Fables Deluxe Edition Band 5 [April 2023]

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Asterix Review Special (79): Die weisse Iris (Band 40) [Egmont, Oktober 2023]

Inzwischen ist es fast schon eine Tradition, dass regelmäßig, alle zwei Jahre, ein neues Asterix-Abenteuer erscheint. Zumindest seit 2013, als Jean-Yves Ferri und Didier Conrad die Reihe übernommen haben. Als ich nun im Frühjahr erfahren habe, dass nicht erneut Ferri als Autor fungieren wird, habe ich zunächst etwas Sorge gehabt. Aber auch als ich erfuhr, das Fabrice „FabCaro“ Caro die Nachfolge von Ferri antritt, war ich nicht gänzlich beruhigt. Gut ich kenne einige Arbeiten von FabCaro, auch wenn nur dem Namen nach, weil alle bisherigen Werke, Comics, wie auch Romane und sogar der sehr erfolgreiche Film zu seinem Comic „Zaï Zaï Zaï Zaï“ bisher nicht in Deutschland erschienen sind. Nun schwankte die Meinung zu den letzten Abenteuern zwischen euphorisch und enttäuschend und die Wahl einen Autor zu benennen, der außerhalb Frankreichs eigentlich kaum eine Reputation hat, würde dem sicherlich nicht zuträglich sein. Wie gut, oder schlecht, ist also der NEUE Asterix?

Wie bereits erwähnt, hat FabCaro zwar innerhalb Frankreichs und ein klein wenig in Italien und den Niederlanden (genaugenommen wurden zwei seiner Werke, jeweils Eines, ins Italienische und Niederländische übersetzt, was bei aktuell, Asterix ausgenommen, 37 Comics (43 inkl. Mehrteiler) und 5 Romanen, keine allzu überragende Anzahl ist), durchaus einen gewissen Namen und Rang inne, aber außerhalb Frankreichs dennoch eher das unbeschriebene Blatt darstellt. Nun gut, das sind alles nur Zahlen und Fakten und sagen genaugenommen nichts über FabCaros Qualität als Autor aus. Und ja, auch als Yean-Ives Ferri und Didier Conrad das Ruder übernommen haben, lag eine gewisse Skepsis in der Luft, was bei einer so alteingessenen Serie, die vor allem so lange in den Händen der eigenen Schöpfer lag, wenngleich zum Schluss nur noch einer der geistigen Väter die Geschicke der listigen Gallier lenkte, nicht gerade verwunderlich ist.

Doch ebenso wie uns als Leser diese Entscheidung überraschte, so war auch Didier Conrad lange im Unklaren darüber, wie es nach Band 39 weitergehen sollte. Doch nachdem Ferri ankündigte eine Pause zu benötigen, weil er sich stattdessen eigenen Projekten widmen wollte, musste man seitens des Verlages und der Rechteinhaber weitere Möglichkeiten ausloten. Die Wahl fiel also auf Fabcaro, der mit bürgerlichem Namen Fabrice Caro heißt. Wie zu Beginn angesprochen, war Fabcaro eine ungewöhnliche Wahl, wie er selbst auch zugestehen musste. Asterix zu schreiben, ist für Fabcaro mit einem Ritterschlag gleichzusetzen. Immerhin ist er, wie viele andere seines Alters ebenfalls, mit den Abenteuern von Asterix, Obelix & Co. aufgewachsen. Jetzt selbst einmal deren Geschicke lenken zu dürfen, hat er sich selbst niemals träumen lassen.

Etwas anders war es für Didier Conrad, der Fabcaro selbst nicht persönlich kannte, weshalb sich die anfängliche Zusammenarbeit etwas anders gestaltete. Doch damit der Entstehungsprozess nicht allzu sehr in Mitleidernschaft gezogen wird, entschloss sich Conrad seine Entwürfe an den Herausgeber zu schicken, der dann wiederum die Brücke zu Fabcaro bildete. Erst kurz vor der Veröffentlichung haben sich Conrad und Fabcaro persönlich kennengelernt.
Aber egal, wie die Beziehung der Beiden aktuell ist, das Ergebnis ist ein neues Abenteuer, welches sich deutlich von den bisherigen Nachfolgebänden abhebt. Aber was genau macht „Den neuen Asterix“ aus? Wird er ebenso zwiespältig aufgenommen, wie die letzten Bände? Welche neuen Figuren werden dem Asterix-Universum hinzugefügt? Was für eine Art von Humor wird dieser Band beinhalten? Fragen über Fragen! Fragen, die ich teilweise mit diesem Review beantworten kann, und Fragen, die man sich als Leser selbst beantworten muss, nach der Lektüre des neuesten Abenteuers:

Den Legionären Cäsars fehlt es nach all den Jahren vergeblicher Eroberungsversuche, stagnierenden Fortschrittes und dem Widerstand dieses kleinen gallischen Dorfes nicht nur an Motivation, sondern auch an jeglichem verlorenen Lebensmut. Also beschließt Cäsar mithilfe seines obersten Medicus Visusversus neue Wege zu gehen. Positive Bestärkung! Und so lässt sich Visusversus nach Babaorum versetzen, um die dortigen Truppen neu zu motivieren, während er gleichzeitig versucht, als unschuldiger Besucher das Dorf der Gallier zu unterwandern und deren Zusammenhalt zu zerbrechen. Was sich recht einfach anhört, und zu Beginn auch bei einigen der Dorfbewohner durchaus gut funktioniert, führt jedoch schnell zu Misstrauen, vor allem bei Asterix und Miraculix, sowie Majestix, dessen Frau eines der ersten Opfer von Visusvesus ist. Nachdem diese nun mit Gutemine auf dem Weg nach Lutetia ist, um die Galliern als Beweis für seine Technik Cäsars auszuhändigen, müssen Asterix und seine Freunde nicht nur Gutemine finden und wieder zurück ins Dorf bringen, sondern auch gleichzeitig den zutiefst niedergeschlagenen Majestix, der nahe an einer Depression ist, aufmuntern …

Was an diesem neuen Abenteuer sofort auffällt ist, dass es deutlich mehr Text enthält, als die letzten Abenteuer. Ob dies jedoch dem Umstand geschuldet ist, dass Visusversus mit seiner Methode vor allem verbal agiert, oder dies vielleicht FabCaros Art des Erzählens ist, wird sich vermutlich erst beim nächsten Abenteuer zeigen, an dem FabCaro als Autor fungiert. Ich persönlich zum Beispiel habe große Probleme mit Menschen, die vor allem mit Zitaten und Phrasen um sich werfen, weshalb mir Visusversus sofort unsympathisch ist. Auch seine Phrasendrescherei geht mir bereits nach wenigen Seiten auf die Nerven, andererseits finde ich es auch sehr faszinierend zu sehen, wie die Menschen auf seine Art der Manipulation reagieren. Insgesamt finden sich allerlei psychologische Spielereien und Anspielungen in diesem Band wieder. Neben Visusversus und seiner „Manipulationsmethode“, als auch der Depression von Majestix, die Reaktionen der Dorfbewohner und Legionäre zeigen, dass sich Fabcaro mit der Psyche von Menschen offenbar sehr gut auskennt und dies hier auf sehr spannende Weise einbindet. Gerade Änderungen, wenn auch nur kurzzeitig, wie zum Beispiel der lange währende Disput zwischen Automatix und Verleihnix wegen der Frische der angebotenen Meerestiere ist sehr humorvoll, weil dieser einen anderen Lösungsansatz bietet, als es bisher der Fall war. Solche Kleinigkeiten finden sich überall im Band und laden zum mehrmaligen Lesen ein, da nicht immer alles sofort ersichtlich oder verständlich ist.

Auch zeichnerisch gibt es viel Neues und Anderes. So muss Conrad dem mehr an Text oft Tribu zollen, sodass in vielen Panels nur wenige bis gar keine Hintergründe zu entdecken sind. Zwar kam dies in den letzten Ausgaben Uderzos auch immer wieder zum Einsatz, hier vermutlich eher wegen des Arbeitsaufwandes, aber dennoch ist es deutlich sichtbar. Dafür sind in den anderen Panels die Hintergründe umso aufsehen erregender und laden dazu ein, sich auf die Suche nach weiteren Details zu machen. Hinzu kommt, dass sich Conrad inzwischen offenbar relativ sicher fühlt. Dies sieht man daran, dass er sichtlich experimentierfreudiger wird, was die Posen und Blickwinkel angeht, sowie die Art und Weise, wie Conrad mit der Panelgestaltung umgeht, gerade dann, wenn es um die Verteilung verschiedener Größen von Panels geht, ohne dabei die grundsätzliche Struktur des 4 Zeilen-Layouts zu umgehen.

Zu Beginn des Albums dachte ich noch, dass meine Bedenken durchaus gerechtfertigt gewesen sind, aber je weiter das Abenteuer voranschritt, um so mehr wurde mir klar, dass es genau die Art von Frische war, die Asterix jetzt brauchte. Die Einflüsse FabCaros sind minimalistisch, aber deutlich genug, um sie wahrzunehmen und seine Art der Erzählung, die Art und Weise seiner Charakterisierung, rufen bei mir ein gewisses Wohlgefühl hervor. Allerdings schwebt über dem gesamten Band auch eine gewisse „Hommage“ an frühere Abenteuer wie „Der Seher“, „Kampf der Häuptlinge“ oder auch „Streit um Asterix“, was eventuell daran liegt, dass dies eben jene Abenteuer sind, welche FabCaro besonders am Herzen liegen.
Zudem gibt es noch einiges, was sicher nur in der deutschen Fassung so enthalten ist. Denn für Übersetzer Klaus Jöken war es keine gewohnte Arbeit, was nicht nur an dem mehr an Text liegt, im Übrigen wird von bis zu 25 % mehr Text als ein Durchschnittsabenteuer gemunkelt, sondern auch erzählerischen Eigenheiten FabCaros. Daher finde ich es schon sehr amüsant, wenn Troubadix auf der Dorfbühne abgewandelte Klassiker von De Höhner, Herbert Grönemeyer oder Nana Mouskouri singt. So richtig besonders wird es, bei dem lange indizierten Hit der Ärzte, welcher dann wohl auch der Grund ist, weshalb Troubadix von der Bühne „zitiert“ wird.
Insgesamt überrascht mich „Der neue Asterix“ durchaus positiv. Das „Positive Denken“, welches den Band durchzieht und hier eher als „Waffe/Taktik“ dient, zeigt, dass man mit fast allem Menschen in irgendeiner Form lenken und manipulieren kann.
Was mir persönlich jedoch nach wie vor fehlt, ist der Einsatz von popkulturellen Persönlichkeiten, wie es in fast jedem Goscinny-Abum gang und gäbe war. Ein Politiker hier, ein Schauspieler da, ein Autor, ein Musiker, wie auch immer. Es gab immer jemanden zu entdecken und dieses kleine Rätselraten vermisse ich schon sehr.
Dennoch bleibt unterm Strich ein sehr unterhaltsames, kurzweilig vergnügsames und in vielen Punkten leicht verbessertes Abenteuer übrig, welches ich nicht nur Asterix-Fans empfehlen kann.

Copyright aller verwendeten Bilder, Videos und Interviews © 2023 ASTERIX®- OBELIX®- IDEFIX® / © 2023 LES EDITIONS ALBERT RENE / GOSCINNY – UDERZO / Egmont / www.egmont.de

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Die bisherigen Review-Specials:

  1. Asterix der Gallier
  2. Die goldene Sichel
  3. Asterix und die Goten
  4. Asterix als Gladiator
  5. Tour de France
  6. Asterix und Kleopatra
  7. Der Kampf der Häuptlinge
  8. Asterix bei den Briten
  9. Asterix und die Normannen
  10. Asterix als Legionär
  11. Asterix und der Avernerschild
  12. Asterix bei den Olympischen Spielen
  13. Asterix und der Kupferkessel
  14. Asterix in Spanien
  15. Streit um Asterix
  16. Asterix bei den Schweizern
  17. Die Trabantenstadt
  18. Die Lorbeeren des Cäsar
  19. Der Seher
  20. Asterix auf Korsika
  21. Das Geschenk Cäsars
  22. Die grosse Überfahrt
  23. Obelix GmbH & Co. KG
  24. Asterix bei den Belgiern
  25. Der grosse Graben
  26. Die Odyssee
  27. Der Sohn des Asterix
  28. Asterix im Morgenland
  29. Asterix und Maestria
  30. Obelix auf Kreuzfahrt
  31. Asterix und Latraviata
  32. Asterix plaudert aus der Schule
  33. Gallien in Gefahr
  34. Asterix & Obelix feiern Geburtstag
  35. Asterix & Friends (Browsergame)
  36. Asterix der Gallier (Film)
  37. Asterix (Gameboy/NES)
  38. Asterix in Novaesium
  39. Asterix und Kleopatra (Film)
  40. Asterix (SNES)
  41. Gallische Geschichten mit Asterix und Obelix
  42. Asterix & Obelix (Gameboy)
  43. Asterix erobert Rom (Film)
  44. Asterix erobert Rom – Das Buch zum Film (Album, Neuauflage)
  45. 12 Prüfungen für Asterix
  46. Asterix and The Great Rescue (Sega Mega Drive)
  47. Asterix – Sieg über Cäsar (Film)
  48. Uderzo von seinen Freunden gezeichnet
  49. Asterix – The Great Rescue (Game Gear/Master System)
  50. Uderzo – Der weite Weg zu Asterix
  51. Asterix & Obelix (SNES)
  52. Asterix bei den Briten (Film)
  53. Asterix – Streit um Gallien (Playstation)
  54. Asterix bei den Pikten
  55. Asterix – Die Trabantenstadt (3DS)
  56. Asterix in Italien
  57. Die Trabantenstadt (Limitierte Sonderausgabe)
  58. Asterix – Operation Hinkelstein (Film)
  59. Asterix bei den Belgiern (Limitierte Sonderausgabe)
  60. Asterix Review Special (60): Asterix and the Secret Mission (Game Gear)
  61. Der Papyrus des Cäsar
  62. Asterix in Amerika (Film)
  63. Die hysterischen Abenteuer von Isterix
  64. Asterix & Obelix XXL (PS2)
  65. Asterix und die Wikinger (Film)
  66. Asterix der Gallier (50 Jahre Asterix Jubiläumsausgabe)
  67. Das inoffizielle Asterix & Obelix Lexikon
  68. Asterix bei den Olympischen Spielen (Limitierte Sonderausgabe)
  69. Asterix – Das Geheimnis des Zaubertranks
  70. Das Asterix Magazin (1/19)
  71. Asterix im Land der Götter (Film)
  72. Asterix & Obelix XXL2 (PS2, PC, PSP, NDS, PS4, XboxOne, Nintendo Switch)
  73. Die Tochter des Vercingetorix
  74. Asterix – Die Hommage
  75. Asterix & Obelix XXL3 – Der Kristallhinkelstein (Multiplattform)
  76. Die goldene Sichel (Limitierte Sonderausgabe)
  77. Der goldene Hinkelstein
  78. Asterix und der Greif

Attack on Titan: No regrets (Deluxe Edition) [April 2023]

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Das Haus am See Band 2 [April 2023]

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Spider-Man: Indien [Juni 2023]

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Asterix, das Cover des 40. Abenteuer wurde enthüllt!

Es sind nur noch wenige Tage, bis das neue Asterix-Abenteuer, das 40. um genau zu sein, das Licht der Welt erblicken wird. Nun wurde das Cover von „Die weisse Iris“, wie das Abenteuer heißen wird, enthüllt. Neben Veteran Didier Conrad, für den es bereits das sechste Abenteuer ist, stößt diesmal statt Jean-Yves Ferri, der ebenfalls nicht unbekannte Fabcaro zum Team und fungiert somit als Texter und Szenarist.
„Die weisse Iris“ erscheint am 26. Oktober 2023 mit einer weltweiten Startauflage von 5 Millionen Exemplaren. Bei Egmont in Deutschland wird es zum Verkaufsstart wie gewohnt ein Hardcover für 13 Euro, sowie ein Softcover für 7,99 Euro geben.

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The Witcher: Ronin [Mai 2023]

Geralt von Riva durchstreift als herrenloser Samurai die japanischen Ortschaften. Er ist bekannt als berüchtigter Monsterjäger, Hexer und merkwürdiger „Freak“. So trifft er auf seiner Reise auf verschiedene fantastische Kreaturen, angelehnt an die japanischen Mythen und Legenden. Doch sein wahres Ziel sind nicht die vereinzelten Aufträge, die ihm Geld einbringen, sondern eine für ihn schicksalhafte Frau im Schnee …
Lest selbst, wie dieser grandiose Auftakt im Manga-Stil die verschiedenen Genres aus Büchern, Comics, Videogames und Streaming zu einem homogenen Abenteuer, angelehnt an die japanischen Mythen und Legenden vereint.

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Marvel Must Have: New Mutants – Höllenbiest [Panini Comics, Januar 2023]

Das neue junge Mutantenteam bestehend aus Samuel „Cannonball“ Guthrie, Amara „Magma“ Aquilla, Roberto „Sunspot“ Da Costa, Illyana Nikolovna „Magik“ Rasputin, Rahne „Wolfsbane“ Sinclair und Danielle „Dani“ Moonstar versucht weiterhin ihren Platz zu finden. So kämpft jeder der jungen Helden mit seinen ganz eigenen inneren Dämonen, aber keiner ist so gefährlich wie Moonstars Dämonenbär, der sie seit dem Tod ihrer Eltern verfolgt. Als sie sich eines Abends diesem „Dämon“ stellt, der, wie sich herausstellt, nicht nur eine Einbildung ist, gerät sie in Lebensgefahr. Nun obliegt es ihren Teamkameraden und Freunden nicht nur sie zu retten, sondern auch die Welt vor diesem mächtigen Dämon zu schützen, während eine ganz andere nichtbiologische Gefahr auf die Erde zusteuert …

Es waren die frühen 80er Jahre und Marvels Spider-Man war der Geldmagnet vom Haus der Ideen. Doch im Comicdirektmarkt, die Vertriebsschiene für Comicshops und Fachgeschäfte, konnte es kein anderer Marvel-Titel mit den „X-Men“ aufnehmen. Während also der Mainstream Spider-Man feierte, waren die X-Men der Favorit der Comicfans. Das brachte den damaligen Marvel Chefredakteur Jim Shooter dazu, mit dem Gedanken zu spielen, das X-Men-Universum zu vergrößern. Immerhin gab es damals außer den X-Men keine weitere monatliche Heftserie. Die Idee um ein neues junges Mutantenteam war geboren und wurde in die X-erfahrenen Hände von Chris Claremont gelegt.
Während die ersten Ausgaben noch von Bob McLeod und Sal Buscema kam der wirklich große Erfolg erst mit Bill Sienkiewicz. Sein visuell überwältigender Artstyle kam bei den Lesern sofort an. Ursprünglich hatte Sienkiewicz einen von Neal Adams geprägten Stil, den er aber zunehmend mit eigenen Einflüssen erweiterte. Die teils surrealistischen Bilder, die Sienkiewicz bereits teilweise in Moon Knight hat einfließen lassen, entfalteten sich bei den New Mutants und speziell bei der Demon Bear-Saga zu einem visuellen Fünf-Gänge-Menü.

Ja, man merkt der Geschichte ihr Alter durchaus an und ja, der leichte Horrorpsychothriller-Einschag ist auch nicht jedermanns Sache, aber letztendlich zählt das Ergebnis und mit Chris Claremont und Bill Sienkiewicz‘ „Demon Bear“-Saga hat Panini ein außergewöhnliches Stück Comicgeschichte in diese Sammlerreihe mit denkwürdigen Veröffentlichungen gepackt, angereichert mit ein paar wissenswerten Informationen und Extras, für einen sehr guten Preis in gelungener Aufmachung.

Copyright aller verwendeten Bilder © 1983-2023 Marvel Characters B.V. / Panini Comics

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Tenebrae Band 1 und 2 [2023]

Mit Tenebrae liegt mir ein weiteres Comic-Highlight vor. In zwei Bänden entfaltet sich eine abgeschlossene Geschichte um Liebe und Verrat in einem geradlinigen Fantasy-Setting. Schnörkellos und direkt kommt diese Geschichte in Fahrt, sie hält kein Blatt vor den Mund und reißt den Leser ungemein in den Handlungsbogen hinein. Nicht zu komplex, stets spannend und mysteriös findet der Leser sich zwischen den Fronten eines alten Ehepaares wieder. Der König und die Königin bitten zum Schlachtfeld, doch mittendrin ist die Prinzessin Islen und ihr tapferer Ritter Arzhur, welche die Kraft der Tiere auf ihrer Seite haben …

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Avengers # 53 [Mai 2023]

Dieses Avenger Heft hat mir richtig gut gefallen. Zeichnerisch auf einem hohen Niveau bietet dieses Heft zwei wirklich gelungene Geschichten. Durchaus philosophisch und bedächtig stellt sich Hawkeye die Frage, ob sein Leben und Handeln mehr Wert hat als ein Briefkasten. Die zweite Geschichte handelt vom Traum des Himmels. Fliegen ist eine Sünde, doch Carol Danvers ist dazu geboren, den Himmel zu erkunden …
Somit bietet dieses Heft fernab der Avengers Hauptgeschichte zwei Geschichten zum Event A.X.E.: Tag der Entscheidung. Von mir gibt es ganz klar eine Empfehlung!

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