassende Reviews von den Gratis Comics der verschiedenen Verlage präsentieren. Anders als jedoch der Artikel zum Gratis Comic Tag 2011 werden diese Artikel etwas kürzer ausfallen, da ich nicht alles zusammenfassen werde.

Heute beginne ich mit den beiträgen von Panini zum Gratis Comic Tag. „Spider-Man“, „Justice League“, „Bongo Comics für Umme“, „Sweet Tooth“, „Star Wars – The Clone Wars“ und „Game of Thrones“ machen somit den Anfang der Gratis Comic Tag Reviews 2012.

Spider-Man (Gratis Comic Tag 2012)

Große Ereignisse werfen auch große Schatten voraus. Dies muss auch Spider-Man erfahren und das ganz ohne das er es weiß, als er seine Partnerin Spider-Woman aus dem Bann von Mandrill befreien muss, der Jessica Drew zwingt einen Diebstahl auf der Fifth Avenue zu begehen. Auch Ex-Spider-Woman Julia Carpenter (die neue Madama Web) ist vor Ort, zusammen mit Shang-Chi. Doch dieser darf nicht eingreifen um seinem Freund Spider-Man zu helfen, da dieser unbewusst eine Entscheidung treffen soll, die für seinen nahe Zukunft sehr wichtig werden soll, denn Spider-Island steht kurz bevor…
FAZIT:
Das Panini ausgerechnet den vorliegenden Free Comic Book Day – Beitrag von 2011 ausgewählt hat, kommt nicht von ungefähr. Denn dieses Heft ist essentiell für das bevorstehende Event Spider-Island. Aber wer das Pech hatte diese Ausgabe nicht zu ergattern, braucht keine Angst zu haben, da Panini dieses Abenteuer in einem noch kommenden Band nachdruckt. Somit ist dieser GCT-Beitrag nicht exklusiv und Fans die es verpasst haben sollten brauchen sich nicht zu ärgern.
Zum Comic selber. Dieser ist spannend, lustig und vor allem dynamisch, was besonders an den Zeichnungen von Humberto Ramos liegt. Wer mich oder meinen Blog bereits länger kennt, der weiß das Ramos einer meiner Favoriten ist. Zwar ist korrekte Anatomie für Ramos mehr sowas wie eine grobe Richtlinie als eine feste Größe, dafür aber sind seine Zeichnungen sehr dynamisch und energiebetont.
Spider-Man ist ja sowieso mein Favorit, und so ist es auch nicht wirklich verwunderlich, das mir diese Ausgabe auch sehr gut gefällt.

Justice League (Gratis Comic Tag 2012)

Batman verfolgt gerade einen flüchtigen Böswicht und seine Chancen stehen leider überhaupt nicht gut. Das liegt aber nicht nur daran das sein Gegner mit sehr unfairen Mitteln kämpft, sondern auch das die beiden von Gothams Polizei verfolgt werden. Als dann auch noch Green Lantern eingreift, der wiederum von Superman angegriffen wird verbessert sich die Situation auch nicht wirklich…
Eine massive Flucht von Verbrechern aus Arkham Asylum ruft den dunklen Ritter auf den Plan. Er will in das gesicherte Irrenhaus eindringen und dort 65 Männer des Sicherheitsdienstes aus den Fängen der Verrückten zu befreien. Doch der Gegner auf den Batman dann trifft, hat er so nicht erwartet…
FAZIT:
Für Panini markiert der bevorstehende Juni etwas ganz besonderes. Der im November letzten Jahres in den USA stattgefundene DC NEW 52 Relaunch steht in den Startlöchern und was bietet sich da besseres an, als der Gratis Comic Tag, den Lesern die neuen Serien (oder eine kleine Auswahl) etwas näher zu bringen?
Und so präsentiert Panini in diesem Heft eine 10-seitige Preview der ersten Justice League Ausgabe, sowie eine 8-seitige Preview von Batman: The Dark Knight und eine ganze Menge Informationen rund um den DC Neustart bei Panini.
Die Comicanteile an sich können grafisch beide überzeugen. Immerhin stehen mit Jim Lee und David Finch bekannte Größen an den Zeichentischen. Storytechnisch sieht das leider schon etwas anders aus. Während Justice League noch besser wegkommt ist The Dark Knight einfach zu sehr zerstückelt. Zumindest wirkt es so. Es sind Sprünge spürbar die den Lesefluss doch stark hemmen.
Insgesamt aber ist es eine immer noch gute Ausgabe die Appetit auf den bevorstehenden Relaunch macht.

Bongo Comics für Umme (Gratis Comic Tag 2012)

Superhelden werden in Springfield nicht mehr gerne gesehen nachdem Stretch Dude, Clobber Girl und Bouncing Battle Baby etwas größeren Schaden angerichtet haben und so legen die drei Helden ihre Kostüme ab und wollen fortan nur noch als normale Kinder durch das Leben gehen. Doch so einfach ist das nicht, da die Superschurken sich nicht an das neue Gesetz halten und fröhlich weiter über Springfield herfallen…
Ausserdem tritt Bart noch in einen Waschstreik, damit er endlich seine Fernsehrechte zurück erhält. Aber er schikaniert damit nicht nur seine Familie, sondern auch seine Freunde und Mitschüler. Also heckt er einen Plan aus, bei dem er sich früh im Garten von Milhouse wäscht und nachmittags in dessen Müll suhlt um seiner Familie wieder zuzusetzen, aber Homer hat auch seine eigenen Mittel dem entgegenzuwirken…
Zu guter letzt machen die Simpsons noch einen Ausflug in die Gefilde der Mangas und präsentieren sich in schickem Schwarz/Weiß und extrem dynamischen und überdrehten Actionposen…
FAZIT:
Die Bongo Comics für Umme sind auch in diesem Jahr, wie die letzten Jahre auch schon, zwar nur eine Querschnitt aus bereits veröffentlichten Episoden, aber sie machen einfach immer wieder Spaß. Gerade die Storys von ian Boothby und Chuck Dixon sind fast schon ein Garant für Humor und Spannung. Zeichnerisch wird leider nur gewohnte Einheitskost präsentiert und das obwohl es auch aussergewöhnlichere Zeichner für die Simpsons gibt, die einen eigenen und sichtbaren Stil haben, aber hier wäre wohl das Problem das Leser die dies nicht gewohnt sind, abgeschreckt werden würden.
Dennoch ist auch diese Gratis Comic Tag-Ausgabe wieder gelungen und macht viel Spaß.

Sweet Tooth (Gratis Comic Tag 2012)

Gus ist ein aussergewöhnlicher Junge. Denn Gus trägt ein Geweih. Und weil das keiner einfach so akzeptiert lebt Gus zusammen mit seinem Vater versteckt im Wald. Aber die Menschen dringen immer weiter in die sichere Heimat der beiden vor. Als Gus eines Tages eine Tafel Schokolade entdeckt ist sein Vater verunsichert. Er weiß das es mit ihm selber nicht mehr lange bestellt ist, denn wie schon Gus‘ Mutter droht ihm der nahende Tod und er möchte sicher sein, dass sein Sohn dem Leben in der Einsamkeit gewachsen ist. Doch kurz nachdem Gus‘ Vater von ihm gegangen ist, gerät der Junge auch schon in große Gefahr…
FAZIT:
Jeff Lemire präsentiert mit Sweet Tooth ein wirklich aussergewöhnliches Werk. Nicht nur von der Geschichte, sondern auch von den Zeichnungen schlägt Sweet Tooth ganz andere Wege ein. Zwar sind die Zeichnungen sehr Fantasy-Like und verträumt, aber oftmals auch sehr brutal und explizit. Auch wenn die Serie Anfangs wie ein Märchen wirkt, so entwickelt es sich doch sehr schnell zu einem postapokalyptischen Drama.
Auch wenn mich persönlich Sweet Tooth mit diesen wenigen Seiten noch nicht so richtig packen konnte, muss ich der Serie dennoch einen gewissen Reiz zusprechen. Für mich persönlich wird ein Blick in den bereits veröffentlichten Band nicht ausbleiben um etwas tiefer in die Zukunft von Gus hineinzuschnuppern.

Game of Thrones (Gratis Comic Tag 2012)

Der „verfluchte Wald“ hat schon viele Leben gefordert und so ist auch Will nur ein weiterer Toter im Schnee unter den Bäumen. Auch Eddard Stark nimmt ein Leben, aber dies geschieht im Auftrag des Königs. Er enthauptet einen Verräter und zum ersten Mal darf neben seinen Söhne Jon und Robb auch Bran anwesend sein. Auf dem Rückweg finden sie eine tote Schattenwolfmutter die gerade Junge geworfen hat. Die Anzahl der Jungen stimmt genau mit der Anzahl an Söhnen überein die Eddard Stark hat und so nimmt er die Welpen mit nach Hause…
FAZIT:
George R. R. Martins Fantasy-Epos „Game of Thrones“ hat sich in den letzten mehr als 10 Jahren eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Nicht zu Unrecht muss man anerkennen, auch wenn es sich mir bisher nicht so ganz erschlossen hat. Dies ändert sich auch nicht durch die Comicadaption. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, kann mich aber leider nicht wirklich fesseln.
Grafisch ist die Adaption einen Augenweide. Sehr detaillierte und stimmungsvolle Zeichnungen wissen zu gefallen, auch wenn manche Bilder ein wenig statisch wirken. Auch die Koloration ist gelungen und unterstreichen die Zeichnungen gekonnt, wenngleich auch dunkle und erdbetonte Farben dominieren.
Insgesamt kann mich leider das Heft nicht wirklich begeistern, was aber wohl auch daran liegt das manche Arten von Fantasy mich einfach nicht schaffen anzusprechen.

Star Wars – The Clone Wars (Gratis Comic Tag 2012)

Savage Opress greift auf dem Planeten Affa den dortigen Herrscher Noggox an, der sich eigentlich Savage Opress als Beschützer für seine Flotte angeheuert hatte. Doch dieser hatte offenbar bereits einen anderen Auftraggeber und einen anderen Auftrag…
Als nächstes müssen Ahsoka und Anakyn in ein separatistisches Schiff eindringen, welches ein aussergewöhnlichen Schutzschild besitzt, der es den Schiffen ermöglicht nach aussen zu feuern, aber feindliche Schüsse abzuwehren…
Und als letztes beweißt Ahsoka ihrem Padawan Anakyn das sie auch sehr gut auch sich selbst aufpassen kann und keine Hilfe mehr benötigt, wenn sie in eine brenzlige Situation gerät…
FAZIT:
Star Wars konnte mich irgendwie noch nie so richtig begeistern (wenn man mal die klassische Trilogie aussen vor lässt) und deswegen schafft es auch die diesjährige Gratis Comic Tag-Ausgabe nicht mit von den Star Wars Comics zu überzeugen. Die Storys und Zeichnungen sind zwar in Ordnung, aber es zündet bei mir irgendwie nicht wirklich. Man merkt aber auch das das Heft für eine wesentlich jüngere Zielgruppe konzipiert ist und diese dürften bestimmt daran gefallen finden.

Das waren somit die ersten 6 Hefte des diesjährigen Gratis Comic Tag. In den nächsten Tagen folgen dann weitere Reviews bis alle 30 Hefte vorgestellt wurden.

Bedanken möchte ich mich auch noch mal bei meinem Comicshop „Comic Attack“ in Erfurt die mir freundlicherweise einen Komplettsatz zur Verfügung gestellt haben.

Haunt #2 [Panini, April 2011]

In der heutigen Comic-Review geht es weiter mit dem zweiten Band von Todd McFarlanes neuer Serie „Haunt“ rund um die Brüder Kilgore und dessen neue gemeinsame Zukunft…

Haunt #2

Kurt Kilgore ist tot, doch sein Bruder erhält noch immer Besuch von ihm. Und als wäre das nicht schon schlimm genug verwandelt sich Daniel dank seines Bruders in das neue unheimliche Wesen namens Haunt. Zusammen sind die beiden nun für die gleiche Organisation tätig wie Kurt vorher.
Das klingt zwar alles ganz interessant für den früheren Priester, bringt aber auch einiges an Problemen mit sich. So wird er zum Beispiel zur Zielscheibe des Gangsters Hurg und dessen Organisation sowie dem hinterhältigen und grausamen Killer Cobra, dem Haunt schon beim letzten Aufeinandetreffen gehörig „die Fresse poliert“ hat.
Doch es gibt noch mehr Probleme. Kurts Frau erfährt nicht nur von Daniel welche Geheimnisse ihr Mann vor ihr verbarg, sondern auch das er ihr dadurch eine ganze Menge an Geld hinterlassen hat. Aber auch Kurts ehemalige Partnerin und Geliebte stellt sich bei seiner Frau vor. Und auch Daniel versucht sein Leben nach seinem Priester-Dasein auf die Reihe zu bekommen, indem er seine Lieblingsnutte aus den Fängen ihres Zuhälters befreit.
Als wäre all das nciht schon genug, versuchen auch noch Kurt und Daniel in ihrer Wesenheit als Haunt, deren maximale „Betriebsamkeit“ auszutesten und begeben sich dabei mehr als einmal in Lebensgefahr…
FAZIT:
Haunt macht einfach nur Spaß. Mehr nicht. Kein tieferer Sinn, keine hintergründige weltbewegende Geschichte, einfach nur sinnfreier unterhaltender Spaß der das Gehirn auf Urlaub schickt. Fast wie Big Brother nur das hier das visuelle weit mehr überzeugen kann als die TV-Knastis. Capullos Zeichnungen haben sich seit Spawn zwar nur leicht, dafür aber merklich positiv weiterentwickelt.
Wie auch im ersten Band liegt das Hauptaugenmerk auch in diesem Band auf der überzogenen Gewaltdarstellung und massiver Action, aber genau das ist es eigentlich auch was ich von diesem Werk erwartet habe.
Schlussendlich bleibt mir daher nur die Frage, wie lange dies funktionieren kann, bevor es ermüdend wird. Aber dies wird wohl erst der dritte Band zeigen, da Band 2 wie schon gesagt, einfach nur Spaß macht.

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…oder einfach eine Mail an info@comic-attack.de und bei Ed bestellen. 😉

Ähnliche Artikel:
„Haunt“ #1 [Panini, September 2010]

Der „Gratis Comic Tag 2012“ am 12. Mai im Comic Attack in Erfurt!

Morgen findet zum inzwischen dritten Mal der Gratis Comic Tag statt und auch mein Stammcomicshop, Comic Attack, in Erfurt nimmt wieder daran teil. Ab 10.00 Uhr geht es los und ihr könnt auch aus den insgesamt 30 verfügbaren Gratis Comics 4 Stück auswählen, die euch interessieren könnten. Wie die letzten Jahre auch, denken sich die Jungs vom Comic Attack wieder etwas besonderes aus, wodurch ihr evtl. auch mehr als nur die 4 Gratis Comics erhalten könnt. Was das sein wird, ist aber noch geheim.

Dieses Jahr stehen insgesamt 30 verschiedene Comics zu Wahl und es sollte eigentlich für fast jeden etwas dabei sein. Ob von den großen Verlagshäusern wie Panini, Carlsen oder Egmont bis hin zu den kleinen Independentlabels wie Plem Plem Productions oder TheNextArt sind wieder eine Vielzahl an Unterstützern vertreten. Eine kleine Übersicht seht ihr im folgenden Bild.

Ausserdem findet ihr eine kleine Vorschau mit kurzen Infos zu den Comics in meinem Artikel „Gratis Comic Tag 2011 – Ein Resumé & Gratis Comic Tag 2012 – Eine Vorschau“ vom 22. Januar diesen Jahres.

Auch ich werde diesmal in Erfurt, mit meinem beiden Kindern, vorbeischauen und wer Glück hat kann mich dort auch treffen und mit mir ein wenig plaudern. Auf jeden Fall wird es sicherlich wieder ein großer Spaß werden, in den heiligen Hallen vom Comic Attack in Erfurt in der Paulstraße 8.

Weiter Informationen rund um den Gratis Comic Tag findet ihr auf www.gratiscomictag.de.

Das ist doch mal eine so gute Nachricht, das es sich lohnt diese auch zu rebloggen.

Avatar von CraytonCraytons Comic-Blog - im Netz seit 2009

Hallo Leute,

seit dieser Woche, bietet Panini Comics neben ihrem Printangebot nun ihre Hefte auch in digitaler Form an.

Ursprünglichen Post anzeigen 193 weitere Wörter

Teenage Superfreaks Nr. 1 [Plem Plem Productions, Juni 2011]

Auf Grund der vor kurzem erfolgten Veröffentlichung von Whoa Horror #1 (welches ich hoffentlich auch bald hier auf meinem Blog vorstellen darf), dachte ich mir das es doch gar nicht so verkehrt währe die letztjährige Nummer 1 der neuen Superheldencomicserie von Plem Plem Productions nochmals unter die Lupe zu nehmen. Mit dieser Serie wagen sich der Initiator und Herausgeber/Zeichner Christopher Kloiber mit seinem Autoren Henning Mehrtens erstmals in das Genre der Superheldencomics. Ebenfalls erstmals ist diese Reihe komplett farbig, was natürlich einen enormen Mehraufwand mit sich brachte. Ob es sich gelohnt hat, könnt ihr nun hier nachlesen…

Teenage Superfreaks #1

Weiterlesen

Gon #7 [Carlsen, September 2011]

Mit dem heutigen Artikel endet Gons Reise quer durch die Welt mit diesem siebten Band. Viel Spaß hat sie gemacht diese Reise und ebenfalls sehr viel Spaß macht auch noch der letzte Band. Ich verabschiede mich hiermit von dem kleinen Saurier mit den ganz großen Herzen und hoffe, dass er noch sehr viele Freunde und Anhänger finden wird…

Gon #7

Gons letzte Abenteuer brechen an und es beginnt damit das sich Gon als Vogelpapa verdingt indem er sich um einen kleinen Albatros kümmert und ihn großzieht. Dabei wendet Gon seine nicht ganz „üblichen Methoden“ an, was zur Folge hat das aus dem Albatros kein normaler Vogel wird…
Danach zieht Gon mit seinem „Sprössling“ weiter und landet bei einer Orang Utan-Familie wo er sich auch sogleich mit einquartiert und versorgen lässt…
Nicht lange und Gon zieht weiter, aber nicht alleine. Zusammen mit dem Orang Utan-Vater begibt sich Gon auf eine „spirituelle Reise“ und lernt dabei auch die Abgründe des Lebens kennen…
Zu guter letzt will sich Gon noch ein absolutes Leckerchen besorgen. Dafür hat es der kleine Saurier auf Honig abgesehen, aber die Herren über die süße Leckerei, die Bienen, wollen ihr Hab und Gut nicht so einfach hergeben und wehren sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln…
FAZIT:
Das letzte Abenteuer…
Eine wirklich tolle Serie geht zu Ende…
…und sie findet ein würdiges Ende. Bevor das Ganze in Langeweile abdriftet oder am Qualitätsmangel zugrunde geht, sind Gons Abenteuer vorbei. Wieder einmal hat Masashi Tanaka eine Riesenportion an Emotionen, Humor, Action und Spannung aufgefahren um den kleinen Saurier gebührend zu verabschieden. Dabei liefert er auch wieder seine bestmöglichen künstlerischen Fähigkeiten ab. Gons letzte Abenteuer sind wieder ein visueller Leckerbissen der wie schon die Bände zuvor mit einem tollen Setting, aufregenden „Kameraposen“ und wie immer ganz ohne Text, Soundwords oder ähnliches auskommt um dennoch eine fantastische Geschichte zu erzählen.

Ähnliche Artikel:
Review: Gon #6 [Carlsen, Juli 2011]
Review: Gon #5 [Carlsen, Mai 2011]
Review: Gon #4 [Carlsen, März 2011]
Review: Gon #3 [Carlsen, Januar 2011]
Review: Gon #2 [Carlsen, November 2010]
Review: Gon #1 [Carlsen, September 2010]

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Der Engel #3 (von 5) von Tomppa [TheNextArt, April 2012]

Bereits Ende Januar habe ich hier auf meinem Blog die ersten beiden Ausgaben von Tomppas Miniserie „Der Engel“ vorgestellt. Seitdem ist dieser Artikel nicht zu Unrecht einer der erfolgreichsten Comic-Artikel auf meinem Blog. Tomppa fasziniert mit seiner Comicserie und der darin verarbeiteten Thematik. Nun ist Ende April die dritte Ausgabe erschienen und ich möchte es mir natürlich nicht nehmen lassen, auch diese hier vorzustellen.
Ganz besonders Bedanken möchte ich mich hierfür bei Tomppa selbst, der mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar hat zukommen lassen.

Doch nun wollen wir uns erstmal die dritte Ausgabe näher ansehen…

Der Engel #3

Berlin in Flammen.

Zwei Monate sind vergangen seit dem tötlichen Anschlag auf den Berliner Bürgermeister Aydogan. Seit diesem Tag brennt die Stadt. Die Gewalt kocht hoch und die Angst greift um sich. Kaum einer ist noch sicher auf den Strassen. Vor allem Nachts ist es sehr gefährlich geworden. Nur einen Tag nach dem Anschlag bekannte sich ein „Feldmarschall“ zu dem Anschlag und der TV-Sender der Mediengruppe „Vision“ war der Erste, der dieses Bekennervideo ausstrahlte.

Die Gewalt eskaliert.

In diesem Video sprach der „Feldmarschall“ von einer Säuberung Berlins und dem nahenden Sieg der arischen Rasse. Dies führte dazu das Anfangs nur eine kleine Gruppe und später dann immer mehr Skins auf die Strassen gingen um ihre Politik zu verbreiten. Der Engel fühlt sich fast machtlos gegenüber dieser Allmacht an Hass und Unverständnis.

Demo am Alex.

Einen Tag später sitzt Bianca mit ihrer Freundin in einem kleinen Kaffee und plant ihre Teilnahme an der bevorstehen Demonstration bei der Ausländer und Deutsche friedlich für ein gemeinsames Miteinander aufmarschieren wollen. Ihre Freundin versucht sie zwar davon abzuhalten, weil sie befürchtet das es mit großer Sicherheit zu Ausschreitungen kommen wird, aber Bianca lässt sich nicht umstimmen.

Aufmarsch der Skins.

Aber auch der Feldmarschall ist nicht untätig und schwört sein Gefolge ein um die Demonstration so „aussagekräftig“ wie möglich zu gestalten. Seine Skins sollen mit allen Mitteln der Gewalt die Demonstration nutzen um klar zu machen das „ihr“ Berlin für alle Ausländer tabu ist. Und wenn Berlin endlich gereinigt ist, dann ist der Rest Deutschlands an der Reihe.

Das Aufeinandertreffen.

Der Tag der Demonstration und der Engel möchte darüber wachen. Doch schon als die beiden Gruppen aufeinandertreffen spürt er das dies nur im Unheil enden kann. Er versucht beherzt einzuspringen und das Schlimmste zu verhindern, aber ist als Einzelner auch ziemlich hilflos…

Ein großes Opfer!

Es kommt leider wie es kommen muss und die Situation eskaliert in einer Woge aus Gewalt die auch das Leben eines sehr wichtigen Menschen des Engels in Gefahr bringt. Selbst das Eingreifen eines weiteren Kämpfers gegen die Horden an Skins des Feldmarschalls scheinen nur ein Tropfen auf den heissen Stein zu sein…

FAZIT:

Gewalt ist niemals ein Lösung.

Die dritte Ausgabe des Engels schürt die allgemein bekannte Angst vor einer übermächtigen, aber dummen und uns allen bekannten, Macht weiter. Tomppa hält jedem Leser, egal welche Meinung er bei diesem Thema vertritt den Spiegel vor und man ertappt sich selbst bei der Frage wie man persönlich in eben jenen Situationen reagieren würde. Vielen wird es so gehen wie mir, das sie einfach nur dagegen vorgehen wollen, und dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten.
Und auch wenn hier keine eindeutigen Zeichen geboten werden ist sofort klar wer hier an den zeichnerischen Pranger gestellt wird. Schon alleine durch die sehr passende Farbwahl von Schwarz und Weiß, sowie den dazugehörigen Grautönen und der einzigen, aber dafür um so markanteren, Farbe Rot. Zwar tauchen, wie auch schon in den Ausgaben 1 und 2, wieder ganz sanfte Blautöne mit auf, aber diese sind noch als leichte Unterstützung zu sehen und fallen wesentlich marginaler aus als noch in den vorangegangenen Ausgaben.
Was in dieser Ausgabe besonders auffällt und gefällt, ist der große grafische Sprung den Tomppa seit Beginn gemacht hat. Sind die Zeichnungen in den ersten beiden Heften noch sehr rau, Skizzenhaft und manchmal ein wenig statisch, mit auffälligen Outlines und der Verwendung von goßen dominanten Soundwords, so ist dieses dritte Heft filigraner, feiner und vor allem dynamischer geworden. Auch Soundwörter sind keine mehr vorhanden. Die Dramatik überträgt sich nun ohne Hilfsmittel direkt auf den Leser.

Bianca.

Auch Gesichter scheinen Tomppa nun leichter von der Hand zu gehen. Vor allem wenn es hübsche Damen sind. Diese wirkten bisher ein wenig unbeholfen, strahlen nun aber eine Freundlichkeit und Lebendigkeit aus, die einfach nur wunderschön ist.
Doch es gibt leider auch noch ein kleines Manko. Noch immer ist der Hauptprotagonist charakterlich ein wenig eindimensional. Zwar gibt es einige Erkärungen für sein Handeln als Engel, aber wer der eigentliche Mann hinter der Fassade ist, ist relativ unbekannt. Fast wirkt es so, als wolle Tomppa dessen Persönlichkeit bewusst aussen vor lassen, damit sich jeder Leser besser in den Helden hineinversetzen kann. Sich sozusagen als sein Alter Ego sieht der dort hilft wo es notwendig ist.

Mit diesem dritten Heft ist auch schon die Halbzeit der „Engel-Saga“ überschritten und es stellt sich die Frage wie es denn weitergeht. Nur noch zwei Ausgaben kann man mit dem Helden mitfiebern und was kommt dann? Wird es ein „Engel-Universum“ geben in dem Max weitere Abenteuer erlebt? Wird es andere Künstler geben, die sich des Engels annehmen dürfen um ihn neue Gefahren entgegenschicken zu können? Oder wird der Engel nach seinem Finale einfach in den Gedanken und Handeln der Leser weiterleben ohne selbst jemals wieder in Erscheinung treten zu müssen?
Fragen über Fragen, die im Moment vielleicht nichtmal der Künstler Tomppa selber beantworten kann. Aber ich freue mich jetzt schon auf das nächste Heft und hoffe aber auch das bal etwas mit dem Counselor erscheint. Freuen würde ich mich allerdings auch wenn es die Kurzgeschichte zu „Der Engel“ welche bisher nur auf www.mycomics.de online zu lesen ist, als gedruckte einzelne Version (nicht wie im bereits vor knapp 2 Jahren veröffentlichte „MyComics“ Band #1 von Panini) in meine Sammlung finden würde. Auf MyComics findet ihr übrigens auch Leseproben zu allen bisherigen Ausgaben von der Engel. Falls ich euch also nicht schon überzeugen konnte ob des fantastischen Artworks und der tollen Geschichte, schaut einfach mal dort vorbei und bildet euch eure eigene Meinung.

Alle bisherigen, sowie alle zukünftigen Ausgaben sind direkt bei Tomppa unter www.tomppa.de oder den Shop von TheNextArt zu beziehen.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2009-2012 Tomppa/TheNextArt-Verlag.

Avengers: Earth Mightiest Heroes (Season 2) Episode 6 (Clip)

Morgen ist es wieder so weit und bei Disney XD (USA) läuft die nächste Folge der zweiten „Avengers: Earth Mightiest Heroes“-Staffel. Als kleine Vorschau gibt es hier schon mal einen kurzen Clip mit den Avengers und den Guardians of Galaxy.

Viel Spaß damit!

Marvel Pinball: The Avengers Chronicle – Marvel’s The Avengers Table

Für mich als alter Epic-Pinball und Silverball-Fan (Wer kennt sie nicht noch die klassischen Flippergames für den PC?) und bekennenden Marvel-Comic-Fan, war die Veröffentlichung von Marvel Pinball sowieso schon ein Freudenmoment. Inzwischen spiele ich es regelmäßig auf meiner PS3 und habe auch alle bisherigen Tische dafür erworben. Um so mehr freue ich mich auf die bevorstehende Veröffentlichung des Avengers Chronicle Tablepack in dem ein Fear Itself, ein Infinity Gauntlet, ein World War Hulk und der in diesem Video vorgestellte Marvel’s The Avengers-Tisch enthalten sind.

Deadpool: Der Söldner mit der grossen Klappe #2: Nächster Halt Zombieville [Panini, November 2010]

Mit dem zweiten Band endet auch schon Deadpools hoch angepriesene Maxiserie „Merc with a Mouth“ und irgendwie ist es auch nicht wirklich schlimm darum…

Deadpool: Der Söldner mit der grossen Klappe #2: Nächster Halt Zombieville

Deadpool ist zusammen mit Headpool und den AIM-Agenten Dr. Betty und Bill durch ein Portal in das Zombieversum geflüchtet um den Kopf wieder auf seinen Körper zu bekommen und eventuell sogar zu verhindern das die Zombies in das Marvel Universum geraten. Doch zuerst treffen sie in einer Alternativwelt auf Major Wilson von S.H.I.E.L.D. mit dem Decknamen Deadpool, durch eine weitere Flucht und ein weiteres Portal geraten Deadpool und Headpool in eine weitere Welt und treffen dort auf eine Lady Deadpool die von Captain America gejagt wird. Eine weitere Flucht und ein weiteres Portal später landen die beiden im wilden Westen nur um dort auf Deadpool Kid zu treffen. Nachdem sich Deadpool Deadpool Kid durch einen Kopfschuss entledigt hat landet er endlich im Zombieversum. Dort treffen sie auf die letzten überlebenden Menschen, eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich in einer Art Bunker verschanzt haben. Lange Zeit genießt Deadpool nun eine ruhige Zeit mit Videospielen, Chips und Cola, während die Wissenschaftler an einem Gegenmittel für das Zombievirus arbeiten.
Als dann endlich ein möglicher Antivirus entwickelt ist benötigen die Wissenschaftler jedoch ein Versuchsobjekt, und somit macht sich Deadpool auf den Weg einen Zombie zu finden an dem man herumexperimentieren kann. Er findet auch sehr schnell einen, doch ab dann überschlagen sich die Ereignisse.
Mehrere Zombies greifen die Wissenschaftler und den Bunker an, Deadpool kann mit seinen „Freunden“ fliehen, während die Wissenschaftler den Zombies zum Opfer fallen. Nun bleibt den dreien und dem Körperlosen Headpool nur noch der Weg in die Sümpfe wo alles begann…
FAZIT:
Anfangs ist Deadpool: Der Söldner mit der großen Klappe noch ganz lustig, doch schon nach kurzer Zeit wird ‚pools Gequatsche nervtötend. Seine ständigen Avancen gegenüber Dr. Betty sind auch keine Offenbarung und schon gar nicht witzig. Selbst die witzig anmutenden Outfits können nur ein kleines Schmunzeln hervorrufen. Besser gefiel mir da schon Headpool. Trotzdem es eigentlich die gleiche Figur ist, sind seine Witze gelungener, und machen einfach mehr Spaß. Auch AIM-Agent Bill finde ich zum brüllen komisch. Jemand der sich nur wegen der schönen gelben Klamotten und des Weihnachtsgeldes bei AIM anheuert muss einfach einen an der Waffel haben.
Ansonsten bietet der Band schöne kurzweilige Action mit einer gehörigen Portion Humor (der leider nicht vollständig bei mir zündet) und Dazos Zeichnungen passen perfekt zu der verdrehten Atmosphäre. Weniger gelungen sind dagegen die Bilder des ersten Teils der ersten Geschichte. Die Computergenerierten Bilder sind weder besonders schön anzusehen noch strahlen sie irgendeine Dynamik aus. Das ganze wirkt ungelenk und extrem statisch. Für mich der absolute Augenkrebs. Auch sonst sind die restlichen Zeichnungen der 6. US-Ausgabe alles andere als ein Highlight. Bei dieser Qualität hätte die Serie vermutlich nicht mal eine Ausgabe überstanden.
So bleibt unterm Strich ein unterhaltsamer Band mit ein paar sehenswerten Bildern, lockerer Action und einiges an schlechten Beispielen, wie man einen erfolgreichen Comic gründlich falsch macht.

Band 2 dieser Maxiserie ist leider nicht so einfach zu bekommen. Warum? Keine Ahnung, denn eine Offenbarung ist es wirklich nicht und Unterhaltung bietet es auch nur sehr kurz. Wer also die Chance haben sollte günstig ranzukommen, kann ja mal reinschnuppern, ansonsten eher Finger weg.

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