Gratis Comic Tag 2013 Review (22): Benni Bärenstark #10 – Benni macht das Rennen [Splitter/Toonfish, Mai 2013]

GCT 2013Wie schon letztes Jahr mit den Schlümpfen, trumpft das Imprint Toonfish, des Splitter Verlages auch dieses Jahr mit einem Werk von Pierre Culliford, alias Peyo auf. Doch diesmal sind es keine kleinen blauen Fabelwesen, sondern ein bärenstarker kleiner Junge …

Benni Bärenstark #10 – Benni macht das Rennen
(Gratis Comic Tag 2013)

Benni ist klein, und stark. Bärenstark sogar. Und als sein Freund, der Taxifahrer, Herr Piepke mit seinem Mechaniker Viktor an dem prestigeträchtigen Rennen, dem „Großen Preis des Südens“ teilnehmen will, muss Benny dabei sein. Viele Rennfahrer werden sich durch die Serpentinen schlängeln und durch malerische Landschaften streifen. Doch es gibt auch eine ganze Menge Nervenkitzel. Denn zwei der Teilnehmer verhalten sich sehr merkwürdig und auch der nach einem Autounfall zurückgekehrte Vince Ferraro scheint ein Geheimnis zu haben …

Mit Benni Bärenstark verfasste Peyo seinen Gedanken, was wäre, wenn Menschen im ganz normalen Leben Superkräfte hätten. Dies ist ihm mit dem kleinen sympathischen und immer hilfsbereiten Jungen auch sehr gut gelungen. Und wie es sich gehört, findet sich in jedem Benni-Abenteuer auch ein Schlumpf.
Auch diesmal ist Benni mit seiner Kraft und Geschwindigkeit eine große Hilfe. Das Abenteuer ist nicht nur aufgrund der vielen schnellen Autos rasant, sondern auch dank der im Hintergrund ablaufenden Geschichte sehr spannend. Zwar ist das alles nicht neu, aber dafür sehr gut erzählt und verpackt.

Einen nicht unwesentlichen Teil, tragen auch die typischen Zeichnungen bei. Und auch wenn Peyo schon lange nicht mehr selbst zeichnet (er verstarb 1992), ist sein Stil unverkennbar. Doch muss man hier auch anmerken, dass er selber Benni nie wirklich gezeichnet hatte, sondern immer nur als Autor fungierte. Nach Pierre Cullifords Tod übernahm sein SohnThierry das Zepter und führte die Arbeiten seines Vaters weiter. Und das nicht nur bei den Schlümpfen, sondern auch bei Benny. Ebenfalls ganz in der Tradition, in jedem Peyo-Abenteuer einen Schlumpf zu verstecken und mit charmanten Zeichnungen eine spannende und dennoch leicht verständliche Geschichte zu erzählen.

Weitere Reviews findet ihr bei Crayton und ElTofu.

Der tägliche Simpsons-Gag #450

Weiter geht es am heutigen Freitag mit dem nächsten Couchgag.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Die Couch ist zu sehen, aber sie bleibt leer. Stattdessen stehen die Simpsons vor dem Haus. Homer verzweifelt am Schlüssel und hämmert dann gegen die Tür.

Der ultimative Spider-Man Episodenreview (Part 11)

Auch diese Woche gibt es „nur“ die Episodenreview vom ultimativen Spider-Man. Wie auch die JL8 heute, ein wenig später als sonst. Aber besser spät, als nie …

USM 12-4Episode 12: Kidnapping
(Me Time)

Eigentlich wollte Peter nur ein wenig Freizeit für sich haben. Doch Nick Fury würde seinem Schützling lieber ein paar zusätzliche Trainingsstunden verpassen, da seine letzte Heldentat wieder mit reichlich Kollateralschäden abgelaufen ist. Aber Peter hat keine Lust, sein Wochenende zu opfern. Und so zieht er sich nach Hause zurück, wo er sturmfrei hat, da Tante May auf einem Wochenendausflug ist. Da gibt es aber trotzdem ein Problem. Denn Peter entdeckt, dass er auf Schritt und Tritt von Nick Fury überwacht wird. Er stellt Nick zu Rede und fordert, dass sämtliche Kameras und Mikrofone entfernt werden, während er sich eine Auszeit nimmt. Doch diese Auszeit wird von Dr. Octavius unterbrochen und Spider-Man hat wieder keine Freizeit. Stattdessen wird es sogar so gefährlich, dass er Nick um Hilfe bitten muss …

So sieht es eben aus, wenn Spider-Man Schurken jagt.

So sieht es eben aus, wenn Spider-Man Schurken jagt.

Nick ist eben ein Spion der Superlative. Und das macht er mit der Überwachungsaktion seiner Schützlinge überdeutlich. Da ist es schon verständlich, dass Spider-Man etwas gereizt reagiert. Was dagegen eine echte Überraschung ist, ist die Tatsache, dass Doctor Octavius aus seinem dunklen Labor kommt und alleine Jagd auf Spider-Man macht. Und es wirft erneut die Frage auf, weshalb SuperRTL die Ausstrahlungen so dermaßen durcheinanderwürfelt. Denn während die Handlung mit der zuletzt ausgestrahlten 24. Folge eigentlich schon viel weiter vorangeschritten war, macht man hier einen Rückschritt. Zwar sind die Folgen nach wie vor auch ohne die chronologische Ausstrahlung einigermaßen verständlich, aber die zu Beginn etablierte Handlung mit Norman Osborns Jagd auf Spider-Man wirkt als wäre es zwischenzeitlich immer wieder „vergessen“ worden. Der Grund hierfür ist aber nur die Ausstrahlungspolitik des Senders.

Tante May auf einem Wochenendausflug.

Tante May auf einem Wochenendausflug.

Über den Animationsstil brauche ich nach den bisherigen Episodenreviews nicht mehr viel sagen. Auch über die CGI-Effekte und das Setting, welches immer wieder, mal mehr und mal weniger, Anwendung findet. Stattdessen gehe ich auf das Outfit von Doctor Octopus ein. Zerknittert und mit langen Zottelhaaren ist er eine seltsame Mischung aus den Ludolfs und Stephen Hawking. Wieso Stephen Hawking? Ganz einfach. Sein Genie ist trotz des kruden Äußeren unverändert hoch. Und auch Octavius ist auf technische Hilfsmittel angewiesen. Viel witziger sind da aber Spider-Mans Sprüche, in denen er Otto einen neuen Haarschnitt mithilfe eines Kochtopfes verpassen will. Denn dessen ursprünglicher Kopfschmuck kam einem Topfschnitt schon sehr nahe.

Otto in voller Pracht. Mehr oder weniger.

Otto in voller Pracht.
Mehr oder weniger.

FAZIT:

Die Folge ist kein Highlight. Ganz ehrlich gesagt ist sie nicht einmal besonders gelungen. Das einzig Positive ist, dass Octavius mal ins rechte Licht gerückt wurde und er somit einiges von seinem geheimnisvollen Wesen verliert. Viel eher wurde er mit dieser Folge ein wenig entmystifiziert. Denn bisher war er durch sein Verhalten und Auftreten mehr ein Geheimnis. Vor allem in Hinblick auf sein Comicvorbild. Und auch humortechnisch kann die Episode nicht wirklich punkten. Es gibt ein paar wenige funktionierende Gags, aber vieles versandet auch in der Belanglosigkeit.

Spidey als Nick. Und der findet das überhaupt nicht komisch.

Spidey als Nick.
Und der findet das überhaupt nicht komisch.

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USM 15-2Episode 15: Fury’s Bruder
(For Your Eye Only)

Kaum, dass Spider-Man den SHIELD-Helicarrier betreten hat, merkt er, dass etwas nicht stimmt. Kein einziger SHIELD-Agent ist anzutreffen und auch Nick Fury ist spurlos verschwunden. Stattdessen hat die Mannschaft Zodiac die Kontrolle übernommen. Spider-Man stellt also Zodiac zur Rede und erfährt, dass Nick Fury nicht mehr am Leben ist. Doch er kann es nicht glauben und macht sich auf die Suche nach Fury. Kann er den ultimativen Superspion finden und den Helicarrier aus den Klauen von Zodiac befreien?

Irgendwas stimmt hier nicht.

Irgendwas stimmt hier nicht.

Nicht nur der Originaltitel, auch die gesamte Aufmachung erinnert stark an die James Bond-Filme. Das ist auch gewollt und sichert der Folge somit eine ganz besondere Stellung zu. Eine Hommage an James Bond-Filme zu schaffen, ohne zu schnell in die Skurrilität zu verfallen, ist dabei nicht ganz einfach. Mit Zodiac als Gegner hat man hierfür aber genau die richtige Wahl getroffen. Was in der deutschen Fassung allerdings besonders störend ist, ist die Namensgebung der Folge. Während man im Original den Bond-Charakter wahren will und auch noch einen Seitenhieb auf Nick Fury Einäugigkeit gemacht wird, wurde dieser im deutschen vollständig ignoriert. Und obendrein wird der deutsche Zuschauer auch noch über das Finale der Episode gespoilert. Das nenne ich mal echt clever.

Wenn das nicht dämlich aussieht.

Wenn das nicht dämlich aussieht.

Visuell kann die Folge dagegen nicht überzeugen. Die Zodiac-Helfer sehen stellenweise echt dämlich aus und auch sonst spielt sich alles mehr oder weniger in den Fluren und Gängen des Helicarriers ab. Erst als später, als der Helicarrier in den Fluten des Hudson Rivers versinkt, wird auch dem Auge einiges geboten. Da sieht es schon wirklich imposant aus, wenn das riesige Monstrum in den Fluten versinkt und später wieder auftaucht. Das hat fast etwas majestätisches an sich.

Im Dienste seines Superspions Nick Fury.

Im Dienste seines Superspions Nick Fury.

FAZIT:

Mit guten Ansätzen, die aber irgendwann auf der Strecke bleiben und einem leidlich spannenden Setting enttäuscht die Folge spätestens ab der Mitte. Die Kämpfe sind auch nur mittelmäßig und der Humor eher enttäuschend. Da hilft es auch nicht, dass Spider-Mans kleine Gewissensfiguren ihm klarmachen, wie wenig witzig seine Sprüche diesmal sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass der Zuschauer von Beginn an weiß, wie die Handlung ausgehen wird, und wer unter welcher Maske steckt und welche Fäden zieht. Das gibt der Folge einen zusätzlichen faden Beigeschmack.

Wie Phoenix aus der Asche erhebt sich der Helicarrier aus den Fluten des Hudson.

Wie Phoenix aus der Asche erhebt sich der Helicarrier aus den Fluten des Hudson.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Marvel & Subs. / Disney XD / SuperRTL

JL8 Episode #61

It’s Party Time …

Viel Spaß damit!

(für eine größere Ansicht auf das Bild klicken)

Characters © DC Comics, Creative Content © Yale Stewart.

(Fortsetzung folgt…)

JL8 im Web:

Tumblr, Facebook, Twitter

© 2013 Copyright der Übersetzung by „Mueli77’s Feine Welt“. Jegliche Weiterverwendung ohne ausdrückliche Genehmigung untersagt.

Der tägliche Simpsons-Gag #449

Ein neuer Couchgag wartet, um euch den Tag zu versüßen.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Die gesamte Familie kommt mit Raketenrucksäcken hereingeflogen und paltziert sich auf der Couch, während Maggie ein paar Extraloopings dreht, bevor sie auf Marges Schoß landet.

Sonic The Hedgehog Nr. 2 [Panini, Mai 2013]

Vor fast genau 2 Monaten, habe ich euch die erste Ausgabe von Paninis neuer Comicserie Sonic vorgestellt. In der heutigen zweiten Ausgabe endet der vor 2 Monaten begonnene Story-Arc.

Sonic The Hedgehog Nr. 2

Kaum das Dr. Eggman in der letzten Ausgabe flüchten konnte, drohen schon wieder neue Gefahren. Doch Sonic und seine Freunde wissen, was zu tun ist. Aber zuerst müssen sie einen alten Freund von Sonic aufsuchen. Miles Prower, auch als Tails bekannt. Zusammen machen sich die Fünf nun auf den Weg, Eggman davon abzuhalten, den Planeten zu zerstören. Doch immer wieder plagen Sonic und auch Sally Acorn Visionen davon, wie der jeweils andere stirbt. Also entscheidet sich Sonic nur noch mit Tails weiterzuziehen, um seine neuen Freunde nicht in Gefahr zu bringen. Aber Sally hat ihren eigenen Kopf und macht sich mit Antoine Depardieu und Boomer Walrus alleine auf den Weg um Eggmans Energienachschub abzuschneiden. Währenddessen dringt Sonic immer weiter in die Zentrale von Eggman vor, ohne zu wissen, worauf er sich wirklich eingelassen hat, und in welcher Gefahr er schwebt …

Vage Erinnerungen oder Fantasie?

Vage Erinnerungen oder Fantasie?

Mit den letzten beiden Teilen des Vierteilers Genesis, beschließt Panini den Start der neuen Sonic-Comicserie. Was jetzt vielleicht wie ein Ende klingt, stellt aber genaugenommen den perfekten Einstieg in die Abenteuerwelt des blauen Igels dar. Ian Flynn hat einen Zyklus geschaffen, der sowohl langjährige Leser als auch Neueinsteiger sehr gut unterhält. Denn mit diesem auch für sich alleinstehenden Abenteuer befreit er sich vom Ballast der vergangenen über 200 US-Ausgaben. Wie auch schon im ersten Heft werden Figuren und eine Welt präsentiert, die neu, frisch und trotzdem vertraut wirken. Dennoch gibt es auch etwas zu bemängeln. Flynn schafft Momente, wie die Visionen von Sonic und Sally, die den Leser neugierig machen, über dass, was geschehen ist. Aber diese Neugierde bleibt ungestillt. Flynn hetzt stattdessen zum nächsten Problem und lässt den Leser etwas ratlos zurück. Auch das Finale ist nicht wirklich zufriedenstellend. Zwar wird ein weitestgehend offenes Ende präsentiert, welches weitere Abenteuer ermöglicht, aber trotzdem wirkt es abschließend. Ich persönlich hatte ein wenig das Gefühl, von Unzufriedenheit und ungelösten Fragen. Daher werde ich zähneknirschend auf die nächste Ausgabe warten, die in zwei Monaten erscheint und schauen, inwieweit die Handlung dort fortgesetzt wird.

Was ist wahr und was nur Illusion?

Was ist wahr und was nur Illusion?

Bei den Zeichnungen gibt es zu den Aussagen für das erste Heft nicht viel hinzuzufügen. Erneut erschafft Tracy Yardley eine Umgebung, die den Spielern der Sonic-Abenteuer sofort bekannt vorkommt. Mit klarem minimalistischem Strich und dennoch detailverliebten Bildern, dynamischem Panelaufbau entsteht so auch eine gewisse Geschwindigkeit, für die Sonic auch bekannt ist. Ebenfalls positiv zu dem Gesamteindruck tragen Terry Austin als Tuscher und Matt Herms mit der Farbgebung bei.
Aber auch hier gibt es an der deutschen Ausgabe etwas zu bemängeln. Denn die vier US-Hefte warteten im original mit sehr schönen, an die Spieleverpackungen angelehnten, Covermotiven auf. Diese hat Panini weder für das Titelbild verwendet, noch irgendwo im Heft untergebracht, wie es bei den Superheldentiteln des Verlages der Fall ist. Dadurch entgehen dem deutschen Leser wunderschön gestaltete Hommagen. Einzig das Motiv dieser Ausgabe ist ein Teilausschnitt des dritten Teils der US-Hefte. Hier kann man sehr schön auch die wirklich gute Qualität der Motive erkennen.

Die vier Cover der vier US-Ausgaben.

Die vier Cover der vier US-Ausgaben.

FAZIT:

Am Ende des ersten Heftes war ich noch ein wenig unsicher, ob und wie gut mir die Serie weiterhin gefallen könnte. Doch mit dieser Ausgabe sind die Zweifel verschwunden. Sonic macht Spaß und unterhält sehr gut. Die Abenteuer sind dicht, spannend und rasant. Das zusammen mit den tollen Zeichnungen, die auch ein wenig Nostalgie wecken und dem günstigen Preis von 2,70 Euro für zwei US-Ausgaben, sind ein ganz klarer Punkt für mich, um an der Serie dranzubleiben. Gut gemacht Panini. Wenn ihr jetzt noch die Sache mit den Covermotiven in den Griff bekommt, bin ich rundum zufrieden.

High Speed Sonic, wie man ihn kennt.

High Speed Sonic, wie man ihn kennt.

Copyright aller verwendeten Bilder © 2011-2013 Archie Comics / Panini

Der tägliche Simpsons-Gag #448

Heute gibt es zur Abwechslung mal wieder einen Abpsann.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Man sieht Homer und Marge im Licht des Leuchtturms, wie sie sich küssen.

Gratis Comic Tag 2013 Review (21): Koma #1 – Die Stimme der Schlote [Reprodukt, Mai 2013]

GCT 2013Mit Kleiner Strubbel hat Reprodukt für diesen Gratis Comic Tag aus meiner Sicht schon mit einer positiven Überraschung aufwarten können. Von daher sind die Erwartungen an Koma – Die Stimme der Schlote dementsprechend hoch. Die Frage ist nur noch, ob und wie weit mich der Band beeindrucken wird und für welche Alterszielgruppe, der Comic geeignet ist …

Koma #1 – Die Stimme der Schlote
(Gratis Comic Tag 2013)

Ein kleines Mädchen, dass in der großen Stadt mit ihrem Vater lebt. Einer Stadt, die von Schornsteinen in allen Größen nur so wimmelt. Ein Mann, mit seiner Tochter, der seine Frau auf tragische aber geheimnisvolle Weise verloren hat und nun davon lebt, die vielen Schornsteine seines Revieres zu säubern. Ein Mädchen, das seinen Vater übr alles liebt, in die kleinsten Schlote hineinkriechen kann und so für ihren Vater eine unentbehrliche Hilfe ist. Aber auch ein Mädchen mit einem großen Problem. Sie heißt Addidas und fällt regelmäßig in Ohnmacht. Und immer wenn sie in Ohnmacht fällt, sieht sie seltsame Monster und eine Welt, die düster und dennoch faszinierend auf sie ist. Ihr Vater st verzweifelt, aber Addidas sieht es ganz locker. Bis ihr etwas Merkwürdiges passiert …

Koma – Die Stimme der Schlote ist ein außergewöhnliches Werk. Spannend, faszinierend und sehr einfühlsam. Schon von der ersten Seite an, beginnt man als Leser mit der kleinen Addidas mitzuleiden. Nicht nur wegen ihrer „Krankheit“, sondern vor allem wegen ihrer Lebensumstände. Alleine mit einem Vater, der ebenfalls nicht mehr der Jüngste ist und in einer Stadt, die eher lebensfeindlich, statt gastfreundlich ist. Autor Pierre Wazem erschafft ein traurige, gefühlskalte und krankmachende Welt, der man einfach nur entfliehen möchte.

Auch visuell ist der Comic etwas ganz Besonderes. Vom Stil her ein wenig an die US-Independent Comicszene angelehnt und dennoch ganz anders und eigenständig wird man in die Geschichte förmlich eingesaugt. Zeichner Frederik Peeters spielt mit dem Leser und seinen Erwartungen. Die Bilder vermitteln mit ihren düsteren Farben eine Hoffnungslosigkeit, die sich so in der Geschichte selbst nicht widerspiegelt. Vielmehr ist die kleine Addidas mit ihren freundlichen Kulleraugen ein Quell der Hoffnung und Zuversicht. Vor allem dann, wenn Addidas ihre Ohnmachtsanfälle bekommt und die Visionen sieht, ist man als Leser erst einmal erschrocken. Denn Peeters leitet nicht mit Zeichnungen zu den Ohnmachtsvisionen hinüber, sondern lässt den Leser sofort sehen, was Addidas sieht. Vom einen Panel zum nächsten wird man so aus der Rolle des Beobachters gerissen und in die Rolle der kleinen Addidas versetzt. Dies ist ein faszinierender und spannender Kniff, der die Dramatik weiter erhöht.

Reprodukt beweist erneut, dass sie ein Händchen für gute Comics haben. Und Koma ist ein solcher Comic. Faszinierend, spannend und mitfühlend. Aber dennoch keine leicht Kost. Und trotzdem sollte man als Comicfan, der guter Comickost nicht abgeneigt ist, auf jeden Fall einen Blick riskieren. Denn so gute Geschichten und Figuren gibt es nicht allzu oft in der riesigen Auswahl an grafischen Publikationen.

Der tägliche Simpsons-Gag #447

Weiter geht es heute mit dem ersten Tafelgag der achten Staffel.

Viel Spaß damit!

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

© Copyright Matt Groening & 20th Century Fox

Die Simpsons kommen mit Fallschirmen herabgeflogen und landen sicher auf der Couch. Nur bei Homer öffnet sich der Falschirm nicht und er kracht auf den Boden.

Gratis Comic Tag 2013 Review (20): Toriko [Kazé Manga, Mai 2013]

GCT 2013Mit Toriko wäre dann auch schon der letzte Mangabeitrag des diesjährigen Gratis Comic Tages vorgestellt. Nach Soulless und Skull Party von Carlsen gab es noch Resident Evil, ebenfalls von Kazé Manga. Die bisherigen Manga waren leider nur „okay“. Mal sehen wie Toriko ausfällt …

Toriko
(Gratis Comic Tag 2013)

Ein neues Zeitalter ist angebrochen. Es ist das Gourmet-Zeitalter. Eine Ära in der Essenscouts auf der Suche nach immer neuen Lebensmitteln und Leckereien sind. Einer dieser Scouts ist Toriko. Doch er ist nicht einfach nur einer davon. Nein. Er ist eine Legende. Ein Kämpfer, der auch die außergewöhnlichsten Tiere zur Strecke bringt. Sei es eine Teufelsschlange, ein Elefantosaurus, ein Hydra-Strauss, ein Tigerwalross, ein Silberrücken oder der Klon eines Kampfwolfes, welcher vor Äonen bereits eine ganze Rasse ausgerottet hat. Doch dieser scheint weiblich und auch noch trächtig zu sein. Deshalb kann Toriko nicht dabei zusehen, wie die Bestien in einer Arena zur Belustigung der Menge auf den Wolf losgelassen werden.

Manga über das Essen sind nichts Neues. Immer wieder greifen diverse Manga-ka dieses Thema auf. Ob nun wie hier bei Toriko oder der bei EMA erschienene Manga Yakitate Japan, in dem es um die Kunst des Backens ging. Doch hier wird das Thema Essen noch mit Fantasy, Kampfsport und japanischer Mythologie gemischt. Zusammen ergibt sich eine krude Mischung, die mir persönlich nicht so wirklich schmecken möchte. Alles wirkt als hätten zu viele Köche zu viele Zutaten zusammengekippt, in der Hoffnung am Ende eine schmackhafte Suppe zu bekommen. Stattdessen bleibt eine schwer verdauliche Geschichte mit zu vielen Zutaten, rohen Figuren und zu kurzer Garzeit.

Auch die Zeichnungen sind nicht wirklich mein Fall. Toriko sieht in fast jedem Panel anders aus. Da stellt sich mir die Frage, wie viele Zeichner hier parallel gearbeitet haben. Womit wir wieder bei den vielen Köchen wären. Das Einzige, was einigermaßen gleich aussieht, sind die Tiere, oder besser gesagt die Tierkreationen. Denn da hat jemand echt übles Zeug geraucht, um sich so etwas einfallen zu lassen. Einige der Kreationen sind so was von einfallslos und auch der Kampfwolf erinnert mich persönlich eher an Amaterasu aus dem Videospiel Ókami von Capcom. Da wurde also nicht nur simpel zusammengemischt, sondern auch noch dreist geklaut. Für mich ist daher Toriko die bisher größte Enttäuschung des diesjährigen Gratis Comic Tages.